Corona-Newsblog Berlin

40 Neuinfektionen in Berlin, keine neuen Todesfälle

| Lesedauer: 126 Minuten
Coronavirus: Fortschritte bei Suche nach Impfstoff

Coronavirus: Fortschritte bei Suche nach Impfstoff

Über 150 Projekte forschen weltweit nach einem Impfstoff. Jetzt gibt es die ersten Erfolge.

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7321 Menschen haben sich in Berlin bislang nachweislich mit dem Coronavirus infiziert. Alle aktuellen Entwicklungen und Zahlen im Blog.

Berlin. In unserem Newsticker berichten wir laufend über die Corona-Lage in Berlin und Brandenburg. Aktuelle Informationen zur Corona-Pandemie in Deutschland, Europa und der Welt finden Sie in diesem Newsblog.

Montag, 15. Juni 2020

9.30 Uhr: Wir schließen dieses Newsblog

Alle weiteren Entwicklungen zum Coronavirus in Berlin und Brandenburg finden Sie in unserem neuen Newsblog.

09.16 Uhr: Buskorso am Mittwoch in Berlin erwartet

Reisebus-Unternehmen wollen am Mittwoch erneut in Berlin mit einer Sternfahrt demonstrieren. Das teilte die Verkehrsinformationszentrale Berlin mit und warnte vor großen Einschränkungen im Stadtgebiet. Die Details lesen Sie hier.

Die wichtigsten Corona-News in Berlin am Sonntag

Das bringt die Corona-Ampel den Berlinern
Sonderbare Corona-Wochen in Berlin

19.05 Uhr: 40 Neuinfektionen in Berlin, keine neuen Todesfälle

In Berlin sind keine weiteren Menschen an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben. Das teilte die Senatsgesundheitsverwaltung am Sonntagabend mit. Die Zahl der Todesfälle bleibt bei 208. 40 neue Infektionen wurden bestätigt, 30 gab es am Tag zuvor. 457 aktuelle Corona-Fälle haben wir insgesamt in Berlin. 446 waren es am Vortag. 6656 Menschen sind inzwischen genesen. Die Zahl der Patienten auf den Intensivstationen beträgt nach wie vor 42. Insgesamt liegen 130 Menschen in Krankenhäusern, vier mehr als am Sonnabend.

Die Reproduktionszahl - einer der drei Indikatoren des Berliner Ampelsystems zur Bewertung der Corona-Lage - lag am Sonntagabend bei 1,11 (Vortag: 0,9). Somit stehen alle drei Ampeln - auch die wöchentlichen Neuinfektionen und der Anteil belegter Intensivbetten mit Covid-19-Patienten - auf Grün.


17.35 Uhr: Kitas sollen ab Montag zum Normalbetrieb zurückkehren

Die Kindertagesstätten in Berlin kehren ab Montag zum Normalbetrieb zurück. Trotz der Corona-Krise sollen alle Kinder wieder betreut werden können, wie Bildungssenatorin Sandra Scheeres angekündigt hat. Zunächst ist eine einwöchige Übergangsphase vorgesehen. Ab dem 22. Juni haben Eltern wieder einen vollen Betreuungsanspruch für ihre Kinder. Derzeit ist er für viele Eltern auf Halbtagsbetreuung begrenzt, was gerade für Berufstätige eine erhebliche Doppelbelastung bedeutet.

Seit Montag vergangener Woche sind schon die Vierjährigen zurück in den Kitas, nun folgen die jüngeren Kinder. Die zuvor wegen der Corona-Pandemie gültige Begrenzung der Gruppengrößen ist bereits aufgehoben worden. Die Kitas sollen aber auf stabile Gruppen achten, um das Risiko einer Infektion mit dem Virus zu verringern.

Erzieherinnen und Erzieher, die zur Risikogruppe gehören, fallen für die Betreuung der Kinder aus. Auf Seiten der Eltern gibt es deshalb Sorgen, ob die Rückkehr zum Normalbetrieb funktioniert: „Ich sehe nicht, dass es normal wird im Sinne von dem, was wir vor Corona kannten“, sagte die Vorsitzende des Landeselternausschusses Kita (LEAK) in Berlin, Corinna Balkow, der Deutschen Presse-Agentur.

„Durch die Aufhebung von Gruppengrößen werden schon mehr Kinder zurückkommen. Es werden sicher mehr Kinder untergebracht werden, aber wir werden immer noch andere Bedingungen haben“, sagte Balkow. Sie rechne für manche Kitas auch mit Konflikten bei der Frage, welche Kinder tatsächlich wie viele Stunden betreut werden könnten.

17.32 Uhr: Wieder etwas mehr Flüge in Tegel und Schönefeld

Mit dem Wegfall der Reisewarnungen für zahlreiche europäische Länder an diesem Montag werden auch wieder mehr Fluggäste an den Berliner Flughäfen Tegel und Schönefeld erwartet. Die Betreiber rechnen jedoch nicht mit großem Gedränge. „Wenn es gut geht, haben wir ein Zehntel der üblichen Flugbewegungen“, sagte ein Sprecher. Weil Abstand zu halten ist und die Kontrollen länger dauern, sollten Fluggäste dennoch zwei Stunden vor Abflug eintreffen, möglichst online einchecken und nur ein Handgepäckstück mitbringen.

Gab es an den Flughäfen Tegel und Schönefeld vor der Corona-Krise insgesamt rund 1000 Starts und Landungen pro Tag, werden es in dieser Woche höchstens 100 täglich sein, hieß es bei der Flughafengesellschaft. Im Frühjahr waren es zeitweise nur zehn gewesen.

Eine Reihe von Fluggesellschaften hat den Betrieb in Berlin noch gar nicht wieder aufgenommen. Darunter ist auch der größte Anbieter am Standort, die britische Fluggesellschaft Easyjet. Sie startet voraussichtlich erst im Juli wieder.

17.15 Uhr: Brandenburg lockert Corona-Regeln - Kitas für alle Kinder offen

Die Brandenburger haben ab Montag wieder mehr Freiheiten im Alltag. Freunde, Bekannte und Verwandte können sich wieder treffen, ohne auf die Kontaktbeschränkung von zwei Haushalten oder bis zu zehn Menschen zu achten. Nach rund drei Monaten öffnen am Montag wieder die Kitas für alle Kinder. Die Abstandsregel wird dort ausgesetzt. Seit März galt nur eine Notbetreuung und zuletzt ein eingeschränkter Betrieb. In Berlin sollen die Kindertagesstätten ab Montag auch wieder zum Normalbetrieb zurückkehren.

Nach Einschätzung von Landkreistagspräsident Wolfgang Blasig (SPD) aus Potsdam-Mittelmark könnte es zum Start etwas holpern, weil möglicherweise Personal fehlt. In den Schulen soll nach den Sommerferien ab 10. August normaler Unterricht starten.

Der Mindestabstand von 1,5 Metern und die Hygieneregeln wie etwa Händewaschen bleiben bestehen. Die Pflicht zur Mund-Nasen-Bedeckung wird von öffentlichen Bussen und Bahnen sowie dem dem Einzelhandel auf Reisen mit Bussen, Schiffsausflüge und Besuche in Krankenhäusern und Pflegeheimen ausgeweitet. Für Demonstrationen gilt keine Obergrenze mehr, aber der Zutritt muss gesteuert werden. Öffentliche und private Veranstaltungen dürfen mit bis zu 1000 Menschen stattfinden. Die Sperrstunde in Gaststätten und Cafés zwischen 22 Uhr und 6 Uhr fällt weg. In Krankenhäusern und Pflegeheimen sind bis 15. Juli je zwei Besucher statt bisher nur einer möglich. In Brandenburg nahm die Zahl gemeldeter Corona-Infektionen zuletzt um drei Fälle zu.

In Thüringen starteten am Samstag neue und sehr weitgehende Lockerungen der Corona-Regeln. Dort gibt es für den Kontakt untereinander allerdings noch Empfehlungen, dass es nicht mehr als zehn sonstige Personen sein sollen und den Kreis möglichst konstant zu halten.

14.39 Uhr: Polizeisprecher - Verhalten der Demonstranten "vorbildlich"

Die Berliner Polizei ist mit dem bisherigen Verlauf der Unteilbar-Demonstration zufrieden. Sprecher Thilo Cablitz nannte das Verhalten der Protestierenden in der Menschenkette „vorbildlich“. „Das Hygienekonzept des Versammlungsleiters ist tragfähig und geht auf.“ Hier und da gebe es zwar noch Koordinationsbedarf. Das werde aber schnell gelöst.

Die Berliner Polizei ist entlang der neun Kilometer langen Strecke mit 1000 bis 1200 Kräften im Einsatz. Die Veranstalter selbst haben alle paar Meter Ordner aufgestellt, die ebenfalls auf die Einhaltung der Hygienevorschriften achten.

14.08 Uhr: "Omas gegen Rechts" starten Menschenkette

Am Pariser Platz in Mitte wird die geplante Menschenkette bis zum Hermannplatz in Neukölln gestartet. Den Anfang der Kette, die ein "Band der Solidarität" spannen soll, bilden Teilnehmerinnen des Bündnisses "Omas gegen Rechts".

13.55 Uhr: Demo-Teilnehmer sammeln sich am Pariser Platz

Auf dem Pariser Platz sammeln sich Teilnehmer der "Unteilbar"-Demonstration gegen Rassismus und Ausgrenzung. Ab 14 Uhr wollen sie von dort eine neun Kilometer lange Menschenkette bis zum Neuköllner Hermannplatz bilden. Die Veranstalter hatten im Vorfeld angekündigt, dabei drei Meter Abstand zueinander zu halten und Masken zu tragen.

12.40 Uhr: Lauterbach - Ideale Bedingungen für Virus bei "Unteilbar"-Demo

SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach hat vor der großen „Unteilbar“-Demonstration vor einer massenhaften Ansteckung mit dem Coronavirus gewarnt. „Die Abstände werden im Zweifel nicht eingehalten, da wird gerufen und skandiert auf engem Raum – das sind ideale Bedingungen für eine Verbreitung des Virus durch Superspreader“, sagte er dem Tagesspiegel. Das Ziel, ein Zeichen gegen Rassismus und Ausgrenzung sowie für Klimaschutz und Gleichberechtigung zu setzen, teile er zwar. Doch Berlin riskiere, „die erste Stadt in Deutschland mit großen Corona-Hotspots“ zu werden.

10.50 Uhr: Brandenburg schreibt Corona-Quarantäne für Risikogebiete vor

Wer nach Brandenburg einreist, muss ab kommendem Dienstag (16. Juni) nur bei Rückkehr aus einem Risikogebiet in zweiwöchige Quarantäne zum Schutz vor der Ausbreitung des Coronavirus. Dann gilt eine neue Rechtsgrundlage für Quarantäne, wie das Gesundheitsministerium am Samstag bei Twitter mitteilte. In der noch aktuellen Verordnung ist die häusliche Zeit für die Rückkehr aus allen Staaten außerhalb der EU-Länder sowie Island, Liechtenstein, Norwegen, die Schweiz und das Vereinigte Königreich vorgeschrieben.

Als Risikogebiet gilt nach den künftigen Brandenburger Quarantäneregeln ein Staat oder eine Region außerhalb Deutschlands, für die zum Zeitpunkt der Einreise ein erhöhtes Risiko für eine Corona-Infektion bestand. Die Bundesregierung werde darüber entscheiden, was als Risikogebiet eingestuft wird, das RKI werde dies veröffentlichen. Denjenigen, die sich nicht an die Verordnung halten, drohen Bußgelder von bis zu 3000 Euro.

9.12 Uhr: Gastronomen bereiten wieder Veranstaltungen vor

Hotels und Gaststätten in Brandenburg können mit den jüngsten Lockerungen in der Corona-Krise nun wieder durchstarten - auch mit Feiern und anderen Veranstaltungen. Vielerorts nehmen die Anfragen der Gäste wieder zu, wie es aus der Branche heißt. „Die Familienfeiern werden nun nachgeholt“, sagte der Hauptgeschäftsführer des Hotel- und Gaststättenverbands (Dehoga) in Brandenburg, Olaf Lücke. Eine Erleichterung sei auch die ab Montag geltende Aufhebung der Sperrstunde in Gaststätten und Kneipen.

Neu in der ab Montag geltenden Corona-Verordnung ist laut Lücke das Führen einer Anwesenheitsliste mit Personendaten der Gäste, um mögliche Infektionsketten nachvollziehen zu können. „Das ist vorher schon von vielen Gastronomen gemacht worden, war aber bisher keine Pflicht“, sagte der Dehoga-Hauptgeschäftsführer. Zwar dürfe nun wieder gefeiert werden, Abstands- und Hygieneregeln blieben aber weiter bestehen. Das bedeute automatisch weniger Tische und damit weniger Plätze.

9.05 Uhr: Corona-Schulstudie der Charité beginnt

Mehrere Hundert Schüler und Lehrkräfte an 24 ausgewählten Berliner Schulen sollen Teil einer Corona-Studie der Charité werden. Die Untersuchung ist auf ein Jahr angelegt und soll am Montag beginnen. Mit acht mobilen Teams will die Universitätsklinik zunächst Abstriche für Corona-Tests aus dem Nasen-Rachen-Raum freiwilliger Probanden nehmen. Auch etwas Blut soll für Tests auf Antikörper genutzt werden - diese gelten als Hinweis auf eine durchgemachte Infektion.

Alle drei Monate sollen die Tests bei der gleichen Personengruppe wiederholt werden. Davon verspricht sich die Charité auch Hinweise zur Frage nach der Immunität bei Sars-CoV-2. Bisher ist es nur eine Vermutung, dass man nach einer Infektion zumindest für eine gewisse Zeit nicht erneut erkrankt.

Pro Schule wollen die Forscher mindestens 20 Kinder und Jugendliche und fünf Mitarbeiter für die Teilnahme gewinnen. Bei Minderjährigen müssen die Eltern zustimmen.

Die wichtigsten Corona-News in Berlin am Sonnabend

Neue Corona-Fälle in Schulen und Kitas
Brandenburg kippt Kontaktbeschränkung
Rotes Kreuz schlägt Alarm - Blutspender gesucht

18.49 Uhr: Keine weiteren Toten und 30 Neuinfektionen

In Berlin sind keine weiteren Menschen an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben. Die Zahl der Todesfälle bleibt bei 208. 30 neue Infektionen wurden bestätigt, 87 gab es am Tag zuvor. 446 aktuelle Corona-Fälle haben wir insgesamt in Berlin. 434 waren es am Freitag. 6627 Menschen sind inzwischen genesen. Die Zahl der Patienten auf den Intensivstationen beträgt nach wie vor 42. Insgesamt liegen 126 Menschen in Krankenhäusern, auch diese Zahl blieb gegenüber Freitag unverändert.

Bezirk Fallzahl Genesen
Charlottenburg-Wilmersdorf 778 (+2) 728
Friedrichshain-Kreuzberg 571 (+4) 532
Lichtenberg 365 (+6) 310
Marzahn-Hellersdorf 395 (+1) 366
Mitte 1.037 (0) 975
Neukölln 835 (0) 717
Pankow 731 (0) 673
Reinickendorf 555 (+3) 495
Spandau 365 (+5) 295
Steglitz-Zehlendorf 568 (+3) 532
Tempelhof-Schöneberg 719 (+6) 661
Treptow-Köpenick 362 (0) 343
Summe 7281 (+30) 6627

Die drei Indikatoren, die Berlin in einem Ampelsystem zur Bewertung des Infektionsgeschehens verwendet, standen auch am Samstag weiter auf Grün. Die Reproduktionszahl (R-Wert), die die Dynamik des Infektionsgeschehens beschreibt, sank leicht auf 0,9 (Vortag: 0,96). Die Zahl der Neuinfektionen pro Woche im Verhältnis zur Einwohnerzahl lag weiter bei 4,9 - erst ab 20 wird der grüne Bereich verlassen. Und weiterhin 3,3 Prozent der Plätze auf Intensivstationen wurden für Covid-19-Patienten benötigt (gelb: ab 15 Prozent). Im Krankenhaus isoliert und behandelt wurden weiterhin 126 Menschen, davon 42 intensivmedizinisch.

Lesen Sie auch: Corona-Ampel in Berlin - So funktionert das Frühwarnsystem

16.59 Uhr: Brandenburg schreibt Corona-Quarantäne für Risikogebiete vor

Wer nach Brandenburg einreist, muss ab kommendem Dienstag (16. Juni) nur bei Rückkehr aus einem Risikogebiet in zweiwöchige Quarantäne zum Schutz vor der Ausbreitung des Coronavirus. Dann gilt eine neue Rechtsgrundlage für Quarantäne, wie das Gesundheitsministerium am Sonnabend bei Twitter mitteilte. In der noch aktuellen Verordnung ist die häusliche Zeit für die Rückkehr aus allen Staaten außerhalb der EU-Länder sowie Island, Liechtenstein, Norwegen, die Schweiz und das Vereinigte Königreich vorgeschrieben.

12.23 Uhr: Wieder Kundgebungen gegen Corona-Maßnahmen

Auch an diesem Sonnabend finden wieder mehrere Kundgebungen sowie ein Autokorso gegen die Corona-Politik der Bundesregierung statt. Am Olympischen Platz hat der Verschwörungstheoretiker Attila Hildmann eine Veranstaltung angemeldet. In der gesamten Innenstadt kommt es über mehrere Stunden zu Verkehrsbehinderungen.

12.10 Uhr: Hikel vor "Unteilbar"-Demo: Abstandsregeln einhalten!

Neuköllns Bezirksbürgermeister Martin Hikel (SPD) hat vor der für Sonntag geplanten „Unteilbar“-Demonstration an Teilnehmer und Redner appelliert, die Corona-Regeln einzuhalten. „Ein Konzept ist nur so gut, wie es dann auch von den Menschen tatsächlich umgesetzt wird“, sagte Hikel, in dessen Bezirk die Menschenkette enden soll, im RBB-Inforadio. Mit einer Menschenkette statt einem Demonstrationszug sollen die Abstandsregeln eingehalten werden. Innensenator Andreas Geisel hatte schon am Freitag erklärt, man habe dem Veranstalter die Auflage gegeben, dass Teilnehmer Mund-Nasen-Schutz tragen müssen.

Hikel bat darum, Infektionsschutz und Abstandsregeln „als Teil unserer Normalität“ zu akzeptieren und Mund-Nasen-Schutz zu tragen - es gehe am Ende um Menschenleben. Bislang seien die Menschen diszipliniert gewesen. „Wir sind kein Polizeistaat. Wir sind darauf angewiesen, dass die Menschen auch Verantwortung übernehmen und sich an die Infektionsschutzmaßnahmen halten“, sagte der SPD-Politiker.

10.25 Uhr: Volle Bars in Mitte - Polizei weist auf Corona-Regeln hin

Zum Start ins Wochenende strömten am Freitagabend viele Nachtschwärmer in die Bars und Kneipen. In Mitte musste die Polizei einschreiten, weil es teilweise zu voll wurde. Die Besucherinnen und Besucher, die sich an der Ecke August- und Joachimstraße drängten, wurde von Polizeibeamten eindringlich darauf hingewiesen, die Abstandsregelungen einzuhalten.

8.34 Uhr: Schwimmbäder und Thermen öffnen wieder

Nach den Freibädern können ab Sonnabend Brandenburgs Thermen und Schwimmbäder wieder öffnen. Betreiber rechnen aber nicht mit einem großen Ansturm. „Im Juni machen die meisten Thermen ohnehin nicht viel Umsatz“, sagte der Geschäftsführer der „Saarow Therme“ in Bad Saarow, Axel Walter. Er rechne nicht damit, dass das reduzierte Besucherkontingent ausgeschöpft werde.

In der „Saarow Therme“ wurde die Anzahl der Schränke reduziert, so könnten die Abstandsregeln besser eingehalten werden. Saunen mit Temperaturen unter 80 Grad Celsius müssen gemäß der aktuellen Landesverordnung zwar weiter geschlossen bleiben, doch viele Betreiber würden stärker aufheizen. Aufgüsse seien aber nicht gestattet. Dampf- und Feuchtsaunen bleiben noch dicht.

Die tropische Urlaubswelt Tropical Island in Krausnick (Dahme-Spreewald) will nach Angaben der Betreiber erst am Montag wieder öffnen.

+++ Freitag, 12. Juni 2020 +++

Die wichtigsten Corona-News in Berlin am Freitag

Bildungsverwaltung im Blindflug
Berlin bereitet sich auf 20.000 Demo-Teilnehmer vor
Mitarbeiter der Corona-Klinik werden geschult
Start der Pop-up-Terrasse in Friedrichshain-Kreuzberg
Friseure leiden auch nach den Corona-Lockerungen

19.00 Uhr: Corona-Ampeln stehen weiter auf Grün

Die Corona-Ampeln stehen weiter auf Grün. Laut der Senatsgesundheitsverwaltung beträgt die Reproduktionszahl "R" 0,96. Die Zahl der Neuinfektionen pro Woche je 100.000 Einwohner liegt bei 4,9, der Anteil der Covid-19-Patienten benötigten Plätze auf Intensivstationen liegt bei 3,3 Prozent.

18.56 Uhr: Zahl der Neuinfektionen um 87 gestiegen

In Berlin sind 87 Neuinfektionen gemeldet worden. Das teilte die Senatsgesundheitsverwaltung mit. Demnach stieg die Zahl der Infektionen seit Beginn der Pandemie auf 7251 Fälle. Bislang sind 208 Menschen mit dem Coronavirus gestorben, die Zahl stieg damit nicht weiter an. 434 aktuelle Corona-Fälle haben wir insgesamt in Berlin. 374 waren es gestern. 6609 Menschen sind inzwischen genesen.


Die Zahl der Patienten auf den Intensivstationen beträgt nach wie vor 42. Insgesamt liegen 126 Menschen in Krankenhäusern, zwei mehr als gestern.

Die meisten Neuinfektionen wurden in Neukölln verzeichnet (+39), es folgen Reinickendorf mit 14 und Charlottenburg-Wilmersdorf mit 11.

18.44 Uhr: Neue Corona-Fälle an Schulen und Kitas

Erneut haben sich in Berlin Schüler und Kita-Kinder mit dem Coronavirus infiziert, wie am Freitag bekannt wurde. So ist ein Schüler aus dem Schiller-Gymnasium in Charlottenburg-Wilmersdorf betroffen, wie es in einer Mitteilung des Vorstands des Landesschülerausschusses heißt. Darin heißt es weiter, die Corona-Infektion an dem Gymnasium habe zu Verunsicherung und „Unruhe“ bei allen Beteiligten geführt. Deswegen hat die Senatsverwaltung für Bildung nun eine Handreichung herausgegeben, um Schulen und Kitas über den Umgang mit Corona-Fällen zu informieren.

Bereits Anfang der Woche waren in Schulen in Spandau, Neukölln und Mitte mehrere Corona-Fälle bekannt geworden. Wie die „Berliner Zeitung“ berichtete, sind am Freitag zudem an acht Schulen und zwei Kitas in Neukölln, Mitte und Charlottenburg-Wilmersdorf insgesamt zwölf Fälle gemeldet worden. Dies teilte der Gesundheitsstadtrat von Mitte, Ephraim Gothe (SPD), mit. Zudem bestätigte Neuköllns Gesundheitsstadtrat Falko Liecke (CDU), dass in seinem Bezirk zwei Kinder in zwei verschiedenen Kitas erkrankt sind. In Mitte sind dem Bericht zufolge vier Schulen betroffen, in Neukölln drei. An einer Neuköllner Grundschule haben sich demnach eine Lehrerin und zwei Schüler infiziert, an zwei Oberschulen des Bezirks jeweils ein Schüler.

17.47 Uhr: Seit Montag 50 Tests an Schulen und Kitas

Seit dem Start der Berliner Teststrategie am Montag haben sich rund 50 Beschäftigte ausgewählter Schulen und Kitas auf das neue Coronavirus testen lassen. Die Anmeldungen für die gesonderten Testzeiten an der Charité hätten im Verlauf der Woche deutlich zugenommen, teilte ein Sprecher der Senatskanzlei am Freitag auf dpa-Anfrage mit. Im Unterschied zur bisherigen Vorgehensweise bekommen nun auch Menschen ohne Symptome den Test - Bedingung ist momentan die Beschäftigung an einer von 48 ausgewählten Schulen und Kitas. Testangebote für gesunde Beschäftigte weiterer Branchen, etwa in Justiz und Gastronomie, sollen zu einem späteren Zeitpunkt folgen.

In der ersten Phase können rund 1000 Menschen im Monat getestet werden. Die Teilnahme ist freiwillig. Mit den Stichproben will Berlin frühzeitig Infektionen und Infektionsherde aufspüren. Das Ergebnis der sogenannten PCR-Tests auf Sars-CoV-2 gilt als Momentaufnahme, nachgewiesen werden kann nur eine aktuelle Infektion. Experten gehen davon aus, dass man bei dem gegenwärtig ruhigen Infektionsgeschehen unter Tausend getesteten Menschen wohl eine Handvoll positive Fälle finden würde. Ergebnisse zu den nun im Zusammenhang mit den Schulen durchgeführten Tests wurden noch nicht bekannt.

16.54 Uhr: Spahn ruft zu Rücksicht und Abstand bei Demonstrationen auf

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat mit Blick auf Demonstrationen an diesem Wochenende erneut zu Rücksichtnahme und dem Beachten von Corona-Schutzvorgaben aufgerufen. Zu demonstrieren, die Meinung kund zu tun und sich zu versammeln, sei ein wichtiges Grundrecht, sagte der CDU-Politiker am Freitag in Berlin. Gleichzeitig müsse es gelingen, dabei Abstand zu halten und Infektionsrisiken zu reduzieren. „Das geht ja“, sagte Spahn. Er bekräftigte mit Verweis auf Kundgebungen am vergangenen Wochenende, ihn besorgten Bilder dicht gedrängter Menschenmengen.

In Berlin will das Bündnis „Unteilbar“ am Sonntag von 14 bis 15 Uhr statt eines großen Demonstrationszuges eine neun Kilometer lange Menschenschlange vom Brandenburger Tor bis Berlin-N