Pandemie

Diese Corona-Regeln gelten jetzt in Ihrem Bundesland

| Lesedauer: 48 Minuten
Merkel & Ministerpräsidenten: Das sind die neuen Coronaregeln

Merkel & Minister- Das sind die neuen Coronaregeln

Kanzlerin Merkel und die Minister der Länder gaben in Berlin neue Corona-Regelungen bekannt. Sie gelten bundesweit ab dem 8. November und sind nach einem Ampelsystem strukturiert.

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Viele Corona-Regeln werden von den Bundesländern je nach Infektionslage individuell festgelegt. Die wichtigsten Regeln im Überblick.

  • Mehrere Großstädte in Deutschland gelten als Corona-Hotspot und haben deswegen die Corona-Maßnahmen verschärft
  • Aber es gibt auch Corona-Beschlüsse, die bundeseinheitlich gefasst wurden – wie etwa die allgemeine Maskenpflicht in Handel und Nahverkehr
  • Die Länder haben zudem Obergrenzen für die Teilnehmerzahl bei privaten Feiern festgelegt
  • Das sind die aktuellen Corona-Regeln – sortiert nach Bundesland

Berlin. Die Coronavirus-Pandemie wirbelt weiterhin den Alltag in Deutschland durcheinander. Seit Monaten gelten Maßnahmen wie die Maskenpflicht oder das Verbot von Großveranstaltungen. Viele dieser Regeln sind bundesweit einheitlich geregelt.

Doch über viele Regeln können die Bundesländer auch selbst entscheiden – zum Beispiel im Bereich Kitas und Schulen – und über die Bußgelder, die bei Verstößen gegen Corona-Regeln erhoben werden.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten der Länder hatten sich zuletzt erneut über ein möglichst einheitliches Vorgehen in der Pandemie-Bekämpfung abgestimmt.

Bund und Länder verständigen sich auf neue einheitliche Corona-Regeln

Unter anderem haben sich Bund und Länder darauf verständigt, dass bei der Angabe falscher persönlicher Daten zum Beispiel bei einem Restaurantbesuch ein Bußgeld von mindestens 50 Euro drohen soll. Betreiber etwa von Gaststätten oder Friseursalons sollten stärker in die Pflicht genommen werden, sagte die Kanzlerin. Sie sollen prüfen, ob Angaben plausibel sind. Ob die Betreiber nur eine Kontrollpflicht haben oder bei Falschangaben auch selbst zur Kasse gebeten werden, wurde in den Ausführungen aber nicht klar.

Die Länder sollen zudem Obergrenzen für die Teilnehmerzahl bei privaten Feiern festlegen. Wenn es in einem Landkreis binnen sieben Tagen mehr als 35 Neuinfektionen pro 100.000 Menschen gegeben hat, sollen in öffentlichen oder angemieteten Räumen wie Gaststätten höchstens noch 50 Personen gemeinsam feiern dürfen. Diese Regeln gelten für deutsche Corona-Risikogebiete.

Corona-Neuinfektionen: Länder sollen Frühwarnsysteme einrichten

Gibt es in einem Landkreis binnen sieben Tagen sogar mehr als 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner, sollen höchstens noch 25 Menschen in öffentlichen oder angemieteten Räumen feiern dürfen. In diesem Fall soll zudem „sofort ein konsequentes Beschränkungskonzept“ umgesetzt werden. Um Überschreitungen der Grenzwerte zu vermeiden, sollen die Länder ein geeignetes Frühwarnsystem einrichten.

Es gibt auch eine Regel-Verschärfung, die Urlauber in sämtlichen Bundesländern betrifft: Wer aus einem ausländischen Risikogebiet nach Deutschland zurückreist, ist verpflichtet, sich auf das Coronavirus testen zu lassen. Das hatte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn angeordnet.

Aktuelle Corona-Regeln in Bundesländern: Maskenpflicht, Kontaktsperre und Co.

Wie sehen die Corona-Lockerungen und -Beschränkungen in den einzelnen Bundesländern genau aus? Maskenpflicht, Kontaktbeschränkungen, Demonstrationen – hier erfahren Sie, welche Regeln in den Ländern gelten. Wichtig: Die Regelungen erfolgen unter Auflagen wie Abstands- und Hygienebestimmungen. Zudem gilt weiterhin die bundesweite Maskenpflicht in Handel und Nahverkehr.

Baden-Württemberg

Einreise und Quarantäne:

  • Es gibt kein Einreiseverbot oder Quarantänepflicht für Reisende aus innerdeutschen Risikogebieten
  • Der Verwaltungsgerichtshof hat einem Eilantrag gegen das Beherbergungsverbot stattgegeben. Dieses gilt bislang für Gäste aus deutschen Regionen, in denen 50 neue Corona-Fälle pro 100.000 Einwohner binnen 7 Tagen registriert wurden

Kontaktbeschränkungen:

  • In der Öffentlichkeit dürfen sich 20 Menschen aus mehreren Haushalten treffen
  • Generell muss in der Öffentlichkeit ein Mindestabstand zu anderen Menschen von 1,5 Metern eingehalten werden
  • Wenn der 7-Tage-Inzidenzwert über 35 oder 50 steigt, können die örtlichen Behörden die Maßnahmen verschärfen

Bußgeld bei Missachtung der Maskenpflicht:

  • Für Maskenverweigerer etwa in Geschäften gilt das zwischen den Ländern und der Kanzlerin vereinbarte Bußgeld von mindestens 50 Euro
  • Gaststätten-Besucher müssen eine Maske tragen, wenn sie nicht am Tisch sitzen
  • Die Maskenpflicht gilt auch in Freizeitparks und Vergnügungsstätten in geschlossenen Räumen und in Wartebereichen
  • Bei Verstößen gegen die Maskenpflicht in Bussen und Bahnen sind mindestens 100 Euro fällig
  • Wer auf dem Schulgelände – außerhalb der Unterrichtsräume – keine Maske trägt, kann ein Bußgeld von mindestens 25 Euro bekommen
  • Für falsche Angaben der Personendaten in Restaurants sind Bußgelder zwischen 50 und 250 Euro fällig

Demonstrationen:

  • Versammlungen sind erlaubt – allerdings mit Auflagen zur Sicherstellung des Infektionsschutzes, zum Beispiel zu Abständen oder Höchstteilnehmerzahlen

Schulen und Kitas:

  • Ab dem 19. Oktober gilt die Maskenpflicht an weiterführenden Schulen auch im Unterricht. „Die Erweiterung der Maskenpflicht ab Klasse 5 auf den Unterricht gilt ab einer landesweiten 7-Tages-Inzidenz von über 35“, teilte eine Sprecherin des Kultusministeriums.
  • Bislang galt sie dort nur auf sogenannten Begegnungsflächen wie Schulfluren, Aula und Toiletten
  • Kitas sind geöffnet

Öffentliche Veranstaltungen:

  • Öffentliche Tagungen, Kongresse, Messen und kleinere Sportevents mit bis zu 100 Menschen sind erlaubt
  • Großveranstaltungen wie Volksfeste, auf denen kaum Hygienemaßnahmen durchsetzbar sind und auf denen die Kontakte nicht nachvollzogen werden können, bleiben bis mindestens Ende des Jahres verboten

Private Feiern:

  • Zu privaten Feiern dürfen maximal 10 Personen oder zwei Hausstände kommen

Weihnachtsmärkte:

  • Die Entscheidung, ob und wie Weihnachtsmärkte stattfinden, liegt bei den Kommunen. Voraussetzung sei, dass die Corona-Infektionslage in der Region es erlaube, sagte Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne)

Bayern

Einreise und Quarantäne:

  • Es gibt kein Einreiseverbot für Reisende aus innerdeutschen Risikogebieten
  • Das Beherbergungsverbot für Reisende aus Corona-Hotspots ist in Bayern am 16. Oktober ausgelaufen

Kontaktbeschränkungen:

  • Schon bei mehr als 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen dürfen sich nur noch zwei Hausstände oder maximal zehn Personen treffen
  • Bei einer Sieben-Tages-Inzidenz von mehr als 50 dürfen sich nur noch zwei Hausstände oder maximal fünf Personen treffen.
  • Im öffentlichen Raum dürfen sich Gruppen von bis zu zehn Personen treffen, sofern keine Überschreitung von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern in sieben Tagen in der betroffenen Region erfolgt

Bußgeld bei Missachtung der Maskenpflicht:

  • Eine Maske ist im ÖPNV für alle Fahrgäste ab sechs Jahren verpflichtend
  • Nur aus gesundheitlichen Gründen und mit einem ärztlichen Attest sind Ausnahmen möglich
  • Der Bußgeld-Regelsatz liegt bei 250 Euro im einmaligen Fall und bis 500 Euro bei mehrmaligen Verstößen
  • Die Maskenpflicht wird regional deutlich ausgeweitet, und zwar schon bei mehr als 35 Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen. Dort müssen dann überall dort Masken getragen werden, wo Menschen dichter oder länger zusammenkommen – etwa in Fußgängerzonen, auf Marktplätzen, in allen öffentlichen Gebäuden, aber auch auf Begegnungs- und Verkehrsflächen wie etwa in Fahrstühlen und in Eingangsbereichen von Hochhäusern

Demonstrationen:

  • Über Demonstrationen soll im konkreten Einzelfall entschieden werden
  • Versammlungsorte müssen genügend Platz für den Mindestabstand bieten
  • Bei größeren Versammlungen ab 200 Personen unter freiem Himmel gilt in Bayern regelmäßig eine Maskenpflicht

Schulen und Kitas:

  • Es gibt mehrstufige Pläne für Schulen, Kindergärten und Co., wie es abhängig vom lokalen Pandemie-Verlauf weitergeht
  • Die generelle Maskenpflicht für alle Schüler weiterführender Schulen und Lehrer im Unterricht ist aufgehoben.
  • Beim Überschreiten des 35er-Werts gilt die Pflicht aber automatisch auch im Schulunterricht ab der fünften Klasse, beziehungsweise bei Überschreiten des 50er-Werts auch an Grundschulen
  • Kinder mit Schnupfen und laufender Nase sollen auch nicht mehr automatisch vom Kita-Besuch ausgeschlossen werden

Öffentliche Veranstaltungen:

  • Die Wirte von Schankwirtschaften und Diskotheken dürfen ihre Räume für private und kulturelle Veranstaltungen vermieten
  • Beruflich oder dienstlich veranlasste Veranstaltungen wie Tagungen oder Kongresse werden unter gleichen Bedingungen zugelassen wie kulturelle Veranstaltungen – das heißt bei zugewiesenen Plätzen mit bis zu 400 Gästen im Freien und 200 in Innenräumen
  • Ohne Platzzuweisung liegt die Obergrenze bei 200 beziehungsweise 100 Menschen

Private Feiern:

  • Hochzeits- und andere Feiern, aber auch Vereinssitzungen dürfen stattfinden mit bis zu 100 Personen in Innenräumen oder bis zu 200 Personen im Freien
  • Lokal können diese Bestimmungen variieren je nach Entwicklung der Corona-Fallzahlen
  • Bei Überschreiten des 50er-Warnwertes gilt: Für private Feiern wie Hochzeiten oder Geburtstage soll eine Obergrenze auf bis zu 25 Teilnehmer in geschlossenen Räumen oder bis zu 50 Teilnehmer unter freiem Himmel erlassen werden

Gastronomie:

  • In Regionen mit hohen Corona-Zahlen gelten künftig strikte Sperrstunden in der Gastronomie. Bei mehr als 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen müssen Gaststätten um 23 Uhr schließen, zudem darf dann an Tankstellen kein Alkohol mehr verkauft werden, und es gilt dann ein Alkoholverbot auf öffentlichen Plätzen.
  • Bei einer Sieben-Tages-Inzidenz von mehr als 50 gelten die Sperrstunde und die beiden anderen Verbote schon ab 22 Uhr

Weihnachtsmärkte:

  • Weihnachtsmärkte sind mit entsprechenden Konzepten und an Orten mit geringen Neuinfektionsraten grundsätzlich möglich. Allgemein dürfen die Wirte von Schankwirtschaften und Diskotheken ihre Räume für private und kulturelle Veranstaltungen vermieten

Berlin

Einreise und Quarantäne:

  • Es gibt kein Einreiseverbot oder Quarantänepflicht für Reisende aus innerdeutschen Risikogebieten
  • Auch wurde noch kein Beherbergungsverbot beschlossen

Kontaktbeschränkungen:

  • In Berlin dürfen sich nur noch fünf Personen oder Angehörige von zwei Haushalten zwischen 23 Uhr und 6 Uhr im Freien treffen
  • Abstands- und Hygieneregeln gelten dabei weiterhin

Bußgeld bei Missachtung der Maskenpflicht:

  • In den Bussen und Bahnen in Berlin wird bei einem Verstoß gegen die Maskenpflicht ein Bußgeld von 50 Euro bis zu 500 Euro erhoben
  • In Berlin gilt auch in Gewerbebetrieben die Maskenpflicht, wo der Mindestabstand nicht sicher eingehalten werden kann
  • Künftig gilt die Maskenpflicht auch für Wochenmärkte, bestimmte Einkaufsstraßen und Warteschlangen gelten, in denen der Mindestabstand von 1,5 Metern nicht einzuhalten ist.

Gastronomie:

  • Gastwirten, die sich nicht darum kümmern, Name und Telefonnummer ihrer Gäste festzuhalten, drohen Bußgelder. Je nach Schwere der Verstöße können bis zu 5000 Euro fällig werden. Auch Gästen, die in den Unterlagen falsche Angaben machen, droht Bußgeld.

Demonstrationen:

  • Für Demonstrationen gilt keine Begrenzung der Teilnehmerzahl mehr
  • Bei Kundgebungen mit mehr als 100 Teilnehmern müssen diese Masken tragen
  • Die Pflicht soll auch bei einer geringeren Teilnehmerzahl gelten, wenn bei der Demonstration skandiert oder gesungen wird

Schulen und Kitas:

  • Es gilt eine Maskenpflicht für Lehrkräfte und Schüler, jedoch nicht im Unterricht selbst, sondern in den Schulgebäuden nur auf Fluren, in der Toilette, in Aufenthalts- und Begegnungsräumen
  • Auf Wunsch der Eltern kann sich eine Klasse aber freiwillig darauf verständigen, dass der Mund-Nasen-Schutz auch im Unterricht getragen wird
  • Die Abstandsregel von 1,50 Meter muss in den Schulen nicht mehr eingehalten werden
  • In den Kitas soll die Betreuung aller Kinder wieder in vollem Umfang stattfinden

Öffentliche Veranstaltungen:

  • Die maximal erlaubte Teilnehmerzahl bei Messen, Tagungen und gewerblichen Freizeitangeboten im Innenbereich liegt bei 1000 Personen
  • Draußen dürfen bei solchen Veranstaltungen bis zu 5000 Menschen zusammenkommen
  • Gastwirten, die sich nicht darum kümmern, Name und Telefonnummer ihrer Gäste festzuhalten, drohen Bußgelder. Je nach Schwere der Verstöße können bis zu 5000 Euro fällig werden
  • Das Berliner Verwaltungsgericht hat die vom Senat beschlossene Sperrstunde gekippt. Restaurants, Bars und die meisten Geschäfte mussten zwischen 23 Uhr und 6 Uhr schließen. In dieser Zeit darf jedoch weiterhin kein Alkohol ausgeschenkt werden

Private Feiern:

  • Der Senat hat beschlossen, dass bei privaten Feiern im Freien künftig eine maximale Zahl von 50 Teilnehmern gelten soll
  • In geschlossenen Räumen dürfen maximal noch zehn Teilnehmer zusammenkommen

Brandenburg

Für Landkreise und kreisfreie Städte, in denen 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen festgestellt wurden, gelten strengere Regeln.

Einreise und Quarantäne:

  • Das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg hat das bisher geltende Beherbergungsverbot in Brandenburg für Gäste aus Corona-Hotspots am Freitagabend vorläufig gestoppt.
  • Ein Hotel und eine Vermieterin von Ferienwohnungen hatten sich mit Eilanträgen gegen die Verordnung gewandt

Gastronomie:

  • In Brandenburg gelten in Regionen mit hohen Infektionszahlen ein nächtliches Ausschankverbot für Alkohol von 23 bis 6 Uhr.

Kontaktbeschränkungen:

  • Es gibt keine Kontaktbeschränkungen mehr, die Abstands- und Hygieneregelungen bleiben jedoch in Kraft
  • Wenn Landkreise oder kreisfreie Städte die 7-Tage-Inzidenz von 35 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner überschreiten, können lokal neue Kontaktbeschränkungen oder Maskenpflichten erlassen werden

Bußgeld bei Missachtung der Maskenpflicht:

  • Das Tragen einer Maske in Bürogebäuden ist Pflicht, wenn regionale Grenzwerte für neue Infektionen überschritten werden
  • In Brandenburg kostet der bewusste Verzicht auf eine Corona-Maske mindestens 50 Euro Bußgeld, bis zu 250 Euro Bußgeld für „notorische Maskenverweigerer“
  • Wer versehentlich keine Mund-Nasen-Bedeckung trägt und der Pflicht nach Aufforderung gleich folgt, soll kein Bußgeld zahlen müssen
  • Wer persönliche Angaben in Cafés oder Restaurants zur Nachverfolgung von Kontakten falsch angibt, muss mit einem Bußgeld zwischen 50 und 250 Euro rechnen.

Demonstrationen:

  • Demonstrationen im Freien sind ohne Begrenzung der Teilnehmerzahl möglich, aber der Mindestabstand muss eingehalten und der Zutritt gesteuert werden

Schulen und Kitas:

  • In Schulen und Horten gilt eine Maskenpflicht für Schüler und Lehrer auf Fluren, in Gängen, Treppenhäusern und beim Anstehen vor Mensen, nicht aber in Klassenräumen und Schulhöfen
  • Abstandsregeln gelten nicht für Schüler, sie sollen aber so sitzen, dass enge Kontakte minimiert werden
  • Kitas sind für alle Kinder offen

Öffentliche Veranstaltungen:

  • Veranstaltungen dürfen mit bis zu 1000 Menschen stattfinden, dazu zählen auch Gottesdienste und Konzerte
  • Abstands- und Hygieneregeln sowie im Freien ein geregelter Zutritt und in Räumen genügend Frischluft und das Erfassen von Personendaten müssen gewährleistet werden
  • Großveranstaltungen mit mehr als 1000 Menschen sind bis Neujahr 2021 prinzipiell verboten
  • Für Autokinos oder ähnliche Veranstaltungen kann es in Einzelfällen Ausnahmen der Gesundheitsämter geben
  • In großen Stadien und Hallen erlaubt Brandenburg nun wieder mehr als 1000 Fans. Bei einer Kapazität von mehr als 5000 Plätzen dürfen 20 Prozent mit Zuschauern belegt werden. Außerdem gilt ein Alkoholverbot
  • Unter 5000 Plätzen greift die reguläre Obergrenze von maximal 1000 Menschen

Private Feiern:

  • Private Feiern in Wohnungen oder im Garten sind grundsätzlich nur mit bis zu 75 Menschen erlaubt
  • Für private Feiern in Gaststätten oder Gemeindesälen bestimmt die Raumgröße bei Einhaltung des Mindestabstands von 1,50 Meter die Zahl der Teilnehmer
  • Bei mehr als 35 neuen Infektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen in einem Kreis oder einer kreisfreien Stadt ist geplant, dass künftig nur bis zu 25 statt derzeit 50 Menschen in öffentlichen Räumen und 15 statt 25 Menschen zuhause privat feiern dürfen
  • Ab einem Wert von 50 sollen die Obergrenzen auf zehn Menschen in öffentlichen und zehn von bis zu zwei Haushalten in Privaträumen sinken.

Bremen

Einreise und Quarantäne:

  • Es gibt kein Einreiseverbot oder Quarantänepflicht für Reisende aus innerdeutschen Risikogebieten
  • Auch gibt es kein Beherbergungsverbot

Kontaktbeschränkungen:

  • Es dürfen sich in der Öffentlichkeit höchstens fünf Personen ohne Mindestabstand von 1,5 Metern zueinander treffen

Bußgeld bei Missachtung der Maskenpflicht:

  • Wer in Geschäften oder in Bus und Bahnen ohne Mund-Nasen-Bedeckung unterwegs ist, muss mit einem Bußgeld in Höhe von 50 Euro rechnen
  • Solange in Bremen der 7-Tage-Inzidenzwert über 50 liegt, kann das Ordnungsamt die Maskenpflicht auf Orte im öffentlichen Raum ausweiten

Demonstrationen:

  • Versammlungen müssen angezeigt werden und können zum Infektionsschutz behördlich verboten, beschränkt oder mit Auflagen versehen werden

Schulen und Kitas:

  • Kitas sind im eingeschränkten Regelbetrieb geöffnet
  • An weiterführenden Schulen gilt eine Maskenpflicht im Gebäude, aber nicht im Unterricht. Grundschüler sind ausgenommen
  • An Schulen dürfen klassenübergreifend Gruppen von bis zu 120 Schülerinnen und Schülern etwa für Pausen und Ganztagsbetreuung gebildet werden, an Kitas mit bis zu 60 Kindern
  • Beim Überschreiten des kritischen Wertes von 50 Neuinfektionen binnen sieben Tagen soll die Maskenpflicht auch in Klassen und Fachräumen der gymnasialen Oberstufe und der Berufsschulen gelten, aber nicht in Grundschulen oder der Sekundarstufe 1

Öffentliche Veranstaltungen:

  • In der Stadtgemeinde Bremen wurde der kritische Corona-Inzidenzwert von 50 überschritten. Daher müssen alle Veranstaltungen, bei denen Alkohol ausgeschenkt wird, auf maximal zehn Teilnehmer beschränkt werden
  • Für Veranstaltungen – etwa Theater oder Lesungen – ohne Alkoholausschank liegt die Grenze bei 100 Teilnehmern. Bislang gelten Obergrenzen von 250 in Innen- und 400 im Außenraum.
  • Großveranstaltungen wie der Freipark oder Messen wurden unterbrochen
  • Die Maßnahmen gelten solange, bis der Inzidenzwert stabil unter 50 liegt
  • Angesichts der hohen Zahl von Corona-Neuinfektionen wurden auch eine allgemeine Sperrstunde und ein Alkoholverkaufsverbot von 23 Uhr bis 6 Uhr verhängt. Bremerhaven ist wegen des niedrigen Inzidenzwertes davon nicht betroffen

Private Feiern:

  • Zu privaten Treffen und Feiern dürfen höchstens zehn Menschen zusammenkommen. Der Senat empfiehlt dringend, dass nur Personen aus maximal zwei Haushalten an Feiern teilnehmen.
  • Bremerhaven ist wegen des niedrigen Inzidenzwertes davon nicht betroffen. Dort gilt wie bei öffentlichen Veranstaltungen: Bei geschlossenen Räumen bis zu 250 Personen, im Freien bis zu 400 Personen, jeweils mit eigenem Schutz- und Hygienekonzept

Hamburg

Einreise und Quarantäne:

  • Es gibt kein Einreiseverbot für Menschen aus inländischen Risikogebieten
  • Übernachtungsgäste müssen schriftlich bestätigen, dass sie sich in den vorangegangenen 14 Tagen nicht in einem solchen aufgehalten haben. Falls doch, dürfen sie nach Vorlage eines negativen Testergebnisses übernachten, das nicht älter als 48 Stunden sein darf

Kontaktbeschränkungen:

  • Im privaten Rahmen sind nur noch maximal 15 Personen erlaubt. Bislang lag die Zahl bei 25.
  • Treffen in der Öffentlichkeit sind auf zehn Personen aus beliebig vielen Haushalten begrenzt
  • Zudem ist Prostitution wieder zulässig – allerdings unter strengen Auflagen und nur in angemeldeten Prostitutionsstätten

Bußgeld bei Missachtung der Maskenpflicht:

  • In öffentlichen Gebäuden, Restaurants und auf bestimmten Hamburger Straßen gilt ab 12.10. eine verschärfte Maskenpflicht
  • Das bei Verstößen gegen die Maskenpflicht im öffentlichen Raum, also etwa in Geschäften, drohende Bußgeld liegt bei bis zu 80 Euro
  • In Hamburgs Bussen oder Bahnen ist weiterhin eine Vertragsstrafe von 40 Euro fällig, die aber nun um ein Bußgeld in Höhe von 40 Euro erhöht werden kann, so dass auch dann insgesamt 80 Euro fällig wären.
  • Wer sich in Hamburger Bars und Restaurants mit falschen Kontaktdaten in die Corona-Gästelisten einträgt, muss mit 150 Euro Bußgeld rechnen

Demonstrationen:

  • Für größere Versammlungen gibt es keine Teilnehmerbegrenzung
  • Es wird jeweils der Einzelfall mit Blick auf Hygiene- und Abstandsregeln geprüft

Schulen und Kitas:

  • Hamburger Schüler aus einer Klasse können gemeinsam unterrichtet werden
  • Einschränkungen wie die bisherigen Abstandsgebote bleiben vorsichtshalber erhalten. In bestimmten Situationen gibt es für Kinder einer Jahrgangsstufe Ausnahmen
  • Seit Beginn des Schuljahres gilt eine Maskenpflicht für das gesamte Schulgelände, nicht aber für den Unterricht selbst
  • Ausgenommen von den Regelungen sind Grundschüler
  • Berufsschüler und Schüler an den Oberstufen der allgemeinbildenden Schulen müssen ab dem 19. Oktober an auch im Unterricht Mund-Nase-Masken tragen
  • Klassenräume in allen Schulen müssen nach den Herbstferien alle 20 Minuten gelüftet werden
  • Hamburger Kitas sind wieder im Normalbetrieb – zumindest was die Betreuungszeiten angeht. Für Eltern und Erzieher gelten besondere Hygienemaßnahmen

Öffentliche Veranstaltungen:

  • Unter Auflagen sind Veranstaltungen mit bis zu 1000 Teilnehmern im Freien und 650 Teilnehmern in geschlossenen Räumen zulässig
  • Zu den Fußballspielen des Hamburger SV und des FC St. Pauli sowie zu anderen Sportgroßveranstaltungen sind aktuell maximal 1000 Zuschauer zugelassen, da die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner über 35 liegt
  • Fällt sie wieder darunter, kann die Platzkapazität bis zu 20 Prozent ausgelastet werden

Private Feiern:

  • Für Feiern im privaten Raum, zum Beispiel in der eigenen Wohnung oder auf dem eigenen Grundstück, gilt in der Hansestadt derzeit eine Obergrenze von 15 Personen
  • Treffen in der Öffentlichkeit sind auf zehn Personen aus beliebig vielen Haushalten begrenzt

Gastronomie:

  • Alle Gaststätten müssen um 23 Uhr schließen. Die Sperrstunde gilt bis 5 Uhr morgens. In diesem Zeitraum gilt zugleich ein allgemeines Verbot des Verkaufs und der Abgabe von alkoholischen Getränken

Weihnachtsmärkte:

  • Geplant ist, dass Weihnachtsmärkte unter Einhaltung von Hygieneauflagen im Freien stattfinden dürfen, wenn das Infektionsgeschehen es zulässt. Der Ausschank von Alkohol soll nur in abgetrennten Bereichen erlaubt werden, in denen man sitzt.

Hessen

Einreise und Quarantäne:

  • Es gibt kein Einreiseverbot, auch das Beherbergungsverbot für Reisende aus Risikogebieten wurde gekippt

Kontaktbeschränkungen:

  • Im öffentlichen Raum dürfen sich bis zu zehn Menschen treffen, ohne den Mindestabstand einhalten zu müssen und unabhängig von der Zahl der Haushalte, aus denen sie stammen

Bußgeld bei Missachtung der Maskenpflicht:

  • Wer in Bussen und Bahnen in Hessen keine Abdeckung für Mund und Nase trägt, muss ohne vorherige Ermahnung 50 Euro bezahlen
  • Die Höhe des Bußgeldes für das Eintragen falscher Namen in Gästelisten von Restaurants oder Kneipen steht noch nicht fest

Demonstrationen:

  • Demonstrationen sind unter Auflagen erlaubt

Schulen und Kitas:

  • Schüler und Lehrer müssen auf dem Schulgelände eine Alltagsmaske tragen, aber nicht während des Unterrichts
  • Kommunen können aber bei einem lokalen Anstieg der Infektionszahlen eine Maskenpflicht auch im Unterricht anordnen
  • Die Kitas sind zum Regelbetrieb übergegangen

Öffentliche Veranstaltungen:

  • Prinzipiell müssen Veranstaltungen mit bis zu 250 Personen nicht genehmigt werden, es gelten aber Hygiene- und Abstandsregeln
  • Zuschauer bei Amateur-Sportveranstaltungen sind bis zu