Corona-Newsblog in Berlin

46 neue Infektionen, eine Ampel weiterhin rot

8020 Menschen haben sich in Berlin bislang nachweislich mit dem Coronavirus infiziert. Alle aktuellen Entwicklungen und Zahlen im Blog.

 Eine  elektronenmikroskopische Aufnahme des "U.S. National Institute of Health" zeigt das neuartige Coronavirus (SARS-CoV-2)

Eine elektronenmikroskopische Aufnahme des "U.S. National Institute of Health" zeigt das neuartige Coronavirus (SARS-CoV-2)

Foto: --- / dpa

Berlin. In unserem Newsticker berichten wir laufend über die Corona-Lage in Berlin und Brandenburg. Aktuelle Informationen zur Corona-Pandemie in Deutschland, Europa und der Welt finden Sie in diesem Newsblog.

Die wichtigsten Corona-News des Tages in Berlin

Wegen Corona: Viele Berliner verzichten auf Sommerurlaub
Chef der Krankenhausgesellschaft zur "Helden-Prämie": „Beschäftigte sind empört über die Nicht-Beachtung“

10.26 Uhr: Wir starten unser neues Newsblog

Alle aktuellen Nachrichten zum Coronavirus in Berlin und Brandenburg lesen sie hier in unserem neuen Newsblog.

6.15 Uhr: Trotz Corona: Anti-Rassismus-Demonstration und CSD-Zug am Samstag

Am Samstag sind mehrere Demonstrationen in Berlin angemeldet. Ab 12 Uhr soll die Demonstration gegen die Diskriminierung und für die Gleichberechtigung von Schwulen, Lesben und Transsexuellen am Nollendorfplatz in Schöneberg beginnen. Der CSD-Zug führt dann mit dem Motto „Berlin Pride 2020“ über die Potsdamer Straße, Wilhelmstraße, Unter den Linden zum Alexanderplatz.

Zu der Anti-Rassimus-Kundgebung am Großen Stern mit dem Motto „Black Lives Matter“ (12.30 Uhr) sind 1500 Teilnehmer bei der Polizei angemeldet. Außerdem gibt es erneut einen Auto-Korso gegen die Corona-Regeln quer durch die Stadt sowie ab 15 Uhr ein Hiphop-Festival in der Parkaue in Lichtenberg.

6.01 Uhr: Corona-Effekt: Im Mai deutlich weniger Krankmeldungen

Die Kontaktbeschränkungen in der Corona-Pandemie haben nach einer Analyse der Krankenkasse AOK Nordost in diesem Jahr einen Achterbahn-Effekt auf Krankmeldungen gehabt. Schnellten die Zahlen für Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern von Mitte März bis Mitte April weit über den Durchschnitt in die Höhe, fielen sie im Mai weit unter die üblichen Mittelwerte. Soziale Distanz habe damit nicht allein die Ausbreitung des Coronavirus stark eingedämmt, sondern auch andere Infektionskrankheiten in Schach gehalten, folgert die Kasse.

+++ Mittwoch, 24. Juni 2020 +++

Die wichtigsten Corona-News des Tages in Berlin

Bewohner überfüllter Blocks sollen ins Hotel

19.45 Uhr: 46 neue Infektionen, eine Ampel weiterhin rot

In Berlin ist ein weiterer Mensch an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben. Die Zahl der Todesfälle beträgt nun 212. Das teilte die Berliner Senatsgesundheitsverwaltung am Mittwochabend mit. 46 neue Infektionen wurden bestätigt, 59 gab es am Tag zuvor. 776 aktuelle Corona-Fälle haben wir insgesamt in Berlin. 802 waren es am Dienstag. 7032 Menschen sind inzwischen genesen. Die Zahl der Patienten auf den Intensivstationen beträgt 35, vier Personen weniger als Dienstag. Insgesamt liegen 120 Menschen in Krankenhäusern, zehn weniger als Dienstag.

Die Berliner Corona-Ampel steht für den Bereich der Reproduktionszahl mit 1,32 auf Rot, da der Wert den dritten Tag in Folge über 1,2 liegt. Die Werte für Neuinfektionen und die freien Intensivbetten stehen weiterhin auf Grün.

Bezirk Fallzahl Genesen
Charlottenburg-Wilmersdorf 828 (+1) 750
Friedrichshain-Kreuzberg 651 (0) 562
Lichtenberg 399 (+1) 342
Marzahn-Hellersdorf 451 (+4) 390
Mitte 1150 (+6) 1028
Neukölln 970 (+9) 800
Pankow 765 (+5) 693
Reinickendorf 627 (+4) 523
Spandau 427 (+2) 355
Steglitz-Zehlendorf 581 (0) 549
Tempelhof-Schöneberg 775 (+11) 688
Treptow-Köpenick 396 (+3) 352
Summe 8020 (+46) 7032

16.34 Uhr: Berlin Marathon 2020 fällt endgültig aus

Der Berlin Marathon 2020 kann definitiv nicht stattfinden. Das teilte SCC Events mit. Hintergrund ist die Verordnung, die Veranstaltungen mit mehr als 5000 Teilnehmern bis zum 24. Oktober untersagt. in den vergangenen Wochen habe man alle Optionen zur Durchführung des Marathons geprüft, so die Veranstalter. Dazu gehörte auch die Erarbeitung eines Hygienekonzepts. Allerdings habe eine Machbarkeitsanalyse ergeben, dass der Marathon unter den aktuellen Vorgaben auch nach dem 24. Oktober in diesem Jahr nicht durchführbar sei. Aufgrund von höherer Gewalt finde der Berlin-Marathon daher am 26. und 27. September nicht statt, auch nicht später.

SCC-Events-Geschäftsfführer Jürgen Lock: „Schon allein aufgrund der Witterungsbedingungen und der immer kürzer werdenden Tage ist es sehr schwierig, den BMW BERLIN-MARATHON mit seinen diversen Wettbewerben und Veranstaltungsformaten noch dieses Jahr auszutragen. Hinzu kommt die Unsicherheit, welche Auflagen zu einem späteren Zeitpunkt noch gelten werden. Die Frage, ob Athleten bis dahin wieder international reisen können, können wir jetzt auch nicht beantworten.“

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer würden in dieser Woche informiert und könnten ihr Startrecht entweder auf das kommende Jahr übertragen lassen oder sich den Teilnahmebeitrag zurückzahlen lassen.

15.32 Uhr: Gericht: Bordelle müssen geschlossen bleiben

Bordelle in der Hauptstadt müssen nach einem Beschluss des Verwaltungsgerichts wegen Corona vorerst weiter geschlossen bleiben. Das Betriebsverbot gelte nach der aktuellen Eindämmungsverordnung des Senats bis zumindest 4. Juli, teilte das Gericht am Mittwoch mit. Damit scheiterte der Eilantrag einer Klägerin aus Berlin-Schöneberg. Sie kann noch Beschwerde beim Oberverwaltungsgericht einlegen.

Das Gericht räumte aber ein, dass das Verbot ein schwerwiegender Eingriff in die Berufsfreiheit sei. Dies sei aber bei summarischer Prüfung gegenwärtig noch gerechtfertigt, entschied die 14. Kammer. Mit dem Verbot solle Neuinfektionen mit dem Coronavirus soweit wie möglich vorgebeugt und die Ausbreitung der übertragbaren Krankheit Covid-19 in der Bevölkerung verringert werden.

Bei sexuellen Dienstleistungen in geschlossenen Räumen gebe es ein deutlich erhöhtes Infektionsrisiko, so das Gericht. Die Rahmenbedingungen in „Prostitutionsstätten“ seien gekennzeichnet durch intensiven Körperkontakt, ständig wechselnde Beteiligte, erhöhte Atemfrequenz und -tiefe infolge körperlicher Anstrengung und sexueller Erregung, einen erhöhten Ausstoß von Tröpfchen und Aerosolen in der Atemluft sowie von der Arbeit in kleinen, schlecht belüfteten Räumen, begründeten die Verwaltungsrichter. Zudem besteht laut Gerichtsbeschluss die Gefahr, dass eine unbemerkt infizierte Prostituierte im Laufe eines einzigen Arbeitstages viele Kunden anstecken könnte, die das Virus dann in ihr familiäres und soziales Umfeld weitertragen könnten.

14.50 Uhr: Ärzte klagen gegen geringere Vergütung für Corona-Tests

Im Streit um die weitere Umsetzung von Corona-Tests wollen die Ärzte gegen eine deutlich sinkende Vergütung für die Labore vorgehen. Gegen den Beschluss des zuständigen Gremiums des Gesundheitswesens sei beim Landessozialgericht Berlin-Brandenburg Klage eingereicht worden, sagte ein Sprecher der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) am Mittwoch auf Anfrage. Sie vertritt auch Laborärzte. Angestrebt wird demnach auch eine aufschiebende Wirkung, also dass die Senkung nicht schon zum 1. Juli kommt.

Für Tests, die Praxisärzte veranlassen, sollen Labore ab 1. Juli noch 39,40 Euro statt der bisherigen 59 Euro bekommen. Die KBV hatte gegen den Beschluss, der gegen ihre Stimmen fiel, bereits protestiert. Sie beanstandet, die Festsetzung des neuen Preises sei ohne entsprechende Kalkulationsgrundlage erfolgt. Die gesetzlichen Krankenversicherungen hatten dagegen von einem „sachgerechten Preis“ gesprochen, der die Entwicklung von vereinzelten Tests zu Massentestungen widerspiegele.

Die Preis-Festsetzung hat auch Auswirkungen auf die Vergütung von Corona-Tests, die Gesundheitsämter inzwischen auch bei Menschen ohne Krankheitsanzeichen deutlich öfter anordnen können.

13.00 Uhr: Berlin plant vorerst kein Hotelverbot für Gütersloher

Berlin will dem Beispiel anderer Bundesländer im Umgang mit Gästen aus dem Corona-Hotspot im Raum Gütersloh vorerst nicht folgen. „Berlin plant aktuell keine Beherbergungsverbote für Besucher oder Urlauber aus dem Kreis Gütersloh“, sagte Senatssprecherin Melanie Reinsch am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur. „Auch spezielle Quarantäneregelungen sind bisher nicht geplant.“

Berlin fährt damit einen anderen Kurs als Urlaubsländer wie Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern oder Bayern. Diese wollen Besucher oder Touristen aus den nordrhein-westfälischen Landkreisen Gütersloh und Warendorf nur noch unter strengen Auflagen einreisen lassen. Hintergrund ist der massive Corona-Ausbruch rund um die Fleischfabrik Tönnies in NRW.

12.20 Uhr: Mindestabstand an Schulen ab morgen aufgehoben

Der Mindestabstand von 1,50 Meter in den Schulen wird ab dem 25. Juni aufgehoben sein. Die neue Regelung, die jetzt im überarbeiteten Musterhygieneplan für Schulen festgehalten ist, gilt für Schüler genauso wie alle in der Schule tätigen Personen. Das ist auch wichtig für die Hort-Ferienbetreuung in den Schulen, die so ganz normal stattfinden kann. Der Mindestabstand gilt aber weiterhin bei „schulfremden Personen“ – die müssen in jedem Fall eine Maske tragen, wenn sie die Schule betreten. Außerdem soll darauf geachtet werden, dass innerhalb einer Schule stabile Lerngruppen oder Klassen bleiben. „Die Gefahr durch das Corona-Virus besteht weiter. Da sollten wir uns nichts vormachen“, sagte Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD).

12.19 Uhr: Ministerin - Lage in Brandenburg vergleichsweise günstig

Die Lage bei Corona-Infektionen in Brandenburg ist nach Angaben von Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher (Grüne) vergleichsweise günstig. „In Brandenburg ist die Situation immer noch erfreulich“, sagte Nonnemacher am Mittwoch im Gesundheitsausschuss des Landtags. Es gebe auch keine Hotspots, vielmehr verteile sich die Zahl der Neuinfektionen auf mehrere Landkreise. Besonders gut sei die Lage in den stationären Pflegeeinrichtungen, erklärte Nonnemacher: Dort gebe es keine Fälle bei Heimbewohnern und drei Mitarbeiter, die vorsorglich in Quarantäne seien. In Gemeinschaftsunterkünften gebe es aktuell 24 Corona-Fälle, auch diese seien auf mehrere Einrichtungen verteilt.

Allerdings habe sich die Zahl der akut Erkrankten innerhalb von zwei Wochen von 60 auf derzeit rund 130 mehr als verdoppelt, mahnte die Ministerin. Daher müssten die Abstands- und Hygieneregeln weiterhin konsequent eingehalten werden.

10.40 Uhr: CDU-Fraktionschef Dregger: Disziplinlosigkeit Einzelner gefährdet Lockerungen

Der CDU-Fraktionschef im Abgeordnetenhaus, Burkard Dregger, fordert vom Senat, die Gesundheitsämter besser auszustatten und die Maskenpflicht in Bussen und Bahnen ausreichend zu kontrollieren. Die steigenden Infektionszahlen in Berlin führt er auf die Disziplinlosigkeit Einzelner zurück, die sich nicht an die Corona-Regeln hielten, sagte Dregger dem Sender RBB. "Man gefährdet damit nicht nur die Gesundheit der anderen, sondern auch die Freiheit von allen, die wirtschaftlichen Aussichten unserer Unternehmen und die Sicherheit von Arbeitsplätzen", so der CDU-Politiker. "Die wenigen Regeln wie Abstand und Maskenpflicht sind nicht zu viel verlangt."

10.26 Uhr: Brandenburgs Gesundheitsministerin ruft zu Disziplin im Urlaub auf

Brandenburgs Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher hat die Bürger dazu aufgerufen, die Corona-Regeln auch in der Ferienzeit konsequent einzuhalten. „Wir dürfen jetzt nicht nachlässig werden und so die zurückgewonnene Normalität aufs Spiel setzen“, mahnte Nonnemacher (Grüne). In den vergangenen zwei Wochen habe sich die Zahl der aktiv an Covid-19 Erkrankten in Brandenburg von rund 60 auf 130 mehr als verdoppelt. „Allen muss klar sein, dass jede Lockerung das Infektionsrisiko erhöht“, sagte die Ministerin. „Wir können den Weg hin zur vollständigen Normalität nur erfolgreich weitergehen, wenn alle Menschen sich weiter verantwortungsvoll und solidarisch verhalten.“

9.56 Uhr: Gesundheitssenatorin Kalayci warnt vor Leichtsinn

Die Zahlen der Corona-Neuinfektionen steigen in Berlin wieder an. Die Ausbrüche seien aber noch lokal isolierbar und die Bezirke hätten die Lage unter Kontrolle, sagte Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) dem Sender RBB. „Sie testen sehr weitgehend, versorgen die Menschen und sorgen dafür, dass sie zu Hause bleiben.“ Aktuell gibt es neben dem Hotspot in Neukölln auch rund 40 Neuinfektionen in einem Wohngebäude in Friedrichshain-Kreuzberg. In beengten Wohnverhältnissen erhöhe sich das Risiko einer Ausbreitung des Virus, sagte die Gesundheitssenatorin weiter.

Noch gehe es um große Fälle, bei denen die Bezirksämter die Kontakte recht gut nachverfolgen könnten. „Die eigentliche Gefahr sehe ich, dass die Infektionen in Berlin sich streuen, das heißt, dass die Lockerungen (...) missverstanden werden, dass man sich jetzt supertoll in großen Familientreffen treffen kann und sich ohne Schutz begegnen kann“, erklärte sie. Ab diesem Samstag fallen die Kontaktbeschränkungen in Berlint weg. Die Menschen sollten nicht leichtsinnig werden, warnte Kalayci.

Seit zwei Wochen steigen die Infektionszahlen stärker an. Ob es sich dabei um einzelne Ausbrüche oder eine Streuung handle, werde genau beobachtet, sagte die Senatorin. Wenn nach dem R-Wert auch eine zweite Corona-Ampel den grünen Bereich verlasse, müsse man schauen, ob man weitere Lockerungen doch sein lassen solle oder andere Maßnahmen ergreife. „Aber so weit sind wir noch nicht.“

9.52 Uhr: Nur wenige Neuinfektionen in Brandenburg

In Brandenburg werden weiterhin nur wenige Neuinfektionen mit dem Coronavirus registriert. Innerhalb eines Tages seien fünf neue Corona-Neuinfektionen gezählt worden, teilte das Gesundheitsministerium (Stand 8 Uhr) mit. Am Dienstag waren es sechs neue Erkrankungen im Vergleich zum Vortag. Die Zahl der seit Anfang März bestätigt mit Sars-CoV-2 Infizierten liegt damit bei insgesamt 3413.

Neun Menschen werden derzeit im Krankenhaus behandelt und zwei von ihnen intensivmedizinisch beatmet. Als genesen von der Krankheit Covid-19 gelten wie am Vortag etwa 3110 Menschen. Die Zahl der im Zusammenhang mit Covid-19 Gestorbenen liegt unverändert bei 170.

Corona-Schwerpunkte in Brandenburg sind weiter die Landeshauptstadt Potsdam mit 644 Fällen, gefolgt vom Landkreis Potsdam-Mittelmark mit 566 Infizierten. Im Landkreis Prignitz und in Frankfurt (Oder) wurden mit jeweils 31 Fällen die landesweit geringsten Zahlen registriert.

+++ Dienstag, 23. Juni 2020 +++

Die wichtigsten Corona-News des Tages in Berlin

50 Euro Bußgeld für Maskenmuffel
Corona-Ausbruch in Friedrichshain
Razzia in Moschee wegen Betrugs bei Corona-Hilfen

20.20 Uhr: Brandenburg plant weitere Corona-Lockerungen

In Brandenburg sollen schon bald weitere Corona-Einschränkungen fallen - vor allem für Freizeit- und Amateursportler und für Reisende. Das kündigte Regierungssprecher Florian Engels an. Fußball, Handball oder Judo solle bald auch für Erwachsene möglich sein. Bisher ist das nur für Kinder und Jugendliche der Fall. An Deck von Passagierschiffen soll künftig auf den Mund-Nasen-Schutz verzichtet werden. In Reisebussen solle der Mindestabstand von 1,5 Metern wegfallen, aber Masken wie in öffentlichen Bussen und Bahnen sollten dort zur Pflicht werden.

Die rot-schwarz-grüne Landesregierung wolle über die Erleichterungen am kommenden Dienstag entscheiden, sagte der Regierungssprecher. Auch darüber, wann sie in Kraft treten: „Dies soll möglichst kurzfristig erfolgen.“

19.25 Uhr: 59 Neu-Infektionen, eine Corona-Ampel auf Rot

In Berlin ist kein weiterer Mensch an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben. Die Zahl der Todesfälle bleibt bei 211. 59 neue Infektionen wurden bestätigt, 83 gab es am Tag zuvor. 802 aktuelle Corona-Fälle haben wir insgesamt in Berlin. 784 waren es am Montag. 6961 Menschen sind inzwischen genesen. Die Zahl der Patienten auf den Intensivstationen beträgt 39, zwei Personen weniger als Montag. Insgesamt liegen 130 Menschen in Krankenhäusern, elf weniger als Montag.

Die Berliner Corona-Ampel steht für den Bereich der Reproduktionszahl mit 1,96 auf Rot, da der Wert den dritten Tag in Folge über 1,2 liegt. Die Werte für Neuinfektionen und die freien Intensivbetten stehen weiterhin auf Grün.

Bezirk Fallzahlen Genesen
Charlottenburg-Wilmersdorf 827 (+6) 748
Friedrichshain-Kreuzberg 651 (+8) 557
Lichtenberg 398 (+8) 339
Marzahn-Hellersdorf 447 (+3) 390
Mitte 1144 (+2) 1018
Neukölln 961 (+4) 769
Pankow 760 (+4) 690
Reinickendorf 623 (+13) 521
Spandau 425 (+3) 346
Steglitz-Zehlendorf 581 (+4) 548
Tempelhof-Schöneberg 764 (0) 683
Treptow-Köpenick 393 (+4) 352
Summe 7974 (+59) 6961

17 Uhr: Schwierige Gurken-Ernte im Spreewald

Die Ernte der Spreewälder Gurken hat wegen der Corona-Krise und schlechter Wachstumsbedingungen in diesem Jahr unter schwierigen Voraussetzungen begonnen. Das teilte der Spreewaldverein mit. Vor allem der noch nicht gesicherte Bedarf an Erntehelfern machte demnach den Anbaubetrieben zu schaffen.

Die Entscheidung der Bundesregierung und weiterer EU-Mitgliedsstaaten, die Einreise von Saisonkräften ab Mitte Juni wieder zu ermöglichen, sei gerade rechtzeitig gekommen, hieß es. Insgesamt benötigen Spreewälder Anbau- und Verarbeitungsbetriebe den Angaben zufolge rund 3000 Helfer jährlich bei der Ernte und Veredlung der Spreewälder Gurken.

15.30 Uhr: Corona-Regeln für Geschäfte und Veranstaltungen gelockert

Trotz zuletzt wieder steigender Infektionszahlen setzt Berlin auf weitere schrittweise Lockerungen der Corona-Regeln. Neben der Aufhebung der Kontaktbeschränkungen gibt es weitere Änderungen, die für Geschäfte und Veranstaltungen gelten:

Einkaufen: In Kürze dürfen künftig wieder mehr Menschen gleichzeitig die Geschäfte betreten. Der bisher gültige Richtwert von maximal einer Person pro 20 Quadratmeter Verkaufsfläche wird auf 10 Quadratmeter gesenkt.

Veranstaltungen: Der Senat sieht einen Stufenplan vor, um wieder größere Veranstaltungen zu ermöglichen. Ab 1. August sind demnach in geschlossenen Räumen bis zu 500 Teilnehmer erlaubt, ab 1. September bis zu 750 und ab 1. Oktober bis zu 1000. Veranstaltungen im Freien dürfen ab 1. September bis zu 5000 Teilnehmer umfassen.

Momentan sind die Obergrenzen für Veranstaltungen wie kulturelle Events, Messen, Spezialmärkte, Sportveranstaltungen, geschäftliche Meetings oder gewerbliche Freizeitangebote niedriger. In geschlossenen Räumen sind nach früheren Senatsbeschlüssen aktuell bis zu 150 Teilnehmer erlaubt, ab 30. Juni sollen es bis zu 300 sein. Bei Veranstaltungen im Freien ist die Teilnehmerzahl bisher auf 500 und - so jedenfalls nach bisheriger Rechtslage - ab 30. Juni auf 1000 limitiert.

Die Obergrenzen gelten nicht für Demonstrationen oder Gottesdienste. Hier waren Beschränkungen schon vor geraumer Zeit gestrichen worden.

15 Uhr: Fluggast-Zahlen steigen trotz Corona - aber auf niedrigem Niveau

Die Passagierzahlen an den Berliner Flughäfen Tegel und Schönefeld haben sich innerhalb der vergangenen sieben Tage mehr als verdoppelt, bleiben aber auf niedrigem Niveau. „Etwa 8000 Fluggäste werden aktuell täglich an beiden Flughäfen abgefertigt“, teilte die Betreibergesellschaft mit. „Der Flugverkehr steigt in den letzten Tagen erheblich, die Airlines stocken ihr Angebot deutlich auf“, stellte Flughafen-Chef Engelbert Lütke Daldrup fest. „Anfang Juli wird sich das Streckenangebot noch einmal deutlich erhöhen.“

Die Zahl der täglichen Gäste werde dann regelmäßig bei weit über 10.000 liegen und in den Wochen danach weiter ansteigen, prophezeite Lütke Daldrup. Vor rund einer Woche hatte die Bundesregierung zahlreiche Reisewarnungen aufgehoben. Mehr als 50 Destinatinoen in rund 30 Ländern können seither von Berlin aus wieder angeflogen werden.

Vom Vorkrisen-Niveau ist die Hauptstadt allerdings weit entfernt. Normalerweise werden rund 100.000 Passagiere täglich in Tegel und Schönefeld abgefertigt. In der Corona-Krise war der Flugverkehr nahezu vollständig zum Erliegen gekommen.

14.30 Uhr: Corona-Ausbruch in Friedrichshain - Dutzende Menschen infiziert

In einem Wohnkomplex in Friedrichshain haben sich 44 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Eine Sprecherin des Bezirksamts Friedrichshain-Kreuzberg bestätigte dies der Berliner Morgenpost. Demnach seien vom Gesundheitsamt bereits vergangene Woche Tests asymptomatischer Kontaktpersonen durchgeführt worden, hieß es. Die betroffenen Haushalte seien unter Quarantäne gestellt worden und würden vom Bezirksamt mit Lebensmitteln und Hygieneartikeln versorgt.

13.27 Uhr: Hilfe an über 200.000 Antragsteller gezahlt

Die Soforthilfe für Kleinstunternehmer, Soloselbstständige und Freiberufler ist inzwischen an knapp 212.000 Antragsteller in Berlin geflossen. Insgesamt zahlte die Investitionsbank Berlin (IBB) 1,792 Milliarden Euro aus, wie ein Sprecher am Dienstag sagte. Rund 8600 Anträge mit einem Volumen von 98 Millionen Euro seien noch in der Prüfung. Der Zuschuss soll den Betroffenen über die Corona-Krise hinweghelfen. Im Durchschnitt erhielten sie etwa 8500 Euro; rund 26 000 Anträge wurden abgelehnt.

Das Programm wurde Ende Mai geschlossen. Mehr als 14 000 Antragsteller haben nach Angaben der landeseigenen Förderbank inzwischen Geld zurückgezahlt, weil sie festgestellt hätten, dass sie darauf keinen Anspruch haben.

12.44 Uhr: Senat beschließt Bußgeld bei Verstößen gegen Maskenpflicht

Wer in Berlins Bussen und Bahnen unterwegs ist und sich nicht an die Maskenpflicht hält kann künftig mit einem Bußgeld bestraft werden. Das hat der Senat am Dienstag in seiner noch laufenden Sitzung beschlossen. Maskenverweigerer sollen mindestens 50 Euro bezahlen, wenn sie Mund und Nase nicht wie vorgeschrieben bedecken.

12.37 Uhr: Berlin schafft Kontaktbeschränkungen ab

In Berlin fallen die Kontaktbeschränkungen weg. Das hat der Senat am Dienstag beschlossen. Bisher gilt, dass sich wegen der Corona-Pandemie maximal fünf Personen aus mehreren oder nur Mitglieder zweier Haushalte in der Öffentlichkeit treffen dürfen. In Berlin dürfen zudem künftig wieder mehr Menschen gleichzeitig in die Geschäfte. Der bisher gültige Richtwert von maximal einer Person pro 20 Quadratmeter Verkaufsfläche wird auf 10 Quadratmeter gesenkt.

12.15 Uhr: Sechs Neuinfektionen in Brandenburg

In Brandenburg sind innerhalb eines Tages sechs neue Corona-Neuinfektionen gezählt worden. Das teilte das Gesundheitsministerium (Stand 8 Uhr) mit. Am Montag waren es drei neue Erkrankungen gegenüber dem Vortag gewesen. Die Zahl der bestätigten mit Sars-CoV-2 Infizierten liegt damit bei insgesamt 3408.

Zehn Menschen werden derzeit im Krankenhaus behandelt und zwei von ihnen intensivmedizinisch beatmet. Als genesen von der Krankheit Covid-19 gelten etwa 3110 Menschen. Die Zahl der im Zusammenhang mit Covid-19 Gestorbenen liegt unverändert bei 170.

Corona-Schwerpunkte in Brandenburg sind weiter die Landeshauptstadt Potsdam mit 644 Fällen, gefolgt vom Landkreis Potsdam-Mittelmark mit 566 Infizierten. Im Landkreis Prignitz und in Frankfurt (Oder) wurden mit jeweils 31 Fällen die landesweit geringsten Zahlen registriert.

10.43 Uhr: Illegale Partys - Geisel fordert harte Strafen

Angesichts illegaler Partys in Berliner Parks und Angriffen auf Polizisten hat Innensenator Andreas Geisel (SPD) harte Strafen gefordert. Das sei nötig, „damit deutlich wird, dass Regeln durchgesetzt werden und dass es nicht ohne Konsequenzen bleibt, Menschen in dieser Art und Weise anzugreifen“, sagte Geisel am Dienstag dem Radiosender RBB 88.8 mit Blick auf die Corona-Einschränkungen.

Bei den aggressiven Partymachern handele es sich vor allem um „testosterongesteuerte junge Männer, die sich versammeln und glauben, Regeln gelten nicht für sie, und sie müssten keine Rücksicht auf andere Menschen nehmen“, stellte der Senator fest. „Das ist ein höchst unsoziales Verhalten.“

Geisel betonte, man können bei denjenigen, „die Partys feiern oder Menschen angreifen, verschiedene Exempel statuieren“. Eine permanente Überwachung von 3,7 Millionen Einwohnern sei aber nicht möglich. Man müsse immer wieder an die Menschen appellieren und sie überzeugen, sich an die Regeln zu halten.

Am Wochenende hatten sich Hunderte zumeist junge Leute in der Hasenheide in Neukölln zum Trinken und Feiern getroffen.

10.38 Uhr: Füchse rechnen mit deutlich weniger Geld

Handball-Bundesligist Füchse Berlin kalkuliert in der kommenden Saison aufgrund der Corona-Krise mit einer Million Euro weniger Zuschauereinnahmen. Das sagte Geschäftsführer Bob Hanning der Berliner Zeitung. „Deswegen haben wir drei Spieler gehen lassen. Je nachdem, wann wir anfangen, kann es sein, dass wir noch einen Spieler abgeben müssen“, sagte der Manager. Derzeit ist unklar, wann die neue Spielzeit beginnen kann und ob es womöglich lediglich Spiele ohne Fans gibt.

Die wirtschaftlichen Folgen der Pandemie sind für die Füchse enorm. „Im Moment ist die Zielsetzung, im Oktober anzufangen mit Zuschauerkonzepten, die dann greifen, wobei wir heute noch nicht wissen, wie es in ein paar Wochen sein wird", sagte Hanning. Am Dienstag wird in der Bundesliga beraten, wie es künftig weitergehen kann.

Auch mit dem Thema Insolvenz habe sich der Club beschäftigen müssen. Dazu kommen wird es nach aktuellem Stand aber nicht, die Füchse sind überzeugt, einen Weg zu finden, um auch in Zukunft zu bestehen, betonte Hanning.

Der Manager sieht in der aktuellen Lage aber auch eine Chance. „Die Situation wird die Preise, außer bei den Topspielern, auf Dauer reduzieren. Und es wird für junge Spieler noch mehr Möglichkeiten geben, zu spielen“, sagte Hanning: „Und das ist das einzige, was mich an der Krise freut.“

9.06 Uhr: Zoo und Tierpark öffnen an acht Abenden für Besucher

Zoo und Tierpark Berlin öffnen in der Corona-Krise an acht Abenden für die Besucher. Bis 21 Uhr kann man dann die Tiere im Abendlicht und während des Sonnenuntergangs sehen. Hier geht es zu den Details.

8.40 Uhr: Razzia nach Betrugsverdacht in Berlin

Nach Informationen der Berliner Morgenpost durchsuchen Einsatzkräfte der Berliner Polizei seit 7 Uhr morgens drei Objekte in Berlin. Wie ein Polizeisprecher mitteilte, geht es um den Verdacht auf Subventionsbetrug in Zusammenhang mit Corona-Soforthilfen. Insgesamt seien 250 Kräfte im Einsatz, unter anderem an der Colditzstraße in Tempelhof.

Der Tatverdacht richte sich gegen zwei Männer aus der islamistischen Szene, teilte die Generalstaatsanwaltschaft Berlin am Dienstagmorgen per Twitter mit. Auch eine Moschee sei durchsucht worden.

+++ Montag, 22. Juni 2020 +++

21.46 Uhr: Müller warnt vor Leichtsinn in der Corona-Krise

Unmittelbar vor den erwarteten Senatsbeschlüssen über weitere Lockerungen in der Corona-Pandemie hat Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) davor gewarnt, das Erreichte zu verspielen. Die jüngsten Krankheitsausbrüche zeigten die Tücke des Virus, sagte er am Montagabend in einer Ansprache im RBB-Fernsehen. Bereits in den vorangegangenen Tagen hatte Müller in ganzseitigen Zeitungsanzeigen die Einhaltung der Corona-Vorschriften angemahnt.

So blieben gerade während der Sommermonate die Hygiene- und Abstandsregeln wichtig, betonte der Regierungschef. Besonders wichtig bleibe auch das Maskentragen in Bussen und Bahnen. „Es ist nach wie vor nicht die Zeit für sorgloses Feiern in großen Gruppen.“ Ausdrücklich dankte Müller im Fernsehen „zahllosen Menschen“, die in der Krise Außergewöhnliches geleistet hätten. Die Berliner hätten einmal mehr Solidarität und Kreativität gezeigt. „Ich habe keinen Zweifel, dass wir diese Krise gemeinsam meistern.“

20.55 Uhr: Tests nach Corona-Ausbruch in Neukölln abgeschlossen

Die Zahl der Corona-Infektionen in den unter Quarantäne gestellten Wohnblöcken in Berlin-Neukölln ist nochmals leicht gestiegen. Mittlerweile wurden die Testungen abgeschlossen, wie das Bezirksamt am frühen Abend mitteilte. Mit Stand Montag (16 Uhr) gab es 98 laborbestätigte positive Testergebnisse. Das waren 4 mehr als am Freitag. Die Zahlen könnten allerdings erneut steigen - erst am Dienstag sollen die Ergebnisse aller Tests vorliegen.

Insgesamt wurden 604 Tests durchgeführt. Neukölln hat knapp 370 Haushalte an sieben Standorten unter Quarantäne gestellt, um eine Ausbreitung von Sars-CoV-2 zu verhindern. Unter den Infizierten sind demnach 41 Kinder und Jugendliche.

Aufgefallen war der Ausbruch am 5. Juni nach Infektionen bei Schulkindern, die zwar verschiedene Schulen besuchten, aber die gleichen Adressen hatten. Das „Ausbruchsgeschehen“ sei trotz aufwendiger Recherchen des Gesundheitsamtes nicht eindeutig zu rekonstruieren und der Ausgangspunkt nicht eindeutig zu lokalisieren, schrieb der Bezirk auch am Montag wieder. Fakt sei, dass zahlreiche Mitglieder einer christlichen Gemeinde, die auch an einem Gottesdienst teilgenommen hätten, positiv getestet worden seien. Das Bezirksamt habe die Versorgung der Betroffenen übernommen, unter anderem mit Grundnahrungsmitteln.

20.21 Uhr: 83 Neu-Infektionen in Berlin, R-Wert bei 2,06

In Berlin ist kein weiterer Mensch an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben. Das teilte die Berliner Senatsgesundheitsverwaltung am Montagabend mit. Die Zahl der Todesfälle bleibt demnach bei 211. 83 neue Infektionen wurden bestätigt, 29 gab es am Tag zuvor. 784 aktuelle Corona-Fälle haben wir insgesamt in Berlin. 735 waren es am Sonntag. 6920 Menschen sind inzwischen genesen. Die Zahl der Patienten auf den Intensivstationen beträgt 41, eine Person weniger als am Sonntag. Insgesamt liegen 146 Menschen in Krankenhäusern. Die Berliner Corona-Ampel steht für den Bereich der Reproduktionszahl mit 2,06 weiter auf Grün. Die Werte für Neuinfektionen und die freien Intensivbetten stehen ebenfalls auf Grün.

Bezirk Fallzahl Genesen
Charlottenburg-Wilmersdorf 821 (0) 747
Friedrichshain-Kreuzberg 643 (+30) 549
Lichtenberg 390 (+7) 335
Marzahn-Hellersdorf 444 (0) 386
Mitte 1142 (+9) 1013
Neukölln 957 (+11) 765
Pankow 756 (+2) 686
Reinickendorf 610 (+3) 516
Spandau 422 (+6) 346
Steglitz-Zehlendorf 577 (+2) 546
Tempelhof-Schöneberg 764 (+10) 681
Treptow-Köpenick 389 (+3) 350
Summe 7915 (+83) 6920

17.11 Uhr: Neue Vorwürfe gegen Kochbuchautor Attila Hildmann

Die Brandenburger Kriminalpolizei hat ihre Ermittlungen gegen den Kochbuchautor Attila Hildmann ausgeweitet. „Wegen der öffentlichen Androhung von Straftaten haben wir Anzeige von Amts wegen aufgenommen“, teilte die Polizei am Montag per Twitter mit. Der für politisch motivierte Straftaten zuständige Staatsschutz im Landeskriminalamt habe die Ermittlungen übernommen. Dabei soll es erneut um Äußerungen Hildmanns in einem Internetkanal gehen. Zur Frage, ob Hildmann sich antisemitisch oder volksverhetzend geäußert hat, schrieb die Polizei: „Die Prüfungen im Zusammenhang mit Attila Hildmann sind noch nicht abgeschlossen.“

In Hildmanns Telegram-Kanal war zuletzt immer wieder von einem geplanten Völkermord durch Impfungen gegen das Coronavirus und von einem „zionistischen Regime unter Merkel“ und Bill Gates die Rede. Zudem schimpfte der Verfasser über die Medien und deren Berichte über ihn, betonte aber auch, er nehme kein Wort zurück. In den vergangenen Wochen hatte Hildmann mehrfach Demonstrationen und Autokorsos gegen die Corona-Einschränkungen organisiert.

15.54 Uhr: Mann muss wegen Corona-Subventionsbetruges ins Gefängnis

Er hat sich mit falschen Angaben Corona-Soforthilfen aus mehreren Bundesländern erschwindelt: Wegen Subventionsbetruges ist am Montag ein Mann aus Saarbrücken vor dem Amtsgericht der saarländischen Landeshauptstadt zu zwei Jahren und zwei Monaten Haft verurteilt worden. Laut Gericht hatte er im April in drei Fällen Kleinunternehmen-Soforthilfen beantragt, obwohl er weder Soloselbstständiger noch Unternehmer gewesen sei - darunter auch in Berlin. Er habe die Hilfen in Höhe von je 9000 Euro auf sein Konto überwiesen bekommen, insgesamt also 27.000 Euro.

Die Soforthilfen wurden dem Mann bewilligt von der Bezirksregierung Arnsberg in Nordrhein-Westfalen, von der Investitionsbank Berlin und von der Regierung in Niederbayern in Landshut. Er hatte wahrheitswidrig angegeben, in deren Zuständigkeitsbereich unternehmerisch tätig zu sein. Wie das Gericht mitteilte, war der 35-Jährige geständig. Er habe Anfang April den Entschluss gefasst, die Corona-Krise ausnutzen zu wollen. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Eine Bank hatte laut Staatsanwaltschaft den Mann wegen des Verdachts auf Geldwäsche angezeigt, dadurch kamen die Ermittlungen ins Rollen. Er war Anfang Juni festgenommen worden.

14.33 Uhr: Polizei will verstärkt in Parks unterwegs sein

Der Bezirksbürgermeister von Berlin-Neukölln, Martin Hikel, hat große Partys in Grünanlagen trotz Corona-Einschränkungen als unsolidarisch kritisiert. Das sei „Egoismus pur“, schrieb der SPD-Politiker auf Facebook. Am Wochenende hatten sich Hunderte zumeist junge Leute in der Hasenheide zum Feiern getroffen. Wie ein Polizeisprecher am Montag weiter mitteilte, seien allein in der Nacht zum Sonntag zweimal Einsatzkräfte dort gewesen.

Zum einen habe es Beschwerden wegen lauter Musik gegeben. Auch Corona-Mindestabstände seien nicht eingehalten worden. Polizisten hätten darauf hingewiesen, die meisten hätten positiv reagiert. Später sei dann eine Musikbox sichergestellt und eine Strafanzeige wegen Verstoßes gegen das Infektionsschutzgesetz geschrieben worden. Alles sei gewaltfrei abgelaufen. Auch am Sonntagabend feierten und tanzten nach Augenzeugenberichten mehrere Hundert Menschen an verschiedenen Orten in der Hasenheide.

Der Sprecher kündigte an, die Polizei werde bei sommerlichem Wetter in stark frequentierten Parks und Grünanlagen unterwegs sein. „Wir wissen, dass sich junge Leute da treffen. Wir werden Präsenz zeigen.“ Polizisten würden aber weiter mit Augenmaß vorgehen. Wer sich jedoch uneinsichtig zeige, müsse mit konsequentem Handeln der Polizei rechnen.

12.19 Uhr: Geisel spricht von "stark ansteigenden" Neuinfektionen

Die Zahl der registrierten Neuinfektionen mit dem Coronavirus steigt derzeit in der Hauptstadt laut dem Senat wieder stark an. Das sagte Innensenator Andreas Geisel (SPD) am Montag bei einer Pressekonferenz der Feuerwehr. Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) habe am Morgen bei einer Telefonkonferenz des Senats von den aktuellen Zahlen berichtet, sagte Geisel. Er sprach von „stark ansteigenden“ Werten. „Wir werden das morgen in der Senatssitzung noch mal auswerten und die Beschlüsse, die wir fassen wollen, miteinbeziehen. Aber es ist klar, dass die Pandemie weitergeht, dass die Situation noch nicht bewältigt ist.“ Der Senat will morgen laut den Ankündigungen zahlreiche Lockerungen der Corona-Einschränkungen beschließen.

9.04 Uhr: Normale Öffnungszeiten bei Kitas noch nicht möglich

Berliner Kitas kehren an diesem Montag nach einer einwöchigen Übergangsphase zum Normalbetrieb zurück. Trotz der anhaltenden Corona-Pandemie soll wieder in gewohntem Umfang betreut werden. Normale Öffnungszeiten seien in vielen Kitas aber nicht möglich, sagte die Vorsitzende des Landeselternausschusses Berliner Kindertagesstätten (LEAK), Corinna Balkow, am Montag im Inforadio des RBB. Sie hält nur einen eingeschränkten Regelbetrieb für möglich, da ein Teil des Personals zur Risikogruppe gehöre und nicht einsetzbar sei.

„Wir haben nicht genug Fachpersonal. Entweder müssen wir fachfremde Leute einsetzen, um die Öffnungszeiten zu schaffen, oder wir schränken die Öffnungszeiten ein und arbeiten mit Fachpersonal“, sagte Balkow. Fachfremde Leute könnten aber nur in einem sehr eingeschränkten Zeitraum eingesetzt werden. Zudem haben viele Eltern in Vollzeitbeschäftigung massive Probleme mit eingeschränkten Öffnungszeiten und den Schließzeiten der Kitas im Sommer.

+++ Sonntag, 21. Juni 2020 +++

18.50 Uhr: 735 aktuelle Corona-Fälle in Berlin

In Berlin ist kein weiterer Mensch an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben. Die Zahl der Todesfälle bleibt bei 211. 29 neue Infektionen wurden bestätigt, 71 gab es am Tag zuvor. 735 aktuelle Corona-Fälle haben wir insgesamt in Berlin. 718 waren es gestern. 6886 Menschen sind inzwischen genesen. Die Zahl der Patienten auf den Intensivstationen beträgt wie schon gestern 42. Insgesamt liegen 146 Menschen in Krankenhäusern, sechs mehr als gestern.

Die Fallzahlen nach Bezirken

Die Berliner Corona-Ampel steht für den Bereich der Reproduktionszahl mit 1,58 weiter auf Grün. Die Werte für Neuinfektionen und die freien Intensivbetten stehen ebenfalls auf Grün.

18.25 Uhr: Illegale Partys in der Hasenheide: Polizei löst Gruppen auf

Trotz Corona-Einschränkungen treffen sich in der Neuköllner Hasenheide an Wochenenden mehrere Hundert Menschen zu illegalen Partys - dies berichtete die rbb-Abendschau am Sonnabend. Die geltenden Corona-Regeln würden dabei weitgehend ignoriert. Der Sender zeigte dazu Video-Aufnahmen, wie dort selbst bei Regen geschätzte 400 bis 500 Menschen dicht an dicht tanzten und feierten - ohne Maske.

Die Partys in dem Neuköllner Park soll es dem rbb zufolge bereits seit Wochen geben. Jedes Wochenende träfen sich dort hunderte Menschen, Getränke und Drogen brächten die Partygäste selbst mit, ebenso Musikboxen und Scheinwerfer. In der Nacht zum Sonntag hätten Beamte in der Hasenheite etwa 100 Personen festgestellt, erklärte eine Polizeisprecherin auf Anfrage der Berliner Morgenpost. Nach dem Eintreffen der Beamten hätten sie sich aber entfernt. Später hätten Einsatzkräfte in dem Park noch einmal vereinzelte kleine Gruppen angetroffen. Auch diese hätten sich aber schnell aufgelöst. Zwei Musiklautsprecher seien zurückgelassen worden. So ging die Polizei am Wochenende vor - lesen Sie hier den kompletten Bericht.

14.49 Uhr: Zwölf neue Infektionen in Brandenburg

In Brandenburg sind zwölf neue bestätigte Infektionen mit dem Coronavirus hinzugekommen. Von Freitag auf Sonnabend waren es 16 Fälle, wie das Gesundheitsministerium in Potsdam am Sonntag (Stand: 10 Uhr) weiter mitteilte. Derzeit gibt es im Land den Angaben zufolge 3399 bestätigte Corona-Fälle.

Die meisten neuen Infektionen meldete erneut der Landkreis Teltow-Fläming mit sechs Fällen, von Freitag auf Samstag waren es dort bereits vier. Damit steigt in dem Landkreis die Zahl der gemeldeten Corona-Infektionen auf 163. Hotspots sind nach wie vor die Landeshauptstadt Potsdam mit 642 und der Landkreis mit 565 Fällen.

Etwa 3100 Menschen gelten in Brandenburg als genesen. Die Zahl der aktuell Erkrankten liegt bei derzeit rund 130. 170 Menschen starben bisher in Zusammenhang mit einer Infektion, hieß es.

13.42 Uhr: Brandenburgs CDU-Fraktionschef fordert zum Einhalten der Regeln auf

Angesichts der wieder steigenden Zahl von bestätigten Corona-Infektionen hat Brandenburgs CDU-Fraktionschef Jan Redman appelliert, die Vorschriften zum Eindämmen der Pandemie zu beachten. „Wir müssen die Abstands- und Hygieneregeln ernster nehmen und strenger kontrollieren“, betonte Redmann am Sonntag in einer Mitteilung. Verstöße seien konsequent als Ordnungswidrigkeiten zu ahnden.

Es sei eine zunehmende Nachlässigkeit bei der Einhaltung feststellbar. „Manches Hygiene-Konzept existiert nur auf dem Papier“, kritisierte er. Der gemeinsame Erfolg der vergangenen Wochen dürfe aber nicht aufs Spiel gesetzt werden. Staatliche Kontrolle und Konsequenz seien ebenso wichtig wie persönliches Verantwortungsbewusstsein und Vorsicht.

09.01 Uhr: Zeugnisvergabe über drei Tage

In Berlin beginnen beginnen am Donnerstag die Sommerferien. Die Zeugnisvergabe steht in diesem Jahr unter dem Zeichen der Corona-Pandemie. Einige Schüler, die zuletzt keinen Präsenzunterricht mehr hatten, müssen dafür ein letztes Mal vor den Ferien in die Schule kommen. Und für alle gilt, sich vorerst ebenfalls ein letztes Mal an die Abstandsregeln zu halten. Die sollen nach den Sommerferien nach den Plänen der Bildungsverwaltung in den Schulen keine Rolle mehr spielen.

Damit es für die Schulen organisatorisch etwas einfacher wird - auch im Bemühen, Verstöße gegen die Abstandsregeln zu verhindern - können die Zeugnisse diesmal an drei Tagen vom 22. bis zum 24. Juni vergeben werden. Das ermögliche, dass sie nicht an komplette Klassen überreicht werden, sondern an kleinere Gruppen von Schülerinnen und Schülern, wie bereits zuletzt aus dem Unterricht gewohnt, sagte ein Sprecher der Bildungsverwaltung. Wie die Schulen das umsetzen, sei unterschiedlich, je nach den räumlichen Möglichkeiten. Gegebenenfalls sei auch möglich, dass zum Beispiel ein Angehöriger mit Vollmacht das Zeugnis abholt, wenn das für einen Schüler nicht möglich sei.

08.03 Uhr: Nachfrageboom in Brandenburgs Gartenbaubetrieben

Die Corona-Krise hat den Brandenburger Zierpflanzenbaubetrieben eine große Nachfrage beschert. „Viele Gärtnereien waren schnell ausverkauft“, sagte Andreas Jende, Geschäftsführer des Gartenbauverbandes Berlin-Brandenburg, der Deutschen Presse-Agentur. Blumen, Stauden und Gemüsepflanzen waren seit dem Frühjahr immer schnell vergriffen. „Ob sich das am Ende alles betriebswirtschaftlich gelohnt hat, kann erst zum Jahresende gesehen werden“, sagte er.

Vor allem Standardware wie Geranien und Veilchen waren gefragt. Große Nachfrage habe es nach Pflanzen gegeben, die bei Bienen und anderen Insekten beliebt seien, wie Sonnenblumen, Margeriten, Katzenminze oder Glockenblumen.

+++ Sonnabend, 20. Juni 2020 +++

20.10 Uhr: Paula-Fürst-Gemeinschaftsschule muss geschlossen werden

Die Paula-Fürst-Gemeinschaftsschule in Charlottenburg muss wegen Corona-Ausbrüchen komplett geschlossen werden – ab sofort. „Das ging alles sehr schnell – als am Freitag gegen Abend die Nachricht mit den positiven Corona-Testergebnissen bekannt wurde, kam gleich die Anordnung hinterher, dass die Einrichtung sofort geschlossen werden muss“, heißt es aus dem Umfeld der Paula-Fürst-Schule. Detlef Wagner (CDU), Gesundheitsstadtrat von Charlottenburg-Wilmersdorf, bestätigte die Schließung gegenüber der Berliner Morgenpost. Ergebnis: Insgesamt fünf Schüler, zwei Lehrer und eine weitere Person der Schule haben sich Tests zufolge mit dem Coronavirus infiziert. Lesen Sie hier den kompletten Artikel.

Kommentar zum Thema: Wachsam und optimistisch in der Corona-Krise

19.20 Uhr: 718 aktuelle Corona-Fälle in Berlin, 6874 Menschen genesen

In Berlin ist kein weiterer Mensch an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben. Die Zahl der Todesfälle bleibt bei 211. 71 neue Infektionen wurden bestätigt, 130 gab es am Tag zuvor. 718 aktuelle Corona-Fälle haben wir insgesamt in Berlin. 671 waren es gestern. 6874 Menschen sind inzwischen genesen. Die Zahl der Patienten auf den Intensivstationen beträgt 42. Das sind drei weniger als gestern. Insgesamt liegen 140 Menschen in Krankenhäusern, zwei weniger als gestern.

Die Fallzahlen nach Bezirken



Die Berliner Corona-Ampel steht für den Bereich der Reproduktionszahl mit 1,08 weiter auf Grün. Die Werte für Neuinfektionen und die freien Intensivbetten stehen ebenfalls auf Grün.

17.21 Uhr: Studenten warnen vor Bildungskatastrophe - Demo für Nothilfe

Einige hundert Studenten haben am Sonnabend in Berlin für mehr staatliche Hilfe in der Corona-Krise demonstriert. Viele hätten ihre Jobs verloren und müssten ihr Studium abbrechen, es drohe ein Bildungskatastrophe, hieß es. Vom Hauptbahnhof zogen die Demonstranten unter anderem am Bundesbildungsministerium vorbei.

„Es darf keine verlorene Studierenden-Generation geben“, warnte die Parteivorsitzende der Linken, Katja Kipping. Sie sagte, 40 Prozent der Studierenden hätten in der Krise ihren Job verloren. Die bisher angebotene Hilfe der Regierung reiche nicht aus.

Die Demonstranten forderten einen Zuschuss in Höhe von mindestens einer Milliarde Euro. Der Bund stellt für die Nothilfe bisher 100 Millionen Euro zur Verfügung. Die Veranstalter sprachen von rund 500 Teilnehmern, die dem Dauerregen trotzten. Angemeldet war die Demonstration für 1500 Studenten.

17.02 Uhr: Wegen Corona: Abizeugnis per Drive-in

Nicht feierlich in der Schulaula, sondern per Drive-in haben Schüler des Louise-Henriette-Gymnasiums in Oranienburg (Oberhavel) ihr Abiturzeugnis entgegengenommen. Auf dem Dekra-Gelände in Lehnitz wurde ihnen das Dokument am Sonnabend von Direktorin Gabriele Schiebe durch die Fensterscheibe des Autos gereicht. Bei strömenden Regen ging die Direktorin von Fahrzeug zu Fahrzeug - in sicherem Abstand voneinander wegen der coronabedingten Hygieneregelungen geparkt. Sie übergab das Zeugnis, einen Schirm, eine Mund-Nasen-Maske und eine Rose. Die Schüler wurden von Verwandten begleitet, die mit Hupen die jungen Leute beglückwünschten.

Die Autos waren mit Luftballons geschmückt, viele hatten auch Schilder mit der Aufschrift „Abi 2020“. Die Abiturienten selbst zeigten sich trotz der ungewohnten Situation festlich herausgeputzt: Mädchen mit langen Ballkleidern und toll frisiert, die Jungen in Anzug und meist mit Krawatte. Schulleiterin Schiebe wollte trotz der widrigen Umstände den Schülern einen außergewöhnlichen Tag bieten. Zur Schulaula hätten jeweils nur 75 Menschen Zutritt wegen der Abstandsregelungen gehabt. Vier Durchgänge wären für die Zeugnisübergabe notwendig gewesen.

13.54 Uhr: 16 neue bestätigte Corona-Infektionen in Brandenburg

In Brandenburg hat die Zahl neuer bestätigter Infektionen mit dem Coronavirus weiter leicht zugenommen. Von Freitag auf Samstag kamen 16 Fälle hinzu, vom Donnerstag auf Freitag waren es zehn, wie das Gesundheitsministerium in Potsdam am Samstag (Stand: 10 Uhr) mitteilte. Die meisten neuen Fälle meldete der Landkreis Teltow-Fläming mit vier.

Derzeit gibt es im Land den Angaben zufolge 3387 bestätigte Corona-Fälle. Etwa 3100 Menschen gelten als genesen. Die Zahl der aktiv Erkrankten liegt bei derzeit rund 120. 170 Menschen starben bisher in Zusammenhang mit einer Infektion, hieß es.

13.37 Uhr: Trotz Corona: Rund 4200 IHK-Prüfungen abgenommen

4200 Auszubildende der drei Brandenburger Industrie- und Handelskammern (IHK) in Potsdam, Cottbus und Ostbrandenburg erhalten ihren Abschluss doch noch innerhalb des Ausbildungsjahres. Ihnen konnten trotz der Corona-Pandemie die bundesweit einheitlichen, schriftlichen Abschlussprüfungen abgenommen worden, teilten die Kammern am Samstag zum Abschluss mit. Durch die Corona-Epidemie sei das eine besondere Herausforderung gewesen. Wegen der Auflagen zur Hygiene und Sicherheitsvorschriften waren mehr Prüfungsorte und Personal notwendig.

Im Bezirk Potsdam wurden rund 2000 Absolventen an über 60 Standorten in etwa 170 Berufen geprüft. Im Bezirk Cottbus waren es 1167 Prüflinge in 103 Berufen an 50 Standorten. 1030 Azubis in 109 Berufen wurden von der IHK Ostbrandenburg an 75 Orten geprüft.

12.06 Uhr: Berlins SPD-Fraktionschef fordert Bußgeld für Maskenmuffel

Berlins SPD-Fraktionschef Raed Saleh fordert ein strengeres Vorgehen gegen Fahrgäste, die im Nahverkehr keine Mund-Nase-Masken tragen. „Wer in Bus oder U-Bahn steigt und keine Maske aufsetzt, handelt verantwortungslos für sich und andere“, sagte Saleh dem „Tagespiegel“ (Samstag). „Hartnäckige Verweigerer müssen mit Sanktionen rechnen.“ Er gehe davon aus, dass die Koalitionspartner das unterstützen. „Vernünftige Entscheidungen zu Covid-19 haben Linke und Grüne bisher immer mitgetragen.“

Der rot-rot-grüne Senat will am Dienstag darüber diskutieren, ob ein Bußgeld eingeführt wird. Anders als etwa die Gewerkschaft der Polizei sieht Saleh kein Problem bei der Kontrolle der Maskenpflicht. Innensenator Andreas Geisel (SPD) habe angekündigt, mit der Polizei über entsprechende Schwerpunktkontrollen in Nahverkehr und Gastronomie zu reden - ähnlich den Raserkontrollen.

Die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) hatten erklärt, sie seien für das Durchsetzen der Maskenpflicht nicht zuständig. Sie seien ein Verkehrsunternehmen, aber keine Ordnungsmacht. Saleh sagte: „Wer einen Fahrschein kontrollieren kann, kann auch ein Bußgeld verhängen, wenn jemand ohne Mund-Nasenschutz unterwegs ist.“ Es werde jetzt geprüft, was rechtlich machbar sei.

8.38 Uhr: Studenten wollen für mehr finanzielle Corona-Hilfen demonstrieren

Rund 1500 Studenten wollten an diesem Samstag in Berlin für mehr finanzielle Hilfe in der Corona-Krise demonstrieren. Viele haben durch staatliche Auflagen ihre Nebenjobs verloren, zum Beispiel in der Gastronomie. Ein Drittel der bundesweit drei Millionen Hochschüler geben zur Zeit an, sich große Sorgen um ihre finanzielle Situation zu machen, sagte Leonie Ackermann für den bundesweiten Studierendenverband fzs.

Um Hartz IV beantragen zu können, müssten Studierende ein Urlaubssemester anmelden. Als Ausweg bleibe sonst nur der Studienabbruch. Der Bund hat bislang 100 Millionen Euro Nothilfe zur Verfügung gestellt. Die Demonstranten fordern mindestens eine Milliarde Euro.

8.18 Uhr: Corona-Krise: Berlins Studenten bleiben Unis bisher treu

Die drei großen Berliner Universitäten haben trotz Corona-Krise bisher keinen spürbaren Rückgang von Studenten verzeichnet. Die Zahl der Immatrikulationen zum Sommersemester 2020 habe sich kaum verändert, sagte TU-Sprecherin Stefanie Terp. Bei den Bachelor-Studiengängen habe es 1184 neue Einschreibungen gegeben. Vor einem Jahr waren es 1221. Master-Abschlüsse streben 1019 neue Studierende an, vor einem Jahr waren es 1034. Bisher gebe es auch nicht mehr Studienabbrüche als üblich.

Alle Berliner Unis hatten wegen der Pandemie zuerst zeitweise geschlossen und dann viele Veranstaltungen auf digitale Lehre umgestellt. Deshalb gab es aber kaum weniger neue Einschreibungen. Bei 1248 Immatrikulationen sei es an der Humboldt-Universität lediglich ein Rückgang um 2,8 Prozent gewesen, berichtete Sprecher Hans-Christoph Keller. Deutlich spürbar sei die Corona-Krise dagegen bei Austauschstudenten. Mit 425 seien es im laufenden Semester rund ein Fünftel weniger als sonst.

Eine ähnliche Lage gibt es an der Freien Universität. Die Immatrikulationszahlen des Sommersemesters 2020 seien mit 35 232 insgesamt stabil, sagte Sprecher Goran Krstin. Eine leichte Abweichung nach unten ergebe sich auch hier durch die niedrigere Zahl von Austauschstudierenden. Unverändert sei auch die Zahl der Anträge auf Exmatrikulation zum Ende des Sommersemesters: Mit 4292 liege sie im Moment fast so hoch wie im Zeitraum 2019 mit 4357.

Ob mehr Studenten wegen der Corona-Krise ihr Studium abgebrochen haben, lasse sich für die Humboldt-Universität noch nicht mit Sicherheit sagen, ergänzte Sprecher Keller. Bisher habe es an der HU 203 Exmatrikulationen gegeben, weniger als im Vorjahr. Allerdings laufe die Vorlesungszeit noch, mit belastbaren Zahlen sei deshalb nicht vor Oktober zu rechnen.

+++ Freitag, 19. Juni 2020 +++

Die wichtigsten Corona-News des Tages

Wegen Corona: Berliner Karstadt-Filialen vor dem Aus
IHK will Sonntagsöffnungen bis Ende 2021

19.29 Uhr: Einigung zur Kita-Finanzierung während der Corona-Pandemie erzielt

Der Berliner Senat und freie Kita-Träger sind im Streit um Rückforderungen in Millionenhöhe zu einer Einigung gekommen. Es sei nun ein „solidarischer Finanzierungsbeitrag“ der Träger im Volumen von knapp 20 Millionen Euro vereinbart worden, teilte die Senatsbildungsverwaltung am Freitagabend mit. Davon seien rund acht Millionen Euro bereits durch den Erlass von Essensbeiträgen der Eltern (23 Euro pro Kind pro Monat) für zwei Beitragsmonate durch die Träger geleistet.

Der Senat wollte einen pauschalen Ausgleich für Ausgaben haben, die die Kita-Träger während der Corona-Krise in den Monaten März bis Mai - etwa in der Zeit der Kita-Schließung - gespart hätten. Im Gespräch waren dafür insgesamt 40 Millionen Euro. Die Finanzverwaltung hat darauf hingewiesen, dass die Ausgaben für den Kitabereich im vergangenen Jahr bei 1,9 Milliarden Euro gelegen hätten.

Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD) sprach laut einer Mitteilung von einem „guten und für alle Seiten tragbaren Kompromiss“. DaKS-Sprecher Roland Kern betonte: „Die getroffene Übereinkunft beendet die Diskussion um die Kita-Finanzierung und sichert den Kitas eine gute Grundlage zur weiteren Arbeit. Wir erkennen damit zugleich die derzeit schwierige wirtschaftliche Situation des Landes Berlin an.“

19.03 Uhr: 671 aktuelle Corona-Fälle in Berlin, 6850 Menschen genesen

In Berlin gibt es keine weiteren Menschen, die an einer Coronavirus-Infektion gestorben sind. Die Zahl der Todesfälle bleibt bei 211. 130 neue Infektionen wurden bestätigt, 128 gab es am Tag zuvor. 671 aktuelle Corona-Fälle haben wir insgesamt in Berlin. 585 waren es am Donnerstag. 6850 Menschen sind inzwischen genesen. Die Zahl der Patienten auf den Intensivstationen beträgt wie am Vortag 45. Insgesamt liegen 142 Menschen in Krankenhäusern, vier mehr als am Vortag.

Die Berliner Corona-Ampel steht für den Bereich der Reproduktionszahl mit 0,92 weiter auf Grün. Die Werte für Neuinfektionen und die freien Intensivbetten stehen ebenfalls auf Grün.

Die Fallzahlen nach Bezirken

18.55 Uhr: Brandenburgs Abi-Durchschnitt trotz Corona-Bedingungen erneut bei 2,3

Mehr als 9000 Schüler haben in Brandenburg das Abitur bestanden. Die landesweite Durchschnittsnote liegt wie in den vergangenen fünf Schuljahren erneut bei 2,3, wie das Brandenburgische Bildungsministerium am Freitag mitteilte. Die schriftlichen Prüfungen hatten im April und Mai wegen der Corona-Pandemie unter besonderen Hygiene- und Abstandsregeln stattgefunden. Sie machen ein Drittel der Abiturnote aus. Von den 9757 zur Prüfung angetretenen Schülern bestanden 95,4 Prozent das Abitur. 231 Abiturienten erreichten die Note 1,0.

„Ich freue mich sehr, dass unter den Rahmenbedingungen 2020 die Leistungen der Schülerinnen und Schüler konstant geblieben sind“, sagte Brandenburgs Bildungsministerin Britta Ernst (SPD) in einer Pressemitteilung. Das sei ein großer Erfolg.

18.20 Uhr: Corona-Ausbruch in Neukölln - Jetzt 94 bestätigte Infektionen

In Neukölln ist die Zahl der bestätigten Corona-Infektionen jetzt auf 94 gestiegen, das teilte das Bezirksamt am Abend mit. Insgesamt sind dort 369 Haushalte an sieben Standorten unter Quarantäne gestellt. Insgesamt seien bislang 586 Tests vorgenommen worden. Von den Infizierten sind 41 Kinder unter 18 Jahren. Der Corona-Ausbruch vor allem in einem Wohnblock an der Harzer Straße Ecke Treptower Straße hatte für großes Aufsehen gesorgt.

17.02 Uhr: IHK will Sonntagsöffnungen bis Ende 2021

Die Industrie- und Handelskammern (IHK) in Berlin und Brandenburg haben ein Maßnahmenpaket vorgelegt, mit dem der Wirtschaft in der Region der Neustart nach dem Corona-Lockdown gelingen soll. Nahezu alle Firmen seien von der Pandemie mit in großen Teilen verheerenden Auswirkungen auf Umsatz, Beschäftigung und Investitionsplanungen betroffen. Noch immer befänden sich zahlreiche Unternehmen unter den aktuellen Bedingungen im Ausnahmezustand.

Mit Blick auf Berlin fordern die Kammern unter anderem die Beschleunigung von Planungs- und Genehmigungsverfahren, Vereinfachungen bei der Vergabe von öffentlichen Aufträgen sowie die Möglichkeit für den Einzelhandel, bis Ende 2021 auch an Sonntagen zu öffnen. Lesen Sie hier den ganzen Artikel.

16.13 Uhr: Deutlich weniger Verkehrsunfälle und Verletzte wegen Corona-Pandemie

Die Zahl der Verkehrsunfälle in Berlin ist durch die Corona-Pandemie massiv zurückgegangen. In diesem April gab es knapp 8000 Unfälle, während sich im April 2019 rund 12.300 Unfälle (-35 Prozent) ereigneten. Auch die Zahl der durch Unfälle verletzten Menschen sank stark, wie aus den neuesten Zahlen des Amtes für Statistik hervorgeht.

126 Menschen wurden im April schwer verletzt, im Vorjahr waren es 170. Außerdem gab es 820 Leichtverletzte gegenüber 1306 im vergangenen Jahr. Drei Menschen starben bei Unfällen, 2019 war es im April nur einer.

Von Januar bis April sank die Zahl der Verkehrsunfälle von knapp 47.000 auf rund 39.500 (-15,8 Prozent). Die Zahl der Verunglückten, also aller Verletzten oder Toten, ging in der Hauptstadt ebenso zurück: von 4901 Menschen auf 4028 Menschen (-17,8 Prozent). Deutlich stieg aber die Anzahl der Verkehrstoten in Berlin. Von Januar bis April kamen 21 Menschen bei Unfällen ums Leben, im Vorjahreszeitraum waren es 8.

16.01 Uhr: Stadtmagazin "Zitty" stellt nach 43 Jahren Erscheinen ein

Die Berliner Stadtillustrierte Zitty stellt mit sofortiger Wirkung ihr Erscheinen ein. Das teilte der Berliner Journalistenverband (DJV Berlin - Journalistenverband Berlin-Brandenburg) mit. „Zitty ist das erste Opfer von Corona in der Berliner Medienlandschaft“, erklärt der Berliner DJV-Vorsitzende Christian Walther. „Der Zusammenbruch des Kulturbetriebs, der Einbruch des Anzeigengeschäftes und das Desinteresse der Leser an einem gedruckten Veranstaltungskalender ohne Veranstaltungen haben Zitty die Existenzgrundlage entzogen.“

Nach Angaben des Verbands wurden die Beschäftigten diese Woche von der Geschäftsleitung informiert. Kündigungen der festangestellten Redaktionsmitglieder, die sich bereits seit einiger Zeit in Kurzarbeit befinden, sind dem Vernehmen nach vorerst nicht geplant. Nach Ansicht des DJV sind jedoch vor allem Pauschalisten und freie Mitarbeiter des Blattes akut gefährdet. Zuletzt erschien Zitty ebenso wie der tip im Go City Media Verlag und wurde von einer gemeinsamen Redaktion produziert.

15.34 Uhr: Zehn neue Corona-Infektionen in Brandenburg

In Brandenburg hat die Zahl neuer Infektionen mit dem Coronavirus wieder leicht zugenommen. Von Donnerstag auf Freitag seien zehn neue Fälle gemeldet worden, teilte das Gesundheitsministerium in Potsdam am Freitag (Stand: 8.00 Uhr) mit. Von Mittwoch auf Donnerstag waren noch sechs neue Fälle gemeldet worden. Derzeit gibt es im Land den Angaben zufolge 3371 bestätigte Corona-Fälle. Etwa 3100 Menschen gelten als genesen. Die Zahl der aktiv Erkrankten liegt bei rund 100. Zehn Personen werden stationär behandelt, eine davon intensivmedizinisch beatmet. 170 Menschen starben im Zusammenhang mit einer Infektion, hieß es.

Die meisten Neuinfektionen wurden im Havelland (+4) und in der Uckermark (+2) gezählt. Hotspots sind weiter die Landeshauptstadt Potsdam mit 640 Fällen und der Landkreis Potsdam-Mittelmark mit 565.

15.21 Uhr: Wegen Corona: Mehr als die Hälfte der Berliner Karstadt-Filialen vor dem Aus

Wegen der Corona-Krise schließt Galeria-Karstadt-Kaufhof bundesweit mehr als jede dritte Filiale. Auch die Hauptstadt-Standorte sind massiv betroffen. In Berlin sollen sechs von elf Galeria-Karstadt-Kaufhof-Filialen geschlossen werden. Außerdem soll die geplante Filiale in Berlin-Tegel gar nicht erst öffnen. Das geht aus einer internen Liste der Unternehmensgruppe hervor, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Damit ist auch die Hauptstadt von den bundesweiten zahlreichen Filialschließungen des zur Signa Holding gehörenden Unternehmens aufgrund der Corona-Krise massiv betroffen. Lesen Sie hier den kompletten Bericht.

13.49 Uhr: IHK Berlin und Brandenburg appellieren an Politik

Die Industrie- und Handelskammern (IHK) in Brandenburg und Berlin haben an die Politik appelliert, konjunkturbelebende Maßnahmen zu ergreifen. Noch befänden sich zahlreiche Unternehmen unter den aktuellen Bedingungen im Ausnahmezustand, teilten die IHK vor der Landespressekonferenz im Landtag in Potsdam mit. „Jetzt ist ein kluger Dreiklang aus Entlastung, Förderung und Investition notwendig“, sagte der Hauptgeschäftsführer der IHK Berlin, Jan Eder.

Der Neustart werde kein Selbstläufer sein. Die Firmen benötigten kurzfristige Entlastungen in einer sehr angespannten finanziellen Situation. So könnten öffentliche Investitionen, verbunden mit einem unbürokratischen Vergaberecht, wichtige Wachstumsimpulse für die regionale Wirtschaft geben.

Der Hauptgeschäftsführer der IHK Potsdam, Mario Tobias, forderte, Versäumnisse bei der Digitalisierung aufzuholen. Er verlangte zudem, liberalisierte Öffnungszeiten im Einzelhandel und flexible Hygienekonzepte in Tourismus und Gastronomie zuzulassen. Fördermaßnahmen müssten auf kleine und mittelständische Unternehmen zugeschnitten sein.

13.23 Uhr: Ärzte-Musiker sammeln Spenden für Clubs

Die Ärzte-Musiker Bela B (57) und Farin Urlaub (56) haben eine 45 Minuten dauernde Lesung aufgezeichnet, um Spenden für die seit Monaten geschlossenen Clubs zu sammeln. Für die Aktion „Halt's Maul und lies!“ präsentieren sich die Musiker in Form einer Literatursendung in Anzügen auf schweren Sesseln sitzend. Ort der Aufzeichnung ist der legendäre Kreuzberger Szene-Club SO36. „Auf dieser Bühne, die so viel Freude uns schon gemacht hat“, wie Bela B zu Beginn des Videos sagt.

„Den Clubs geht es gerade nicht gut, weil die leben davon, dass Leute kommen und Konzerte besuchen“, begründet Farin Urlaub die Aktion. „Wir sind auf Bühnen groß geworden, die sehr klein waren.“ Bands sollten auch in Zukunft diese Möglichkeit haben, deswegen „würden wir gerne, dass ihr den Clubs helft, indem ihr dafür spendet, dass wir was vorlesen“. Als Ziel streben die Musiker 200 000 Euro an, mit denen Clubs unterstützt werden sollen. Das sind Orte, die weniger als 1000 Zuschauer fassen und regelmäßig Konzerte veranstalten.

11.01 Uhr: Keine Westernhagen-Konzerte in Berlin

Marius Müller-Westernhagen (71) hat seine im Sommer geplanten Konzerttermine ersatzlos gestrichen. Die für Juli vorgesehenen Auftritte in Berlin müssten wegen der Corona-Pandemie abgesagt werden, heißt es in einer Mitteilung vom Freitag. Eintrittspreise sollen über die neue Gutscheinregelung erstattet werden. „Wir bedauern, diesen unumgänglich gewordenen Schritt bekanntgeben zu müssen“, hieß es.

9.54 Uhr: BSR ändert Öffnungszeiten für Recyclinghöfe

Die Berliner Stadt­­reinigung (BSR) kehrt ab Montag zu den gewohnten Öff­nungs­­zeiten ihrer Recyclinghöfe zurück. Im März hatte die BSR die Recyclinghof-Öffnungs­zeiten coronabedingt zunächst deutlich reduziert. Ab April gab es eine schrittweise Erweiterung der vorläufig einge­schränkten Öffnungszeiten. Weitere Infos gibt es hier.

9.49 Uhr: Sternekoch Tim Raue erwartet Pleitewelle in der Gastronomie

Zwei-Sterne-Koch Tim Raue (46) hofft auf eine langlebige Veränderung der Gesellschaft durch die Corona-Krise. „Auf mich wirkt diese Pandemie wie eine wirklich satte Backpfeife des Planeten“, sagte Raue dem Nachrichtenmagazin „Focus“. „Corona hat gezeigt, dass wir nicht alles brauchen, von dem wir geglaubt haben, dass wir es brauchen. Wir haben weit über unsere Verhältnisse gelebt.“ Er meine damit auch sich selbst mit 150 Flügen pro Jahr.

Auch die Gastronomie in Deutschland wird sich nach Meinung des Starkochs durch die neue Arbeitswelt, Homeoffice, Rezession und den fehlenden Tourismus verändern. „In den nächsten Wochen wird sich leider ganz brutal zeigen, wer sich überhaupt behaupten kann.“

9.28 Uhr: Leder stellt Kultur weitere 60 Millionen Euro in Aussicht

Kultursenator Klaus Lederer (Linke) hat den von der Corona-Pandemie besonders betroffenen Kulturbetrieben der Stadt weitere Millionenhilfen in Aussicht gestellt. Derzeit werde im Senat überlegt, das im Mai aufgelegte Soforthilfeprogramm im Umfang von 30 Millionen Euro noch mal um jeweils zweimal drei Monate im gleichen Volumen, also mit insgesamt 60 Millionen Euro zu verlängern, sagte Lederer am Freitagmorgen im Inforadio des RBB. „Das ist eine realistische Zahl.“

Empfänger der Senatshilfe wären unter anderem außer Clubs Varieté-Theater, Einrichtungen der freien Szene, kleine Kinder- und Jugendtheater sowie private Museen. Clubs seien mittlerweile als Kulturorte anerkannt und die Stadt wisse, was sie an ihnen habe, betonte Lederer. „Ich versuche alles zu tun, damit sie überleben, aber ich kann natürlich keine Garantie abgeben.“

+++ Donnerstag, 18. Juni 2020+++

Die wichtigsten Corona-News in Berlin

Maskenmuffeln droht ein Bußgeld
Berlin wirbt mit Seen und Wald um Besucher
Streit um Probejahr des Gymnasiums in der Corona-Pandemie

20.07 Uhr: 128 neue Corona-Infektionen, 6806 Menschen genesen

In Berlin ist ein weiterer Mensch an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben. Die Zahl der Todesfälle steigt auf 211. 128 neue Infektionen wurden bestätigt, 73 gab es am Tag zuvor. 585 aktuelle Corona-Fälle haben wir insgesamt in Berlin. 486 waren es am Mittwoch. 6806 Menschen sind inzwischen genesen. Die Zahl der Patienten auf den Intensivstationen beträgt 45. Das ist eine Person weniger als am Mittwoch. Insgesamt liegen 138 Menschen in Krankenhäusern, 13 weniger als am Vortag.

Die Fallzahlen nach Bezirken

Bezirk Fallzahl Genesen
Charlottenburg-Wilmersdorf 790 (+2) 734
Friedrichshain-Kreuzberg 600 (+27) 547
Lichtenberg 377 (+3) 324
Marzahn-Hellersdorf 416 (+5) 380
Mitte 1084 (0) 999
Neukölln 922 (+39) 747
Pankow 747 (+1) 681
Reinickendorf 581 (+9) 509
Spandau 388 (+9) 326
Steglitz-Zehlendorf 571 (+3) 541
Tempelhof-Schöneberg 743 (+21) 673
Treptow-Köpenick 383 (+9) 345
Summe 7602 (+128) 6806

Auf Grundlage der aktuellen Datenwerte stehen alle drei Corona-Ampeln wieder auf Grün. Nachdem der R-Wert zur Anzeige der Dynamik des Infektionsgeschehens am Mittwoch auf Rot gesprungen war, wechselte er am Donnerstag wieder auf Grün, wie die Senatsgesundheitsverwaltung am Donnerstagabend mitteilte. Die Reproduktionszahl „R“ beläuft sich demnach auf einen Wert von 1,01, der Wert für die Neuinfektionen pro Woche liegt bei 8,78 und der Wert für die Plätze auf Intensivstationen bei 3,6 Prozent.

17.35 Uhr: Inzwischen 85 Corona-Infektionen in Neuköllner Wohnblöcken

Die Zahl der Corona-Infektionen in den unter Quarantäne gestellten Wohnblöcken in Neukölln ist weiter gestiegen. Dem Ausbruch werden nun 85 Fälle zugerechnet, wie der Bezirk am Donnerstagnachmittag mitteilte. Das sind 15 Fälle mehr als am Vortag bekannt waren. Unter den Infizierten seien 36 Kinder und Jugendliche, hieß es. 75 Kisten mit Lebensmitteln und Hygieneartikeln seien zur Versorgung erster Haushalte verteilt worden.

Mit einem weiteren Anstieg der Fallzahl wird gerechnet, da noch Tests bei Bewohnern der betroffenen Häuser laufen. Bisher wurden in dem Zusammenhang laut Bezirksstatistik 440 Tests vorgenommen. Neukölln hat knapp 370 Haushalte an sieben Standorten unter Quarantäne gestellt, um eine Ausbreitung von Sars-CoV-2 zu verhindern. Pro Haushalt leben einer bis zehn Bewohner - die genaue Zahl der Betroffenen ist nach Bezirksangaben unbekannt.

17.33 Uhr: Michael Müller ruft zur Nutzung der Corona-Warn-App auf

Berlins Regierender Bürgermeister will auch via Twitter die Berlinerinnen und Berliner für die Nutzung der Corona-Warn-App begeistern. "Mit der #CoronaWarnApp können wir dazu beitragen, den Kampf gegen das Virus zu unterstützen. Und auch hier gilt - je mehr mitmachen, desto effektiver ist der Nutzen der App. Denn das Virus halten wir nur gemeinsam auf - mit Abstand, Hygiene, Maske. Und auch mit Hilfe der App", teilte er über den Kurznachrichtendienst mit.

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17.07 Uhr: Berliner Dom öffnet wieder

Nach fast drei Monaten coronabedingter Schließung will der Berliner Dom wieder seine Pforten öffnen. Gläubige können erneut Gottesdienste feiern, zudem sind Besichtigungen der Predigtkirche und der Tauf- und Traukappelle möglich, wie der Dom am Donnerstag mitteilte. Damit stehe er allen Interessierten wieder „als lebendiger Ort“ offen, sagte der Vorsitzende des Domkirchenkollegiums, Stephan Harmening. Von Sonntag an soll es wieder Gottesdienste geben. Coronabedingt dürfen maximal 176 Menschen anwesend sein; alle anderen können Gottesdienste und Vespern weiterhin per Livestream verfolgen.

16.33 Uhr: Letzter Schultag nach Corona-Halbjahr - Sorgentelefone geschaltet

Zum letzten Schultag vor den Sommerferien, am 24. Juni, sind wieder die Sorgentelefone zu den Zeugnissen geschaltet. Zwischen 10 bis 13 Uhr gibt es dort den Rat von Experten, wie die Schulverwaltung am Donnerstag mitteilte. Diesmal könnten dort die Corona-bedingten Schulschließungen und Einschränkungen Thema sein.

Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD) erklärte, Schülerinnen und Schüler fragten womöglich, wie gerecht Noten in solch einer Situation sein könnten. „Wenn Noten nicht den Erwartungen entsprechen sollten, ist es wichtig, dass Eltern, Lehrkräfte und Schülerinnen und Schüler gemeinsam die Ursachen ergründen, um gezielt zu helfen.“ In Berlin sind vom 25. Juni bis zum 7. August Sommerferien.

15.58 Uhr: Berliner Staatsballett startet mit Corona-Stück in neue Saison

Tanzen in Zeiten von Corona: Das Berliner Staatsballett startet in die virusbelastete Saison 2020/21 mit einer thematisch passenden Neuproduktion. „Lab_Works Covid_19“ soll am 3. September in der Komischen Oper uraufgeführt werden, wie das an drei Häusern tanzende Ballett am Donnerstag mitteilte. Im August sind für Deutsche Oper und Staatsoper Unter den Linden Gala-Abende mit dem Titel „From Berlin with Love“ vorgesehen.

Mit der neuen Saison endet die gemeinsame Intendanz von Sasha Waltz und Johannes Öhman. Die Co-Intendanten hatten nach nur wenigen Monaten an der Spitze des Staatsballetts bekanntgegeben, dass sie die gemeinsame Leitung vorzeitig aufgeben. Die bisher stellvertretende Intendantin Christiane Theobald soll den laufenden Betrieb leiten, bis ein Expertengremium eine neue Intendanz gefunden hat.

15.49 Uhr: Studenten wollen für mehr Nothilfe in Coronakrise demonstrieren

Rund 1500 Studenten wollen an diesem Sonnabend in Berlin für mehr finanzielle Hilfe in der Corona-Krise demonstrieren. Über eine Million Studierende hätten durch die staatlichen Auflagen für Gastronomie oder Gewerbe ihre Nebenjobs verloren, sagte Amanda Steinmaus für den Freien Zusammenschluss von Studentinnen- und Studentenschaften. Für mehr Nothilfe wollen die Betroffenen am Sonnabend ab 14 Uhr vom Berliner Hauptbahnhof aus ins Regierungsviertel ziehen. Für die Demonstration gelte absolute Maskenpflicht und Sicherheitsabstand.

Die Demonstranten fordern einen Zuschuss in Höhe von mindestens einer Milliarde Euro. Der Bund stellt für die Nothilfe bisher 100 Millionen Euro zur Verfügung. Ein Drittel der drei Millionen Hochschüler gebe aber zur Zeit an, sich große Sorgen um ihre finanzielle Situation zu machen, ergänzte Leonie Ackermann für den bundesweiten Studierendenverband fzs. Um Hartz IV beantragen zu können, müssten Studierende ein Urlaubssemester anmelden. Als Ausweg bleibe sonst nur der Studienabbruch.

15.38 Uhr: Maskenpflicht kontrollieren - Polizeigewerkschaft skeptisch

In Bussen, U-Bahnen und S-Bahnen gilt seit bald zwei Monaten Maskenpflicht. Umfassende Kontrollen, ob sie noch eingehalten wird, sind aus Sicht der Berliner Gewerkschaft der Polizei (GdP) unrealistisch. „Es wird nicht möglich sein, flächendeckend das als Polizei zu kontrollieren, muss man ganz klar sagen“, erklärte deren Sprecher Benjamin Jendro am Donnerstag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. „Es könnte stichprobenartige Überprüfungen geben, aber das auch frühestens, wenn es eine klare, transparente Regelung gibt. Die sehen wir momentan noch nicht.“

Der Berliner Senat diskutiert darüber, ein Bußgeld für diejenigen einzuführen, die sich im ÖPNV nicht an die Pflicht halten, Mund-Nasen-Schutz zu tragen. „Die Diskussion über das Thema ist so lange hinfällig, bis es im Bußgeldkatalog aufgenommen ist“, sagte Jendro. „Man muss aber auch sagen, Berlin hat einen weit gefächerten ÖPNV. Und die Kollegen der Polizei haben auch noch andere Aufgabenbereiche zu bewältigen.“

Denkbar sei, Verstöße gegen die Maskenpflicht im Rahmen der gewohnten ÖPNV-Streifen zu ahnden. „Aber es wird nicht so sein, dass extra Polizei im ÖPNV dafür vermehrt unterwegs ist. Da würden wir uns dagegen sperren“, sagte Jendro. „Es ist nicht so, dass die Berliner Polizei nicht weiß, was sie den ganzen Tag machen soll.“

15.20 Uhr: Volksbühne plant acht Inszenierungen

Für die weiter von Corona-Bedingungen geprägte Spielzeit 2020/21 plant die Volksbühne Berlin acht Inszenierungen im Großen Haus. Die Platzkapazität wird dafür auf 130 Sitze reduziert. Sonst passen bis zu 800 Menschen in das Theater.

Eröffnen soll die Spielzeit Hausregisseurin Lucia Bihler am 11. September mit „Iphigenie. Traurig und geil im Taurerland“ nach Euripides und Stefanie Sargnagel. Die Wiener Autorin interessiere dabei das Widerständige der Figur, hieß es in einer Mitteilung vom Donnerstag.

12.22 Uhr: Berliner GEW fordert Bildungspakt

Die Berliner Gewerkschaft für Erziehung und Wissenschaft (GEW) fordert Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD) zu Verhandlungen über einen Corona-Bildungspakt auf. Nötig seien kleinere Lerngruppen, zusätzliche Fachkräfte, die Schaffung einer digitalen Infrastruktur und die Sicherung der Hygienemaßnahmen in Berlins Schulen und Kitas, teilte die GEW am Donnerstag mit.

„Das Lernen in kleinen Gruppen ist der Schlüssel zum Bildungserfolg und die Grundvoraussetzung für den Gesundheitsschutz von Kindern, Jugendlichen und Pädagogen“, so Berlins GEW-Vorsitzende Doreen Siebernik. Das habe Corona deutlich gezeigt. „Die Verkleinerung der Gruppen muss daher oberstes Ziel der Senatsbildungsverwaltung sein.“

Nach Einschätzung der GEW gehören bis zu 20 Prozent der Beschäftigten in Berlins Schulen und Kitas zur Corona-Risikogruppe. Sie dürften während der Pandemie auch künftig nicht im Präsenzbetrieb eingesetzt werden. Die Senatsverwaltung müsse deshalb für qualifiziertes Vertretungspersonal sorgen.

11.40 Uhr: Sechs neue Corona-Infektionen in Brandenburg

In Brandenburg ist die Zahl neuer Infektionen mit dem Coronavirus leicht zurückgegangen. Von Mittwoch auf Donnerstag seien sechs neue Covid-19-Fälle gemeldet worden, teilte das Gesundheitsministerium in Potsdam am Donnerstag mit Stand 8 Uhr mit. Von Dienstag auf Mittwoch waren noch 21 neue Covid-19-Fälle gemeldet worden. Derzeit gibt es im Land nach den Angaben 3361 bestätigte Fälle. 3090 Menschen gelten laut Statistik als genesen. Die Zahl der aktiv Erkrankten liegt bei rund 100. Zwölf werden stationär behandelt, zwei davon intensivmedizinisch betreut.

Hotspots sind weiter die Landeshauptstadt Potsdam mit 640 Fällen und der Landkreis Potsdam-Mittelmark mit 565. 170 Menschen starben im Zusammenhang mit einer Infektion.

10.56 Uhr: Hikel besorgt über viele Neuinfektionen in Neukölln

Der Bezirksbürgermeister von Neukölln hat sich beunruhigt über den Corona-Ausbruch in mehreren Wohnblöcken gezeigt. Die Zahl der Neuinfektionen in relativ kurzer Zeit besorge ihn sehr, sagte der SPD-Politiker Martin Hikel in einem am Mittwochabend veröffentlichten „Spiegel“-Interview. „Und noch wissen wir nicht, wo das Ende der Fahnenstange ist.“

In Neukölln zeige sich gerade, „dass die Pandemie äußerst ernst zu nehmen ist“, das Virus sei immer noch hochansteckend, sagte Hikel. Für die Betroffenen der Quarantäne, die ohnehin täglich darum kämpften, über die Runden zu kommen, sei die Situation „eine Katastrophe“. Trotz der neuen Lage seien rasch Strukturen zur Unterstützung der Menschen entstanden.

+++ Mittwoch, 17. Juni 2020 +++

Die wichtigsten Corona-News in Berlin am Mittwoch

Wie die S-Bahn gegen Masken-Muffel vorgeht
Spandauer Gymnasium schließt wegen Corona

22.11 Uhr: Kalayci - Masken-Pflicht macht nur mit Bußgeld Sinn

Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) hat sich für die Durchsetzung der Pflicht, in bestimmten Bereichen einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen, ausgesprochen. „Eine Pflicht macht tatsächlich nur Sinn, wenn sie bußgeldbewehrt ist und das muss man natürlich auch durchsetzen“, sagte Kalayci am Mittwoch in der RBB-„Abendschau“. Wer dies etwa im öffentlichen Nahverkehr kontrollieren solle, ließ die Senatorin offen.

Wer mindestens sechs Jahre alt ist, muss in Berlin grundsätzlich unter anderem im ÖPNV, auf Bahnhöfen, Kosmetikstudios und Geschäften Mund und Nase bedecken, um die Verbreitung des Coronavirus zu verlangsamen. Der Berliner Senat will am Dienstag erneut über Bußgelder für Maskenmuffel im ÖPNV beraten. Man werde sich auch anschauen, wie hoch diese in anderen Bundesländern seien, sagte Kalayci.

„In der Phase der Lockerungen spielen die Regeln, die wir alle einhalten sollten, eine noch größere Rolle. Und da gehört das Tragen von Mund-Nasen-Schutz unbedingt dazu“, mahnte die Senatorin. Untersuchungen belegten deren schützende Wirkung.

Sebastian Schlüsselburg, rechtspolitischer Sprecher der Linken, sprach in der RBB-„Abendschau“ über ein Problem bei der Durchsetzung. Während die Polizei genug andere Aufgaben habe und man sicher keine Bilder von Polizisten wolle, die Menschen in der Bahn auf fehlende Masken kontrollierten, seien Ordnungsämter jeweils nur für einen bestimmten Bezirk zuständig. „Das heißt, die müssten dann an der Bezirksgrenze die U-Bahn verlassen, weil sie gar nicht mehr zuständig wären.“

20.11 Uhr: DFB bestätigt - Pokalfinale Bayern gegen Leverkusen ohne Zuschauer

Das DFB-Pokalfinale zwischen Bayer Leverkusen und Meister FC Bayern München am 4. Juli findet ohne Zuschauer statt. Diese Entscheidung teilte der Deutsche Fußball-Bund (DFB) am Mittwoch mit. „Die Auswirkungen der Corona-Pandemie lassen keine andere Entscheidung zu, auch nach eingehender Prüfung verschiedener Optionen“, hieß es am Abend auf der Verbandshomepage. Der DFB hatte beim Berliner Senat zuletzt beantragt, je Club 5000 Anhänger zum Finale im Olympiastadion zulassen zu können.

„Dieser Antrag musste negativ beschieden werden, da dafür die gesetzliche Grundlage fehlt. Die aktuelle Verfügungslage in Berlin besagt, dass bis zum 30. August 2020 in der Hauptstadt Großveranstaltungen mit mehr als 1000 Personen untersagt sind“, hieß es dazu nun. Das Zuschauerkonzept auch für weniger Menschen sei „einstimmig verworfen“ worden, teilte der DFB mit.

Am Dienstagabend hatte Präsident Fritz Keller noch angedeutet, 1000 Zuschauer beim Endspiel seien nicht ausgeschlossen. Die restlichen Spiele der Bundesliga finden nach der zweimonatigen Corona-Pause derzeit auch ohne Zuschauer statt.

18.42 Uhr: 73 Neu-Infektionen in Berlin - eine Corona-Ampel auf Rot

In Berlin ist eine weitere Person an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben. Die Zahl der Todesfälle stieg auf 210, wie die Senatsgesundheitsverwaltung am Mittwochabend mitteilte. 73 neue Infektionen wurden bestätigt, 33 gab es am Tag zuvor. 486 aktuelle Corona-Fälle haben wir insgesamt in Berlin. 467 waren es Dienstag. 6778 Menschen sind inzwischen genesen. Die Zahl der Patienten auf den Intensivstationen beträgt 46, vier mehr als am Dienstag. Insgesamt liegen 151 Menschen in Krankenhäusern, zehn mehr als am Dienstag.

Bezirk Fallzahl Genesen
Charlottenburg-Wilmersdorf 788 (+10) 731
Friedrichshain-Kreuzberg 573 (0) 544
Lichtenberg 374 (+5) 321
Marzahn-Hellersdorf 411 (+7) 380
Mitte 1084 (+6) 994
Neukölln 883 (+19) 740
Pankow 746 (+10) 679
Reinickendorf 572 (+4) 505
Spandau 379 (+8) 325
Steglitz-Zehlendorf 568 (0) 541
Tempelhof-Schöneberg 722 (0) 673
Treptow-Köpenick 374 (+4) 345
Summe 7474 (+73) 6778

Die Corona-Ampel, das Berliner Frühwarnsystem, ist am Mittwochabend bei dem Indikator Reproduktionszahl von Gelb auf Rot gesprungen.Der R-Wert, der die Dynamik des Infektionsgeschehens beschreibt, lag demnach bei 1,23. Das war zwar niedriger als der Wert 1,49 am Dienstag - die Ampel wechselt aber auf rot, wenn die Reproduktionszahl das dritte Mal in Folge bei 1,2 oder höher liegt. Die andere Indikatoren, die Inzidenz der Neuinfektionen pro Woche und der Anteil der Corona-Patienten auf Berliner Intensivstationen, liegen weiter bei Grün.

15.54 Uhr: Lebensmittelpakete für Neuköllner in Quarantäne

Erste Bewohner der unter Quarantäne gestellten Häuser in Berlin-Neukölln werden mit Hilfspaketen versorgt. Das Technische Hilfswerk habe Lebensmittel und Produkte des täglichen Bedarfs eingekauft und gepackt, sagte ein Bezirkssprecher am Mittwoch auf Anfrage. Die Pakete sollten am größten der betroffenen Standorte ausgegeben werden.

Ob es bei dem Ausbruch möglicherweise Verbindungen in andere Städte gibt, sei frühzeitig geprüft worden, schilderte der Sprecher. Der Bezirk habe darüber keine Erkenntnisse. In Magdeburg waren nach Corona-Fällen Vermutungen über einen Bezug zum Berliner Ausbruch angestellt worden. Auch in Berlin ist die genaue Quelle allerdings nicht klar, angenommen wird ein Zusammenhang mit einer christlichen Gemeinde, deren Pfarrer an Covid-19 erkrankte.

Knapp 370 Haushalte in sieben Neuköllner Wohnblöcken dürfen nun ihre Wohnungen nicht verlassen, um eine Ausbreitung von Sars-CoV-2 zu verhindern. Die genaue Zahl der Betroffenen ist laut Bezirk unbekannt. Inzwischen sind 70 Infektionen bestätigt, weitere Tests laufen.

13.43 Uhr: BVG kann Maskenpflicht nicht durchsetzen

Ein Bußgeld bei Verstößen gegen die Pflicht, im Berliner Nahverkehr Mund-Nase-Bedeckung zu tragen, könnte aus Sicht der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) positive Folgen haben. Zu wissen, etwas Verbotenes zu tun und zahlen zu müssen, falls man erwischt werde, könne durchaus einen psychologischen Effekt haben, sagte BVG-Sprecherin Petra Nelken am Mittwoch. Für das Durchsetzen der Maskenpflicht sei allerdings nicht die BVG zuständig. „Wir können nur appellieren. Wir können auch sagen "Verlassen Sie die U-Bahn"“, erklärte sie. „Aber wir haben nicht die Möglichkeit, das durchzusetzen, weil wir keine Ordnungsmacht sind. Wenn ein Bußgeld eingeführt wird, sind wir immer noch keine Ordnungsmacht, sondern ein Verkehrsunternehmen.“

Die Kontrolleure der BVG forderten Fahrgäste ohne Mund-Nase-Bedeckung auf, eine Maske zu tragen. „Und dann merken sie, dass eine Menge Leute ihre Maske aus der Hosentasche ziehen und aufsetzen.“ Zum Teil würden auch Masken verteilt, wenn jemand keine dabei habe. „Es gibt den ein oder anderen, der sich aus irgendwelchen Gründen keine Maske leisten kann.“

Die BVG will verstärkt auf die Maskenpflicht aufmerksam machen: „Wir werden ausdrücklich nochmal an jede Tür, egal ob Bus, Straßenbahn oder U-Bahn, den Hinweis machen, dass es eine Maskenpflicht gibt“, sagte Nelken. Die Akzeptanz sei leicht zurückgegangen, wie die täglichen Auswertungen zeigten. „Für Dienstag hatten wir eine Akzeptanz in der U-Bahn von 75, in Bussen von 90, in der Straßenbahn von 85 Prozent.“ Allerdings gebe es deutliche Schwankungen: „Wir machen die Erfahrung, dass im Berufsverkehr die Disziplin sehr viel größer ist, und dass sie im Lauf des Tages nachlässt.“

13.25 Uhr: Kinder- und Jugendreisen in den Sommerferien wieder möglich

Ab sofort können wieder Tagesausflüge und Reisen im Rahmen der Kinder- und Jugenderholung durchgeführt werden. Auch die Jugendfreizeiteinrichtungen in Berlin dürfen ihr Angebot erweitern und die Jugendbildungsstätten können wieder öffnen. Darüber hat die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie nun die Bezirksämter sowie die Liga der Wohlfahrtsverbände und die Träger der Jugendarbeit, Jugendverbandsarbeit und Jugendsozialarbeit informiert. Bereits erfolgte Planungen der Träger können damit umgesetzt werden.

Ab sofort sind verschiedene Formen der Kinder -und Jugenderholung wieder möglich: Ferienprogramme in Berlin und Brandenburg mit täglicher An- und Abreise ebenso wie Erholungs- und Gruppenreisen mit Übernachtung. Die Jugendbildungsstätten können ihr Angebot wieder vollständig hochfahren. Sie können auch zusätzlich Feriencamps und Familienfreizeiten mit Übernachtung anbieten.

13.19 Uhr: Deutsche Bahn verteilt Masken in der S-Bahn

Mit einer Präventionsaktion will die Deutsche Bahn Fahrgäste daran erinnern, sich an die geltende Maskenpflicht in allen Zügen und Bahnen zu halten. An Fahrgäste, die ihre Mund.Nasen-Bedeckung vergessen haben, verteilen Bahnmitarbeiter zudem kostenlose Einwegmasken.


„Wir möchten, dass unsere Fahrgäste sich wohl und sicher fühlen. Darum erinnern unsere Sicherheitsteams daran, die Mund-Nase-Bedeckung in unseren Zügen zu tragen. Wir sind hier auch auf die Kooperation und die gegenseitige Rücksichtnahme aller Reisenden angewiesen“, so Andreas Koch, Regionalbereichsleiter der DB Sicherheit Nordost. Die Präventionsaktion startete heute mit einem Infostand auf dem S-Bahnsteig am Berliner Hauptbahnhof. Präventions- und Sicherheitsmitarbeiter der DB informierten darüber, wie Reisende sich bestmöglich vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus schützen können.

10.39 Uhr: Corona-Fälle an Spandauer Schule

An einer Spandauer Schule hat es erneut bestätigte Covid-19-Fälle gegeben. Dieses Mal ist das Kant-Gymnasium betroffen. Wie die Schule auf ihrer Internetseite informiert, müssten sich Kontaktpersonen aus den Schülergruppen der Klassen 7c, 10d und aus dem 2. Semester in Quarantäne begeben. Neben den Schülern betreffe das auch rund 20 Lehrkräfte, sodass in dieser Woche kein Unterricht mehr stattfinden könne. Die Zeugnisübergabe soll in der kommenden Woche von Montag bis Mittwoch aber wie geplant durchgeführt werden, heißt es weiter.

10.30 Uhr: Formel E - Sechs Rennen am Flughafen Tempelhof

Die vollelektrische Formel E wird mit einem Mammutprogramm binnen acht Tagen in Berlin den Rennbetrieb wieder aufnehmen. Am ehemaligen Flughafen Tempelhof sollen zwischen dem 5. und 13. August insgesamt sechs Rennen stattfinden und damit die Entscheidung über den Titel fallen. Das teilten der Internationale Automobilverband FIA und die Rennserie am Mittwoch mit. Die Saison ruht seit dem 13. März durch die Coronavirus-Pandemie.

Nun soll es am 5. und 6. August mit zwei Rennen in Berlin wieder losgehen, am 8. und 9. August steht der nächste Renn-Doppelpack an, ehe die beiden letzten Rennen der Saison ebenfalls in Berlin am 12. und 13. August stattfinden sollen. Damit wird die Saison der Formel E insgesamt elf Rennen umfasst haben, die Serie war im November in Saudi-Arabien in die Meisterschaft gestartet.

09.53 Uhr: Müller will über Verschärfung der Maskenpflicht diskutieren

Entgegen anfänglichen Befürchtungen ist Berlin nach Einschätzung des Regierenden Bürgermeisters Michael Müller (SPD) bisher gut durch die Corona-Pandemie gekommen. So gebe es relativ geringe Infektionszahlen sowie wenige Schwersterkrankte und Tote, sagte Müller am Mittwoch im Inforadio des RBB. Allerdings sei die Stadt gegenwärtig in einer kritischen Phase, in der weitere Lockerungen mit mehr Eigenverantwortung einhergingen.

„Wenn Demonstrationen zugelassen werden, muss man erwarten können, dass sich die Leute dort vernünftig verhalten“, betonte Müller. „Wir werden nächste Woche im Senat noch mal darüber diskutieren, ob man nicht mit mehr Lockerungen verbindlicher, verpflichtender das Maskentragen umsetzen muss - möglicherweise auch mit Bußgeld belegt, weil wir sehen, dass es manche nicht mehr so ernst nehmen.“

Für den Regierungschef hat sich die Berliner Teststrategie bewährt, wonach gezielt überall dort getestet wird, wo Kontakte unvermeidlich sind. Als Beispiele nannte Müller Schulen, Kitas, Pflegeheime und die Beschäftigten der BVG. Flächendeckende Tests wären hingegen nur Momentaufnahmen, aus denen sich keine Dynamik ablesen ließe. Der aktuelle Corona-Ausbruch in Neukölln bestätige den eingeschlagenen Weg - dort werde „sehr gut vorgegangen“. So sei das Problem bei der Testung von Schulkindern erkannt worden, woraufhin wiederum Haushalte und Familien gezielt getestet worden seien.

09.08 Uhr: Freibäder empfangen wieder mehr Besucher

Ab heute dürfen die Freibäder in Berlin wieder mehr Besucher empfangen. Das teilten die Berliner Bäder-Betriebe mit. So seien im Strandbad Wannsee fast doppelt so viele Besucher erlaubt wie bisher. Gäste müssen aber nach wie vor Online-Tickets mit Zeitfenstern erwerben. Kinder bis zu fünf Jahre haben wieder freien Eintritt, Planschbecken und Spielplätze sollen ebenfalls wieder geöffnet werden.

Eine Übersicht aller Freibäder und der Zeitfenster finden Sie hier.

7.15 Uhr: Fast 5000 Verstöße gegen Corona-Beschränkungen in drei Monaten

In knapp drei Monaten Corona-Einschränkungen hat die Berliner Polizei fast 5000 Verstöße festgestellt und geahndet. Vom 14. März bis 11. Juni wurden 4813 Vergehen entdeckt, wie die Polizei der Deutschen Presse-Agentur mitteilte. Die Zahl gliedert sich auf in 1690 Strafanzeigen nach dem Infektionsschutzgesetz, dabei kann es um verbotene Öffnungen von Geschäften, Restaurants, Kneipen oder Imbissen gehen oder auch um größere nicht erlaubte Veranstaltungen und Partys. Dazu kamen 3123 Ordnungswidrigkeiten etwa wegen zu geringer Abstände zu anderen Menschen. Die Polizei kontrollierte 17.311 Menschen und überprüfte 2783 Geschäfte. 925 Geschäfte mussten geschlossen werden.

+++ Dienstag, 16. Juni 2020 +++

Die wichtigsten Corona-News in Berlin am Dienstag

Senat hebt Kontaktbeschränkungen auf
Quarantäne für sieben Wohnblöcke
Ärger für Bürgermeister nach Schweden-Reise

18.23 Uhr: 33 Neu-Infektionen in Berlin, Zahl der Toten steigt auf 209

In Berlin ist ein weiterer Mensch an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben. Die Zahl der Todesfälle steigt auf 209. 33 neue Infektionen wurden bestätigt, 47 gab es am Tag zuvor. 467 aktuelle Corona-Fälle haben wir insgesamt in Berlin. 475 waren es am Montag. 6725 Menschen sind inzwischen genesen. Die Zahl der Patienten auf den Intensivstationen beträgt 42. Das ist eine Person weniger als am Montag. Insgesamt liegen 141 Menschen in Krankenhäusern, fünf mehr als am Vortag.

Bezirk Fallzahl Inzidenz Genesen
Charlottenburg-Wilmersdorf 778 (0) 226,4 730
Friedrichshain-Kreuzberg 573 (+1) 197,3 542
Lichtenberg 369 (+2) 125,4 316
Marzahn-Hellersdorf 404 (+4) 149,6 374
Mitte 1078 (+16) 279,5 989
Neukölln 864 (+1) 261,9 735
Pankow 736 (+1) 179,8 676
Reinickendorf 568 (+4) 213,2 504
Spandau 371 (+1) 151,3 309
Steglitz-Zehlendorf 568 (+1) 183,2 535
Tempelhof-Schöneberg 722 (+1) 205,7 671
Treptow-Köpenick 370 (+1) 135,2 344
Summe 7401 (+33) 196,3 6725

18.16 Uhr: Reproduktionszahl steigt auf 1,49 - Corona-Ampel auf Gelb

Die Reproduktionszahl in Berlin ist auf 1,49 gestiegen. Das teilte die Senatsgesundheitsverwaltung am Dienstagabend mit. Weil der Wert zum dritten Mal in Folge über 1,1 liegt, sprang die Ampel für den Indikator R-Wert auf Gelb. Die beiden weiteren Indikatoren des Frühwarnsystems stehen weiterhin auf grün. Die Inzidenz der Neuinfektionen liegt bei 8,78, der Anteil der ür Covid-19-Patienten benötigten Plätze auf Intensivstationen liegt bei 3,2 Prozent.

Lesen Sie auch: Corona-Ampel in Berlin - So funktionert das Frühwarnsystem

14.49 Uhr: "Cabaret" für 2020 abgesagt

Sechs Meter Abstand sind dabei nicht machbar: Der Musical-Dauerbrenner „Cabaret“ in der Bar jeder Vernunft und im Tipi-Zelt am Kanzleramt ist für 2020 abgesagt. „Die Inszenierung lässt sich mit den aktuellen Abstands- und Hygieneverordnungen nicht vereinbaren“, teilten die Bühnen am Dienstag mit.

Wegen der Corona-Pandemie sind beide Theater seit Mitte März geschlossen. Das sei „mehr als bitter“ für alle. „Hinter den Kulissen arbeiten wir beständig daran, uns auf den Tag einer möglichen Wiedereröffnung vorzubereiten.“ Das aktuelle Programm für den Herbst werde noch bekannt gegeben. Zu „Cabaret“ heißt es: „Wir wünschen uns, dass es 2021 wieder im Spielplan ist.“

13.52 Uhr: BVG twittert zur Maskenpflicht

Die BVG hat ein Update zur Maskenpflicht in Bus und Bahn getwittert. "Eure drängendsten Fragen" werden alle gleich beantwortet: mit "Nein".

12.06 Uhr: Abiturienten müssen wegen Corona unter sich feiern

Die Berliner Abiturienten müssen trotz Corona-Pandemie in diesem Jahr nicht ganz aufs Feiern verzichten - allerdings bleiben die Schüler wohl eher unter sich. Die Zeugnisse werden an den meisten Schulen auf den Pausenhöfen oder in der Aula vergeben. Die Eltern schauten dabei über Livestream zu, sagte der Vorsitzende des Landeschülerausschusses, Miguel Góngora.

Die Abibälle könnten ebenfalls mit Einschränkungen stattfinden. Die Teilnehmerzahlen sei vor dem 29. Juni auf 150 und ab dem 30. Juni auf 300 Teilnehmer beschränkt. An mehreren Schulen wurden jedoch Abibälle Gongóra zufolge abgesagt. Auch fielen die meisten Abifahrten aus.

11.21 Uhr: Mehrere Demonstrationen am Mittwoch in Berlin

Autofahren dürfte am Mittwoch in Berlin keine gute Idee sein. Gleich mehrere Demonstrationen dürften den Tag über für erhebliche Verkehrsbehinderungen sorgen. Größte Kundgebung ist die zweite Sternfahrt der Reisebusse. Von 10 bis 16 Uhr bewegen sich bis zu 1000 Reisebusse auf vier Routen durch die Stadt. Daneben sind auch mehrere Fahrraddemos und Demonstrationen zu Fuß geplant. Eine Übersicht finden Sie hier.

8.10 Uhr: Berlin will Kontaktbeschränkungen lockern

Nach anderen Bundesländern will auch Berlin die Kontaktbeschränkungen weiter lockern. So soll wie in Brandenburg auch die Beschränkung fallen, dass sich fünf Personen oder nur Mitglieder zweier Haushalte im öffentlichen Raum treffen dürfen. Der 1,5-Meter-Abstand soll weiter bleiben, ebenso wie der Appell, physische Sozialkontakte weiter zu beschränken. Der Senat will die neue Verordnung zwar heute diskutieren, gelten soll sie aber erst ab dem 25. Juni.

Welche Lockerungen im Einzelnen gelten und was weiter geschlossen oder verboten bleibt, lesen Sie hier.

6.30 Uhr: Wohnblock in Neukölln unter Quarantäne - Bezirksamt informiert

Nachdem mehrere Häuser eines Wohnblocks inNeukölln wegen zahlreicher Corona-Fälle unter Quarantäne gestellt wurden, will das Bezirksamt am Dienstag über die getroffenen Maßnahmen informieren. Auf einer Pressekonferenz um 11.30 Uhr soll zudem ein Überblick über die aktuellen Zahlen gegeben werden, wie das Amt mitteilte. Die Quarantäne mehrerer Wohnhäuser wegen einer Vielzahl von Covid-19-Erkrankungen solle eine weitere Ausbreitung der Infektion verhindern. Derzeit würden alle Bewohner der betroffenen Häuser vom Gesundheitsamt getestet, hieß es.

Der Wohnblock mit vermutlich mehreren Hundert Bewohnern war am Sonnabend wegen mehr als 50 bestätigter Corona-Fälle unter Quarantäne gestellt worden. Die genaue Bewohnerzahl sei unbekannt, hatte Gesundheitsstadtrat Falko Liecke (CDU) am Montag gesagt. In dem betroffenen Wohnblock leben laut dem Stadtrat Bewohner zumeist in größeren Familien.

+++ Montag, 15. Juni 2020 +++

Die wichtigsten Corona-News am Montag in Berlin

Wirtschaft schrumpft um bis zu zehn Prozent
Flughafen Tegel: Abflug in die Normalität
Neuköllner Wohnblock unter Quarantäne

18.52 Uhr: 47 Neu-Infektionen in Berlin, keine weiteren Todesfälle

In Berlin ist kein weiterer Mensch an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben. Das teilte die Senatsgesundheitsverwaltung am Montagabend mit. Die Zahl der Todesfälle bleibt bei 208. 47 neue Infektionen wurden bestätigt, 40 gab es am Tag zuvor. 475 aktuelle Corona-Fälle haben wir insgesamt in Berlin. 457 waren es am Sonntag. 6685 Menschen sind inzwischen genesen. Die Zahl der Patienten auf den Intensivstationen beträgt 43. Das ist eine Person mehr als Sonntag. Insgesamt liegen 136 Menschen in Krankenhäusern, 6 mehr als Sonntag.

Bezirk Fallzahl Genesen
Charlottenburg-Wilmersdorf 778 (0) 730
Friedrichshain-Kreuzberg 572 (0) 536
Lichtenberg 367 (0) 314
Marzahn-Hellersdorf 400 (+4) 370
Mitte 1.062 (+25) 985
Neukölln 863 (+6) 728
Pankow 735 (+1) 675
Reinickendorf 564 (+3) 501
Spandau 370 (0) 305
Steglitz-Zehlendorf 567 (0) 534
Tempelhof-Schöneberg 721 (+1) 664
Treptow-Köpenick 369 (+7) 343
Summe 7368 (+47) 6685

Die Reproduktionszahl - einer der drei Indikatoren des Ampelsystems zur Bewertung der Corona-Lage - lag am Montag bei 1,22 (Vortag: 1,11). Somit stehen alle drei Ampeln - auch die wöchentlichen Neuinfektionen und der Anteil belegter Intensivbetten mit Covid-19-Patienten - auf Grün.

17.32 Uhr: Neuköllner Wohnhaus wegen 54 Corona-Fällen unter Quarantäne gestellt

In Berlin-Neukölln ist ein Wohnhaus mit vermutlich mehreren Hundert Bewohnern wegen 54 Corona-Fällen unter Quarantäne gestellt worden. Das sagte Gesundheitsstadtrat Falko Liecke (CDU) am Montag. „Bild“ und „B.Z.“ hatten zunächst darüber berichtet. Die genaue Bewohnerzahl sei unbekannt. „Ich habe keine Idee, wie viele Menschen dort tatsächlich leben“, so Liecke. Alle Details zum Corona-Ausbruch in einem Neuköllner Wohnblock lesen Sie hier.

15.45 Uhr: Bürgermeister von Frankfurt (Oder) zeigt sich selbst an

Nachdem er seinen Amtskollegen bei der Grenzöffnung von Polen nach Deutschland umarmte, hat sich der Oberbürgermeister von Frankfurt (Oder) nach Angaben der Stadt selbst wegen Nichteinhaltung des Abstandsgebotes angezeigt. René Wilke (Linke) und sein Amtskollege Mariusz Olejniczak aus der Nachbarstadt Slubice hätten sich in der Nacht von Freitag auf Sonnabend eigentlich auf der Oderbrücke nur per Ellenbogenkontakt begrüßen wollen, teilte die Stadt am Montag mit. Trotz ihres guten Vorsatzes seien sich die beiden Stadtoberhäupter in die Arme gefallen. Zuvor war die Grenze nach Polen drei Monate lang für Ausländer geschlossen, mit wenigen Ausnahmen.

„Die Geste war nicht geplant, aber wichtig. Allerdings war sie auch ein Regelverstoß, für den ich einzustehen habe“, sagte Wilke. Er habe beim städtischen Gesundheitsamt darum gebeten, den Vorgang ohne Ansehen der Person zu prüfen.

Das Bild der Umarmung sei als Symbol der Wiedersehensfreude nach harten Lockdown-Maßnahmen durch die Medien gegangen, hieß es von der Stadt. Bei der zigfach abgebildeten Umarmung handele es sich jedoch um einen objektiven Verstoß gegen das geltende Abstandsgebot. Eine Entscheidung über die rechtliche Einschätzung der Selbstanzeige werde noch in dieser Woche erwartet.

15.35 Uhr: Hochschulen planen im Winter auch wieder Präsenzbetrieb

Die Berliner Hochschulen wollen auch im Wintersemester auf eine Mischung aus Präsenzbetrieb und digitalem Unterricht setzen. „Es ist den Berliner Hochschulen ein wichtiges Anliegen, Präsenzlehre zu ermöglichen und den Hochschulstandort Berlin in ausgewählten Bereichen wieder vor Ort erfahrbar zu machen“, teilten die Berliner Landeskonferenz der Rektoren und Präsidenten (LKRP) und die Senatskanzlei für Wissenschaft und Forschung am Montag mit.

In welchem Umfang die Lehre vor Ort ab November stattfinden könne, sei noch unklar. „Wir wissen noch nicht, wie dann die Rahmenbedingungen sind“, sagte die Sprecherin der Technischen Universität (TU), Stefanie Terp, der Deutschen Presse-Agentur. Momentan gebe es viele Lockerungen hinsichtlich der Corona-Regeln. Ob dies im November noch der Fall sei, sei unklar. Der Präsident der TU, Christian Thomsen, ist derzeit Vorsitzender der LKRP.

Auch das derzeitige Sommersemester findet nicht gänzlich digital statt. Labor- oder Werkstattpraktika, künstlerischer Unterricht an Kunst- und Musikhochschulen oder auch Prüfungen in einzelnen Bereichen seien nicht digital möglich, hieß es.

15.07 Uhr: Eltern sehen ausgefallen Untersuchungen kritisch

Berlins Elternvertreter sehen die ausgefallenen Schuluntersuchungen für Tausende Kinder in diesem Jahr kritisch. Das Thema mache ihm schon etwas Bauchschmerzen, sagte der Vorsitzende des Landeselternausschusses, Norman Heise, am Montag der Deutschen Presse-Agentur. Zum einen sei es die einzige Reihenuntersuchung für Kinder, die Rückschlüsse darauf ermögliche, wie es um ihre Gesundheit bestellt sei. Zum anderen sei es auch hilfreich für die Lehrkräfte zu wissen, worauf sie bei dem ein oder anderen Kind achten müssten.

Darauf zu verzichten, sei ein Risiko, sagte Heise. „Das ist ja auch eine Pflichtuntersuchung, bei der man feststellen könnte, ob es dem Kind gut geht und ob es etwas braucht.“ Wegen der Corona-Krise haben die Gesundheitsämter nur einen Teil der Berliner Kinder untersuchen können. Aktuell und bis zum Ende des Schuljahres gibt es gar keine Schuleingangsuntersuchungen mehr.

In der Frage, ob schulpflichtige Kinder zurückgestellt werden, gibt nach Angaben der Senatsbildungsverwaltung bei Zweifelsfällen das zuständige Schulpsychologische und Inklusionspädagogische Beratungs- und Unterstützungszentrum (SIBUZ) eine Einschätzung ab. Dort arbeiteten aber eher Psychologen als Kinder- und Jugendmediziner, sagte Heise.

Manches könnten sicher auch Lehrkräfte gut einschätzen, etwa, ob ein Kind Sprachförderbedarf habe. Bei anderen Fragen, etwa zu Rückenproblemen oder zu Adipositas bei Kindern wäre aus Sicht des Elternsprechers eine Einschätzung von medizinischer Seite besser.

13.40 Uhr: "Hotel de Rome" öffnet mit Ständchen der Staatsoper

Eine besondere Aufführung gibt es zur Wiedereröffnung des Luxushotels "Hotel de Rome" am Bebelplatz in Mitte. Dort werden am 17. Juni ab 17 Uhr sich je ein Hotelfenster zum Bebelplatz öffnen und die acht Solistinnen und Solisten des Internationalen Opernstudios der Staatsoper Unter den Linden Renato Rascels "Arrivederci, Roma" und Paul Linckes "Berliner Luft" intonieren. Ab dem 18. Juni wird das Hotel dann wieder Gäste empfangen.

„Wir freuen uns sehr, dass nach der dreimonatigen Schließung nun wieder Leben in das Hotel einzieht und bedanken uns bei unseren Nachbarn und Freunden der Staatsoper Unter den Linden für diese emotionale Geste zum Re-Start unseres Hotels“, sagt Gordon Debus, General Manager des "Hotel de Rome".

13.29 Uhr: Staatsanwaltschaft Potsdam ermittelt im Ernst von Bergmann Klinikum

Die Staatsanwaltschaft Potsdam hat ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung und der fahrlässigen Körperverletzung gegen drei leitende Mediziner und die inzwischen beurlaubte Geschäftsführung des Potsdamer Ernst von Bergmann Klinikums eingeleitet. Das teilte die Behörde am Montag mit.

Das Gesundheitsamt Potsdam hatte die dort eingeleiteten Ordnungswidrigkeitenverfahren wegen des Verdachts des Verstoßes gegen das Infektionsschutzgesetz am 7. April 2020 der Staatsanwaltschaft Potsdam vorgelegt, weil es Anhaltspunkte für das Vorliegen von Straftaten gegeben habe.

Laut Staatsanwaltschaft bestünden zureichende tatsächliche Anhaltspunkte, dass sich Patienten währen ihrer stationären Behandlung in dem Krankenhaus "durch pflichtwidrige Versäumnisse der Beschuldigten mit dem SARS-CoV-2 Virus vermeidbar infiziert haben und ein Teil von ihnen infolge der hervorgerufenen Infektion an COVID-19 verstorben sind", heißt es weiter.

Während den Geschäftsführern vorgeworfen wird, organisatorische Maßnahmen entweder nicht oder nicht rechtzeitig ergriffen zu haben und strukturelle Defizite vorgelegen haben sollen, wirft die Staatsanwaltschaft den Ärzten im Wesentlichen vor, Erkrankuingen oder Verdachtsfälle pflichtwidrig nicht oder verspätet an das Gesundheitsamt gemeldet zu haben.

13.06 Uhr: Mehr als 70 Ärzte für Einsatz an Corona-Notfallklinik

Für einen Einsatz in der Berliner Corona-Notfallklinik auf dem Messegelände haben sich Dutzende Mediziner bereiterklärt. Mit Stand vom 20. Mai seien 73 Ärztinnen und Ärzte gewonnen worden, teilte die Gesundheitsverwaltung in einer am Montag veröffentlichten Antwort auf eine parlamentarische Anfrage des CDU-Abgeordneten Andreas Statzkowski mit. Demnach unterzeichneten 50 Mediziner bereits einen Vertrag, die anderen erhielten dafür einen Termin. Rund 70 weitere Bewerbungen würden noch bearbeitet. Für den Betrieb von 488 Betten in einer umfunktionierten Messehalle wird mit einem Bedarf von 100 Ärzten gerechnet.

„Spätestens Ende des Jahres“ sollen laut der Senatsantwort auch die für einen Teil der Betten bestellten Beatmungsgeräte ausgeliefert sein - bisher seien vor Ort zwei Stück für Schulungen verfügbar. Der Hersteller liefere angesichts der international hohen Nachfrage nur dorthin aus, wo die Geräte unmittelbar zum Einsatz kämen, begründet die Senatsverwaltung. Das Behandlungszentrum in der Jafféstraße sei bisher allerdings nur im „Bereitschafts- und Ausbildungsmodus“. Auch werde maschinelle Beatmung dort nur für einzelne Patienten benötigt.

Das Zentrum soll so lange bereitgehalten werden, „bis der Senat entscheidet, den Rückbau zu veranlassen“, hieß es. Eine Nutzung der dortigen Betten für Covid-19-Patienten ist nur für den Fall einer Überlastung der regulären Krankenhäuser vorgesehen.

12.50 Uhr: Alle Kitas in Brandenburg wieder geöffnet

In Brandenburg sind die Kindertagesstätten seit Montag wieder für alle Kinder geöffnet. Wegen der Corona-Pandemie gab es in den Einrichtungen seit März nur eine Notbetreuung und zuletzt eingeschränkten Betrieb. Zum Auftakt seien keine Probleme bekannt geworden, teilte das Bildungsministerium auf Anfrage mit. Diese wären aber auch nicht meldepflichtig, da die Kita-Betreuung eine kommunale Aufgabe sei, hieß es. In den Einrichtungen gelte eine Ausnahme vom Abstandsgebot von 1,50 Meter zwischen Kindern und den Fachkräften. Eltern sollten weiter Abstand halten.

Vergangenen Mittwoch hatte das Ministerium per Mail die Sozialdezernenten in den Landkreisen, Träger der Kindertagesbetreuung, die Liga der freien Wohlfahrtspflege, den Städte- und Gemeindebund, den Landkreistag sowie den Landeskitaelternbeirat über die Lockerungen informiert.

12.17 Uhr: 561 Millionen Euro Corona-Soforthilfen in Brandenburg ausbezahlt

Das Brandenburger Corona-Soforthilfeprogramm ist beendet: 561 Millionen Euro wurden an rund 63.000 Selbstständige und Unternehmen ausgezahlt. Insgesamt seien bis zum 31. Mai bei der Investitionsbank des Landes Brandenburg (ILB) 75 799 Anträge eingegangen, 63 427 seien positiv beschieden worden, teilte das Wirtschaftsministerium am Montag mit.

Er sei sehr froh, dass die allermeisten Unternehmen ihren Betrieb jetzt wieder aufgenommen hätten und sehr viele der freiberuflich und soloselbstständig Tätigen wieder ihrer Arbeit nachgehen könnten, sagte Wirtschaftsminister Jörg Steinbach (SPD) am Montag in einer Mitteilung. Das Soforthilfeprogramm habe im Zusammenspiel mit weiteren Hilfen des Bundes und des Landes in den vergangenen Wochen mit dazu beigetragen, dass die Wirtschaft jetzt Schritt für Schritt wieder hochfahren könne.

12.16 Uhr: "Lorenz Adlon Esszimmer" öffnet wieder

Das Zwei-Sterne-Restaurant "Lorenz Adlon Esszimmer" im Hotel "Adlon" öffnet am 19. Juni wieder seine Türen. Zunächst werde man nur am Freitag und Sonnabend öffnen, teilte das Hotel mit. Ab dem 27. August käme auch der Donnerstag hinzu. Hendrik Otto hat anlässlich des 10. Jahrestages als Küchenchef ein 10-Gänge-Menü kreiert, das die Highlights der vergangenen Dekade enthält.

11.55 Uhr: Pachtbad-Betreiber schlagen Alarm

Angesichts der Corona-Krise bitten die Pächter von Berliner Bädern eindringlich um Unterstützung. „Lasst uns nicht baden gehen. Mieterlass, nicht Stundung!“, appellierten die Pachtbäder laut einer gemeinsamen Erklärung an den Senat. Die Pächter schildern, dass ein normaler Badebetrieb trotz der Lockerungen für Betreiber und Badegäste „schier unmöglich“ sei. Man habe mehr als drei Viertel weniger Gäste, aber keine Zusatzgeschäfte, stattdessen müssten zahlreiche Hygiene-Regelungen umgesetzt werden. An die Bürger appellierten die Pächter: „Kommt Baden! Seid geduldig, seid vernünftig, seid großzügig.“

Wie der Geschäftsführer des Strandbads Weißensee, Alexander Schüller, am Montag auf Anfrage sagte, ist eine Reihe von Pachtbädern allerdings weiter geschlossen, nachdem die Krise schon das Geschäft im April und Mai durchkreuzt habe. Die Pachtbäder lebten von einem Mischkonzept, zu dem auch derzeit nicht mögliche Veranstaltungen wie Partys gehörten.

11.50 Uhr: Schuluntersuchungen für Tausende Erstklässler ausgefallen

Die vor der Einschulung üblichen Untersuchungen beim Amtsarzt sind für Tausende Berliner Kinder in diesem Jahr ausgefallen. Nach Angaben der Senatsverwaltung für Bildung seien die Schulleitungen schon Mitte April darauf hingewiesen worden, dass die Gesundheitsämter aufgrund der Corona-Pandemie bis zum Schuljahresende keine Schuluntersuchungen mehr durchführen könnten. Dabei werden unter anderem Hören und Sehen sowie die sprachlichen Fähigkeiten der Kinder getestet, die im August in die Schule kommen.

„Es geht für uns vor allem um die Frage, wie mit Rückstellungsanträgen umzugehen ist, insbesondere wenn Eltern ihr Kind für nicht schulreif halten“, erklärte ein Sprecher der Bildungsverwaltung am Montag.

10.54 Uhr: IBB: Berlins Wirtschaft könnte um bis zu 10 Prozent schrumpfen

Berlins Wirtschaft wird von der Corona-Krise härter getroffen als andere Standorte. Denn der über Wochen lahmgelegte Dienstleistungssektor ist in der Stadt relativ gesehen viel stärker als in anderen Ballungsräumen. Die Berliner Investitionsbank IBB hat nun erstmals eine regionale Berechnung über die Auswirkungen der Krise vorgelegt. Demnach gehen die IBB-Volkswirte von einem Minus der Bruttowertschöpfung für das laufende Jahr 2020 zwischen 5,8 Milliarden bis knapp 12 Milliarden Euro aus. „Das entspräche einem Rückgang des Bruttoinlandsproduktes von 5 bis 10 Prozent“, heißt es in der Studie. Allein das Gastgewerbe, das 2019 allein 3,4 Milliarden Euro zur Bruttowertschöpfung beigetragen habe, könnte 2020 dabei 1,2 Milliarden Euro verlieren, ein Einbruch um 35 Prozent. Damit würde die Berliner Gastronomie auf das Niveau von 2012 zurückfallen.

Auch auf dem Arbeitsmarkt hinterlässt die Krise der Gastronomie tiefe Spuren. Allein im März, als der Lockdown begann, ist der Umsatz der rund 13.100 Unternehmen der Branche gegenüber dem Vorjahresmonat um 46,1 Prozent gefallen, so die IBB nach einer ersten Berechnung der Umsatzdaten des Statistikamtes. In den Monaten von März bis Mai mussten 64.267 Mitarbeiter in Kurzarbeit geschickt werden. Damit komme jeder sechste Berliner Kurzarbeiter aus dem Gastgewerbe. Zudem haben die Unternehmen im April und Mai bereits 5558 Menschen entlassen, das entspricht 16,8 Prozent der insgesamt 33.125 Neuzugänge in Arbeitslosigkeit in Berlin.

10.32 Uhr: Nur eine Neuinfektion in Brandenburg gemeldet

In Brandenburg ist eine neue Corona-Infektion gemeldet worden. Von Sonntag auf Montag wurde nur im Kreis Potsdam-Mittelmark eine neue Infektion erfasst, wie das Gesundheitsministerium in Potsdam mitteilte. Von Freitag auf Sonnabend waren sieben und von Sonnabend auf Sonntag drei neue Fälle hinzugekommen. Rund 70 Menschen in Brandenburg gelten derzeit als erkrankt, etwa 3090 Menschen werden in der Statistik als genesen geführt. Seit März wurden insgesamt 3324 Menschen in Brandenburg nachgewiesenermaßen mit dem Sars-CoV-2-Virus infiziert. 172 Corona-Patienten starben bisher, seit Sonnabend gab es keinen neuen Todesfall.

10.22 Uhr: Flugverkehr in Berlin zieht wieder etwas an

Der Wegfall der Reisewarnungen für die meisten europäischen Länder hat am Montag zu etwas mehr Betrieb an den Berliner Flughäfen geführt. Urlauber und Geschäftsreisende standen Schlange an den Sicherheitskontrollen. An beiden Flughäfen war aber weiterhin jeweils nur ein Terminal für An- und Abflüge geöffnet. Passagiere trugen die vorgeschriebenen Mund-Nase-Masken und hielten weitgehend Abstand voneinander, um eine Ausbreitung des Coronavirus zu vermeiden.

„Der überwiegende Anteil hat sich vorbereitet und hält sich an die Maßnahmen“, sagte ein Flughafen-Sprecher. Er riet Fluggästen, zwei Stunden vor Abflug am Flughafen zu sein. Den kompletten Artikel finden Sie hier.

09.16 Uhr: Buskorso am Mittwoch in Berlin erwartet

Reisebus-Unternehmen wollen am Mittwoch erneut in Berlin mit einer Sternfahrt demonstrieren. Das teilte die Verkehrsinformationszentrale Berlin mit und warnte vor großen Einschränkungen im Stadtgebiet. Die Details lesen Sie hier.

9.00 Uhr: Wir starten unser neues Newsblog zum Coronavirus in Berlin

Alle bisherigen Entwicklungen zum Verlauf der Corona-Pandemie in Berlin finden Sie in unserem bisherigen Newsblog.

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