Corona-Pandemie

Wilde Partys in der Hasenheide: Polizei löst Gruppen auf

Ein Bericht über wilde Partys mit Verstößen gegen die Corona-Verordnung sorgt für Aufregung. So ging die Polizei am Wochenende vor.

Einsatzwagen mit Blaulicht (Symbolbild).

Einsatzwagen mit Blaulicht (Symbolbild).

Foto: dpa

Berlin. Trotz Corona-Einschränkungen treffen sich in der Neuköllner Hasenheide an Wochenenden mehrere Hundert Menschen zu illegalen Partys - dies berichtete die rbb-Abendschau am Sonnabend. Die geltenden Corona-Regeln würden dabei weitgehend ignoriert. Der Sender zeigte dazu Video-Aufnahmen, wie dort selbst bei Regen geschätzte 400 bis 500 Menschen dicht an dicht tanzten und feierten - ohne Maske.

Die Partys in dem Neuköllner Park soll es dem rbb zufolge bereits seit Wochen geben. Jedes Wochenende träfen sich dort hunderte Menschen, Getränke und Drogen brächten die Partygäste selbst mit, ebenso Musikboxen und Scheinwerfer.

"Corona ist hier in der Hasenheide eigentlich seit März schon kein Ding mehr", sagt einer der Feiernden in dem Video, der allerdings nur anonym gezeigt wurde. In dem stark frequentierten Park werden seit Jahren illegal Drogen verkauft. Die Polizei soll in der Vergangenheit bereits zu den Partys angerückt sein, nachhaltig abgeschreckt fühlten sich die Feiernden davon offenbar nicht.

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Partys in der Hasenheide: Polizei findet Musiklautsprecher

Der Polizei lagen nach Auskunft der Pressestelle vom Sonntag keine Erkenntnisse dazu vor, inwiefern es in der Nacht vom Freitag auf Sonnabend in der Hasenheide Partys mit Verstößen gegen die Corona-Verordnung gab. In der Nacht zum Sonntag hätten Beamte in der Hasenheite etwa 100 Personen festgestellt. Nach dem Eintreffen der Beamten hätten sie sich aber entfernt. Später hätten Einsatzkräfte in dem Park noch einmal vereinzelte kleine Gruppen angetroffen. Auch diese hätten sich aber schnell aufgelöst. Zwei Musiklautsprecher seien zurückgelassen worden.

In der Vorwoche stellte die Polizei nach Angaben einer Sprecherin in der Nacht von Freitag zu Sonnabend rund 1000 Personen in der Hasenheide fest. Ein Zelt sei aufgestellt gewesen, es sei auch laute Musik abgespielt worden. Das schöne Wetter habe offenbar viele Menschen nach draußen gelockt. „Man darf nicht vergessen, dass mit den Lockerungen und den damit einhergehenden Freiheiten die Verantwortung auch bei jeder und jedem selbst liegt, sich an die Vorgaben zu halten“, sagte eine Sprecherin der Polizei. Die meisten Berliner hielten sich aber an die Vorgaben.

Neben der Hasenheide war die Polizei in den Abend- und Nachtstunden in den vergangen Wochen auch in anderen Parks unterwegs, um die Einhaltung der Anti-Corona-Regeln zu überprüfen und Personen an die Einhaltung des Mindestabstands zu erinnern. Partys mit Verstößen stellten die Beamte vor allem im Mauerpark und im Gleisdreick-Park fest.