Corona-Newsblog Berlin

40 Neuinfektionen in Berlin, keine neuen Todesfälle

7321 Menschen haben sich in Berlin bislang nachweislich mit dem Coronavirus infiziert. Alle aktuellen Entwicklungen und Zahlen im Blog.

Coronavirus: Fortschritte bei Suche nach Impfstoff

Über 150 Projekte forschen weltweit nach einem Impfstoff. Jetzt gibt es die ersten Erfolge.

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Berlin. In unserem Newsticker berichten wir laufend über die Corona-Lage in Berlin und Brandenburg. Aktuelle Informationen zur Corona-Pandemie in Deutschland, Europa und der Welt finden Sie in diesem Newsblog.

Montag, 15. Juni 2020

9.30 Uhr: Wir schließen dieses Newsblog

Alle weiteren Entwicklungen zum Coronavirus in Berlin und Brandenburg finden Sie in unserem neuen Newsblog.

09.16 Uhr: Buskorso am Mittwoch in Berlin erwartet

Reisebus-Unternehmen wollen am Mittwoch erneut in Berlin mit einer Sternfahrt demonstrieren. Das teilte die Verkehrsinformationszentrale Berlin mit und warnte vor großen Einschränkungen im Stadtgebiet. Die Details lesen Sie hier.

Die wichtigsten Corona-News in Berlin am Sonntag

Das bringt die Corona-Ampel den Berlinern
Sonderbare Corona-Wochen in Berlin

19.05 Uhr: 40 Neuinfektionen in Berlin, keine neuen Todesfälle

In Berlin sind keine weiteren Menschen an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben. Das teilte die Senatsgesundheitsverwaltung am Sonntagabend mit. Die Zahl der Todesfälle bleibt bei 208. 40 neue Infektionen wurden bestätigt, 30 gab es am Tag zuvor. 457 aktuelle Corona-Fälle haben wir insgesamt in Berlin. 446 waren es am Vortag. 6656 Menschen sind inzwischen genesen. Die Zahl der Patienten auf den Intensivstationen beträgt nach wie vor 42. Insgesamt liegen 130 Menschen in Krankenhäusern, vier mehr als am Sonnabend.

Die Reproduktionszahl - einer der drei Indikatoren des Berliner Ampelsystems zur Bewertung der Corona-Lage - lag am Sonntagabend bei 1,11 (Vortag: 0,9). Somit stehen alle drei Ampeln - auch die wöchentlichen Neuinfektionen und der Anteil belegter Intensivbetten mit Covid-19-Patienten - auf Grün.

17.35 Uhr: Kitas sollen ab Montag zum Normalbetrieb zurückkehren

Die Kindertagesstätten in Berlin kehren ab Montag zum Normalbetrieb zurück. Trotz der Corona-Krise sollen alle Kinder wieder betreut werden können, wie Bildungssenatorin Sandra Scheeres angekündigt hat. Zunächst ist eine einwöchige Übergangsphase vorgesehen. Ab dem 22. Juni haben Eltern wieder einen vollen Betreuungsanspruch für ihre Kinder. Derzeit ist er für viele Eltern auf Halbtagsbetreuung begrenzt, was gerade für Berufstätige eine erhebliche Doppelbelastung bedeutet.

Seit Montag vergangener Woche sind schon die Vierjährigen zurück in den Kitas, nun folgen die jüngeren Kinder. Die zuvor wegen der Corona-Pandemie gültige Begrenzung der Gruppengrößen ist bereits aufgehoben worden. Die Kitas sollen aber auf stabile Gruppen achten, um das Risiko einer Infektion mit dem Virus zu verringern.

Erzieherinnen und Erzieher, die zur Risikogruppe gehören, fallen für die Betreuung der Kinder aus. Auf Seiten der Eltern gibt es deshalb Sorgen, ob die Rückkehr zum Normalbetrieb funktioniert: „Ich sehe nicht, dass es normal wird im Sinne von dem, was wir vor Corona kannten“, sagte die Vorsitzende des Landeselternausschusses Kita (LEAK) in Berlin, Corinna Balkow, der Deutschen Presse-Agentur.

„Durch die Aufhebung von Gruppengrößen werden schon mehr Kinder zurückkommen. Es werden sicher mehr Kinder untergebracht werden, aber wir werden immer noch andere Bedingungen haben“, sagte Balkow. Sie rechne für manche Kitas auch mit Konflikten bei der Frage, welche Kinder tatsächlich wie viele Stunden betreut werden könnten.

17.32 Uhr: Wieder etwas mehr Flüge in Tegel und Schönefeld

Mit dem Wegfall der Reisewarnungen für zahlreiche europäische Länder an diesem Montag werden auch wieder mehr Fluggäste an den Berliner Flughäfen Tegel und Schönefeld erwartet. Die Betreiber rechnen jedoch nicht mit großem Gedränge. „Wenn es gut geht, haben wir ein Zehntel der üblichen Flugbewegungen“, sagte ein Sprecher. Weil Abstand zu halten ist und die Kontrollen länger dauern, sollten Fluggäste dennoch zwei Stunden vor Abflug eintreffen, möglichst online einchecken und nur ein Handgepäckstück mitbringen.

Gab es an den Flughäfen Tegel und Schönefeld vor der Corona-Krise insgesamt rund 1000 Starts und Landungen pro Tag, werden es in dieser Woche höchstens 100 täglich sein, hieß es bei der Flughafengesellschaft. Im Frühjahr waren es zeitweise nur zehn gewesen.

Eine Reihe von Fluggesellschaften hat den Betrieb in Berlin noch gar nicht wieder aufgenommen. Darunter ist auch der größte Anbieter am Standort, die britische Fluggesellschaft Easyjet. Sie startet voraussichtlich erst im Juli wieder.

17.15 Uhr: Brandenburg lockert Corona-Regeln - Kitas für alle Kinder offen

Die Brandenburger haben ab Montag wieder mehr Freiheiten im Alltag. Freunde, Bekannte und Verwandte können sich wieder treffen, ohne auf die Kontaktbeschränkung von zwei Haushalten oder bis zu zehn Menschen zu achten. Nach rund drei Monaten öffnen am Montag wieder die Kitas für alle Kinder. Die Abstandsregel wird dort ausgesetzt. Seit März galt nur eine Notbetreuung und zuletzt ein eingeschränkter Betrieb. In Berlin sollen die Kindertagesstätten ab Montag auch wieder zum Normalbetrieb zurückkehren.

Nach Einschätzung von Landkreistagspräsident Wolfgang Blasig (SPD) aus Potsdam-Mittelmark könnte es zum Start etwas holpern, weil möglicherweise Personal fehlt. In den Schulen soll nach den Sommerferien ab 10. August normaler Unterricht starten.

Der Mindestabstand von 1,5 Metern und die Hygieneregeln wie etwa Händewaschen bleiben bestehen. Die Pflicht zur Mund-Nasen-Bedeckung wird von öffentlichen Bussen und Bahnen sowie dem dem Einzelhandel auf Reisen mit Bussen, Schiffsausflüge und Besuche in Krankenhäusern und Pflegeheimen ausgeweitet. Für Demonstrationen gilt keine Obergrenze mehr, aber der Zutritt muss gesteuert werden. Öffentliche und private Veranstaltungen dürfen mit bis zu 1000 Menschen stattfinden. Die Sperrstunde in Gaststätten und Cafés zwischen 22 Uhr und 6 Uhr fällt weg. In Krankenhäusern und Pflegeheimen sind bis 15. Juli je zwei Besucher statt bisher nur einer möglich. In Brandenburg nahm die Zahl gemeldeter Corona-Infektionen zuletzt um drei Fälle zu.

In Thüringen starteten am Samstag neue und sehr weitgehende Lockerungen der Corona-Regeln. Dort gibt es für den Kontakt untereinander allerdings noch Empfehlungen, dass es nicht mehr als zehn sonstige Personen sein sollen und den Kreis möglichst konstant zu halten.

14.39 Uhr: Polizeisprecher - Verhalten der Demonstranten "vorbildlich"

Die Berliner Polizei ist mit dem bisherigen Verlauf der Unteilbar-Demonstration zufrieden. Sprecher Thilo Cablitz nannte das Verhalten der Protestierenden in der Menschenkette „vorbildlich“. „Das Hygienekonzept des Versammlungsleiters ist tragfähig und geht auf.“ Hier und da gebe es zwar noch Koordinationsbedarf. Das werde aber schnell gelöst.

Die Berliner Polizei ist entlang der neun Kilometer langen Strecke mit 1000 bis 1200 Kräften im Einsatz. Die Veranstalter selbst haben alle paar Meter Ordner aufgestellt, die ebenfalls auf die Einhaltung der Hygienevorschriften achten.

14.08 Uhr: "Omas gegen Rechts" starten Menschenkette

Am Pariser Platz in Mitte wird die geplante Menschenkette bis zum Hermannplatz in Neukölln gestartet. Den Anfang der Kette, die ein "Band der Solidarität" spannen soll, bilden Teilnehmerinnen des Bündnisses "Omas gegen Rechts".

13.55 Uhr: Demo-Teilnehmer sammeln sich am Pariser Platz

Auf dem Pariser Platz sammeln sich Teilnehmer der "Unteilbar"-Demonstration gegen Rassismus und Ausgrenzung. Ab 14 Uhr wollen sie von dort eine neun Kilometer lange Menschenkette bis zum Neuköllner Hermannplatz bilden. Die Veranstalter hatten im Vorfeld angekündigt, dabei drei Meter Abstand zueinander zu halten und Masken zu tragen.

12.40 Uhr: Lauterbach - Ideale Bedingungen für Virus bei "Unteilbar"-Demo

SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach hat vor der großen „Unteilbar“-Demonstration vor einer massenhaften Ansteckung mit dem Coronavirus gewarnt. „Die Abstände werden im Zweifel nicht eingehalten, da wird gerufen und skandiert auf engem Raum – das sind ideale Bedingungen für eine Verbreitung des Virus durch Superspreader“, sagte er dem Tagesspiegel. Das Ziel, ein Zeichen gegen Rassismus und Ausgrenzung sowie für Klimaschutz und Gleichberechtigung zu setzen, teile er zwar. Doch Berlin riskiere, „die erste Stadt in Deutschland mit großen Corona-Hotspots“ zu werden.

10.50 Uhr: Brandenburg schreibt Corona-Quarantäne für Risikogebiete vor

Wer nach Brandenburg einreist, muss ab kommendem Dienstag (16. Juni) nur bei Rückkehr aus einem Risikogebiet in zweiwöchige Quarantäne zum Schutz vor der Ausbreitung des Coronavirus. Dann gilt eine neue Rechtsgrundlage für Quarantäne, wie das Gesundheitsministerium am Samstag bei Twitter mitteilte. In der noch aktuellen Verordnung ist die häusliche Zeit für die Rückkehr aus allen Staaten außerhalb der EU-Länder sowie Island, Liechtenstein, Norwegen, die Schweiz und das Vereinigte Königreich vorgeschrieben.

Als Risikogebiet gilt nach den künftigen Brandenburger Quarantäneregeln ein Staat oder eine Region außerhalb Deutschlands, für die zum Zeitpunkt der Einreise ein erhöhtes Risiko für eine Corona-Infektion bestand. Die Bundesregierung werde darüber entscheiden, was als Risikogebiet eingestuft wird, das RKI werde dies veröffentlichen. Denjenigen, die sich nicht an die Verordnung halten, drohen Bußgelder von bis zu 3000 Euro.

9.12 Uhr: Gastronomen bereiten wieder Veranstaltungen vor

Hotels und Gaststätten in Brandenburg können mit den jüngsten Lockerungen in der Corona-Krise nun wieder durchstarten - auch mit Feiern und anderen Veranstaltungen. Vielerorts nehmen die Anfragen der Gäste wieder zu, wie es aus der Branche heißt. „Die Familienfeiern werden nun nachgeholt“, sagte der Hauptgeschäftsführer des Hotel- und Gaststättenverbands (Dehoga) in Brandenburg, Olaf Lücke. Eine Erleichterung sei auch die ab Montag geltende Aufhebung der Sperrstunde in Gaststätten und Kneipen.

Neu in der ab Montag geltenden Corona-Verordnung ist laut Lücke das Führen einer Anwesenheitsliste mit Personendaten der Gäste, um mögliche Infektionsketten nachvollziehen zu können. „Das ist vorher schon von vielen Gastronomen gemacht worden, war aber bisher keine Pflicht“, sagte der Dehoga-Hauptgeschäftsführer. Zwar dürfe nun wieder gefeiert werden, Abstands- und Hygieneregeln blieben aber weiter bestehen. Das bedeute automatisch weniger Tische und damit weniger Plätze.

9.05 Uhr: Corona-Schulstudie der Charité beginnt

Mehrere Hundert Schüler und Lehrkräfte an 24 ausgewählten Berliner Schulen sollen Teil einer Corona-Studie der Charité werden. Die Untersuchung ist auf ein Jahr angelegt und soll am Montag beginnen. Mit acht mobilen Teams will die Universitätsklinik zunächst Abstriche für Corona-Tests aus dem Nasen-Rachen-Raum freiwilliger Probanden nehmen. Auch etwas Blut soll für Tests auf Antikörper genutzt werden - diese gelten als Hinweis auf eine durchgemachte Infektion.

Alle drei Monate sollen die Tests bei der gleichen Personengruppe wiederholt werden. Davon verspricht sich die Charité auch Hinweise zur Frage nach der Immunität bei Sars-CoV-2. Bisher ist es nur eine Vermutung, dass man nach einer Infektion zumindest für eine gewisse Zeit nicht erneut erkrankt.

Pro Schule wollen die Forscher mindestens 20 Kinder und Jugendliche und fünf Mitarbeiter für die Teilnahme gewinnen. Bei Minderjährigen müssen die Eltern zustimmen.

Die wichtigsten Corona-News in Berlin am Sonnabend

Neue Corona-Fälle in Schulen und Kitas
Brandenburg kippt Kontaktbeschränkung
Rotes Kreuz schlägt Alarm - Blutspender gesucht

18.49 Uhr: Keine weiteren Toten und 30 Neuinfektionen

In Berlin sind keine weiteren Menschen an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben. Die Zahl der Todesfälle bleibt bei 208. 30 neue Infektionen wurden bestätigt, 87 gab es am Tag zuvor. 446 aktuelle Corona-Fälle haben wir insgesamt in Berlin. 434 waren es am Freitag. 6627 Menschen sind inzwischen genesen. Die Zahl der Patienten auf den Intensivstationen beträgt nach wie vor 42. Insgesamt liegen 126 Menschen in Krankenhäusern, auch diese Zahl blieb gegenüber Freitag unverändert.

Bezirk Fallzahl Genesen
Charlottenburg-Wilmersdorf 778 (+2) 728
Friedrichshain-Kreuzberg 571 (+4) 532
Lichtenberg 365 (+6) 310
Marzahn-Hellersdorf 395 (+1) 366
Mitte 1.037 (0) 975
Neukölln 835 (0) 717
Pankow 731 (0) 673
Reinickendorf 555 (+3) 495
Spandau 365 (+5) 295
Steglitz-Zehlendorf 568 (+3) 532
Tempelhof-Schöneberg 719 (+6) 661
Treptow-Köpenick 362 (0) 343
Summe 7281 (+30) 6627

Die drei Indikatoren, die Berlin in einem Ampelsystem zur Bewertung des Infektionsgeschehens verwendet, standen auch am Samstag weiter auf Grün. Die Reproduktionszahl (R-Wert), die die Dynamik des Infektionsgeschehens beschreibt, sank leicht auf 0,9 (Vortag: 0,96). Die Zahl der Neuinfektionen pro Woche im Verhältnis zur Einwohnerzahl lag weiter bei 4,9 - erst ab 20 wird der grüne Bereich verlassen. Und weiterhin 3,3 Prozent der Plätze auf Intensivstationen wurden für Covid-19-Patienten benötigt (gelb: ab 15 Prozent). Im Krankenhaus isoliert und behandelt wurden weiterhin 126 Menschen, davon 42 intensivmedizinisch.

Lesen Sie auch: Corona-Ampel in Berlin - So funktionert das Frühwarnsystem

16.59 Uhr: Brandenburg schreibt Corona-Quarantäne für Risikogebiete vor

Wer nach Brandenburg einreist, muss ab kommendem Dienstag (16. Juni) nur bei Rückkehr aus einem Risikogebiet in zweiwöchige Quarantäne zum Schutz vor der Ausbreitung des Coronavirus. Dann gilt eine neue Rechtsgrundlage für Quarantäne, wie das Gesundheitsministerium am Sonnabend bei Twitter mitteilte. In der noch aktuellen Verordnung ist die häusliche Zeit für die Rückkehr aus allen Staaten außerhalb der EU-Länder sowie Island, Liechtenstein, Norwegen, die Schweiz und das Vereinigte Königreich vorgeschrieben.

12.23 Uhr: Wieder Kundgebungen gegen Corona-Maßnahmen

Auch an diesem Sonnabend finden wieder mehrere Kundgebungen sowie ein Autokorso gegen die Corona-Politik der Bundesregierung statt. Am Olympischen Platz hat der Verschwörungstheoretiker Attila Hildmann eine Veranstaltung angemeldet. In der gesamten Innenstadt kommt es über mehrere Stunden zu Verkehrsbehinderungen.

12.10 Uhr: Hikel vor "Unteilbar"-Demo: Abstandsregeln einhalten!

Neuköllns Bezirksbürgermeister Martin Hikel (SPD) hat vor der für Sonntag geplanten „Unteilbar“-Demonstration an Teilnehmer und Redner appelliert, die Corona-Regeln einzuhalten. „Ein Konzept ist nur so gut, wie es dann auch von den Menschen tatsächlich umgesetzt wird“, sagte Hikel, in dessen Bezirk die Menschenkette enden soll, im RBB-Inforadio. Mit einer Menschenkette statt einem Demonstrationszug sollen die Abstandsregeln eingehalten werden. Innensenator Andreas Geisel hatte schon am Freitag erklärt, man habe dem Veranstalter die Auflage gegeben, dass Teilnehmer Mund-Nasen-Schutz tragen müssen.

Hikel bat darum, Infektionsschutz und Abstandsregeln „als Teil unserer Normalität“ zu akzeptieren und Mund-Nasen-Schutz zu tragen - es gehe am Ende um Menschenleben. Bislang seien die Menschen diszipliniert gewesen. „Wir sind kein Polizeistaat. Wir sind darauf angewiesen, dass die Menschen auch Verantwortung übernehmen und sich an die Infektionsschutzmaßnahmen halten“, sagte der SPD-Politiker.

10.25 Uhr: Volle Bars in Mitte - Polizei weist auf Corona-Regeln hin

Zum Start ins Wochenende strömten am Freitagabend viele Nachtschwärmer in die Bars und Kneipen. In Mitte musste die Polizei einschreiten, weil es teilweise zu voll wurde. Die Besucherinnen und Besucher, die sich an der Ecke August- und Joachimstraße drängten, wurde von Polizeibeamten eindringlich darauf hingewiesen, die Abstandsregelungen einzuhalten.

8.34 Uhr: Schwimmbäder und Thermen öffnen wieder

Nach den Freibädern können ab Sonnabend Brandenburgs Thermen und Schwimmbäder wieder öffnen. Betreiber rechnen aber nicht mit einem großen Ansturm. „Im Juni machen die meisten Thermen ohnehin nicht viel Umsatz“, sagte der Geschäftsführer der „Saarow Therme“ in Bad Saarow, Axel Walter. Er rechne nicht damit, dass das reduzierte Besucherkontingent ausgeschöpft werde.

In der „Saarow Therme“ wurde die Anzahl der Schränke reduziert, so könnten die Abstandsregeln besser eingehalten werden. Saunen mit Temperaturen unter 80 Grad Celsius müssen gemäß der aktuellen Landesverordnung zwar weiter geschlossen bleiben, doch viele Betreiber würden stärker aufheizen. Aufgüsse seien aber nicht gestattet. Dampf- und Feuchtsaunen bleiben noch dicht.

Die tropische Urlaubswelt Tropical Island in Krausnick (Dahme-Spreewald) will nach Angaben der Betreiber erst am Montag wieder öffnen.

+++ Freitag, 12. Juni 2020 +++

Die wichtigsten Corona-News in Berlin am Freitag

Bildungsverwaltung im Blindflug
Berlin bereitet sich auf 20.000 Demo-Teilnehmer vor
Mitarbeiter der Corona-Klinik werden geschult
Start der Pop-up-Terrasse in Friedrichshain-Kreuzberg
Friseure leiden auch nach den Corona-Lockerungen

19.00 Uhr: Corona-Ampeln stehen weiter auf Grün

Die Corona-Ampeln stehen weiter auf Grün. Laut der Senatsgesundheitsverwaltung beträgt die Reproduktionszahl "R" 0,96. Die Zahl der Neuinfektionen pro Woche je 100.000 Einwohner liegt bei 4,9, der Anteil der Covid-19-Patienten benötigten Plätze auf Intensivstationen liegt bei 3,3 Prozent.

18.56 Uhr: Zahl der Neuinfektionen um 87 gestiegen

In Berlin sind 87 Neuinfektionen gemeldet worden. Das teilte die Senatsgesundheitsverwaltung mit. Demnach stieg die Zahl der Infektionen seit Beginn der Pandemie auf 7251 Fälle. Bislang sind 208 Menschen mit dem Coronavirus gestorben, die Zahl stieg damit nicht weiter an. 434 aktuelle Corona-Fälle haben wir insgesamt in Berlin. 374 waren es gestern. 6609 Menschen sind inzwischen genesen.


Die Zahl der Patienten auf den Intensivstationen beträgt nach wie vor 42. Insgesamt liegen 126 Menschen in Krankenhäusern, zwei mehr als gestern.

Die meisten Neuinfektionen wurden in Neukölln verzeichnet (+39), es folgen Reinickendorf mit 14 und Charlottenburg-Wilmersdorf mit 11.

18.44 Uhr: Neue Corona-Fälle an Schulen und Kitas

Erneut haben sich in Berlin Schüler und Kita-Kinder mit dem Coronavirus infiziert, wie am Freitag bekannt wurde. So ist ein Schüler aus dem Schiller-Gymnasium in Charlottenburg-Wilmersdorf betroffen, wie es in einer Mitteilung des Vorstands des Landesschülerausschusses heißt. Darin heißt es weiter, die Corona-Infektion an dem Gymnasium habe zu Verunsicherung und „Unruhe“ bei allen Beteiligten geführt. Deswegen hat die Senatsverwaltung für Bildung nun eine Handreichung herausgegeben, um Schulen und Kitas über den Umgang mit Corona-Fällen zu informieren.

Bereits Anfang der Woche waren in Schulen in Spandau, Neukölln und Mitte mehrere Corona-Fälle bekannt geworden. Wie die „Berliner Zeitung“ berichtete, sind am Freitag zudem an acht Schulen und zwei Kitas in Neukölln, Mitte und Charlottenburg-Wilmersdorf insgesamt zwölf Fälle gemeldet worden. Dies teilte der Gesundheitsstadtrat von Mitte, Ephraim Gothe (SPD), mit. Zudem bestätigte Neuköllns Gesundheitsstadtrat Falko Liecke (CDU), dass in seinem Bezirk zwei Kinder in zwei verschiedenen Kitas erkrankt sind. In Mitte sind dem Bericht zufolge vier Schulen betroffen, in Neukölln drei. An einer Neuköllner Grundschule haben sich demnach eine Lehrerin und zwei Schüler infiziert, an zwei Oberschulen des Bezirks jeweils ein Schüler.

17.47 Uhr: Seit Montag 50 Tests an Schulen und Kitas

Seit dem Start der Berliner Teststrategie am Montag haben sich rund 50 Beschäftigte ausgewählter Schulen und Kitas auf das neue Coronavirus testen lassen. Die Anmeldungen für die gesonderten Testzeiten an der Charité hätten im Verlauf der Woche deutlich zugenommen, teilte ein Sprecher der Senatskanzlei am Freitag auf dpa-Anfrage mit. Im Unterschied zur bisherigen Vorgehensweise bekommen nun auch Menschen ohne Symptome den Test - Bedingung ist momentan die Beschäftigung an einer von 48 ausgewählten Schulen und Kitas. Testangebote für gesunde Beschäftigte weiterer Branchen, etwa in Justiz und Gastronomie, sollen zu einem späteren Zeitpunkt folgen.

In der ersten Phase können rund 1000 Menschen im Monat getestet werden. Die Teilnahme ist freiwillig. Mit den Stichproben will Berlin frühzeitig Infektionen und Infektionsherde aufspüren. Das Ergebnis der sogenannten PCR-Tests auf Sars-CoV-2 gilt als Momentaufnahme, nachgewiesen werden kann nur eine aktuelle Infektion. Experten gehen davon aus, dass man bei dem gegenwärtig ruhigen Infektionsgeschehen unter Tausend getesteten Menschen wohl eine Handvoll positive Fälle finden würde. Ergebnisse zu den nun im Zusammenhang mit den Schulen durchgeführten Tests wurden noch nicht bekannt.

16.54 Uhr: Spahn ruft zu Rücksicht und Abstand bei Demonstrationen auf

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat mit Blick auf Demonstrationen an diesem Wochenende erneut zu Rücksichtnahme und dem Beachten von Corona-Schutzvorgaben aufgerufen. Zu demonstrieren, die Meinung kund zu tun und sich zu versammeln, sei ein wichtiges Grundrecht, sagte der CDU-Politiker am Freitag in Berlin. Gleichzeitig müsse es gelingen, dabei Abstand zu halten und Infektionsrisiken zu reduzieren. „Das geht ja“, sagte Spahn. Er bekräftigte mit Verweis auf Kundgebungen am vergangenen Wochenende, ihn besorgten Bilder dicht gedrängter Menschenmengen.

In Berlin will das Bündnis „Unteilbar“ am Sonntag von 14 bis 15 Uhr statt eines großen Demonstrationszuges eine neun Kilometer lange Menschenschlange vom Brandenburger Tor bis Berlin-Neukölln mit dem Titel „Band der Solidarität“ bilden. Dabei gibt es Themenabschnitte zu Anti-Rassismus, Klimaschutz, Feminismus und Kinderrechten.

15.57 Uhr: Nofretete bald wieder zu sehen: Weitere Museen in Berlin öffnen

Nach Öffnung der ersten Staatlichen Museen sollen noch im Juni fünf weitere Häuser der Stiftung Preußischer Kulturbesitz ihre coronabedingt verschlossenen Türen wieder aufschließen. Besucher können dann auch wieder Nofretete im Neuen Museum auf der Museumsinsel besuchen, eines der touristischen Highlights Berlins. Neben dem Neuen Museum öffnen Kupferstichkabinett und Kunstbibliothek (jeweils vom 19. Juni an) sowie das Museum für Fotografie (25. Juni) und das Museum Europäischer Kulturen (27. Juni), wie die Staatlichen Museen am Freitag mitteilten.

Die ersten Museen hatten vor einem Monat wieder geöffnet. Dabei wurden auf der Museumsinsel die Alte Nationalgalerie, das Alte Museum und das Pergamon-Panorama für Besucherinnen und Besucher aufgeschlossen. Am Kulturforum eröffnete die Gemäldegalerie. Für alle Besuche gelten Maskenpflicht und die üblichen Vorgaben für Hygiene und Abstände. Um Schlangen wartender Besucher zu vermeiden, sollen zudem Tickets nur mit Zeitfenster verkauft werden, die zuvor auch online gebucht werden können.

15.56 Uhr: Datenschutzbeauftragte prüft Beschwerden gegen Homeschooling

Brandenburgs Datenschutzbeauftragte Dagmar Hartge prüft Beschwerden zur Verletzung des Datenschutzes beim Homeschooling im Land. Bis dato lägen zwölf vor, sagte Astrid Oehme, stellvertretende Sprecherin der Datenschutzbeauftragten, am Freitag auf Anfrage. Sie würden sich aber nicht auf ein mögliches Fehlverhalten von Lehrern beziehen.

Themen seien vor allem der unverschlüsselte E-Mail-Versand sensibler personenbezogener Daten, der Versand von E-Mails mit offenem Verteiler sowie Einsatz und Nutzung verschiedener Videokonferenzsysteme, Lernplattformen und Messenger-Dienste. Zudem sollen Videoaufnahmen einzelner Schüler hochgeladen worden sein, die dann öffentlich einsehbar gewesen sein sollen. „Wir gehen diesen Beschwerden nach“, sagte die Sprecherin. Im Einzelfall müsse aber die Stellungnahme der Schule abgewartet werden.

15.48 Uhr: Senatsbildungsverwaltung gibt Handreichung für Kitas und Schulen heraus

Mit einer Handreichung für die Berliner Kitas und Schulen zum Umgang mit Corona-Fällen will die Senatsbildungsverwaltung für ein einheitliches Vorgehen beim Auftreten einer Infektion sorgen. Die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie hat die Kurzübersicht gemeinsam mit der Senatsverwaltung für Gesundheit und den Amtsärzten der bezirklichen Gesundheitsämter entwickelt und abgestimmt. Zudem wurden einheiltiche Meldebögen an Kitas und Schulen versandt. Sie sollen sicherstellen, dass die Einrichtungen in konkreten Fällen umgehend umfassende Angaben machen und keine nötigen Angaben außen vor lassen.

Zugleich haben sich die Gesundheitsämter, die Schulaufsicht und die Schulpsychologischen und Inklusionspädagogischen Beratungs- und Unterstützungszentren auf ein gemeinsames Vorgehen verständigt, sollte in Kitas und Schulen ein Fall oder auch nur ein Verdachtsfall auftreten.

15.18 Uhr: Teil der Corona-Testkapazitäten in Berlin ungenutzt

Die Corona-Testkapazitäten in Berlin sind zuletzt nicht einmal zur Hälfte ausgeschöpft worden. In der 21. Kalenderwoche (18. bis 24. Mai) seien circa 22.500 Tests durchgeführt worden, das entspreche 39 Prozent der vorhandenen Kapazität, heißt es in einer am Freitag veröffentlichten Antwort der Gesundheitsverwaltung auf eine parlamentarische Anfrage zweier AfD-Abgeordneter. „Im gesamten Zeitraum seit Anfang März 2020 wurden die Testkapazitäten zu 47 Prozent ausgeschöpft.“

Inzwischen seien rund 57.000 Tests pro Woche möglich - eine deutliche Ausweitung im Vergleich zum Beginn der Epidemie (11. Kalenderwoche: 9250 Tests), geht weiter aus der Senatsantwort hervor.

Durch die Berliner Teststrategie, im Zuge derer seit Montag etwa Lehrkräfte und Erzieher ohne Symptome getestet werden können, rechnet die Gesundheitsverwaltung mit einer Zunahme der durchgeführten Tests. „Durch die koordinierte Testung ist die Gesamtkapazität auch hierfür sowie für die Erfassung der akuten Infizierten bzw. Nachverfolgung ausreichend“, hieß es.

15.13 Uhr: Brandenburger Regierung startet Corona-Tests in Schulen und Kitas

Brandenburg startet freiwillige Corona-Tests in Schulen und Kitas. Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher (Grüne) kündigte am Freitag in Potsdam das Angebot für Lehrer und Erzieher an, sich zunächst für drei Monate alle zwei Wochen testen zu lassen. Ein Prozent aller Schüler und Kita-Kinder soll in Stichproben im gleichen Rhythmus untersucht werden. Als Auswahl ist mindestens eine Schule pro Kreis oder kreisfreier Stadt mit 40 Kindern und Jugendlichen auf freiwilliger Grundlage geplant. In Pflegeheimen soll ein Prozent der Mitarbeiter und Bewohner per Stichprobe alle zwei Wochen für drei Monate getestet werden. Die regulären Tests bei Symptomen und bei direktem Kontakt zu Infizierten gehen weiter.

Die Kitas öffnen ab kommendem Montag wieder für alle Kinder, die Schulen ab 10. August. Für die Tests stehen zunächst rund 14 Millionen Euro aus dem Rettungsschirm des Landes zur Verfügung. Die Ministerin rechnet damit, dass etwa ein Drittel der Beschäftigten in Schulen und Kitas das Angebot annimmt. In Brandenburg sind derzeit laut Ministerium rund 9000 Tests pro Tag möglich.

14.29 Uhr: Sommerbad Seestraße ab Samstag geöffnet

Die Berliner Bäder-Betriebe öffnen am Samstag das Sommerbad im Kombibad Seestraße in Wedding. Die Betriebsgenehmigung wurde am Freitag erteilt. Das Bad steht den Kunden täglich von 8 bis 10 Uhr, sowie 11 bis 15 Uhr und 16 bis 20 Uhr Uhr zur Verfügung. Mit der Öffnung an der Seestraße sind nun 21 Freibäder geöffnet.

13.53 Uhr: Bundespräsident besucht Berliner Kudammbühnen

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat die Berliner Kudammbühnen besucht, um sich über Privattheater in der Corona-Pandemie zu informieren. „Ich fand's eben auch eine besonders noble Geste vom Bundespräsidenten, dass er sich nicht die großen Staatstheater ausgesucht hat, sondern ja wirklich den ärmeren Teil der Theaterwelt“, sagte Schauspielerin Katharina Thalbach nach dem Gespräch am Freitag.

Steinmeier habe sich auch das Bühnenbild von „Mord im Orientexpress“ angeguckt. Die Inszenierung liegt vorerst auf Eis. „Dafür brauchen wir wirklich volle Häuser, damit es sich finanziell überhaupt bezahlt macht“, sagte Thalbach. Angedacht sei die Premiere nun für Januar. Derzeit liege das Theater still, „es gibt überhaupt keine Einnahmen“.

13.29 Uhr: Brandenburg kippt Kontaktbeschränkung und erweitert Maskenpflicht

Knapp drei Monate nach den ersten Beschränkungen lockert Brandenburg die Corona-Regeln drastisch. Die Abstands- und Hygieneregeln treten ab kommendem Montag (15. Juni) in den Mittelpunkt, kündigte Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) am Freitag nach einer Kabinettssitzung in Potsdam an. Die Kontaktbeschränkung für zwei Haushalte oder bis zu zehn Menschen fällt weg. „Es ist ein großer Schritt, der natürlich den Menschen im Land eine neue Verantwortung gibt“, sagte Woidke. Die Pflicht zum Mund-Nasen-Schutz ab sechs Jahren wird allerdings von öffentlichen Bussen und Bahnen und dem Einzelhandel auf Krankenhäuser, Pflegeheime, Reisebusse und Schiffsausflüge erweitert.

13.25 Uhr: Veranstaltungen in Brandenburg mit bis zu 1000 Menschen - Keine Sperrstunde

In Brandenburg dürfen öffentliche und private Veranstaltungen ab 15. Juni wieder mit bis zu 1000 Menschen stattfinden, dazu zählen auch Gottesdienste und Konzerte. Für Demonstrationen gilt keine Obergrenze mehr, aber der Mindestabstand muss eingehalten und der Zutritt gesteuert werden. In geschlossenen Räumen muss auf Frischluft geachtet und Teilnehmer müssen erfasst werden. Wer Gaststätten und Cafés besucht, kann länger bleiben: Die Sperrstunde zwischen 22 Uhr und 6 Uhr fällt weg. In Krankenhäusern und Pflegeheimen sind bis 15. Juli zwei Besucher möglich. Großveranstaltungen mit mehr als 1000 Menschen bleiben bis Ende August verboten. Clubs, Diskotheken, Dampfsaunen und Bordelle bleiben vorerst noch geschlossen.

13.24 Uhr: Kitas in Brandenburg öffnen wieder

Die Kitas in Brandeburg sollen ab Montag wie schon angekündigt für alle Kinder wieder öffnen, während die Schulen nach den Sommerferien ab 10. August zum normalen Unterricht zurückkehren sollen. In Schulen und Kitas fällt der allgemeine Mindestabstand dann weg, nur nicht zwischen Lehrern. Dafür müssen Hygieneregeln wie das Händewaschen eingehalten werden. Bisher galt ein Besuch der Kitas und Schulen mindestens tageweise.

13.23 Uhr: Berliner Feuerwehr löst Pandemie-Stab auf

Seit mehreren Monaten organisierte die Berliner Feuerwehr ihren Kampf gegen die Corona-Pandemie mit einem zentralen Pandemie-Stab. Dieser wurde nun nach insgesamt 107 Tagen wieder aufgelöst. Niemand könne zwar sicher sagen, dass die Krise unter Kontrolle sei, schreibt Landesbranddirektor Karsten Homrighausen in einem Brief an alle Einsatzkräfte. Sie werde aber ruhiger.

„Wir haben unsere angepassten Strukturen mittlerweile gut gefestigt und die für Krisen typische, chaotische Anfangsphase ist in geordnete Bahnen gelenkt worden.“ Die Welt scheine ein Stück weit ihre Normalität zurück zu gewinnen. Da von dem Virus aber weiterhin Gefahr auch für die Einsatzkräfte ausgehe, würden alle Handlungsanweisungen im Umgang damit bestehen bleiben.

12.54 Uhr: Brandenburger Wirtschaftsförderung zuversichtlich trotz Corona

Die Wirtschaftsförderung Brandenburg (WFBB) blickt trotz Corona-Krise zuversichtlich in die Zukunft. Die Ansiedlung des US-Elektroautobauers Tesla sei das größte Investitionsvorhaben in der Geschichte Brandenburgs, sagte Wirtschaftsminister Jörg Steinbach (SPD) am Freitag auf der Jahrespressekonferenz der WFBB. „Tesla ist ein Meisterstück für die Brandenburger Wirtschaftsförderung.“

„Unternehmen glauben an den Erfolg am Standort Brandenburg“, sagte Steinbach. Investitionen planten auch BASF mit dem Aufbau einer Produktionsstätte für Batteriekomponenten oder der Bahnhersteller Stadler. Die WFBB sei nach ihrem Rekordergebnis im Vorjahr gefordert, den Konjunkturmotor mit aller Kraft wieder in Fahrt zu bringen.

Tesla habe Brandenburg international ins Rampenlicht gebracht, davon könne das Land noch lange profitieren, sagte WFBB-Geschäftsführer Steffen Kammradt. Die ersten Interessenten für Ansiedlungen im Tesla-Umfeld seien schon mit der Wirtschaftsförderung im Gespräch. „Wir bearbeiten derzeit mehrere höchst spannende Investorenanfragen“, sagte er.

12.34 Uhr: Extinction Rebellion will wegen Corona Protest ohne Straßenblockaden

In rund 45 Städten in Deutschland, darunter Berlin, wollen die Aktivisten von Extinction Rebellion bis zum 21. Juni Protestaktionen für mehr Klimaschutz und einen politischen "Wandel" abhalten. Geplant seien auch Aktionen des „zivilen Ungehorsams“, sagten Vertreter von Extinction Rebellion am Freitag bei der Vorstellung der Protestwoche mit dem Titel „Rebellion Wave“.

Wegen der Corona-Pandemie habe man allerdings die Planungen geändert. „Es wird diesmal keine Straßenblockaden mit Tausenden Menschen geben“, sagte Sprecherin Annemarie Botzki. Als Beispiel für Städte nannte sie neben Berlin Hamburg, München, Dresden, Leipzig und Göttingen. „Wir brauchen eine Neuausrichtung der Politik und ein klares Bekenntnis zum Wandel.“

Bereits am Donnerstag hatten Mitglieder von Extinction Rebellion das Wasser der Spree im Berliner Regierungsviertel und in Zerre in der Lausitz sowie die Ruhr im nordrhein-westfälischen Düren grün gefärbt. Das sollte ein Zeichen gegen die Verschmutzung von Flüssen durch den Kohleabbau sein.

Extinction Rebellion trat zuletzt immer wieder mit aufsehenerregenden Aktionen in Erscheinung. In Berlin hatten sich Anfang Oktober mehrere Tausend Menschen an einer Aktionswoche mit sogenannten Flashmobs, Fahrraddemonstrationen und Brücken- und Straßenblockaden beteiligt.

12.25 Uhr: 4800 Drittklässler können Schwimmabzeichen nachholen

Die Berliner Drittklässler sollen in Kürze ihre Schwimmabzeichen nachholen können. Seit März war der Schulschwimmunterricht aufgrund der Corona-Pandemie ausgefallen. Schätzungsweise 15.000 bis 16.000 dieser Kinder haben noch kein „Seepferdchen“ oder „Bronze“-Schwimmabzeichen abgelegt. Für diese Kinder bieten in den Sommerferien mehrere Berliner Schwimmvereine gemeinsam mit der Sportjugend im Landessportbund Berlin und der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie Schwimm-Intensivkurse an.

Es soll 4800 Plätze geben, um den ausgefallenen Schwimmunterricht nachzuholen. Das „Bronze“-Schwimmabzeichen attestiert die Schwimmfähigkeit.

„Mir ist wichtig, dass möglichst alle Kinder schwimmen können. Deshalb freue ich mich sehr über dieses Sommerangebot der Berliner Schwimmvereine. Gemeinsam sorgen wir dafür, dass die Drittklässlerinnen und Drittklässler in den Sommer-ferien ihre Schwimmabzeichen erhalten können", sagte Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD).

12.13 Uhr: Vier bestätigte Neuinfektionen in Brandenburg

In Brandenburg ist die Zahl der bestätigten Coronavirus-Infektionen leicht gestiegen. Von Donnerstag auf Freitag seien vier neue Fälle offiziell erfasst worden, teilte das Gesundheitsministerium am Freitag mit Stand 8.00 Uhr mit. Von Mittwoch auf Donnerstag waren es sechs neue Fälle gewesen. Seit März wurden somit insgesamt 3313 Menschen mit dem Sars-CoV-2-Virus infiziert. Etwa 60 Menschen zählen derzeit als erkrankt. Acht Patienten befinden sich in einem Krankenhaus, zwei davon werden intensivmedizinisch betreut. Als genesen gelten derzeit rund 3090 Menschen, das sind den Angaben nach zehn mehr als am Vortag. Bisher starben 170 Corona-Patienten.

11.12 Uhr: Mehr als 10.000 Corona-Verstöße geahndet

In Berlin sind in den ersten zwei Monaten der Corona-Auflagen zwischen dem 25. März und dem 24. Mai mehr als 10.000 Verstöße gegen die Regeln der Eindämmungsverordnung und des Infektionsschutzgesetzes von den Ordnungsbehörden registriert worden. Nach Angaben der Senatsverwaltung für Wirtschaft wurden in dem Zeitraum bei der Polizei 3077 Ordnungswidrigkeiten registriert, bei den bezirklichen Ordnungsämtern 4597. Hinzu kamen 1615 Straftaten, die die Polizei verfolgt. In welchen Bereichen und Branchen die Verstöße aufgefallen sind und wie viele Bußgelder in welcher Höhe gezahlt worden sind, kann der Senat nicht sagen. Die Linksfraktion hatte die Wirtschaftsverwaltung speziell nach Ordnungswidrigkeiten im Einzelhandel gefragt.

10.59 Uhr: Bildungsverwaltung im Blindflug - Bildungsexpertin fordert mehr Unterstützung des Senats für Schulen

Berlins Bildungsverwaltung hat keinen Plan, wie das Homeschooling und die digitalen Unterrichtsangebote an Berlins Schulen in der Corona-Krise funktionieren. Das geht aus einer Antwort von Bildungsstaatssekretärin Beate Stoffers (SPD) auf eine Anfrage der FDP-Fraktion hervor. Die Behörde erfasse keine Daten, wie weit Schulen digitale Instrumente während der kompletten oder teilweisen Schließung angewandt haben oder weiter anwenden. Nur für die berufsbildenden Schulen sind rudimentär Daten vorhanden, über welche technischen Möglichkeiten sie verfügen.

Die Behörde von Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD) kann fast drei Monate nach der Schließung der Schulen auch nicht sagen, wie viele Unterrichtsstunden über digitale Kanäle angeboten worden sind. Die FDP-Politikerin Jasper-Winter reagierte mit Unverständnis auf die Antworten der Bildungsverwaltung. Lesen Sie hier den ganzen Bericht.

Lesen Sie auch: Zweifel am „Plan B“ der Bildungsverwaltung

10.25 Uhr: Verdi verhandelt mit Kalayci über Corona-Krankenhauspakt

Die Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci will am Montag mit Verdi über einen Corona-Krankenhauspakt für Berlin verhandeln. Die Gewerkschaft teilte am Freitag mit, dass es die erste von drei Gesprächsrunden ist. „Wir werden zunächst über das dringliche Themenfeld Arbeits- und Gesundheitsschutz der Beschäftigten sprechen. Wir wissen z. B., dass Schutzkleidung, Desinfektionsmittel sowie Masken und Mund-Nasen-Schutz immer noch rationiert werden“, sagt die ver.di-Fachbereichsleiterin Gesundheit und Soziales, Meike Jäger. In den nächsten Gesprächsrunden ginge es laut Gewerkschaft um die Themen Tarifierung bzw. Rückintegration der Vivantes-/ Charité-Tochterunternehmen sowie die Sicherstellung angemessener Personalausstattung im Krankenhaus und die Finanzierung des Gesundheitswesens insgesamt. Mehr als 4500 Beschäftige der Kliniken Charité und Vivantes hatten zuletzt eine Petition für einen besseren Gesundheitsschutz und einen Belastungszuschlag unterschrieben.

8.26 Uhr: Geisel zu „Unteilbar“-Demo - Auf etwa 20.000 vorbereitet

Nach zuletzt großen Kundgebungen hat sich Berlin laut Innensenator Andreas Geisel (SPD) intensiv auf die Demo des Bündnisses „Unteilbar“ am Sonntag vorbereitet. Man sei auf etwa 20.000 mögliche Teilnehmer vorbereitet, sagte Geisel am Freitag im Inforadio des RBB. Angemeldet bei der Polizei sind für die Menschenkette vom Hermannplatz bis zum Brandenburger Tor 5000 Teilnehmer. Die Menschenkette solle mit 170 Ordnern der Veranstalter abgesichert werden, sagte Geisel. Man habe mit dem Veranstalter „klare Regeln“ vereinbart und ihn beauflagt, dass die Teilnehmer verpflichtend Mund-Nasen-Schutz tragen müssten.

Geisel appellierte an die Teilnehmer: „Das ist ein ganz wichtiges politisches Anliegen, aber diskreditieren Sie es bitte nicht dadurch, dass es dann Zusammenballungen gibt.“ Wenn sich zu viele nicht an die Regeln hielten, müsse der Veranstalter die Demo beenden. Wenn Menschen demonstrierten, dann müssten auch sie die Verantwortung übernehmen, sich nicht anzustecken. „Das kann man nicht alles bei der Polizei abladen.“

Zur Frage nach einer generellen Maskenpflicht bei Demos sagte Geisel, es komme immer auf die Größe der Kundgebung an und darauf, ob der Abstand eingehalten werden könne. Der SPD-Politiker zeigte sich verwundert, „dass gerade in Pandemiezeiten so viele Menschen demonstrierten.“ Das sei „schon irgendwie merkwürdig“.

8.21 Uhr: Sarah Connor sammelt mit Charity-Single Geld

Die Sängerin Sarah Connor sammelt mit ihrer Charity-Single „Sind wir bereit?“ Geld für Menschen, die wegen der Corona-Pandemie in Not geraten sind. Fast 60.000 Euro sind bisher auf dem Spendenkonto eingegangen.

7.18 Uhr: Corona-Hilfe aufgebraucht: Betreiber des Spuckis bangen um ihre Existenz

Vor sechs Jahren haben die Geschwister Er­nada und Denis Saric das Sommerbad Lichterfelde am Hindenburgdamm, wegen der kleinen Becken auch Spucki genannt, übernommen. „Die Corona-Hilfen haben uns über zwei Monate hinweg geholfen“, sagt der Betreiber. Aber die zusätzlichen Kosten für Wasser, Reinigung und Strom liefen weiter. Allein um die drei kleinen Becken zu befüllen, bräuchte er eine Million Liter Wasser. Die Berliner Bäderbetriebe hätten die Pacht zunächst gestundet, erzählt Saric. Doch jetzt müsse er sie rückwirkend bis März zahlen. Zwar kämen ihm die Bäderbetriebe mit einem Nachlass von 20 Prozent entgegen. „Aber von den 10.000 Euro Pacht pro Monat bleiben immer noch 8000 Euro, die ich zahlen muss“, sagt der junge Mann.

Die Summe könne er nicht aufbringen. Deshalb hat er einen Aufruf auf der Spendenplattform „Startnext“ initiiert. Viele Klubs hätten es so geschafft, ihren Betrieb zu retten, sagt Denis Saric. Nun hoffe er auch auf „eine gewisse Summe“, um seine Schulden von 50.000 Euro zu begleichen. „Wir haben Angst um unsere Existenz und wissen nicht, was kommt“, so der Pächter. Denn startet frühestens am 16. Juni der Badebetrieb im Spucki, darf es nur zu 30 Prozent ausgelastet werden, um alle Hygiene- und Abstandsregeln einzuhalten. Die Sauna bleibt ohnehin geschlossen.

6.36 Uhr: Mitarbeiter der Corona-Notfallklinik werden geschult

Die künftigen Mitarbeiter der Berliner Corona-Notfallklinik auf dem Messegelände werden jetzt geschult. „Die Idee dahinter ist, dass man Orientierung in der Halle gewinnt“, so Ulrike Goymann, Assistentin der Pflegedirektion im Klinikum Neukölln. Die Wege durch die rund 11.000 Quadratmeter große Halle 26 sind weit. Wo zuletzt im Januar auf der Grünen Woche noch Heimtiere und eine Gartenbauausstellung standen, ist im April binnen weniger Wochen ein provisorisches Krankenhaus mit Räumen und Trennwänden entstanden. Ein verschachteltes Konstrukt, das die meisten der künftigen Mitarbeiter zu Beginn der Schulung das erste Mal betreten haben. Entsprechend finden sie sich anfangs nur mit Hilfe einer Karte zurecht. Während der Einweisung stehen auch Schulungen etwa in Brandschutz und Hygiene auf dem Lehrplan.

6.29 Uhr: Streit um Pop-up-Radweg in Neukölln

Der erste temporäre Radfahrstreifen in Neukölln ist beschlossene Sache. Bezirksbürgermeister Martin Hikel (SPD) begrüßte das Votum der Bezirksverordneten: „Es ist jetzt die Zeit, Dinge auszuprobieren, und ich bin bereit dazu“, sagte der Verwaltungschef. Weniger begeistert waren andere Lokalpolitiker im Bezirk. „Falsch, verlogen, unfair, unverständlich“ sei es, schimpfte CDU-Mann Christopher Förster, „wie Sie die Corona-Pandemie ausnutzen, um Radwege auszubauen und Ihre Klientelpolitik durchzusetzen.“ Das ging in Richtung der Antragsteller. Die SPD und die Grünen im Bezirk hatten den Pop-up-Radweg für die stark befahrene Blaschkoallee beantragt. Er schaffe in Corona-Zeiten mehr Sicherheit für Radler.

6.02 Uhr: Bereitschaft zum Blutspenden wieder rückläufig

Nach einer der Welle der Solidarität in der Corona-Krise ist die Zahl der Blutspenden wieder zurückgegangen. „In manchen Regionen ist die Spende-Bereitschaft stark rückläufig“, sagte Patric Nohe, Sprecher der Blutspendedienste des Deutschen Roten Kreuzes (DRK). Das DRK deckt über zwei Drittel des Bedarfs an Blutkonserven in Deutschland. Die Spender bekommen dort - anders als zum Beispiel bei privaten Anbietern oder in Kliniken - keine Aufwandsentschädigung. Das DRK wolle auch künftig auf Freiwilligkeit setzen, so Nohe. Georg Marckmann, Professor für Medizinethik an der Ludwig-Maximilians-Universität München, fragt sich, ob diese Strategie auf Dauer aufgeht. „Es wäre durchaus angemessen, die wertvolle Ressource Blut mit einer Aufwandsentschädigung zu vergüten.“

6 Uhr: Start der Pop-up-Terrasse in Friedrichshain-Kreuzberg

Lange hat Friedrichshain-Kreuzberg seine neuen Pop-up-Terrassen für Restaurants angekündigt, der Wirt Markus Ossevorth des Lokals „Tante Lisbeth“ an der Muskauer Straße in Kreuzberg kann nun doch schon Vollzug melden. Seine Gäste können ab sofort nicht nur unmittelbar vor dem Lokal, sondern auch auf der Parkfläche am Straßenrand Platz nehmen. Damit hat der Wirt wieder seine übliche Zahl von Tischen auf der Straße. Aber den Verlust durch die coronabedingte Lokal-Schließung werde er wohl nicht wettmachen, sagt Ossevorth.

5.48 Uhr: Friseuren fehlt die Laufkundschaft

Viele Salons sind in ihrer Existenz bedroht. Besitzer berichten, dass die Kundenzahlen nach dem anfänglichen Ansturm wieder deutlich zurückgehen. Jan Kopatz von der Friseur-Innung Berlin: „Für viele Salons sind die ökonomischen Einbußen nach fünf Wochen Schließung noch gar nicht zu beziffern. Für einige werden sie aber sicherlich existenzbedrohend sein.“ Das Problem dabei ist, dass die Friseure den Verlust aus der Lockdown-Zeit nicht wieder erwirtschaften können und die staatlichen Soforthilfen nur zur Überbrückung dienten. „Die Menschen gingen danach ja trotzdem nur einmal zum Haareschneiden“, so Kopatz. Hinzu kämen Umsatzeinbußen im laufenden Betrieb, etwa wegen der Einschränkungen durch die Abstandsregelungen und durch zusätzliche Ausgaben für die Hygienemaßnahmen.

4.13 Uhr: RKI warnt vor Legionellen-Risiko in Wasseranlagen

Das Robert Koch-Institut (RKI) warnt nach der wochenlangen Schließung von Hotels, Sportanlagen und Schwimmbädern vor einem möglichen Legionellen-Risiko. Bei unsachgemäßer oder fehlender Wartung könne es nach der Corona-Pause zu einem erhöhten Wachstum dieser Bakterien in Trinkwasseranlagen gekommen sein, schreibt das RKI im „Epidemiologischen Bulletin“.

Legionellen können bei Menschen Krankheiten auslösen - von grippeartigen Beschwerden bis hin zu schweren Lungenentzündungen. Die Erreger werden häufig durch zerstäubtes Wasser übertragen, etwa in Duschen, Whirlpools, durch Luftbefeuchter oder über Wasserhähne. Betreiber sollten vor einer Wiedereröffnung ihrer Trinkwasseranlagen deshalb einen einwandfreien Betrieb sicherstellen, rät das RKI.

3.32 Uhr: Brandenburg entscheidet über weitere Corona-Lockerungen

Brandenburg steht vor einer weiteren Lockerung in der Corona-Krise. Die Abstands- und Hygieneregeln und die Pflicht zum Mund-Nasen-Schutz in öffentlichen Bussen und Bahnen sowie im Einzelhandel sollen allerdings vorerst weiter bestehen bleiben. Das geht nach Angaben aus Regierungskreisen aus dem Entwurf für die neue Corona-Verordnung hervor. Darüber will das Kabinett am Freitag in Potsdam entscheiden. Für Gaststätten und Kneipen soll es von Montag an keine Einschränkungen mehr geben. Weitere Lockerungen sind für private und öffentliche Veranstaltungen, für Demonstrationen sowie für Kitas geplant. Für Schulen soll der reguläre Betrieb nach den Sommerferien am 10. August wieder losgehen.

Die wichtigsten Corona-News in Berlin am Donnerstag

Senat setzt bei Demos weiter auf Deeskalation
Zweifel am „Plan B“ der Bildungsverwaltung
Flughäfen bereiten sich auf mehr Passagiere vor

20.22 Uhr: Fast alle Mieter zahlen trotz Corona-Einbußen weiter

Trotz vielfacher Einkommenseinbußen in der Corona-Krise zahlen die meisten Berliner und Brandenburger zuverlässig ihre Miete. Das geht aus einer Umfrage des Verbands Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen hervor.

Im April und Mai baten bei den Vermietern im Verband demnach 0,3 Prozent der Mieter darum, dass ihre Miete wegen der Pandemiefolgen gestundet wird. Das entspreche etwa 2500 Haushalten in Berlin und 900 in Brandenburg. Mietervertreter erwarten, dass die Zahlen steigen, je länger die Krise dauert.

Bis Ende Juni kann zwar Mietern wegen ausbleibender Mietzahlungen nicht gekündigt werden. Das hat der Bundestag beschlossen, um die Corona-Folgen abzumildern. Die Betroffenen bleiben die Miete aber schuldig, müssen also nachzahlen. Vermieter können Verzugszinsen berechnen.

Im BBU sind die großen Vermieter der Region mit insgesamt rund 1,1 Millionen Wohnungen organisiert. Sie halten 40 Prozent der Berliner und die Hälfte der Brandenburger Mietwohnungen.

19.33 Uhr: Corona-Ampel in Berlin weiter auf grün

Die drei Indikatoren der Berliner Corona-Ampel stehen weiter auf Grün. Das teilte die Senatsgesundheitsverwaltung am Donnerstagabend mit. Der R-Wert liegt demnach bei 0,88, die Inzidenz der Neuinfektionen bei 4,9 und der Anteil der für Corona-Patienten benötigten Plätze auf Intensivstationen bei 3,3 Prozent.

19.21 Uhr: 29 Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Berlin

in Berlin sind keine weiteren Menschen an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben. Die Zahl der Todesfälle bleibt bei 208. 29 neue Infektionen wurden bestätigt, 54 gab es am Tag zuvor. 374 aktuelle Corona-Fälle haben wir insgesamt in Berlin. 368 waren es am Mittwoch. 6582 Menschen sind inzwischen genesen. Die Zahl der Patienten auf den Intensivstationen beträgt 42. Das ist einer mehr als Mittwoch. Insgesamt liegen 124 Menschen in Krankenhäusern, drei weniger als Mittwoch.


19 Uhr: Abi-Bälle in Berlin weiterhin nur bis 150 Gäste

Laut Verordnung sind Abi-Bälle mit mehr als 150 Teilnehmern bis zum 30. Juni untersagt. Ein Berliner Organisator von Abi-Bällen klagte gegen die geltende Verordnung. Für den 11. Juni plante er die Ausrichtung eines Abi-Balls für ein Gymnasium in Altglienicke mit rund 269 Teilnehmenden. Bis Ende Juni 2020 hatte man 50 weitere, ebenfalls im Land Berlin stattfindende Abi-Bälle in vergleichbarer Größenordnung von 200 bis über 300 Personen geplant.

Mit der Klage ver­folgte das Unternehmen das Ziel, dass auch diese unter Einhaltung der erforderlichen Hygienemaßnahmen rechtlich stattfinden dürfen. Demnach hätten die Schüler im ­Falle einer Stornierung ­kein Recht auf Erstattung der Gebühren gehabt. Bislang sah es eher so aus, als ­bestünde für die Schüler dieses Abiturjahrgangs die Gefahr, auf den Kosten der nicht durchführbaren Abi-Bälle sitzen­ zu bleiben. In den vergangenen Monaten der Corona-Pandemie trieb diese Angst viele Abiturienten um.

15.58 Uhr: Senat - Derzeit keine Möglichkeit für viele Fans bei DFB-Pokalfinale

Nach derzeitiger Rechtslage könnten beim DFB-Pokalfinale zwischen dem FC Bayern München und Bayer Leverkusen nur wenige Hundert Zuschauer im Berliner Olympiastadion sein - und das auch nur unter sehr strengen, für ein Fußballspiel logistisch schwer zu erfüllenden Auflagen. „Es gilt nach wie vor die Eindämmungsmaßnahmenverordnung: § 4 Veranstaltungen, Versammlungen, Zusammenkünfte und Ansammlungen; im Zusammenhang mit § 1 der Verordnung über das Verbot von Großveranstaltungen. Darüber können wir uns als Sportverwaltung nicht hinwegsetzen“, teilte ein Sprecher der Berliner Innenverwaltung am Donnerstag auf Anfrage mit.

Laut Corona-Verordnung dürfen trotz Verbots für öffentliche Veranstaltungen ab dem 30. Juni 2020 „sonstige Veranstaltungen und Zusammenkünfte“ unter freiem Himmel mit bis zu 1000 Personen in der Hauptstadt stattfinden. Abzüglich der Kader und Delegationen der Finalisten sowie Medienvertretern blieben somit nur einig Hundert Plätze in der Arena, die normalerweise mehr als 74 000 Besuchern Platz bietet.

Das Pokalfinale findet am 4. Juli im Olympiastadion statt. Über die Besucher müsste unter anderem eine Anwesenheitsdokumentation mit Informationen zur Kontaktnachverfolgung geführt werden, die bei einer Einlasskontrolle unter den gängigen Abstandsregeln zu erfolgen hätte. Laut Berliner Senat ist für einen Vorstoß für Fans im Stadion der Deutsche Fußball-Bund als Veranstalter am Zug. Beantragt habe der Verband bisher „ein Spiel ohne Zuschauer“, hieß es von der Behörde.

Leverkusens Sportdirektor Rudi Völler hatte die Hoffnung auf ein Endspiel vor Fans geäußert. In dem „riesigen Stadion“ könne man „ein kleines Zeichen“ setzen: „Ich bin da ein bisschen Optimist und habe die Hoffnung noch nicht aufgegeben, dass wir vielleicht ein paar Zuschauer dabei haben werden. Aber das entscheidet die Politik“, sagte Völler. Bayern-Trainer Hansi Flick äußerte sich skeptisch: „Ich weiß nicht, ob das jetzt schon soweit sein kann, dass in Berlin eventuell Zuschauer sind. Ich kann es mir fast nicht vorstellen“, sagte der 55-Jährige.

13.47 Uhr: Berliner Gericht kippt Quarantäne-Regeln für Einreisende

Menschen, die aus einem Staat außerhalb der EU nach Deutschland einreisen, müssen sich nicht mehr automatisch 14 Tage lang in häusliche Quarantäne begeben. Das Verwaltungsgericht Berlin gab in einer Eilentscheidung einem Berliner Recht, der demnächst aus Mexiko wieder nach Deutschland kommen möchte.

Die Richter begründeten ihre Entscheidung damit, dass die Voraussetzungen der einschlägigen Rechtsgrundlage des Infektionsschutzgesetzes nicht erfüllt seien. Demnach dürften Quarantäne-Maßnahmen nur gegenüber Kranken, Krankheitsverdächtigen, Ausscheidern oder Ansteckungsverdächtigen angeordnet werden. „Die pauschale Annahme des Verordnungsgebers, dass alle aus außereuropäischen Staaten einreisenden Personen unterschiedslos als Ansteckungsverdächtige zu behandeln seien, sei jedoch rechtlich nicht zu halten“, begründete das Gericht.

Der Verdacht, dass eine Ansteckung vorliegen könnte, müsse wahrscheinlicher sein als das Gegenteil. Zudem müsse sich diese Annahmen auf „konkret nachvollziehbare und belastbare tatsächliche Grundlagen“ stützen. Diese rechtlichen Vorgaben habe der Verordnungsgeber nicht ausreichend beachtet. Erkenntnisse über das sehr unterschiedliche Infektionsgeschehen in verschiedenen Ländern seien bei der Verordnung nicht beachtet worden. Es sei nicht nachvollziehbar, warum Reisende aus so unterschiedlich aufgestellten Ländern wie den Vereinigten Staaten von Amerika, Russland oder Brasilien einerseits und Neuseeland, Australien oder Japan andererseits unterschiedslos denselben Quarantänemaßnahmen unterworfen würden.

13.15 Uhr: Demo gegen Rassismus - Veranstalter rufen zum Tragen von Mundschutz auf

Am Alexanderplatz ist in gut zwei Wochen erneut eine größere Demo gegen Rassismus geplant. Für den 27. Juni sei unter dem Motto „Black Lives Matter“ ein Aufzug angemeldet, sagte ein Polizeisprecher am Donnerstag auf Anfrage. Die Demo mit erwarteten 1500 Teilnehmern startet demnach um 13 Uhr und soll zur Siegessäule führen. Die Route steht noch nicht fest. Bei Facebook haben mehrere Tausend Menschen ihre Teilnahme an dem Protest zu Ehren des bei einem Polizeieinsatz getöteten Afroamerikaners George Floyd angekündigt. Die Veranstalter rufen wegen der Corona-Pandemie zum Tragen von Masken auf.

13.04 Uhr: Verband Bildung und Erziehung - Scheeres wälzt Verantwortung ab

Der Verband Bildung und Erziehung (VBE), LV Berlin, hat Bildungssenatorin Sandra Scheeres vorgeworfen, dass sie die Verantwortung für die totale Öffnung von Schule und Kita auf die jeweiligen Leitungen abwälzt. Außerdem wird kritisiert, dass gegen die Empfehlung des RKI die Abstandsregelung gekippt wird, obwohl es wieder Coronafälle an mehreren Berliner Schulen gibt. "Dieses Vorgehen der Senatorin ist ein klarer Verstoß gegen ihre Fürsorgepflicht gegenüber dem pädagogischen Personal, den Kindern und alle an Schulen beteiligten Personen", erklärte die Vorsitzende Heidrun Quandt. Die Schulen und Kitas brauchen laut VBE "verantwortungsbare, umsetzbare und für alle gleich geltende Vorgaben, die die personelle und räumliche Situation an den Schulen und in den Kindertagesstätten berücksichtigen und die Gesundheit aller Beteiligten am Schulleben schützen."

12.59 Uhr: In Brandenburg sind künftig private Feiern mit bis zu 1000 Menschen möglich

Der Mindestabstand und die Hygieneregeln zum Schutz vor dem Coronavirus sollen in Brandenburg vorerst bestehen bleiben. Das geht nach Angaben aus Regierungskreisen aus dem Entwurf für die neue Corona-Verordnung vor, über den das Kabinett am Freitag entscheidet. Private Feiern sind künftig mit bis zu 1000 Menschen möglich - wenn der Abstand von 1,5 Metern zum Nächsten und die Hygieneregeln eingehalten werden. In Innenräumen muss zum Beispiel auf Frischluft geachtet werden und wer dabei ist, muss auf einer Liste dokumentiert sein. Für Gaststätten und Kneipen soll es keine Einschränkungen mehr geben. Die „Märkische Allgemeine“ berichtete zuvor über die Pläne.

12.15 Uhr: Wieder etwas mehr Neuinfektionen in Brandenburg

Die Zahl neuer Infektionen mit dem Coronavirus ist in Brandenburg wieder etwas gestiegen. Von Mittwoch auf Donnerstag seien sechs neue Fälle offiziell erfasst worden, teilte das Gesundheitsministerium am Donnerstag in Potsdam mit. Drei Infektionen kamen im Kreis Oberhavel hinzu, je ein Fall in Brandenburg/Havel und den Kreisen Oberspreewald-Lausitz und Potsdam-Mittelmark. Seit März wurden 3309 Menschen mit dem Sars-CoV-2-Virus infiziert. Rund 60 Menschen zählen derzeit als erkrankt, 14 davon sind in Krankenhäusern. Als genesen gelten rund 3080 Menschen, 20 mehr als am Vortag. Bisher starben 170 Corona-Patienten, ein Todesfall kam hinzu.

10.21 Uhr: VIZ: Verkehr fast wieder auf normalem Niveau

Mit den Lockerungen der Eindämmungsverordnung hat der Verkehr in Berlin fast wieder das Niveau aus Vor-Corona-Zeiten erreicht. Das teilt die Verkehrsinformationszentrale Berlin mit. Die Fortschreibung der Verkehrsstärken zeige eine Verstetigung auf dem Niveau der Vorwochen. Am niedrigsten sei der Verkehr unter den untersuchten Abschnitten noch auf der Leipziger Straße - knapp unter 90 Prozent. Die Frankfurter Allee liege bei rund 95 Prozent. Auf der Berliner / Potsdamer Straße im Bereich der Clayallee sei sogar wieder das Verkehrsaufkommen der Vor-Corona-Zeit erreicht.

Staus im Berufsverkehr, die allein durch das Verkehrsaufkommen zustande kämen, seien vor allem nachmittags wieder zu beobachten, so die VIZ. Am Morgen erstrecke sich die Hauptverkehrszeit über einen längeren Zeitraum, so dass sich der Verkehr stärker verteile. Insgesamt habe sich die tägliche Verkehrsstärke in den vergangenen drei Wochen auf gleichbleibendem Niveau eingependelt und liege nur noch gering unter dem Durchschnittswert aus der Zeit vor den Corona-Maßnahmen.

8.55 Uhr: Super-Ferien-Pass für Kinder und Jugendliche mit Einschränkungen

Wegen der Corona-Pandemie gibt es auch beim Super-Ferien-Pass für Berliner Kinder und Jugendliche in diesem Jahr Einschränkungen. Der Pass zum Preis von 9 Euro bietet für Freizeit-, Sport-, Kultur- und Kreativangebote in Berlin Preisvorteile mit Rabatten von 20 bis 50 Prozent, teilweise kostenlose Eintritte sowie zahlreiche Verlosungen. Beliebt ist vor allem die enthaltene Badekarte. In diesem Jahr dürfen die geöffneten Bäder der Berliner Bäder-Betriebe nur einen Bruchteil der üblichen Besucher zulassen. Das wirkt sich auch auf die Ticketanzahl aus, die speziell in Verbindung mit dem Super-Ferien-Pass zur Verfügung stehen wird. Der JugendKulturService als Anbieter des Passes arbeitet permanent an Alternativangeboten und stellt eine regelmäßig aktualisierte Übersicht unter www.jugendkulturservice.de zum Download bereit. Hier geht es zum kompletten Artikel.

6.34 Uhr: Berlins Flughäfen bereiten sich auf mehr Passagiere vor

Mit dem Start der Feriensaison werden an Berlins Flughäfen wieder deutlich mehr Reisende erwartet. Wie genau der wachsende Flugverkehr trotz Corona-Pandemie bewältigt und die Passagiere dabei vor Infektionen geschützt werden sollen, hat nun die Flughafengesellschaft Berlin-Brandenburg (FBB) erläutert. Demnach soll mit einer ganzen Reihe von Maßnahmen bei den Sicherheitskontrollen und beim Boarding auf die aktuelle Situation reagiert werden.

  • Die Flughafengesellschaft bringt dafür unter anderem Abstandsmarkierungen auf dem Boden in den Check-in-Bereichen, an der Sicherheitskontrolle und an den Gepäckausgaben an, teilte die FBB am Mittwoch mit.
  • Um Reisende und Mitarbeiter vor Ansteckungen zu schützen, werden Plexiglastrennscheiben an den Check-in- und Boarding-Schaltern sowie bei der Sicherheits- und Passkontrolle installiert.
  • Zusätzlich wird es Spender mit Desinfektionsmittel geben. Rund um die Self-Check-in-Geräte finden Passagiere Tuchspender, um Displays und Griffflächen zusätzlich selbst desinfizieren zu können.

6 Uhr: IHK - Mittelstand kann nicht länger auf Zuschüsse warten

Die Präsidentin der Industrie- und Handelskammer (IHK), Beatrice Kramm, hat erneut eine schnellere Umsetzung von Zuschüssen für den Berliner Mittelstand angemahnt. Es sei mittlerweile rund zwei Wochen her, dass der Senat Landeszuschüsse für mittelständische Unternehmen versprochen habe, sagte Kramm am Mittwoch. „Passiert ist bislang wenig bis nichts. Jetzt will das Land noch weiter warten, bis feststeht, wie die Bundesprogramme ausgestaltet sind. Das kann nach Auskunft der Wirtschaftsverwaltung weitere zwei Wochen dauern“, so die Kammer-Präsidentin weiter.

Hintergrund für das Zögern Berlins ist auch ein Streit mit dem Bundeswirtschaftsministerium über die Abrechnung des ersten Berliner Soforthilfe-Programms. Nach Auffassung des Bundes habe das Land Berlin die zur Verfügung stehenden Gelder entgegen der Vorgaben vergeben. Berlin bestreitet das. Wirtschaftssenatorin Ramona Pop (Grüne) erklärte am Dienstag im Ausschuss aber, das Land werde zunächst abwarten, wie der Bund neue Wirtschaftshilfen ausgestalte und danach erörtern, wo man mit Berliner Geld flankieren und mögliche Lücken füllen könne.

5.48 Uhr: Senat setzt bei Demos weiter auf Deeskalation

Der Senat will intensiver mit Anmeldern von Demonstrationen über die Einhaltung der Abstands- und Hygieneregeln verhandeln. „Künftig sollte die Überprüfung der Hygienekonzepte noch intensiver in den Kooperationsgesprächen vor der Veranstaltung diskutiert werden“, sagte der Sprecher der Innenverwaltung, Martin Pallgen. Sollten begründete Zweifel an der Durchführbarkeit bestehen, müsste über alternative Demonstrationsrouten oder Kundgebungsplätze gesprochen werden.

4.31 Uhr: Landkreistagspräsident warnt vor Personalmangel bei Kita-Öffnung

Der Präsident des Brandenburger Landkreistags, Wolfgang Blasig (SPD), hat vor zu wenig Personal bei der geplanten Öffnung der Kitas für alle Kinder in der nächsten Woche gewarnt. „Das wird ein Problem werden“, sagte der Landrat des Kreises Potsdam-Mittelmark der Deutschen Presse-Agentur. Unter den Erzieherinnen und Erziehern gebe es Menschen, die als Risikogruppe gelten. Sie stünden möglicherweise nicht zur Verfügung. Die Kitas sollen ab kommendem Montag (15. Juni) wieder für alle Kinder öffnen. Das hatte Jugendministerin Britta Ernst (SPD) am Dienstag angekündigt. Das Kabinett will dies am Freitag beschließen. Blasig forderte, rechtlich die Weichen für mehr Erzieher zu stellen.

4.14 Uhr: Zweifel am "Plan B" der Bildungsverwaltung

Falls die Corona-Pandemie in Berlin wieder zu Schulschließungen führt, sollen „Mindeststandards“ größere Lernlücken verhindern. Der Oppositionspolitiker Dirk Stettner von der CDU bezweifelte den „Alternativplan“ der Senatsverwaltung für Bildung. Er glaubt nicht daran, dass dann plötzlich möglich sein sollte, was die letzten Wochen nicht ging: die Wochenstundentafeln in einer Mischung von Präsenz- und Fernunterricht umzusetzen. Die digitale Infrastruktur sei weiterhin schwach ausgebaut in Berlin, das ändere sich auch nach den Sommerferien nicht. Er warf der Bildungsverwaltung vor, mit der Festlegung der Mindeststandards den Schwarzen Peter den Schulen abzuschieben.

+++ Mittwoch, 10.06.2020 +++

Die wichtigsten Corona-News in Berlin am Mittwoch

So groß ist die Not der Gastronomen
200.000 Euro erschlichen: Corona-Betrüger gefasst
Weiter kein Bußgeld bei fehlender Maske im ÖPNV

18.58 Uhr: Wieder mehr Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Berlin

In Berlin sind zwei weitere Menschen an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben. Die Zahl der Todesfälle steigt auf 208. 54 neue Infektionen wurden bestätigt, 40 gab es am Tag zuvor. 368 aktuelle Corona-Fälle haben wir insgesamt in Berlin. 344 waren es am Dienstag. 6559 Menschen sind inzwischen genesen. Die Zahl der Patienten auf den Intensivstationen beträgt 41. Das ist einer weniger als Dienstag. Insgesamt liegen 127 Menschen in Krankenhäusern, fünf weniger als Dienstag.

18.48 Uhr: Corona-Ampel bleibt auf Grün

Die Corona-Ampel, das Berliner Frühwarnsystem, steht weiter auf grün. Das teilte die Senatsgesundheitsverwaltung am Mittwochabend mit. Demnach liegt die Reproduktionszahl bei 1,05 und damit unter dem kritischen Wert von 1,1. Am Dienstagabend wurde der sogenannte R-Wert noch auf 1,06 geschätzt. Mit 4,9 Fällen je 100.000 Einwohner liegt die Zahl der Neuinfektionen unter dem kritischen Wert von 20, genau wie der Anteil der für Corona-Patienten benötigten Plätze auf Intensivstationen, der bei 3,2 Prozent liegt.

18.27 Uhr: Festivalbetreiber befürchten Millionenschäden durch Corona

Festivalbetreiber sind nach Angaben der Landesarbeitsgemeinschaft Soziokultur Brandenburg besonders schwer von der Corona-Krise betroffen. Privatwirtschaftlich organisierte Festivals erleiden nach einer Hochrechnung einen Schaden von rund 12 Millionen Euro, dabei seien die bereits ausbleibenden Ausgaben berücksichtigt worden, sagte Franziska Pollin von der Arbeitsgemeinschaft im Kulturausschuss des Landtages in Potsdam. Derzeitige Nothilfe-Programme reichten nicht aus, um die Verluste abzufangen, so Pollin. Für gemeinnützig organisierte Festivals belaufe sich der geschätzte Schaden auf 670 000 Euro.

Die Betreiber seien „die Langzeitbetroffenen“ der Corona-Krise, sagte Pollin. Die Festivals könnten wegen einer strengen Genehmigungspraxis wie dem Umwelt- und Emissionsschutz nicht einfach im Folgejahr doppelt nachgeholt werden. Der geschätzte Einnahmeausfall für privatwirtschaftliche Festivals belaufe sich auf rund 50 Millionen Euro und für gemeinnützige auf 4,6 Millionen Euro.

17.36 Uhr: Berliner Feuerwehr löst Pandemie-Stab auf

Seit Ende Februar organisierte die Berliner Feuerwehr ihren Kampf gegen die Corona-Pandemie mit einem zentralen Pandemie-Stab. Dieser wurde nun am Mittwoch nach insgesamt 107 Tagen wieder aufgelöst. Niemand könne zwar sicher sagen, dass die Krise unter Kontrolle sei, schreibt Landesbranddirektor Karsten Homrighausen in einem Brief an alle Einsatzkräfte. Sie werde aber ruhiger.

„Wir haben unsere angepassten Strukturen mittlerweile gut gefestigt und die für Krisen typische, chaotische Anfangsphase ist in geordnete Bahnen gelenkt worden.“ Die Welt scheine ein Stück weit ihre Normalität zurück zu gewinnen. Da von dem Virus aber weiterhin Gefahr auch für die Einsatzkräfte ausgehe, würden alle Handlungsanweisungen im Umgang damit bestehen bleiben. Mehr dazu lesen Sie hier.

15.27 Uhr: Amtsarzt - Öffnung von Schulen und Kitas konsequent

Reinickendorfs Amtsarzt Patrick Larscheid hat die weitere Öffnung von Schulen und Kitas in der Corona-Pandemie als konsequent bezeichnet. Nach den bisherigen Erfahrungen, auch in der Notbetreuung, seien das für Kinder vergleichsweise sichere Orte. „Wenn sich Kinder anstecken, dann bei engsten Kontaktpersonen. Das sind bisher vor allem die eigenen Eltern“, sagte Larscheid. Eltern bräuchten sich beim aktuellen Stand der Pandemie nicht zu sorgen, ihre Kinder wieder in eine Schule oder Kita zu schicken. „Es gibt eine konstant niedrige Ansteckungsrate. Die Lage ist ruhig.“ Große Ausbrüche an Schulen zu Beginn der Pandemie, die sich hätten verhindern lassen, hätten Berlins Gesundheitsämter auch verhindert.

15.02 Uhr: Gericht bestätigt Begrenzung der Teilnehmerzahl für Berliner Abi-Bälle

Das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg hat bestätigt, dass Abi-Bälle in Berlin vorerst nur mit einer Teilnehmerzahl von bis zu 150 Personen stattfinden dürfen. Die Beschwerde eines Veranstalters gegen einen entsprechenden Eilbeschluss des Verwaltungsgerichts Berlin wurde zurückgewiesen. Der Beschluss ist unanfechtbar (OVG 1 S 58.20). Die Pressemitteilung des OVG zum Abi-Ball-Beschluss in Berlin lesen Sie hier.

14.42 Uhr: Kapazität der Berliner Flughäfen um zwei Drittel gesunken

Die Flughäfen Berlin und Tegel können wegen der Corona-Pandemie nur einen kleinen Teil der sonst üblichen Passagierzahlen bewältigen. „Aufgrund der derzeit gültigen Vorschriften über pandemiebedingte Kontaktbeschränkungen und notwendige Abstandsregelungen ist von einer durchschnittlichen Reduzierung der Abfertigungskapazität um jeweils zwei Drittel auszugehen“, antwortete die Senatsverwaltung für Finanzen auf eine Anfrage der CDU im Abgeordnetenhaus.

Im vergangenen Jahr waren in Tegel gut 24 Millionen Fluggäste abgefertigt worden, in Schönefeld knapp 13 Millionen. Davon kann in diesem Jahr ohnehin keine Rede sein. Es ist fraglich, ob an beiden Flughäfen zusammen überhaupt mehr als 10 Millionen Fluggäste gezählt werden.

Die Flughafengesellschaft rief die Passagiere am Mittwoch auf, mindestens zwei Stunden vor Abflug zum Flughafen zu kommen, möglichst online einzuchecken und am Flughafen die Abstandsregeln einzuhalten. In den Terminals ist der Mund-Nasen-Schutz vorgeschrieben. Wer Fluggäste abholen will, soll vor dem Terminal warten.

14.04 Uhr: Betrug bei Corona-Soforthilfen - Haftbefehl vollstreckt

Wegen des Verdachts des Subventionsbetrugs haben Ermittler am Dienstag einen Haftbefehl und 15 Durchsuchungsbeschlüsse vollstreckt. Dem 30-jährigen Tatverdächtigen wird vorgeworfen, in der Zeit vom 31. März bis zum 30. April 2020 zusammen mit seinem gleichfalls verdächtigen Geschäftspartner für seinen nicht mehr betriebenen Edelmetallhandel bei der Investitionsbank Berlin Zuschüsse aus den Corona-Soforthilfeprogrammen beantragt und erhalten zu haben. Zudem soll er zusammen mit seinem Geschäftspartner überwiegend mittellose Personen zur Stellung solcher Anträge unter Vortäuschen einer tatsächlich nicht bestehenden unternehmerischen Tätigkeit bei der Investitionsbank Berlin veranlasst haben. Der aus diesen insgesamt zehn Anträgen erhaltene Geldbetrag soll sich auf insgesamt 145.000 Euro belaufen.

Die Ermittler konnten den Beschuldigten in seiner Wohnung in Neukölln verhaften. Bei der Durchsuchung der Wohn- und Geschäftsräume wurden umfangreiche Beweismittel beschlagnahmt, die nun ausgewertet werden sollen. Zuvor hatte die Staatsanwaltschaft bereits Vermögensarreste über etwa 200.000 Euro gegen die Gesellschaften des Tatverdächtigen und weitere Personen erwirkt und vollstreckt. Der Verdächtige wird im Laufe des Tages einem Ermittlungsrichter zu Verkündung des Haftbefehls vorgeführt.

13.33 Uhr: Neue temporäre Pflegeeinrichtung für schutzbedürftige Menschen

Bislang fehlte in Berlin ein Angebot für besonders schutzbedürftige Menschen, die aufgrund der Corona-Pandemie in ihrer bisherigen Wohnsituation akut nicht versorgt werden können. Seit de, 1. Juni bis zum 31.12.2020 wird diese Lücke geschlossen. Die Vivantes Forum für Senioren übernimmt den Betrieb einer temporären Notfall-Pflegeeinrichtung in der Blücherstraße 26 B in Kreuzberg. Die Kapazität umfasst 118 Plätze. Dazu sagte Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD): „Das Ziel ist es, pflegebedürftigen Berlinerinnen und Berlinern eine temporäre pflegerische Versorgung von in der Regel bis zu zwei Wochen, maximal jedoch vier Wochen anzubieten. Diese Einrichtung soll pflegebedürftigen Menschen übergangsweise eine Unterkunft bieten, wenn sie in der aktuellen Pandemielage nicht in ihrer häuslichen Umgebung gepflegt werden können oder sie nach einem Krankenhausaufenthalt kurzfristig nicht in ihre Wohnungen zurückkehren können."

13.07 Uhr: Senatsverwaltung - Tragen von Alltagsmasken ist wichtig

Die Senatsverwaltung für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung hat am Mittwoch auf Twitter noch einmal darauf hingewiesen, dass das Tragen von Alltagsmasken wichtig ist. Masken können die Verbreitung von Tröpfchen verringern, das Bewusstsein für das Abstandhalten und gesundheitsbewusstes Verhalten steigern und dazu beitragen, dass Menschen sich weniger ins Gesicht fassen. "Alltagsmasken dienen vorwiegend dem Fremdschutz und weniger dem Eigenschutz. Dies ist vor allem deshalb wichtig, weil Infektionen mit SARS-CoV-2 bei einigen Patientinnen und Patienten in der Frühphase nur milde Symptome verursachen oder die Erkrankung sogar ohne jegliche Symptome ablaufen kann", heißt es weiter.

Die Masken sollten nach einmaliger Nutzung idealerweise bei 95 Grad Celsius, mindestens aber bei 60 Grad Celsius gewaschen und anschließend vollständig getrocknet werden.

12.54 Uhr: Mehr als 500 freie Künstler in Brandenburg erhalten Zuschuss

Rund 500 der etwa 4000 freischaffenden Künstler in Brandenburg haben in der Corona-Zeit finanzielle Unterstützung für ihre Projekte erhalten. Wie das Kulturministerium am Mittwoch mitteilte, wurden seit dem 12. Mai, dem Start des Mikrostipendiums, rund 500 Anträge von freischaffenden Künstlern bewilligt und Geld ausgezahlt. „Trotz der schrittweisen Öffnung von Kultur in den kommenden Wochen wird es für viele freiberufliche Kulturschaffende weiterhin schwer sein, Aufträge zu bekommen“, so Kulturministerin Manja Schüle (SPD). Daher sei die Antragsfrist bis zum 31. August verlängert worden.

10.59 Uhr: Zwei neue Corona-Infektionen in Brandenburg

In Brandenburg sind erneut zwei neue Corona-Infektionen offiziell registriert worden. Die Zahl der Infektionen mit dem Sars-CoV-2-Virus sei damit seit Anfang März auf insgesamt 3303 Fälle gestiegen, teilte das Gesundheitsministerium am Mittwoch in Potsdam mit Stand 8.00 Uhr mit. Aufgrund einer Datenkorrektur gibt es nach den Angaben im Land 169 tote Corona-Patienten, einer weniger als am Dienstag gemeldet.

Aktuell werden laut Ministerium 20 Menschen im Krankenhaus behandelt. Etwa 3060 Brandenburger gelten als genesen, die Zahl blieb im Vergleich zum Vortag gleich. Rund 70 Menschen werden derzeit noch als erkrankt registriert. 17 Patienten werden im Krankenhaus behandelt, zwei davon intensivmedizinisch betreut.

10.48 Uhr: Tourismus in Berlin und Brandenburg liegt am Boden

Wie schwer die Corona-Pandemie den Tourismus in Berlin und Brandenburg getroffen hat, zeigen jetzt auch die amtlichen Zahlen. Im Monat April kam demnach der Tourismus in Berlin fast vollständig zum Erliegen. Das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg meldet bei den Ankünften ein Minus von 95,6 Prozent und bei den Übernachtungen von 94,6 Prozent. Im Land Brandenburg lag der Einbruch demnach bei minus 90,6 Prozent bei den Ankünften und bei minus 78,7 Prozent bei den Übernachtungen.

Erstmals seit der Wiedervereinigung zählte das Land Brandenburg mehr Übernachtungen als Berlin. Die Unterbringung der Pendler aus Polen auf Grund der Quarantänebeschränkungen spielte dabei eine wesentliche Rolle. Im April war jeder zweite meldepflichtige Betrieb sowohl in Berlin als auch in Brandenburg geschlossen oder hatte zwar geöffnet, beherbergte aber keine Gäste.

10.38 Uhr: Amt für Statistik - Erhöhte Sterblichkeit wegen Covid-19 auf kurzen Zeitraum beschränkt

Eine erhöhte Sterblichkeit in Zusammenhang mit Covid-19 ist nach aktueller Datenlage auf einen kurzen Zeitraum beschränkt und schwach ausgeprägt. Das teilt das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg mit.

So starben in Berlin in den ersten 19 Kalenderwochen dieses Jahres 706 Personen weniger als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Das entspricht einem Rückgang von 5 Prozent. Dabei ist fast das gesamte bisherige Jahr 2020 von niedrigeren Sterbefallzahlen als 2019 geprägt. In den Kalenderwochen 13 bis 15 übertrafen die Sterbefallzahlen das Vorjahresniveau um insgesamt 90 Personen (+4,3 Prozent). Ab Kalenderwoche 16 liegen die eingegangenen Sterbefallmeldungen wieder hauptsächlich unterhalb der Vorjahreswerte.

In Brandenburg starben in den ersten 19 Kalenderwochen 2020 insgesamt 943 Personen bzw. 8,2 Prozent mehr als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Dabei sei fast das gesamte bisherige Jahr 2020 von höheren Sterbefallzahlen als 2019 geprägt. So fiel etwa die Hälfte der zusätzlichen Sterbefälle in die Monate Januar und Februar. In der 13. (+124 Personen) und 14. (+113 Personen) Kalenderwoche, also der Zeit vom 23. März bis 5. April, starben im Vergleich zum Vorjahreszeitraum deutlich mehr Menschen (+20,3 Prozent). In den darauffolgenden Wochen ging diese erhöhte Sterblichkeit schnell zurück. In der 19. Kalenderwoche starben 41 Personen mehr als im Vorjahreszeitraum und damit weniger als im Durchschnitt dieses Jahres. Im Durchschnitt dieses Jahres starben bislang pro Kalenderwoche 50 Personen mehr als 2019.

Die Sterbefallzahlen, insbesondere in Berlin, seien allerdings am aktuellen Rand unterschätzt, betonen die Statistiker, da vom Tod einer Person bis zur Meldung an die amtliche Statistik Zeit vergehe - in der Regel zwischen zwei und acht Wochen.

7.57 Uhr: Vereinigung Berliner Schulleiter fordert Plan B vom Senat

Die Vereinigung Berliner Schulleiter in der GEW (Gewerkschaft für Erziehung und Wissenschaft) hat vom Senat einen Plan B für die Schulen gefordert, falls die Zahl der Neuinfektionen wieder steigt. Die Vorsitzende Gunilla Neukirchen sagte im Inforadio, die Schulen hätten sicher Konzepte dazu. In der Vergangenheit seien die Schulen aber häufig durch Vorgaben des Senats dazu gezwungen worden, schnell umzuplanen. Neurkirchen äußerte sich auch zu den Abstandsregeln, die künftig nicht mehr gelten sollen. Sie seien im normalem Betrieb nicht aufrecht zu erhalten.

6.16 Uhr: Weiter kein Bußgeld bei fehlender Maske in Bus und U-Bahn

In Bus, Tram und U-Bahn tragen etliche Menschen keine Maske mehr. Nun soll mit vermehrten Durchsagen, gezielten Ansprachen und Hinweisen auf der Plattform „Berliner Fenster“ auf das Einhalten der Maskenpflicht im öffentlichen Nahverkehr hingewiesen werden. Darauf verständigte sich der Senat am Dienstag. Bußgelder sollen aber weiterhin nicht verhängt werden. Nach den Erfahrungen der BVG tragen zwischen 80 und 85 Prozent der Fahrgäste einen Mund-Nasen-Schutz, im Berufsverkehr sei die Quote höher.

4.31 Uhr: Kitas und Schulen bald wieder im Normalbetrieb - Kritik von der GEW

Berlins Kitas und nach den Sommerferien auch die Schulen kehren zum Normalbetrieb zurück. Die Gewerkschaft für Erziehung und Wissenschaft findet an der Entscheidung des Senats auf Vorschlag von Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD) vom Dienstag allerdings einiges auszusetzen. Das Infektionsgeschehen in Berlin sei so, dass es nicht zu rechtfertigen wäre, die Schulen nicht weiter zu öffnen, sagte der Berliner GEW-Vorsitzende Tom Erdmann der Deutschen Presse-Agentur. Es sei deshalb richtig, über Lockerungen nachzudenken. „Frau Scheeres reagiert aber nur auf den Druck der Elternschaft. Sie verliert völlig die Beschäftigten aus dem Blick.“

Außerdem rate das Robert Koch-Institut noch nicht dazu, die Abstandsregeln fallen zu lassen, wie die Senatsentscheidung es vorsieht. „Das heißt, sie setzt sich über dessen Empfehlungen hinweg. Das ist fragwürdig“, sagte Erdmann. Die Gefahr, Schulen in Berlin bei Infektionsfällen wieder schließen zu müssen, sei durchaus realistisch. Dafür habe die Senatorin keine ausreichenden Pläne vorgelegt.

4.13 Uhr: Dehoga - Wegfall der Sperrstunde "nur ein Tropfen auf den heißen Stein"

Die Entscheidung des Senats, die Sperrstunde für Restaurants und Kneipen aufzuheben, ändert nach Einschätzung des Berliner Hotel- und Gaststättenverbands (Dehoga) wenig an der schwierigen Situation der Betriebe. Nach der Entscheidung des Senats vom Dienstag dürfen Gaststätten schon ab Mittwoch wieder länger als bis 23 Uhr öffnen. „Das ist ein weiterer Schritt für die Gastronomie, mehr Umsatz zu machen, aber man muss ganz ehrlich sagen, nur mit den Berlinern“, sagte der Berliner Dehoga-Hauptgeschäftsführer Thomas Lengfelder. Was noch vollständig fehle seien die Touristen. Viele Betriebe stünden nach wie vor mit dem Rücken zur Wand. Die Senatsentscheidung sei daher ein gutes Zeichen, aber nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Inhaltlich stimmt Lengfelder dem Beschluss allerdings ausdrücklich zu: „Ich bin der Meinung, das ist vollkommen korrekt, wir sind mündige Bürger, wir brauchen uns nicht vom Senat erklären lassen, wann wir ins Bett gehen.“

+++ Dienstag, 9. Juni 2020 +++

Die wichtigsten Corona-News in Berlin am Dienstag

Senat kippt Abstandsregeln an Schulen
Corona-Hilfen: Bund beklagt Berlins Schweigen
Grüne fordern neues Konzept für Groß-Demos

21.44 Uhr: Schulleiterin - Normaler Unterricht nur ohne Abstand möglich

Regulärer Schulunterricht ist nach Ansicht von Schulleitern nur ohne coronabedingte Abstandsregel möglich. „Die Abstandsregel bei Hunderten von Schülern geht nicht“, sagte Astrid-Sabine Busse, Vorsitzende des Interessenverbands Berliner Schulleitungen (IBS), am Dienstag in der RBB-Abendschau. Zuvor hatte Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD) das Ziel formuliert, den Vollbetrieb nach den Sommerferien wieder für alle Schularten und Jahrgangsstufen zu starten. „Das ist nur möglich, wenn wir die 1,5-Meter-Regel fallen lassen“, sagte sie.

Damit müssten Klassen künftig nicht mehr in zwei oder drei Gruppen geteilt werden, um den bisher vorgeschriebenen Abstand einhalten zu können. Voraussetzung für die Vorhaben ist Scheeres zufolge, dass die Infektionen auf niedrigem Niveau bleiben.

Von übermäßiger Angst der Lehrer vor einer Infektion wisse sie nichts, sagte Busse. Im Gegenteil freuten sich die Kollegen bereits auf den Regelbetrieb. „Die Seele der Schule fehlt in diesen Corona-Zeiten.“

Doch auch, wenn es am 10. August in den Klassenräumen weitergeht: Nicht alles, was eigentlich auf dem Lehrplan stand, könne aufgeholt werden, sagte Busse. „Man wird sich bemühen und muss gucken, was lasse ich weg, wo muss ich nochmal vertiefen den Stoff.“ Die Klassenarbeiten aus dem laufenden Schuljahr, die sie bisher gesehen habe, seien „gar nicht so schlecht ausgefallen“, sagte die Leiterin einer Neuköllner Grundschule. Eltern und Schüler hätten sich sehr bemüht. „Aber man wird nie alle Lücken schließen können. Dieses Jahr 2020 ist ein besonderes Jahr.“

18.44 Uhr: 344 aktuelle Infektionen in Berlin, Corona-Ampel auf Grün

In Berlin ist eine weitere Person an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben. Die Zahl der Todesfälle erhöht sich auf 206. 40 neue Infektionen wurden bestätigt, 26 gab es am Tag zuvor. 344 aktuelle Corona-Fälle haben wir insgesamt in Berlin. 341 waren es am Montag. 6531 Menschen sind inzwischen genesen. Die Zahl der Patienten auf den Intensivstationen beträgt 42. Das sind zwei weniger als am Montag. Insgesamt liegen 132 Menschen in Krankenhäusern, drei weniger als am Vortag.

Bezirk Fallzahl Genesen
Charlottenburg-Wilmersdorf 760 (+3) 723
Friedrichshain-Kreuzberg 558 (0) 518
Lichtenberg 351 (+2) 300
Marzahn-Hellersdorf 383 (+1) 359
Mitte 1.016 (+5) 966
Neukölln 792 (+9) 712
Pankow 721 (+1) 664
Reinickendorf 534 (+4) 482
Spandau 340 (0) 292
Steglitz-Zehlendorf 561 (0) 529
Tempelhof-Schöneberg 705 (+14) 644
Treptow-Köpenick 360 (+1) 342
Summe 7081 (+40) 6531

Das Frühwarnsystem des Berliner Senats, die Corona-Ampel, steht am Dienstagabend weiter auf Grün. Wie die Senatsgesundheitsverwaltung mitteilte, liegt die Reproduktionszahl bei 1,06 und damit weiterhin unterhalb des kritischen Werts von 1,1. Die Neuinfektionen liegen mit einem Wert von 4,9 pro 100.000 Einwohnern ebenfalls auf Grün, genau wie der Anteil der Corona-Patienten auf Intensivstationen, den die Senatsverwaltung mit 3,4 Prozent angibt.

18.27 Uhr: Terrassen für Lokale auf Parkplätzen kommen später

Die Nutzung von Parkplätzen als zusätzlicher Raum für Gastronomen, Unternehmen und soziale Projekte in Friedrichshain-Kreuzberg startet eine Woche später als zuletzt angekündigt. Die Genehmigungen gehen an diesem Mittwoch an die 300 Bewerber.

Der kurze Zeitraum reicht für die Betreiber von Geschäften, Restaurants und Cafés allerdings nicht, um rechtzeitig Verkehrsschilder aufzustellen. Denn das Angebot des Bezirks gilt für Freitag bis Sonntag, jeweils von 11 bis 22 Uhr. Parkverbotsschilder müssen 72 Stunden vor Inkrafttreten aufgestellt sein, um Autofahrer, die es gewohnt sind, ihren Wagen auf den Parkflächen abzustellen, rechtzeitig zu warnen. Wer also an diesem Mittwoch seine Genehmigung in der Post findet, hätte nicht genug Zeit, um die Schilder zu positionieren. Ursprünglich wollte der Bezirk den Service schon am vergangenen Wochenende bieten. >> Zum ausführlichen Artikel

16.16 Uhr: Streit um Demos: Senat sieht Verantwortung bei Teilnehmern

In der Debatte um große Demonstrationen und den Schutz vor Corona-Infektionen sieht der Berliner Senat nicht Staat und Polizei in der Pflicht, sondern vor allem die Demonstranten. „Es ist nicht Aufgabe des Staates, den Demonstrierenden vorzuschreiben, wie sie zu demonstrieren haben“, teilte die Senatsinnenverwaltung am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur mit. „Nicht der Senat muss Konzepte vorlegen, sondern die Anmelder von Versammlungen. Sie müssen gewährleisten, dass die (...) Demonstrationen nicht aus dem Ruder laufen; sie müssen sich Gedanken machen über den Ort, Umfang und die Form ihrer Versammlung.“

Die Polizei werde zwar auf die Einhaltung der Regeln achten. Auch am vergangenen Wochenende habe sie Absperrungen eingerichtet, den Zustrom reguliert, den Versammlungsbereich erweitert und die Demonstranten mit Durchsagen immer wieder auf den Mindestabstand hingewiesen, hieß es weiter aus dem Haus von Innensenator Andreas Geisel (SPD). „Sie wird aber sicher nicht mit Wasserwerfern gegen Versammlungsteilnehmer vorgehen, die die Abstandsregeln nicht einhalten und damit eine Ordnungswidrigkeit begehen.“ Hier gehe es um Deeskalation und Verhältnismäßigkeit.

Kritikern, die dem Senat fehlende Konzepte vorwarfen, erwiderte die Senatsinnenverwaltung: „Wer vor 14 Tagen vehement die vollständige Wiederherstellung der Versammlungsfreiheit gefordert hat, kann jetzt nicht den Staat dafür verantwortlich machen, dass sich die Demonstrierenden nicht an die Regeln halten.“ Man appelliere daher an die Vernunft und Eigenverantwortung der Menschen. Die Corona-Pandemie sei noch nicht überstanden. Vorsichtsmaßnahmen würden weiter gelten. „Das gilt auch für Demonstrationen."

15.59 Uhr: Brandenburg will Schulen und Kitas nach Sommerferien wieder normal öffnen

Die Kitas in Brandenburg sollen ab kommendem Montag wieder für alle Kinder öffnen. Das kündigte Jugendministerin Britta Ernst (SPD) am Dienstag nach einer Kabinettssitzung in Potsdam an. Die Öffnung solle am Freitag endgültig beschlossen werden. Die Öffnung sei „die gute Botschaft an alle Eltern“. Die Hälfte der Eltern habe derzeit keinen Betreuungsplatz für die Kinder. Sie verwies auch auf die Entwicklung der Corona-Infektionen, die Zunahme sei erfreulicherweise sehr gering.

„Das bedeutet, dass die Beschränkungen, die jetzt in der Eindämmungsverordnung stehen, völlig entfallen“, sagte die Ministerin. Die Richtgrößen für Gruppen würden dann so nicht mehr gebraucht. Viele Hygieneregeln sollten aber bleiben. Seit 25. Mai galt in Brandenburger Kitas ein eingeschränkter Regelbetrieb. Die Kinder werden seitdem zumindest an einem Tag in der Woche wieder mehrere Stunden lang betreut, davor gab es nur eine Notbetreuung.

Die Schulen sollen nach den Sommerferien - am 10. August - wieder für alle Schüler mit dem regulären Unterricht starten. Seit dem 25. Mai gehen alle Schüler wieder zumindest tageweise in den Unterricht. Der Mindestabstand werde dann keine Rolle mehr spielen. Die Schulen sollen aber vorbereitet sein, falls es doch zu einem Infektionsherd kommt. „Jede Schule braucht ein Notfallkonzept“, sagte Ernst. Die Lehrer, die ein besonderes Risiko für eine Infektion hätten, sollten nicht im Unterricht mitarbeiten, aber zum Beispiel Schüler unterstützen, die viel aufholen müssten.

15.30 Uhr: Brandenburg prüft Demos ohne Begrenzung der Teilnehmerzahl

Demonstrationen in Brandenburg könnten trotz der Corona-Pandemie bald wieder ohne Begrenzung der Teilnehmerzahl erlaubt sein - aber weiter mit Abstand. Die rot-schwarz-grüne Landesregierung prüft nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur eine entsprechende Änderung der Corona-Verordnung - ein formeller Beschluss war bisher noch nicht gefallen. Die „Bild“-Zeitung und die „B.Z.“ berichteten zuvor über die Pläne aus einem Entwurf.

Seit 28. Mai waren in Brandenburg Demonstrationen im Freien mit bis zu 150 Teilnehmern im Einvernehmen mit dem jeweiligen Gesundheitsamt erlaubt, in Räumen mit bis zu 75 Teilnehmern. Das Verfassungsgericht Brandenburg entschied am 3. Juni nach einem Eilantrag der AfD-Landtagsfraktion vorläufig, dass Versammlungen mit mehr als 150 Teilnehmern wieder zulässig sind - sie müssen aber ebenso wie Versammlungen mit bis zu 75 Menschen in geschlossenen Räumen genehmigt werden. Die Maskenpflicht hob das Gericht nicht auf.

15.29 Uhr: Dehoga-Präsident zeichnet düsteres Bild von Hotels und Gastronomie

Berlins Dehoga-Präsident Christian Andresen hat ein düsteres Bild von Berlins Hotellerie und Gastronomie bezeichnet. "Wir haben keine Perspektive", sagte er am Dienstag im Wirtschaftsausschuss des Abgeordnetenhauses. Er forderte einen Verzicht auf die Berliner Übernachtungssteuer City Tax. Viele Hotels würden inzwischen Entlassungen vorbereiten. Viele Betriebe könnten den Banken keine Perspektive aufzeigen, wie sie ihren Betrieb im kommenden Jahr fortführen könnten.

15.09 Uhr: Berlins Schulen kehren nach den Ferien zum Normalbetrieb zurück

Die Berliner Schulen sollen nach den Sommerferien zum Normalbetrieb zurückkehren. Das gilt für alle Schularten und Jahrgangsstufen, wie Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD) am Dienstag nach der Sitzung des Senats mitteilte. „Wir wollen nach den Sommerferien in den Vollbetrieb gehen“, sagte Scheeres. Dann werde es wieder ein Ganztagsangebot geben. „Das ist nur möglich, wenn wir die 1,5 Meter-Regel fallen lassen“, betonte die Senatorin. Auch Schulmittagessen soll es wieder geben.

Die Kultusminister der Länder hatten Anfang Juni erklärt, ihr Ziel sei, so bald wie möglich zu einem normalen Schulbetrieb zurückzukehren. Die Zeiten, in denen Schülerinnen und Schüler nur für einen Teil des Unterrichts in die Schule mussten und ansonsten digital unterrichtet wurden, sind damit bald vorbei. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass in den kommenden Wochen die Entwicklung der Corona-Infizierten nicht deutlich zunimmt.

14.57 Uhr: Charité - Pandemie schlägt mit 30 Millionen Euro zu Buche

Die Corona-Pandemie verursacht an der Berliner Charité hohe Kosten. Das Universitätsklinikum beziffert den zusätzlichen Mittelbedarf auf 29,6 Millionen Euro, wie aus einer am Dienstag veröffentlichten Antwort des Wissenschaftsbereichs der Senatskanzlei auf eine parlamentarische Anfrage des CDU-Abgeordneten Adrian Grasse hervorgeht. Dies entspreche dem Wert der getätigten Bestellungen bis zum 14. Mai für Sachmittel und Investitionen.

Zu den größten Kostenpunkten zählte demnach die Umwidmung und Schaffung zusätzlicher Intensivbetten samt Ausstattung. Die Klinik bevorratete sich zudem mit Verbrauchsmaterialien für Intensivstationen und schaffte Schutzausrüstung, Desinfektionsmittel und Testmaterial an. In welchem Umfang der Klinik wegen der Pandemie Einnahmen entgingen, kann laut der Senatsantwort bisher nicht beziffert werden.

14.54 Uhr: Alle Berliner Kinder dürfen zurück in die Kita

Die Berliner Kindertagesstätten sollen noch vor den Sommerferien wieder komplett öffnen. Darauf einigte sich der Senat bei seiner Sitzung am Dienstag. So soll ab Mitte Juni die Rückkehr zum Regelbetrieb beginnen, bei dem wieder alle Kinder betreut werden können. Ab dem 22. Juni soll die Betreuung wieder in vollem Umfang möglich sein. Derzeit haben viele Eltern nur einen Anspruch auf eine Halbtagsbetreuung. Ab dann soll es auch Früh-und Spätdienste wieder geben.

Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD), die den Fahrplan für die Kita-Öffnung im Senat vorgestellt hat, hatte bereits zuvor angekündigt, die Weichen für die komplette Öffnung der Kitas stellen zu wollen. Elternorganisationen wie Kitakrise Berlin sind allerdings skeptisch, ob genügend Personal für die Rückkehr zum Normalbetrieb zur Verfügung steht.

Erzieherinnen und Erzieher, die zur Risikogruppe gehören, fallen für die Betreuung der Kinder aus. Noch vor Beginn der Senatssitzung hatten Eltern vor dem Roten Rathaus für das „Recht auf Bildung und Betreuung“ demonstriert und ihre Bedenken zum Ausdruck gebracht.

14.28 Uhr: Weiter kein Bußgeld bei Verstößen gegen Maskenpflicht im ÖPNV

In Berlin droht auch künftig kein Bußgeld für ÖPNV-Nutzer, die in Bus oder Bahn keinen Mund-Nasen-Schutz tragen. Darauf hat sich der Senat nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur bei seiner Sitzung am Dienstag verständigt. Die Pflicht, eine solchen Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen, gilt in Berlin bereits seit April. Der Senat hatte bei der Einführung aber bewusst darauf verzichtet, Verstöße mit Bußgeld zu ahnden.

14.18 Uhr: Senat kippt Abstandsregelungen in Schulen

Der Senat hat am Dienstag die 1,5-Meter-Abstandsregelung für Schulen gekippt. Nach Informationen der Berliner Morgenpost verständigte sich die Landesregierung auf eine entsprechende Änderung der Eindämmungsverordnung, weil sie sich in der Praxis nicht durchhalten lässt. Der Senat verhandelte am Dienstag auch über die weitere Öffnung von Schulen und Kitas. Entscheidungen dazu werden am Nachmittag erwartet.

14.03 Uhr: Neue CSD-Demonstration geplant

Aktivisten aus der Community von Schwulen, Lesben, Bisexuellen, Trans- und Inter-Personen sowie queeren Menschen (LGBTIQ) kündigten eine Demonstration zum Christopher Street Day (CSD) für den 27. Juni an. Der Plan ist wohl eine Reaktion darauf, dass die große offizielle CSD-Parade, die eigentlich am 25. Juli stattfinden sollte, nun wegen Corona größtenteils nur online laufen soll.

Die Veranstalter der neu angekündigten Demonstration schreiben, Diskriminierung gegen LGBTIQ müsse dort bekämpft werden, wo sie geschieht, „und das ist in der Öffentlichkeit, im Besonderen der öffentliche Raum der Straße“.

Die Demonstration hat das Motto: „Pride Berlin: Save our Community, Save our Pride“. Eine Strecke wurde noch nicht veröffentlicht. Im Internet gibt es bisher einige hundert Zusagen. Die Veranstalter versicherten, man wolle sich selbstverständlich an die Vorgaben des Senats halten und sich mit allen Behörden absprechen.

13.55 Uhr: Fluggastzahlen auf 1,6 Prozent des Vorjahresniveaus

Die Berliner Flughäfen haben trotz leicht anziehenden Passagieraufkommens im Mai weiterhin einen massiven Einbruch im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zu verbuchen. Wie die Flughafengesellschaft mitteilte, seien im Mai 2020 51.979 Passagiere gestartet oder gelandet. Damit hätten sich die Fluggastzahlen im Vergleich zum April 2020 zwar verdoppelt, dennoch seien das nur 1,6 Prozent des Passagieraufkommens im Mai 2019. Damals landeten und starteten 3.200.803 Passagiere. Am Flughafen Tegel wurden 40.808 Passagiere abgefertigt (-98,1 Prozent), in Schönefeld 11.171 Passagiere (-98,9 Prozent).

13.21 Uhr: IHK: Auch Arbeitgeber durch Einschränkungen an Kitas und Schulen belastet

Die wochenlange Schließung und nur schrittweise Wiederöffnung von Schulen und Kitas hat auch viele Arbeitgeber in Berlin belastet. Das ist das Ergebnis einer Umfrage der Industrie- und Handelskammer (IHK) Berlin unter knapp 500 Mitgliedsunternehmen. Danach gaben 43 Prozent an, dadurch sehr stark, 47 Prozent stark belastet zu sein, wie die IHK am Dienstag in Berlin mitteilte.

Als Herausforderung sehen der Umfrage zufolge 76 Prozent die verminderte Arbeitsleistung, 67 Prozent Schwierigkeiten bei der verlässlichen Planung von Arbeitszeiten und 63 Prozent, dass Mitarbeiter wegen der Mehrbelastung gesundheitlich ihre Grenzen erreichten. Entsprechend wünschen sich 76 Prozent der befragten Betriebe verlässliche Betreuungszeiten, 41 Prozent halten die Einführung von Corona-Elternzeit und Corona-Elterngeld für sinnvoll, um die Belastung der Familien zu reduzieren und die Planbarkeit von Arbeitsabläufen in den Unternehmen zu erhöhen.

8.46 Uhr: Auch SPD-Innenexperte fordert klare Regeln für Demonstrationen

Nach der großen Anti-Rassismus-Demonstration auf dem Alexanderplatz hat der Berliner SPD-Innenexperte Tom Schreiber klare Vorgaben für Kundgebungen während der Corona-Pandemie gefordert. Die Abstandsregel sei bei Demonstrationen kaum durchzuhalten. Er sprach sich dafür aus, nur noch das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes vorzuschreiben, sagte Schreiber im Inforadio des RBB. Die Alternative sei eine Teilnehmerbegrenzung für Demonstrationen. „Man muss sich entscheiden, was man will“, so Schreiber. „Wenn man zulässt, dass man demonstrieren darf und kann, was richtig ist, dann muss man auch klar sagen, wie soll es praktikabel gemacht werden auch für die Berliner Polizei.“

8.20 Uhr: Corona-Krise trifft Berliner Saunen hart

Die Betreiber von 15 Saunen sehen sich in ihrer Existenz bedroht fordern in einem Brandbrief an den Senat Lockerungen. Die Senatsgesundheitsverwaltung hingegen beharrt auch beim Abflauen der Corona-Krise auf ihrem Nein. Mehr dazu lesen Sie hier.

6.40 Uhr: Grüne verlangen neues Konzept für große Demonstrationen

Der Senat muss sich nach Überzeugung von Grünen-Fraktionschefin Antje Kapek schleunigst Gedanken über große Demonstrationen in der Hauptstadt machen. „Es gibt in Berlin kein ausreichendes Konzept für pandemiekonforme Demonstrationen“, sagte Kapek der Deutschen Presse-Agentur. Nach der Bootsdemo am Pfingstwochenende und der großen Anti-Rassismus-Demonstration am Sonnabend auf dem Alexanderplatz müsse sie zu dieser Einschätzung kommen.

Es sei wichtig, sich rechtzeitig Gedanken zu machen - schließlich stehe am Sonntag (14. Juni) die nächste größere Demonstration in Berlin an. Dann will das Bündnis „Unteilbar“ gegen soziale Ungerechtigkeiten und Rassismus demonstrieren. Kapek schlägt vor, dann gezielt eine Menschenkette zu organisieren. „Das wäre auch ein starkes Symbol.“

Die wichtigsten Corona-News in Berlin am Montag

Senat will Sperrstunde aufheben
Corona-Fälle an Schulen in drei Bezirken
Berlin startet mit breiter Teststrategie

20.45 Uhr: Berliner Polizei veröffentlicht Corona-Song

„Seit Wochen zuhause, virale Zwangspause: Der Staats-Lockdown, hat echt reingehaun. Jetzt zählt nach vorne schauen.“ Die Berliner Polizei hat einen eigenen Corona-Song auf YouTube veröffentlicht. Auf Twitter schreibt die Polizei dazu: „Viel Spaß mit dem Coronasong von Sebastian Stipp und der Combo des Landespolizeiorchesters.“ Der singende Beamte hat auch schon bei der Pro7-Sendung „The Voice of Germany“ teilgenommen und stand beim Udo Lindenberg-Musical „Hinterm Horizont“ auf der Bühne.

In dem Video läuft der LKA-Beamte durch Berlin, kommt etwa am Brandenburger Tor und an der Weltzeituhr vorbei. Im Song heißt es auch: „Schneller, höher, weiter geht's gerade nicht. Mit Abstand, Mundschutz und Respekt ist Land in Sicht. - Was auch immer kommen mag. Wir bleiben für Euch immer wach. Jede Stunde Tag und Nacht. Wir lassen keinen hier allein.“

18.45 Uhr: 341 aktuelle Corona-Fälle in Berlin - 205 Tote

in Berlin sind keine weitere Menschen an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben. Die Zahl der Todesfälle bleibt bei 205. 26 neue Infektionen wurden bestätigt, 19 gab es am Tag zuvor. 341 aktuelle Corona-Fälle gibt es insgesamt in Berlin. 340 waren es am Sonntag. 6495 Menschen sind inzwischen genesen. Insgesamt beläuft sich die Zahl der Infektionen seit Beginn der Pandemie auf 7041.


Die Zahl der Patienten auf den Intensivstationen beträgt 44. Das sind zwei mehr als gestern. Insgesamt liegen 135 Menschen in Krankenhäusern, sechs mehr als gestern.

Die Corona-Ampeln stehen weiter auf Grün. Der R-Faktor beläuft sich auf 1,02 (1,1 dreimal hintereinander: Gelb, 1,2: Rot). Am Sonntag stand er noch bei 0,85. Der aktuelle 7-Tages-R-Wert für Berlin liegt bei 0,98. Die Zahl der Neuinfektionen pro Woche und 100.000 Einwohner beläuft sich auf 4,9 (20: Gelb, 30: Rot). Und der Anteil der für Covid-19-Patienten benötigten Intensivbetten beläuft sich auf 3,5 Prozent (15 Prozent: Gelb, 25 Prozent: Rot).

18.25 Uhr: Berlin startet mit breiter Corona-Teststrategie

Seit Montag setzt das Land mit der Charité die „Berliner Teststrategie“ um. Dafür soll in verschiedenen Bereichen des großstädtischen Lebens geschaut werden, wie es um Corona steht. Wichtig sei, betont man in der Senatskanzlei, die ja auch für Wissenschaft zuständig ist, dass eben nicht Menschen mit Symptomen getestet werden. Sondern systematisch in bestimmten Milieus Corona-Tests durchgeführt werden, um zu schauen, wie viele Coronafälle unerkannt blieben. Zur Zielgruppe gehören BVG-Busfahrer genauso wie Gefängnis-Insassen oder JVA-Beamte, Menschen in Pflegeeinrichtungen oder Schulen und Kitas. Alle Details zur Berliner Teststrategie lesen Sie hier.

18.09 Uhr: Mehrere Corona-Fälle in Berliner Schulen

In mehreren Schulen Berlins gibt es inzwischen wieder Coronafälle – offenbar auch in Mitte. Das bestätigte Ephraim Gothe (SPD), der dortige Gesundheitsstadtrat. Bestätigt sind zudem Coronafälle von Schülern in Spandau und Neukölln. Alle Details zu den Corona-Fällen in Berliner Schulen lesen Sie hier.

17.42 Uhr: Senat diskutiert am Dienstag über die Öffnung von Kitas und Schulen

Der Berliner Senat berät in seiner Sitzung am Dienstag (10 Uhr) über die Rückkehr von Kitas und Schulen zum Normalbetrieb. Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD) hat bereits angekündigt, die Weichen für die komplette Öffnung der Kitas stellen zu wollen. Danach soll noch im Juni jedes Kind wieder ein Betreuungsangebot erhalten.

Seit Montag sind neben den älteren Kindern auch die Vierjährigen bereits zurück in den Kitas. Nun fehlen die Jüngeren noch. In den Kitas soll auf möglichst stabile Gruppen geachtet werden, um das Risiko einer Infektion mit dem Coronavirus zu verringern. Dafür ist die bisher geltende Begrenzung der Gruppengrößen aufgehoben worden. Auch Kitareisen sind wieder erlaubt. Nun geht es um das Konzept, wie künftig sämtliche Kinder wieder betreut werden können. Scheeres will ihre Vorstellungen am Dienstag im Senat präsentieren.

Ebenfalls auf der Tagesordnung steht die Frage, wie es mit den Schulen weitergeht. Die Bildungssenatorin möchte nach den Sommerferien zum Regelbetrieb zurückkehren. Die Ferien starten in Berlin in diesem Jahr am 25. Juni und enden am 7. August. Die Schulen sind bereits seit 27. April wieder geöffnet, allerdings sind die Klassen in der Regel geteilt worden. Die Gruppen werden derzeit zeitlich versetzt oder in verschiedenen Räumen unterrichtet. Nur ein Teil des Unterrichts ist in der Schule möglich, daneben gibt es weiterhin Homeschooling..

14.13 Uhr: "Schlendrian des Berliner Senats gefährdet Erfolge bei Eindämmung massiv"

"Durch den Schlendrian des Berliner Senats werden die Erfolge in ganz Deutschland bei der Eindämmung der Corona-Pandemie massiv gefährdet", kritisiert Wolfgang Steiger, Generalsekretär des Wirtschaftsrates der CDU e.V. "Mit Auflagen genehmigte Demonstrationen werden zu Partys, bei denen die Polizei hilflos auf nicht eingehaltene Abstände schaut. Es gibt kaum Kontrollen bei mangelndem Atemschutz im ÖPNV. Und selbst in den Wochen des Shutdowns florierte in den Berliner Parks der offene Drogenhandel weiter ungehindert.“


"Diese Landesregierung handelt unverantwortlich gegenüber den gefährdeten Menschen und gegenüber dem Rest Deutschlands", so Wolfgang Steiger. "Wenn das so weitergeht, droht eine Millionenstadt zu einem neuen Hotspot zu werden. Hier hat man offensichtlich nichts aus den Erfahrungen aus dem Fußballspiel in Mailand oder den Partys in Ischgl gelernt, denn sonst wären Bilder wie die vom Alexanderplatz oder Landwehrkanal nicht möglich.“

12.49 Uhr: Berlin mit neuem Tourismus-Konzept in der Krise

Berlin buhlt in der Corona-Krise um Urlauber nun mit seinen Parks, Wäldern und Seen. „Berlin. Auch das“, ist der Titel der neuen Werbekampagne, wie die Berliner Tourismus- und Kongressgesellschaft am Montag mitteilte. Berlin habe international renommierte Museen und historisch bedeutsame Bauwerke. Aber wie in keiner anderen Stadt lasse sich das mit Entspannung im Grünen verbinden, sagte Wirtschaftssenatorin Ramona Pop (Grüne). Zu sehen ist in den Videos etwa Strand-Flair an der Havel.

Erst in den Sommerferien sollen in einem zweiten Teil der Kampagne Kultur, Gastronomie und Sightseeing zum Tragen kommen. Berlin heiße seine Gäste wieder willkommen, sagte Tourismuschef Burkhard Kieker angesichts europaweit fallender Reisebeschränkungen. Das Unternehmen sprach von einer „Wiedereröffnung“ Berlins.

12.05 Uhr: Sperrstunde um 23 Uhr soll am Mittwoch fallen

Berlins Gastronomen dürfen ihre Gäste am Abend wieder länger bewirten. In einem Eilverfahren vor dem Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg hatte ein Berliner Gastwirt sich gegen die Vorgabe gewandt, sein Lokal um 23 Uhr schließen zu müssen. In der unteren Instanz hatte das Verwaltungsgericht die seinerzeit noch geltende 22-Uhr-Sperrstunde noch für rechtens erklärt, um in der Corona-Pandemie „Gelage“ zu vermeiden.

In dem Verfahren vor der oberen Instanz hätten die Vertreter des Landes jedoch erklärt, die Begrenzung der Öffnungszeiten für Gastronomie werde ohnehin zum 10. Juni, also ab Mittwoch, aufgehoben. Dass erklärte die Anwaltskanzlei SammlerUsinger, die den Wirt vertritt. Vor diesem Hintergrund haben die Richter die Beschwerde des Klägers zurückgewiesen, denn die Öffnung komme ohnehin.

Eine Sprecherin des OVG bestätigte diesen Sachverhalt. Aus Senatskreisen hieß es, Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) bereite eine entsprechende Vorlage für die Senatssitzung am Dienstag vor.

11.50 Uhr: BER-Probebetrieb muss neu organisiert werden

Der Probebetrieb am BER muss wegen der Corona-Pandemie neu organisiert werden. Statt des bislang geplanten Einsatzes werde ein Verfahren mit deutlich weniger freiwilligen Testern durchgeführt, teilte die Flughafengesellschaft Berlin-Brandenburg (FBB) am Montag mit. Statt 20.000 könnten dann nur noch 9.000 Komparsenplätze angeboten werden. Alle bisherigen Buchungen der Helfer würden dadurch ungültig. Mehr dazu lesen Sie hier.

8.08 Uhr: Berlin will mit Corona-Tests mehr Theater möglich machen

Berlins Kultursenator Klaus Lederer möchte Theatern und Spielstätten mit Corona-Tests mehr Möglichkeiten in der Krise verschaffen. „Wenn wir unsere Einrichtungen wieder öffnen, dann möchte ich, dass zumindest so viel künstlerische Freiheit existiert, dass man keine Maskenspiel-Pläne machen muss. Jedenfalls dann nicht, wenn die Stücke keine Masken vorsehen“, sagte der Linke-Politiker der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. Als Beispiel verwies er auf entsprechende Konzepte etwa im Fußball.

7.50 Uhr: Viele Studenten haben Jobs wegen Corona-Krise verloren

Bundesweit haben rund 40 Prozent der Studenten im Zuge der Corona-Krise ihren Nebenjob verloren, wie aus einer repräsentativen Umfrage des Personaldienstleisters Zenjob unter 1837 Studierenden aus ganz Deutschland hervorgeht. Auch viele Studenten in Berlin sind betroffen - und haben Jobs wie etwa das Kellern aufgeben müssen. Entsprechend fehlt ihnen Geld für ihren Lebensunterhalt. >> Zum ausführlichen Artikel

7.30 Uhr: An Berlins Grundschulen könnte es im Regelbetrieb eng werden

Sollte im neuen Schuljahr trotz Corona der Regelbetrieb an den Berliner Schulen wieder beginnen, wird es eng an den Grundschulen. Die Frage ist also, ob wirklich alle Erstklässler an ihrer Einzugsgrundschule einen Platz bekommen, und wenn ja, wie voll es dort wird. Wie es in den Bezirken aussieht, lesen Sie hier.

6 Uhr: Corona bremst Ausbau des Solidarischen Grundeinkommens

Die Corona-Pandemie bremst auch den Ausbau des neuesten arbeitsmarktpolitischen Projektes des rot-rot-grünen Senats. Im Solidarischen Grundeinkommen, welches die Koalition auf persönlichen Wunsch des Regierenden Bürgermeisters Michael Müller (SPD) vor elf Monaten beschlossen hatte, sind erst deutlich weniger Stellen mit bisher arbeitslosen Menschen besetzt als geplant. Am 30. April waren nach Angaben von Arbeitssenatorin Elke Breitenbach (Linke) 253 Arbeitsplätze vergeben. Insgesamt hatten freie Träger der Wohlfahrtspflege, kommunale Unternehmen sowie Behörden des Senats und der Bezirke fast 1900 Stellen angeboten, von denen 1671 von der Arbeitsverwaltung als förderfähig bewertet wurden. >> Zum ausführlichen Artikel.

+++ Sonntag, 7. Juni 2020 +++

Die wichtigsten Corona-News des Tages aus Berlin

Corona-Soforthilfe: Nußbaum fordert Aufklärung von Pop

19.30 Uhr: Alle Corona-Ampeln stehen auf Grün

In Berlin stehen die Corona-Ampeln weiter auf Grün. Der R-Wert, die sogenannte Reproduktionszahl, lag am Sonntag bei 0,85. Damit steckt jeder Infizierte statistisch weniger als einen Menschen an. Die Corona-Ampel würde auf Gelb springen, falls dieser Wert dreimal hintereinander bei 1,1 stehen würde, bei 1,2 würde sie auf Rot springen.

Die Zahl der Neuinfektionen pro Woche pro 100.000 Einwohner beträgt 5,1 - Gelb wäre die Ampel bei 20, Rot bei 30. Die Fallzahl liegt allerdings etwas über der Zahl der Vorwoche. Der insgesamt rückläufige Trend der Neuinfektionen setze sich in der 22. Meldewoche nicht fort, so die Senatsverwaltung für Gesundheit.

Auch der dritte Corona-Ampelwert ist "Grün". Er beziffert die für Covid-19-Patienten benötigten Plätze auf Intensivstationen. Der Wert liegt aktuell bei 3,4 Prozent. Ab 15 Prozent würde die Ampel auf Gelb springen, ab 25 Prozent auf Rot. Die Hospitalisierungszahlen seien weiter rückgängig, beziehungsweise würden auf niedrigem Niveau stagnieren. Gleiches gelte für die Zahl der Patienten auf Intensivstationen, dieser sei ebenfalls stabil auf niedrigem Niveau.

18.49 Uhr: 340 aktuelle Infektionen in Berlin, 205 Tote

In Berlin gibt es aktuell 340 Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus. Das geht aus den Zahlen der Senatsgesundheitsverwaltung von Sonntagabend hervor. Demnach gibt es seit Ausbruch der Pandemie 7015 Infektionen, das sind 19 mehr als am Vortag. 205 Menschen sind bislang an den Folgen der Erkrankung gestorben, 6470 gelten als genesen. In Krankenhäusern werden 129 Menschen gehandelt, davon 42 intensivmedizinisch.

Den höchsten Zuwachs verzeichnen Neukölln (+5) und Spandau (ebenfalls +5). In Charlottenburg-Wilmersdorf, Marzahn-Hellersdorf, Mitte, Reinickendorf, Tempelhof-Schöneberg und Treptow-Köpenick wurden keine Neuinfektionen gemeldet.

18.06 Uhr: Berlins Bars klagen über fehlende Besucher

Berlins Bars haben wieder geöffnet, doch viele klagen über fehlende Besucher. Auch in der einstigen Partymeile Simon-Dach-Straße oder in Charlottenburg ist deutlich weniger los als sonst, gerade unter der Woche herrsche oft "Grabesstille", so eine Wirtin. Problematisch ist vor allem der frühe Schluss um 23 Uhr.

17.56 Uhr: Union-Spieler lassen sich von 30 Fans feiern

Nach der Bundesliga-Partie des 1. FC Union gegen Schalke 04 (1:1) am Sonntag haben sich mehrere Berliner Spieler von etwa 30 vor dem Stadion singenden Fans feiern lassen. Während der gesamten Partie hatten die Anhänger des Aufsteigers in unmittelbarer Nähe des Stadions An der Alten Försterei Gesänge angestimmt. Die Rufe aus dem Wald waren im leeren Stadion deutlich zu hören.

Nach dem Schlusspfiff skandierten die Fans: „Wir wollen die Mannschaft sehen“. Torwart Rafal Gikiewicz sowie mehrere seiner Kollegen gingen daraufhin vom Rasen zu einem Zaun, der die Arena begrenzt, kletterten auf Holztische und ließen sich kurz von den begeisterten Fans hinter dem mit Union-Plakaten zugehängten Zaun feiern. „Wir haben uns auf die Bänke gestellt und hatten Sichtkontakt. Das ist natürlich überragend und in der Zeit mal richtig schön“, sagte Unions Torschütze Robert Andrich. Schon bei seinem Führungstreffer (11. Minute) war Jubel aufgebrandet.

Die Berliner Polizei war mit zwei Mannschaftswagen vor Ort, sah aber keinen Grund zum Eingreifen. Die Fußballfans standen in Kleingruppen beieinander und hielten Abstand.

17.45 Uhr: Neue Stellen für Berlins Gesundheitsämter

Berlins Gesundheitsämter sollen mehr Personal bekommen: Insgesamt 60 neue Stellen, also fünf pro Bezirk, sind vorgesehen; die Mittel dafür sind im zweiten Nachtragshaushalt des Landes Berlin eingeplant. Diese sollen zur Umsetzung des Mustergesundheitsamts dienen, heißt es aus der Pressestelle der Senatsgesundheitsverwaltung. Das Mustergesundheitsamt bezeichnet ein Idealmodell für die Struktur und erforderliche Personalausstattung der Ämter.

„Die Gesundheitsverwaltung hat sich in den Beratungen zum zweiten Nachtragshaushalt für diese zusätzlichen Stellen eingesetzt“, teilt die Pressestelle weiter mit. „Die Bezirke müssen die Besetzung der Stellen jetzt angehen.“ Allerdings: Bereits aktuell gibt es nach Angaben der Senatsverwaltung in den Gesundheitsämtern mehr als 200 unbesetzte Vollzeitstellen. Der Bedarf an Fachkräften ist also groß.

13.50 Uhr: Geisel appelliert - bei Demos Abstandsgebot einhalten

Innensenator Andreas Geisel (SPD) hat die Entscheidung verteidigt, die Teilnehmerzahl bei Demonstrationen unter freiem Himmel in der Hauptstadt nicht mehr zu begrenzen. „Ich halte das nach wie vor für richtig“, teilte Geisel am Sonntag der Deutschen Presse-Agentur auf Anfrage mit. Zugleich appellierte er, das Abstandsgebot einzuhalten. „Die Grundrechte auf Versammlungs- und Meinungsfreiheit sind elementar. Trotzdem müssen sich die Menschen – zum Schutz für sich selbst und anderer - bewusst sein, dass auch immer das Abstandsgebot einzuhalten ist“, so Geisel. Das sei am Samstag leider deutschlandweit nicht gelungen, auch am Alexanderplatz nicht. Wie bereits in der vergangenen Woche sei die durch den Anmelder erwartete Zahl der Teilnehmenden um ein Vielfaches übertroffen worden. „Das macht es für die Polizei in solchen Situationen zusätzlich schwer.“

12.55 Uhr: Senatorin - Mit Abstand und Mund-Nasen-Bedeckung demonstrieren

Berlins Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) hat zu mehr Verantwortung aller bei Demonstrationen in der Corona-Krise aufgefordert. Nach der Versammlung gegen Rassismus mit rund 15.000 Teilnehmern am Alexanderplatz sagte Kalayci der Deutschen Presse-Agentur am Sonntag: „In der Pandemie haben sowohl die Veranstalter als auch die Teilnehmenden eine hohe Verantwortung. Man kann auch mit Abstand demonstrieren und dabei Mund-Nasen-Bedeckung tragen. Wir haben mit Erfolg die Neuinfektionen auf ein niedriges Niveau senken können. Das bedeutet aber nicht, dass die Pandemie vorbei ist.“

6.31 Uhr: 93 Festnahmen und 28 verletzte Beamte nach Demos

Bei dem Polizeieinsatz anlässlich der anti-rassistischen Demonstrationen am Samstag in Berlin sind 93 Menschen festgenommen und 28 Polizeibeamte leicht verletzt worden. Auch ein freier Pressefotograf sei verletzt worden. Drei von Ihnen hätten nach ambulanter Behandlung vom Dienst abtreten müssen, teilte die Polizei in der Nacht zum Sonntag mit. Demnach erfolgten die Festnahmen wegen Landfriedensbruchs, Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte und tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte, versuchter Gefangenenbefreiung, Verstößen gegen das Infektionsschutzgesetz sowie Hausfriedensbruchs. Es befanden sich laut Polizei rund 800 Polizisten zur Begleitung der Versammlungen im Innenstadtbereich im Einsatz.

6 Uhr: Corona-Soforthilfe - Nußbaum fordert Aufklärung von Pop

Berlin droht eine erhebliche Rückforderung des Bundes wegen der ausgezahlten Soforthilfen an Solo-Selbstständige und Kleinstunternehmer in der Frühphase der Corona-Krise. Ulrich Nußbaum, Staatssekretär von Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) und als Ex-Finanzsenator der SPD in Berlin gut bekannt, hat darum einen Brief, der der Berliner Morgenpost vorliegt, an Wirtschaftssenatorin Ramona Pop (Grüne) geschrieben. Darin spricht Nußbaum von „signifikanten Rückforderungsansprüchen“, die sich nach einer „ersten Schätzung“ ergeben hätten.

5.37 Uhr: Berliner Schausteller bangen um ihre Existenz

Wegen der Pandemie sind seit März alle Volksfeste abgesagt worden. Die Berliner Schausteller bangen um ihre Existenz. Der Deutsche Schaustellerbund schätzt, dass allein bis Ende August bundesweit 7000 Feste dieser Art ausgefallen sein werden. Aber bereits bis in den Herbst hinein sind Volksfeste abgesagt worden, sagt Verbandsgeschäftsführer Frank Hakelberg. Vor allem das frühzeitig beschlossene Aus des Oktoberfests in München habe eine Art Domino-Effekt ausgelöst, kritisiert er.

„Ihr letztes Geld haben Schausteller-Betriebe im Dezember auf den Weihnachtsmärkten verdient. Seitdem unterliegen sie gewissermaßen einem Berufsverbot“, sagt Hakelberg. Das sei vor allem deshalb kritisch, weil entgangene Umsätze nicht nachgeholt werden könnten. Gleichzeitig hätten Betriebe vor Corona stets in die Attraktivität ihrer Fahrgeschäfte und Buden investiert. Die bisherige Unterstützung durch die Politik hält der Verband für noch nicht ausreichend. „Tatsächlich muss man sagen, dass die 1200 Jahre alte Tradition und damit das Kulturgut Volksfest gerade auf dem Spiel stehen“, warnt Hakelberg.

+++ Sonnabend, 6. Juni 2020 +++

Die wichtigsten Corona-News des Tages aus Berlin

Umfrage zeigt: Mietrückstände bei Handel, Hotel und Gastronomie
BVG bittet Fahrgäste um Einhaltung der Maskenpflicht
15.000 Menschen am Alexanderplatz - und kaum Abstand

19.39 Uhr: Flaschenwürfe auf Polizisten und Passanten

Nach der friedlich verlaufenen Demonstration gegen Rassismus am Alexanderplatz ist es am Samstag laut Polizei zu einem Gewaltausbruch gekommen. Aus einer größeren Gruppe heraus wurden vor dem Berolinahaus Steine und Flaschen auf Polizisten und Passanten geworfen, wie eine Sprecherin vor Ort sagte. Dabei wurde auch ein Pressefotograf von einer Flasche getroffen. Er erlitt eine Kopfplatzwunde. Es sei kein gezielter Angriff gewesen, sagte eine Polizei-Sprecherin. Polizisten leisteten Erste Hilfe und riefen einen Rettungswagen.

Es gab laut Polizei auch vereinzelt verletzte Polizisten und Festnahmen, wie die Polizei per Twitter mitteilte. Zu genauen Zahlen gab es zunächst keine Angaben.

19.31 Uhr: Corona-Ampel - alle Indikatoren auf Grün

Die Senatsverwaltung für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung hat am Samstagabend mitgeteilt, dass die Corona-Ampel bei den drei Indikatoren aktuell auf Grün steht.

  • Reproduktionszahl „R“: 4-Tages R-Wert 0,72 → auf Grün
  • Inzidenz Neuinfektionen pro Woche: Wert 5,1 → auf Grün
  • Anteil der für COVID-19-Patient*innen benötigten Plätze auf Intensivstationen:
    Wert 3,8 % → auf Grün

19.20 Uhr: 33 Neuinfektionen und vier weitere Todesfälle in Berlin

In Berlin sind vier weitere Menschen an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben. Die Zahl der Todesfälle steigt auf 205. 33 neue Infektionen wurden bestätigt, 18 gab es am Tag zuvor. 336 aktuelle Corona-Fälle haben wir insgesamt in Berlin. 319 waren es gestern. 6455 Menschen sind inzwischen genesen. Die Zahl der Patienten auf den Intensivstationen beträgt 47. Das sind zwei mehr als gestern. Insgesamt liegen 132 Menschen in Krankenhäusern, sieben weniger als gestern.

An das LAGeSo übermittelte COVID-19 Fälle nach Bezirk (Datenstand: 6.06.2020, 12:00 Uhr):

  • Charlottenburg-Wilmersdorf 757 / 719 genesen
  • Friedrichshain-Kreuzberg 555 / 512 genesen
  • Lichtenberg 348 / 288 genesen
  • Marzahn-Hellersdorf 382 / 348 genesen
  • Mitte 1.005 / 949 genesen
  • Neukölln 773 / 704 genesen
  • Pankow 715 / 663 genesen
  • Reinickendorf 527 / 478 genesen
  • Spandau 333 / 288 genesen
  • Steglitz-Zehlendorf 557 / 528 genesen
  • Tempelhof-Schöneberg 691 / 638 genesen
  • Treptow-Köpenick 353 / 340 genesen

16.50 Uhr: 15.000 Demonstranten am Alexanderplatz

Die "Silent Demo" am Alexanderplatz ist mittlerweile beendet. Die Polizei sprach von 15.000 Teilnehmern, die nach dem Tod des Afroamerikaners George Floyd in Minneapolis in Berlin gegen Rassismus demonstriert haben.

15.08 Uhr: Polizeihubschrauber über dem Alexanderplatz

Ein Polizeihubschrauber fliegt aktuell über den Alexanderplatz. Er überträgt ein Live-Bild an die Einsatzleitung, damit sie sich einen Überblick vom Versammlungsort und den Nebenstraßen machen kann.

14.37 Uhr: Zahlreiche Teilnehmer bei der Demo auf dem Alexanderplatz

Nach dem Tod des Afroamerikaners George Floyd findet derzeit eine Demonstration auf dem Alexanderplatz statt. Wie die Polizei auf Twitter mitteilte, sind zahlreiche Teilnehmer erschienen. "Es ist gut, dass von vielen auf ausreichend Abstand und das Tragen von Mundschutz geachtet wird", hieß es weiter.

12.25 Uhr: Mehrere Demonstrationen - Hunderte Polizisten im Einsatz

Mit rund 800 Einsatzkräften will die Berliner Polizei an diesem Samstag zahlreiche Demonstrationen im Zentrum der Stadt begleiten. Die Polizisten werden sich vor allem auf eine Demonstration am Alexanderplatz, die des Todes des Afroamerikaners George Floyd gedenkt, konzentrieren, und auf eine Kundgebung auf der Straße des 17. Juni mit dem Motto „Frieden, Freiheit und Wahrheit“, wie eine Polizeisprecherin am Mittag sagte.

8Uhr: Uhr: BVG bittet Fahrgäste um Einhaltung der Maskenpflicht

Im Umgang mit der Corona-Pandemie scheinen manche Berliner nachlässiger zu werden. Das jedenfalls beobachten die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) bei der Einhaltung der Maskenpflicht im öffentlichen Nahverkehr. „Es schwankt zwischen 80 und 90 Prozent“, sagte BVG-Sprecherin Petra Nelken. Zu Beginn der Pflicht zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes lag die Quote noch deutlich höher.

Dabei ergäben sich im Tagesverlauf Unterschiede, so Nelken. „Morgens, wenn die Menschen zur Arbeit fahren, ist es nicht so das Problem.“ Im Laufe des Tages lasse die Einhaltung der Regel dann jedoch nach. Die Maskenpflicht in Bussen und Bahnen wird nicht von Polizei und Ordnungsamt kontrolliert. Die BVG bittet jedoch ihre Fahrgäste, auch weiterhin den Schutz zu tragen. „Das ist eine Geste der Rücksicht gegenüber den anderen Menschen“, sagte die Sprecherin.

5.37 Uhr: Mietrückstände bei Handel, Hotel und Gastronomie

Infolge der Corona-Krise ist es im gewerblichen Mietenbereich zu Zahlungsschwierigkeiten gekommen. Hier hat zweieinhalb Monate nach Einführung der behördlichen Corona-Auflagen jeder fünfte Mieter Probleme, seinen Zahlungsverpflichtungen gegenüber dem Vermieter nachzukommen. Das ist das Ergebnis einer Umfrage des Immobilienverbandes BFW Berlin/Brandenburg unter seinen Mitgliedsunternehmen. Der BFW Landesverband hatte im Zeitraum vom 15. bis 26. Mai rund 250 seiner mittelständischen Mitgliedsunternehmen in der Region befragt. Der große Rücklauf aus mehr als 57.000 Mietverhältnissen zeigt demnach ein differenziertes Bild. So waren aufgrund des Coronavirus nur bei rund 841 von mehr als 57.000 untersuchten Wohn-Mietverhältnissen eine Reduzierung oder Stundung der Miete erforderlich. Das entspricht einem Anteil von lediglich 1,47 Prozent.

5 Uhr: Dreistellige Millionenbeträge zwischen Land und Bund strittig

Die Bundesländer beklagen, dass die vom Bund bewilligten Milliarden für Soforthilfe an kleine und mittelständische Unternehmen bisher zu großen Teilen liegen geblieben sind. Auch Wirtschaftssenatorin Ramona Pop (Grüne) warnte jetzt davor, die Förderbanken oder andere auszahlende Stellen mit der Überprüfung der Hilfsanträge zu überfordern. Aber offenbar hat Berlin auch Fehler gemacht: So verteilte das Land in der Frühzeit der Corona-Krise auch Geld des Bundes nach den eigenen, weniger strengen Kriterien. Als Folge davon sind jetzt dreistellige Millionenbeträge zwischen Land und Bund strittig – womöglich muss Berlin das Geld zurückzahlen.

+++ Freitag, 5. Juni 2020 +++

Die wichtigsten Corona-News des Tages aus Berlin

Giffey: Nach den Ferien wieder Schule für alle Kinder
Pop-up-Flächen für Gastronomie verzögern sich
BVG-Busse bekommen Glaskabinen

19.17 Uhr: 319 aktuelle Corona-Fälle in Berlin

In Berlin sind aktuell 319 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Das geht aus den Zahlen der Senatsgesundheitsverwaltung hervor. 18 neue Infektionen wurden bestätigt, 45 gab es am Tag zuvor. 319 aktuelle Corona-Fälle haben wir insgesamt in Berlin. 333 waren es gestern. 6443 Menschen sind inzwischen genesen.


Die Zahl der Patienten auf den Intensivstationen beträgt 45. Das ist einer weniger als gestern. Insgesamt liegen 139 Menschen in Krankenhäusern, 16 mehr als gestern. 201 Menschen sind mit oder an Corona gestorben. Seit gestern kam ein Todesfall hinzu.

18.52 Uhr: Alle Corona-Ampeln in Berlin stehen auf Grün

In Berlin stehen am Freitag alle Corona-Ampeln auf Grün. Das teilte die Senatsgesundheitsverwaltung am Abend mit.

Demnach beläuft sich der R-Faktor für die Reproduktionszahl auf 0,62. Das heißt, das jeder Infizierte im Durchschnitt weniger als einen weiteren Menschen ansteckt. Bei einem Wert von dreimal hintereinander über 1,1 würde die Ampel auf Gelb springen, bei 1,2 auf Rot.

Der Wert der Neuinfektionen pro Woche beträgt 5,1 auf 100.000 Einwohner, damit steht auch diese Ampel auf Grün. Die Senatsverwaltung weist allerdings draufhin hin, dass sich der insgesamt rückläufige Trend in der entsprechenden Woche nicht fortgesetzt habe. Die Fallzahl liege etwas über der Zahl der Vorwoch. Bei einem Wert von 20 würde die Ampel auf Gelb springen, bei 30 auf Rot.

Auch die dritte Corona-Ampel steht auf Grün. Sie steht für den Anteil der für Covid-19-Patienten benötigten Plätze auf Intensivstationen. Dieser Wert steht bei 3,6 Prozent. Ab 15 Prozent würde er auf Gelb springen, ab 25 Prozent auf Rot.

18:09 Uhr: Wir starten unser neues Newsblog zum Coronavirus in Berlin. Alle bisherigen Entwicklungen finden Sie in unserem bisherigen Blog.