Corona-Newsblog in Berlin

Aktuell 679 Corona-Infizierte in Berlin

8242 Menschen haben sich in Berlin bislang nachweislich mit dem Coronavirus infiziert. Alle aktuellen Entwicklungen und Zahlen im Blog.

Bundestag billigt Konjunkturpaket mit Mehrwertsteuersenkung

Der Bundestag hat das Konjunkturpaket zur Stärkung der Konjunktur in der Corona-Krise gebilligt. Die Maßnahmen, deren Herzstück die Absenkung der Mehrwertsteuer im zweien Halbjahr 2020 ist, wurde am Montag in einer Sondersitzung des Parlaments mit den Stimmen von Union und SPD beschlossen.

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Berlin. In unserem Newsticker berichten wir laufend über die Corona-Lage in Berlin und Brandenburg. Aktuelle Informationen zur Corona-Pandemie in Deutschland, Europa und der Welt finden Sie in diesem Newsblog.

10.24 Uhr: Wir starten unser neues Newsblog

Alle aktuellen Entwicklungen, Nachrichten und Fallzahlen lesen Sie in unserem neuen Corona-Newsblog für Berlin und Brandenburg.

10.16 Uhr: BR Volleys wollen ab Mitte August wieder trainieren

Die Berlin Volleys planen, am 10. August mit ihren Trainingsvorbereitungen auf die kommende Saison in der Volleyball-Bundesliga zu beginnen. Fraglich ist allerdings, inwieweit Spieler aus besonders hart von der Corona-Pandemie betroffenen Ländern zu diesem Zeitpunkt noch Reisebeschränkungen unterliegen. Das könnte etwa den russische Zuspieler Sergej Grankin oder den brasilianischen Neuzugang Eder Carbonera betreffen. Beide halten sich derzeit in ihrer Heimat auf.

Saisonbeginn ist am 17. Oktober. Am ersten Bundesligaspieltag empfangen die BR Volleys die SWD powervolleys Düren. Das Spiel ist die Neuauflage des diesjährigen Pokalfinales, das die Berliner souverän mit 3:0 für sich entschieden hatten.

9.57 Uhr: Arbeitslosigkeit in Berlin wegen Corona weiter gestiegen

Die Corona-Krise hat den Arbeitsmarkt in Berlin weiter fest im Griff: Die Zahl der Arbeitslosen stieg im Juni erneut auf 209.360. Das waren 8719 Personen mehr als im Mai und 56.745 mehr als im Juni des vergangenen Jahres, wie die Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit mitteilte. Die Arbeitslosenquote wuchs verglichen mit Mai um 0,5 Punkte auf 10,5 Prozent. Sie liegt damit 2,7 Punkte über dem Vorjahreswert und ist weiterhin zweistellig.

„Der Arbeitsmarkt im Juni, in dem sonst Arbeitslosigkeit zurückgeht, ist besonders in Berlin weiter unter Druck“, sagte der Leiter der Regionaldirektion Berlin-Brandenburg, Bernd Becking. Ohne die Kurzarbeit dürfte die Situation allerdings deutlich schlechter aussehen. Inzwischen kommen nur noch wenige neue Betriebe hinzu, die Kurzarbeit anzeigen. Im Juni hat ihre Zahl um 1100 Unternehmen zugenommen.

9.56 Uhr: Arbeitsmarkt in Brandenburg entspannt sich - trotz Corona

Trotz der Corona-Krise hat sich der Arbeitsmarkt in Brandenburg im Juni etwas entspannt. 86 226 Menschen waren landesweit im vergangenen Monat arbeitslos gemeldet und damit 754 weniger als noch im Vormonat. Allerdings lag die Zahl um 1. 870 höher als im Juni des Vorjahres, wie die Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit mitteilte. Die Arbeitslosenquote verharrte bei 6,5 Prozent auf dem Niveau des Vorjahres. Verglichen mit dem Juni 2019 stieg sie um 0,9 Prozentpunkte.

+++ Dienstag, 30. Juni 2020 +++

20.05 Uhr: Grüne fordern Corona-Tests in Schlachtbetrieben

Nachdem sich in Schlachthöfen anderer Bundesländer Fälle von Corona-Infektionen häuften, hat die Grünen-Fraktion im Brandenburger Landtag regelmäßige Tests in großen Brandenburger Schlachtbetrieben gefordert. „Die Häufungen von Corona-Fällen in Großschlachthöfen zeigen, dass wir es mit einem strukturellen Problem zu tun haben“, so Fraktionsvorsitzender Benjamin Raschke am Dienstag. Die Angestellten arbeiteten und wohnten auf engstem Raum und häufig ohne notwendige Schutzmaßnahmen, so Raschke weiter. Für die Tests könne das zuständige Ministerium die nötigen Laborkapazitäten vermitteln. Zudem müssten Abstands- und Hygieneregeln konsequent eingehalten werden.

Laut dem Gesundheitsministerium können die Schlachtbetriebe selbst entscheiden, ob sie ihre Mitarbeiter auf das Coronavirus testen. „Es wird empfohlen, gezwungen werden können sie aber nicht“, so ein Sprecher. In Brandenburg wurden seit Ende Mai unangekündigt Kontrollen in fleischverarbeitenden Betrieben durchgeführt. Die Kontrollen liefen nach Angaben des Ministeriums am Dienstag aus. Ein Zwischenbericht von vor rund zwei Wochen sprach von keinen größeren Beanstandungen. Detaillierte Ergebnisse sollen im Laufe des Monats Juli vorliegen.

Nach Angaben des Ministeriums arbeiten landesweit insgesamt 138 behördlich zugelassene Schlachtbetriebe; 47 davon haben mehr als 20 Beschäftigte; 32 Betriebe beschäftigen zwischen 20 und 49 Mitarbeiter, 6 haben zwischen 50 und 99 Beschäftigte. Weitere 6 Betriebe haben zwischen 100 und 249, 3 Betriebe zwischen 250 und 499 Mitarbeiter.

18.06 Uhr: Kein weiterer Toter, 679 aktuell Infizierte in Berlin

In Berlin ist kein weiterer Mensch mit Covid-19 gestorben, die Zahl bleibt bei 214. Das teilte die Senatsgesundheitverwaltung am Dienstagabend mit. Insgesamt gibt es seit Ausbruch der Pandemie bislang 8242 bestätigte Corona-Infektionen, das sind 23 mehr als am Montag. Aktuell infiziert sind in Berlin 679 Menschen. 7349 Menschen gelten als genesen.

Die meisten Neuinfektionen verzeichnete Mitte (+5), gefolgt von Tempelhof-Schöneberg, Charlottenburg-Wilmersdorf und Friedrichshain-Kreuzberg (+3). Keine Neuinfektionen melden Marzahn-Hellersdorf, Spandau und Treptow-Köpenick.

In Krankenhäusern werden zurzeit 106 Menschen behandelt, davon 33 auf Intensivstationen. Die Corona-Ampeln stehen weiterhin alle auf Grün. Der R-Wert beträgt 0,62 (der 7-Tage-Wert bei 0,51), die Neuinfektionen pro Woche bei 8,32 pro 100.000 Einwohner und der Anteil der benötigten Plätze auf Intensivstationen bei 2,5 Prozent.

Die Corona-Fallzahlen in den Berliner Bezirken

Bezirk Fallzahl Genesen
Charlottenburg-Wilmersdorf 845 (+3) 776
Friedrichshain-Kreuzberg 669 (+3) 581
Lichtenberg 421 (+2) 354
Marzahn-Hellersdorf 458 (0) 409
Mitte 1193 (+5) 1085
Neukölln 1013 (+2) 853
Pankow 776 (+2) 711
Reinickendorf 638 (+2) 558
Spandau 445 (0) 381
Steglitz-Zehlendorf 589 (+1) 553
Tempelhof-Schöneberg 794 (+3) 718
Treptow-Köpenick 401 (0) 370
Summe 8242 (+23) 7349

16.13 Uhr: Senat hat Soforthilfen für Kulturbetriebe ausgezahlt

Der Senat hat am Freitag beschlossen, Soforthilfen fortzusetzen oder auszuweiten. Darunter seien auch die Hilfen für Kultur- und Medienunternehmen, teilte die Senatskulturverwaltung am Dienstag mit. In der vergangenen Woche habe man die letzten Hilfszahlungen aus der ersten Runde Soforthilfe IV ausgezahlt. Das Gesamtvolumen belauf sich auf 8,507 Millionen Euro, darunter fielen auch Projekte aus dem Medienbereich. Von den ursprünglich 182 Anträgen hätten 102 den formalen Kriterien entsprochen, nach Prüfung seien 77 bewilligt worden. Darunter sind 39 Anträge (ca. 4 Millionen Euro) von Theatern, Schauspielhäusern, Konzerthallen und -veranstaltern, 5 Anträge von Varietès und Kleinkunstbühnen (ca. 516.000 Euro() und vier Anträge von Kinos (rund 575.000 Euro). Auch 35 Berliner Clubs und zwei Festivals befänden sich unter den bewilligten Anträgen.

Die Neuauflage der Soforthilfe IV belaufe sich auf 30 Millionen Euro für die Monate September bis November 2020, es bestehe eine Option für eine Verlängerung.

14.26 Uhr: Samsung sagt Teilnahme an Ifa 2020 ab

Die Ifa muss im Krisenjahr 2020 ohne den großen Stammausteller Samsung auskommen. „Wir haben uns entschieden, unsere wichtigsten Neuigkeiten und Ankündigungen dieses Jahr im Rahmen einer eigenen digitalen Veranstaltung Anfang September zu präsentieren“, teilte der südkoreanische Konzern am Dienstag mit. Der globale Marktführer in der Unterhaltungselektronik wird der Messe aber nicht dauerhaft den Rücken kehren. „Obwohl Samsung nicht an der Ifa 2020 teilnehmen wird, freuen wir uns auf die zukünftige Fortsetzung unserer Zusammenarbeit mit der Ifa“, erklärte das Unternehmen.

Die Ifa 2020 wurde im Gegensatz vielen anderen Messen nicht abgesagt, sondern soll als Fachveranstaltung in kleinerem Rahmen stattfinden. An der „Ifa 2020 Special Edition“ im September in Berlin sollen nur Fachbesucher und Journalisten auf Einladung teilnehmen können, wie die Veranstalter am Dienstag ankündigten. Die Dauer wurde auf drei Tage verkürzt - vom 3. bis 5. September.

12.53 Uhr: Justizsenator verkündet Corona-Gnadenerlass

Mit einem Corona-Gnadenerlass wird in Berlin jetzt Menschen die Haft erspart, die eigentlich eine Ersatzfreiheitsstrafe verbüßen müssten. Justizsenator Dirk Behrendt (Grüne) sagte am Dienstag, „über den dicken Daumen gerechnet“, könnten etwa 1000 Verurteilte davon profitieren. Ausgenommen seien aber Verurteilte wegen Sexual- und Gewaltstraftaten sowie Hassverbrecher.

Bereits Mitte März war wegen der Corona-Ansteckungsgefahr der Haftantritt für Täter ausgesetzt worden, die wegen nicht gezahlter Geldstrafen hinter Gitter müssten. Zunächst sollte der Aufschub für vier Monate bis Mitte Juli gelten, nun wird die Strafe erlassen. Dies gelte etwa für Betroffene mit Geldstrafen bis zu 40 Tagessätzen oder für Verurteilte, die älter als 60 Jahre alt sind sowie Menschen, die von 90 Tagessätzen bereits die Hälfte abgegolten haben.

11.40 Uhr: Drei neue Corona-Infektionen in Brandenburg - drei Fälle abgezogen

In Brandenburg sind nach Angaben des Gesundheitsministeriums drei Corona-Neuinfektionen nachgewiesen worden. Von Montag zu Dienstag sei der Stand von 3451 infizierten Menschen gleich geblieben, da drei Fälle als Korrektur im Kreis Märkisch-Oderland abgezogen wurden, teilte das Ministerium mit Stand 8.00 Uhr mit. Von Sonntag zu Montag war kein neuer bestätigter Fall hinzugekommen. Derzeit sind demnach rund 120 Menschen an Covid-19 erkrankt, zwölf Menschen werden deshalb im Krankenhaus behandelt, zwei davon intensivmedizinisch beatmet. Etwa 3160 Menschen gelten als genesen von der Coronavirus-Krankheit. Das sind zehn mehr im Vergleich zum Vortag. Seit März kamen in Brandenburg 171 Corona-Patienten ums Leben. Zunächst war berichtet worden, dass es den zweiten Tag in Folge keine neuen Corona-Fälle in Brandenburg gegbeben habe.

11.30 Uhr: Müller stellt Corona-Tests für alle in Aussicht

Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller hat kostenfreie Corona-Tests für alle in Aussicht gestellt - zumindest mittelfristig. „Es geht. Und ich glaube, wir werden auch sehr bald diesen bayerischen Weg einschlagen“, sagte der SPD-Politiker in einem ntv-Interview. Er verwies auf das schrittweise Vorgehen des Senats, zunächst würden die begonnenen Tests für Beschäftigte an Kitas und Schulen in den Sommermonaten ausgeweitet.

„Und es werden dann auch andere Bereiche kommen“, so Müller. „Wenn ein Bundesland anfängt und andere Bundesländer so wie wir eine Teststrategie haben, dann wird das eine Welle. Und die Tests werden günstiger, sie werden einfacher, es wird dann sowieso für viele Menschen ganz unproblematisch sein, sich testen lassen zu können.“

Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) hatte am Montag im Gesundheitsausschuss des Abgeordnetenhauses deutlich gemacht, dass sie vorerst keine kostenfreien Tests für alle in der Hauptstadt sieht. „Wir wollen in Berlin mehr testen“, sagte sie. „Aber wir wollen schon auch gezielter testen.“

11.06 Uhr: Flixtrain fährt Strecke Köln - Berlin bald wieder

Nach vier Monaten Stillstand nimmt die Flixbus-Schwester Flixtrain am 23. Juli ihren Betrieb wieder auf. Vorerst seien allerdings nur wöchentlich zehn Fahrten zwischen Köln und Berlin geplant, teilte das Unternehmen am Dienstag mit. Jeder Fahrgast bekomme einen garantierten Sitzplatz. In den Zügen herrsche Maskenpflicht. Die Wagen seien in der Pause renoviert und von Abteil- zu Großraumwagen umgebaut worden.

9.52 Uhr: Stadtreinigung - Mehr Einwegmüll in Berlin

Die Corona-Krise hat in Berlin für mehr Einwegmüll gesorgt. Vollere Tonnen habe es vor allem im Bereich Papier und Wertstoffe gegeben, sagte die Chefin der Berliner Stadtreinigung (BSR), Stephanie Otto, am Dienstag im RBB-Inforadio. „Insbesondere in der Zeit vom Lockdown, der Online-Lieferungen, war das zu beobachten.“

Die Papierkörbe im öffentlichen Raum seien im Vergleich zum Vorjahr zwar leerer gewesen, jedoch stellte die BSR eine deutliche Verlagerung der Verschmutzungs-Hotspots fest, hieß es weiter. „Da war es für uns deutlich merkbar als Restaurantschließungen waren und Essen zum Mitnehmen angeboten wurde und der Verzehr dann oftmals in unmittelbarer Nähe bei dem schönen Wetter stattgefunden hat.“ In den Tonnen daheim und in der Öffentlichkeit sei die Menge der Einwegmaterialien wie To-Go-Becher oder Essensschalen gestiegen.

8.59 Uhr: Besucher können im Zoo und Tierpark wieder in die Tierhäuser

Nach langer Schließzeit öffnen die Tierhäuser in Zoo und Tierpark wieder. Im Zoo werden ab heute das Flusspferdhaus, die Welt der Vögel, das Affenhaus, die Fasanerie und das Antilopenhaus wieder öffnen, im Tierpark öffnen das Giraffenhaus sowie das Affenhaus ihre Türen. Für die Gäste gilt dort eine Maskenpflicht. Außerdem muss ein Mindestabstand zwischen Personen eingehalten werden. Scheiben oder andere Oberflächen sollen nicht berührt werden.

6.33 Uhr: Kinos in Berlin öffnen heute wieder

In Berlin dürfen ab heute die Kinos wieder öffnen. Die Häuser müssen aber Auflagen einhalten. Zwischen den Zuschauern muss ein Mindestabstand von 1,50 Meter eingehalten werden. Der Mund-Nasen-Schutz darf erst am Platz abgenommen werden. Viele Betriebe starten laut Verbandschef Christian Bräuer erst am Donnerstag. Er kritisierte zuletzt die strengen Hygiene-Vorschriften.

+++ Montag, 29. Juni 2020 +++

Die wichtigsten Corona-News in Berlin am Montag

Mehr Corona-Tests in Berlin - aber nicht für alle
Mehr jüngere Berliner infizieren sich mit Corona

19.08 Uhr: Wirtschaftssenatorin Ramona Pop verteidigt Corona-Hilfen

Der Streit zwischen Berlins Wirtschaftssenatorin Ramona Pop (Grüne) und dem Bundeswirtschaftsministerium um die Soforthilfen für Selbstständige ist noch immer nicht beigelegt. Am Montag musste Pop in einer Sondersitzung des Wirtschaftsausschusses Auskunft über mögliche Betrugsfälle geben, schließlich stehen Rückforderungen in dreistelliger Millionenhöhe im Raum. Pop wies alle Vorwürfe zurück und schimpfte stattdessen über die Opposition, die nun kritische Fragen stelle und der es bei der Auszahlung der Hilfen nicht schnell genug gegangen sei.

18.45 Uhr: 733 aktuelle Corona-Fälle in Berlin gemeldet

In Berlin gibt es derzeit 8219 bestätigte Fälle des neuartigen Coronavirus, aktuell erkrankt sind 733 Menschen Die Kontaktpersonen werden weiterhin im Rahmen der Containmentstrategie ermittelt, kontaktiert und isoliert.

4021 Personen sind männlich, 4188 weiblich. Bei zehn Personen wurde das Geschlecht nicht übermittelt. Im Krankenhaus isoliert und behandelt werden 123 Personen, davon werden 31 intensivmedizinisch behandelt. Alle anderen Personen sind häuslich isoliert. 214 an dem neuartigen Coronavirus erkrankte Patienten sind bislang verstorben.

Die Verstorbenen staffeln sich nach Altersgruppen wie folgt: drei der Verstorbenen waren 40 bis 49 Jahre alt, zwölf 50 bis 59 Jahre alt, 23 Verstorbene waren 60 bis 69 Jahre alt, 59 waren 70 bis 79 Jahre alt, 81 waren 80 bis 89 Jahre alt und 36 verstorbene Patienten waren 90 Jahre und älter. Der Altersmedian der Verstorbenen liegt bei 81 Jahren.

Die Fallzahlen nach Bezirken

Bezirk Fallzahl Genesen
Charlottenburg-Wilmersdorf 842 (+2) 770
Friedrichshain-Kreuzberg 666 (+4) 578
Lichtenberg 419 (+9) 354
Marzahn-Hellersdorf 458 (+1) 403
Mitte 1188 (+12) 1073
Neukölln 1011 (+12) 840
Pankow 774 (+3) 707
Reinickendorf 636 (0) 550
Spandau 445 (0) 374
Steglitz-Zehlendorf 588 (0) 553
Tempelhof-Schöneberg 791 (0) 704
Treptow-Köpenick 401 (+1) 366
Summe 8219 (+44) 7272

18.40 Uhr: Alle Corona-Ampeln stehen auf Grün

Die Senatsverwaltung für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung hat die aktuellen Indikatoren der Corona-Ampel. veröffentlicht. Auf Grundlage der Datenwerte steht die Ampel für die drei Indikatoren aktuell

Reproduktionszahl „R“: Wert 0,61 → auf Grün

(Hinweis: Der aktuelle 7-Tages R-Wert für Berlin liegt bei 0,62)

  • (R-Wert ˂ 1,1 = Grün;
  • R-Wert mindestens 3 Mal in Folge ≥ 1,1 = Gelb;
  • R-Wert mindestens 3 Mal in Folge ≥ 1,2 = Rot)

Inzidenz Neuinfektionen pro Woche: Wert 8,91 → auf Grün

(Hinweis: Die Gesamtfallzahl der 26. Meldewoche ist im Vergleich zur Vorwoche wieder etwas rückläufig und auf dem Niveau der 24. Meldewoche. Durch Nachmeldungen kann es in den nächsten Tagen noch zu einer leichten Erhöhung der Fallzahl kommen.)

  • (Zahl < 20 je 100.000 Einwohner*innen = Grün;
  • Zahl ≥ 20 je 100.000 Einwohner*innen = Gelb;
  • Zahl ≥ 30 je 100.000 Einwohner*innen = Rot)

Anteil der für COVID-19-Patient*innen benötigten Plätze auf Intensivstationen:

Wert 2,4 % → auf Grün

(Hinweis: Die COVID-19-Hospitalisierungszahlen befinden sich auf niedrigem Niveau. Auch die Anzahl der COVID-IST Patientinnen und Patienten ist weiterhin auf niedrigem Niveau.)

  • (Anteil < 15 % = Grün;
  • Anteil ≥ 15 % = Gelb;
  • Anteil ≥ 25 % = Rot)

Die Indikatoren werden dem Senat wöchentlich durch die Senatsverwaltung für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung vorgelegt, um über mögliche Handlungsbedarfe zu beraten. Wenn zwei der drei Indikatoren gelb sind, besteht Erörterungsbedarf und die Vorbereitung möglicher Maßnahmen ist erforderlich. Sind zwei von drei Indikatoren rot, erfordert dies die Umsetzung von Maßnahmen.

18.14 Uhr: Bezirk Mitte setzt ein Test-Mobil ein

Der Bezirk Mitte setzt seit vergangener ein Testmobil zur Eindämmung des Coronavirus ein. Mithilfe des Anhängers sollen die Ärzte des Gesundheitsamts mehr Tests durchführen können. Es soll nach Angaben des Bezirksamts in erster Linie zum Einsatz kommen, wenn mehrere Personen in einem Gebäude getestet werden. Dabei gehe es insbesondere um Überprüfungen von sozialen Einrichtungen, etwa Pflegeheimen oder Flüchtlingsunterkünften.

15.59 Uhr: Brandenburgs Gesundheitsministerin will keine Corona-Tests für alle

Brandenburgs Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher (Grüne) beurteilt die bayerischen Pläne, allen Corona-Tests anzubieten, kritisch. Solche massenhaften Testungen seien zu unkonkret und allgemein gehalten, sagte Nonnemacher am Montag nach Angaben ihres Ministeriums. Flächendeckende Tests ohne konkreten Anlass wie bei einem Hotspot seien Momentaufnahmen und schützten nicht vor neuen Ausbrüchen.

So könnten Tests negativ ausfallen, obwohl jemand das Virus bereits habe. Sie seien daher kein zuverlässiges Ausschlussinstrument. Darum verfolge Brandenburg die Strategie, besonders gefährdete Beschäftigungsgruppen zu testen sowie Stichproben in Kitas, Schulen und Pflegeeinrichtungen zu machen.

Lehrer und Erzieher sollen sich nach den Sommerferien für drei Monate alle zwei Wochen testen lassen können. Außerdem ist geplant, dass ein Prozent aller Schüler und Kita-Kinder in Stichproben drei Monate lang alle 14 Tage untersucht werden; in Pflegeheimen soll dies für ein Prozent der Mitarbeiter und Bewohner gelten. Wann genau die Tests in den Pflegeheimen beginnen, ist bisher noch unklar.

12.48 Uhr: Sechs Berliner Hallenbäder öffnen für Schwimmkurse und Vereinssport

Sechs Berliner Hallenbäder haben am Montag wieder für Schwimmkurse und einzelne Vereine geöffnet. Wegen einer Ausnahmegenehmigung dürfen nun etwa Drittklässler in Kursen ihr Seepferdchen oder das Bronze-Schwimmabzeichen nachholen, teilten die Berliner Bäder-Betriebe (BBB) am Montag mit. 4800 Kinder können mitmachen und sich online bei der Sportjugend im Landessportbund Berlin anmelden, hieß es. Für manche Schwimmhallen gab es da am Montagmittag schon Wartelisten.

In den Hallen sollen auch Mitglieder von Polizei, Feuerwehr und Vereinen dringend benötigte Ausbildungen zu Rettungsschwimmern abschließen können, erklärten die BBB. In den dann noch freien Zeiten kommen Schwimmvereine zum Zug. Sie müssen Bedarf anmelden und einen Plan vorlegen, wie sie die Hygiene- und Abstandsregeln beim Training einhalten wollen.

In den 22 Freibädern, die BBB und Partner den Angaben zufolge bereits öffnen durften, können die Vereine dagegen weiter nicht trainieren.

12.33 Uhr: Vorerst keine kostenlosen Corona-Tests für alle Berliner

Berlin will die Corona-Tests schrittweise weiter ausweiten. Kostenfreie Tests für alle Menschen auch ohne Symptome nach dem Vorbild Bayerns wird es in absehbarer Zeit indes nicht geben. Das machte Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci am Montag im Gesundheitsausschuss des Abgeordnetenhauses deutlich. „Wir wollen in Berlin mehr testen“, sagte die SPD-Politikerin. Das betreffe auch Personen ohne Symptome. „Aber wir wollen schon auch gezielter testen.“ Gedacht sei hier analog einer Rechtsverordnung des Bundes an direkte Kontaktpersonen von Infizierten oder an Menschen, die in Risikobereichen etwa mit Publikumsverkehr arbeiteten.

Bislang lag der Fokus bei den Corona-Tests bei Mitarbeitern in Gesundheitswesen und Pflege. Zuletzt konnten sich auch Mitarbeiter ausgewählter Kitas und Lehrer an bestimmten Schulen testen lassen. Diese Angebot soll nun auf alle Kita-Erzieher und ab Mitte Juli auch auf alle Lehrer ausgeweitet werden.

11.49 Uhr: Brandenburg zählt keine neuen Corona-Infektionen

In Brandenburg sind vorerst keine neuen bestätigten Corona-Infektionen hinzugekommen. Von Sonntag bis Montag sei der Stand von bisher 3451 Menschen, die seit März mit dem Sars-CoV-2-Virus infiziert wurden, gleich geblieben, teilte das Gesundheitsministerium am Montag in Potsdam mit. Derzeit sind rund 130 Menschen an Covid-19 erkrankt, davon werden neun Patienten im Krankenhaus behandelt. Etwa 3150 Menschen gelten als genesen. Von Samstag auf Sonntag waren drei bestätigte Neuinfektionen in Brandenburg hinzugekommen. Ein neuer Todesfall kam nicht hinzu, seit März kamen 171 Corona-Patienten ums Leben.

11.45 Uhr: 466 Verwarngelder wegen Corona-Verstößen in Mitte

Das Ordnungsamt hat im Bezirk Mitte 466 Verwarngelder wegen Verstößen gegen die Covid-19-Eindämmungsverordnung ausgesprochen. Das teilte das Bezirksamt am Montag mit. In 438 Fällen mussten 55 Euro gezahlt werden. In 25 Fällen handelte es sich um Verstöße Minderjähriger, die mit einem Verwarnungsgeld von 25 Euro belegt wurden. Wie das Bezirksamt Mitte weiter ausführt, handelte es sich bei allen Fällen um Personen, die zum ersten Mal gegen die Eindämmungsverordnung verstoßen haben. Bei weiteren Verstößen oder einer Ablehnung des Verwarngeldes kann das Bezirksamt ein Bußgeldverfahren gegen die betroffene Person einleiten. Dies sei bislang aber noch nicht geschehen. In den anderen Bezirken gab es bislang insgesamt 623 abgeschlossene Verfahren.

11.32 Uhr: Mehr jüngere Berliner infizieren sich mit Corona

Unter den Corona-Neuinfizierten in Berlin steigt der Anteil jüngerer Menschen. Das gab Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci am Montag im Gesundheitsausschuss des Abgeordnetenhauses bekannt. „Bei den Neuinfizierten beobachten wir, dass im Durchschnitt weniger Ältere betroffen sind, stärker im Bereich Altersgruppe Kinder und deren Eltern, aber auch Jugendliche“, sagte die SPD-Politikerin. Der Altersdurchschnitt der Neuinfizierten liegt nach ihren Angaben aktuell bei etwa 40 Jahren, dieser Wert sinke bereits seit einiger Zeit. Im Bundesdurchschnitt sind Menschen, die sich mit dem Coronavirus anstecken, laut Kalayci 49 Jahre alt.

Kalayci machte deutlich, dass sich die Corona-Lage in Berlin nach einem starken Anstieg der Neuinfektionen in zwei Häuserkomplexen in Neukölln und Friedrichshain-Kreuzberg inzwischen wieder etwas positiver darstelle. Zuletzt sei die Zahl neuer Infektionen wieder moderat zurückgegangen. Die beiden größeren Corona-Ausbrüche in „Problemimmobilien“ mit einer Bewohnerschaft in beengten Wohn- und schwierigen sozialen Verhältnissen seien „eingrenzbar und lokalisierbar“ gewesen: „Wir sehen keine Streuung bei diesen Ereignissen.“ In Friedrichshain-Kreuzberg lag der Altersdurchschnitt der 54 positiv getesteten Hausbewohner laut Kalayci bei 19,5 Jahren.

Am Sonntag war die Zahl bestätigter Corona-Infektionen in Berlin gegenüber dem Vortag um acht auf 8175 gestiegen. 7217 Menschen sind laut Gesundheitsverwaltung genesen und 745 aktuell krank. Im Zusammenhang mit dem Coronavirus starben bisher 213 Menschen.

10.27 Uhr: Senatorin - Mehr Bedarf an Hilfsangeboten für Frauen wegen Gewalt

Im Zuge zunehmender Lockerungen in der Corona- Krise suchen mehr Frauen Hilfe wegen häuslicher Gewalt. Am Anfang der Pandemie sei die Nachfrage nach Hilfsangeboten weniger stark gestiegen, auch während der monatelangen Einschränkungen, berichtete Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) am Montag im Gesundheitsausschuss des Berliner Abgeordnetenhauses. „Aber jetzt, wo die Lockerung da ist, mit etwas Zeitverzug, sehen wir tatsächlich, dass mehr und mehr unser Hilfesystem (...) stärker in Anspruch genommen wird.“ So sei die Zahl der Anrufe bei der sogenannten Big-Hotline, die Hilfe bei häuslicher Gewalt gegen Frauen und ihre Kinder bietet, im Zeitraum 1. bis 21. Juni um 12 Prozent gestiegen.

Kalayci wies darauf hin, dass Berlin frühzeitig vorgesorgt habe und der Senat die Situation seit April „engmaschig“ beobachte, um gegebenenfalls neu reagieren zu können. Aktuell seien die Kapazitäten in Frauenhäusern, Zufluchtswohnungen und anderen Schutzräumen zu 78 Prozent ausgelastet. Ein Hotel, in dem zusätzlich 100 Schutzplätze geschaffen worden seien, sei mit mehr als 80 Frauen und Kindern belegt. Geplant sei, ein weiteres Stadthotel anzumieten und dort 145 zusätzliche Plätze zur Verfügung zu stellen.

5.27 Uhr: Basketball-Hygienechef - „Vertrauen“ für nächste Saison aufgebaut

Nach dem geglückten Finalturnier zeigt sich der Hygienebeauftragte der Basketball-Bundesliga nach aktuellem Stand zuversichtlich für einen Start der neuen Saison mit Zuschauern. „Ich kann nicht in die Glaskugel schauen, wie sich das Pandemiegeschehen und die Neuinfektionen entwickeln werden. Wenn die Situation in Deutschland so ist wie es heute ist, dann können wir mit guten Konzepten überzeugen“, sagte Florian Kainzinger, der in der Corona-Krise das Hygiene- und Sicherheitskonzept der BBL für das Turnier maßgeblich mitentwickelt hatte, der Deutschen Presse-Agentur. „Und die Arbeit muss jetzt gemacht werden, dafür sind die Sommermonate da, um die Vereine, die Ligen und die einzelnen Hallen und Stadien darauf vorzubereiten.“

Alba Berlin hatte sich beim Finalturnier in München in den Endspielen gegen die MHP Riesen Ludwigsburg seine neunte deutsche Meisterschaft gesichert. Die Teams waren für gut drei Wochen von der Außenwelt abgeschottet und wohnten gemeinsam in einem Quarantänehotel. Es gab während des Turniers keinen positiven Coronafall.

+++ Sonntag, 28. Juni 2020 +++

20.50 Uhr: Müller - Kita-Beschäftigte können sich auch ohne Symptome testen lassen

Beschäftigte in Berliner Kitas können sich ab Montag auch ohne Symptome auf das Coronavirus testen lassen. Das sagte der Regierende Bürgermeister Michael Müller (SPD) am Sonntag dem „Tagesspiegel“. Müller kündigte an, das Angebot „voraussichtlich in der zweiten Juli-Hälfte“ auch für alle Beschäftigten von Schulen zu öffnen. Für die Tests sollen die Menschen demnach vorerst in die zentrale Teststelle der Charité im Virchow-Klinikum kommen.

Mit Blick auf Bayern sagte Müller: „Es ist richtig, mehr Testmöglichkeiten anzubieten.“ Die Gesundheitsministerin des Freistaats, Melanie Huml (CSU), hatte am Sonntag angekündigt, dass sich in Bayern bald jeder, auch ohne Symptome, auf das neuartige Coronavirus werde testen lassen können. Die Kosten will der Freistaat übernehmen, sofern die Kassen nicht einspringen. Berlin weite die Tests schon seit einigen Wochen mit der landesweiten Teststrategie aus, sagte Müller dazu.

19.05 Uhr: Acht Neuinfektionen in Berlin, keine weiteren Toten

Die Zahl bestätigter Corona-Infektionen ist in Berlin am Sonntag gegenüber dem Vortag um 8 auf 8175 gestiegen. 7217 Menschen seien genesen, teilte die Senatsgesundheitsverwaltung am Abend mit. In den Krankenhäusern würden gegenwärtig 121 Patienten isoliert behandelt, 30 von ihnen auf einer Intensivstation. Im Zusammenhang mit dem Coronavirus starben bisher 213 Menschen. Diese Zahl blieb damit seit Freitag unverändert.

Die von der Gesundheitsverwaltung als Gradmesser für die Pandemie gebrauchte Ampel mit ihren drei Indikatoren blieb auch am Sonntag durchgehend grün. Die Reproduktionszahl (R-Wert) stieg mit 0,57 im Vergleich zum Vortag nochmal etwas an (0,54). Sie gibt die Dynamik des Infektionsgeschehens an und sollte möglichst unter 1,1 liegen.

Ebenfalls im grünen Bereich blieb die Zahl der Neuinfektionen pro Woche im Verhältnis zur Einwohnerzahl (13,55) und der Anteil der Plätze, die auf Intensivstationen für Covid-19-Patienten benötigt werden (2,3 Prozent).

Bezirk Fallzahl Genesen
Charlottenburg-Wilmersdorf 840 (0) 767
Friedrichshain-Kreuzberg 662 (+2) 571
Lichtenberg 410 (0) 353
Marzahn-Hellersdorf 457 (0) 397
Mitte 1176 (0) 1066
Neukölln 999 (0) 828
Pankow 771 (0) 705
Reinickendorf 636 (+1) 545
Spandau 445 (+5) 372
Steglitz-Zehlendorf 588 (0) 553
Tempelhof-Schöneberg 791 (0) 700
Treptow-Köpenick 400 (0) 360
Summe 8175 (+8) 7217

11.54 Uhr: CDU-Fraktion fordert - In der Krise müssen Investionshemmnisse weg

Angesichts der Corona-Krise fordert die Berliner CDU-Fraktion, das neue Vergaberecht zu überprüfen. Fördermittel allein reichten nicht, um die wirtschaftlichen Folgen der Pandemie abzumildern, sagte ihr Vorsitzender Burkard Dregger der Deutschen Presse-Agentur. Ebenso wichtig sei, jetzt Investitionshindernisse abzubauen. Und dazu gehöre das im Mai in Kraft getretene Vergaberecht. Es schreibt in Berlin Vergabeverfahren ab einer Größenordnung von 50.000 Euro bei Bauleistungen und ab 10.000 Euro bei Dienstleistungen vor. „Das ist angesichts des Umfangs, was da an Papier bewegt wird, ein unzumutbares Investitionshindernis. Deswegen plädieren wir dafür, dass man die Werte massiv hochsetzt“, bemerkte Dregger. Die Forderungen der Berliner CDU-Fraktion im Überblick lesen Sie hier.

11.53 Uhr: Drei neue Corona-Infektionen in Brandenburg - kein neuer Todesfall

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Brandenburg ist wieder gesunken. Von Sonnabend zu Sonntag wurden nach Angaben des Gesundheitsministeriums (Stand 10 Uhr) drei bestätigte Fälle gemeldet. Von Freitag auf Sonnabend war die Zahl mit elf neuen Fällen noch höher. Von Donnerstag zu Freitag hatten die Behörden 15 Neuinfektionen gemeldet. Am Freitag war nach längerer Zeit ein neuer Todesfall hinzugekommen. Bislang starben 171 Corona-Patienten in Brandenburg. Die Zahl der seit Anfang März mit dem Virus Sars-CoV-2 bestätigt Infizierten liegt damit bei insgesamt 3451. Etwa 3140 Menschen gelten als genesen.

Corona-Schwerpunkte in Brandenburg sind weiter die Landeshauptstadt Potsdam mit 646 Fällen, gefolgt vom Landkreis Potsdam-Mittelmark mit 577 Infizierten. Im Landkreis Prignitz wurden mit 31 bestätigten Fällen die wenigsten Infizierten landesweit gemeldet, gefolgt von Frankfurt (Oder) mit 32 bestätigten Fällen.

10.41 Uhr: Woidke - Neuer Lockdown in Corona-Krise wäre schlimm für Brandenburg

Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) hat vor der Gefahr eines erneuten Herunterfahrens des öffentlichen Lebens in der Corona-Krise gewarnt. „Das wäre für Brandenburg, für die Brandenburger Wirtschaft das Schlimmste was passieren kann“, sagte Woidke in der rbb-Sendung „Brandenburg aktuell“, die Sonntagabend (19.30 Uhr) ausgestrahlt wird. Die Bürger rief er auf, die Maskenpflicht weiter ernst zu nehmen. Auch für ihn sei die Maske „nervig“, erklärte Woidke. Er glaube aber, „dass diese kleine Unbequemlichkeit viel Schaden vermeiden kann“.

In der Sendung verteidigte der Ministerpräsident die verhängten teils drastischen Einschränkungen durch die Landesregierung während der Corona-Krise. Der Vergleich mit den USA und den bereits über 120.000 Corona-Toten dort zeige, dass es richtig gewesen sei, „hier lieber etwas schärfer ranzugehen“, zeigte sich Woidke überzeugt. Das Coronavirus könne viele Menschen das Leben kosten, wenn die falschen Entscheidungen getroffen würden. Deswegen halte er seine Entscheidungen aus dem Frühjahr nach wie vor für richtig. Zur Eindämmung der Corona-Pandemie blieben etwa wochenlang Schulen und Kitas geschlossen.

Zu den hohen Kosten für Wirtschaftshilfen in der Krise sagte Woidke: „Für unsere Kinder und Enkel ist es das Beste, wenn die Wirtschaft sich wieder möglichst schnell erholt.“ Brandenburg habe Fachkräfte, Platz und erneuerbare Energien. Das garantiere in Zukunft eine gute wirtschaftliche Entwicklung. Davon sei er auch mitten in der Corona-Krise überzeugt.

9.28 Uhr: Kino-Verbandschef Bräuer fordert andere Abstandsregeln

Der Verbandschef und Kinobetreiber Christian Bräuer plädiert dafür, in den Kinos die Corona-Abstandsregeln anders zu gestalten. Statt der 1,50 Meter Abstand hält Bräuer es für sinnvoll, je einen Sitz zwischen den Plätzen frei zu lassen. „Ich glaube, das fühlt sich sehr sicher an“, sagte der Vorsitzende der AG Kino - Gilde deutscher Filmkunsttheater der Deutschen Presse-Agentur.

Ähnlich sei es in Frankreich und vielen anderen Ländern geregelt. Im Kinosaal laufe man nicht umher, spreche nicht, betonte Bräuer. Es stehe jedem frei, im Sitzen die Maske aufzubehalten. Im Kino seien die Sitze zudem definitiv breiter als im Flugzeug, wo die Gäste direkt nebeneinander säßen. Außerdem könnten die Kinos auch auf Kontaktverfolgung setzen, falls es einen Corona-Fall gebe.

In Berlin betreibt Bräuer 14 Programmkinos der Yorck-Gruppe. Die Filmtheater hatten in Deutschland wegen der Pandemie wochenlang geschlossen. In vielen Bundesländern ging es schon wieder los, ab dem Dienstag (30. Juni) dürfen nun auch in Berlin die Kinos unter Auflagen wieder öffnen. Viele Betriebe starten laut Bräuer aber erst am Donnerstag (2. Juli). Im Delphi Lux in Charlottenburg sieht man es an Zetteln an den Kinositzen: Der Saal dürfte wegen der Corona-Auflagen nur spärlich besetzt bleiben.

Bislang sind die Kinos auf 1,50 Abstand eingestellt. Damit ist laut Bräuer ein wirtschaftlicher Betrieb nicht richtig möglich, bei vielen Häusern seien die Zahlen schwach bis katastrophal. Ein Kreislauf setze sich in Gang, der Verleiher und Produzenten treffe. Große Filme starteten nicht.

Gilde-Chef Bräuer setzt darauf, dass die Besucher nach wochenlangem Fernseh-Gucken auf dem Sofa wieder Lust aufs Kino haben. Der Kinogang als schöner Abend, das habe einen anderen Wert als die Frage daheim „Schauen wir noch eine Folge oder nicht?“. Man erinnere sich anders an die Filme, weil man sich anders einlasse, sagte Bräuer. Highlights der Programmkinos zum Neustart sind demnach „Undine“ von Christian Petzold und „Berlin Alexanderplatz“ von Burhan Qurbani; beide Filme liefen bei der Berlinale.

In der AG Kino - Gilde deutscher Filmkunsttheater sind nach eigenen Angaben mehr als 300 unabhängige Filmkunst- und Programmkinos in Deutschland zusammengeschlossen.

+++ Sonnabend, 27. Juni 2020 +++

Die wichtigsten Corona-News in Berlin am Samstag

Diese Corona-Regeln gelten jetzt in Berlin
Partys in der Hasenheide: Ein Club trotz Corona
Corona-Hilfen: Nur 0,5 Prozent sind Betrüger

19.40 Uhr: 758 aktuelle Corona-Fälle, 23 Neuinfektionen

In Berlin ist kein weiterer Mensch an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben. Die Zahl der Todesfälle bleibt bei 213. 23 neue Infektionen wurden bestätigt, 49 gab es am Tag zuvor. 758 aktuelle Corona-Fälle haben wir insgesamt in Berlin. 806 waren es am Freitag. 7196 Menschen sind inzwischen genesen. Die Zahl der Patienten auf den Intensivstationen beträgt 31, einer weniger als Freitag. Insgesamt liegen 121 Menschen in Krankenhäusern, sieben weniger als Freitag. Die Berliner Corona-Ampel steht für den Bereich der Reproduktionszahl mit 0,54 auf Grün. Die Werte für Neuinfektionen und die freien Intensivbetten stehen weiterhin auf Grün.

Die Fallzahlen nach Bezirken

17.52 Uhr: Wieder Gesänge und Zaun-Party - Union-Präsident will „klare Regeln“

Auch nach dem letzten Bundesliga-Geisterspiel der Saison im Stadion An der Alten Försterei haben die Profis von Union Berlin gemeinsam mit ihren Fans den Klassenerhalt gefeiert. Getrennt durch einen Zaun - und damit wohl im vorgeschriebenen Corona-Abstand - bejubelten mehr als 100 Anhänger das Fußball-Team um Torwart Rafal Gikiewicz nach dem 3:0-Sieg am Sonnabend gegen Fortuna Düsseldorf.

Schon während des ganzen Spiels waren deutlich Gesänge von Fans des Gastgebers zu hören. Auch bei den Heimspielen zuvor hatten einige Dutzend Berliner Anhänger im Wald außerhalb des Stadions das Team aus der Ferne lautstark unterstützt. „Ich wünsche mir für den Start der neuen Saison klare und verständliche Regeln für die Wiederzulassung von Menschen zu Großveranstaltungen ohne Abstandsregeln“, erklärte Union-Präsident Dirk Zingler im Stadionheft zur Partie am Samstag.

Die Feierlichkeiten nach dem Heimsieg gegen den SC Paderborn und dem damit feststehenden Klassenerhalt der Eisernen hatten zu Geldstrafen durch die Deutsche Fußball Liga als Konsequenz auf Verstöße gegen das Hygiene- und Sicherheitskonzept der DFL geführt. Damals feierten zumindest zwei Spieler in direktem Kontakt mit den Anhängern an der Stadion-Einfahrt. Trotz der Corona-Regeln waren auch Anhänger von Fortuna Düsseldorf am Tag des Saisonabschlusses in Berlin unterwegs, wie ein Video von Union-Fans in den sozialen Netzwerken zeigte.

Kommentar zum Thema: Der Fußball muss aus der Krise lernen

16.57 Uhr: Starker Andrang in Berliner Freibädern trotz Corona

Temperaturen um die 30 Grad lockten am Samstag zahlreiche Berliner in die Freibäder der Hauptstadt. Am Strandbad Müggelsee war der Andrang so groß, dass am Nachmittag niemand mehr Einlass bekam, wie die Polizei auf Twitter mitteilte. Das Bad drohte demnach „vor Besuchenden wortwörtlich überzulaufen“. Auch das Strandbad Wannsee war für den Samstag und den Sonntag bereits ausgebucht, teilte ein Sprecher der Berliner Bäderbetriebe mit.

Wegen der Maßnahmen gegen die Corona-Pandemie sind die Freibäder tagsüber nicht durchgehend geöffnet. Wer eine Abkühlung sucht, muss sich vorab für bestimmte Zeitfenster anmelden. Dazwischen werden die Bäder geschlossen und die Anlagen zum Teil desinfiziert. Viele Duschen und Umkleiden sowie Spielplätze, Rutschen und Sprungtürme sind nicht geöffnet. Wegen der begrenzten Besucherkontingente waren zuletzt viele mögliche Badetermine schnell ausgebucht.

14.22 Uhr: Trotz Bußgeld - Viele Fahrgäste ohne Mundschutz unterwegs

Seit Samstag droht jedem, der in Berlins U- und S-Bahnen oder im Bus ohne Mund-Nasen-Schutz unterwegs ist, ein Bußgeld - was jedoch offensichtlich viele nicht bekümmert. So trugen am Morgen von rund 20 Wartenden an der U-Bahnstation Rüdesheimer Platz nur drei eine Maske; im Zug waren es dann schätzungsweise zwei Drittel. Nur etwas besser sah es beispielsweise in der S-Bahn auf der Strecke Hauptbahnhof - Tiergarten aus, wo schätzungsweise 80 Prozent eine Maske trugen. Kontrollen waren zu der Zeit nicht zu beobachten.

Weil zuletzt immer mehr Fahrgäste keinen Mund-Nasen-Schutz gegen Corona-Infektionen trugen, hatte der Senat am Dienstag die Sanktion beschlossen: Bei Verstößen gegen die seit Ende April geltende Maskenpflicht können 50 bis 500 Euro fällig werden. Die Polizei kündigte Kontrollen an, unter anderem im Zuge der ohnehin praktizierten gemeinsamen Streifen mit der BVG.

Dazu werde es am Sonntag Zahlen geben, nachdem die Polizeidirektionen in der Nacht ihre Ergebnisse übermittelt hätten, sagte ein Polizeisprecher. Die BVG war für eine erste Bilanz nicht zu erreichen. Das Bußgeld selbst verhängen die Ordnungsämter der Bezirke. Die Maskenpflicht gilt auch für Geschäfte.

14 Uhr: "Pride Berlin"-Demo regulär am Alexanderplatz beendet

Die Ersatzdemonstration für die CSD-Parade, "Pride Berlin", ist am frühen Samstagnachmittag an ihrem offiziellen Endpunk am Alexanderplatz regulär beendet worden, wie die Polizei bestätigte.

Zwischenzeitlich hatte es geheißen, dass die Demo am Hackeschen Markt aufgelöst werden musste, weil der Veranstalter die Corona-Abstandsregeln nicht mehr durchsetzen konnte. Gegen 14 Uhr hatte die Spitze des Zuges den Alexanderplatz erreicht. Die Polizei wies nochmals auf die Einhaltung des Mindestabstandes hin.

13.42 Uhr: Elf neue Corona-Infektionen in Brandenburg - kein neuer Todesfall

Die Zahl neuer Corona-Infektionen in Brandenburg bewegt sich im Vergleich zum Wochenbeginn weiter auf höherem Niveau. Von Freitag zu Samstag wurden nach Angaben des Gesundheitsministeriums (Stand: 10 Uhr) elf neue Fälle registriert. Von Donnerstag zu Freitag hatten die Behörden 15 Neuinfektionen gemeldet. Am Montag waren es innerhalb eines Tages dagegen nur drei bestätigte Fälle. Insgesamt liegt die Zahl der mit dem Coronavirus Infizierten bei 3448. Etwa 3140 Menschen gelten als genesen, das sind zehn mehr im Vergleich zum Vortag. Am Freitag war nach längerer Zeit ein neuer Todesfall hinzugekommen. Bislang starben 171 Corona-Patienten in Brandenburg.

Corona-Schwerpunkte in Brandenburg sind weiter die Landeshauptstadt Potsdam mit 646 Fällen, gefolgt vom Landkreis Potsdam-Mittelmark mit 577 Infizierten und dem Kreis Barnim mit 430. Mit 31 Infizierten im Landkreis Prignitz und 32 bestätigten Fällen in Frankfurt (Oder) wurden die landesweit geringsten Zahlen gemeldet.

10 Uhr: In Brandenburg herrscht ein Verbot für Gäste aus Corona-Hotspots

Brandenburg lässt keine Reisenden aus Gebieten mit vielen neuen Corona-Infektionen mehr ins Land. Das Kabinett hat am Freitag ein Verbot für die Beherbergung von Gästen aus solchen Hotspots in Hotels, Pensionen, Ferienwohnungen und Campingplätzen. Wer seit Samstag aus einem Kreis oder einer kreisfreien Stadt kommt, in dem oder in der es in sieben Tagen vor der Abreise mehr als 50 neue Infektionen pro 100.000 Einwohner gab, darf nicht mehr einreisen.

Das Aufnahmeverbot aus Risikogebieten gilt nicht für Gäste, die schon im Land sind und für diejenigen, die einen negativen ärztlich attestierten Corona-Test haben, der höchstens 48 Stunden vor Anreise gemacht wurde. Einreisen darf auch, wer aus beruflichen oder medizinischen Gründen zwingend notwendig nach Brandenburg kommt.

9 Uhr: Diese Corona-Regeln gelten jetzt in Berlin

Trotz zuletzt wieder steigender Infektionszahlen hat der Berliner Senat seinen schrittweisen Lockerungskurs bei den Corona-Beschränkungen forgesetztt: Seit Samstag fallen die seit Monaten bestehenden und zwischenzeitlich bereits etwas gelockerten Kontaktbeschränkungen für Privatpersonen komplett weg. Allerdings zieht der Senat an anderer Stelle die Schrauben an: Bei Verstößen gegen die seit Ende April geltende Maskenpflicht wird laut einer neuen Verordnung, die der Senat am Dienstag beschloss, ein Bußgeld fällig. Bisher wurde hier nicht kontrolliert. Lesen Sie HIER die neuen Corona-Regeln für Berlin im Überblick

8 Uhr: In Brandenburg sind neue Corona-Regeln in Kraft getreten

In Brandeburg gelten seit Samstag gelockerte Corona-Regeln. Fußball, Handball oder Judo sind auch wieder für Erwachsene möglich. Bisher war das nur für Kinder und Jugendliche der Fall. An Deck von Passagierschiffen kanng auf den Mund-Nasen-Schutz verzichtet werden. In Reisebussen fällt der Mindestabstand von 1,5 Metern weg, aber Masken wie in öffentlichen Bussen und Bahnen sind nun Pflicht. Die Regeln laufen vorerst bis zum 16. August.

7 Uhr: Diese Corona-Regeln müssen Brandenburger im Fitnessstudio beachten

Duschen, Umkleidekabinen und Trockensaunen können in Fitnessstudios in Brandenburg genutzt werden. Studiobetreiber müssen jedoch ein Hygienekonzept mit folgenden Inhalten beachten: Einhaltung der allgemeinen Abstandsregeln (1,5 Meter), regelmäßige Desinfektionsmaßnahmen und die Erfassung der Kontaktdaten der Trainierenden.

Außerdem darf das Training nur kontaktfrei erfolgen und es muss mindestens stündlich gelüftet werden. Außer beim Ausführen der Übungen gilt in Brandenburger Fitnessstudios eine Maskenpflicht, also u.a. in den Umkleiden, Toiletten oder beim Betreten und Verlassen des Studios.

+++ Freitag, 26. Juni 2020 +++

Die wichtigsten Corona-News in Berlin am Freitag

Senat beschließt neues Corona-Hilfsprogramm
Verschärfte Maskenkontrolle in Bussen und U-Bahnen
▶ Quarantänepflicht in Berlin für Menschen aus deutschen Risikogebieten
Aquarium im Zoo Berlin öffnet wieder

20.02 Uhr: Kein Mundschutz - Kretschmann entschuldigt sich via Youtube

Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) hat sich dafür entschuldigt, dass er trotz der Corona-Vorschriften am Berliner Flughafen Tegel kurz keinen Mundschutz trug. „Es war ein Fehler, und das tut mir leid. Bitte nehmen Sie das nicht als Vorbild“, sagte er in seinem am Freitag auf YouTube veröffentlichten Statement. Journalisten und viele Bürger hätten ihn über die Social-Media-Kanäle erinnert, dass er im Flughafen einmal die Atemmaske abgenommen habe. „Das stimmt. Ich habe in der Wartehalle schnell ein paar Süßigkeiten gegessen und dabei meine Maske abgenommen.“

Er betonte auch: Die Pandemie sei nicht vorbei, das Virus nicht verschwunden. „Und das gilt auch trotz mancher guten Nachricht, die wir haben.“ Der SWR hatte darüber zuvor berichtet.

Kretschmann Entschuldigung

19.28 Uhr: 806 aktuelle Corona-Fälle, ein weiterer Toter

In Berlin ist ein weiterer Mensch an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben. Die Zahl der Todesfälle steigt auf 213. 49 neue Infektionen wurden bestätigt, 75 gab es am Tag zuvor. 806 aktuelle Corona-Fälle haben wir insgesamt in Berlin. 802 waren es gestern. 7125 Menschen sind inzwischen genesen.
Die Zahl der Patienten auf den Intensivstationen beträgt 32, zwei weniger als gestern. Insgesamt liegen 128 Menschen in Krankenhäusern, sieben weniger als gestern.

Die Berliner Corona-Ampel steht für den Bereich der Reproduktionszahl mit 0,48 auf Grün. Die Werte für Neuinfektionen und die freien Intensivbetten stehen weiterhin auf Grün.

Die Fallzahlen nach Bezirken

18.42 Uhr: Berliner Saunen wollen Öffnung einklagen

Sauna-Betriebe in Berlin fühlen sich von den Corona-Lockerungen übergangen. Nun setzen sich Saunen aus Pankow und Reinickendorf juristisch zur Wehr. Nun, da eine Wiedereröffnung der Wellness-Anlagen auch bis zum Herbst nicht in Sicht ist, wollen Franziska Witt und ihre Mitstreiter rechtliche Schritte starten.

„Wir wehren uns jetzt mit einer Klage“, erklärt Witt, die am Rathaus Pankow das „Saunarium“ leitet. Auch Sandra Wollgast von der Sauna Rykestraße in Prenzlauer Berg bangt durch die Dauerschließung in Berlin bei gleichzeitiger Öffnung der Saunen hinter der Stadtgrenze um ihre Existenz. Lesen Sie hier den ganzen Artikel.

17.02 Uhr: Einzelne Haushalte aus Neuköllner Wohnblöcken bleiben in Quarantäne

Nach letzten Corona-Tests dürfen fast alle Bewohner von sieben Neuköllner Wohnblöcken mit Ablauf des heutigen Freitags ihre Häuser wieder verlassen. Die Haushalte seien über das Ende der Quarantäne informiert worden, teilte ein Bezirkssprecher am Freitag mit. Das Bezirksamt habe am Mittwoch und Donnerstag bei den Menschen in den Häusern noch einmal Abstriche genommen. Lediglich einzelne Haushalte, in denen noch Infektionen nachgewiesen wurden, müssten in eine Verlängerung gehen.

„Die Neuköllnerinnen und Neuköllner haben die Quarantäne ernst genommen und eingehalten“, lobte Bezirksbürgermeister Martin Hikel (SPD). Die Quarantäne so vieler Haushalte sei kein leichter Schritt und eine Belastung für die Bewohner gewesen - „aber er war äußerst wichtig für die Eindämmung der Pandemie“, betonte Hikel. „Dafür danke ich ihnen sehr.“ Auch die Hilfe von vielen Seiten sei beeindruckend gewesen.

Nach dpa-Informationen wurde die Quarantäne für zehn der ursprünglich 369 Haushalte verlängert - mit individueller Dauer zwischen drei und zehn Tagen, je nach Zeitpunkt der letzten festgestellten Infektion. Die noch betroffenen Haushalte sind verteilt auf alle sieben Standorte. Insgesamt waren in den Blöcken in den vergangenen Tagen 101 Menschen positiv getestet worden, darunter 39 Minderjährige. Bei dem Ausbruch vermutete der Bezirk einen Zusammenhang mit einer Glaubensgemeinschaft.

16.39 Uhr: Quarantänepflicht in Berlin für Menschen aus deutschen Risikogebieten

Berlins Senat hat seine Meinung geändert und schränkt nach einer entsprechenden Einigung der Bundesländer die Einreise von Bürgern aus innerdeutschen Corona-Risikogebieten ein.

Nun sollen alle Menschen aus Landkreisen mit mehr als 50 Corona-Neu-Infektionen pro 100.000 Einwohnern nur nach Berlin kommen dürfen, wenn sie einen höchstens 48 Stunden alten negativen Test auf das Virus vorweisen oder sich für 14 Tage in Quarantäne begeben. Die Regel soll ab Donnerstag nächster Woche gelten. Brandenburg hat am Freitag ein Verbot für die Unterbringung von Menschen aus Corona-Risikogebieten beschlossen. Das betrifft derzeit gemäß Robert-Koch-Institut die Landkreise Gütersloh und Warendorf in Nordrhein-Westfalen. Im Landkreis Göttingen bewegt sich das Infektionsgeschehen knapp unterhalb dieses Grenzwertes.

Am Freitagnachmittag schließlich haben sich Bund und Länder darauf geeinigt, dass Reisende aus Corona-Gebieten in einem Hotel untergebracht werden dürfen, wenn sie per Test nachweisen können, dass sie nicht infiziert sind.

15.49 Uhr: Aquarium öffnet wieder

Das Aquarium im Berliner Zoo soll am morgigen Sonnabend, 27. Juni 2020, nach 15-wöchiger Corona-Zwangspause wieder öffnen. Das teilte der Berliner Zoo am Freitag mit. „Ich freue mich, dass wir mit der Wiederöffnung des Aquariums den Berlinerinnen und Berlinern ein weiteres Stück Normalität zurückgeben können“, so Zoo- und Tierpark-Direktor Andreas Knieriem. Für einen Aquariumsbesuch gelten demnach neue Hygiene- und Verhaltensregeln. Ein Besuch im Aquarium ist – analog zu Zoo und Tierpark – nur mit einem vorab online erworbenen, an eine bestimmte Besuchszeit gebundenen Ticket (erhältlich unter www.aquarium-berlin.de/tickets) möglich. Grundsätzlich ist ein Mindestabstand von 1,5 m zu anderen Personen zu halten. Beckenscheiben sollen möglichst nicht berührt werden. Aquariumsbesucher müssen zudem (ab einem Alter von 6 Jahren) eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen. Kommentierte Fütterungen können zunächst nicht stattfinden, das Café im Aquarium hat ab Sonnabend ebenfalls geöffnet.

14.27 Uhr: Brandenburg lockert Corona-Einschränkungen in Sport und Tourismus

Nach dem Beginn der Sommerferien lockert Brandenburg weitere Einschränkungen wegen der Corona-Pandemie. Bei Fahrten mit Reisebussen und für Stadtrundfahrten - etwa mit offenen Doppelstockbussen - sowie bei Schiffsausflügen ist der Mund-Nasen-Schutz an Deck nicht mehr Pflicht, beschloss das Kabinett am Freitag in einer Telefonkonferenz. In Fahrzeugen und im Schiff gilt die Maskenpflicht weiter. Erwachsene Vereins- oder Freizeitsportler müssen außerdem nicht mehr den Mindestabstand von 1,5 Metern zu Menschen aus anderen Haushalten einhalten. Die neue Verordnung, die auch ein Beherbergungsverbot für Gäste aus Gebieten mit vielen Neuinfektionen regelt, soll an diesem Sonnabend (27. Juni) in Kraft treten.

14.22 Uhr: Polizei will Maskenpflicht in U-Bahnen und Bussen kontrollieren

Die Berliner Polizei will ihre Kontrollen zu den Corona-Regeln und der Maskenpflicht ab Sonnabend auf U-Bahnen und Busse ausweiten. Man werde im öffentlichen Personennahverkehr, in Geschäften, Restaurants und Kneipen auf die Einhaltung der Regeln achten, sagte ein Polizeisprecher am Freitag. So ließe sich die Einhaltung der Maskenpflicht in Geschäften oft auch durch einen Blick durchs Schaufenster feststellen. Polizisten sollen auch in Bussen und U-Bahnen unterwegs sein. Für die S-Bahnen sei die Bundespolizei zuständig.

Schon bisher sollten die Menschen in Geschäften und in öffentlichen Verkehrsmitteln Masken tragen. Viele hielten sich aber nicht daran. Daher können die Ordnungsämter der Bezirke ab Sonnabend Bußgelder verhängen.

Die Polizei stellt dabei nur den Verstoß mit Ort, Zeit und Personalien fest und leitet die Daten dann weiter an die Gesundheitsämter der Bezirke. Diese können ein Bußgeld verhängen. In wie vielen Fällen das tatsächlich geschieht, ist nicht klar. Es gab bereits Kritik aus den Reihen der Polizei, dass aus den aufwendigen Kontrollen gar nicht so viele verhängte Bußgelder resultieren würden, weil die Bezirksämter in der Hinsicht wenig aktiv seien.

In den drei Monaten von Mitte März bis Mitte Juni hatte die Polizei fast 5000 Verstöße festgestellt. Das waren knapp 1700 Straftaten nach dem Infektionsschutzgesetz - dabei kann es um verbotene Öffnungen von Geschäften, Restaurants, Kneipen oder Imbissen gehen oder um größere nicht erlaubte Veranstaltungen und Partys. Dazu kamen rund 3100 Ordnungswidrigkeiten wie zu geringe Abstände zu anderen Menschen. Die Polizei kontrollierte 17 311 Menschen und überprüfte 2783 Geschäfte. 925 Geschäfte mussten geschlossen werden.

14.08 Uhr: Senat sieht Betrugsversuche bei Corona-Hilfen gelassen

Der Berliner Senat sieht die zahlreichen Betrugsversuche bei den Corona-Soforthilfen in den vergangenen Monaten gelassen. Diese kriminellen Fälle machten „unter 0,5 Prozent“ des Finanzvolumens von 1,8 Milliarden Euro aus, sagte Finanzsenator Matthias Kollatz (SPD) am Freitag. Der Senat gehe davon aus, dass das Geld im Zuge der nachträglichen Kontrollen und Ermittlungen wieder reinkomme. Missbrauchsfällen werde nachgegangen.

Kollatz wehrte sich gegen Vorwürfe, die Investitionsbank Berlin (IBB) habe die Zuschüsse nach Beginn der Corona-Krise im Frühjahr zu schnell und ohne Prüfungen ausgezahlt. In der ersten Phase der Krise sei es darum gegangen, ganz viele Unternehmensexistenzen zu retten. „Insofern war es der Bund, der dazu aufgerufen hat: Liebe Länder, fangt an so schnell wie möglich. Macht auch vorlaufende Programme“, so Kollatz. „Und es war der Bund, der gesagt hat, die Logik dieser Programme ist: Wir zahlen jetzt aus und kontrollieren später.“

Bei der Berliner Staatsanwaltschaft haben sich inzwischen 660 Ermittlungsverfahren wegen Betrugsverdachts bei Corona-Soforthilfen angesammelt, wie eine Sprecherin am Donnerstag mitteilte. Wirtschaftssenatorin Ramona Pop (Grüne) sprach am Freitag von rund 850 Fällen, in denen wegen Betrugs ermittelt werde. „Da sind wir im Promillebereich“, fügte sie angesichts von etwa 220 000 Anträgen auf Soforthilfe hinzu.

Der Bund bat das Land nach Angaben Pops schon vor einigen Wochen um Aufklärung über die Verwendung der von ihm stammenden Mittel. Dabei sei es nicht um die Frage der Prüfungen gegangen. „Wir haben diese Fragen beantwortet“, so Pop. Ein zusätzliches Gesprächsangebot „zur Aufklärung dieser Fragen“ an Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) sei bisher unbeantwortet geblieben.

14.05 Uhr: 200 Betrugsfälle bei Corona-Hilfen in Brandenburg

Die bislang 200 aufgedeckten Betrugsfälle in Zusammenhang mit der Beantragung von Corona-Hilfen bei der Investitionsbank des Landes Brandenburg (ILB) sind weniger als von der ILB prognostiziert. Die akribische Bearbeitung der Anträge habe sich ausgezahlt, sagte Ingrid Mattern, Sprecherin der ILB, am Freitag. Damit seien weniger Nacharbeiten notwendig. Stichprobenartig werden zum Jahresende fünf Prozent aller bewilligten Fälle noch einmal unter die Lupe genommen, kündigte sie an. Insgesamt ging nach den Angaben Soforthilfe an 62 000 Firmen oder Solo-Selbstständige im Umfang von 550 Millionen Euro.

Zunächst hatte die „Märkische Allgemeine Zeitung“ berichtet, dass in 200 Fällen Verdacht auf Betrug bei der Beantragung der Soforthilfe besteht. Die Fälle seien dem Landeskriminalamt (LKA) zur weiteren Prüfung übermittelt worden. Nach dem Bericht hat das LKA in sieben Fällen Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts auf Subventionsbetrug oder betrügerischer Beantragung von Soforthilfe eingeleitet.

Laut ILB wurden an die verdächtigen Firmen keine Soforthilfe-Mittel ausgezahlt. Bei der Prüfung der Unterlagen seien die Unregelmäßigkeiten entdeckt worden.

13.02 Uhr: Brandenburg beschließt Beherbergungsverbot für Corona-Risikogebiete

Brandenburg hat ein Verbot für die Unterbringung von Menschen aus Corona-Risikogebieten beschlossen. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur verständigte sich das Kabinett am Freitag auf ein Beherbergungsverbot für Menschen aus Gebieten mit mehr als 50 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche. Der Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB) hatte zuvor darüber berichtet. Nach einem Corona-Ausbruch beim Fleischverarbeiter Tönnies im Kreis Gütersloh hatten mehrere Bundesländer Beherbergungsverbote für Gäste aus bestimmten Risikogebieten beschlossen.

11.51 Uhr: Nach Corona-Pause - Filmpark Babelsberg öffnet wieder

Mit gut drei Monaten Verspätung wegen der Corona-Krise startet der Filmpark Babelsberg in die Sommersaison. Von diesem Samstag an können Besucher wieder die Stuntshow in der Arena des Vulkans, die Westernshow und das Filmtiertraining erleben, wie Filmparksprecherin Liane Nowak am Freitag mitteilte. Angeboten werde auch wieder die Filmset-Tour durch die Kulissen für die RTL-Fernsehserie „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“, der Besuch des Military Camps, der Kulisse Berliner Mauer und des Sets der Insel Lummerland, in dem die „Jim Knopf“-Filme gedreht wurden.

Für den Besuch müssten Tickets möglichst vorab online bestellt werden, weil die Besucherzahl wegen der Abstandsregeln beschränkt sei, sagte Filmparkchef Friedhelm Schatz. „Normalerweise haben wir rund 3000 Besucher täglich im Sommer, nun dürfen maximal 1500 am Tag in den Park.“ Bei der Buchung werden auch Angaben zur Person erfasst, um eine mögliche Kontaktnachverfolgung zu gewährleisten. Für Spontanbesucher sei es aber auch möglich, Karten an der Kasse zu kaufen, wenn es noch Kapazitäten gebe, erklärte Schatz. Bei den Shows gilt für Zuschauer die Maskenpflicht.

11.47 Uhr: Senat beschließt weiteres Corona-Hilfsprogramm für Wirtschaft

Die Berliner Wirtschaft, aber auch Vereine und Kulturinstitutionen können mit weiteren Staatshilfen in der Corona-Krise rechnen. Der Senat beschloss am Freitag ein entsprechendes Programm. Es umfasst unter anderem Zuschüsse und andere Unterstützung für Unternehmen mit mehr als 10 und bis zu 250 Beschäftigten. So sollen Firmen etwa bei den Mietzahlungen unterstützt werden. Das Gesamtpaket umfasst etwa 500 Millionen Euro Landesgeld sowie Mittel vom Bund. In den vergangenen Monaten hatte der Senat bereits diverse Hilfsprogramme aufgelegt.

Kommentar zum Thema: Geld allein hilft in der Corona-Krise nicht

11.01 Uhr: Wieder mehr Corona-Infektionen in Brandenburg - neuer Todesfall

Die Zahl neuer Corona-Infektionen in Brandenburg nimmt wieder deutlich zu. Von Donnerstag bis Freitag zählten die Behörden 15 neue Fälle, wie das Gesundheitsministerium in Potsdam mitteilte. Zuvor waren neun und davor fünf Infektionen hinzugekommen. Derzeit seien rund 140 Menschen aktiv erkrankt. Nach längerer Zeit kam auch ein neuer Todesfall hinzu. Damit starben bisher 171 Corona-Patienten in Brandenburg.

Die neuen Corona-Infektionsfälle kamen dem Ministerium zufolge in den Kreisen Teltow-Fläming, Potsdam-Mittelmark, Dahme-Spreewald, Märkisch-Oderland, Oberhavel und der Stadt Potsdam hinzu. Seit März wurden insgesamt 3437 Menschen mit dem Sars-CoV-2-Virus infiziert. Als genesen gelten rund 3130 Menschen, das sind 10 mehr als am Vortag.

+++ Donnerstag, 25. Juni 2020 +++

Die wichtigsten Corona-News des Tages in Berlin

Wegen Corona: Viele Berliner verzichten auf Sommerurlaub
Chef der Krankenhausgesellschaft zur "Helden-Prämie": „Beschäftigte sind empört über die Nicht-Beachtung“

20.17 Uhr: Corona-Podcast mit Berliner Virologen Christian Drosten gewinnt Grimme Online Award

Der Podcast „Das Coronavirus-Update“ mit dem Berliner Virologen Christian Drosten hat gleich zwei Auszeichnungen beim Grimme Online Award gewonnen. Einen Preis gab es von der Jury, einen vom Publikum. Die Grimme-Juroren zeichneten die NDR-Produktion am Donnerstagabend in der Kategorie „Information“ aus. Zur Begründung hieß es: „"Das Coronavirus-Update" demonstriert, dass auch ausführlicher Wissenschaftsjournalismus das Publikum fesseln kann - und erschließt ganz nebenbei neue Hörergruppen für das Medium Podcast.“ Am Ende der Verleihung kam auch noch der Publikumspreis hinzu, über den Internet-Nutzer abstimmen konnten.

Der NDR hatte den Podcast im Februar gestartet, seitdem hat er sich zu einem großen Erfolg entwickelt. Geduldig geht der Charité-Wissenschaftler Drosten dabei auf die neueste Entwicklungen rund um die Coronavirus-Pandemie ein. Aktuell befindet sich der Podcast in der Sommerpause.

Der undotierte Grimme Online Award gilt als wichtigste deutsche Auszeichnung für herausragende Online-Publizistik und wird seit 2001 verliehen. Wegen der Corona-Pandemie wurden die Gewinner in diesem Jahr nicht bei einer Gala, sondern in einem Livestream gewürdigt.

19.30 Uhr: 802 aktuelle Corona-Fälle in Berlin, alle Ampeln wieder auf Grün

In Berlin ist kein weiterer Mensch an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben. Die Zahl der Todesfälle beträgt 212. Das teilte die Berliner Senatsgesundheitsverwaltung am Donnerstagabend mit. 75 neue Infektionen wurden bestätigt, 46 gab es am Tag zuvor. 802 aktuelle Corona-Fälle haben wir insgesamt in Berlin. 776 waren es am Mittwoch. 7081 Menschen sind inzwischen genesen. Die Zahl der Patienten auf den Intensivstationen beträgt 34, eine Person weniger als Mittwoch. Insgesamt liegen 135 Menschen in Krankenhäusern, 15 mehr als am Mittwoch.

Die Berliner Corona-Ampel steht für den Bereich der Reproduktionszahl mit 0,76 wieder auf Grün. Die Werte für Neuinfektionen und die freien Intensivbetten stehen weiterhin auf Grün.

Die Fallzahlen nach Bezirken

17.48 Uhr: Stopp bei Tönnies - Brandenburger Bauern werden Schweine nicht los

Der Stopp der Produktion nach dem Corona-Ausbruch in einem Werk des Branchenriesen Tönnies in Nordrhein-Westfalen bringt auch Brandenburger Schweinehaltern Probleme. „Tiere müssen länger in den Ställen stehen, ehe sie zur Schlachtung kommen“, sagte Heiko Terno, stellvertretender Präsident des Landesbauernverbandes, am Donnerstag auf Anfrage. Die Schweine müssten länger gefüttert werden und brächten mehr Gewicht auf die Waage. Das zahle sich für den Mäster aber nicht aus. Kunden wollten mageres Fleisch, sagte er.

Nach wie vor fehlten in Brandenburg ausreichend eigene Schlachtkapazitäten, kritisierte Hans-Christian Daniels, Vorsitzender der Interessengemeinschaft Schwein Brandenburg. „Schweinehalter werden ihre Tiere nicht wie geplant los“, sagte er. Dazu würden in den Aufzuchtbetrieben weitere Ferkel heranwachsen.

14.44 Uhr: Probejahr an Gymnasien - Viele Siebtklässler müssen sich neue Schule suchen

Alle Schüler haben Ferien – aber bei manchen Kindern ist dieser Sommer getrübt, weil schnell eine neue Schule gesucht werden muss. So haben im Bezirk Neukölln 67 Siebtklässler das Probejahr am Gymnasium nicht bestanden und wechseln nun gezwungenermaßen in eine Sekundarschule. Dafür werden allein zwei „Umsteigerklassen“ mit je 25 Schülern eingerichtet. In Tempelhof-Schöneberg sind es dagegen nur 28 Schüler, allerdings gehen dort noch 9 Schüler in eine Nachprüfung. Durch die Corona-Pandemie und die Schulschließung ist das „Probejahr“ am Gymnasium besonders umstritten. Politikerinnen wie Regina Kittler (Linke) und Marianne Burkert-Eulitz hatten gefordert, es diesmal auszusetzen. Bei so wenig Unterricht hätten die Schüler keine faire Chance gehabt. Die Senatsverwaltung für Bildung konnte sich aber nur zu einer Empfehlung an die Gymnasien durchringen, dieses Jahr beim Probejahr großzügig zu handeln.

14.10 Uhr: Verlängerung für neue Obdachlosen-Quartiere

Die zusätzlichen Unterkünfte für Obdachlose in der Corona-Pandemie bleiben über den 30. Juni hinaus bestehen. Das Angebot sei zunächst bis Ende Juli verlängert worden, sagte Stefan Strauß, Sprecher der Senatssozialverwaltung, am Donnerstag. So lange Abstandsregeln in Kraft seien, werde versucht, die Unterkünfte in der Storkower Straße in Pankow und in der Kluckstraße nahe dem Tiergarten offen zu halten. Die insgesamt rund 300 Plätze seien voll belegt. Ein weiteres zusätzliches Angebot mit 100 Plätzen gibt es bei der Stadtmission in der Nähe des Hauptbahnhofs.

In allen zusätzlichen Unterkünften können Obdachlose während der Pandemie durchgehend bleiben. Ziel ist es, mehr Menschen ohne den Druck der Straße bei Anspruch und ihrem Einverständnis ins soziale Sicherungssystem zu bringen. In welchem Ausmaß das gelinge, werde gerade bei den Trägern abgefragt, ergänzte Strauß. Ideen für solche Exit-Strategien gab es bereits vor der Pandemie. Unbefristet können die neuen Quartiere aber kaum weitergeführt werden. Das Haus an der Kluckstraße ist zum Beispiel eine Jugendherberge.

Die Überlegungen in der Pandemie reichten im Moment bereits bis zur Kältehilfe im Herbst, sagte Strauß. Es sei die Frage, ob man Menschen in Notübernachtungen weiterhin auf vielen Matratzen auf dem Boden unterbringen könne.

13.08 Uhr: Berlin fordert höheres Kurzarbeitergeld

Die Länder Berlin und Bremen fordern eine Erhöhung des Kurzarbeitergeldes, um Beschäftigten zu helfen, die von der Corona-Krise besonders hart betroffen sind. Für Nettoeinkommen von bis zu 1400 Euro solle der Betrag auf 90 Prozent angehoben werden, teilte die Senatsverwaltung für Arbeit und Soziales mit. Für Nettoeinkommen zwischen mehr als 1400 Euro und 1700 Euro solle es auf 85 Prozent steigen.

Bei Nettoeinkommen über 1700 Euro soll das Kurzarbeitergeld 80 Prozent des Nettoeinkommens betragen. Für Arbeitnehmer mit mindestens einem Kind sollen die Sätze jeweils 7 Prozent höher liegen. Die Regelung soll rückwirkend ab dem 1. März bis 31. März 2021 gelten. Die Länder haben beschlossen, einen Entschließungsantrag mit ihren Forderungen in den Bundesrat einzubringen.

Arbeitssenatorin Elke Breitenbach (Linke) sieht Geringverdienende besonders hart von der Kurzarbeit betroffen. „Um ihnen die Existenznöte zu nehmen, fordern wir für die Dauer der Corona-Krise ein erhöhtes Kurzarbeitergeld. Dabei gilt: Je kleiner das Einkommen, desto höher der Ausgleich“, erklärte die Politikerin.

Der Bundestag hatte im Mai ein höheres Kurzarbeitergeld beschlossen; die Regelung gilt bis Ende des Jahres. Bisher gibt es 60 Prozent des letzten Nettolohns oder 67 Prozent für Menschen mit Kindern - nun sollen es vom vierten Bezugsmonat an 70 Prozent oder 77 Prozent sein und ab dem siebten Monat 80 Prozent oder 87 Prozent. Gezählt wird rückwirkend ab März. Die Zuverdienstmöglichkeiten in Kurzarbeit werden ebenfalls erweitert.

12.44 Uhr: Corona-Überraschung - Bestes Abitur in Berlin seit langem

Trotz wochenlanger Schulschließungen und besonderer Umstände bei den Prüfungen wegen der Corona-Pandemie haben Berlins Schüler das beste Abitur seit langem abgelegt. Der Abiturdurchschnitt lag bei 2,3 - nach neun Jahren mit einem Durchschnittswert von 2,4. Das teilte die Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD) am Donnerstag auf Basis einer Schnellauswertung der Daten mit. Demnach stieg der Anteil derjenigen, die die Reifeprüfung bestanden: Das war bei 96,7 Prozent der rund 14.000 Abiturienten der Fall. 2019 kamen 95,4 Prozent durch. Zudem bemerkenswert: Die Abi-Traumnote 1,0 erreichten in diesem Jahr 2,5 Prozent der Abiturienten nach 2,1 im Jahr 2019.

11.55 Uhr: Quarantäne für Neuköllner Wohnblöcke endet am Freitagabend

Zahlreiche Bewohner der unter Quarantäne gestellten Wohnblöcke in Neukölln dürfen ab dem späten Freitagabend (23.59 Uhr) wieder ihre Häuser verlassen. Davon ausgenommen seien allerdings die Haushalte, in denen noch jemand aktiv infiziert ist, sagte ein Sprecher des Bezirksamts am Donnerstag auf Anfrage. Wie viele Haushalte das betrifft, stand noch nicht fest. Der Bezirk erwartet dem Sprecher zufolge im Lauf des Donnerstags noch weitere Testergebnisse, über die dann informiert werde.

Insgesamt sind 369 Haushalte in sieben Wohnblöcken von der 14-tägigen Maßnahme betroffen. Mit Stand vom Dienstagabend wurden dort 106 Menschen positiv auf Sars-CoV-2 getestet, insgesamt knapp 800 Tests durchgeführt. Am Mittwoch hatte der Bezirk wegen eines Serverausfalls keine neuen Daten bekanntgegeben.

Nennenswerte Probleme während der Quarantäne habe es nicht gegeben, auch wenn Anwohner wiederholt Sorge über Quarantänebrecher geäußert hätten, sagte der Bezirkssprecher und berief sich auf Lageberichte von Polizei und Ordnungsamt. Tatsächlich gingen etwa Sozialarbeiter in den Wohnblöcken ein und aus, hieß es. Vermutet wird, dass der Ausbruch im Zusammenhang mit einer christlichen Gemeinde steht.

11 Uhr: Corona-Haus in Friedrichshain: Kritik an Umzug ins Hotel

Im Fall des Wohnblocks in Friedrichshain, in dem sich Dutzende Bewohner mit dem Coronavirus infiziert haben, sagte der Friedrichshainer Gesundheitsstadtrat Knut Mildner-Spindler (Linke) dem Sender RBB, dass die unter Qurantäne stehenden Haushalte täglich kontaktiert würden, das habe auch einen "Kontroll-Effekt."

Mildner-Spindler wolle den betroffenen Menschen aber die Quarantäne "zu Hause soweit wie möglich erträglich machen". Das Angebot vom Senat, Bewohner aus besonders beengten Wohnungen in Hotels umzusiedeln, sieht der Stadtrat kritisch. "Mir erschließt sich noch nicht ganz der Sinn." Die Menschen lebten zwar in beengten Verhältnissen, könnten aber selbst für sich sorgen - etwa kochen und Wäsche waschen. Unklar sei, ob die Verhältnisse in Hotelzimmern inbezug auf die Corona-Regeln vorteilhafter seien.

Den Bewohnern des Mietshaus in der Nähe des Ostbahnhofs seien freiwillige Corona-Tests angeboten worden. 171 Menschen hätten sich testen lassen, dabei habe es 45 positive Ergebnisse gegeben, so Mildner-Spindler. Jetzt stehen einzelne Haushalte und ihre Kontaktpersonen unter Quarantäne, aber nicht der gesamte Wohnkomplex.

10.36 Uhr: Neun nachgewiesene Corona-Neuinfektionen in Brandenburg

In Brandenburg ist die Zahl der Corona-Neuinfektionen im Vergleich zum Vortag leicht gestiegen. Innerhalb eines Tages wurden neun neue Infektionen nachgewiesen, wie das Gesundheitsministerium am Donnerstag mit Stand 8 Uhr mitteilte. Am Mittwoch waren es fünf neue Fälle. Die Zahl der bestätigt mit Sars-CoV-2 Infizierten liegt damit bei insgesamt 3422.

Elf Menschen werden derzeit im Krankenhaus behandelt und zwei von ihnen intensivmedizinisch beatmet. 3120 Menschen gelten als genesen von der Krankheit Covid-19. Die Zahl der im Zusammenhang mit Covid-19 Gestorbenen liegt unverändert bei 170.

Corona-Schwerpunkte in Brandenburg sind weiter die Landeshauptstadt Potsdam mit 644 Fällen, gefolgt vom Landkreis Potsdam-Mittelmark mit 571 Infizierten und dem Kreis Barnim mit 430. Mit 31 Infizierten wurden im Landkreis Prignitz und in Frankfurt (Oder) die landesweit geringsten Zahlen gemeldet.

10.26 Uhr: Wir starten unser neues Newsblog

Alle bisherigen Nachrichten zum Coronavirus in Berlin und Brandenburg lesen sie hier in unserem vorangegangenen Newsblog.

6.15 Uhr: Trotz Corona: Anti-Rassismus-Demonstration und CSD-Zug am Samstag

Am Samstag sind mehrere Demonstrationen in Berlin angemeldet. Ab 12 Uhr soll die Demonstration gegen die Diskriminierung und für die Gleichberechtigung von Schwulen, Lesben und Transsexuellen am Nollendorfplatz in Schöneberg beginnen. Der CSD-Zug führt dann mit dem Motto „Berlin Pride 2020“ über die Potsdamer Straße, Wilhelmstraße, Unter den Linden zum Alexanderplatz.

Zu der Anti-Rassimus-Kundgebung am Großen Stern mit dem Motto „Black Lives Matter“ (12.30 Uhr) sind 1500 Teilnehmer bei der Polizei angemeldet. Außerdem gibt es erneut einen Auto-Korso gegen die Corona-Regeln quer durch die Stadt sowie ab 15 Uhr ein Hiphop-Festival in der Parkaue in Lichtenberg.

6.01 Uhr: Corona-Effekt: Im Mai deutlich weniger Krankmeldungen

Die Kontaktbeschränkungen in der Corona-Pandemie haben nach einer Analyse der Krankenkasse AOK Nordost in diesem Jahr einen Achterbahn-Effekt auf Krankmeldungen gehabt. Schnellten die Zahlen für Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern von Mitte März bis Mitte April weit über den Durchschnitt in die Höhe, fielen sie im Mai weit unter die üblichen Mittelwerte. Soziale Distanz habe damit nicht allein die Ausbreitung des Coronavirus stark eingedämmt, sondern auch andere Infektionskrankheiten in Schach gehalten, folgert die Kasse.

+++ Mittwoch, 24. Juni 2020 +++

Die wichtigsten Corona-News des Tages in Berlin

Bewohner überfüllter Blocks sollen ins Hotel

19.45 Uhr: 46 neue Infektionen, eine Ampel weiterhin rot

In Berlin ist ein weiterer Mensch an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben. Die Zahl der Todesfälle beträgt nun 212. Das teilte die Berliner Senatsgesundheitsverwaltung am Mittwochabend mit. 46 neue Infektionen wurden bestätigt, 59 gab es am Tag zuvor. 776 aktuelle Corona-Fälle haben wir insgesamt in Berlin. 802 waren es am Dienstag. 7032 Menschen sind inzwischen genesen. Die Zahl der Patienten auf den Intensivstationen beträgt 35, vier Personen weniger als Dienstag. Insgesamt liegen 120 Menschen in Krankenhäusern, zehn weniger als Dienstag.

Die Berliner Corona-Ampel steht für den Bereich der Reproduktionszahl mit 1,32 auf Rot, da der Wert den dritten Tag in Folge über 1,2 liegt. Die Werte für Neuinfektionen und die freien Intensivbetten stehen weiterhin auf Grün.

Bezirk Fallzahl Genesen
Charlottenburg-Wilmersdorf 828 (+1) 750
Friedrichshain-Kreuzberg 651 (0) 562
Lichtenberg 399 (+1) 342
Marzahn-Hellersdorf 451 (+4) 390
Mitte 1150 (+6) 1028
Neukölln 970 (+9) 800
Pankow 765 (+5) 693
Reinickendorf 627 (+4) 523
Spandau 427 (+2) 355
Steglitz-Zehlendorf 581 (0) 549
Tempelhof-Schöneberg 775 (+11) 688
Treptow-Köpenick 396 (+3) 352
Summe 8020 (+46) 7032

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