Corona-Newsblog in Berlin

Polizei räumt Party im James-Simon-Park

In Berlin sind derzeit 1083 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Aktuelle Entwicklungen, Nachrichten und Zahlen im Newsblog.

Coronavirus: Das sind die Symptome, so wird es übertragen

Während die Zahl der Neuinfektion mit dem Coronavirus wieder steigt, sorgen sich viele um die Symptome. Verweisen Niesen, Schnupfen, Halsschmerzen oder Erbrechen, Durchfall und Kopfschmerzen auf das Coronavirus? Dieses Video zeigt, wann sie alarmiert sein sollten.

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Berlin. In unserem Newsticker berichten wir laufend über die Corona-Lage in Berlin und Brandenburg. Aktuelle Informationen zur Corona-Pandemie in Deutschland, Europa und der Welt finden Sie in diesem Newsblog.

9.03 Uhr: Wir starten unser neues Corona-Newsblog für Berlin

Alle aktuellen Entwicklungen zur Corona-Pandemie in Berlin und Brandenburg lesen Sie in unserem neuen Newsblog.

8.42 Uhr: Polizei räumt Party im James-Simon-Park

Einsatzkräfte der Berliner Polizei haben in der Nacht zu Sonnabend eine Party im James-Simon-Park in Mitte geräumt. Die Jugendlichen sollen bei der Party gegen die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie verstoßen haben, hieß es vor Ort. Bei der Räumung des Parks kam es zu vereinzelten Flaschenwürfen auf die Beamten, wie Augenzeugen berichten. Teilweise wurden die Polizisten zudem angepöbelt. Es soll zu mehreren Festnahmen gekommen sein.

+++ Freitag, 18. September 2020 +++

18.34 Uhr: Silvesterfeier am Brandenburger Tor nur mit Anmeldung

Auch in Zeiten von Corona ist eine Silvesterfeier am Brandenburger Tor geplant. Das Konzept solle an Corona-Auflagen angepasst werden, teilte der Veranstalter, die Silvester in Berlin GmbH, am Freitag mit. Es werde ein Publikum vor Ort geben, aber in diesem Jahr seien es deutlich weniger Menschen als in anderen Jahren - eine Zahl wurde nicht genannt. „Die Silvesterfeier am Brandenburger Tor ist für Berliner und Gastberliner nur mit gültiger, vorheriger Anmeldung geöffnet“, hieß es. Wann und wo sich Besucher anmelden können, solle noch bekanntgegeben werden. Hunderttausende feierten in den vergangenen Jahren auf der größten Silvesterparty Deutschlands am Brandenburger Tor.

Aktuell sind in Berlin coronabedingt zu öffentlichen Veranstaltungen im Freien allerdings nur bis zu 5000 Menschen erlaubt. Die Feier soll in diesem Jahr, wie auch in den Vorjahren, im Fernsehen übertragen werden, hieß es von den Veranstaltern.

18.19 Uhr: Corona nach Partys bei jungen Erwachsenen

So betroffen ist derzeit kein anderer Berliner Bezirk: Friedrichshain-Kreuzberg zeigt sich wegen gestiegener Corona-Zahlen in Verbindung mit Partys alarmiert. „Die hohen Infektionszahlen in unserem Bezirk sind vielfach auf junge, feiernde Menschen zurückzuführen“, erklärte Gesundheitsstadtrat Knut Mildner-Spindler (Linke) am Freitag. Ansteckungsorte seien „oftmals Clubs, private Feiern und inoffizielle Veranstaltungsorte in Friedrichshain-Kreuzberg“, aber auch in anderen Bezirken.

Von Infektionen betroffen ist nach Bezirksangaben vor allem die Altersgruppe der 20- bis 35-Jährigen. Auch Außenbereiche von Clubs spielten bei der Ansteckung eine Rolle, hieß es. „Weitere Schwerpunkte sind private Feiern und illegale Raves in Außenbezirken.“ Der Bezirk kündigte verstärkte Kontrollen von Veranstaltungsorten an und will bei Polizei und anderen Bezirken diesbezüglich „für eine gemeinsame Schwerpunktsetzung“ werben.

Laut dem Lagebericht der Gesundheitsverwaltung von Freitag sind in Friedrichshain-Kreuzberg in den vergangenen sieben Tagen berlinweit die meisten Neuinfektionen im Verhältnis zur Einwohnerzahl registriert worden, 114 Fälle wurden in dem Zeitraum erfasst.

17.50 Uhr: Wieder über 1000 Corona-Fälle in Berlin

In Berlin ist keine weitere Person an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben. Die Zahl der Todesfälle bleibt bei 227. Das geht aus den Zahlen der Senatsgesundheitsverwaltung für den 18. September hervor.

186 neue Infektionen wurden bestätigt, 140 waren es am Donnerstag. 1083 aktuelle Corona-Fälle haben wir insgesamt in Berlin, 973 waren es am Donnerstag. 11.608 Menschen gelten inzwischen als genesen.

Die Zahl der Patienten auf den Intensivstationen beträgt 14, ebenso viele Personen wie gestern. Insgesamt liegen 47 Menschen in Krankenhäusern, einer weniger als gestern gemeldet.

Die Berliner Corona-Ampel steht für den Bereich der Reproduktionszahl mit 1,04 auf Grün. Die Werte für Neuinfektionen und die freien Intensivbetten stehen ebenfalls auf Grün.

17.01 Uhr: Pflegeheim in Schöneberg nach Corona-Ausbruch geschlossen

Nach einem Corona-Ausbruch in einem Pflegeheim in Berlin-Schöneberg mit mehr als 20 Infizierten unter Bewohnern und Mitarbeitern ist die Einrichtung geschlossen worden. Dies sei in Absprache mit der Einrichtungsleitung erfolgt, sagte der zuständige Bezirksstadtrat Oliver Schworck (SPD) am Freitag auf Anfrage. Zuvor hatte der „Tagesspiegel“ über die Schließung des Heims am Donnerstag berichtet.

Schworck begründete den Schritt mit der Bestrebung, „dem Infektionsgeschehen einen Riegel vorzuschieben“ und einem Personalengpass. Nicht nur die infizierten Mitarbeiter fallen aus, auch deren enge Kontaktpersonen stehen unter Quarantäne. Diese Zeit solle nun abgewartet und der Heimbetrieb dann wieder hochgefahren werden, sagte der SPD-Politiker. Dass das Virus über eine unbemerkte Infektion beim Personal eingeschleppt wurde, sei nicht auszuschließen.

15.23 Uhr: Etwas mehr geschlossene Lerngruppen in Berlin

An Berlins Schulen hat die Zahl der geschlossenen Lerngruppen in dieser Woche leicht zugenommen: es sind nun im gesamten Berliner Raum 42 Lerngruppen, darunter sieben berufliche Schulen. In der Woche zuvor waren es nur 30 Lerngruppen, bei denen die Schüler und einige Lehrkräfte zu Hause bleiben mussten. 79 Schülerinnen und Schülern wurden aktuell positiv auf Corona getestet und 24 Personen aus dem Schulpersonal. Vergangene Woche lag die Zahl der positiv getesteten bei insgesamt 74 Personen aus der Schülerschaft und des Schulpersonals.

Die meisten Fälle hat der Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf mit elf nachgewiesenen Corona-Fällen unter Schülern und zwei Lehrkräften in den öffentlichen Schulen und weiteren drei positiv getesteten Schülern in beruflichen Schulen. Wie viele Schulen allerdings betroffen sind, erschließt sich aus der Statistik nicht; so kann es theoretisch sein, dass an einer Schule mehrere Lerngruppen geschlossen wurden. So sind in Charlottenburg-Wilmersdorf zwar an den öffentlichen Schulen 13 nachgewiesene Fälle registriert worden, aber man hat nur zwei Lerngruppen geschlossen. Das spricht dafür, dass mindestens eine Schule in diesem Bezirk stärker betroffen ist.

14.37 Uhr: Berliner Philharmoniker rechnen mit zehn Millionen Euro Defizit

Die Berliner Philharmoniker rechnen in diesem Jahr durch die Corona-Krise mit einem Defizit von zehn Millionen Euro. Bund und Land hätten bereits signalisiert, dafür einzuspringen, sagte Intendantin Andrea Zietzschmann am Freitag in Berlin. Sie rechnet auch in den kommenden Jahren mit anhaltenden finanziellen Problemen. Die Philharmoniker haben einen Jahresetat von gut 50 Millionen Euro.

Von November an kann das Orchester wieder vor bis zu 1000 Besuchern spielen, was einer Auslastung von 45 Prozent im Großen Saal der Berliner Philharmonie entspricht. „Die Auslastung ist kein Selbstläufer“, räumte Zietzschmann ein. Das Publikum sei „noch sehr zurückhaltend“. Nach ihren Angaben ist der Abstand zwischen den Musikern vor allem eine arbeitsrechtliche Frage. Sie sei dazu in Gesprächen etwa mit dem Bundesarbeitsministerium.

14.11 Uhr: Corona-Zwangspause für Maskottchen „Ritter Keule“ bei Union Berlin

Beim Saisonstart in die Fußball-Bundesliga muss der 1. FC Union Berlin weiter auf sein Maskottchen verzichten. Zwar dürfen am Samstag (15.30 Uhr/Sky) 5000 Menschen im Stadion an der Alten Försterei sein, wenn die Eisernen gegen den FC Augsburg antreten. Ein Comeback von „Ritter Keule“ wird es aber nicht geben. Er kann „leider noch nicht dabei sein, weil für Zone 1 nach wie vor strengste Hygieneregeln gelten und die Personenzahl auf ein Minimum zu reduzieren ist“, teilte Medienchef und Stadionsprecher Christian Arbeit am Freitag mit und ergänzte: „Er muss sich also - wie so viele andere - noch gedulden, bis er wieder ins Stadion darf.“ Das menschengroße Maskottchen der Köpenicker begrüßt normalerweise unter anderem Spieler und Fans bei den Heimspielen.

13.20 Uhr: Eberswalder Schule wegen Corona-Fall geschlossen

In Eberswalde (Barnim) hat eine Schule wegen eines Corona-Falls schließen müssen. Eine Schülerin der zehnten Klasse sei positiv auf das Virus getestet worden, teilte der Landkreis am Freitag mit. 16 Schülerinnen und Schüler sowie 12 Lehrer seien als Kontaktpersonen vom Gesundheitsamt ermittelt worden. Sie wurden vorsorglich in Quarantäne geschickt. Alle Betroffenen seien den Angaben zufolge bereits getestet worden. Ergebnisse sollen bis zu diesem Samstag vorliegen, wie eine Sprecherin des Kreises weiter mitteilte. Demnach war die Schließung der Einrichtung von der Schule selbst beschlossen worden. Zunächst hatte die „Märkische Oderzeitung“ berichtet.

13.07 Uhr: Berliner Fußball-Verband und Stern 1900 legen Corona-Streit bei

Der Berliner Fußball Verband (BFV) und Oberligist Stern 1900 haben ihren Auslegungsstreit zur Wiederaufnahme des Spielbetriebes in der Corona-Krise beigelegt. Das gemeinsame Ziel sei nun „die schnelle Prüfung von mehr Pflichtspielmöglichkeiten“, hieß es in einer Mitteilung am Freitag. Dazu wurde eine gemeinsame Vereinbarung erarbeitet. Der Verein hatte zuletzt gegen die Entscheidung, unterhalb der sechsten Liga eine Halbierung der aktuellen Saison vorzunehmen, schriftlich protestiert.

12 Uhr: Corona-Fall in Brandenburger AfD-Fraktion

Ein Mitarbeiter der AfD-Fraktion im Brandenburger Landtag hat sich mit dem Coronavirus infiziert. Das bestätigte eine Sprecherin der Fraktion am Freitag. Der Mitarbeiter sei aber schon längere Zeit nicht mehr im Landtag gewesen. Die AfD-Fraktion ist dort mit 23 Abgeordneten vertreten. Alle Kontaktpersonen der AfD-Fraktion seien ins Homeoffice geschickt worden, sagte die Sprecherin. Zunächst hatten die „Märkische Allgemeine“ und die „Potsdamer Neuesten Nachrichten“ berichtet. Die Landtagsverwaltung hatte am Donnerstag die Information von der AfD-Fraktion erhalten und die anderen Fraktionen informiert, wie der Sprecher des Landtages, Gerold Büchner, erläuterte. Es wäre der erste Fall im Brandenburger Landtag. Über das weitere Vorgehen und die Identifizierung der Kontaktpersonen entscheide nun die zuständige Gesundheitsbehörde, sagte Büchner.

10.53 Uhr: Erster Corona-Fall in einem Berliner Gefängnis

Nach Informationen der Berliner Morgenpost gibt es den ersten Corona-Fall in einem Berliner Gefängnis. Betroffen ist die Jugendstrafanstalt. Dort wurde am 17. September ein 19 Jahre alter U-Häftling eingeliefert, der positiv auf Corona getestet worden ist. Der Mann ohne Symptome der Krankheit Covid-19 sei jetzt in einer extra eingerichteten Station isoliert. Er verhalte sich kooperativ. Justizmitarbeiter, die Kontakt zu dem 19-Jährigen hatten, seien nun in häuslicher Isolation, so der Sprecher.

Er sowie ein weiterer Mann wurden den Angaben zufolge in der Nacht zum Mittwoch nach der Ankunft wie alle neuen Insassen zunächst in die Präventiv-Quarantäne-Station gebracht und dort getestet. Der zweite Eingelieferte bleibe dort zunächst weiter.

Heute tagt der Pandemiestab des Gefängnisses. "Wir waren darauf vorbereitet und wussten, dass das irgendwann passieren wird. Es war nur eine Frage der Zeit", sagte der Sprecher der Justizverwaltung, Sebastian Brux, der Berliner Morgenpost auf Nachfrage.

10.30 Uhr: Zahlreiche Demonstrationen am Samstag - Absperrungen in Innenstadt

Eine ganze Reihe von Demonstrationen in der Berliner Innenstadt beschäftigen an diesem Wochenende die Polizei und sorgen für Verkehrsbehinderungen und Staus. Abtreibungsgegner, Frauenrechtlerinnen, Fahrrad-Aktivisten und ein Bündnis linker Gruppen gehen am Samstag auf die Straße. Berliner Autofahrer sollten die Innenstadt am Nachmittag wohl lieber meiden. Die voraussichtlich größte Demonstration ist der jährliche sogenannte Marsch für das Leben, der sich gegen Abtreibungen richtet. 5000 Teilnehmer wollen laut Polizei ab 13.00 Uhr vom Brandenburger Tor auf die Straße des 17. Juni und wieder zurück laufen.

10.10 Uhr: Leichte Zunahme der Corona-Infektionen in Brandenburg

Innerhalb eines Tages hat die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Brandenburg wieder leicht zugenommen. Das Gesundheitsministerium berichtete am Freitag von 19 bestätigten neuen Fällen. Von Mittwoch auf Donnerstag waren es zehn Ansteckungen gewesen. Allein aus dem Kreis Märkisch-Oderland wurden nun fünf neue Infektionen gemeldet. Jeweils zwei neue Fälle wurden in den Kreisen Dahme-Spreewald, Havelland, Potsdam-Mittelmark und Teltow-Fläming registriert. Die Landkreise Barnim, Oberhavel, Spree-Neiße, Elbe-Elster und die kreisfreien Städte Potsdam und Brandenburg an der Havel meldeten jeweils eine Corona-Neuinfektion.

Aktuell werden sechs Menschen wegen Covid-19 im Krankenhaus behandelt, davon wird ein Patient intensivmedizinisch beatmet. Als erkrankt gelten aktuell 167 Menschen im Land, als genesen etwa 3757 - 24 mehr als am Tag zuvor. Seit März haben sich damit in Brandenburg offiziell 4097 Menschen mit dem Sars-CoV-2-Erreger angesteckt.

9.51 Uhr: Corona-Fälle an vier Schulen in Neukölln

Im Bezirk Neukölln sind aktuell vier Schulen von Corona-Fällen betroffen – in allen vier Fällen wurde jeweils bislang nur eine Schülerin oder ein Schüler positiv auf das Coronavirus getestet. Es handelt sich um drei Gymnasien und eine Grundschule, meldete das Bezirksamt Neukölln. Mehrere Klassen und Lehrer müssen deshalb bis kommenden Montag oder Dienstag zu Hause in Quarantäne bleiben, um eine weitere Verbreitung nach möglichen Infektionen zu verhindern. Betroffen sind davon insgesamt, an allen vier Schulen zusammengerechnet: 106 Schüler und eine 21 Schulkräfte, darunter 18 Lehrerinnen und Lehrer.

9.39 Uhr: Die Ärzte verschieben Tour-Auftakt in Berlin

Die Punkband Die Ärzte verschiebt coronabedingt ihre ausverkaufte Tour um ein Jahr. „Leider können aufgrund behördlicher Auflagen im Zusammenhang mit Covid-19 die Konzerte der "In The Ä Tonight Tour" in 2020 nicht stattfinden“, teilte die Berliner Band am Freitag unter Hinweis auf den Veranstalter mit. Die Tour soll Ende 2021 nachgeholt werden. Die Auftaktkonzerte sind für den 30. und 31. Oktober 2021 in Berlin geplant. Die Ärzte haben gut zwei Dutzend Auftritte in Deutschland, Österreich und der Schweiz geplant. Die Tickets sollen für die neuen Termine gültig bleiben.

9.15 Uhr: Bildungssenatorin Scheeres nicht mit Coronavirus infiziert

Berlins Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD) hat sich nicht mit dem Coronavirus infiziert. Das Testergebnis war negativ, wie der Sprecher der Bildungsverwaltung, Martin Klesmann, am Freitagmorgen der Deutschen Presse-Agentur sagte. Scheeres hatte den Test vorsorglich machen lassen, nachdem sie den Angaben zufolge in einer größeren Gesprächsrunde außerhalb der Bildungsverwaltung einer Person begegnet war, die anschließend positiv getestet wurde. Auch der Corona-Test bei ihrer Staatssekretärin, die bei der Runde ebenfalls dabei war, sei negativ, sagte Klesmann. „Beide gehen ihren Amtsgeschäften wieder nach.“

Die Bildungssenatorin werde wie geplant mittags bereits bei einem Termin in der Wuhlheide sein. Dort hat ein Wohnprojekt für Jugendliche und junge Erwachsene Richtfest. Scheeres war am Donnerstag vorübergehend zu Hause geblieben, um das Testergebnis abzuwarten.

8.42 Uhr: Rocket Internet fährt im ersten Halbjahr rote Zahlen ein

Der Berliner Start-Up-Investor Rocket Internet hat im ersten Halbjahr einen kleinen Verlust gemacht. Unter dem Strich stand ein Fehlbetrag von 12 Millionen Euro nach einem Gewinn von 548 Millionen Euro vor einem Jahr, wie das MDax-Unternehmen am Freitag in Berlin mitteilte. Wesentliche Beteiligungen und Gemeinschaftsunternehmen von Rocket Internet hatten auch im zweiten Quartal rote Zahlen eingefahren. Dennoch hätten sie sich operativ trotz Covid-19-Krise gut entwickelt, hieß es vom Konzern.

Im Jahresverlauf besserte sich die Bilanz für Rocket gegenüber dem ersten Quartal ohnehin deutlich, nach drei Monaten hatte ein Verlust von 162 Millionen Euro unter dem Strich gestanden. Die Börsenkurse von Beteiligungen entwickelten sich laut Rocket-Chef Oliver Samwer im zweiten Quartal positiv. Ende August verfügte Rocket Internet netto über liquide Mittel von 1,2 Milliarden Euro. Ende April waren es noch 1,9 Milliarden Euro gewesen. Rocket will sich von der Börse zurückziehen und hat Anfang September den Investoren den Rückkauf der Aktien zu 18,57 Euro angeboten.

6.18 Uhr: „Wir sind noch da!“ - Berlin feiert seine Clubkultur in Corona-Krise

Gut ein halbes Jahr nach der coronabedingten Schließung aller Clubs feiert Berlin seine nächtliche Szene. Unter dem Motto „Wir sind noch da!“ wollen die Betreiber am 3. Oktober nach Angaben der Clubcommission vom Donnerstag „ein Signal in existenzbedrohenden Zeiten für ihre Bedeutung und Vielfalt“ senden. An dem Tag der Clubkultur sollen vierzig Clubs und Kollektive jeweils 10.000 Euro „für ihr jahr- bis jahrzehntelanges Engagement in der Berliner Clubkultur“ erhalten. Zu den aus 90 Bewerbungen ausgewählten Clubs zählen etwa Club der Visionaere, Gretchen, SchwuZ, SO36 oder Tresor. Die Ausgezeichneten wollen sich am Tag der Clubkultur mit Showcases in verschiedenen Stadtbezirken open air und indoor präsentieren.

Die weiterhin geschlossenen Clubs rechnen mit einem Neustart 2021. Dann wollen sie etwa mit Schnelltests und neuen Methoden zur Nachverfolgung arbeiten. Derzeit haben einige der Berliner Clubs auf Freiluft-Flächen geöffnet.

+++ Donnerstag, 17. September +++

18.08 Uhr: Rot-Rot-Grün verlängert Regelstudienzeit

Die rot-rot-grüne Regierungskoalition hat das Berliner Hochschulgesetz geändert, um Nachteile für Studierende durch die Corona-Pandemie abzumildern. Unter anderem wird die Regelstudienzeit verlängert, wie das Abgeordnetenhaus am Donnerstag beschlossen hat. „Studierende müssen nun Verzögerungen im Studienablauf nicht mehr aufholen, sondern haben dafür ein Semester mehr Zeit“, so die wissenschaftspolitische Sprecherin der SPD-Fraktion, Ina Czyborra. Dadurch soll eine unbürokratische Verlängerung der Bafög-Förderung möglich sein. In Berlin sind den Angaben zufolge davon rund 22.000 Studierende betroffen.

Darüber hinaus soll es in Berlin im restlichen Sommersemester und im kommenden Wintersemester 2020/21 möglich sein, Prüfungen als „Freiversuch“ abzulegen. Wird die Prüfung nicht bestanden, zählt der Prüfungsversuch nicht. Dadurch sollen Ungerechtigkeiten gegenüber Studierenden früherer Semester abgemildert werden.

Berlin ist nach Angaben der drei Fraktionen der Regierungskoalition das einzige Bundesland, das eine solche Regelung in sein Hochschulgesetz aufnimmt. Bisher hätten ansonsten nur einzelne Hochschulen solche Regeln beschlossen.

17.24 Uhr: 140 Neuinfektionen, alle Ampeln auf Grün

In Berlin ist keine weitere Person an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben. Die Zahl der Todesfälle bleibt bei 227. Das teilte die Senatsgesundheitsverwaltung am Donnerstag mit. 140 neue Infektionen wurden bestätigt, 130 waren es am Mittwoch. 973 aktuelle Corona-Fälle haben wir insgesamt in Berlin, 915 waren es am Mittwoch. 11.532 Menschen gelten inzwischen als genesen.

Die Zahl der Patienten auf den Intensivstationen beträgt 14, zwei Personen weniger als am Mittwoch. Insgesamt liegen 48 Menschen in Krankenhäusern, genauso viele wie gestern gemeldet.

Die Berliner Corona-Ampel ist für den Bereich der Reproduktionszahl mit 0,98 auf Grün. Die Werte für Neuinfektionen und die freien Intensivbetten stehen ebenfalls auf Grün.

Corona-Fallzahlen nach Berliner Bezirken

Bezirk Fallzahl Genesen
Charlottenburg-Wilmersdorf 1216 (+13) 1121
Friedrichshain-Kreuzberg 1225 (+17) 1095
Lichtenberg 720 (+3) 652
Marzahn-Hellersdorf 636 (+8) 590
Mitte 2006 (+19) 1818
Neukölln 1621 (+30) 1427
Pankow 1108 (+0) 1010
Reinickendorf 942 (+5) 871
Spandau 703 (+5) 648
Steglitz-Zehlendorf 828 (+15) 756
Tempelhof-Schöneberg 1198 (+19) 1056
Treptow-Köpenick 529 (+6) 488
Berlin 12.732 (+140) 11.532

16.33 Uhr: Weitere Corona-Fälle an Schulen und Kitas in Pankow

Im Bezirk Pankow sind an zwei Schulen, zwei Kitas und in einem Flüchtlingsheim neue Corona-Fälle aufgetreten, wie Gesundheitsstadtrat Torsten Kühne (CDU) am Donnerstag auf Anfrage mitteilt. An der Grundschule im Blumenviertel in Prenzlauer Berg sei ein Schüler positiv getestet worden. Die entsprechende Lerngruppe mit 22 Kontaktpersonen aus dem Bezirk Pankow sei abgesondert worden und werde auf das Coronavirus getestet.

An der Grundschule am Teutoburger Platz, ebenfalls in Prenzlauer Berg, wurde ein Lehrer positiv getestet. Hier läuft die Ermittlung der Kontaktpersonen laut Bezirksamt noch. Wie viele Lerngruppen betroffen sind, sei noch offen. Die Absonderungen würden dann sofort mündlich ausgesprochen, sagt Kühne. Andere Gesundheitsämter würden bei nicht in Pankow wohnhaften Kontaktpersonen informiert.

In der vergangenen Woche wurde in der Kita "Kleiner Fratz" in Weißensee ein Mitarbeiter positiv getestet. 15 Kontaktpersonen, die in Pankow leben, sind inzwischen ermittelt und werden getestet. Neu hinzu kam ein Corona-Fall in der Kita Spieltraum, ebenfalls in Weißensee, wo ein Test bei einem Mitarbeiter positiv ausfiel. Weitere Ermittlungen sind noch im Gange.

Auch in der Gemeinschaftsunterkunft für Flüchtlinge an der Mühlenstraße in Alt-Pankow soll es zu einer Infektion mit Covid-19 gekommen sein. Hier folgen ebenfalls weitere Ermittlungen.

13.52 Uhr: Brandenburg will Stadien wieder begrenzt für Zuschauer öffnen

Gute Nachricht für Fußballfans in Brandenburg: Die Landesregierung plant, dass auch in der Fußball-Regionalliga Nordost im Land Zuschauer unter Voraussetzungen zurück in die Stadien können. Danach soll für Fußballstadien oder -hallen bei einer maximalen Zuschauerzahl von über 1000 Besuchern gelten, dass 20 Prozent der jeweiligen Kapazität wieder möglich sind. „Die konkrete Zahl ist jedoch abhängig vom jeweiligen Hygienekonzept“, sagte Regierungssprecher Florian Engels am Donnerstag. Es könne also Hallen oder Stadien geben, die 1000 Plätze oder mehr hätten, sie aber wegen der Hygieneregeln nicht belegen könnten. Grundsätzlich gilt bis Neujahr, dass Veranstaltungen mit über 1000 Menschen verboten sind.

13.24 Uhr: Mehrere Berliner Bildungspolitiker in Selbstisolation

Mehrere Bildungspolitiker der rot-rot-grünen Koalition in Berlin befinden sich in Selbstisolation. Das erfuhr die Berliner Morgenpost am Donnerstagmittag. Auch Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD) und ihre Staatssekretärin Beate Stoffers (SPD) zählen dazu. Zuvor war ein Mitarbeiter der SPD-Fraktion positiv auf das Coronavirus getestet worden. Die Bildungspolitiker saßen zusammen in einer Runde.

12.18 Uhr: Lederer sieht weiter Bedarf für Kulturhilfen

Berlins Kultursenator Klaus Lederer rechnet angesichts der anhaltenden Corona-Pandemie mit weiterem Finanzbedarf zur Unterstützung der Kulturszene. „Wir sind lange nicht am Ende“, sagte der Linke-Politiker am Donnerstag im Rahmen einer Aktuellen Stunde des Abgeordnetenhauses. „Es wird auch im Jahr 2021 nicht ohne den Einsatz zusätzlicher Mittel gehen.“

Kunst und Kultur prägen aus Sicht Lederers „das Lebensgefühl unserer Stadt“. Für den Kulturbereich seien die Einschränkungen hart gewesen. „Wirtschaftlich hat die Pandemie die Kultur so stark getroffen wie nur wenige andere Bereiche der Gesellschaft.“ Diese Belastungsprobe sei eine schwere Last für die Kulturlandschaft der Stadt.

10.55 Uhr: Zahl neuer Corona-Ansteckungen in Brandenburg geht leicht zurück

Zehn bestätigte Corona-Ansteckungen sind in Brandenburg von Mittwoch auf Donnerstag hinzugekommen - damit nimmt die Zahl neuer Fälle leicht ab. Neu hinzu kamen drei Ansteckungen im Kreis Barnim, zwei in Märkisch-Oderland und je eine in Elbe-Elster, Havelland, Ostprignitz-Ruppin, Spree-Neiße sowie in Potsdam, teilte das Gesundheitsministerium mit. Am Mittwoch waren noch 14 neue Fälle gezählt worden, am Dienstag 20 zusätzliche Infektionen. Als erkrankt gelten aktuell 172 Menschen, als genesen 3733 Menschen, beides sind allerdings nur Schätzzahlen. Seit März haben sich damit im Land offiziell 4078 Menschen mit dem Sars-CoV-2-Erreger angesteckt.

7.38 Uhr: Polizei löste Party im Soda Club in Prenzlauer Berg auf

Einsatzkräfte der Berliner Polizei haben am vergangenen Wochenende eine Party im Soda Club in der Kulturbrauerei in Prenzlauer Berg aufgelöst. Wie Pankows Bezirksbürgermeister Sören Benn (Linke) bei Twitter schrieb, habe die Polizei am 12. September "ca. 300 Leute auf verschiedenen Dancefloors dicht an dicht tanzend ohne jede Infektionsschutzmaßnahme angetroffen." Die Party sei gegen 2.45 Uhr beendet worden. Dazu schrieb Benn: "Besinnt Euch mal, echt ey!" Wie der "Tagesspiegel" berichtet, habe die Polizei zunächst den Veranstalter aufgefordert, Maßnahmen zur Corona-Eindämmung durchzusetzen. Weil dies nicht gelungen sei, habe die Polizei die Party beendet. Gegen den Veranstalter seien Anzeigen wegen Ordnungswidrigkeiten ausgestellt worden.

6.12 Uhr: Ticketpreise bei BVG und S-Bahn könnten erneut steigen

Die Ticketpreise bei den Berliner Verkehrsbetrieben (BVG) und der Berliner S-Bahn könnten zum Jahreswechsel erneut steigen. Über entsprechende Pläne zur Tariferhöhung im Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB) diskutieren die Gesellschafter Berlin, das Land Brandenburg und die dortigen Kommunen. Im Raum stehen Preiserhöhungen zwischen insgesamt 1,87 und 2,4 Prozent im Schnitt über alle Angebote hinweg. So zeigen es Tariftabellen des VBB, die der Berliner Morgenpost vorliegen.

Auslöser der Diskussion sind dem Vernehmen nach vor allem Forderungen aus Brandenburg. Die Corona-Pandemie hat die dortigen Verkehrsunternehmen schwer getroffen. Jedoch klagen die märkischen Kommunen nach den wirtschaftlichen Schäden der vergangenen Monate selbst über leere Kassen. Um die Einnahmenausfälle der kommunalen Verkehrsunternehmen auszugleichen, hatte der Bund im Zuge der Corona-Hilfen einen 2,5 Milliarden schweren Rettungsschirm gespannt. Offenbar hat diese Summe jedoch nicht gereicht, um die Löcher zu stopfen. Bei den Verkehrsunternehmen sei nicht genügend Geld angekommen, heißt es. Darum soll nun an der Preisschraube gedreht werden. Mehr zu der möglichen Erhöhung der Ticketpreise bei BVG und S-Bahn lesen Sie hier.

5.16 Uhr: Kinobranche fordert weniger strenge Abstandsregeln

Die von der Corona-Pandemie gebeutelte Kinobranche hat für die Kinos „Abstandsregelungen mit Augenmaß“ gefordert. „Wir appellieren an die Politik, die Abstandsregeln bundesweit auf einen Sitzplatz zwischen Besuchergruppen zu reduzieren, ohne Maskenpflicht am Platz während des Films“, heißt es in einer Erklärung zur 20. Filmkunstmesse Leipzig. Dort treffen sich laut der Mitteilung zum ersten Mal seit langem über 700 Kinobetreiber, Filmverleiher und Filmschaffende aus ganz Deutschland.

+++ Mittwoch, 16. September +++

18.47 Uhr: Schlager-Olymp findet trotz Corona statt

Der Schlager-Olymp findet dieses Jahr am 26. September im Strandbad Lübars statt. Mehr als 20.000 Gäste wurden im vergangenen Jahr im Freizeitpark Lübars begrüßt - in diesem Jahr werden es maximal ein Viertel. „Uns ist es aber eine Herzensangelegenheit, den Schlagerolymp stattfinden zu lassen. Nicht nur wegen der Fans, sondern ganz besonders auch wegen der Künstler“, sagt Olaf Schenk, der das Strandbad betreibt. „Sie sind alle so froh, endlich wieder auf einer Bühne stehen zu können“, ergänzt der Veranstalter.

Von 13 bis 22 Uhr (Einlass ist bereits um 10 Uhr) können Gäste zu Liedern unter anderem von Bernhard Brink, Annemarie Eilfeld, Frank Zander, Julian David, Olaf und Hans oder Antje Klann tanzen – insgesamt 14 Künstler werden für gute Stimmung sorgen.

17.05 Uhr: 130 Neuinfektionen in Berlin, Ampeln auf Grün

In Berlin ist keine weitere Person an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben. Die Zahl der Todesfälle bleibt bei 227. Das teilte die Senatsgesundheitsverwaltung am Mittwoch mit. 130 neue Infektionen wurden bestätigt, 109 waren es am Dienstag. 915 aktuelle Corona-Fälle haben wir insgesamt in Berlin, 868 waren es am Dienstag. 11.450 Menschen gelten inzwischen als genesen.

Die Zahl der Patienten auf den Intensivstationen beträgt 16, zwei Personen mehr als am Dienstag. Insgesamt liegen 48 Menschen in Krankenhäusern, eine Person weniger als am Dienstag gemeldet.

Die Berliner Corona-Ampel ist für den Bereich der Reproduktionszahl mit 1,01 auf Grün. Die Werte für Neuinfektionen und die freien Intensivbetten stehen ebenfalls auf Grün.

Corona-Fallzahlen nach Berliner Bezirken

Bezirk Fallzahl Genesen
Charlottenburg-Wilmersdorf 1203 (+8) 1117
Friedrichshain-Kreuzberg 1208 (+14) 1075
Lichtenberg 717 (+7) 649
Marzahn-Hellersdorf 628 (+10) 588
Mitte 1987 (+29) 1807
Neukölln 1591 (+13) 1416
Pankow 1108 (+7) 1004
Reinickendorf 937 (+8) 862
Spandau 698 (+4) 647
Steglitz-Zehlendorf 813 (+15) 751
Tempelhof-Schöneberg 1179 (+8) 1050
Treptow-Köpenick 523 (+7) 484
Berlin 12.592 (+130) 11.450

15.27 Uhr: Gaststätten und Reisebranche stellen meiste Anträge auf Corona-Hilfe

Die Überbrückungshilfe des Bundes gegen die Folgen der Corona-Krise wird in Brandenburg vor allem von Gaststätten und der Reisebranche nachgefragt. Von 1027 Anträgen bis zum Montag stammten 182 aus der Gastronomie und 167 von Reisebüros und Reiseveranstaltern, sagte Wirtschaftsminister Jörg Steinbach (SPD) am Mittwoch im Landtags-Wirtschaftsausschuss in Potsdam. Damit machen beide Branchen rund ein Drittel der Anfragen aus. Bisher wurden Hilfen in Höhe von rund 15,6 Millionen Euro beantragt, ausgezahlt seien 12,3 Millionen Euro, berichtete die Investitionsbank Brandenburg (ILB).

13.35 Uhr: Hertha muss Änderung der Corona-Verordnung abwarten

Hertha BSC sieht sich bei der durch die Länder beschlossenen Teil-Rückkehr der Fans in die Stadien in einer komfortableren Situation als neun andere Bundesligavereine. Erst wenn der Beschluss in die aktuelle Corona-Verordnung Berlins aufgenommen ist, darf das Olympiastadion mit 20 Prozent ausgelastet werden. „In Nordrhein-Westfalen wurde die Verordnung gleich nach dem Beschluss geändert. In Berlin warten wir noch auf eine neue Verordnung“, sagte ein Hertha-Sprecher am Mittwoch. Der Berliner Club hofft auf eine zeitnahe Korrektur der SARS-CoV-2-Infektionsschutzverordnung. Hertha trägt sein erstes Heimspiel erst am 2. Spieltag am 25. September gegen Eintracht Frankfurt aus und steht somit nicht unter Zeitdruck, bis zum Saisonauftakt am kommenden Samstag die Rückkehr der Zuschauer zu organisieren.

12.51 Uhr: Verwaltung legt Beschwerde zu Entscheidung über Pop-up-Radwege ein

Die Senatsverwaltung für Verkehr hat am Mittwoch Beschwerde gegen den Eil-Beschluss des Berliner Verwaltungsgerichts zu den sogenannten Pop-up-Radwegen eingelegt. Damit wird zugleich ein „Antrag auf Aussetzung der Vollziehung“ des Beschlusses gestellt, damit die Radfahrstreifen, nicht zurückgebaut werden müssen, wie die Senatsverwaltung am Mittwoch mitteilte. Das Gericht hatte am Montag vor einer Woche entschieden, acht temporäre Radwege, die Berlins Verkehrssenatorin Regine Günther (Grüne) und einige Bezirke während der Corona-Pandemie einrichten ließen, seien rechtswidrig.

Die Verkehrsverwaltung hat die ausführlich begründete Beschwerde nach eigenen Angaben zugestellt. „Das Verwaltungsgericht wird, sofern es seinen Beschluss nicht selbst aufhebt, die Beschwerde zur Entscheidung an das Oberverwaltungsgericht weiterleiten“, heißt es in der Mitteilung

10.42 Uhr: 14 Corona-Infektionen in Brandenburg

In Brandenburg sind weitere Corona-Infektionen registriert worden: Innerhalb von 24 Stunden kamen 14 Fälle von Dienstag auf Mittwoch hinzu, wie das Gesundheitsministerium (Stand: 8.30 Uhr) mitteilte. Die Zahl der seit März mit dem Sars-CoV-2-Erreger Infizierten Personen stieg damit auf insgesamt 4054; 174 Patienten sind nach den Angaben aktiv erkrankt; 3721 gelten als genesen, 10 mehr als am Vortag. Die meisten Fälle gibt es nach wie vor in der Landeshauptstadt Potsdam mit 731 (+1) und im Landkreis Potsdam-Mittelmark mit 634 (unverändert). Die wenigsten verzeichnet weiterhin der Landkreis Prignitz (47).

8.36 Uhr: Corona-Übertragung könnte sich ab Oktober verdoppeln

Forscherinnen und Forscher des Max-Planck-Instituts für Infektionsbiologie in Berlin sehen einen deutlichen Zusammenhang zwischen Grippe- und Coronainfektionen. Ein mathematisches Modell, das sie gemeinsam mit Kolleginnen und Kollegen des Institut Pasteur in Paris erarbeitet haben, ergab, dass Grippeerkrankungen die Corona-Übertragung im Durchschnitt um das 2,5-Fache erhöht haben. Zu diesem Ergebnissen kam das Team um Mathematiker Matthieu Domenech de Cellès, nachdem sie die ersten Monate der Pandemie in Europa am Beispiel der Länder Belgien, Norwegen, Italien und Spanien untersucht hatten.

7.28 Uhr: BVG verhängt 470 Bußgelder gegen Maskenverweigerer

Seit der Einführung der Maskenpflicht im Öffentlichen Nahverkehr hat die BVG 470 Bußgelder gegen Maskenverweigerer verhängt, das berichtet das Inforadio des RBB. Die Senatsverwaltung für Verkehr teilte mit, dass einige Bezirke es komplett der BVG überlassen, die Maskenpflicht durchzusetzen. Bezirksämter in Friedrichshain-Kreuzberg, Pankow, Steglitz-Zehlendorf und Tempelhof-Schöneberg führen keine eigenen Kontrollen durch. Auch Ordnungsämter und die Polizei können Bußgelder gegen Maskenverweigerer verhängen.

6.12 Uhr: Berliner Senat gibt 850 Millionen Euro

Um die Corona-Krise zu beherrschen, gibt der Berliner Senat noch einmal sehr viel Geld: 850 Millionen Euro sollen in diesem und im kommenden Jahr bereit gestellt werden, beschloss die rot-rot-grüne Landesregierung am Dienstag. Ein Topf, der auf eine Milliarde Euro anwächst, weil auch der Bund Geld für gemeinsame Projekte dazu gibt. Allein 320 Millionen Euro sind reserviert, um die Verluste bei der Messe und der Flughafengesellschaft auszugleichen.

6.02 Uhr: Späth'sche Baumschulen - Corona-Krise verstärkt Trend zum Gärtnern

In der Corona-Krise haben viele Menschen offenbar ihren grünen Daumen entdeckt. Die Rückbesinnung auf das Gärtnern habe schon in den vergangenen Jahren zugenommen, dieser Trend sei durch Corona verstärkt worden, sagte der Geschäftsführer der Späth'schen Baumschulen, Holger Zahn, der Deutschen Presse-Agentur. „Garten und Gartenarbeit haben auch bei uns in Deutschland an Renommee gewonnen.“ Die Traditionsfirma begeht an diesem Wochenende mit einem Jubiläumsmarkt ihr 300-jähriges Bestehen, sie ist das älteste produzierende Unternehmen Berlins. Laut Zahn musste keiner der 65 Mitarbeiter wegen der Pandemie entlassen oder in Kurzarbeit geschickt werden. Es habe sich bestätigt, „dass wir sehr gute und flexible Mitarbeiter haben. Ansonsten hätten wir größere Probleme bekommen“.

+++ Dienstag, 15. September 2020 +++

18.24 Uhr: Kindergarten und Schulen sind Infektionsherde in Mitte

Die Zahl der Neuinfektionen im Bezirk Mitte steigt weiter an. In der vergangenen Woche sind 101 Menschen, die sich mit dem Coronavirus angesteckt haben, im Gesundheitsamt gemeldet worden. Das sind 14 Personen mehr als in der vorvergangenen Woche. Mindestens 22 der Neuinfizierten haben sich im Ausland angesteckt, mindestens 45 in Berlin. Das geht aus dem Wochenbericht zur Corona-Lage in Mitte hervor, den Bezirksbürgermeister Stephan von Dassel (Grüne) und Gesundheitsstadtrat Ephraim Gothe (SPD) am Dienstag veröffentlichten.

Der Bezirk stufte dabei 27 Ereignisse und Einrichtungen als mögliche Infektionsherde ein. Darunter sind dem Wochenbericht zufolge ein Kindergarten, sieben Schuleinrichtungen und sechs medizinische Einrichtungen. Dort sei es zu einem erhöhten Aufkommen an Kontaktpersonen gekommen. Genauere Angaben zu den Einrichtungen machte das Bezirksamt nicht. Insgesamt seien 380 Kontaktpersonen der Corona-Infizierten ermittelt worden. Laut Bericht seien bei 15 der getesteten Personen das Coronavirus nachgewiesen worden. Das entspricht vier Prozent.

17.36 Uhr: Quarantäne für Erstklässlerin - Gericht gibt Stadt Potsdam recht

Im juristischen Streit um die Quarantäneanordnung für eine Erstklässlerin an einer Potsdamer Schule hat das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg (OVG) der Stadt recht gegeben. Die beanstandete Anordnung einer 14-tägigen häuslichen Quarantäne der Schülerin hätte sich in einem Hauptsacheverfahren voraussichtlich als rechtmäßig erwiesen, so das Gericht in seiner Entscheidung über die Kosten. Die Stadt habe eine mögliche Infektionsgefahr mit dem Coronavirus ausreichend dargelegt. Da die angeordnete Quarantäne bereits während des Verfahrens beendet worden war, musste das Gericht nur noch über die Kosten des Rechtsstreits entscheiden.

17.25 Uhr: 109 Neuinfektionen und ein weiterer Todesfall in Berlin

In Berlin ist eine weitere Person an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben. Die Zahl der Todesfälle steigt auf 227. Das teilte die Senatsgesundheitsverwaltung am Dienstag mit. 109 neue Infektionen wurden bestätigt, 85 waren es am Montag. 868 aktuelle Corona-Fälle haben wir insgesamt in Berlin, 855 waren es am Montag. 11.367 Menschen gelten inzwischen als genesen. Die Zahl der Patienten auf den Intensivstationen beträgt 14, zwei Personen weniger als am Montag. Insgesamt liegen 49 Menschen in Krankenhäusern, genauso viele Personen wie am Montag gemeldet.

Die Berliner Corona-Ampel ist für den Bereich der Reproduktionszahl mit 1,09 auf Grün. Die Werte für Neuinfektionen und die freien Intensivbetten stehen ebenfalls auf Grün.

Corona-Fallzahlen nach Berliner Bezirken

Bezirk Fallzahl Genesen
Charlottenburg-Wilmersdorf 1195 (+1) 1108
Friedrichshain-Kreuzberg 1194 (+27) 1066
Lichtenberg 710 (+5) 642
Marzahn-Hellersdorf 618 (+2) 585
Mitte 1958 (+18) 1796
Neukölln 1578 (+10) 1407
Pankow 1101 (+18) 994
Reinickendorf 929 (+6) 861
Spandau 694 (+2) 639
Steglitz-Zehlendorf 798 (+0) 744
Tempelhof-Schöneberg 1171 (+18) 1044
Treptow-Köpenick 516 (+2) 481
Berlin 12.462 (+109) 11.367

16.06 Uhr: Mehr Steuerausfälle - Land muss neues Millionen-Loch bewältigen

Die Corona-Krise droht, eine zusätzliche Lücke von fast einer halben Milliarde Euro in den Brandenburger Haushalt für das nächste Jahr zu reißen. 2021 müsse im Vergleich zur Steuerschätzung vom Mai zusätzlich mit Mindereinnahmen von rund 490 Millionen Euro gerechnet werden, sagte Finanzministerin Katrin Lange (SPD) am Dienstag nach einer Kabinettssitzung in Potsdam.

Sie sprach von „sehr dramatischen“ Auswirkungen. Wie das ausgeglichen werde, müsse die Koalition gemeinsam beraten - möglich seien weitere Kredite oder andere Maßnahmen. Im Entwurf für den Haushalt 2021 hatte die Regierung auf Basis der Mai-Steuerschätzung ein Einnahmeninus von 510 Millionen Euro errechnet. Dies verdoppelt sich jetzt fast.

14.09 Uhr: Keine Gästedaten - Gastwirten droht 5000 Euro Bußgeld

Gastwirten, die sich nicht darum kümmern, Name und Telefonnummer ihrer Gäste festzuhalten, drohen in Berlin künftig Bußgelder. Das hat der Senat nach Informationen der dpa bei seiner Sitzung am Dienstag beschlossen. Je nach Schwere der Verstöße können bis zu 5000 Euro fällig werden. Gäste, die die sogenannte Dokumentationspflicht auf die leichte Schulter nehmen und zum Beispiel falsche oder unvollständige Angaben machen, riskieren ein Bußgeld zwischen 50 und 500 Euro.

13.56 Uhr: AfD-Fraktion plant Untersuchungsausschuss zur Corona-Politik

Die Brandenburger AfD-Landtagsfraktion will einen Untersuchungsausschuss zur Prüfung des Umgangs der Kenia-Koalition mit der Corona-Krise beantragen. Die Einschränkung der individuellen Freiheit der Gesellschaft seien extrem gewesen und seien es immer noch, sagte der Abgeordnete Lars Hünich am Dienstag in Potsdam. „Wir glauben (…), dass die Maßnahmen nicht gerechtfertigt sind.“ Er zweifelte an, dass es auf mehreren Ebenen eine „valide Risikoeinschätzung“ der Pandemie gegeben habe. Es habe aus seiner Sicht zu wenig Tests gegeben. Seine Fraktion fordert schon länger ein Ende der Beschränkungen. Die rot-schwarz-grüne Landesregierung hatte stets betont, dass sie die Einschränkungen auch auf Grundlage wissenschaftlicher Analysen trifft und genau abwägt.

13 Uhr: LSB-Chef Gerlach hofft auf Stabilisierung der Sportvereine

Andreas Gerlach, Vorstandsvorsitzender des Landessportbundes (LSB) Brandenburg, hofft auf eine Stabilisierung der Vereine trotz der Coronavirus-Pandemie in den nächsten fünf bis sechs Monaten. Zugleich glaubt der LSB-Chef nicht an eine vorzeitige Beendigung der Krise. „Der Stand von vor der Krise wird aber wohl erst in ein bis zwei Jahren erreicht sein“, sagte Gerlach der „Märkischen Allgemeinen“ anlässlich des 30-jährigen Bestehens des LSB Brandenburg.

11.48 Uhr: Anstatt Gran Canaria - Berlin Volleys reisen zum Testen nach Polen

Volleyball-Bundesligist Berlin Volleys haben Ersatz für das aufgrund der Coronavirus-Pandemie abgesagte Trainingslager auf Gran Canaria gefunden. Am Dienstag reiste der komplette Kader des zehnmaligen deutschen Volleyball-Meisters für vier Tage nach Polen. Dort bestreitet die Mannschaft von Trainer Cedric Enard drei Testspiele. Am Mittwoch treffen die BR Volleys auf den polnischen Erstligisten Aluron Virtu Warta Zawiercie, am Donnerstag und Freitag ist jeweils der Zweitligist BKS Bielsko-Biala der Gegner.

Ursprünglich hatte der Hauptstadtclub zum jetzigen Zeitpunkt einer Einladung des spanischen Erstligisten UV Las Palmas zu einem einwöchigen Trainingslager auf Gran Canaria Folge leisten wollen. Wegen einer Reisewarnung für die Kanaren haben die Volleys jedoch ihre Pläne ändern müssen.

11.14 Uhr: 20 neue Corona-Infektionen in Brandenburg

In Brandenburg ist die Zahl der neuen Corona-Infektionen innerhalb von 24 Stunden gestiegen. Von Montag auf Dienstag (Stand: 8.30 Uhr) wurden 20 Fälle gemeldet, wie das Gesundheitsministerium mitteilte. Allein in Potsdam wurden zehn neue Fälle registriert. Damit stieg die Zahl der seit März mit dem Sars-CoV-2-Erreger Infizierten auf insgesamt 4054. Zudem kamen drei Fälle aus dem Havelland und zwei aus dem Landkreis Teltow-Fläming hinzu. Potsdam liegt mit 730 Fällen an der Spitze der registrierten Corona-Infektionen im Land.

6.48 Uhr: CO2-Messgeräte an Schulen sollen vor Ansteckung schützen

Berlins Schulen sollen in naher Zukunft mit CO2-Messgeräten ausgestattet werden, damit Lehrkräfte besser erkennen können, ab wann wieder gelüftet werden muss. Das Prinzip dieser kleinen Geräte, die etwas größer als ein Wecker sind, funktioniert sehr einfach: „Wenn der CO2-Gehalt in der Raumluft steigt, verfärbt sich die Anzeige von Grün über Gelb auf Rot“, erklärt Martin Klesmann, Sprecher der Senatsbildungsverwaltung. Spätestens bei gelbrot sollten die Fenster aufgerissen werden, womöglich auch die Tür, damit ein ordentlicher Frischluftdurchzug entsteht. Gerade in Zeiten der Corona-Pandemie, in der das Virus nachweislich über die Luft übertragen wird, können diese CO2-Messgeräte als wichtiger Indikator dienen.

3.31 Uhr: Senat berät über Bußgelder für Gaststätten und Berlins Finanzen

Schärfere Regeln für Gaststätten beim Erfassen von Gästedaten hat der Senat schon vor zwei Wochen beschlossen, bei seiner Sitzung am Dienstag (10 Uhr) berät er über das Thema Bußgeld. Gastwirte sind inzwischen verpflichtet, Kontaktdaten ihrer Gäste zu notieren, egal ob die drinnen sitzen oder auf der Terrasse. Wie hoch das Bußgeld sein soll, wenn sie dagegen verstoßen, ist noch in der Diskussion. Im Gespräch ist eine Spanne von 50 bis 5000 Euro, je nach Schwere der Verstöße. Der Bußgeldkatalog müsste dann entsprechend angepasst werden.

Noch zwei weitere Themen der Senatssitzung drehen sich ums Geld: Das eine ist die Finanzplanung des Landes Berlin für die Jahre 2020 bis 2024. „Die Corona-Pandemie macht Bund und Länder ärmer“, hatte die Finanzverwaltung erst am Freitag mitgeteilt, als die Daten der aktuellen Steuerschätzung für Berlin präsentiert wurden. Bei den Steuereinnahmen gibt es bis mindestens 2024 erhebliche Ausfälle, die der Finanzsenator einkalkulieren muss.

Und dann berät der Senat auch über den zweiten Nachtragshaushalt 2020. Den Entwurf dafür hat er bereits Ende Mai beschlossen. Danach hat sich das Abgeordnetenhaus damit befasst. Jetzt geht es darum, eine Reihe von Ergänzungen vorzunehmen. Dabei muss etwa der Beschluss der Abgeordneten berücksichtigt werden, bereits mit dem ersten Nachtragshaushalt Kredite in Höhe von sechs Milliarden Euro aufzunehmen. Anpassungen sind auch wegen des in der Zwischenzeit beschlossenen Konjunkturpakets des Bundes nötig.

2.41 Uhr: Corona in 75 Pflegeheimen - Bisher rund 300 Senioren betroffen

In Berlin sind bislang in 75 Pflegeheimen Infektionen mit dem Coronavirus nachgewiesen worden. Das Virus wurde bei 297 Bewohnern und 168 Mitarbeitern festgestellt (Stand: 13. September, 17.00 Uhr), wie die Gesundheitsverwaltung am Montag der Deutschen Presse-Agentur mitteilte. 64 Bewohner sind demnach gestorben und 217 genesen. Von den Mitarbeitern sind 147 genesen. Von den Bewohnern sind aktuell 16 und von den Mitarbeitern 21 infiziert.

+++ Montag, 14. September 2020 +++

18.10 Uhr: Kurzarbeit am BER nach Inbetriebnahme geplant

Nach der Inbetriebnahme des neuen Flughafens BER im Herbst plant die Betreibergesellschaft die Rückkehr zur Kurzarbeit. „Wir haben wegen der Inbetriebnahme im September alle Beschäftigten aus der Kurzarbeit zurückgeholt“, sagte Personalchef Michael Halberstadt am Montag im BER-Sonderausschuss des Brandenburger Landtags. Im Dezember werde man aber wieder zur Kurzarbeit zurückkehren und dieses Instrument auch 2021 nutzen. Nach der BER-Eröffnung ist der Abbau von 415 Stellen geplant, wie Halberstadt bekräftigte. Entlassungen werde es aber nicht geben. Durch einen Einstellungsstopp sei die Belegschaft schon in diesem Jahr um 120 Stellen unter Plan.

18.05 Uhr: Krisenstab am Potsdamer Klinikum Ernst von Bergmann beendet Arbeit

Der nach einer Häufung von Corona-Infektion am Potsdamer Klinikum Ernst von Bergmann gebildete Krisenstab hat seine Arbeit beendet. Seit gut einem Monat werde wieder im Regelbetrieb unter Pandemiebedingungen gearbeitet, teilte das Klinikum am Montag mit. Die Gefährdungslage werde täglich neu bewertet, ad hoc könne der Krisenstab wieder zusammengerufen werden, hieß es. Das Gremium war Mitte März gebildet worden.

In dem größten Potsdamer Krankenhaus hatten sich im März Infektionen mit dem Erreger Sars-CoV-2 bei Patienten und Mitarbeitern gehäuft. Von Ende Januar bis Ende April waren 140 Patienten und 208 Mitarbeiter positiv getestet worden. 47 Corona-Patienten starben in der Klinik. Nach einer Untersuchung hatten Experten des Robert Koch-Instituts unter anderem kritisiert, dass Umzüge ganzer Stationen die Virusübertragung begünstigt haben könnten.

17.10 Uhr: 85 Neuinfektionen in Berlin, Ampeln auf Grün

In Berlin ist keine weitere Person an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben. Die Zahl der Todesfälle bleibt bei 226.
85 neue Infektionen wurden bestätigt, 15 waren es gestern. 855 aktuelle Corona-Fälle haben wir insgesamt in Berlin, 864 waren es gestern. 11.272 Menschen gelten inzwischen als genesen. Die Zahl der Patienten auf den Intensivstationen beträgt 16, zwei Personen mehr als gestern. Insgesamt liegen 49 Menschen in Krankenhäusern, sechs Personen mehr als gestern gemeldet.

Die Berliner Corona-Ampel ist für den Bereich der Reproduktionszahl mit 1,15 auf Grün. Die Werte für Neuinfektionen und die freien Intensivbetten stehen ebenfalls auf Grün.

Corona-Fallzahlen nach Berliner Bezirken

Bezirk Fallzahl Genesen
Charlottenburg-Wilmersdorf 1194 (+9) 1106
Friedrichshain-Kreuzberg 1167 (+3) 1048
Lichtenberg 705 (+5) 637
Marzahn-Hellersdorf 616 (+1) 583
Mitte 1940 (+31) 1781
Neukölln 1568 (+21) 1396
Pankow 1083 (+4) 987
Reinickendorf 923 (+1) 856
Spandau 692 (+1) 631
Steglitz-Zehlendorf 798 (+0) 735
Tempelhof-Schöneberg 1153 (+6) 1033
Treptow-Köpenick 514 (+3) 479
Berlin 12.353 (+85) 11.272

16.55 Uhr: Senat legt Beschwerde gegen das Urteil des Verwaltungsgerichts zu den Pop-up-Radwegen ein

Im Fall der sogenannten Pop-up-Radwege will die Senatsverwaltung für Verkehr im Lauf dieser Woche Beschwerde gegen eine Entscheidung des Verwaltungsgerichts Berlin einlegen. Es hatte am Montag vor einer Woche entschieden, acht temporäre Radwege, die Berlins Verkehrssenatorin Regine Günther (Grüne) und einige Bezirke während der Corona-Pandemie einrichten ließen, seien rechtswidrig. Wie die Verkehrsverwaltung am Montag mitteilte, will sie beim Oberverwaltungsgericht gleichzeitig die aufschiebende Wirkung beantragen, damit die Radfahrstreifen nicht zurückgebaut werden müssten.

„Wir werden dazu auch die ausführliche Begründung für die Einrichtung der Radfahrstreifen einreichen – wofür wir eigentlich einen ganzen Monat Zeit hätten“, so ein Sprecher der Verwaltung. „Im Zentrum steht dabei die Frage, inwieweit jetzt und künftig präventive Maßnahmen für mehr Verkehrssicherheit überhaupt noch angeordnet werden können.“ Es sei wichtig, Unfälle zu verhindern - statt sie zu zählen. „Daher wird nun schnell die Grundlage geschaffen, damit das Oberverwaltungsgericht entscheiden kann.“

Anlass der Gerichtsentscheidung war eine Klage des AfD-Abgeordneten und Verkehrspolitikers Frank Scholtysek im Juni gegen die Einrichtung von acht neuen, kurzfristig angelegten Fahrradwegen in Kreuzberg, Friedrichshain, Schöneberg und Charlottenburg.

15.37 Uhr: Mehr Betrugsfälle bei Corona-Soforthilfen in Brandenburg

Das Landeskriminalamt in Brandenburg geht 56 möglichen Betrugsfällen bei der Beantragung von Corona-Soforthilfen nach. Insgesamt gehen die Ermittler von einer Schadenssumme von rund 437.000 Euro aus, wie das Innenministerium am Montag bestätigte. Zuvor hatte die „Märkische Allgemeine“ berichtet.

Bis Ende Juni waren es nach Ministeriumsangaben sieben Verfahren. Damit stieg die Zahl stark an. Insgesamt liegen den Ermittlern demnach 151 Verdachtsmeldungen vor. Die Ermittlungen richteten sich auch gegen Personen, die nicht in Brandenburg lebten, sondern beispielsweise in Berlin (15), Nordrhein-Westfalen (4) und Bayern (1). Ermittelt wird wegen des Verdachts auf Subventionsbetrug oder betrügerischer Beantragung von Soforthilfe. Auf die Betrugsfälle war die ILB durch die Überprüfung von Unterlagen aufmerksam geworden.

15.22 Uhr: Grütters sieht Kultur in Europa vor „größter Herausforderung“

Die Corona-Krise setzt die europäische Kulturszene aus Sicht von Kulturstaatsministerin Monika Grütters besonders unter Druck. „In der Kultur schlägt das Herz Europas. Der gesamte Kulturbereich in Europa - und damit auch Europa selbst - stehen vor der größten Herausforderung der letzten Jahrzehnte“, sagte die CDU-Politikerin laut Mitteilung am Montag in Berlin während eines Treffens der EU-Kulturminister im Rahmen der deutschen EU-Ratspräsidentschaft.

Künstlerinnen und Künstler, Kultureinrichtungen und Unternehmen der Kulturwirtschaft seien nicht nur diejenigen, die durch das notwendige Herunterfahren des öffentlichen Lebens besonders hart betroffen seien. „Sie sind auch diejenigen, die besonders langfristig betroffen sind. Der Kultur- und Kreativsektor braucht deshalb unsere konzertierte Unterstützung.“

13.13 Uhr: Ministerin zieht positive Bilanz nach Schulstart in Corona-Zeit

Nach gut einem Monat Schule unter Corona-Bedingungen in Brandenburg hat Bildungsministerin Britta Ernst (SPD) eine überwiegend positive Bilanz gezogen. „Die Rückmeldungen nach vier Wochen sind gut. Es gibt vereinzelte Schulschließungen und Quarantäne für einzelnen Klassen. Damit haben wir gerechnet“, sagte Ernst am Montag der Deutschen Presse-Agentur. Über die Maskenpflicht in den Schulgebäuden und Horten, auf den Gängen und in Mensen gebe es vereinzelt auch Diskussionen. „Aber wir setzten auf die Vernunft.“ Die Schulen hatten nach den Sommerferien im regulären Betrieb geöffnet. Die Masken in Schulgebäuden - nicht aber im Unterricht und Pausenhof - wurden nach zwei Tagen Unterricht zur Pflicht.

12.12 Uhr: Neue Kampagne ruft zu Vorsicht auf - „Maske auf. Sonst Lokal zu“

Kneipengänger und Restaurantbesucher zum Einhalten der Corona-Regeln zu bringen, ist eine mühsame Daueraufgabe - Berlins Wirtschaftsverwaltung versucht es mit Humor. Statt auf den erhobenen Zeigefinger setzt die neue gemeinsame Kampagne mit Visit Berlin und dem Deutschen Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) auf eingängige Sprüche: „Maske auf. Sonst Lokal zu“, lautet einer. Und der war auch auf der Mund-Nasen-Bedeckung zu lesen, die Wirtschaftssenatorin Ramona Pop im „Brauhaus Lemke“ am Alexanderplatz präsentierte. Dort stellten die Grünen-Politikerin und Visit-Berlin-Chef Burkhard Kieker die Kampagne am Montag vor.

„Abstand halten. Sonst ist Deine Stammkneipe schneller dicht als du“ lautet ein weiterer Spruch. Der nächste erinnert an die Dokumentationspflicht in Gaststätten für den Fall, dass die Kontakte von Infizierten nachverfolgt werden müssen: „Endlich: Die Bedienung will Deine Telefonnummer.“ Die neue Kampagne solle Berliner, Besucher der Stadt und die Gastronomie dafür sensibilisieren, sich an die Regeln zu halten, teilte Visit Berlin mit, das für das Tourismusmarketing der Hauptstadt verantwortlich ist.

11.21 Uhr: Drei neue Infektionen in Brandenburg

In Brandenburg sind drei neue Coronafälle registriert worden. Alle drei Infektionen wurden von Sonntag auf Montag im Landkreis Dahme-Spreewald gemeldet, wie das Gesundheitsministerium in Potsdam mitteilte. Damit liegt die Zahl der seit Frühjahr mit Sars-CoV-2 Infizierten nachweislich bei insgesamt 4034 Menschen im Land. Von Samstag auf Sonntag wurden zwei neue Infektionen gemeldet. Allerdings können die Meldungen vom Wochenende zeitverzögert kommen.

Die Zahl der aktiv Erkrankten liegt den Angaben zufolge bei 156. Fünf Menschen müssen im Krankenhaus behandelt werden. Davon wird einer künstlich beatmet. 3705 Menschen gelten als genesen - vier mehr als am Vortag. Die Zahl derjenigen, die bislang in Zusammenhang mit dem Virus starben, liegt weiterhin bei 173.

11.07 Uhr: Nach Corona-Ausbruch - Senioren aus Heim verlegt

Weil sich mehrere Mitarbeiter eines Berliner Pflegeheims nach einem Coronavirus-Ausbruch in häuslicher Quarantäne befinden, wurden fünf Bewohner in ein anderes Haus verlegt. Das sagte der Sprecher der Gesundheitsverwaltung, Moritz Quiske, am Montag der Deutschen Presse-Agentur. Mit dem Schritt soll die Versorgung der Bewohner sichergestellt werden.

In dem Schöneberger Pflegeheim hatten sich 15 Bewohner und sechs Mitarbeiter infiziert. Einige von ihnen kamen in ein Krankenhaus. Der Betreiber der Einrichtung habe in Absprache mit dem Gesundheitsamt entsprechende Schutzmaßnahmen eingeleitet - wie die Quarantäne der positiv Getesteten, hieß es von der Gesundheitsverwaltung.

Der Fall war am Freitag öffentlich geworden. Die Berliner Feuerwehr schrieb am Freitagnachmittag auf Twitter, dass insgesamt sieben Personen aus zwei Pflegeheimen mit akuten Atemwegserkrankungen in Kliniken gebracht wurden. Laut einem Sprecher handelt es sich bei dem zweiten Heim um eine Einrichtung in Berlin-Mitte. Seit Beginn der Corona-Pandemie hat es bundesweit etliche Covid-19-Ausbrüche in Pflegeheimen und Todesfälle bei Bewohnern gegeben.

8.58 Uhr: Senatorin Kalayci sieht steigende Infektionszahlen mit Sorgen

Berlins Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci sieht bei der Corona-Pandemie keinen Grund zur Entwarnung. Die international drastisch steigenden Infektionszahlen machten ihr Sorgen, sagte die SPD-Politikerin dem RBB-Inforadio am Montag. „Auch in Deutschland haben wir seit Wochen stabil steigende Infektionszahlen.“ Das gelte ebenfalls für Berlin. Große Sorgen mache ihr auch, dass gerade bei den Jüngeren die Infektionszahlen in den vergangenen sieben Tagen sehr hoch gewesen seien.

Bei jüngeren Covid-19-Patienten gebe es zwar weniger Todesfälle, und es sei auch seltener eine intensivmedizinische Behandlung nötig. Junge Menschen könnten aber Superspreader sein und die Infektion in die Breite bringen, sagte Kalayci. „Von anderen Ländern wissen wir, dass es sich ganz schnell ändern kann, dass auch die Älteren dann schnell erreicht werden“, warnte die Senatorin. „Wenn einmal die Infektionen aus dem Ruder laufen, wird es auch schwieriger, die Älteren zu schützen.“

7.44 Uhr: Fast Tausend Taxis wegen Corona stillgelegt

Die Corona-Pandemie macht dem Taxigewerbe in Berlin schwer zu schaffen. Wegen der schlechten wirtschaftlichen Lage hätten die Unternehmen alleine in diesem Jahr 925 Fahrzeuge dauerhaft stillgelegt, sagt Leszek Nadolski, Vorsitzender der Berliner Taxi-Innung. „Die Fahrzeuge sind alle abgemeldet worden, die gibt es nicht mehr.“ Gerade viele ältere Kollegen hätten in den vergangenen Monaten aufgegeben. Aktuell gibt es laut Innung noch 7300 Taxis in Berlin. Alle Details zur Lage der Berliner Taxifahrer in der Corona-Pandemie lesen Sie hier.

+++ Sonntag, 13. September 2020 +++

18.59 Uhr: Corona-Fall an Schule in Potsdam

An einer Schule in Potsdam gibt es einen Corona-Fall. Eine Schülerin wurde positiv auf das Virus getestet. Das Testergebnis sei am Samstag an das Gesundheitsamt übermittelt worden, teilte die Stadt am Sonntag mit. Insgesamt wurden demnach 32 Kontaktpersonen des Mädchens ermittelt, darunter Schüler und deren Eltern sowie Lehrer der betroffenen Grundschule „Max Dortu“. Sie müssen in Quarantäne und sollen am Dienstag auf das Coronavirus getestet werden. Die Schülerin hatte zuletzt am Donnerstag die Schule besucht. Die Ergebnisse aus dem Labor des Klinikums Ernst von Bergmann werden am Mittwoch erwartet.

17.41 Uhr: 15 Neuinfektionen in Berlin, Ampeln auf Grün

in Berlin ist keine weitere Person an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben. Die Zahl der Todesfälle bleibt bei 226. 15 neue Infektionen wurden bestätigt, 38 waren es am Sonnabend. 864 aktuelle Corona-Fälle haben wir insgesamt in Berlin, 903 waren es am Sonnabend. 11.178 Menschen gelten inzwischen als genesen. Die Zahl der Patienten auf den Intensivstationen beträgt 14, zwei Personen weniger als am Sonnabend. Insgesamt liegen 43 Menschen in Krankenhäusern, sechs Personen weniger als am Sonnabend gemeldet.

Die Berliner Corona-Ampel ist für den Bereich der Reproduktionszahl mit 1,07 auf Grün. Die Werte für Neuinfektionen und die freien Intensivbetten stehen ebenfalls auf Grün.

Corona-Fallzahlen nach Berliner Bezirken

Bezirk Fallzahl Genesen
Charlottenburg-Wilmersdorf 1185 (+0) 1096
Friedrichshain-Kreuzberg 1164 (+6) 1023
Lichtenberg 700 (+0) 631
Marzahn-Hellersdorf 615 (+1) 581
Mitte 1909 (+0) 1758
Neukölln 1547 (+0) 1390
Pankow 1079 (+0) 983
Reinickendorf 922 (+0) 851
Spandau 691 (+3) 627
Steglitz-Zehlendorf 798 (+0) 733
Tempelhof-Schöneberg 1147 (+5) 1027
Treptow-Köpenick 511 (+0) 478
Berlin 12.268 (+15) 11.178

17.27 Uhr: Minister: Mehr Interesse an Naturlandschaften, Corona-Zeiten

Naturparks und Biosphärenreservate in Brandenburg haben gerade in der Corona-Pandemie nach Worten von Brandenburgs Umweltminister Axel Vogel (Grüne) großen Zulauf. "Gerade in der Corona-Krise wird deutlich, wie groß der Bedarf der Stadtbevölkerung an Ausgleichsräumen, an Erholung und Regeneration in naturbelassenen und intakten Landschaften ist", sagte der Minister am Sonntag anlässlich des 30-jährigen Jubiläums der Ausweisung von Naturlandschaften als Großschutzgebiete. Viele Großschutzgebiete verzeichneten in dieser Zeit hohe Besucherzahlen und gestiegenes Interesse an Naturerlebnissen und -erkundungen vor der Haustür, stellte er fest.

Großschutzgebiete in Brandenburg sind unter anderem die Biosphärenreservate Schorfheide-Chorin und Spreewald sowie der Naturpark Märkische Schweiz. In Brandenburg gibt es derzeit einen Nationalpark, drei Unesco-Biosphärenreservate und elf Naturparke.

14.41 Uhr: Berlin Art Week geht zu Ende - Veranstalter ziehen positive Bilanz trotz Corona

Die Berlin Art Week mit Ausstellungen in Galerien, Museen und dem Technoclub Berghain ist am Sonntag nach fünf Tagen zu Ende gegangen. Die Veranstalter bewerteten die Kunstwoche, die wegen der Corona-Pandemie ihr Konzept an vielen Stellen ändern musste, als gelungen. „Die große Nachfrage und die ausgebuchten Time-Slots haben bestätigt, dass die Lust auf analoge Veranstaltungen, immer unter Einhaltung der gebotenen Abstands- und Hygieneregeln, groß ist“, teilten sie am Sonntag mit. Beteiligt waren unter anderem 20 Kunstinstitutionen und Museen, die Messe Positions Berlin Art Fair, 13 Privatsammlungen sowie zahlreiche Galerien.

Insgesamt kamen nach Veranstalterangaben mehrere zehntausend Besucherinnen und Besucher, exakte Zahlen liegen jedoch nicht vor. Die Ticketkontingente seien wegen der Corona-Verordnung stark reduziert gewesen.

13.30 Uhr: Mehrere illegale Musikveranstaltungen in Treptow-Köpenick

Gleich mehrere illegale Musikveranstaltungen hat die Berliner Polizei im Bezirk Treptow-Köpenick beobachtet. In Rahndsdorf stellte sie am Nachmittag in einem Waldgebiet eine illegale Veranstaltung fest. Dabei sind eine professionelle Musikanlage mit Stromaggregat zum Einsatz gekommen und auch Getränke ausgeschenkt worden, wie ein Sprecher der Polizei am Sonntag mitteilte. Der Veranstalter sei ermittelt worden und habe wegen des Verstoßes gegen die Infektionsschutzverordnung eine Anzeige erhalten. Außerdem wurden den Angaben zufolge technische Geräte wie ein DJ-Mixer und ein Generator beschlagnahmt.

In einem Waldgebiet in Friedrichshagen bemerkte der Revierförster am späten Samstagabend laute Musik und verständigte die Polizei. Die Polizisten trafen auf eine illegale Musikveranstaltung mit einer Zahl von Teilnehmern, die ebenfalls im hohen zweistelligen Bereich gelegen habe, sagte der Polizeisprecher. In diesem Fall sei die Veranstaltung beendet worden, der Veranstalter habe die Musikanlage abgebaut, weitere Maßnahmen seien nicht nötig gewesen.

In Oberschöneweide hatte sich am Samstag eine Gruppe in vergleichbarer Größe gegenüber dem Kraftwerk Rummelsburg getroffen. Mitarbeiter des Ordnungsamtes stellten unter anderem eine Musikanlage samt Mischpult sicher. Es gab zwei Strafanzeigen wegen Körperverletzung unter Jugendlichen.

Rund 20 Gruppen von Personen, die laute Musik abgespielt haben, hat die Polizei vom Samstagnachmittag bis zum frühen Sonntagmorgen an weiteren Stellen etwa im Treptower Park und im Plänterwald festgestellt. Dabei habe das Ordnungsamt drei Lautsprecher sichergestellt.

Einen Grund dafür, warum die illegalen Musikveranstaltungen sich möglicherweise in den Ostteil Berlins verlagert haben, nannte die Polizei nicht. Im Hochsommer hatte es mehrfach Polizeieinsätze aus ähnlichem Anlass zum Beispiel in der Hasenheide in Neukölln gegeben. Dort haben an diesem Samstag bis Mitternacht Polizei und Ordnungsamt kontrolliert und Parkbesucher auf die Einhaltung der Corona-Regeln hingewiesen. Zwischenfälle habe es dabei nicht gegeben.

12.21 Uhr: Zwei neue Corona-Infektionen in Brandenburg - Zahl wieder gesunken

Innerhalb eines Tages ist die Zahl der nachgewiesenen Corona-Infizierten in Brandenburg wieder gesunken. Das Gesundheitsministerium meldete am Sonntag zwei neue Fälle nach neun bestätigten Infektionen am Samstag. Die kreisfreien Städte Frankfurt (Oder) und Brandenburg an der Havel meldeten demnach jeweils einen neuen Corona-Fall.

Seit März haben sich damit in Brandenburg 4031 Menschen nachweislich mit dem Coronavirus angesteckt. Die Zahl der aktiv Erkrankten liegt den Angaben zufolge bei 157. 3701 Menschen gelten als genesen von Covid-19 - einer mehr als am Vortag. Die Zahl derjenigen, die bislang in Zusammenhang mit dem Virus starben, liegt weiterhin bei 173.

Corona-Schwerpunkt in Brandenburg ist nach wie vor die Landeshauptstadt Potsdam mit insgesamt 720 bestätigten Fällen, gefolgt vom Landkreis Potsdam Mittelmark mit 633 Infektionen.

10.03 Uhr: Brandenburgs Volkshochschulen erweitern Digitalangebot wegen Corona

Die Folgen der Corona-Krise stellen Brandenburgs Volkshochschulen (VHS) zum neuen Herbstsemester vor Herausforderungen - treiben aber auch die Digitalisierung voran. Das ergab eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur. „Einige Kursleitende haben sich mit der Nutzung der Lernplattform vhs.cloud vertraut gemacht und ihre Kurse online fortgesetzt. Dafür haben sie auch viele interessierte Teilnehmer gewinnen können“, sagte die Vorstandsvorsitzende des Volkshochschulverbands in Brandenburg, Carola Christen. Schwieriger sei es mit Kreativangeboten wie Handarbeitskursen gewesen. Die Corona-Vorgaben, aber auch die Zwangspause, brachten den VHS im Land aber erhebliche Verluste.

8.33 Uhr: Zahl schwerer Corona-Erkrankungen in Kliniken gesunken

Die Zahl der schweren Corona-Erkrankungen ist in Berlin deutlich zurückgegangen. „Wir sehen keine neuen Intensivfälle“, sagt Charité-Chef Heyo Kroemer, der das Universitätsklinikum seit einem Jahr leitet. In der Charité befinden sich derzeit zehn Patienten wegen Covid-19 auf der Intensivstation. Im Interview spricht Heyo Kroemer über die Gründe für den Rückgang und die aktuelle Corona-Lage.

+++ Sonnabend, 12. September 2020 +++

17.30 Uhr: 38 Neuinfektionen, Ampeln bleiben auf Grün

in Berlin ist keine weitere Person an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben. Die Zahl der Todesfälle bleibt bei 226. 38 neue Infektionen wurden bestätigt, 126 waren es gestern. 903 aktuelle Corona-Fälle haben wir insgesamt in Berlin, 911 waren es gestern. 11.124 Menschen gelten inzwischen als genesen.

Die Zahl der Patienten auf den Intensivstationen beträgt 16, eine Person mehr als gestern. Insgesamt liegen 49 Menschen in Krankenhäusern, fünf Personen mehr als gestern gemeldet.

Die Berliner Corona-Ampel ist für den Bereich der Reproduktionszahl mit 0,81 auf Grün. Die Werte für Neuinfektionen und die freien Intensivbetten stehen ebenfalls auf Grün.

Fallzahlen nach Bezirken

Bezirk Fallzahl Genesen
Charlottenburg-Wilmersdorf 1185 (+6) 1093
Friedrichshain-Kreuzberg 1158 (+9) 1003
Lichtenberg 700 (+8) 628
Marzahn-Hellersdorf 614 (+5) 580
Mitte 1909 (+0) 1751
Neukölln 1547 (+0) 1382
Pankow 1079 (+0) 980
Reinickendorf 922 (+8) 850
Spandau 688 (+4) 624
Steglitz-Zehlendorf 798 (+0) 732
Tempelhof-Schöneberg 1142 (+6) 1023
Treptow-Köpenick 511 (+0) 478
Berlin 12.253 (+38) 11.124

13.25 Uhr: Neun weitere Corona-Infektionen in Brandenburg nachgewiesen

Die Zahl der nachgewiesenen Corona-Infektionen in Brandenburg ist innerhalb eines Tages um neun Fälle gestiegen. Das geht aus Angaben des Gesundheitsministeriums von Samstag hervor. Von Donnerstag auf Freitag waren es noch 20 Neuinfektionen. Insgesamt liegt die Zahl der Erkrankten im Zusammenhang mit Covid-19 in ganz Brandenburg damit aktuell bei 156. Die Neuinfektionen konzentrieren sich nicht auf eine einzelne Region. Jeweils zwei neue Fälle hat es in Cottbus, Potsdam und im Landkreis Havelland gegeben, jeweils einen in den Kreisen Teltow-Fläming, Ostprignitz-Ruppin und Potsdam-Mittelmark.

11.45 Uhr: Messe braucht weitere 60 Millionen Euro

Die Messe Berlin GmbH braucht wegen der Corona-Krise eine weitere Finanzspritze vom Land. „Wir haben im ersten Nachtragshaushalt 25 Millionen Euro bekommen, im zweiten sind 60 Millionen vorgesehen“, sagte ein Sprecher der Messe am Samstag. „Wir brauchen die Liquiditätshilfen dieses Jahr.“ Beim Messegeschäft hat es als Folge der Corona-Pandemie erhebliche Einbrüche gegeben. Die Reisemesse ITB gehörte im März zu den ersten, die komplett abgesagt wurden, die auf drei Tage verkürzte Technikmesse IFA Anfang September war diesmal nur für Fachbesucher und Medienvertreter geöffnet. Zuvor hatte die „B.Z.“ darüber berichtet. Über den zweiten Nachtragshaushalt muss das Berliner Abgeordnetenhaus in diesem Herbst noch abstimmen.

11.30 Uhr: Zahl der von Corona betroffenen Lerngruppen sinkt weiter

Die Zahl der von Corona betroffenen Lerngruppen an Berlins Schulen, die deshalb geschlossen werden mussten, sinkt weiter – in der letzten Woche waren es berlinweit nur 22 Lerngruppen. 45 Schüler wurden positiv auf das Virus getestet und 16 Schulkräfte. Aufgrund der Corona-Pandemie ist momentan keine Schule in Berlin geschlossen.

Auffällig ist eine Zahl – in Lichtenberg sind acht Schüler an einer einzelnen nicht genannten Schule infiziert, dort wurde nur eine einzige Lerngruppe geschlossen. Sicherlich ein Fall, bei dem Gesundheitsamt und Schulbehörde nochmal genauer hinschauen müssen, wo und wie die Übertragungen stattgefunden haben. Außerdem sind an acht beruflichen Schulen, wozu auch die Oberstufenzentren (OSZ) gehören, berlinweit acht Lerngruppen geschlossen. Dort wurden zwölf Schüler und eine Person aus dem Schulpersonal positiv getestet.

3.31 Uhr: Trotz Pandemie - Denkmale laden zum Besuch ein

Trotz Corona-Krise findet in Berlin dieses Wochenende der 28. Tag des offenen Denkmals statt. Häufiger als sonst ist für die Führungen und Besichtigungen eine Anmeldung nötig, wie die Senatsverwaltung für Kultur am Freitag mitteilte. Die Gruppen sollen zum Schutz vor dem Virus bewusst klein gehalten werden.

In den meisten Bundesländern findet der Tag des Denkmals am 12. und 13. September nur online statt. Das Berliner Landesdenkmalamt sieht aufgrund des dezentralen Charakters aber kein erhöhtes Infektionsrisiko. Mehr als 270 Denkmale laden zum Besuch ein.

+++ Freitag, 11. September 2020 +++

20.31 Uhr: Theater, Konzert- und Opernhäuser - neues Hygienekonzept

Die Theater, Konzert- und Opernhäuser, kleine wie große Bühnen, dürfen wieder bis zu 50 Prozent ihrer Sitzplätze belegen, sofern sie über eine fest eingebaute maschinelle Belüftung verfügen. Nach dem neuen Hygienekonzept von Kultursenator Klaus Lederer (Linke) darf der Abstand von 1,5 Metern auf einen Meter verkürzt werden.

Damit wird das so genannte Schachbrett-System in den Zuschauerräumen möglich, jeder zweite Platz kann wieder angeboten werden. Mehr zahlendes Publikum ist möglich, aber der Preis dafür ist, dass alle Gäste während der Aufführungen eine Maske tragen müssen. Bislang war ein Mund-Nasen-Schutz nur für den Weg bis zum Sitzplatz vorgeschrieben. Die Senatskulturverwaltung hat die aktualisierte Fassung des Hygienerahmenkonzeptes am Donnerstag veröffentlicht. Es ist mit der Veröffentlichung in Kraft getreten, ein weiterer Beschluss durch den Senat ist nicht notwendig.

19.28 Uhr: Steuerschätzung - Berlin verliert 4,4 Milliarden Euro

Die Corona-Krise reißt wie befürchtet ein riesiges Loch in den Berliner Haushalt. Laut der aktuellen Steuerschätzung der Finanzverwaltung nimmt die Stadt in diesem Jahr 2,4 Milliarden Euro und im kommenden Jahr zwei Milliarden Euro weniger ein, als ursprünglich geplant. „Trotz der aktuellen vorsichtig positiven Signale darf nicht übersehen werden, dass die Corona-Pandemie historische Löcher in die Haushalts- und Finanzplanungen aller Gebietskörperschaften gerissen hat, die länger anhalten“, sagte Finanzsenator Matthias Kollatz (SPD) am Freitag.

17.10 Uhr: 126 Neuinfektionen, Ampeln auf Grün

in Berlin ist keine weitere Person an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben. Die Zahl der Todesfälle bleibt bei 226. 126 neue Infektionen wurden bestätigt, 139 waren es gestern. 911 aktuelle Corona-Fälle haben wir insgesamt in Berlin, 851 waren es gestern. 11.078 Menschen gelten inzwischen als genesen.

Die Zahl der Patienten auf den Intensivstationen beträgt 15, zwei Personen mehr als gestern. Insgesamt liegen 44 Menschen in Krankenhäusern, genauso viele Personen wie gestern gemeldet. Die Berliner Corona-Ampel ist für den Bereich der Reproduktionszahl mit 0,60 auf Grün. Die Werte für Neuinfektionen und die freien Intensivbetten stehen ebenfalls auf Grün.

Fallzahlen nach Bezirken

Bezirk Fallzahl Genesen
Charlottenburg-Wilmersdorf 1179 (+8) 1088
Friedrichshain-Kreuzberg 1149 (+14) 996
Lichtenberg 700 (+8) 628
Marzahn-Hellersdorf 609 (+2) 576
Mitte 1909 (+17) 1745
Neukölln 1547 (+17) 1375
Pankow 1079 (+9) 973
Reinickendorf 914 (+2) 846
Spandau 684 (+14) 624
Steglitz-Zehlendorf 798 (+6) 730
Tempelhof-Schöneberg 1136 (+28) 1020
Treptow-Köpenick 511 (+1) 477
Berlin 12.215 (+126) 11.078

16.08 Uhr: Berlinerin klagt gegen Corona-Berichte des RKI - und verliert

Die täglichen Corona-Berichte des Robert Koch- Instituts (RKI) sollen bei einer Berlinerin Urängste geweckt haben, das Infektionsgeschehen fand sie übertrieben dargestellt. Die Frau zog vor das Verwaltungsgericht und wollte dem RKI Äußerungen verbieten lassen. Die Verwaltungsrichter wiesen den Eilantrag nun als unzulässig zurück. Die Lageberichte zur Pandemie mit Zahlen zu Infizierten, Gestorbenen und Genesenen könnten nicht von Einzelpersonen gerichtlich beanstandet werden, teilte das Gericht am Freitag mit.

Die Antragstellerin hatte moniert, durch die Berichte werde ihre Menschenwürde „mit den Füßen getreten“, sie könnte durch diese traumatisiert werden. Sowohl die Regierenden als auch die Gerichte machten die RKI-Bewertungen „zum Maß aller Dinge“, so die Antragstellerin. Das Gericht stellte klar, ein Anspruch auf Unterlassung bestimmter Äußerungen bestehe unter keinem denkbaren rechtlichen Aspekt. Eine Verletzung von Grundrechten komme auch nicht in Betracht.

15.48 Uhr: Corona-Verdacht in zwei Pflegeheimen

In einem Pflegeheim in Schöneberg haben sich 15 Bewohner und sechs Mitarbeiter mit dem Coronavirus infiziert. Einige von ihnen seien ins Krankenhaus gebracht worden, wie ein Sprecher der Senatsverwaltung für Gesundheit sagte. Der Betreiber der Einrichtung habe in Absprache mit dem Gesundheitsamt entsprechende Schutzmaßnahmen eingeleitet - wie die Quarantäne der positiv Getesteten.

Weil sich den Angaben zufolge einige Mitarbeiter in häuslicher Quarantäne befinden, werde derzeit auch eine Verlegung der Heimbewohner geprüft, um ihre Versorgung zu gewährleisten. Das betroffene Pflegeheim wollte sich auf dpa-Anfrage nicht dazu äußern.

Die Feuerwehr schrieb am Freitagnachmittag auf Twitter, dass insgesamt sieben Personen aus zwei Pflegeheimen mit akuten Atemwegserkrankungen in Kliniken gebracht wurden. Nähere Informationen zu dem zweiten Pflegeheim gab es im Laufe des Nachmittags nicht.

14.40 Uhr: Kältehilfe für Obdachlose startet zum 1. Oktober - Corona-Einfluss

In wenigen Wochen werden in Berlin wieder die Unterstützungsangebote für Obdachlose ausgeweitet. Die Kältehilfe startet am 1. Oktober mit 500 Übernachtungsplätzen, wie die Sozialverwaltung am Freitag, dem Tag der Wohnungslosen, auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mitteilte. Das Angebot werde im Laufe der darauffolgenden Wochen weiter erhöht. Nach aktuellem Stand sollen am 1. November 879 Notübernachtungsplätze bereitstehen, hieß es. Vor einem Jahr hatte es ab November bereits mehr als 1000 davon gegeben.

13.12 Uhr: Drei Prozent der Berliner Lehrkräfte stehen nicht vor der Klasse

Der Anteil der Lehrer in Berlin, die während der Corona-Krise nicht in der Schule unterrichten können, ist deutlich kleiner als zunächst erwartet, aber erheblich höher als in Brandenburg. So stehen 3,1 Prozent der Lehrkräfte aus gesundheitlichen Gründen mit einer entsprechenden ärztlichen Bescheinigung nicht für den Unterricht im Klassenzimmer zur Verfügung, wie die Senatsbildungsverwaltung am Freitag auf Anfrage mitteilte.

In Berlin sind 2 Prozent der Lehrkräfte, die aus Gesundheitsgründen nicht vor Schülern unterrichten sollten, im Homeoffice und damit der größere Teil. Dagegen übernehmen 1,1 Prozent andere Aufgaben in der Schule, wie ein Sprecher der Bildungsverwaltung erklärte. Sie erstellen beispielsweise Stundenpläne, produzieren Lernvideos, betreuen Schüler, die selbst wegen Vorerkrankungen nicht am klassischen Unterricht teilnehmen können oder Lehrkräfte, die noch neu in der Schule sind.

11.56 Uhr: Tag des offenen Denkmals findet trotz Corona statt

In Berlin laden am Wochenende trotz der Corona-Krise mehr als 270 Denkmale zum Besuch ein. Beim 28. Tag des offenen Denkmals finden am 12. und 13. September die meisten Führungen und Besichtigungen vor Ort statt, es gibt aber auch digitale Angebote, wie die Senatsverwaltung für Kultur mitteilte. Das Programm zum Tag des offenen Denkmals in Berlin finden Sie hier.

11.08 Uhr: Berlins Dienstleistungsbranche in der Corona-Krise - Eine Zwischenbilanz

Die Berliner Sparkasse hat in einer volkswirtschaftlichen Analyse die Folgen der Corona-Krise in der Dienstleistungsbranche untersucht. Das sind die Ergebnisse:

  • Für die Berliner Einzelhandelsumsätze kann für das Gesamtjahr ein Nullwachstum erwartet werden - gestützt durch den Lebensmittel- und Online-Handel. Der Einzelhandel könnte wieder näher ins Wohnumfeld rücken, wenn die Menschen weiterhin von zu Hause aus arbeiten.
  • Die Gastronomie und Hotelbranche wird mit massiven Umsatzrückgängen zu kämpfen haben. Eine vollständige Rückkehr zu alten Niveaus sei nicht zu erwarten.
  • Unklar ist laut Analyse noch, wie sich die Rolle Berlins als Kultur-, Kunst- und Unterhaltungsmetropole langfristig verändert. Die Bewährung stehe noch bevor, wenn es keine staatliche Unterstützung mehr gibt.
  • Die Corona-Krise wirkt als Katalysator für Digitalisierungstrends und den Wandel zur Wissensgesellschaft. Bei den konsumnahen Dienstleistungen sind die Einschnitte tiefer und voraussichtlich auch langfristiger. Im Gegensatz dazu sind die wissensintensiven Dienstleistungsbranchen widerstandsfähiger.

7.31 Uhr: Wachtmeister verzichten auf Heldenprämie

Die Wachtmeister am Amtsgericht Tiergarten bekommen keine Corona-Heldenprämie. Das wurde nach Informationen der Berliner Morgenpost vom Personalrat, der Frauenvertretung und der Verwaltung so entschieden. Betroffen sind rund 220 Frauen und Männer. Als Grund wird die geringere Arbeitsbelastung während der Corona-Pandemie genannt.

7.26 Uhr: Berlins Kieze leuchten ab heute wieder beim Festival of Lights

Ab heute wird es vielerorts bunt in Berlin: Das Festival of Lights startet. Bedingt durch die Pandemie findet es in diesem Jahr in etwas anderer Form als gewohnt statt. Schon die Planung während der Corona-Krise sei langwieriger und komplizierter gewesen als sonst. „Wir haben versucht, immer optimistisch zu bleiben, weil wir den Menschen etwas Schönes bieten wollten“, heißt es aus dem Organisationsteam.

Um das beliebte Lichtkunstfestival trotz Corona-Pandemie stattfinden zu lassen, setzen die Veranstalter vor allem auf die Verteilung der Inszenierungen im ganzen Stadtraum und ergänzende digitale Angebote. Mehr als 100 Kunstwerke werden an mehr als 80 Orten in allen Bezirken auf einer Fläche von insgesamt 168 Quadratkilometern zu sehen sein. Beteiligt an der Gestaltung waren 40 Künstler aus acht Ländern. Mehr über das Festival of Lights lesen Sie hier.


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6 Uhr: "Schnupfenpapier" & Co. schaffen Klarheit für Eltern

„Das Kind hat Schnupfen!“ - über Monate hieß das für viele Eltern automatisch, ihren Nachwuchs daheim betreuen zu müssen. Kitas und Schulen schickten Mädchen und Jungen auch bei nur leichten Erkältungssymptomen aus Sorge vor einer Corona-Infektion wieder nach Hause oder nahmen sie gar nicht erst auf. Inzwischen können Mütter und Väter bundesweit etwas aufatmen: In den meisten Bundesländern dürfen Kinder auch mit einer Schnupfennase in Schule und Kita. Es gibt inzwischen eindeutige Empfehlungen, wie eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur (dpa) zeigt. In Sachsen-Anhalt heißen diese „Schnupfenpapier“.

3.31 Uhr: Kollatz gibt neue Steuerschätzung in Corona-Zeiten bekannt

Nach der neuen Steuerschätzung für Bund, Länder und Kommunen mit weiteren Hiobsbotschaften für die öffentlichen Haushalte will Berlins Finanzsenator Matthias Kollatz (SPD) am Freitag die Zahlen für Berlin vorlegen. Schon seit dem Frühjahr steht fest, dass die Steuereinnahmen Berlins in Folge der Corona-Krise dramatisch weggebrochen sind. Als Konsequenz will das Land im Doppelhaushalt 2020/2021 sechs Milliarden Euro Schulden aufnehmen.

Die am Donnerstag veröffentlichten Ergebnisse einer außerordentlichen Steuerschätzung legen nun nahe, dass die Erholung in Deutschland nach der Corona-Krise zögerlicher kommt als gedacht. Bund, Länder und Kommunen müssen demnach im kommenden Jahr noch einmal mit 19,6 Milliarden Euro weniger Steuereinnahmen auskommen, als im Mai erwartet. Die Steuerschätzer rechnen damit, dass erst 2022 das Vorkrisenniveau wieder erreicht ist.

+++ Donnerstag, 10. September 2020 +++

18.44 Uhr: Corona-Fälle an Pankower Kita und Schule

In einer Kita in Weißensee wurde eine Mitarbeiterin einer KIta positiv auf das Coronavirus getestet. 15 Kontaktpersonen wurden isoliert. Auch am Oberstufenzentrum Elinor Ostrom in Prenzlauer Berg gab es einen Corona-Fall. Hier wurde ein Schüler positiv auf das Virus getestet.

17.30 Uhr: 139 Neuinfektionen in Berlin, 851 aktuelle Fälle

In Berlin ist keine weitere Person an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben. Die Zahl der Todesfälle bleibt bei 226. 139 neue Infektionen wurden bestätigt, 72 waren es am Mittwoch. 851 aktuelle Corona-Fälle haben wir insgesamt in Berlin, 793 waren es am Mittwoch. 11.012 Menschen gelten inzwischen als genesen.

Die Zahl der Patienten auf den Intensivstationen beträgt 13, eine Person weniger als am Mittwoch. Insgesamt liegen 44 Menschen in Krankenhäusern, zwei Personen weniger als gestern gemeldet. Die Berliner Corona-Ampel ist für den Bereich der Reproduktionszahl mit 0,70 auf Grün. Die Werte für Neuinfektionen und die freien Intensivbetten stehen ebenfalls auf Grün.

Fallzahlen nach Bezirken

Bezirk Fallzahl Genesen
Charlottenburg-Wilmersdorf 1171 (+7) 1083
Friedrichshain-Kreuzberg 1135 (+43) 989
Lichtenberg 692 (+5) 626
Marzahn-Hellersdorf 607 (+4) 571
Mitte 1892 (+27) 1731
Neukölln 1530 (+20) 1366
Pankow 1070 (+3) 970
Reinickendorf 912 (+8) 844
Spandau 670 (+7) 617
Steglitz-Zehlendorf 792 (+0) 727
Tempelhof-Schöneberg 1108 (+10) 1012
Treptow-Köpenick 5010 (+5) 476
Berlin 12.089 (+139) 11.012

14.49 Uhr: Drachen-Festival auf Tempelhofer Feld fällt aus

Das Festival der Riesendrachen fällt wegen der Coronavirus-Pandemie in diesem Jahr aus. Das für den 19. September geplante Fest, bei dem jedes Jahr mit Beginn des Herbstes Hunderte bunte Drachen auf dem Tempelhofer Feld in den Himmel steigen, soll planmäßig nun erst im kommenden Jahr zum neunten Mal stattfinden. Jedes Jahr kamen fast 100.000 Besucher, um das Spektakel mitzuerleben. Der Veranstalter, Stadt und Land, bedauert die Absage in diesem Jahr. Mehr zum Thema lesen Sie hier.

14.21 Uhr: Knapp 200 Mitarbeiter an Brandenburger Schulen wegen Corona befreit

Fast 200 Lehrer und Mitarbeiter an Brandenburgs Schulen sind aufgrund der Ansteckungsgefahr mit dem Coronavirus vom Unterricht befreit. 187 Lehrer und acht Mitarbeiter haben Ende August ein Attest vorgelegt und gehören zur Risikogruppe, wie Bildungsministerin Britta Ernst (SPD) am Donnerstag im Bildungsausschuss mitteilte. Das seien weniger als ein Prozent, „eine sehr kleine Gruppe“, sagte sie.

Mit Blick auf die Teststrategie sagte Ernst, diese habe sich bewährt. In Brandenburg können sich Lehrer von Anfang August bis Ende November bis zu sechs Mal testen lassen. Dafür erhalten sie entsprechende Berechtigungsscheine, mit denen sie zu ihrem Hausarzt gehen können. Bei Kita-Kindern und Schülern ist eine einmalige Stichprobe bei bis zu einem Prozent der Kinder und Jugendlichen vorgesehen. Derzeit sei ein positiver Corona-Fall bei einer Lehrkraft bekannt. Eine Auswertung der Testergebnisse insgesamt soll Ende Oktober vorliegen.

13.25 Uhr: Bündnis für Saubere Schulen fordert Modellprojekte zur Schulreinigung

Fortschritte beim Thema Schulreinigung sind laut dem Bündnis für Saubere Schulen besser zu erreichen, wenn sie nicht an private Firmen vergeben wird. In einer gemeinsamen Erklärung haben sich die Initiative Schule in Not und die Gewerkschaften GEW, Verdi und IG BAU am Donnerstag daher für die möglichst schnelle Rekommunalisierung der Schulreinigung eingesetzt. Sie fordern die zuständigen Bezirksämter auf, noch in diesem Schuljahr entsprechende Modellprojekte zu starten.

Durch die Corona-Pandemie und die erhöhten Hygiene-Anforderungen sei der Handlungsbedarf noch gewachsen. In vielen Berliner Schulen fehlten zusätzliche Reinigungskräfte. „Wir hören aus den Schulen immer wieder, dass Pädagoginnen und Pädagogen gedrängt werden, Reinigungsaufgaben zu übernehmen“, kritisierte die Vorsitzende der GEW Berlin, Doreen Siebernik. Reinigungskräfte hätten außerdem nur acht Minuten Zeit für ein Klassenzimmer. Das reiche nicht. Weitere Finanzmittel seien dringend erforderlich.

12.59 Uhr: Erste Corona-Hilfen an Brandenburger Kommunen gezahlt

An Brandenburger Kommunen ging nach Angaben von Brandenburgs Finanzministerin Katrin Lange (SPD) bereits eine erste Tranche der angekündigten Corona-Hilfe. Insgesamt seien es 98,9 Millionen Euro, sagte Lange am Donnerstag im Haushaltsausschuss des Brandenburger Landtages.Damit werden Kommunen unterstützt und ein Beitrag zur Stabilisierung ihrer Haushalte geleistet, betonte sie. Die erste Rate komme etwa 373 Gemeinden zugute.

Den Gemeinden werden damit 50 Prozent der Mindereinnahmen des laufenden Jahres bei Gewerbe-, Grundsteuern sowie den Gemeindeanteilen bei Einkommen- und Umsatzsteuer erstattet. Zudem werden die vom Bund in Aussicht gestellten 92,3 Millionen Euro für den Gewerbesteuerausgleich weitergeleitet. Die Verwendung sei geregelt, wie mit den kommunalen Spitzenverbänden vereinbart. Lange betonte, dass jene Gemeinden als erste berücksichtigt werden, die im ersten Quartal tatsächlich wirtschaftliche Folgen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum verzeichneten. Die endgültige Verteilung richte sich nach den tatsächlichen Steuerrückgängen.

12.05 Uhr: 4000 Corona-Infektionen seit März in Brandenburg

Seit März haben sich in Brandenburg 4000 Menschen nachweislich mit dem Coronavirus infiziert. Diese Zahl meldete das Gesundheitsministerium am Donnerstag. Von Mittwoch zu Donnerstag kamen demnach neun neue Fälle hinzu, von Dienstag zu Mittwoch waren es elf. Allein im Kreis Havelland wurden drei neue Infektionen festgestellt. Insgesamt haben sich dort bislang 225 Menschen infiziert.

Im Kreis Potsdam Mittelmark wurden zwei neue Fälle registriert. Dort stieg die Zahl der Corona-Infektionen auf insgesamt 631. Der Landkreis gilt neben Potsdam zu den Corona-Schwerpunkten im Land. In der Landeshauptstadt sind mit 713 die meisten Infektionen registriert. Jeweils einen Fall meldeten die Landkreise Dahme-Spreewald,Elbe-Elster, Oberhavel und Teltow-Fläming.

Aktuell werden zwei Menschen in Krankenhäusern behandelt, aber niemand intensivmedizinisch beatmet. Bislang starben 173 Menschen im Zusammenhang mit einer Sars-CoV-2-Infektion. 3694 Menschen gelten als genesen.

4.13 Uhr: Brandenburgs Schlösser richten sich auf Herbst und Winter ein

Brandenburgs Schlösser werden auf die nächsten Monate und die Wintersaison vorbereitet. „Es ist eine Herausforderung in diesem Jahr“, sagte die Direktorin der Abteilung Schlossmanagement der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg, Kerstin Schilling. „Normalerweise haben wir Führungsbetrieb in den Häusern.“ Diese Saison sei vieles anders.

Derzeit plane man in kleinen Schritten, die Corona-Entwicklungen immer im Blick. Dort, wo es von den Räumlichkeiten her möglich sei, werden nun Führungen mit kleinen Gruppen angeboten - so beispielsweise im Schloss Königs Wusterhausen, der Herbstresidenz von König Friedrich Wilhelm I.,und im Schloss Caputh. Daneben solle es kleinere Veranstaltungen in und vor den Häusern geben, kündigte die Schlösserstiftung an.

Im Schloss Sanssouci in Potsdam werden derzeit alle zehn Minuten zehn Personen eingelassen, um die Abstandsregeln einzuhalten. Üblich waren 30 bis 40 Menschen alle fünf Minuten. Täglich besuchten rund 430 Menschen das Schloss. Zu normalen Zeiten seien es 1600 Besucher gewesen.

3.32 Uhr: Landtagsausschuss berät über Brandenburger Corona-Hilfen

Aus dem Corona-Rettungsschirm für Brandenburg von bis zu zwei Milliarden Euro sind nach Angaben von Finanzministerin Katrin Lange (SPD) bisher rund 780 Millionen Euro Hilfen geflossen. Das entspricht einem Anteil von knapp 40 Prozent. Lange, Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher (Grüne) und Bildungsministerin Britta Ernst (SPD) berichten den Haushaltspolitikern des Landtags am Donnerstag (10.00 Uhr) in Potsdam über die Hilfsmaßnahmen von Bund und Land.

Um die Auswirkungen der Corona-Krise weiter abzufedern, plant die rot-schwarz-grüne Landesregierung für das nächste Jahr rund 1,9 Milliarden neue Schulden. Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) hatte am Dienstag gesagt, die Landesregierung habe sich diese Entscheidung nicht leicht gemacht. „Es dient lediglich dazu, die Wirtschaft und damit die Basis für kommende Steuereinnahmen zu stabilisieren“, sagte er.

+++ Mittwoch, 9. September 2020 +++

17.19 Uhr: 72 Neuinfektionen in Berlin, Ampeln bleiben auf Grün

In Berlin ist keine weitere Person an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben. Die Zahl der Todesfälle bleibt bei 226. 72 neue Infektionen wurden bestätigt, 87 waren es am Dienstag. 793 aktuelle Corona-Fälle haben wir insgesamt in Berlin, 819 waren es Dienstag. 10.931 Menschen gelten inzwischen als genesen. Die Zahl der Patienten auf den Intensivstationen beträgt 14, zwei Personen weniger als Dienstag. Insgesamt liegen 46 Menschen in Krankenhäusern, genau so viele Personen wie gestern gemeldet.

Die Berliner Corona-Ampel ist für den Bereich der Reproduktionszahl mit 0,96 auf Grün. Die Werte für Neuinfektionen und die freien Intensivbetten stehen ebenfalls auf Grün.

Fallzahlen nach Bezirken

Bezirk Fallzahl Genesen
Charlottenburg-Wilmersdorf 1164 (+4) 1074
Friedrichshain-Kreuzberg 1092 (+0) 980
Lichtenberg 687 (+3) 621
Marzahn-Hellersdorf 603 (+2) 571
Mitte 1865 (+22) 1714
Neukölln 1510 (+5) 1358
Pankow 1067 (+12) 956
Reinickendorf 904 (+4) 839
Spandau 663 (+0) 613
Steglitz-Zehlendorf 792 (+3) 726
Tempelhof-Schöneberg 1098 (+12) 1004
Treptow-Köpenick 505 (+5) 475
Berlin 11.950 (+72) 10.931

14.55 Uhr: Verbraucherzentrale in Corona-Zeiten: Anfragen mehr als verdoppelt

Durch die Corona-Pandemie hat sich die Zahl der Beratungen bei der Berliner Verbraucherzentrale seit März mehr als verdoppelt. Gerade zum Thema Reisen habe es erheblichen Informationsbedarf gegeben, teilte die Senatsverwaltung für Verbraucherschutz am Mittwoch weiter mit. Zwischen März und Juni wurden demnach so viele Anfragen zum Reiserecht wie im gesamten Jahr 2019 registriert. Allein im Mai hatten rund 7000 Berlinerinnen und Berliner Kontakt zur Verbraucherzentrale. Im Mai des Vorjahres waren es hingegen 3000. Viele Fragen seien auch zu Dauerverträgen gestellt worden, etwa zur Nutzung von Fitnessstudios. Dritter Beratungsschwerpunkt waren laut Mitteilung Ansprüche wegen verbotener Konzerte, Fußballspiele, Hochzeitsfeiern und Abibällen.


Verbraucherschutzsenator Dirk Behrendt (Grüne) erklärte, der hohe Beratungsbedarf zeige, dass die Pandemie die Menschen im Alltag verunsichere. Daher sei es gerade in diesen Zeiten gut, wenn die Berliner durch kompetente Beratung unterstützt würden.
Dörte Elß, Vorstand der Verbraucherzentrale Berlin, unterstrich, die Zentrale sei eine Notrufzentrale für Menschen, die dringend Hilfe benötigten. Die Beratung sei zu Beginn der Corona-Krise komplett auf telefonische Kontakte und E-Mails umgestellt worden. Neueste Informationen gebe es zudem auf der Homepage, auch individuell anzupassende Musterbriefe könnten abgerufen werden.

Die Senatsverwaltung für Justiz, Verbraucherschutz und Antidiskriminierung fördert die Verbraucherzentrale in diesem Jahr mit rund 1,5 Millionen Euro. Hinzu komme die Förderung einzelner Projekte, hieß es.

14.08 Uhr: Umfrage zum Homeschooling in Pankow bestätigt erhebliche Probleme

Das Homeschooling während des Corona-Lockdowns im Frühjahr war mit erheblichen Schwierigkeiten für Schüler und Eltern verbunden. Das bestätigt jetzt eine Umfrage im Bezirk Pankow. 40 Prozent der Haushalte im Bezirk Pankow waren während der Schulschließungen im Frühjahr nicht ausreichend technisch für den digitalen Fernunterricht ausgestattet, 25 Prozent hatten keinen Drucker zu Hause, um Arbeitsblätter auszudrucken, die sie von Lehrkräften zugesandt bekamen. Zehn Prozent hatten überhaupt keine Technik vor Ort. Das ergab eine Umfrage des Bezirkselternausschusses in Pankow bei 4483 Eltern.

Fast alle der knapp 7000 Schüler, die hier im Fokus standen, brauchten während des Homeschoolings die Unterstützung ihrer Eltern: 99 Prozent der Grundschüler, 90 Prozent der Sekundarschüler und 87 Prozent der Gymnasiasten. 48 Prozent der Grundschuleltern waren unzufrieden mit dem Fernunterricht. Kein Wunder – 25 Prozent der Grundschul-Pädagogen haben während der Schulschließung in Pankow überhaupt nicht mit ihren Schülern kommuniziert.

13.58 Uhr: Langer Applaus im Bundestag für couragierte Polizisten

Der Bundestag hat am Mittwoch Polizisten gedankt, die sich dem Vordringen von Demonstranten zum Reichstagsgebäude in Berlin entgegengestellt hatten. Für die Beamten, die auf der Tribüne des Plenarsaals saßen, gab es langen Applaus. „Die Polizei braucht unsere Unterstützung und sie verdient sie“, sagte Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble (CDU). Schäuble sagte mit Blick auf die Demonstration, es gebe „Grenzen des Anstands“, wie weit man sich von Extremisten instrumentalisieren lasse. Solche Szenen dürften sich nicht wiederholen. Das Demonstrationsrecht sei ein hohes Gut, es müsse aber verantwortlich genutzt werden. Das Gewaltmonopol des Staates dürfe nicht in Frage gestellt werden, sagte Schäuble auch mit Blick auf linksextreme Ausschreitungen in Leipzig.

13.34 Uhr: Verfassungsschutz - Besetzung von Reichstagstreppe nicht vorhersehbar

Der Berliner Verfassungsschutz hat die kurzzeitige Besetzung der Reichstagstreppe bei der Corona-Demonstration am 29. August als „spontane“ und nicht vorhersehbare Aktion eingeordnet. Zwar habe es davor zahlreiche Aufrufe dieser Art im Internet gegeben, sagte der Chef des Verfassungsschutzes, Michael Fischer, am Mittwoch im entsprechenden Ausschuss des Abgeordnetenhauses. Da seien aber häufige und typische „Verbalaggressionen“ in der Reichsbürgerszene gewesen. Der Verfassungsschutz und das Landeskriminalamt hätten sich in den Tagen vor der Demonstration ständig und intensiv auf Arbeits- und Führungsebene ausgetauscht. „Es war nach unseren Informationen selbst für Szeneangehörige nicht vorhersehbar, dass es tatsächlich gelingen würde, auf die Reichstagstreppe zu gelangen“.

Unter den knapp 40.000 Demonstranten waren laut Fischer zufolge mindestens 2500 bis 3000 Menschen aus der Reichsbürgerszene und rechtsextremistischen Gruppen. Diese Demonstranten seien anhand von Bekleidung, Fahnen und Slogans erkennbar gewesen, wie eine erste Auswertung von Filmen und Fotos ergeben habe. Dazu seien weitere Menschen aus dem Umfeld der Szenen mit Sympathien für das Spektrum unterwegs gewesen. Endgültige Zahlen lägen noch nicht vor, weil die Auswertung des umfassenden Materials durch die Verfassungsschutzbehörden des Bundes und der Länder noch andauere.

10.53 Uhr: Elf neue Corona-Fälle in Brandenburg - Zahl leicht gesunken

Die Zahl der registrierten Corona-Infektionen in Brandenburg ist gegenüber dem Vortag leicht gesunken. Während es von Montag zu Dienstag noch 19 Fälle waren, meldete das Gesundheitsministerium am Mittwoch elf neue Infektionen. Allein im Landkreis Havelland wurden vier neue Fälle registriert. Dort stieg die Zahl der Corona-Infektionen auf insgesamt 222. Die Landkreise Märkisch-Oderland und Dahme-Spreewald und die kreisfreie Stadt Potsdam meldeten jeweils zwei neue bestätigte Fälle. Der Kreis Uckermark registrierte eine neue Infektion.

Damit haben sich seit März 3991 Menschen im Land mit dem Coronavirus angesteckt. Drei Menschen werden im Krankenhaus behandelt, einer wird intensivmedizinisch beatmet. Die Zahl der aktiv Erkrankten liegt derzeit bei 138. Bislang starben 173 Menschen im Zusammenhang mit einer Sars-CoV-2-Infektion. 3680 Menschen gelten als genesen - 19 mehr als am Tag zuvor.

Corona-Schwerpunkte sind weiterhin die Landeshauptstadt Potsdam mit 713 Corona-Infektionen, gefolgt vom Landkreis Mittelmark (629) und dem Kreis Barnim (470). Die wenigsten Fälle wurden mit 45 bislang aus der kreisfreien Stadt Cottbus gemeldet, im Kreis Prignitz wurden 47 Infektionen registriert.

7.26 Uhr: Veranstaltungswirtschaft beklagt Existenznot - Demo in Berlin

Die Veranstaltungswirtschaft sieht sich durch die Corona-Krise in Existenznot und will am Mittwoch um 12.05 Uhr in Berlin demonstrieren. Wie das Bündnis #AlarmstufeRot mitteilte, wollen Initiativen und Verbände für sofortige Gespräche und finanzielle Hilfen auf die Straße gehen. „Die vergessene Branche steht in großen Teilen unmittelbar vor dem Kollaps“, hieß es mit Verweis auf monatelangen Wegfall von Umsätzen durch die Corona-Pandemie. Die Organisatoren erwarten nach eigenen Angaben 5000 bis 10.000 Teilnehmer bei der Demonstration in der Hauptstadt. Auch Lastwagen sollen bei der Aktion dabei sein.

Demonstranten wollten zudem symbolisch ihr letztes Hemd vor dem Reichstagsgebäude niederlegen, kündigte das Bündnis an. Eine Kundgebung soll es am Nachmittag unter anderem am Brandenburger Tor geben. Bei der Veranstaltungswirtschaft geht es um unterschiedliche Berufssparten, darunter Eventagenturen, Messe- und Bühnenbau, Veranstaltungstechnik, Konzertveranstalter und Schausteller.

+++ Dienstag, 8. September 2020 +++

18.28 Uhr: Opposition will Corona-Hilfen für Berliner Flughäfen stoppen

Grüne, Linke und FDP im Bundestag wollen Corona-Hilfen des Bundes für die Flughafengesellschaft Berlin-Brandenburg vorerst stoppen. In einem gemeinsamen Antrag für den Haushaltsausschuss am Mittwoch fordern sie zunächst eine „detaillierte Übersicht der konkreten und tatsächlich entstandenen Corona-Schäden der Flughafen Berlin Brandenburg GmbH“. Zuerst hatte der rbb über den Antrag berichtet, er liegt auch der Deutschen Presse-Agentur vor.

Bevor nicht klar sei, wie groß die Ausfälle wegen der Corona-Krise seien, dürfe kein neues Steuergeld fließen, sagte der Grünen-Haushälter Sven-Christian Kindler dem Sender. Anfang September hatte Finanzstaatssekretärin Bettina Hagedorn dem Ausschuss mitgeteilt, dass die Liquidität der Flughafengesellschaft ab Oktober nicht mehr gesichert sei. Das Finanzministerium wolle daher fast 26 Millionen Euro als Zuschuss und ein Darlehen von rund 52 Millionen Euro zur Verfügung stellen. Weitere Mittel sollten die Länder Berlin und Brandenburg beisteuern.

18.18 Uhr: SPD-Fraktion unterstützt Corona-Bonus für Krankenhaus-Pflegekräfte

Die Brandenburger Landtags-SPD hält den geplanten Corona-Bonus für Krankenschwestern und -Pfleger - nicht nur für Kräfte in Pflegeheimen - für richtig. „Ich hoffe, dass dieser Schritt nicht kleiner ausfällt, als das etwa bei der Prämie für Pflegeheime der Fall ist“, sagte SPD-Fraktionschef Erik Stohn am Dienstag in Potsdam. Seine Fraktion werde sich dafür einsetzen, dass das Land auch diesen Bonus mit je 500 Euro mittrage. „Mit der Solidarität ist es wie mit der Schwangerschaft: Halbschwanger geht nicht.“ Die Linksfraktion fordert seit längerem, auch Pflegekräfte in Krankenhäusern zu unterstützen.

18.01 Uhr: Champions League erneut verschoben: Eisbären starten erst im November

Die Eisbären Berlin müssen länger als erwartet auf ihr erstes Pflichtspiel in der neuen Eishockey-Saison warten. Weil die Champions Hockey League (CHL) am Dienstag beschloss, den Turnierbeginn wegen der anhaltenden Unsicherheiten im Zuge der Corona-Pandemie erneut zu verschieben, starten die Hauptstädter nun erst am 17. November beim schwedischen Spitzenclub Luleå HF in den Eishockey-Europapokal.

Nach den vorherigen Planungen hätten die Berliner ihr Erstrunden-Hinspiel bereits am 6. Oktober austragen sollen. Eisbären-Geschäftsführer Peter John Lee begrüßte die Terminverschiebung: „Das passt uns sehr“, sagte er. „Wir werden dann im November viel Eishockey spielen. Aber das ist gut.“

17.53 Uhr: Berliner Literaturfestival beginnt mit Mario Vargas Llosa

In Berlin beginnt am Mittwoch (18.00 Uhr) das 20. Internationale Literaturfestival. Es findet auch in Corona-Zeiten mit Live-Veranstaltungen und Publikum statt. Der peruanische Literaturnobelpreisträger Mario Vargas Llosa wird im Kammermusiksaal der Philharmonie die Eröffnungsrede halten. Am Donnerstag diskutiert Llosa dort mit Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier unter anderem über Europa und Lateinamerika in Zeiten der Pandemie.

17.23 Uhr: 87 Neuinfektionen in Berlin, alle Ampeln auf Grün

In Berlin ist keine weitere Person an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben. Die Zahl der Todesfälle bleibt bei 226. 87 neue Infektionen wurden bestätigt, 65 waren es am Montag. 819 aktuelle Corona-Fälle haben wir insgesamt in Berlin, 825 waren es Montag. 10.833 Menschen sind inzwischen genesen.

Die Zahl der Patienten auf den Intensivstationen beträgt 16, fünf Personen mehr als Montag gemeldet. Insgesamt liegen 46 Menschen in Krankenhäusern, neun Personen mehr als am Montag gemeldet.

Die Berliner Corona-Ampel ist für den Bereich der Reproduktionszahl mit 1,02 auf Grün. Die Werte für Neuinfektionen und die freien Intensivbetten stehen ebenfalls auf Grün.

Fallzahlen nach Bezirken

Bezirk Fallzahl Genesen
Charlottenburg-Wilmersdorf 1160 (+5) 1067
Friedrichshain-Kreuzberg 1092 (+18) 968
Lichtenberg 684 (+4) 614
Marzahn-Hellersdorf 601 (+1) 570
Mitte 1843 (+8) 1692
Neukölln 1505 (+35) 1347
Pankow 1055 (+10) 945
Reinickendorf 900 (+3) 835
Spandau 663 (+0) 603
Steglitz-Zehlendorf 789 (+2) 721
Tempelhof-Schöneberg 1086 (+0) 998
Treptow-Köpenick 500 (+1) 473
Berlin 11.878 (+87) 10.833

17.22 Uhr: Hohe Umsatzverluste der Berliner Gastronomie in Corona-Krise

Die vom Tourismus geprägte Berliner Gastronomie hat mit massiven Umsatzeinbußen zu kämpfen. Einer Umfrage des Berliner Hotel- und Gaststättenverbands zufolge lag der Rückgang seit März im Vergleich zum Vorjahreszeitraum bei 60 Prozent. Zudem fürchten demnach rund 82 Prozent der befragten Unternehmer der Branche in der Hauptstadt um ihre Existenz, wie der Verband am Dienstag mitteilte. In einer ähnlichen Umfrage des Bundesverbands lag dieser Wert bundesweit zuletzt bei mehr als 60 Prozent.

Rund 40 Prozent der Berliner Gastro-Betriebe gaben in der landesweiten Befragung an, den größten Teil ihres Umsatzes mit Touristen zu machen. Neben den internationalen Urlaubstouristen fehlen aber in diesem Jahr auch die Besucher großer Veranstaltungen wie Messen, Kongresse, Konzerte oder Sportveranstaltungen, die aufgrund der Krise allesamt abgesagt wurden.

17.13 Uhr: Meldestelle Rias: 68 antisemitische Vorfälle im Corona-Kontext

Im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie sind in Berlin 68 antisemitische Vorfälle von einer Meldestelle erfasst worden. Dabei ging es zwischen dem 15. März und 16. Juli sowohl um Demonstrationen als auch um Ereignisse im kleineren Rahmen, wie die Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus (Rias) in einer am Dienstag veröffentlichten Untersuchung feststellte.

21 Äußerungen fielen bei Kundgebungen gegen die Corona-Regeln, wo es zu antisemitischen Beschimpfungen oder Bemerkungen kam oder Verschwörungstheorien verbreitet wurden. Unter weiteren 47 antisemitischen Vorfällen mit Corona-Bezug waren Beleidigungen auf der Straße, Schmierereien an Hauswänden und Plakate. Außerdem gab es Taten im Internet wie antisemitische Massenzuschriften sowie Störungen von Online-Veranstaltungen jüdischer Organisationen.

15.33 Uhr: Wintergarten Variete eröffnet mit 20er Jahre Show

Das Wintergarten Varieté präsentiert das Programm "Golden Years - Die 20er Jahre Varieté Revue No 2" über den Glamour der Zwanziger. Nach der Schließzeit wegen der Corona-Epidemie ist das Haus ab 23. September wieder geöffnet. Die lange Schließzeit wurde für umfangreiche Umbauten genutzt.

14.52 Uhr: Brandenburger Regierung plant neue Milliarden-Schulden für 2021

Die rot-schwarz-grüne Brandenburger Landesregierung plant angesichts der Corona-Krise im nächsten Jahr erneut Schulden in Milliardenhöhe. Sie kündigte am Dienstag nach einer Kabinettssitzung zum Haushalt Pläne für eine Kreditaufnahme von rund 1,9 Milliarden Euro an. Der Grund seien schwerwiegende Folgen der Corona-Pandemie, die voraussichtlich bis weit ins nächste Jahr anhielten. Die Regierung will den Landtag bitten, erneut eine außergewöhnliche Notsituation zu erklären. Der Großteil der neuen Schulden ist für ein Sondervermögen bestimmt, das bis 2023 reichen soll.

Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) hält die geplanten neuen Schulden für notwendig. „Wir können und wir dürfen aus meiner Überzeugung auch nicht gegen die Krise ansparen“, sagte er.

11.02 Uhr: Illegale Hasenheide-Party: Kosten laut Bezirk fast 90.000 Euro

Nach der aufsehenerregenden illegalen Party in der Berliner Hasenheide Ende Juli beziffert der Bezirk Neukölln die Kosten für Reinigung und Schäden an Pflanzen auf knapp 88.000 Euro. Das geht aus einer noch unveröffentlichten Antwort der Innenverwaltung auf eine parlamentarische Anfrage des FDP-Abgeordneten Bernd Schlömer hervor, über die der „Berliner Kurier“ berichtet und die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt.

Neuköllns Bezirksbürgermeister Martin Hikel zeigte sich am Dienstag verärgert: „Spätestens mit dieser Bilanz sollte allen klar sein, dass Partys in Grünanlagen keine Option sind“, erklärte der SPD-Politiker auf dpa-Anfrage. Es gehe um Müllentsorgung, noch gravierender seien aber die Schäden an der Vegetation, so Hikel.

Bei der Party in der Nacht auf den 26. Juli hatten nach Polizeiangaben rund 3000 Menschen im Park gefeiert. Die Auflösung dauerte mehrere Stunden. Auf eine Frage Schlömers zu den Kosten für den Polizeieinsatz schrieb die Innenverwaltung, dies werde nicht gesondert erhoben. Laut Aufstellung des Bezirks wurden in dem Park gerade erneuerte Rasenflächen komplett zerstört, Kostenpunkt rund 40.000 Euro (netto). Flächen mit Sträuchern seien großflächig zerstört worden, dies schlage mit geschätzt 30.000 Euro (netto) zu Buche. Unter anderem mussten Flächen wegen Fäkalien gewässert und Glasscherben, Konfetti, Kronkorken und Kippen abgeharkt werden. Hikel betonte, er wolle, dass Grünanlagen zur Erholung für alle dienen. „Und das geht nur, wenn wir sie schützen und besser pflegen können.“

„Unorganisierte Zusammenkünfte wie die illegale Party in der Hasenheide sind höchst riskant und aktuell unangebracht, auch wenn sich Einige danach sehnen sollten“, erklärte FDP-Politiker Schlömer. Darüber hinaus belasteten sie die städtische Gemeinschaft und die Haushalte. „90.000 Euro sind zu viel.“

Lesen Sie auch: Corona-Partys in Berlin werden als Kundgebung getarnt

10.59 Uhr: Zahl der Corona-Infizierten in Brandenburg steigt wieder

Innerhalb eines Tages ist die Zahl der neuen Corona-Fälle in Brandenburg wieder gestiegen. Nach nur einer Infektion von Sonntag zu Montag meldete das Gesundheitsministerium am Dienstag 19 neue bestätigte Infektionen. Allein im Landkreis Potsdam-Mittelmark wurden sieben neue Fälle registriert. Dort stieg die Zahl der Corona-Infektionen auf insgesamt 629. In Potsdam sind mit drei neuen Fällen nun insgesamt 711 Infizierte gemeldet. Sowohl die Landeshauptstadt als auch der Landkreis gelten als Corona-Schwerpunkte in Brandenburg.

10.24 Uhr: Corona-Zeit: Berliner vermissten vor allem ihre Sportvereine

Die Berliner haben einer Online-Umfrage zufolge in der Corona-Zeit im Frühjahr am meisten ihre Sportvereine, Selbsthilfegruppen, Clubs und Tanzlokale vermisst. „Die Menschen, die bis jetzt an der Umfrage teilnahmen, sehnten sich während der Corona-Schließungen gerade nach den Orten, an denen sie normalerweise sowohl Bekannte wiedersehen als auch mit Fremden ins Gespräch kommen“, sagte Talja Blokland, Professorin am Georg-Simmel-Zentrum für Metropolenforschung an der Humboldt-Universität. „Wir brauchen diese Orte für unser Leben, und die Stadt braucht sie für ihren Zusammenhalt. Es wäre völlig falsch, Sportvereine, Fußballstadien oder Tanzclubs für Orte überflüssigen Vergnügens zu halten“, betonte sie.

Auffällig stark vermissten die Fans des 1.FC Union ihre Alte Försterei: Sie tun sich der Umfrage zufolge deutlich schwerer mit dem Verlust der Stadionbesuche als die Herthaner, die bislang an der Studie teilnahmen. Die Aktivitäten „Sport in einem Verein machen“ (8,3) und „Stadionbesuch Union Berlin“ (8,1) erhielten bislang die höchsten Durchschnittswerte, gefolgt von Selbsthilfegruppen, Clubs/Diskos/Tanzlokal (jeweils rund 7,8) und Fitnessstudios (7,6). Spiellokale (4,5) und Einkaufszentren (4,7) erreichten die geringsten Werte. An der Umfrage „Städtisches Leben während Corona“ haben bislang mehr als 2000 Menschen teilgenommen. Hier geht es zu der Umfrage.

10.08 Uhr: Verfassungsschutz mit Lageanalyse zu großer Corona-Demonstration

Der Berliner Verfassungsschutz hat die Demonstration gegen die Corona-Regeln am 29. August beobachtet und ausgewertet und stellt am Mittwoch dazu eine Analyse vor. Die Regierungsfraktionen SPD, Linke und Grüne setzten das Thema auf die Tagesordnung des Parlamentsausschusses für Verfassungsschutz. Dabei geht es auch um die Frage, ob diese Art von Demonstrationen zuletzt dem Aufschwung und der Vernetzung der rechtsradikalen Szene diente.

Bei der Demonstration, die von der Stuttgarter Initiative Querdenken 711 organisiert wurde, hatten laut Polizei knapp 40.000 Menschen protestiert. Insgesamt wurden nach dem letzten Stand der Auswertung 59 Polizisten leicht verletzt. Die Polizei zeigte etwas mehr als 500 Straftaten und Ordnungswidrigkeiten an.

+++ Montag, 7. September 2020 +++

18.26 Uhr: 65 Neuinfektionen in Berlin, alle Ampeln weiter auf Grün

In Berlin ist keine weitere Person an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben. Die Zahl der Todesfälle bleibt bei 226. 65 neue Infektionen wurden bestätigt, 24 waren es gestern. 825 aktuelle Corona-Fälle haben wir insgesamt in Berlin, 838 waren es gestern. 10.740 Menschen sind inzwischen genesen.

Die Zahl der Patienten auf den Intensivstationen beträgt 11, eine Person weniger als gestern gemeldet. Insgesamt liegen 37 Menschen in Krankenhäusern, eine Person weniger als gestern gemeldet.

Die Berliner Corona-Ampel ist für den Bereich der Reproduktionszahl mit 1,01 auf Grün. Die Werte für Neuinfektionen und die freien Intensivbetten stehen ebenfalls auf Grün.

Fallzahlen nach Bezirken

Bezirk Fallzahl Genesen
Charlottenburg-Wilmersdorf 1155 (+10) 1056
Friedrichshain-Kreuzberg 1074 (+0) 959
Lichtenberg 680 (+6) 610
Marzahn-Hellersdorf 600 (+6) 569
Mitte 1835 (+23) 1674
Neukölln 1470 (+0) 1334
Pankow 1045 (+5) 933
Reinickendorf 897 (+0) 832
Spandau 663 (+1) 599
Steglitz-Zehlendorf 787 (+4) 717
Tempelhof-Schöneberg 1086 (+4) 988
Treptow-Köpenick 499 (+6) 469
Berlin 11.791 (+65) 10.740

18.21 Uhr: Neues Corona-Darlehens-Programm soll Unternehmen weiter stützen

Mit einem neuen Corona-Darlehens-Programm will Brandenburg mittelständische Unternehmen und Startups weiter unterstützen, die wegen der Corona-Krise finanziell in Schwierigkeiten sind. Ab sofort können an die Investitionsbank des Landes (ILB) Finanzierungsanfragen gestellt werden, wie das Wirtschaftsministerium am Montag mitteilte. Das Volumen des Programms beläuft sich auf insgesamt 14 Millionen Euro. Es gehört zur sogenannten Säule II der von der Bundesregierung angekündigten Hilfsmaßnahmen zur Unterstützung von kleinen und mittleren Unternehmen und Startups.

Das Finanzierungsvolumen der ILB für die Darlehen bewegt zwischen 100.000 Euro und maximal 750.000 Euro. Die Mittel stehen laut Ministerium Unternehmen zur Verfügung, die bis zum 31.12.2019 noch nicht in finanziellen Schwierigkeiten waren und nachweislich wegen Corona Finanzierungbedarf haben. Die Corona-Krise und die daraus resultierenden finanziellen und wirtschaftlichen Herausforderungen belasteten vor allem Startups und kleinere Mittelständler stark, berichtete der ILB-Vorstandschef Tillmann Stenger. „Insbesondere Startups berichten über momentan äußerst zurückhaltende Investoren.“

18.14 Uhr: Hertha-Stürmer Piatek muss in Quarantäne - Kein Einsatz im Pokal

Hertha BSC muss im DFB-Pokalspiel bei Eintracht Braunschweig ohne seinen Stürmer Krzysztof Piatek auskommen. Wie Trainer Bruno Labbadia am Montag nach dem Training des Berliner Fußball-Bundesligisten mitteilte, muss sich der 25 Jahre alte Pole nach der Rückkehr vom Länderspiel in Bosnien-Herzegowina am Dienstag in eine fünftägige Quarantäne begeben. Diese Entscheidung habe das zuständige Berliner Gesundheitsamt wegen der Corona-Lage in Bosnien-Herzegowina getroffen. Ein Einsatz am Freitag ist somit nicht möglich.

„Das ist schade, wie das gelaufen ist, vor allem sind wir die Leidtragenden. Für uns ist es ärgerlich und für den Spieler bitter“, sagte Labbadia. Piatek war entgegen der Absprachen von Hertha BSC mit dem polnischen Fußball-Verband doch in das Corona-Risikogebiet Bosnien-Herzegowina gereist.

17.39 Uhr: Nur ein Viertel so viele Flugpassagiere wie üblich in Berlin

Wenige Wochen vor der geplanten Eröffnung des neuen Hauptstadtflughafens BER ist Berlin noch weit von früheren Passagierzahlen entfernt. In Tegel und Schönefeld gab es im August nur gut ein Viertel so viele Passagiere wie vor einem Jahr, wie der Flughafenbetreiber am Montag mitteilte.

Eine Rückkehr zu alten Zeiten scheint vorerst nicht in Sicht: Zwar laufe der Betrieb auch unter Corona-Bedingungen stabil, sagte Geschäftsführer Engelbert Lütke Daldrup. „Allerdings beobachten wir mit Sorge, dass immer mehr Länder zu Risikogebieten erklärt werden oder dass andere Länder Deutschland zum Risikogebiet erklären.“

Konkret wurden im August 828.728 Fluggäste gezählt, davon 535.058 in Tegel. An beiden Flughäfen zusammen gab es 9619 Starts und Landungen. Das entspricht gut 38 Prozent des Vorjahreswertes. Im vergangenen Jahr hatten 35,6 Millionen Passagiere die Flughäfen Tegel und Schönefeld genutzt. Das war ein Rekordwert. Der neue Flughafen soll am 31. Oktober ans Netz gehen.

17.32 Uhr: Gaststättengewerbe zieht Zwischenbilanz in Corona-Krise

Die Corona-Krise hat das Hotel- und Gaststättengewerbe besonders hart getroffen. Monatelang waren Kneipen dicht und Hotels leer. Noch immer hat sich der Betrieb nicht normalisiert - auch, weil viele Touristen fehlen. Am Dienstag (11.00 Uhr) will der Hotel- und Gaststättenverband Dehoga eine Zwischenbilanz ziehen - rund sechs Monate, nachdem die Pandemie in Deutschland angekommen ist. Besonders dramatisch ist die Lage dem Verband zufolge in der Stadt- und Tagungshotellerie sowie bei den Eventcaterern, Diskotheken und Clubs.

Hauptgeschäftsführerin Ingrid Hartges und Präsident Guido Zöllick wollen über die aktuelle Lage informieren und eine Einschätzung geben über die weiteren Aussichten der Branche. Jüngst hatte der Berliner Dehoga-Landesverband die Debatte um Heizpilze in Gastro-Außenbereichen mit der Forderung angefacht, diese im Herbst trotz ihrer Umweltschädlichkeit aufstellen zu dürfen, um Gäste draußen länger bewirten zu können.

16.58 Uhr: Minister Steinbach lobt Erlebnisbad Tropical Islands in Corona-Zeit

Brandenburgs Wirtschaftsminister Jörg Steinbach hat der Urlaubswelt Tropical Islands in Krausnick (Dahme-Spreewald) verantwortungsvolles Handeln in der Corona-Pandemie bescheinigt. Seit der Wiedereröffnung nach dem Lockdown nehme die Geschäftsführung ihre Verantwortung ernst und fahre bewusst „mit halber Kraft“, um die Besucherzahlen zu regulieren, sagte der SPD-Politiker am Montag bei der Einweihung von weiteren neuen Ferienhäusern. Als größter touristischer Arbeitgeber im Land habe das Freizeitresort den Beschäftigten gegenüber äußerst verantwortlich gehandelt und das Kurzarbeitergeld auf 90 Prozent aufgestockt, lobte Steinbach.

Tropical Islands hat zu den bestehenden 119 Ferienhäusern und dem Campingplatz weitere 135 Ferienhäuser errichtet. Als einer der ersten Corona-Fälle in Brandenburg war Anfang März ein Bade- und Urlaubsgast aus Nordrhein-Westfalen, der sich im Tropical Islands aufhielt, nach seiner Rückkehr positiv auf das Corona-Virus getestet worden. Daraufhin wurden alle 104 betroffenen Mitarbeiter des Erlebnisbads auf das Virus getestet. Mitte Juni öffnete die Urlaubswelt wieder für Besucher.

16.38 Uhr: Pop-up-Radwege von Gericht gekippt - Senat zieht in nächste Instanz

Der Berliner Senat will eine erste Gerichtsentscheidung gegen die sogenannten Pop-up-Radwege nicht ohne Widerspruch hinnehmen. Die Senatsverkehrsverwaltung kündigte eine Beschwerde beim Oberverwaltungsgericht an. Gleichzeitig werde man eine sogenannte aufschiebende Wirkung beantragen, so die Senatsverwaltung am Montag. Dass heißt, dass die Umsetzung der aktuellen Entscheidung nicht sofort erfolgen muss und die Radwege nicht zügig abgebaut werden müssten.

Das Verwaltungsgericht hatte „ernstliche Zweifel an der Rechtmäßigkeit der Radwege“ festgestellt und ihren Abbau angeordnet. Zur Begründung hieß es, Radwege dürften nur dort gebaut werden, wo es konkrete Hinweise auf Gefahren im Verkehr gebe und die Anordnung zwingend notwendig sei. Eine solche Gefahrenlage habe die Senatsverwaltung nicht dargelegt. Auch könne der Senat nicht die Corona-Pandemie zum Anlass nehmen, da sie nichts mit der Verkehrslage zu tun habe.

16.23 Uhr: Bund zahlt Kliniken 330 Millionen Euro für leere Betten

Berlins Krankenhäuser haben bisher von der Bundesregierung 330 Millionen Euro erhalten, um die in der Corona-Pandemie entgangenen Erlöse zu kompensieren. Dennoch hätten gerade große Häuser bei der Maximalversorgung immer noch Einbußen zu erleiden, weil sie einen Großteil ihrer Betten für die Versorgung von Covid-19-Patienten freihalten mussten. Das wurde am Montag im Gesundheitsausschuss deutlich.

Johannes Dankert vom Vivantes-Konzern sagte, die Ausgleichszahlungen kompensierten den Erlösrückgang nicht. „Wir haben für 2020 30 Millionen Euro Corona-bedingte Effekte prognostiziert.“ Die Universitätsklinik Charité, über die der Gesundheitsausschuss nicht spricht, weil es sich um eine Wissenschaftseinrichtung handelt, erwartet sogar ein Defizit von 70 Millionen Euro.

16.02 Uhr: 28 Schüler derzeit mit Corona infiziert

Nur 28 Schüler sind berlinweit offiziell mit Corona infiziert (Stand Freitag, der 4. September). Das ergibt sich aus dem wöchentlichen Bericht, den die Senatsverwaltung für Bildung herausgibt. Demnach sind 70 Lerngruppen aktuell ganz oder teilweise in Quarantäne, weil dort mindestens eine Person positiv getestet wurde, insgesamt 25 Schulen sind in Berlin im weitesten Sinne von Corona betroffen. Anders als in den beiden Wochen zuvor, wurde diesmal nicht aufgeschlüsselt wie viele Lehrkräfte und Schulpersonal positiv auf Corona getestet wurden. Das sei momentan aus „datenschutzrechtlichen Gründen“ nicht möglich, soll sich aber nächste Woche ändern.

Die meisten Lerngruppen sind in Mitte und in Reinickendorf betroffen, jeweils elf, dicht gefolgt von Marzahn-Hellersdorf mit zehn und Tempelhof-Schöneberg mit acht Lerngruppen. Als einzigen Bezirk hat momentan Lichtenberg keinen Fall. Die meisten Schüler mit einem positiven Testergebnis befinden sich in Spandau, dort waren es fünf Schüler. In Spandau sind drei Schulen betroffen und sieben Lerngruppen ganz oder teilweise in Quarantäne. Dazu kommen noch fünf berufliche Schulen, an denen fünf Schüler bislang positiv getestet wurden. 14 Lerngruppen an Berufsschulen sind geschlossen. Die deutliche höhere Anzahl der betroffenen Lerngruppen spricht dafür, dass dort auch Lehrpersonal mit Corona infiziert ist.

15.57 Uhr: Wohnmobilpark in Tegel - 30.000 Euro Schulden

Seit 15 Jahren vermietet Helge Duijkers Stellplätze für Wohnmobile und Caravane am Waidmannsluster Damm in Tegel. Mit dem Idyll für Camper aus ganz Europa könnte es allerdings schon Ende Oktober vorbei sein. Aufgrund der Corona-Pandemie verdient Duijkers mit dem Stellplatz derzeit kaum Geld, die Schulden haben sich mittlerweile auf 30.000 Euro angehäuft. „Die, die einen Platz buchen, sind in erster Linie wegen einer der Demonstrationen da. Urlauber aus Italien beispielsweise hatten wir seit März keine“, sagt Duijkers. Aber auch die Gesundheit macht dem Mieter Probleme.

Platzwart und Geschäftspartner Jörn Howanietz möchte den Wohnmobilpark weiterführen. Ob Howanietz aber der Nachmieter wird, steht noch nicht fest. Derzeit befinde man sich in Vertragsverhandlungen, heißt es aus dem Bezirksamt. Auch wenn die Beteiligten nun an einem Tisch sitzen und über die Weiterführung des Wohnmobilparks am Waidmannsluster Damm sprechen, so sind die Tage mit Blick in die Zukunft gezählt. Wo dieser Tage Wohnmobile stehen, sollen einmal Kinder und Jugendliche lernen – der Standort ist für eine Schule vorgesehen.

15.28 Uhr: Corona behindert die Bauarbeiten am Steglitzer Kreisel

Die Corona-Krise lässt den Kran auf der Baustelle des Steglitzer Kreisels so gut wie stillstehen. Das wird mit Sorge aus dem Umfeld beobachtet. Besonders beunruhigt ist aber ein Käufer einer Wohnung. „Es ist unzutreffend, dass die Bauaktivitäten eingestellt wurden“, sagte nun ein Sprecher der Conus Real Estate AG. Richtig sei, dass die Erwerber eine Behinderungsanzeige aufgrund der Covid-19-Pandemie bekommen hätten, in der mitgeteilt wurde, dass die am Bau beteiligten Unternehmen nur eingeschränkt ihren Tätigkeiten nachgehen könnten. Die behördlichen Einschränkungen seien zwar zwischenzeitlich vereinzelt gelockert worden, dennoch sei der Projektfortgang noch immer durch fortbestehende Einschränkungen behindert.

14.32 Uhr: Berlin Art Week beginnt am Mittwoch

Mit Ausstellungen in Galerien, Museen und dem Technoclub Berghain will die Berlin Art Week von Mittwoch bis Sonntag (9. bis 13. September) die Besucher erreichen. Sie wollten zeigen, dass die Stadt auch als Kunstproduktionsstandort „unfassbar spannend“ sei, sagte Kultursenator Klaus Lederer (Linke) am Montag. Wegen der Pandemie gelten besondere Vorschriften, um eine Ausbreitung des neuartigen Coronavirus zu verhindern. Besucher müssen zum Beispiel Mund-Nasen-Schutz tragen. Auch digitale Projekte sind geplant.

Nach Meinung Lederers haben der „tendenzielle Abgesang auf Berlin“ zu Jahresanfang und die Pandemie dazu geführt, dass die Akteure enger zusammengerückt seien. Im wohl bekanntesten Club Berlins, dem Berghain, zeigt diesmal die Boros Foundation Werke von mehr als 100 zeitgenössischen Künstlerinnen und Künstlern. Das Kindl Kunstzentrum - eine umgebaute Brauerei - stellt die in Südafrika geborene Künstlerin Lerato Shadi aus. Etwa ihre übergroße Signatur in Leuchtschrift. Eine Klanginstallation von Nik Nowak soll an den Lautsprecherkrieg zwischen Ost- und West-Berlin erinnern.

13.51 Uhr: Nach Waldbühnen-Konzerten sieht Veranstalter wirtschaftlich kein Zukunftsmodell

Nach vier Konzerten von Roland Kaiser, Sido und Helge Schneider auf der Berliner Waldbühne mit insgesamt 18.000 Zuschauern hat der Veranstalter Dieter Semmelmann ein kritisches Fazit gezogen. Die Konzerte seien ein Zeichen der Hoffnung, mit den aktuellen Einschränkungen wirtschaftlich aber kein Zukunftsmodell, erklärte Semmelmann am Montag in Berlin. „Wir brauchen dringender denn je eine Perspektive - für einen sinnvollen Neustart und substanzielle finanzielle Unterstützung.“

Von Donnerstag bis Sonntag hatte Roland Kaiser zweimal auf der Waldbühne gesungen, je einmal traten Sido und Helge Schneider auf. Bis Oktober folgen noch Wincent Weiss, „Die Schlagernacht des Jahres“ und Peter Maffay im Zuge der Konzertreihe. Die Waldbühne hat an sich für mehr als 22.000 Menschen Platz, wegen der Corona-Einschränkungen waren die Konzerte nun auf höchstens 5000 Zuschauer begrenzt.

12.54 Uhr: Vermeiden von Erkrankungen laut Kalayci Hauptziel

Trotz der Leistungsfähigkeit der Berliner Krankenhäuser sieht Berlins Gesundheitssenatorin es als Hauptziel an, Covid-19-Fälle zu vermeiden. Es gelte, jede einzelne Erkrankung - auch bei jungen Menschen - zu vermeiden, sagte die SPD-Politikerin Dilek Kalayci am Montag im Gesundheitsausschuss des Abgeordnetenhauses. Dass man freie Kapazitäten in den Krankenhäusern und auf den Intensivstationen habe, bedeute nicht, dass das Ziel sei, diese voll zu bekommen. Die Krankenhauslandschaft sei allerdings für den möglichen Fall einer zweiten Welle sehr gut aufgestellt.

12.11 Uhr: Kalayci stellt Krankenhäusern Millionenhilfe vom Land in Aussicht

Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci hat den Berliner Krankenhäusern zusätzliche Landesmittel in Millionenhöhe in Aussicht gestellt. Sie setze sich dafür ein, dass das Land Berlin die Co-Finanzierung übernehmen solle, wenn die Kliniken im Rahmen des Krankenhauszukunftsgesetzes eine weitere Finanzspritze bekommen, sagte Kalayci (SPD) am Montag vor dem Gesundheitsausschuss des Abgeordnetenhauses. Wie Marc Schreiner, Geschäftsführer der Berliner Krankenhaus-Gesellschaft, erläuterte, geht es dabei bundesweit um drei Milliarden Euro, von denen 150 Millionen für Berlin gedacht seien.

11.55 Uhr: Zahl der neuen Corona-Infektionen in Brandenburg sinkt auf einen Fall

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen ist innerhalb eines Tages auf einen bestätigten Fall gesunken. Wie das Gesundheitsministerium am Montag berichtete, wurde eine neue Infektion aus dem Landkreis Dahme-Spreewald gemeldet. Von Sonnabend zu Sonntag waren es noch sechs bestätigte neue Fälle im Land. Von Freitag zu Sonnabend wurden 19 neue Infektionen erfasst.

Damit haben sich seit März in Brandenburg 3961 Menschen mit dem Corona-Virus infiziert. Ein Mensch wird derzeit im Krankenhaus behandelt. Die Zahl derjenigen, die bislang im Zusammenhang mit der durch das Virus ausgelösten Krankheit Covid-19 starben, liegt weiterhin bei 173. 3644 Menschen gelten mittlerweile als genesen - 12 mehr als einen Tag zuvor. Die Zahl der aktuell Erkrankten liegt derzeit bei 144.

Die Landeshauptstadt Potsdam ist nach wie vor ein Corona-Schwerpunkt mit 708 Infektionen. An zweiter Stelle folgt der Landkreis Potsdam-Mittelmark mit 622 Fällen. Die wenigsten Infektionen wurden aus der kreisfreien Stadt Cottbus mit 45 und dem Landkreis Prignitz mit 47 Fällen gemeldet.

11.50 Uhr: Wir starten unser neues Newsblog. Alle bisherigen Entwicklungen zur Corona-Pandemie in Berlin und Brandenburg lesen Sie in unserem vorangegangenen Newsblog.

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