Corona-Newsblog in Berlin

22.500 "Querdenker" wollen Silvester in Berlin demonstrieren

Das Newsblog zum Coronavirus in Berlin: Derzeit sind 20.839 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Aktuelle Nachrichten und Zahlen.

Corona-Impfungen: Organisation ist logistischer Kraftakt

Logistik, Kühlung und Aufbau von Impfzentren: Die geplante Impfaktion gegen das Coronavirus stellt Bund und Länder vor enorme Herausforderungen. Sobald ein Impfstoff in Europa zugelassen ist, soll es losgehen.

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Berlin. Das Coronavirus breitet sich in Berlin weiter aus. In unserem Newsblog halten wir Sie über die aktuelle Corona-Lage in Berlin und Brandenburg auf dem Laufenden. Aktuelle Informationen zur Corona-Pandemie in Deutschland, Europa und der Welt finden Sie in diesem Newsblog.

9.50 Uhr: Wir starten unser neues Corona-Blog

Alle aktuellen Nachrichten und Zahlen zur Coronavirus-Pandemie in Berlin und Brandenburg finden sie in unserem neuen Corona-Blog.

9.31 Uhr: Querdenken plant weiter große Demonstration zu Silvester

Die Stuttgarter Initiative Querdenken hält an ihrer geplanten großen Demonstration gegen die Corona-Einschränkungen am Silvestertag in Berlin fest. Angemeldet seien 22.500 Teilnehmer, teilte der Initiator Michael Ballweg mit. Die Demonstration solle am Nachmittag des 31. Dezember auf der Straße des 17. Juni zwischen Brandenburger Tor und Großem Stern ähnlich wie im August ablaufen. Im Sommer hatten dort Zehntausende Menschen demonstriert.

Die übliche große Silvesterfeier am Brandenburger Tor mit Bühnen und Wurstbuden fällt wegen der Corona-Pandemie aus. Zuletzt war dort ein Konzert ohne Zuschauer, das im Internet übertragen wird, geplant.

Die Berliner Polizei bestätigte, dass Querdenken eine Demonstration mit dem Titel „Berlin invites Europe - Fest für Freiheit und Frieden II“ angemeldet habe. „Aktuell laufen dazu Abstimmungen zwischen der Initiative und der Polizei Berlin.“ Einzelheiten könnten noch nicht mitgeteilt werden. Die Polizei hat dabei auch die aktuellen Corona-Regeln für Demonstrationen - Maskenpflicht und Abstand - im Blick.

Im August hatten sich viele Querdenken-Demonstranten nicht an die Abstandsregel gehalten. Am 18. November war dann eine ähnliche Demonstration von der Polizei mit Hilfe von Wasserwerfern aufgelöst worden, weil fast niemand einen Mund-Nasen-Schutz trug.

8.24 Uhr: Müller verteidigt strengere Corona-Regeln in Berlin

Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) hat die strengeren Corona-Maßnahmen in Berlin verteidigt. „Wir haben in Berlin - wie in anderen Bundesländern auch - so hohe Zahlen und eine so hohe Auslastung der Intensivbetten, dass wir vorsichtiger sein müssen als andere“, sagte Müller am Dienstagabend im RBB-Bürgertalk „Wir müssen reden“.

Der Unterschied zum Einzelhandel oder zu Schulen sei, dass es dort immer Regeln wie die Maskenpflicht gebe, die überwacht und kontrolliert würden. Im privaten Bereich sei das anders. „Wenn wir ehrlich sind, zu Hause werden wir unterm Weihnachtsbaum nicht mit der Maske sitzen“, sagte Müller. Daher müsse man darauf achten, dass gerade bei den privaten Kontakten nicht wieder neue Infektionsketten ausgelöst würden. Mit Blick auf die hohen Zahlen in Berlin appellierte Müller: „Wir müssen aufpassen, wir sind jetzt an einer Grenze, wo nicht mehr sehr viel passieren darf und wir überlasten unser Gesundheitssystem und die Beschäftigten.“

Gleichzeitig räumte Müller Probleme bei den Finanzhilfen für Unternehmer in der Coronakrise ein. „Wir bemühen uns händeringend, das zu organisieren und ich gebe zu, das funktioniert nicht immer gut.“ Zu Kritik an hohen bürokratischen Hürden wies Müller auf schwer handhabbare EU-Regeln hin, gab aber zu, dass es womöglich eine Überbrückung auf Landesebene oder vom Bund für den verzögerten Geldfluss geben müsse.

4.31 Uhr: Bildungsministerium verschiebt Start des „Kita-Checks“

Brandenburgs Bildungsministerium hat den für diesen Herbst angekündigten Start des „Kita-Checks“ auf das kommende Jahr verschoben. Die Corona-Pandemie habe im zuständigen Arbeitsbereich zu deutlichen Zeitverlusten geführt, teilte das Ministerium mit.

Die Spitzenverbände der Wohlfahrtspflege sowie Träger verschiedener Einrichtungen lehnen das vom Ministerium angestrebte Prüfverfahren ab, das nach ihrer Ansicht nicht der Vielfalt der Kita-Konzeptionen entspricht. Auch vier Potsdamer Professoren aus dem Bereich der frühkindlichen Bildungsforschung kritisierten das Vorhaben des Ministeriums in einer Stellungnahme als ungeeignet.

4.30 Uhr: Coronavirus breitet sich weiter in Pflegeheimen aus

Die Zahl der erfassten Todesfälle nach Corona-Infektionen bei Bewohnern von Pflegeheimen in Berlin ist zuletzt weiter gestiegen. Nachdem die Gesundheitsverwaltung Mitte November noch von 132 Todesfällen seit Pandemiebeginn im Zusammenhang mit Sars-CoV-2 berichtet hatte, sind es nun 224 (Stand: Montagnachmittag). Das teilte die Behörde auf Anfrage mit. Insgesamt sind laut Corona-Lagebericht bisher knapp 600 Berlinerinnen und Berliner im Zusammenhang mit dem Virus ums Leben gekommen.

Lesen Sie auch: Neuer Corona-Ausbruch in Pankower Pflegeheim – 18 Infizierte

Auch die Gesamtzahl positiv getesteter Pflegeheimbewohner stieg seit Mitte November noch einmal deutlich an: von damals 1021 auf nun 2050. Außerdem wurden laut der Statistik gut 1000 Mitarbeiter seit Pandemiebeginn positiv auf Sars-CoV-2 getestet (16. November: 603). Zu Fragen nach aktuellen Hotspots und aktuell Infizierten in Heimen machte die Gesundheitsverwaltung keine Angaben. Die jeweiligen Gesamtzahlen schlössen Genesene, Verstorbene und die derzeit noch Infizierten mit ein, hieß es. 223 stationäre Pflegeeinrichtungen meldeten laut Behörde seit dem Frühjahr bestätigte Fälle (Mitte November: 183).

Inzwischen sind laut Gesundheitsverwaltung über eine Million Corona-Schnelltests an Pflegeeinrichtungen ausgeliefert worden. Im Fall eines positiven Ergebnisses muss dies durch einen PCR-Test im Labor bestätigt werden.

+++ Mittwoch, 2. Dezember 2020 +++

20.56 Uhr: Soldaten in Mitte sollen weiter in Uniform arbeiten

Die Soldaten der Bundeswehr, die zur Kontaktnachverfolgung im Bezirk Mitte aushelfen, sollen weiterhin in Uniform arbeiten dürfen. Das entschied die Bezirksverordnetenversammlung Mitte bei einer Sitzung am Dienstagabend. Die Fraktion der Linken hatte in einem Antrag gefordert, dass die Soldaten ihre Hilfe in Zivilkleidung leisten sollen. Der Antrag hatte landesweit für Aufsehen gesorgt. Der Anblick von Uniformen stoße bei großen Teilen der Bevölkerung auf Unverständnis und Ablehnung, hieß es in dem Antrag. Insgesamt helfen 85 Bundeswehrsoldaten dem Bezirksamt bei der Kontaktnachverfolgung und auf dem Testplatz in Wedding hinter dem Rathaus.

20.20 Uhr: Positive Test bei Eisbären - Spiel wird verlegt

Das für Donnerstag geplante Heimspiel der Eisbären Berlin gegen Mannheim im Magenta Sport Cup muss aufgrund mehrerer Coronafälle im Team verlegt werden. Das teilte der Verein am Dienstagabend mit. Neuer Termin ist der 8. Dezember (19.30 Uhr, Magentasport). Die positiv getesteten Spieler blieben die nächsten zehn Tage in Quarantäne, hieß es. Namen nannte der Verein nicht. Das Spiel am Sonnabend gegen München soll weiterhin stattfinden.

17.55 Uhr: Senatorin Pop: Aussetzen der Corona-Hilfen wäre fatal

Wirtschaftssenatorin, Ramona Pop (Grüne), hat vor einem überstürzten Ausstieg des Bundes aus den Corona-Hilfen für die deutsche Wirtschaft gewarnt. „Es wäre fatal, wenn dem Bund nun auf den letzten Metern die Puste ausgeht und Hilfsprogramme ausgesetzt werden“, teilte sie mit. „Dann sind alle Anstrengungen der letzten Monate Makulatur.“ Seit März hätten Bund und Länder in einer „beispiellosen Kraftanstrengung die deutsche Wirtschaft und Arbeitsplätze gestützt“. Mit dem Impfbeginn gebe es nun „endlich ein Licht am Ende des Tunnels zu sehen“.

Pop bezog sich mit ihrer Warnung auf Aussagen des Kanzleramtschefs, Helge Braun (CDU). Dieser hatte im „Handelsblatt“ gesagt, der Staat sei nicht „unbegrenzt handlungsfähig“. Es müssten bis Januar zielgenauere Hilfen ausgearbeitet werden, die sich nicht wie bisher am Umsatz der betroffenen Unternehmen orientierten

16.45 Uhr: 29 weitere Tote, Intensivbetten-Ampel wieder auf Gelb

In Berlin sind 29 weitere Menschen an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben. Die Zahl der Todesfälle steigt auf 594. 1161 neue Infektionen wurden bestätigt, 925 waren es am Montag.

20.839 aktuelle Corona-Fälle haben wir insgesamt in Berlin, 21.171 waren es Montag. 44.873 Menschen gelten inzwischen als genesen.

309 Menschen werden auf Intensivstationen behandelt, sieben weniger als Montag. 1177 Menschen liegen insgesamt in Krankenhäusern, 35 mehr als Montag.

Die Berliner Corona-Ampel für die mit Covid-19-Patienten belegten Intensivbetten ist mit 24,5 Prozent wieder auf Gelb. Der Wert für Neuinfektionen ist mit 194,0 auf Rot. Die Ampel für den Bereich der Reproduktionszahl steht mit 0,88 auf Grün.

Die Corona-Zahlen in den Berliner Bezirken

Die 7-Tage-Inzidenzen in den Berliner Bezirken

16.10 Uhr: SPD-Fraktionschef schlägt Begrenzung für Demos vor

Als Konsequenz aus Demonstrationen der Gegner von Corona-Maßnahmen mit vielen Teilnehmern ohne Maske hat Brandenburgs SPD-Fraktionschef Erik Stohn eine Obergrenze für Versammlungen vorgeschlagen. „Wir müssen einfach erkennen, dass von diesen Demos, weil sich nicht an Auflagen gehalten wird, ein großes Infektionsrisiko ausgeht“, sagte Stohn am Dienstag in Potsdam. Es müsse um Maßnahmen gehen, mit denen der Gesundheitsschutz und die Versammlungsfreiheit in Einklang gebracht werden könnten. „So wie es momentan vonstatten geht, geht es nicht.“

Der SPD-Fraktionschef schlug für Demos eine Begrenzung der Teilnehmerzahl pro Quadratmeter vor und verwies darauf, dass ein solches Modell auch bei Kunden in Geschäften gelte. „Man kann auch eine generelle Obergrenze einführen“, sagte Stohn. Derzeit gibt es keine Beschränkung der Teilnehmerzahl für Versammlungen, wer mitmacht, muss aber Mindestabstand und Maskenpflicht einhalten

14.27 Uhr: Berlins Kultursenator rechnet nicht mit Berlinale wie geplant

Berlins Kultursenator Klaus Lederer ist skeptisch, dass die Berlinale wie geplant stattfinden kann. „Dass wir hier im Februar volle Kinosäle über die ganze Stadt hinweg haben, da wäre ich zurückhaltend. Das glaube ich eher nicht bei den derzeitigen Zahlen“, sagte der Linke-Politiker am Dienstag mit Blick auf die Entwicklung der Corona-Pandemie. Lederer bekräftigte, dass Kulturorte bis Mitte Januar geschlossen bleiben sollen. „Ich glaube sogar, es wird noch etwas länger gehen“, hatte der Senator dazu zuletzt gesagt.

14.24 Uhr: Berlin plant acht mobile Teststationen für Schulen und Kitas

Für den Einsatz an Berliner Schulen und Kitas soll es angesichts der anhaltenden Corona-Pandemie künftig acht mobile Teststellen geben. Das kündigte Kultursenator und Vize-Regierungschef Klaus Lederer (Linke) am Dienstag nach der Sitzung des Senats an, der dies zuvor auf Vorschlag der Bildungsverwaltung beschlossen hatte. „Die mobilen Testteams können in der Stadt unterwegs sein und Tests abnehmen“, erklärte Lederer. Die Schnelltests sollen bei Lehrkräften und Erzieherinnen und Erziehern zum Einsatz kommen. Dadurch soll an Schulen und Kitas schneller als bisher möglich sein, Corona-Fälle festzustellen und Infektionsketten zu unterbrechen.

Nach Angaben der Bildungsverwaltung sollen pro Teststelle bis zu 200 Tests am Tag möglich sein. Die Bildungsverwaltung entscheidet in Abstimmung mit den Gesundheitsämtern, wo die mobilen Teststellen jeweils eingesetzt werden. Die Tests muss aus rechtlichen Gründen medizinisch qualifiziertes Personal übernehmen. Der Senat sieht darin ein Problem - aus diesem Grund sei noch nicht die Zahl möglich, die wünschenswert sei. „Da sind wir wieder an dem Flaschenhals Personal“, sagte Lederer.

14 Uhr: Berliner Senat will 500 Hotelzimmer für Corona-Quarantäne reservieren

Der Berliner Senat wird 500 Hotelzimmer reservieren, um dort in der Corona-Pandemie Menschen aus beengten Wohnverhältnissen eine Quarantäne zu ermöglichen. Das hat der Kultursenator und stellvertretende Bürgermeister Klaus Lederer (Linke) am Dienstag nach der Senatssitzung angekündigt. Es sei aus epidemiologischer Sicht vernünftig, wenn sich Menschen nicht in ihren engen Wohnungen gegenseitig ansteckten. Den ausführlichen Artikel lesen Sie HIER.

12.23 Uhr: KitKat Club bietet ab Freitag Corona-Schnelltests an

Im KitKat Club in Mitte sollen ab kommendem Freitag Corona-Schnelltests durchgeführt werden. Das kündigte der für seine Freizügigkeit bekannte Club am Montag bei Facebook an. Die Abstriche werden demnach von einer Ärztin und geschultem Personal vorgenommen. Getestet werden soll in dieser Woche zunächst von Freitag bis Sonntag, ab kommender Woche dann von Mittwoch bis Sonntag, immer von 10 bis 19 Uhr. Der Test soll 24,90 Uhr kosten. Eine Anmeldung ist erforderlich, Zugang über den Club-Eingang an der Köpenicker Straße 76 am U-Bahnhof Heinrich-Heine-Straße. Dazu schrieben die Betreiber in ihrem Facebook-Post: "Kommt nackt & seid wild! (Bitte nicht. Wäre lustig, führt aber wahrscheinlich nur zu Anzeigen, wegen Party-Verdachtes)."

12.17 Uhr: Frau ohne Maske klammert sich an Haltestangen im Zug fest

Eine Frau ohne Mund-Nasen-Schutz hat am Montag in Mitte auf dem Bahnsteig der U5 im U-Bahnhof Alexanderplatz zunächst einen Polizisten mehrfach rassistisch beleidigt, nachdem dieser sie auf die Maskenpflicht aufmerksam gemacht hatte. Erst nach Hinweisen auf das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes und auf die Beleidigungsanzeige zog die 49-Jährige sich einen Schal vor Mund und Nase.

In der U-Bahn in Richtung Hönow soll sie den Schal wieder runtergezogen und sich über die Maskenpflicht beschwert haben. Als die Beamten den zuvor angedrohten Platzverweis durchsetzen wollten, hielt die Frau sich an den Haltestangen im Zug fest. Mit Anstrengung gelang es den Polizisten die Frau, die weiterhin rassistische Beleidigungen von sich gab, aus dem U-Bahnhof zu geleiten. Es wurden ein Ordnungswidrigkeitenverfahren wegen des Verstoßes gegen das Infektionsschutzgesetz und zwei Strafermittlungsverfahren wegen des Widerstandes und der rassistischen Beleidigungen eingeleitet. Der Staatsschutz ermittelt.

11.47 Uhr: Leiter des Intensivregisters - "Berlin Vorbildstadt für Deutschland"

Christian Karagiannidis, Leiter des Intensivbettenregisters Divi, lobt Berlin für die "extrem gute Koordination" der Kliniken in der Corona-Krise. Dem RBB sagte der Lungenarzt: "Berlin ist in meinen Augen die Vorbildstadt für Deutschland. Da müssten andere Bundesländer eigentlich nachziehen und die Koordination und Verschiebung von Patienten zwischen verschiedenen Krankenhaus-Standorten genauso durchführen."

11.41 Uhr: Maskenpflicht in Berlin und Brandenburg - 17.000 Ermahnungen

Bundespolizisten haben im November 16.998 Personen angesprochen, die in Berlin und Brandenburg gegen die Maskenpflicht in Bahnhöfen, Zügen und Flughäfen verstoßen haben. In 106 Fällen informierten die Einsatzkräfte die Gesundheitsämter, um ein Bußgeldverfahren zu anzustoßen. Diese Zahlen teilte die Bundespolizei am Dienstag mit. Die Maßnahmen der Bundespolizei zur Unterstützung der Länder bei der Pandemiebekämpfung sollen fortgesetzt werden.

11.05 Uhr: Corona-Neuinfektionen in Brandenburg fast verdoppelt

Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus hat sich in Brandenburg innerhalb eines Tages fast verdoppelt. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums wurden bis Dienstagmorgen 427 neue Fälle registriert, nach 218 am Montag. Die meisten neuen Ansteckungen verzeichnete mit 66 der Landkreis Potsdam-Mittelmark, gefolgt vom Kreis Oberhavel (60). Im besonders belasteten Landkreis Oberspreewald-Lausitz kamen 9 Infektionen hinzu. Dort sank die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen leicht auf 305,4. Die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz für ganz Brandenburg stieg leicht Auf 128,4.

Insgesamt sind seit Beginn der Pandemie 20.562 Brandenburger an Covid-19 erkrankt. Aktuell sind es 6794, von denen 511 in Krankenhäusern behandelt werden. Die Zahl der Patienten auf den Intensivstationen stieg um 12 auf 124. Insgesamt 383 Brandenburger sind im Zusammenhang mit Covid-19 bislang gestorben, das sind 13 mehr als am Vortag.

11.01 Uhr: Neuer Corona-Ausbruch in Pankower Pflegeheim

Im stationären Teil eines Senioren- und Pflegeheims im Pankower Ortsteil Buch haben sich 18 Bewohner mit dem Coronavirus angesteckt. Laut einer Sprecherin des Trägers Renafan wurden alle Betroffenen in ihren Aufenthaltsbereichen oder Zimmern isoliert. Bei 16 der 18 Erkrankten soll sich die Infektion „überwiegend in einer Erkältungssymptomatik niederschlagen“, heißt es. Die zwei übrigen sind bislang offenbar symptomlos. Schwere Krankheitsverläufe wurden offenbar nicht festgestellt. Mehr darüber lesen Sie HIER.

10.46 Uhr: Hellersdorfer Grundschule bis zum 9. Dezember geschlossen

Nach einem Corona-Fall ist die Pusteblume-Grundschule an der Kastanienallee 118 in Hellersdorf bis zum 9. Dezember 2020 geschlossen. "Auf Beschluss des Gesundheitsamtes sind umfangreiche Quarantänemaßnahmen für das gesamte pädagogische Personal, resultierend aus einer Dienstbesprechung an der alle Kolleginnen und Kollegen teilgenommen haben, angeordnet worden", teilte die Schule auf der Homepage mit. In der Erklärung hieß es weiter, dass sich fast alle Lehrkräfte und Erzieher in Quarantäne befinden.

10.31 Uhr: Müller regt Solidarisches Grundeinkommen in ganz Deutschland an

Angesichts negativer Folgen der Corona-Krise für den Arbeitsmarkt schlägt Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) eine Ausweitung des Solidarischen Grundeinkommens auf ganz Deutschland vor. In Berlin wurden im Zuge des Programms für 1000 Arbeitslose sozialversicherungspflichtige, nach Tarif oder Mindestlohn bezahlte Jobs im gemeinnützigen Bereich geschaffen - um zu verhindern, dass die Betreffenden in Hartz IV abrutschen.

„Durch die Corona-Pandemie werden wieder viele Menschen arbeitslos, Kommunen müssen angesichts erneut knapper Kassen genau überlegen, wo sie welche sozialen Leistungen weiter anbieten können“, schrieb Müller am Dienstag in einem Beitrag im Tagesspiegel. „In einem Jahr werden sich die Arbeitslosen von heute in Hartz IV wiederfinden.“

„Das muss nicht sein“, meinte Müller. „Der Bund sollte noch einmal ernsthaft und unideologisch prüfen, ob es nicht gerade jetzt besser wäre, die Hartz IV-Gelder und Folgekosten in gute, soziale Arbeit zu investieren.“

9.56 Uhr: Arbeitslosigkeit in Berlin geht zurück - Kurzarbeit nimmt zu

Die Kurzarbeit hat auch im November trotz neuer Corana-Beschränkungen einen Wiederanstieg der Arbeitslosigkeit in Berlin verhindert. Die Zahl der Anzeigen für Kurzarbeit sei in der Hauptstadt im vergangenen Monat deutlich gestiegen, teilte die Bundesagentur für Arbeit am Dienstag mit.

Die Arbeitslosigkeit geht nach einem starken Zuwachs im Frühjahr und Sommer aber seit August zurück. 202.313 Frauen und Männer waren im November arbeitslos gemeldet. Das waren 2479 weniger als im Oktober, aber 53.538 mehr als ein Jahr zuvor. Die Quote lag bei 10,1 Prozent. Das waren 0,1 Prozentpunkte weniger als im Oktober und 2,5 Prozentpunkte mehr als im November 2019.

9.54 Uhr: Pankow verlängert Allgemeinverfügung zur Quarantäne

Das Bezirksamt Pankow hat die Allgemeinverfügung zur häuslichen Quarantäne verlängert. Diese ist nunmehr bis 31. März 2021 in Kraft, teilte das Bezirksamt am Dienstag mit. Ziel der Maßnahme sei es, größere Gruppen von Infizierten oder Kontaktpersonen unmittelbar zu einer häuslichen Quarantäne zu verpflichten. Dies beschleunige die Arbeit des Gesundheitsamtes, da für die häusliche Quarantäne keine Einzelbescheide des Gesundheitsamtes erforderlich sind.

8.57 Uhr: Michael Müller - Wir sehen eine positive Tendenz bei Corona in Berlin

Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) sieht trotz hoher Zahlen im Corona-Warnsystem Fortschritte im Kampf gegen die Seuche. „Wir sehen ja eine positive Tendenz, trotz der roten Ampeln“, sagte Müller am Dienstag im RBB-Inforadio. Die Zahl der Neuinfektion gehe nach unten. Nach Daten des Robert Koch-Instituts liege die Sieben-Tage-Inzidenz wieder unter 200.

Der Lagebericht des Senats zeigte am Montag berlinweit noch 206,9 Infektionen je 100.000 Einwohner in den zurückliegenden sieben Tagen, allerdings bei rückläufiger Tendenz. Die Warnampel für diesen Indikator steht weiter auf Rot, ebenso die für die belegten Intensivbetten.

8.56 Uhr: Michael Müller - Corona-Maßnahmen greifen nur sehr langsam

Michael Müller legte sich nicht fest, ob die aktuellen Beschränkungen des öffentlichen Lebens im Januar fortgesetzt werden müssen. „Das kann ich Ihnen so nicht sagen“, sagte Müller im RBB-Inforadio. Man sehe bundesweit, dass die Maßnahmen greifen, sie griffen aber nur sehr langsam.

„Wenn wir das jetzt ernst nehmen und vor allem die Kontakte dramatisch beschränken, können die Zahlen auch schneller nach unten gehen“, sagte Müller. Dann gebe es auch eine Perspektive, Dinge zu ermöglichen. „Wir haben vor allem die Kultur im Blick: Wir wollen Theater, wir wollen Oper, wir wollen Konzerte ermöglichen.“

Müller nannte Schnelltests, etwa für Lehrer einen Baustein, um mit der Pandemie umzugehen. „Alle diese Möglichkeiten wollen wir natürlich anbieten“, sagte er. Wenn die zusätzliche Schutzwirkung wissenschaftlich bestätigt sei, werde sich auch ein Weg zur Finanzierung finden. Daran werde es nicht scheitern.

6.55 Uhr: Berliner Polizei fehlen wegen Corona 550 Mitarbeiter

Rund 160 Mitarbeiter der Berliner Polizei können zurzeit ihren Dienst nicht versehen, weil sie sich nachweislich mit dem Coronavirus angesteckt haben. Weitere Dienstkräfte sind in Quarantäne. Zusammengenommen muss die Polizei somit auf etwas mehr als 550 Beschäftigte verzichten. Zum Vergleich: Im Juli gab es nur einen nachweislich infizierten Polizisten. In Quarantäne waren damals nicht einmal 20 Mitarbeiter. Alle Details zur Corona-Situation bei der Berliner Polizei lesen Sie hier.

3.30 Uhr: Berliner Senat berät über Impfzentren und Schulneubau

Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) informiert den Berliner Senat bei dessen Sitzung am Dienstag (10 Uhr) über den aktuellen Stand bei den geplanten Impfzentren. Sie sind Voraussetzung für die Massenimpfungen, die es geben soll, sobald ein Impfstoff zur Verfügung steht. In Berlin sind sechs solcher Zentren vorgesehen, in denen täglich bis zu 20.000 Dosen verabreicht werden könnten. Standorte sind etwa die Messehalle 11, die ehemaligen Flughäfen Tegel und Tempelhof (Hangar 4) und das Velodrom in Pankow. Dringend gesucht werden Menschen, die dort mitanpacken, etwa Ärzte, Sanitäter und Betreuer für ältere Menschen.

Wie Kalayci am Montag in Gesundheitsausschuss des Abgeordnetenhauses sagte, hat der Aufbau der Impfzentren bereits begonnen. Einen Termin für die Fertigstellung gebe es aber noch nicht. Ziel sei, ab Mitte Dezember impfen zu können. Ein weiteres Thema mit Bezug zur Corona-Krise ist die Frage, inwieweit Hotels genutzt werden könnten, um Menschen in Quarantäne zu beherbergen. Der Regierende Bürgermeister Michael Müller (SPD) hatte bereits in der ADR-Sendung „Anne Will“ am Sonntagabend angekündigt, dass der Senat sich damit beschäftigen wolle.

Einer Senatssprecherin zufolge steht außerdem noch der offizielle Beschluss über die Kontaktbeschränkungen über Weihnachten aus. Verständigt hatte sich der Senat bei einer Sondersitzung am Donnerstag darauf, dass die zwischen Bund und Ländern vereinbarten Lockerungen in Berlin nicht gelten sollen.

Stattdessen sollen sich über die Feiertage maximal fünf Personen zu privaten Zusammenkünften treffen dürfen. Dabei gibt es allerdings keine Vorgaben dazu, aus wie vielen Haushalten sie kommen, und Kinder bis 14 Jahren werden nicht mitgezählt. Bund und Länder hatten sich auf Treffen „im engsten Familien- oder Freundeskreis“ vom 23. Dezember bis 1. Januar mit bis zu zehn Personen plus Kinder bis 14 Jahren verständigt.

+++ Montag, 30. November 2020 +++

18.50 Uhr: Bei der BER-Flughafengesellschaft droht massiver Stellenabbau

Nach dem Einbruch des Flugverkehrs in der Corona-Pandemie will die Flughafengesellschaft Berlin-Brandenburg (FBB) auch durch Arbeitsplatzabbau Kosten einsparen. Bis 2025 sollen 535 Arbeitsplätze sozialverträglich abgebaut werden, wie Finanzchefin Aletta von Massenbach am Montag im Flughafenausschuss des Brandenburger Landtags ankündigte. Im kommenden Jahr sollen 115 Stellen abgebaut werden.

Flughafenchef Engelbert Lütke Daldrup betonte, die FBB könne die Verluste gegenwärtig nur mit harten Einsparungen auffangen. Neben Kurzarbeit in erheblichem Umfang könnten mit der zeitweisen Schließung der derzeit nicht benötigten Südbahn und des Terminals Schönefeld-Alt weitere Personalkosten eingespart werden

17.24 Uhr: Brandenburg plant elf Corona-Impfzentren

Für den verstärkten Schutz gegen das Coronavirus plant die Brandenburger Landesregierung die Einrichtung von elf Impfzentren. Das Gesundheitsministerium führe dazu Gespräche mit Kommunen, Kassenärztlicher Vereinigung und anderen Partnern, sagte Ministeriumssprecher Gabriel Hesse am Montag der Deutschen Presse-Agentur. Im Dezember solle je ein Impfzentrum in Potsdam und Cottbus startklar sein, in den ersten drei Monaten 2021 solle es dann insgesamt elf Zentren geben. Die Standorte seien noch unklar. Die „Märkische Allgemeine Zeitung“ veröffentlichte am Montag eine Liste von Vorschlägen für zehn Impfzentren. Die Impfungen sind freiwillig.

17.15 Uhr: Union sagt Weihnachtsingen ab

Es ist der nächste Termin, der der Corona-Pandemie zum Opfer fällt: Das traditionelle Weihnachtssingen von Union Berlin kann in diesem Jahr nicht stattfinden, wie der Fußball-Bundesligist am Montag bekannt gab. „Statt Lichterglanz und Gesang bleibt das Stadion An der Alten Försterei am 23. Dezember 2020 still und dunkel“, hieß es in einer Mitteilung des Vereins. Komplett müssen die Fans aber nicht auf den traditionellen Gesangsabend verzichten. Mehr zur Absage des Union-Weihnachtssingens lesen Sie hier.

16.05 Uhr: 925 Neuinfektionen, zwölf weitere Tote, zwei rote Ampeln

In Berlin sind zwölf weitere Menschen an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben. Die Zahl der Todesfälle steigt auf 565. 925 neue Infektionen wurden bestätigt, 1156 waren es am Sonntag. 21.171 aktuelle Corona-Fälle haben wir insgesamt in Berlin, 21.653 waren es Sonntag. 43.409 Menschen gelten inzwischen als genesen. 316 Menschen werden auf Intensivstationen behandelt, zwölf mehr als Sonntag. 1142 Menschen liegen insgesamt in Krankenhäusern, 13 mehr als Sonntag.

Die Berliner Corona-Ampel für die mit Covid-19-Patienten belegten Intensivbetten springt mit 25,2 Prozent wieder auf Rot. Der Wert für Neuinfektionen ist mit 206,9 ebenfalls auf Rot. Die Ampel für den Bereich der Reproduktionszahl steht mit 0,80 auf Grün.

Corona-Fallzahlen in den Berliner Bezirken

7-Tage-Inzidenzen in den Berliner Bezirken

15.38 Uhr: Kalayci - Bund muss Voraussetzungen für Start von Impfzentren schaffen

Für den Betrieb von Corona-Impfzentren in der Hauptstadt dringt Berlins Gesundheitssenatorin darauf, dass wichtige Voraussetzungen durch den Bund erfüllt werden. So sei zum Beispiel noch nicht festgelegt, welche Gruppen prioritär geimpft werden sollen, sagte die SPD-Politikerin Dilek Kalayci am Montag im Gesundheitsausschuss des Abgeordnetenhauses. So könne noch nicht zur Impfung eingeladen werden.

„Was hilft mir das, wenn der Impfstoff am 15. kommt, oder am 16. oder am 20., aber die Priorisierung zwei Tage vorher - oder zeitgleich oder vielleicht sogar danach? Das geht nicht“, sagte Kalayci. Auch ein System des Robert Koch-Instituts (RKI), mit dem die Impfungen dokumentiert werden sollen, sei noch nicht da. Das Land benötige Vorlaufzeit, betonte die Senatorin.

Anfang November hatten die Ständige Impfkommission (Stiko), der Ethikrat und die Nationale Wissenschaftsakademie Leopoldina erklärt, Ältere, Menschen mit Vorerkrankungen sowie Mitarbeiter in Krankenhäusern und Pflegeheimen sollten bevorzugt geimpft werden. Eine genauere Definition der Gruppen steht noch aus. Kürzlich erklärte die Stiko, man warte noch auf Studiendaten der Hersteller.

15.37 Uhr: 90 Ärzte pro Tag in Impfzentren geplant

Diese Woche sei der Aufbau der Impfzentren gestartet, sagte Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci. Einen Termin für die Fertigstellung gebe es noch nicht. Man wolle aber, dass Mitte Dezember geimpft werden könne. Für den Betrieb hofft Kalayci auf die Unterstützung der Ärzteschaft: Geplant werde pro Tag mit 90 Ärztinnen und Ärzte in den Impfzentren, sagte Kalayci. Hinzu kämen 30 Ärzte unterwegs, die etwa nicht mehr mobile Senioren impfen.

Die Kassenärztliche Vereinigung (KV) verschickt nun den Zugang zu einem Dienstplansystem, in das sich Niedergelassene freiwillig eintragen können, wie eine Sprecherin sagte. Für den Einsatz in Impfzentren gibt es demnach ein Honorar. Krankenhäuser sollen laut Senatorin die Impfungen selbst organisieren.

15.30 Uhr: Müller weist Kritik an mangelnder Beteiligung an Corona-Hilfen zurück

Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) hat die Kritik zurückgewiesen, die Länder würden sich nicht genügend an den Kosten der Corona-Hilfen beteiligen. „Der Bund hat wahnsinnig viel gemacht und unterstützt, hohe dreistellige Milliardenbeträge - und die Länder ganz genauso“, sagte Müller, der derzeit auch Vorsitzender der Ministerpräsidentenkonferenz (MPK) ist, am Montag in einem Live-Interview des „Spiegels“. „Allein der Stadtstaat Berlin kommt auf Milliarden. Jetzt kann man sich ausrechnen, was in Bayern und in NRW und Baden-Württemberg in den großen Ländern los ist.“

15.27 Uhr: Wirtschaftsrat der CDU für Sonntagsöffnung

Der Wirtschaftsrat der CDU sieht den Einzelhandel in Deutschlands Innenstädten massiv gefährdet und hat deshalb ein 8-Punkte-Papier zur Stärkung des Handels entwickelt. Nikolaus Breuel, Landesvorsitzender des Wirtschaftsrates Berlin-Brandenburg: “Durch Covid-Schutzmaßnahmen im stationären Handel entstehende Umsatzverluste gefährden Unternehmen und Arbeitsplätze. Stirbt der stationäre Handel, so veröden unsere Innenstädte. Wir benötigen zusätzliche Maßnahmen wie die Ausweitung der Novemberhilfen und die Lockerung der Öffnungszeiten, um den Handel zu stützen.”

15.23 Uhr: Brandenburg lehnt stärkere Länderbeteiligung an Corona-Hilfen ab

Der Widerstand aus den Ländern gegen eine stärkere Beteiligung an Corona-Hilfen nimmt zu. Brandenburgs Finanzministerin Katrin Lange (SPD) wies die Forderung von Unionsfraktionschef Ralph Brinkhaus (CDU) am Montag zurück. „Die Länder gehen bereits jetzt an die Grenze des finanziell überhaupt Verantwortbaren“, sagte Lange laut einer Mitteilung in Potsdam.

Brandenburg habe einen Rettungsschirm von bis zu zwei Milliarden Euro aus Krediten aufgespannt. Lange wies auch auf eine Schieflage des Landeshaushalts hin: Die Kenia-Koalition plant für den Etat 2021 Rekordschulden von 2,8 Milliarden Euro, darunter 2,4 Milliarden Euro zur Bewältigung der Pandemie.

15.22 Uhr: Berliner Bäder bleiben weiter geschlossen

Mit der Verlängerung des bundesweiten Lockdowns in den Dezember hinein bleiben auch die Berliner Bäder weiterhin für die Öffentlichkeit und Vereine geschlossen. Ausnahmen gelten nach wie vor für den Schulschwimmunterricht. Schülerinnen und Schüler, deren Grundschulen im Corona-Stufenplan mit „Grün“, „Gelb“ oder „Orange“ bewertet werden, können auch im Dezember schwimmen gehen. Auch Spitzensportler könnten weiterhin trainieren, heißt es in einer Mitteilung der Berliner Bäderbetriebe.

15.12 Uhr: Grips Theater singt gegen Corona-Blues

Das Berliner Grips Theater hat als Zeichen in der Corona-Pandemie einen Hit aus seinem Dauerbrenner „Linie 1“ im Internet veröffentlicht. In dem Videoclip singt und spielt eine neunköpfige Gruppe „Fahr mal wieder U-Bahn“ - im Herbstlaub vor der Bühne am Hansaplatz. Das Ganze war Teil eines Aktionstages der im Deutschen Bühnenverein organisierten Theater und Orchester - diese müssen wegen der Pandemie pausieren. Das Grips Theater hat „Fahr mal wieder U-Bahn“ als „Hommage an das Miteinander in der Großstadt“ ausgewählt, wie die Bühne am Montag erklärte.

Grips-Theater

Der Aktionstag soll laut Bühnenverein „in dieser gesellschaftlich so herausfordernden Zeit“ ein „Zeichen von Zuversicht, künstlerischer Energie und Verbundenheit zu ihrem Publikum in die Kommunen senden“.

14.43 Uhr: Senat - Verwandtenbesuche zu Weihnachten sind keine touristische Reise

Der Berliner Senat hält daran fest, dass Hotelübernachtungen über Weihnachten für Verwandtenbesuche in der Hauptstadt möglich sein sollen. „Es gilt, dass auf alle nicht zwingend notwendigen Reisen verzichtet werden soll“, teilte Senatssprecherin Melanie Reinsch am Montag auf Anfrage mit. „Dazu gehören touristische Reisen. Ein Besuch von Verwandten ist keine touristische Reise.“

14 Uhr: Neujahrsempfang der Berliner Wirtschaft abgesagt

Angesichts der hohen Infektionszahlen findet der Neujahrsempfang von IHK Berlin und Handwerkskammer Berlin am 8. Januar 2021 nicht statt. "Die aktuelle Entwicklung der Corona-Pandemie fordert uns alle in den nächsten Wochen (und wahrscheinlich Monaten) in besonderer Weise. Wir sehen uns daher dazu gezwungen, den Empfang (...) bereits heute aus gesundheitspolitischen Gründen abzusagen", hieß es.

13.36 Uhr: Kalayci - „Hoffnungsschimmer“ und Herausforderungen bei Corona-Lage

Bei der Entwicklung der Corona-Neuinfektionen in Berlin sieht Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci einen „Hoffnungsschimmer“, aber auch noch Herausforderungen. Zuletzt sei eine Stagnation bei den wöchentlich erfassten Fällen zu sehen gewesen, sagte die SPD-Politikerin am Montag im Gesundheitsausschuss des Abgeordnetenhauses. Die Dynamik sei gedämpft. Allerdings lägen die Neuinfektionen - mehr als 7600 pro Woche - immer noch auf viel zu hohem Niveau. Das erschwere es, die Infektionsketten zu unterbrechen.

Um wieder in eine beherrschbare Situation zu kommen, müssten die Zahlen deutlich sinken: Als rote Linie an Neuinfektionen pro Woche und pro 100.000 Einwohner habe sich Berlin eine Marke von 30 gesetzt, was rund 1130 Fällen pro Woche entspreche, so Kalayci.

Über die Entwicklung in den Bezirken sagte die Senatorin, nun weise Spandau eine sehr stark erhöhte Fallzahl auf. „Je höher die Dichte, je enger die Wohnverhältnisse, desto höher auch die Inzidenz“, sagte die Senatorin. Zu dem Zusammenhang von Infektionsdynamik und Bewohnerdichte gebe es eine Untersuchung ihrer Behörde, deren Ergebnisse in Kürze dargestellt würden. Zunächst waren vor allem Innenstadtbezirke wie Mitte, Neukölln und Friedrichshain-Kreuzberg besonders betroffen.

13.25 Uhr: Hertha-Trainer Labbadia vermisst Derby-Vorfreude in Berlin

Bruno Labbadia bedauert die fehlende öffentliche Derby-Vorfreude auf das brisante Berliner Stadtderby von Hertha BSC und dem 1. FC Union wegen der Corona-Krise. „Es wäre fantastisch, wenn wir ein volles Stadion hätten, weil du dann selbst ganz anders hinfieberst, weil auch die ganze Stadt mitfiebert. So bekommt man ganz, ganz wenig mit“, sagte der Hertha-Trainer am Montag in einer Medienrunde. Trotzdem sei die Begegnung am Freitag (20.30 Uhr/DAZN) im leeren Berliner Olympiastadion natürlich „ein besonderes Spiel. Es ist ein bisschen mehr Salz in der Suppe“, sagte der 54-Jährige.

12.57 Uhr: Umfrage - Weniger Geld für Weihnachtsgeschenke, viele Reisewünsche

Viele Berlinerinnen und Berliner wünschen sich zu Weihnachten im Corona-Jahr laut einer Umfrage vor allem Reisen. Dies stehe bei 37 Prozent der Befragten auf der eigenen Wunschliste, teilte die Berliner Sparkasse am Montag mit. Sie hatte die Umfrage beim Meinungsforschungsinstitut info GmbH in Auftrag gegeben. Auch Literatur (37 Prozent), Einladungen zum Essen (36 Prozent) sowie Eintrittskarten für Kulturelles (34 Prozent) und Geld (33 Prozent) seien Wünsche der befragten Hauptstädter. Das meiste davon dürfte aber wegen der Pandemie nicht so schnell Realität werden können. Befragt wurden laut den Angaben von Ende Oktober bis Mitte November mehr als 1000 Berliner ab 16 Jahren.

12.49 Uhr: Kalayci - Rote Intensivbetten-Ampel „wichtiges Warnsignal“

Die zwischenzeitlich rote Corona-Ampel beim Indikator Intensivbetten ist aus Sicht von Berlins Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) als „wichtiges Warnsignal“ zu sehen. Beansprucht seien nicht nur die Intensivbetten der Krankenhäuser in Berlin mit mehr als 300 Covid-19-Fällen, sondern auch die Betten auf Normalstationen mit mehr als 800 Covid-19-Patienten, sagte die SPD-Politikerin am Montag im Gesundheitsausschuss des Abgeordnetenhauses. Sie bezeichnete die Situation als zugespitzt und angespannt.

In der zweiten Welle der Pandemie seien Therapie und Behandlungsmöglichkeiten aber so weit fortgeschritten, dass oftmals eine Behandlung auf einer Intensivstation oder mit Beatmung verhindert werden könne, erklärte die Senatorin. Trotz der guten Vorbereitung könne es zeitweise zu Leistungseinschränkungen der Krankenhäuser kommen, insbesondere wenn auch Personal sich angesteckt habe. Um die Pflegekräfte zu schonen, gelte es Infektionen in der Stadt zu vermeiden, sagte die Politikerin.

11.50 Uhr: Kreise - Merkel-Kritik an Hotelöffnungen über Weihnachten

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hat Pläne verschiedener besonders von der Corona-Pandemie betroffener Länder kritisiert, über Weihnachten in Großstädten Hotelübernachtungen für Familienbesuche zu erlauben. Merkel habe sich am Montag in einer virtuellen Sitzung des CDU-Präsidiums zu dem Beschluss von Bund und Ländern bekannt, die strengen Corona-Kontaktbeschränkungen über die Festtage zu lockern, berichteten Teilnehmer am Montag der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. Es habe ihr aber die Fantasie gefehlt, zu ahnen, dass besonders betroffene Länder die Hotels öffnen wollten, wurde sie zitiert.

Es sei nicht kontrollierbar, ob nur Gäste in den Hotels übernachteten, die tatsächlich Verwandte in der Region besuchten, begründete Merkel demnach ihre Kritik. Nach diesen Informationen bezog sich die Kanzlerin auf entsprechende Regelungen in Großstädten wie Berlin. Es sei nicht zu erklären, dass zugleich etwa die Krankenschwestern an der Berliner Charité über Weihnachten durcharbeiten müssten.

Nach Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Hessen, Schleswig-Holstein und Berlin hatte am Samstag auch Mecklenburg-Vorpommern angekündigt, über die Festtage Hotelübernachtungen für Familienbesuche zu erlauben - entgegen einer Empfehlung aus dem Kanzleramt. Auch Baden-Württemberg will solche Übernachtungen nun über die Weihnachtstage zulassen.

11.49 Uhr: Charité-Chef warnt vor Dauerbelastung des Personals auf den Intensivstationen

Charité-Chef Heyo Kroemer hat vor einer anhaltenden Dauerbelastung des Personals auf den Intensivstationen gewarnt. Es drohe an der Berliner Universitätsklinik kein Aufnahmestopp, sagte Kroemer am Montag. Aber insgesamt sei der Indikator der Auslastung von Intensivbetten problematisch. „Der suggeriert, es gäbe freie Intensivbetten. Das ist nicht so,“ sagte Kroemer: „Wenn wir mehr Covid-Patrienten aufnehmen, können wir andere Dinge nicht erledigen.“

Derzeit lägen 106 mit Covid infizierte Patienten auf den Intensivstationen der Charité. 29 seien schwerstkrank, müssten mit der Ecmo-Methode über das Blut mit Sauerstoff versorgt werden. Man wolle an der Charité nicht mehr als 200 Corona-Intensivpatenten aufnehmen. Ärzte und Pflegekräfte seien schon jetzt „extrem angespannt“, sagte Kroemer. Die Kollegen auf den Intensivstationen müssten diese Belastung nun aber über einen längeren Zeitpunkt aushalten.

„Wir müssen unbedingt die Zahl dieser Infektionen in Berlin runterkriegen“, sagte der Charité-Chef. Denn auch schwer Erkrankte ohne Covid hätten das Recht behandelt zu werden. „Es dürfen auf keinen Fall mehr Covid-Fälle werden und es müssen weniger werden, damit die Belastung runtergeht“, so Kroemer. In Dauerhaftigkeit sei die Lage „schwer beherrschbar“.

11.32 Uhr: Gedenken an Terroranschlag auf Weihnachtsmarkt noch unklar

Knapp vier Jahre nach dem islamistischen Terroranschlag auf den Berliner Weihnachtsmarkt ist wegen der Corona-Pandemie noch nicht klar, ob und wie das jährliche Gedenken stattfinden kann. Über mögliche Veranstaltungen am 19. Dezember sei noch nicht entschieden, sagte eine Senatssprecherin am Montag. Auch beim Schaustellerverband, der die Gedenkveranstaltungen der vergangenen Jahre mitorganisierte, gibt es noch keinen Beschluss.

11.31 Uhr: Nach Kontrollen zu Maskenpflicht in Brandenburg zieht Polizei positives Fazit

Nach landesweiten Kontrollen in Brandenburg zur Einhaltung der Corona-Maßnahmen hat die Polizei ein positives Fazit gezogen. Die meisten Menschen hätten sich an die Einschränkungen gehalten, hieß es am Montag nach vier regionalen Schwerpunktkontrolltagen im November. In diesem Zeitraum wurde vor allem die Einhaltung der Maskenpflicht in den öffentlichen Verkehrsmitteln und an den Haltestellen überprüft.

Insgesamt wurden der Polizei zufolge 851 Verstöße festgestellt, vor allem im Bereich der Haltestellen. In den allermeisten Fällen hätten die angesprochenen Betroffenen Einsicht gezeigt. Deshalb sei es überwiegend bei mündlichen Verwarnungen geblieben.

11 Uhr: Mehrheit der Berliner will sich impfen lassen

58 Prozent der Berliner Bevölkerung sind bereit, sich gegen das Coronavirus impfen zu lassen. Das geht aus einer aktuellen und repräsentativen Umfrage der Krankenkasse Barmer hervor. 32 Prozent gaben demnach an, sich auf jeden Fall impfen lassen zu wollen, 25 Prozent antworteten mit „eher ja“. Sich sicher nicht impfen zu lassen, gaben 13 Prozent an. Mit „eher nicht“ antworteten zwei Prozent. „Die hohe Impfbereitschaft der Berlinerinnen und Berliner ist ein gutes Zeichen. Denn um die Corona-Pandemie zu überwinden, bedarf es einer hohen Impfquote. Aufklärung ist das beste Mittel, die Akzeptanz für eine Immunisierung zu erhöhen“, sagt Gabriela Leyh, Landesgeschäftsführerin der Barmer Berlin/Brandenburg.

10.59 Uhr: Handel mit Umsatzplus - Gastro-Branche weiter in der Krise

Die Corona-Krise hat die Berliner Gastro-Branche weiter fest im Griff. In den ersten neun Monaten dieses Jahres verzeichneten Caterer sowie die Betreiber von Hotels, Restaurants und Kneipen einen Umsatzrückgang von nominal nahezu 43 Prozent im Vergleich zum gleichen Zeitraum des Vorjahres, wie das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg am Montag mitteilte. Allein im September lagen die Einbußen der Branche demnach bei mehr als 47 Prozent.

Am schwersten trifft es dabei das Beherbergungsgewerbe. Die Umsätze von Hotels und Pensionen gingen im September in Berlin um nominal rund 67 Prozent zurück. In den gesamten ersten neun Monaten waren es rund 58 Prozent.

Glimpflicher kam bislang hingegen der Berliner Einzelhandel durch die Krise. Hier stiegen die Umsätze in den ersten neun Monaten sogar leicht um nominal fast 2 Prozent, im Monat September sogar um 3 Prozent - verglichen mit den jeweiligen Vorjahreszeiträumen. Grund dafür dürfte das florierende Online-Geschäft sein sowie die höhere Nachfrage im Lebensmittel-Einzelhandel während des ersten Lockdowns im Frühjahr.

Noch nicht enthalten sind in den Daten die Folgen des erneuten Anstiegs der Infektionszahlen im Herbst und der damit verbundenen, erneuten Einschränkungen für das Hotel- und Gastrogewerbe.

10.49 Uhr: Corona-Fälle im Bezirksamt Mitte

Drei Mitarbeiter des Bezirksamts Mitte haben sich mit dem Coronavirus infiziert. Das bestätigte Mittes Gesundheitsstadtrat Ephraim Gothe (SPD). Zuvor hatte der RBB über den Corona-Ausburch berichtet. Bei zwei Fällen handele es sich um Bundeswehrwehrsoldaten, die bei der Kontaktnachverfolgung im Bezirk helfen. Der dritte Infizierte sei ein Mitarbeiter einer anderen Abteilung, der nichts mit dem Gesundheitsamt zu tun habe, so Gothe. Zudem befinden sich zehn weitere Mitarbeiter des Gesundheitsamts in Quarantäne. „Das schränkt uns zwar am Testplatz ein, wir bleiben aber voll handlungsfähig“, sagte Gothe der Berliner Morgenpost und verweist auf die rund 380 Mitarbeiter des Gesundheitsamts, davon helfen 162 Mitarbeiter bei der Kontaktnachverfolgung.

10.39 Uhr: Pflegerat - Zulauf zur Pflegeausbildung gut - Pandemie-Einschränkungen

Nach der Reform der Pflegeausbildung hat sich der Landespflegerat Berlin-Brandenburg zufrieden mit der Nachfrage gezeigt. Der Zulauf im Rahmen der Pandemie sei gut, die Bewerberlage besser als in den Vorjahren, sagte die Vorsitzende Juliane Blume am Montag in einer Anhörung im Gesundheitsausschuss des Abgeordnetenhauses. Sie sprach von Einschränkungen infolge der Pandemie, zum Beispiel für die praktische Ausbildung in der ambulanten Pflege. Vertreter des Bildungscampus für Gesundheitsberufe und des Pflegeschulbundes erwähnten außerdem einen Lehrermangel.

Staatssekretärin Barbara König (SPD) von der Senatsverwaltung für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung sagte, nach fast einem Jahr Erfahrungen mit der generalistischen Ausbildung finde man die Zahlen in Ordnung: Mit 1900 Ausbildungsverträgen bewege man sich etwa auf dem Niveau der Vorjahre. Das könne sich sehen lassen für eine völlig neue Ausbildung, sagte König.

10.15 Uhr: Mehr als 20.000 Infektionen seit März in Brandenburg - Geringerer Anstieg

Der Anstieg der Corona-Infektionen hat sich am Montag verlangsamt. Von Sonntag auf Montag seien 218 neue Fälle hinzugekommen, teilte das Gesundheitsministerium in Potsdam mit. Am Montag vor einer Woche waren 324 neue Ansteckungen gemeldet worden.

Seit März - dem Beginn der Zählung - haben sich insgesamt 20.135 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Die Höhe entspricht etwa der Einwohnerzahl von Kleinmachnow (Landkreis Potsdam-Mittelmark). Die meisten neuen Infektionen kamen am Montag mit 65 in Potsdam hinzu, die Stadt hatte für Sonntag aber keine neuen Zahlen gemeldet.

Brandenburg hat 125,8 neue Fälle je 100.000 Einwohner in einer Woche und ist damit komplett betrachtet weiter ein Risikogebiet. Der Hotspot bleibt der Landkreis Oberspreewald-Lausitz mit einem Wert von 318 neuen Infektionen je 100.000 Einwohner in einer Woche.

In Krankenhäusern werden derzeit 485 Corona-Patienten behandelt, davon 112 auf Intensivstationen. Seit März sind im Zusammenhang mit der Covid-19-Krankheit insgesamt 370 Menschen in Brandenburg gestorben, zuletzt kamen vier Todesfälle hinzu.

7.45 Uhr: Kalayci - "Temporäre Engpässe in einzelnen Krankenhäusern"

Berlins Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) hat im ZDF-„Morgenmagazin“ eingeräumt, dass es wegen der Corona-Pandemie in einzelnen Berliner Krankenhäusern "temporär zu Engpässen kommen kann". Die Steuerung der Intensivbettkapazitäten für Corona-Patienten funktioniere aber "sehr gut", sagte Kalayci in der Sendung am Montagmorgen. Die Krankenhäuser seien in der Lage, "binnen kurzer Zeit" 200 weitere Intensivbetten bereitzustellen. Zudem habe Berlin das Corona-Behandlungszentrum auf dem Messegelände als Reserveklinik. Kalayci äußerte sich auch zu den Corona-Schnelltests: "Berlin ist eines der ersten Bundesländer, das Schnelltests beschafft hat. In der Bedarfsplanung sind wir gut aufgestellt und haben für dieses Jahr 6 Millionen Schnelltests zur Verfügung - für die Pflege und Krankenhäuser, aber auch z.B. für Schulen." Die Hürde sei nicht die Anzahl der Tests, sondern die Frage wer testen darf. "Der Bund müsste rechtlich die Rahmenbedingungen schaffen, dass auch nicht medizinisches Personal testen kann - z.B. Lehrer“, so Kalayci.

7.26 Uhr: Berlins Kirchen planen Corona-Gottesdienste im Freien

Die Kirchengemeinden in Berlin bereiten sich auf ein besonderes Corona-Weihnachtsfest vor. Traditionell sind die Gottesdienste an den Weihnachtsfeiertagen gut besucht– doch angesichts der aktuellen Corona-Lage sollen die Kirchen auf Großveranstaltungen verzichten. Wie die Berliner Kirchen das Weihnachtsfest in Corona-Zeiten dennoch retten wollen, lesen Sie hier.

7 Uhr: Scheeres - „Die Ansteckungen finden außerhalb der Schule statt“

Berlins Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD) verteidigt im Morgenpost-Interview ihren Kurs in der Corona-Pandemie. "Nichts weist bisher darauf hin, dass es ein besorgniserregendes Infektionsgeschehen in den Schulen gegeben hat", so Scheeres. Das gesamte Interview mit Sandra Scheeres über ihre Linie im Kampf gegen Corona lesen Sie hier.

4.30 Uhr: Hotel- und Gaststättenbranche rechnet mit vielen Insolvenzen

Die Hotels und Gaststätten in Brandenburg werden nach Einschätzung des Branchenverbandes vor allem im nächsten Jahr unter den Konsequenzen der Corona-Krise leiden. „Die Kurzfristfolgen werden wir von Januar bis März spüren“, sagte der Präsident des Hotel- und Gaststättenverbandes (Dehoga) Brandenburg, Olaf Schöpe, der Deutschen Presse-Agentur. Wenn das Geschäft nach den Schließungen wieder anlaufe, gebe es die Gefahr, dass zu wenig Mitarbeiter da seien. „Viele suche sich jetzt andere Jobs.“ Wenig optimistisch zeigte er sich auch für die Zeit ab Ostern: „Da wird es Insolvenzen hageln.“

+++ Sonntag, 30. November 2020 +++

19.10 Uhr: Gesundheitsämter forderten kaum Gästelisten an

Die Gesundheitsämter haben im Sommer und Herbst kaum Gästelisten von Kneipen, Restaurants oder anderen Begegnungsstätten angefordert, um Infektionsketten zu verfolgen. In Charlottenburg-Wilmersdorf waren es mit 20 die meisten Fälle, in allen anderen Bezirken waren es deutlich weniger, oder es ist den Bezirksämtern nicht bekannt. Das geht aus der Antwort der Senatskanzlei auf eine Anfrage der FDP hervor.

Deren Fraktionschef Sebastian Czaja kritisiert, dass trotz fehlender Datengrundlage viele Einrichtungen weiter geschlossen bleiben. „Kein einziger Bezirk in Berlin hat einen Überblick, wie häufig die Gesundheitsämter vor Ort Kontaktlisten von Restaurants, Hotels, Theatern, Fitnessstudios und vielen mehr zur Kontaktnachverfolgung angefordert haben“, sagte Czaja. „Wir können die Pandemie nur dann erfolgreich bekämpfen, wenn wir wissen, was funktioniert und was nicht – und dazu braucht es eine valide Datenbasis“, kritisiert der FDP-Fraktionschef.

16.45 Uhr: Drei weitere Tote, 332 Neuinfektionen, Intensivbetten-Ampel wieder auf Gelb

In Berlin sind bis Sonntag drei weitere Menschen mit Covid-19 gestorben, die Zahl der Todesopfer erhöht sich auf 553, wie aus den Zahlen der Senatsgesundheitsverwaltung hervorgeht. Der Lagebericht verzeichnet 332 bestätigte Neuinfektionen. Allerdings haben sechs Bezirke auch am Sonntag keine Neuinfektionen gemeldet: Lichtenberg, Mitte, Pankow, Reinickendorf, Spandau und Treptow-Köpenick. 21.653 Menschen sind aktuell mit Corona infiziert, 42.014 gelten als genesen. Insgesamt haben sich in Berlin 64.220 Menschen seit Beginn der Pandemie mit Corona infiziert. 304 Menschen werden auf Intensivstationen versorgt, 1120 Menschen sind im Krankenhaus in stationärer Behandlung.

Die Corona-Ampel für die prozentuale Belegung der Intensivbetten, die am Vortag auf Rot gesprungen war, unterschritt am Sonntag wieder die kritische Marke von 25 Prozent: Sie steht jetzt bei 24,2 Prozent, die Ampel steht damit wieder auf Gelb. Die 7-Tage-Inzidenz ist mit 202,0 weiter rot, der 4-Tage-R-Wert steht mit 0,92 auf Grün.

Corona-Fallzahlen in den Berliner Bezirken

7-Tage-Inzidenz in den Bezirken

13.48 Uhr: Intensivbetten-Auslastung - Gesundheitssenatorin appelliert an die Berliner: "Halten Sie sich an die Regeln!"

"Jetzt zeigt sich, wovor ich seit Wochen gewarnt habe. Die anhaltend hohen Infektionszahlen führen zu einer zunehmenden Auslastung der Intensivbetten für immer mehr schwerstkranke Covid-19-Patienten“, sagte Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) am Sonntag. Berlin habe vorsorglich frühzeitig die Kapazitäten in den Krankenhäusern erweitert, sodass Schlimmeres bis jetzt verhindert werden konnte. Aber in der Berliner Krankenhauslandschaft spitze sich die Lage nun aus einem weiteren Grund zu, weil Personal coronabedingt ausfalle.

Kalayci appellierte an die Berliner, sich an die verschärften Corona-Regeln zu halten. „Ersparen Sie bitte den Mitarbeitenden in den Krankenhäusern die Überlastung.“ Es sei das Gebot der Stunde, auf jeden Kontakt zu verzichten, der nicht zwingend erforderlich ist. „Tragen sie am besten überall eine Maske und halten Abstand", sagte die Senatorin am Sonntag.

13.23 Uhr: Brandenburgs Gesundheitsministerin Nonnemacher in Quarantäne

Brandenburgs Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher (Grüne) ist wegen einer Corona-Infektion im familiären Umfeld in häuslicher Quarantäne. Das teilte Ministeriumssprecher Gabriel Hesse am Sonntag mit. Nonnemachers Ehemann sei Arzt in einer Notaufnahme und im beruflichen Zusammenhang positiv auf das Coronavirus getestet worden. Die Ministerin habe am Samstagabend erfahren, dass sie eine sogenannte Kontaktperson 1A mit engem Kontakt sei. Sie werde sich am kommenden Donnerstag auf das Virus testen lassen. Nonnemacher, die selbst Ärztin ist, hat nach Angaben ihres Sprechers bisher keine Symptome.

12.05 Uhr: Weniger neue Corona-Infektionen in Brandenburg

Die Zunahme der neuen Corona-Infektionen hat sich am Sonntag in Brandenburg verlangsamt. Das Gesundheitsministerium gab 360 bestätigte neue Fälle von Samstag bis Sonntag an. Allerdings hatten mehrere Kreise und Städte keine neuen Zahlen gemeldet. Noch am Vortag war mit 612 der bisher zweithöchste Wert neuer Ansteckungen in Brandenburg erreicht worden.

Die meisten zusätzlichen Infektionen kamen mit 63 im Landkreis Oberspreewald-Lausitz hinzu, dem aktuellen Corona-Hotspot in Brandenburg. Die Zahl neuer Ansteckungen je 100.000 Einwohner lag dort bei 348, das ist ein neuer Höchstwert. Alle acht Intensivbetten in dem Landkreis sind belegt, wie aus Zahlen Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) hervorgeht.

Bis auf zwei Kreise bleibt ganz Brandenburg ein Risikogebiet mit mehr als 50 neuen Corona-Fällen je 100.000 Einwohner in einer Woche. In der Prignitz wurde der Wert am Sonntag mit 32,8 angegeben, im Landkreis Ostprignitz-Ruppin mit 47,5. Seit März haben sich offiziell 19.917 Brandenburger mit dem Coronavirus infiziert, 366 Menschen starben im Zusammenhang mit der Covid-19-Krankheit, zuletzt starben vier Menschen.

11 Uhr: Intensivbetten - Corona-Ampel springt erstmals auf Rot

Erstmals seit Einführung des Ampelsystems zur Bewertung der Corona-Lage in Berlin ist der Warnwert für Intensivbetten überschritten worden.

Wegen technischer Probleme am Sonnabend übermittelte die Senatsgesundheitsverwaltung für Gesundheit (Lageso) erst am Sonntag die jüngsten Zahlen.

21.917 aktuelle Corona-Fälle gab es am Samstag insgesamt in Berlin, 21.763 waren es am Freitag. 41.421 Menschen galten bis Sonnabend als genesen. Die Bezirke Neukölln und Pankow übermittelten am Sonnabend keine neuen Zahlen.

Elf weitere Menschen sind mit Covid-19 gestorben, die Zahl der Todesopfer steigt damit auf 550.

320 Menschen wurden am Samstag auf Intensivstationen behandelt, 22 Patienten mehr als am Freitag. 1128 Menschen lagen insgesamt in Krankenhäusern, fünf Patienten mehr als am Freitag.

Die Berliner Corona-Ampel stand am Samstag für den Bereich der Reproduktionszahl mit 0,82 auf Grün. Der Wert für Neuinfektionen war mit 200,9 weiter auf Rot, die Ampel für die mit Covid-19-Patienten belegten Intensivbetten mit 25,3 Prozent sprang damit erstmals auf Rot.

Für den Fall zweier roter Ampeln hatte der Senat vereinbart, dass dies Handlungsbedarf bedeutet. Bei den Fallzahlen der vergangenen sieben Tage pro 100.000 Einwohner zeigt das Ampelsystem schon länger Rot an.

Fallzahlen in den Bezirken (Quelle: Lageso)

7-Tage-Inzidenz in den Bezirken (Quelle: Lageso)

10.21 Uhr: Tim Raue: Insolvenzen werden rieseln wie Nadeln vom Weihnachtsbaum

Der Berliner Spitzenkoch Tim Raue (46) rechnet mit schweren Folgen der verlängerten Corona-Zwangspause. „Dass die Regierung uns Hilfsmaßnahmen ankündigt, klingt gut, aber was wir bekommen werden, wird dem Gewinn der Vorjahre nicht annähernd nahe kommen“, sagte Raue. „Verluste und Insolvenzen werden im Januar so reichlich rieseln wie die trockenen Nadeln vom Weihnachtsbaum.“

Als Unternehmer sei die Lage enorm belastend. „Täglich um die Existenz zu kämpfen, ist große Scheiße.“ Mit Blick auf eine mögliche Wiederöffnung sagte Raue: „Wir versuchen so flexibel wie möglich zu handeln, und wenn man es uns erlaubt, werden wir umgehend auf den Restaurantbetrieb zurückstellen.“

Der auch aus dem Fernsehen bekannte Koch betreibt in Kreuzberg mit seiner Geschäftspartnerin Marie-Anne Raue das nach ihm benannte Restaurant. Dieses wurde gerade vom Gastroführer „Gault&Millau“ mit 19,5 Punkten als beste Berliner Adresse gelistet. Als Berater betreut Tim Raue die „Brasserie Colette“ in Berlin, München und Konstanz, die „Villa Kellermann“ in Potsdam und die „Hanami by Tim Raue Restaurants“ auf einigen Schiffen der TUI-Flotte.

7 Uhr: Stadtmission: Tagsüber fehlen Wärmestuben für Obdachlose

Die Berliner Stadtmission fordert in der Corona-Pandemie mehr Aufwärm-Möglichkeiten für Obdachlose am Tag. „Fast überall heißt es nur noch weg, weg, weg, raus, raus“, sagte Sprecherin Barbara Breuer. Allein zwischen acht Uhr abends und acht Uhr morgens greife das System der Kältehilfe mit Notübernachtungen. Am Tag gebe es für Obdachlose dagegen fast nur noch das Draußen. Berlin müsse im ersten Corona-Winter kreativer werden.

Wie viele andere soziale Träger habe die Stadtmission tagsüber Essensausgaben oder ihre Kleiderkammer wegen der Abstandsregeln von drinnen nach draußen verlegen müssen, berichtet Breuer. „Für die Alten und Kranken muss das die Hölle sein.“

„Wir sind dabei, weitere Angebote für obdachlose Menschen zu schaffen, in denen sie sich auch tagsüber aufhalten können“, sagte Stefan Strauß, Sprecher der Senatssozialverwaltung. Zurzeit liefen dazu Gespräche mit der Senatsfinanzverwaltung und den Bezirken.

5 Uhr: Krankenkasse: Weniger andere Infektionskrankheiten

Die Schutzmaßnahmen in der Corona-Pandemie haben nach einer Analyse der AOK Nordost im Herbst andere Infektionskrankheiten stark ausgebremst. Für die Kasse gilt das als Beleg, dass sich viele Menschen in Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern an die Regeln im Teil-Lockdown halten. Auch wenn die Corona-Zahlen vielerorts noch immer viel zu hoch liegen - bei Grippe oder Bronchitis zeigen sich in der Statistik Effekte, die für die Kasse nicht allein mit Zufällen zusammenhängen können.

So waren von Ende September bis Mitte November im Vergleich zu den Vorjahreszeiträumen 50 Prozent weniger AOK-Versicherte im Nordosten wegen Grippe krankgeschrieben. Allerdings haben sich wahrscheinlich auch mehr Menschen gegen Influenza impfen lassen. Dazu gibt es für die Region noch keine Zahlen.

Alltagsmasken, häufiges Hände waschen und Distanzgebote halten augenscheinlich aber auch andere Infektionskrankheiten häufiger in Schach als früher: So sanken die Krankschreibungen wegen Magen-Darm-Infekten und Lungenentzündungen nach AOK-Angaben um ein gutes Drittel. Bei akuter Bronchitis gingen sie sogar um mehr als die Hälfte zurück.

Dieser Trend war in den ersten Wochen des Teil-Lockdowns in Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern noch ausgeprägter als in der Hauptstadt. Eine mögliche Erklärung ist, dass in Berlin auch mit Kontaktbeschränkungen immer noch mehr Menschen aufeinandertreffen als in Flächenländern, zum Beispiel im öffentlichen Nahverkehr.

Insgesamt umfasst die AOK-Analyse mehr als
63.000 Krankschreibungen aus Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern. Rund jeder vierte Einwohner dieser Bundesländer ist nach AOK-Angaben bei ihr versichert. Für die Vergleichzeiträume zog die Kasse Daten aus den Jahren 2017, 2018 und 2019 heran.



0.30 Uhr: Neue Kontaktbeschränkungen in Berlin in Kraft getreten

In Berlin sind am Sonntag neue Kontaktbeschränkungen für private Treffen zur Eindämmung der Corona-Pandemie in Kraft getreten. Private Zusammenkünfte mit Freunden, Verwandten und Bekannten sind auf maximal fünf Personen des eigenen und eines weiteren Haushalts beschränkt. Bisher gilt eine Obergrenze von zehn Personen. Kinder bis 12 Jahren sind davon ausgenommen.

Berlin weicht damit etwas von den jüngsten Bund-Länder-Beschlüssen ab. Bund und Länder hatten eine Altersgrenze für Kinder von 14 Jahren vorgeschlagen und eine Verschärfung der Regeln ab 1. Dezember, also ab Dienstag.

Über Weihnachten und Silvester erlaubt der Senat im Gegensatz zu anderen Bundesländern keine Lockerung der Kontaktbeschränkungen, weil die Corona-Zahlen in Berlin mit einer Inzidenz von mehr als 200 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner binnen einer Woche höher sind als anderswo. Über die Feiertage dürfen sich maximal fünf Personen zu privaten Zusammenkünften treffen, Kinder im Alter bis 14 Jahren nicht mitgerechnet.

Bund und Länder hatten hingegen für Treffen „im engsten Familien- oder Freundeskreis“ vom 23. Dezember bis 1. Januar eine Obergrenze von zehn Personen plus Kinder bis 14 Jahren vereinbart.

Der seit 2. November geltende Teil-Lockdown, also die Schließung unter anderem von Gaststätten, Kultur- und Freizeiteinrichtungen, wurde in Berlin zunächst bis 22. Dezember verlängert. Bund und Länder hatten sich auf eine Verlängerung bis 20. Dezember verständigt. Ohne diesen Schritt wäre die Regelung am Sonntag ausgelaufen.

+++ Sonnabend, 28.11.2020 +++

21 Uhr: Technische Probleme - kein Corona-Lagebericht

Wegen technischer Probleme hat die Senatsgesundheitsverwaltung am Sonnabend keinen Corona-Lagebericht und damit keine aktuellen Zahlen geliefert. Das teilte die Behörde auf Twitter und per Pressemitteilung mit. Die Zahlen sollen nachgeliefert werden, sobald die technischen Probleme behoben seien.

19.50 Uhr: Positive Tests im Trainer- und Betreuerteam von Union

Vier Mitarbeiter aus dem Trainer- und Betreuerteam des Fußball-Bundesligisten 1. FC Union Berlin sind in der vergangenen Woche positiv auf das Coronavirus getestet worden. Wie der Verein am Samstag nach der Partie gegen Eintracht Frankfurt (3:3) mitteilte, konnten alle Betroffenen frühzeitig vom Team isoliert werden und befinden sich derzeit in häuslicher Quarantäne.

Alle anderen Mitarbeiter und die Spieler der Lizenzspielerabteilung wurden negativ getestet und unterliegen keinen weiteren Einschränkungen, gab der Club bekannt.

18.02 Uhr: Demo endet mit Spaziergang nach Polen

Eine Demonstration der Gegner von Corona-Einschränkungen in Frankfurt (Oder) ist nach dem offiziellen Ende mit einem Spaziergang nach Polen weitergegangen. Die Veranstalter riefen am Samstag dazu auf, die Besucher aus Polen über die Oder-Brücke zurück in die Stadt Słubice zu begleiten. Zwei Gruppen mit mehreren hundert Teilnehmern gingen über die Frankfurter Stadtbrücke und - wenn sie nicht aus Polen kamen - wieder zurück. Die Polizei in Deutschland und Polen ließ die Gruppen passieren, einige Teilnehmer trugen allerdings keine Corona-Maske. Die Demo in Frankfurt (Oder) war von der Initiative „Querdenken“ aus Duisburg angemeldet worden.

14.34 Uhr: Hunderte demonstrieren an polnischer Grenze gegen Corona-Maßnahmen

Hunderte Gegner von Corona-Einschränkungen aus Deutschland und Polen haben am Samstag in Frankfurt (Oder) demonstriert. Zu der Demo hatte die Initiative „Querdenken“ aus Duisburg aufgerufen. Auf Deutsch und Polnisch wurde „Frieden“ und „Freiheit“ gerufen. Aus Słubice auf polnischer Seite kamen Hunderte nach Frankfurt (Oder), einige schwenkten polnische Flaggen.

„Querdenken“-Gründer Michael Ballweg aus Stuttgart, der als Redner eingeladen war, wandte sich gegen Extremismus. „Wir sind eine friedliche Bewegung, in der Extremismus, Gewalt, Antisemitismus und menschenverachtendes Gedankengut keinen Platz hat“, sagte er. Die Verfassungsschutzbehörden von Bund und Ländern nehmen die Veranstaltungen der „Querdenken“-Bewegung genauer in den Blick, nachdem dort zuletzt mehrfach Extremisten aufgetaucht waren.

Veranstalter und Polizei riefen dazu auf, den Mindestabstand einzuhalten und Masken zu tragen. Längst nicht alle Teilnehmer der „Querdenken“-Demo hielten sich aber daran. Die Veranstalter appellierten an sie, die Regeln zu beachten, sonst unterbreche die Polizei die Kundgebung und kontrolliere. Die Polizei rief über Lautsprecher und über Twitter - in Deutsch und Polnisch - dazu auf, sich an die Corona-Vorgaben zu halten. Sie erweiterte das Demo-Gelände an der Oderpromenade, damit mehr Abstand möglich war.

Zwei Gegendemonstrationen waren angemeldet, darunter eines von dem Bündnis „Kein Ort für Nazis in Frankfurt (Oder)“ unter dem Motto „Maskenball statt Corona-Leugner*innen!“. Das Bündnis rief bei Facebook zu Solidarität gegenüber Risikogruppen und Beschäftigten in Krankenhäusern auf und unterstützt die Corona-Maßnahmen. „Wir sagen Nein! zu Angstmacherei, Falschbehauptungen, Rücksichtslosigkeit und Verschwörungsmythen“, schrieben sie dort.

13.46 Uhr: Corona-Leugner demonstrieren vor Lungen-Fachklinik

Im Spandauer Ortsteil Kladow haben am Mittag vor dem Krankenhaus Havelhöhe Pandemie-Leugner gegen die Corona-Maßnahmen von Bund und Ländern protestiert. Der Veranstalter hatte 500 Teilnehmer angemeldet. Es erschienen aber nur etwa 20 Teilnehmer vor der Lungen-Fachklinik. Es versammelten sich auch etwa 160 Gegendemonstranten. Die Polizei war vor Ort. Sie stellte bei acht Teilnehmern der Anti-Corona-Regeln-Demonstration Ordnungswidrigkeiten wegen des Nichttragens eines Mund-Nasen-Schutzes fest. Am frühen Nachmittag ging die Protestaktion friedlich zu Ende.

12.20 Uhr: Zweithöchster Wert neuer Corona-Fälle in Brandenburg

Der Anstieg der Corona-Infektionen in Brandenburg geht auf hohem Niveau weiter. Am Samstag meldete das Landesamt für Gesundheit mit 612 den bisher zweithöchsten Wert neuer Ansteckungen nach 629 am Donnerstag. Bis auf die Prignitz bleibt ganz Brandenburg ein Risikogebiet mit mehr als 50 neuen Corona-Fällen je 100.000 Einwohner in einer Woche. Der Landkreis Oberspreewald-Lausitz ist weiter der Hotspot mit einem Wert von 331 neuen Infektionen je 100.000 Einwohnern in einer Woche, in Cottbus sind es knapp 204 und im Kreis Spree-Neiße 219. Seit März haben sich offiziell 19.557 Brandenburger mit dem Coronavirus infiziert.

Die Situation in den Krankenhäusern ist teils angespannt. Von 770 Betten auf den Intensivstationen in Brandenburger Krankenhäusern seien 170 belegt, wie aus Zahlen der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) hervorgeht. Das entspricht einem Anteil von 78 Prozent. Im Landkreis Oberspreewald-Lausitz ist die Lage besonders eng. Alle acht Intensivbetten sind dort demnach belegt.

11.36 Uhr: Hotelbranche kritisiert unterschiedliche Corona-Regeln

Die Hotelbranche in Brandenburg hält die unterschiedlichen Corona-Vorgaben in der Berliner Hauptstadtregion für falsch. Der Präsident des Hotel- und Gaststättenverbandes (Dehoga) Brandenburg, Olaf Schöpe, sagte: „Das finde ich völlig widersinnig.“ Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke und Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (beide SPD) sprächen oft von einem gemeinsamen Wirtschaftsraum, es gebe aber keine einheitlichen Corona-Maßnahmen.

Grundsätzlich sind touristische Übernachtungen derzeit verboten, in Berlin darf der Weihnachtsbesuch aber in Hotels übernachten, in Brandenburg nicht. In Berlin sollen sich auch an Weihnachten nur bis zu fünf Menschen treffen können, in Brandenburg vom 23. bis 27. Dezember voraussichtlich bis zu zehn Menschen - davon ausgenommen sind jeweils Kinder bis 14 Jahren.

10.17 Uhr: Falsche Polizisten wollen Corona-Strafe kassieren - Festnahme

In der Nacht zu Freitag haben Einsatzkräfte zwei falsche Polizeibeamte in Prenzlauer Berg (Pankow) festgenommen. Die beiden Betrüger sollen gegen 1.30 Uhr zwei 31 und 33 Jahre alte Männer, die im Mauerpark leise Musik hörten, angesprochen und sich ihnen gegenüber als Polizeibeamte ausgegeben haben. Sie täuschten dabei vor, zur Überwachung der Infektionsschutzmaßnahmen eingesetzt zu sein und forderten die beiden Männer auf, wegen Verstoßes gegen die geltende Verordnung eine Geldbuße in Höhe von 1000 Euro zu zahlen. Zudem wurde der 33-Jährige von einem der Tatverdächtigen durchsucht.

Als die beiden Männer misstrauisch wurden, flüchteten die beiden ohne Beute in Richtung Bernauer Straße. Die beiden Angesprochenen nahmen die Verfolgung auf und riefen die Polizei, die die beiden Männer kurz darauf festnahm. Die Einsatzkräfte brachten den 20-Jährigen und seinen 25 Jahre alten Komplizen zur erkennungsdienstlichen Behandlung in einen Polizeigewahrsam. Die Ermittlungen führt ein Fachkommissariat für Betrugsdelikte beim Landeskriminalamt.

6 Uhr: Corona-Gegner aus Deutschland und Polen demonstrieren an Grenze

An der Grenze zu Polen in Frankfurt (Oder) werden am Samstag zahlreiche Gegner der Corona-Einschränkungen bei einer Demonstration erwartet. Unter dem Motto „Wir setzen gemeinsam ein Zeichen für Frieden und Freiheit“ plant die Initiative „Querdenken“ aus Duisburg (13 Uhr) eine Kundgebung mit Corona-Gegnern aus Deutschland und Polen. Ab 10 Uhr wird die Stadtbrücke gesperrt.

Nach Angaben der Polizei sind 1500 Teilnehmer angemeldet. Sie wollen am Platz unterhalb der Oderbrücke protestieren. Als Redner ist der „Querdenken“-Gründer Michael Ballweg aus Stuttgart angekündigt.

Die Beamten bereiten sich mit einem Großaufgebot auf die Demonstration an der Grenze zu Polen vor. Die Beamten werden von Bereitschaftspolizisten und der Bundespolizei unterstützt. Bisher sind laut Polizei zwei Gegendemonstrationen angemeldet, darunter eine unter dem Motto „Maskenball statt Corona-Leugner“ mit bis zu 150 Teilnehmern.

+++ Freitag, 27. November 2020 +++

21.49 Uhr: Zwei Corona-Fälle und Quarantäne in Gesundheitsamt Mitte

Im Gesundheitsamt Mitte gibt es nach einem Bericht der rbb-„Abendschau“ zwei Coronafälle - und eine Reihe von Mitarbeitern sind in Quarantäne. Zwei Bundeswehrsoldaten, die das Testteam sowie die Corona-Hotline unterstützen, sollen demzufolge positiv getestet worden sein. Mittes Gesundheitsstadtrat Ephraim Gothe (SPD) habe schriftlich bestätigt, dass es zwei positive Fälle gebe und die Kontaktnachverfolgung noch nicht abgeschlossen sei. „Das Ausmaß der Einschränkungen ist noch nicht abschließend zu beschreiben“, sagte Gothe demnach dem Sender am Freitag.

Nach „Abendschau“-Informationen sind drei von vier Ärzten sowie etwa zehn weitere Angehörige des Pandemie-Teams im Gesundheitsamt in häuslicher Quarantäne. Dies habe zur Folge, dass die Kontaktnachverfolgung, die Corona-Hotline sowie das Krisenmanagement unter anderem für Pflegeheime in Mitte stark beeinträchtigt seien.

19.17 Uhr: Kultureinrichtungen bleiben bis mindestens Mitte Januar zu

Die Kultureinrichtungen in Berlin bleiben coronabedingt bis mindestens Mitte Januar geschlossen. Das kündigte Kultursenator Klaus Lederer (Linke) am Freitag in Berlin an. Kultureinrichtungen sollten unter den ersten sein, die öffnen dürfen, wenn dies möglich sei, „so es die Infektionslage zulässt“, sagte Lederer in einer Videobotschaft auf seinem Twitter-Account. „An diesem Punkt sind wir im Dezember definitiv noch nicht.“

Er habe am Freitag mit vielen Kultureinrichtungen gesprochen. „Wir teilen alle gemeinsam die Einschätzung, dass wir voraussichtlich bis mindestens Mitte Januar nicht in dieser Situation sein werden“, sagte Lederer. „Ich glaube sogar, es wird noch etwas länger gehen“, fügte er hinzu.

19.14 Uhr: Verdacht: Moscheeverein soll Corona-Hilfen erschlichen haben

Im Zuge von Ermittlungen wegen des Verdachts des Betrugs mit Corona-Hilfsgeldern steht in Berlin erneut ein Moschee-Verein im Fokus. Auf Veranlassung der Staatsanwaltschaft durchsuchten rund 60 Polizisten bereits am Donnerstag gegen 8 Uhr morgens Vereinsräume der Dar-As-Salam-Moschee an der Flughafenstraße in Neukölln. Wie ein Polizeisprecher auf Anfrage bestätige, wurde auch bei der Anschrift des Vorstandsvorsitzenden des Moschee-Vereins durchsucht. Zuerst hatte der „Tagesspiegel“ über die Maßnahme berichtet.Den ausführlichen Artikel lesen Sie HIER.

19.08 Uhr: Nordost-Regionalliga pausiert bis Jahresende - Fortsetzung offen

Die Nordost-Regionalliga wird wie alle anderen Spielklassen des Nordostdeutschen Fußballverbandes (NOFV) bis Ende des Jahres weiter pausieren. Das hat der NOFV auf seiner Präsidiumssitzung am Freitag beschlossen. Die weiter hohen Corona-Infektionen und die verschärften Maßnahmen machen eine Fortsetzung des Spielbetriebes nicht möglich. „Die Regionalliga, die Oberliga, die Frauen-Regionalliga, die Junioren-Regionalligen sowie die Futsal-Regionalliga werden bis zunächst 31. Dezember 2020 ruhen“, heißt es in einer Erklärung des Verbandes. Eine Entscheidung, wann und in welcher Form die Saison fortgesetzt werden soll, gibt es noch nicht.

18.57 Uhr: Klinikum Niederlausitz warnt vor Gefahr für Versorgung

Das Klinikum Niederlausitz ist immer schwerer von der Corona-Krise betroffen. Geschäftsführer Tobias Vaasen warnte am Freitag mit dem Landrat des Kreises Oberspreewald-Lausitz, Siegurd Heinze (parteilos), vor einer Verschärfung der Situation. Wenn die Infektionszahlen weiter so stark stiegen, gerate die medizinische Versorgung in den Pandemiebereichen des Klinikums perspektivisch in Gefahr, heißt es nach Angaben des Kreises in einem gemeinsamen Schreiben. Die Kapazitäten drohten inzwischen an ihre Grenzen zu stoßen. Derzeit habe das Klinikum 39 Corona-Patienten.

17.13 Uhr: Brandenburg plant verkürzte Lockerung schärferer Corona-Regeln

Brandenburg will einen eigenen Weg bei der Umsetzung der Corona-Regeln über Weihnachten gehen. Die gelockerte Kontaktbeschränkung, mit der sich bis zu zehn Menschen aus beliebig vielen Haushalten treffen können, soll auf die Zeit vom 23. bis 27. Dezember begrenzt werden, kündigte Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) am Freitag in Potsdam an. Bund und Länder hatten beschlossen, dass sich vom 23. Dezember bis längstens 1. Januar bis zu zehn Menschen im engsten Familien- oder Freundeskreis treffen können. Ab 1. Dezember bis vorerst 21. Dezember werden private Treffen auf bis zu fünf Menschen aus zwei Haushalten statt bis zu zehn Menschen beschränkt. Kinder unter 14 Jahren zählen jeweils nicht dazu.

16.59 Uhr: 83 Kitas sind in Berlin geschlossen

Bei den Kitas der Hauptstadt hat sich bei den Corona-Infektionen nicht viel verändert. 6,8 Prozent der Kitas sind von Coronafällen betroffen. 83 Kitas sind aufgrund von Covid-19 positiv getesteten Fällen komplett geschlossen, 103 teilweise. In der Woche zuvor waren die Zahlen ähnlich, 7,2 Prozent der Kitas waren aufgrund von Corona ganz oder teilweise geschlossen. Anders als bei den Schulen wird bei Kitas aber nicht aufgeschlüsselt, wie viele Personen positiv auf Covid-19 getestet wurden und ob es sich um Kinder oder Erzieher handelt.

16.26 Uhr: Weihnachtsstände in der City West starten ab Mittwoch

Die Weihnachtsmärkte der City West sind abgesagt, eine kleine Alternative gibt es aber: Einzelne Stände mit Weihnachtsschmuck und Angeboten wie Glühwein werden im Bezirk verteilt aufgestellt. Sie sollen laut Ordnungsstadtrat Arne Herz (CDU) ab dem 2. Dezember 2020 in Betrieb gehen. Für Besucher gelten dort wie im Rest Berlins striktere Corona-Regeln, die ab Sonntag in Kraft treten.

Laut Medienberichten war zunächst der 31. Dezember 2020 als Startdatum geplant. Dann jedoch würden die Buden erst aufgebaut, sagte Herz. „Ab Mittwoch ist es den Schaustellern freigestellt, ihre Stände zu eröffnen“, so der Stadtrat. Ob sie alle sich dann bereits für eine Öffnung entscheiden, könne er nicht sagen. Mehr dazu lesen Sie HIER.

16.22 Uhr: Elf Schulen stehen nun auf „Rot“

Auch die Zahl der positiv auf Covid-19 getesteten Schüler und Mitglieder des Schulpersonals verharrt nun auf einem hohen, aber stabilen Plateau – und entspricht damit der allgemeinen Situation in Berlin. Diese Woche wurden in den allgemeinbildenden Schulen 1173 Schüler als erkrankt gemeldet, 24 weniger als in der Vorwoche. Dazu 407 Lehrkräfte, acht weniger als in der Woche zuvor.

Das höchste Infektionsgeschehen unter Schülern findet in den Grundschulen (443 Fälle) und in den Sekundarschulen (403 Fälle) statt, bei den Lehrkräften weiterhin mit deutlichem Abstand. Am stärksten sind Grundschullehrer betroffen (238). In den beruflichen Schulen wurde die Lage besser, statt 303 sind nur 257 Schüler als Corona-positiv gemeldet. Die Zahl der erkrankten Lehrer blieb dort gleich.

Diese ähnlichen Zahlen wirken sich auch auf die Ampelfarben der Schulen im Coronastufenplan aus, die berlinweit kaum wechselten. Elf Schulen stehen nun auf „Rot“, eine mehr als letzte Woche. 205 sind in der Farbe „Orange“ eingeordnet, 13 mehr als in der Woche zuvor. Die Hauptfarbe bleibt „Gelb“ mit 566 Schulen, gefolgt von 35 Schulen in der Farbe „Grün“.

16.16 Uhr: BER schließt ein Terminal sowie Start- und Landebahn

Am neuen Hauptstadtflughafen BER soll Anfang Dezember wegen der geringen Passagierzahlen die südliche Start- und Landebahn vorübergehend geschlossen werden. Der Verkehr läuft dann für unbestimmte Zeit allein über die Nordbahn, wie Flughafenchef Engelbert Lütke Daldrup am Freitag ankündigte. Zudem solle spätestens Ende März das Terminal 5 zunächst für ein Jahr geschlossen werden. „Wir müssen Betriebskosten senken“, sagte Lütke Daldrup nach einer Aufsichtsratssitzung.

Die Passagierzahlen fallen nach Lütke Daldrups Prognose noch schwächer aus als vor wenigen Monaten erwartet. In diesem Jahr werden an den Berliner Flughäfen 9,1 Millionen Fluggäste erwartet, im nächsten Jahr 10 Millionen. Im vergangenen Jahr waren es noch rund 36 Millionen Reisende. Den ausführlichen Artikel lesen Sie HIER.

15.59 Uhr: 12 weitere Tote, 1400 Neuinfektionen in Berlin

In Berlin sind zwölf weitere Menschen an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben. Die Zahl der Todesfälle steigt auf 539. 1400 neue Infektionen wurden bestätigt, 1110 waren es gestern.

21.763 aktuelle Corona-Fälle haben wir insgesamt in Berlin, 21.559 waren es gestern. 40.762 Menschen gelten inzwischen als genesen.

298 Menschen werden auf Intensivstationen behandelt, sieben Patienten weniger als gestern. 1123 Menschen liegen insgesamt in Krankenhäusern, elf Patienten mehr als gestern.

Die Berliner Corona-Ampel steht für den Bereich der Reproduktionszahl mit 0,81 auf Grün. Der Wert für Neuinfektionen ist mit 211,7 weiter auf Rot, die Ampel für die mit Covid-19-Patienten belegten Intensivbetten mit 23,5 Prozent weiterhin auf Gelb.

15.21 Uhr: Landtagsausschuss stimmt für Haushalt mit Rekordschulden

Der Haushaltsausschuss des Brandenburger Landtages hat den Weg für den Landesetat 2021 mit einer geplanten Rekordneuverschuldung wegen der Corona-Krise geebnet. Sechs der zehn Abgeordneten stimmten am Freitag in Potsdam für den aktualisierten Entwurf, vier dagegen.

Die rot-schwarz-grüne Koalition plant 2,8 Milliarden Euro neue Kredite, darunter 2,4 Milliarden Euro zur Bewältigung der Corona-Pandemie sowie knapp 400 Millionen Euro wegen konjunkturell bedingter geringerer Steuereinnahmen. Der Landtag entscheidet im Dezember abschließend über den Haushalt für das nächste Jahr. Der Vize-Vorsitzende des Ausschusses, Jörg Vogelsänger (SPD), sagte: „2021 wird ein außergewöhnliches Jahr.“

14.44 Uhr: Humboldt Forum will coronabedingt zunächst nur digital öffnen

Das Humboldt Forum im teilweise rekonstruierten Berliner Stadtschloss bleibt in diesem Jahr nun doch verschlossen. Mit Blick auf die coronabedingten Maßnahmen fällt die zuletzt für den 17. Dezember angekündigte erste Teileröffnung des riesigen Kultur- und Ausstellungszentrums aus. Stattdessen soll es vom 16. Dezember an digitale Einblicke in Form von Livestreams und Online-Führungen geben, wie die Stiftung Humboldt Forum am Freitag mitteilte. Weitere digitale Angebote seien in Prüfung, sagte Generalintendant Hartmut Dorgerloh.

14:18 Uhr: GEW kritisiert Senatsscheidung zu Schulunterricht

Aus Sicht der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) geht die Entscheidung des Berliner Senats, Schulen angesichts der Corona-Pandemie mehr digitalen Unterricht zu erlauben, nicht weit genug. „Es gilt nur für einen Teil der Jahrgänge, obwohl die Schulen Konzepte erarbeitet hatten, wie man es für die gesamte Schule machen kann“, kritisierte der GEW-Landesvorsitzende Tom Erdmann am Freitag. „Es ist auch für den Infektionsschutz halbherzig“, sagte er. „Wir begrüßen aber, dass die Schulkonferenz darüber befinden soll.“

Der Senat hatte sich bei einer Sondersitzung am Donnerstag darauf verständigt, dass Schulen vom Standardunterricht abweichen können, solange Berlin einen Wert von mehr als 200 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner in sieben Tagen aufweist. Das gilt für die Jahrgangsstufen 8 und 11 an den Integrierten Sekundarschulen und Gemeinschaftsschulen sowie in den Jahrgangsstufen 8 und 9 an den Gymnasien. In der Regel werden Lerngruppen dann geteilt, der Unterricht findet einerseits in der Schule, andererseits unter schulischer Anleitung zu Hause statt.

Außerdem wird die Maskenpflicht in Schulen ausgeweitet. Der GEW-Chef forderte, es müsse aber für alle Schüler Tragepausen geben. „Es muss möglich sein, dass man die Maske nach anderthalb Stunden mal für eine gewisse Zeit absetzt.“ Das sei bisher leider nicht vorgesehen: „Es gibt kein Konzept dafür, dass man mal durchatmen kann.“

13.37 Uhr: Berliner CDU - Entscheidung zu Treffen an Weihnachten ist lebensfremd

Die Berliner CDU hat die Entscheidung des Berliner Senats scharf kritisiert, die Regeln für private Treffen an Weihnachten nicht zu lockern. „Die Fünf-Personen-Regelung über die Festtage ist unsensibel, lebensfremd und wird der Bedeutung des Weihnachtsfestes nicht gerecht“, sagte der Berliner CDU-Vorsitzende, Kai Wegner, am Freitag. „Ich appelliere an den Senat, für Heiligabend und die Weihnachtsfeiertage auf die Linie der anderen Bundesländer einzuschwenken.“

„Man kann zu Weihnachten besinnlich in der Familie zusammenkommen, ohne sich in den Armen zu liegen. Man muss den erlaubten Rahmen auch nicht um jeden Preis ausreizen“, sagte Wegner. Die Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus seien grundsätzlich richtig. Berlin müsse schnellstmöglich die hohen Ansteckungszahlen senken, um Leben zu schützen. „Der Senat ist gefordert, endlich die bestehenden Regeln in Berlin konsequent durchzusetzen und zu sanktionieren.“ Wenn „wilde Zusammenkünfte“ von Personen nicht unterbunden würden, sei keine Trendumkehr beim Infektionsgeschehen möglich.

AfD-Fraktionschef Georg Pazderski warf dem Senat vor, den Menschen das Weihnachtsfest „vermiesen“ zu wollen. „Mit den jetzt festgelegten Verboten wird das Familienfest für viele nahezu unmöglich gemacht“, erklärte er am Freitag. „Weihnachten wird bewusst zerstört: Tränen statt Freude, Einsamkeit statt Wärme, Unverhältnismäßigkeit statt Tradition.“ Das sei inakzeptabel, so Pazderski, denn: „Von einer Familie, die einen Abend zusammenkommt, geht keine Gefahr für unser Land aus. Ganz im Gegenteil: Ein schönes Weihnachtsfest ist für viele - gerade für Familien und Kinder - ein Glücksmoment, den wir in Corona-Zeiten dringend gebrauchen können.“

11.26 Uhr: Weiterhin hohe Zahl von Corona-Infektionen in Brandenburg

Die Zahl der Ansteckungen mit dem Coronavirus ist in Brandenburg unvermindert hoch: Von Donnerstag auf Freitag wurden von den Gesundheitsämtern 509 neue Corona-Infektionen registriert, wie das Gesundheitsministerium mitteilte. Am Vortag hatte es mit 629 neuen Fällen den höchsten Wert seit Beginn der Pandemie gegeben. Die Zahl der aktuell Erkrankten stieg um mehr als 100 Patienten auf 6360. Insgesamt 490 Personen werden in Krankenhäusern behandelt, davon 111 auf Intensivstationen, und 69 müssen beatmet werden. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19 stieg um 4 auf 346.

Den höchsten Zuwachs an neuen Infektionen verzeichnete mit 68 der Landkreis Oberspreewald-Lausitz. Dort stieg die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen auf den Rekordwert 335,6. Die so genannte Sieben-Tage-Inzidenz für ganz Brandenburg sank leicht auf 129,4.

Seit Beginn der Pandemie wurden in Brandenburg 18.945 Infektionen registriert, 12 293 Menschen gelten als genesen. Die höchste Zahl der Infektionen wurde in der Landeshauptstadt Potsdam mit 1733 Fällen gemeldet, dicht gefolgt vom Landkreis Potsdam-Mittelmark (1732) und dem Landkreis Barnim (1519).

8.50 Uhr: Corona lässt Beratungsbedarf bei Alkoholproblemen steigen

Während der Corona-Pandemie haben im Herbst nach Angaben der Landesstelle für Suchtfragen mehr Menschen mit Alkoholproblemen Hilfe in Beratungsstellen in Brandenburg gesucht. Gerade belastete Menschen konsumierten mehr, berichtet Geschäftsführerin Andrea Harteling. Der Verein dient unter anderem als Koordinierungsstelle für die Beratungsstellen im Land.

In der Pandemie sei es für viele schwierig, Einsamkeit auszuhalten. Es gebe häufiger belastende Familiensituationen, die Stress auslösten. „Alkohol wird dann mitunter als Mittel verwendet, um mit der Situation umzugehen“, sagt Hardeling.

+++ Donnerstag, 27. November 2020 +++

22.29 Uhr: Brandenburger Kabinett berät über neue Corona-Verordnung

Nach den Verabredungen der Ministerpräsidenten mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) will das Brandenburger Kabinett am Freitag die weiteren Corona-Beschränkungen beschließen. Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) hatte am Donnerstag in der Landtagsdebatte deutlich gemacht, dass er sich an die Beschlüsse zur Fortführung des Teil-Lockdowns und zu verschärften Kontaktbeschränkungen halten wolle. Er nannte die Beschlüsse „angemessen, verhältnismäßig und notwendig“.

Die Ministerpräsidentenkonferenz hatte am Mittwochabend nach Beratungen mit Merkel vereinbart, die privaten Kontakte der Bürger bis Weihnachten weiter einzuschränken und die Maskenpflicht in einigen Bereichen zu erweitern. Der Teil-Lockdown mit Schließungen der Gastronomie und von Kultureinrichtungen soll mindestens bis zum 20. Dezember, voraussichtlich aber bis ins kommende Jahr, verlängert werden.

19.51 Uhr: Innensenator - Kriminelle Clans durch Pandemie unter Druck

Die kriminellen Clans sind nach den Worten von Berlins Innensenator Andreas Geisel (SPD) durch die Corona-Pandemie unter Druck geraten - durch die Schließung der Lokale, der Bordelle oder durch geringeren Drogenverkauf. „Sie versuchen sich neue Geschäftsfelder zu erschließen“, sagte Geisel der „Welt“. „Das wird dann auch mal brutaler.“ Es gebe Verletzte und Revierkämpfe. „Die tschetschenische organisierte Kriminalität ist äußerst brutal und versucht verstärkt auf den Markt zu dringen. Wir sehen aber noch keine komplett neue Qualität.“

19.49 Uhr: Weihnachtsbesuch darf in Berlin im Hotel übernachten

Wer über Weihnachten seine Verwandten in Berlin besucht, darf dabei auch in Hotels übernachten. „Wenn es eine Reise ist, die nicht touristischer Natur ist, dann gibt es auch eine Übernachtungsmöglichkeit in den Hotels“, sagte der Regierende Bürgermeister Michael Müller (SPD) am Donnerstag nach einer Senatssitzung.

„Aber der Ausgangspunkt ist ein anderer“, fügt er hinzu. „Zu Hause bleiben ist der dringende Appell, nicht herumreisen.“ Wo es aber doch nötig sei, Familienmitglieder zu besuchen, gehe er davon aus, dass das keine touristische Reise sei, bei der man durch die Stadt gehe, sich Sehenswürdigkeiten anschaue oder Einkaufen gehe.

19.03 Uhr: Müller wirbt um Verständnis für Corona-Beschränkungen

Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) hat um Verständnis für die Verlängerung des Teil-Lockdowns zur Eindämmung der Corona-Pandemie und für verschärfte Kontaktbeschränkungen geworben. „Wir müssen einen langen Atem haben, um gemeinsam durch diese lange Pandemie zu kommen“, sagte er am Donnerstag nach einer Sondersitzung des Senats. „Und es darf uns jetzt nicht die Puste ausgehen.“

In den vergangenen Wochen sei viel erreicht worden. Es sei eine hoffnungsvolle Entwicklung, dass die Dynamik bei den Neuinfektionen gestoppt worden sei und es eine leicht fallende Tendenz gebe. „Aber wir können uns nicht zurücklehnen“, so Müller. „Es ist ein mühseliger Weg, aber ein Weg, der die Mühe lohnt.“

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19 Uhr: In Berlin dürfen weniger Kunden gleichzeitig in die Geschäfte

Beim Einkaufen gelten in Berlin künftig neue Beschränkungen. Vor dem Hintergrund der nach wie vor hohen Infektionszahlen soll die Zahl der Kunden verringert werden, die sich gleichzeitig in Geschäften aufhalten. Das teilte Wirtschaftssenatorin Ramona Pop (Grüne) am Donnerstag nach der Sondersitzung des Senats mit. Berlin wolle dabei nachvollziehen, was zwischen Bund und Ländern besprochen wurde.

Die Länderchefs hatten bei den Beratungen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am Mittwoch vereinbart, dass sich in Geschäften mit einer Verkaufsfläche von bis zu 800 Quadratmetern höchstens eine Person je 10 Quadratmeter Verkaufsfläche aufhalten darf. Bei Geschäften, die größer sind, darf auf die zusätzliche Fläche dann höchstens eine Person pro 20 Quadratmeter Verkaufsfläche kommen.

18.58 Uhr: Berliner Schulen soll Wechselunterricht ermöglicht werden

In Bezirken, die eine 7-Tage-Inzidenz über 200 haben, soll Schulen nun doch ermöglicht werden, in den Wechselunterricht zu gehen, wenn sie das wünschen. Das heißt, die Klassen würden halbiert – allerdings nur ab Klasse 8 und nur in Jahrgängen, die nicht abschlussrelevant sind. In Sekundarschulen wären das die Stufen acht und elf, Gymnasien die Stufen acht und neun. Außerdem soll an Grundschulen und in Gemeinschaftsschulen in diesen Bezirken nun die Maskenpflicht in den Klassen 5 und 6 gelten, sagte Kultursenator Klaus Lederer (Linke) auf der Pressekonferenz des Senats.

„Unsere Schulen haben den Hybrid- und Wechselunterricht konzeptionell seit vielen Monaten weiterentwickelt und in vielen Fällen bereits getestet. Berlin ist hier gut vorbereitet“, sagt Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD). Und: Die neuen Maßnahmen treten ab Montag, den 7. Dezember, in Kraft, heißt es aus der Senatsbildungsverwaltung. Auf freiwilliger Basis könnten Schulen aber auch früher starten.

18.52 Uhr: Maskenpflicht wird in Berlin ausgeweitet

In Berlin wird wegen hoher Corona-Infektionszahlen die Maskenpflicht auf der Straße ausgeweitet. Sie werde künftig auf praktisch allen Straßen gelten, wo es viele Geschäfte und damit Begegnungen und Kontakte gebe, sagte der Regierende Bürgermeister Michael Müller (SPD) am Donnerstag nach einer Sondersitzung des Senats. Details nannte Müller nicht, er sprach von belebteren Straßen. Schon jetzt gilt auf 35 Berliner Straßen und Plätzen eine Pflicht, einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen.

18.12 Uhr: Berlin verlängert Teil-Lockdown bis 22. Dezember

Der seit Anfang November geltende Teil-Lockdown in Berlin wird bis zum 22. Dezember verlängert. Darauf verständigte sich der Senat am Donnerstagnachmittag nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur bei einer Sondersitzung. Unter anderem zahlreiche Kultur- und Freizeiteinrichtungen wie Museen, Theater und Schwimmbäder bleiben damit weiter geschlossen.

Bund und Länder hatten sich bei ihren Beratungen am Mittwoch darauf geeinigt, den Teil-Lockdown, der zunächst nur bis Ende November gelten sollte, zu verlängern. Nach dem gemeinsamen Beschluss war allerdings vorgesehen, die Maßnahmen bis zum 20. Dezember zu befristen.

18.07 Uhr: Preiserhöhung für Semestertickets wird ausgesetzt

Die geplante Preiserhöhung für das Semesterticket für Studierende in Berlin und Brandenburg wird ausgesetzt. „Für Berliner Studierende bleiben die Kosten erst einmal stabil“, erklärte Verkehrssenatorin Regine Günther (Grüne) am Donnerstag. Ihr Brandenburger Kollege Guido Beermann (CDU) sagte, die Corona-Krise treffe die Studierenden in besonderer Weise. Die gemeinsame Entscheidung der beiden Länder für eine Übergangslösung sei in dieser Situation „richtig und wichtig“, so der Minister. Eine neue Regelung wird laut der Mitteilung für 2022 angestrebt. Bislang kostet das Semesterticket zwischen 280 und 387 Euro im Jahr.

17.49 Uhr: Kein Böllerverbot in Berlin zu Silvester

In Berlin wird es zu Silvester kein generelles Böllerverbot wegen der Corona-Pandemie geben. Der Senat verständigte sich am Donnerstag nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur darauf, den am Vortag gefassten Bund-Länder-Beschluss im Land unverändert umzusetzen. Demnach sollen an bestimmten Plätzen, wo sich normalerweise zum Jahreswechsel besonders viele Menschen versammeln, Böllerverbotszonen ausgewiesen werden. In Berlin gab es das schon im Vorjahr - die Innenverwaltung hatte bereits angekündigt, auch für dieses Jahr entsprechende Orte zu prüfen.

17.20 Uhr: Keine Corona-Lockerungen in Berlin über Weihnachten

Die Menschen in Berlin müssen Weihnachten und auch Silvester wegen der Corona-Pandemie im kleineren Kreis feiern. Denn die von Bund und Ländern verabredeten Lockerungen bei den Kontaktbeschränkungen für private Treffen über die Feiertage werden in der Hauptstadt nicht gelten.

Demnach sollen sich in Berlin über die Feiertage maximal fünf Personen zu privaten Zusammenkünften treffen dürfen, wobei keine Vorgaben gemacht werden, aus wie vielen Haushalten sie kommen. Hinzu kommen Kinder im Alter bis 14 Jahren. Bund und Länder hatten sich hingegen am Mittwoch für Treffen „im engsten Familien- oder Freundeskreis“ vom 23. Dezember bis 1. Januar auf eine Obergrenze von zehn Personen plus Kinder bis 14 Jahren verständigt.

Bereits zum 1. Dezember werden die Kontaktbeschränkungen in Berlin analog zum Bund-Länder-Beschluss verschärft. Private Zusammenkünfte mit Freunden, Verwandten und Bekannten sind wegen der Infektionslage dann auf maximal fünf Personen des eigenen und eines weiteren Haushalts beschränkt. Bisher gilt eine Obergrenze von zehn Personen. Kinder bis 12 Jahren sind davon ausgenommen. Bund und Länder hatten eine Altersgrenze für Kinder von 14 Jahren vorgeschlagen.

17.18 Uhr: Brandenburger Kabinett berät über neue Corona-Verordnung

Nach den Verabredungen der Ministerpräsidenten mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) will das Brandenburger Kabinett am Freitag die weiteren Corona-Beschränkungen beschließen. Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) hatte am Donnerstag in der Landtagsdebatte deutlich gemacht, dass er sich an die Beschlüsse zur Fortführung des Teil-Lockdowns und zu verschärften Kontaktbeschränkungen halten wolle. Er nannte die Beschlüsse „angemessen, verhältnismäßig und notwendig“.

17.05 Uhr: Aufnahme-Stopp im St. Marien-Krankenhaus in Lankwitz

Seit Donnerstagmittag dürfen Rettungsdienste und Krankentransporte das St. Marien-Krankenhaus Berlin an der Gallwitzallee in Lankwitz nicht mehr anfahren. Die Sperrung betrifft alle Stationen sowie insbesondere die Zentrale Notaufnahme. Der Aufnahmestopp gilt ab sofort bis zum Montag, den 30. November um 12 Uhr. Das geht aus eine Mail der Senatsverwaltung für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung an die Berliner Feuerwehr hervor, die der Berliner Morgenpost vorliegt. Grund dafür ist die vermehrte Aufnahme und die Versorgung von COVID-Patienten. Mehr darüber lesen Sie HIER.

16.03 Uhr: 19 weitere Tote, 1110 Neuinfektionen in Berlin

In Berlin sind 19 weitere Menschen an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben. Die Zahl der Todesfälle steigt auf 527.

1110 neue Infektionen wurden bestätigt, 1630 waren es gestern. 21.559 aktuelle Corona-Fälle haben wir insgesamt in Berlin, 21.597 waren es gestern. 39.578 Menschen gelten inzwischen als genesen.

305 Menschen werden Intensivstationen behandelt, drei Pateinten mehr als gestern. 1112 Menschen liegen insgesamt in Krankenhäusern, drei Patienten mehr als gestern.

Die Berliner Corona-Ampel steht für den Bereich der Reproduktionszahl mit 0,77 auf Grün. Der Wert für Neuinfektionen ist mit 215,6 weiter auf Rot, die Ampel für die mit Covid-19-Patienten belegten Intensivbetten mit 24,2 Prozent weiterhin auf Gelb.

16 Uhr: Pflegedirektor warnt vor Belastung im sozialen Bereich

Die Lichtenberger Akteure im Gesundheitssektor haben in einer Konferenz Bilanz zur Gesundheitswirtschaft in Pandemiezeiten gezogen. So hofft Uwe Kropp, Pflegedirektor am Evangelischen Krankenhaus Königin Elisabeth Herzberge, dass sich eine dritte Infektionswelle verhindern lässt. Die Pandemie belaste seine Mitarbeiter zunehmend auch sozial, so Kropp. Aufgrund ihrer Arbeit müssen Krankenhausangestellte privat besonders vorsichtig sein. Verabredungen zu treffen gerate zur moralischen Frage, die sich auch auf die Kinder von Pflegekräften überträgt.

15.57 Uhr: Pflegekräfte in Ausbildung stehen ohne Praktikumsplätze da

Die Pandemie habe gezeigt, dass notwendige Infrastruktur schnell geschaffen werden könne, sagt Torsten Jens Adrian, Stabsstellenleiter Recht und Versicherung am Sana-Klinikum Lichtenberg. Aber: „Was helfen uns freie Betten, wenn wir nicht das Personal haben, alle Patienten zu pflegen?“

An der Ludwig Fresenius Schule in Lichtenberg werden Fachkräfte in unterschiedlichsten Pflegebereichen ausgebildet. Im Frühjahr habe man noch viel auf digitale Lehre gesetzt, nun versuche man jedoch, so weit es gehe, in Präsenz zu unterrichten, sagt Standortleiterin Anke Gerth. Logo- und Ergotherapeuten ohne Praxisunterricht auszubilden, sei schwierig.

15.26 Uhr: Impfzentrum - Messe Berlin probt Aufbau der ersten Kabinen

Auf dem Berliner Messegelände sind die ersten Kabinen für ein Corona-Impfezentrum aufgebaut worden – allerdings nur testweise. „So könnte es aussehen, das geplante Impfzentrum auf unserem Gelände“, schrieb die Messe Berlin am Donnerstagnachmittag auf ihrem Account bei dem Kurznachrichtendienst Twitter. Ein Sprecher ergänzte auf Morgenpost-Nachfrage: „Wir testen den Aufbau, damit wir dann schnell loslegen können“.

Insgesamt sechs Impfzentren sollen berlinweit entstehen. Als weitere Standorte sind die stillgelegten Flughäfen Tegel und Tempelhof, das Velodrom in Prenzlauer Berg, das Erika-Heß-Eisstadion in Wedding sowie die Arena in Treptow vorgesehen. Auf dem Messegelände soll in der Halle elf das Corona-Impfezentrum errichtet werden.

14.38 Uhr: Woidke wirbt für Corona-Einschränkungen

Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) hat in einer Sondersitzung des Landtags für die Fortführung und teilweise Ausweitung der Corona-Beschränkungen geworben. „Heute haben wir in Brandenburg mit 629 neuen Corona-Fällen einen neuen traurigen Höchststand erreicht“, mahnte er am Donnerstag in der Plenardebatte. „Gestern gab es mit über 400 Todesfällen bundesweit einen traurigen Höchststand.“ Die Infektionszahlen seien weiterhin zu hoch. „Daher sind Einschränkungen in unserem alltäglichen Leben weiterhin nötig.“

14.33 Uhr: Berliner Wirtschaft kritisiert kräftigen Aufschlag bei neuen Schulden

Die Berliner Wirtschaft zeigt sich alarmiert über Pläne von Rot-Rot-Grün, bei den neuen Schulden noch mal kräftig draufzusatteln. Wie die Koalitionsfraktionen am Donnerstag offiziell mitteilten, sollen zu den bisher geplanten Krediten von 6,6 Milliarden Euro weitere 500 Millionen Euro dazu kommen.

„Mit noch mehr Schulden auf die Corona-Krise zu reagieren, mag auf den ersten Blick wie eine adäquate Reaktion wirken“, erklärte der Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer (IHK), Jan Eder. Allerdings stelle sich die Frage, ob das zusätzliche Geld tatsächlich zur Bewältigung der Pandemie gedacht sei.

14.30 Uhr: Grünen-Fraktionschefin will Böllern auf zwei Stunden begrenzen

Berlins Grünen-Fraktionsvorsitzende Antje Kapek hat gefordert, das Silvesterfeuerwerk auf zwei Stunden zu begrenzen. Der Senat berät am Donnerstagnachmittag bei einer Sondersitzung über die Umsetzung der Beschlüsse von Bund und Ländern zur Eindämmung der Corona-Pandemie vom Mittwoch und voraussichtlich auch über das Silvesterfeuerwerk.

„Es ist ausgesprochen enttäuschend, dass die Ministerpräsidenten der Länder sich nicht auf ein bundesweites Verkaufsverbot von Feuerwerkskörpern verständigen konnten“, kritisierte Kapek. Nun sei der Senat gefordert. Die Grünen-Fraktionschefin plädierte dafür, das Böllern Silvester nur zwischen 23 und 1 Uhr zu erlauben, nicht wie üblich zwischen 22 und 6 Uhr. „Damit können Familien ihren Traditionen nachgehen, Ausartungen bis in die Morgenstunden können so aber eingedämmt werden“, erläuterte Kapek.

13.08 Uhr: Situation an Grundschulen in Friedrichshain verschärft sich

Das Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg beobachtet eine Verschärfung der Corona-Situation an einer Reihe der Grundschulen. So springen ab der kommenden Woche die Charlotte-Salomon-, Lemgo-, Heinrich-Zille-, Galilei- und Otto-Wels-Grundschule von gelb auf orange. Entwarnung meldet Schulstadtrat Andy Hehmke (SPD) indes für die Jens-Nydahl-Grundschule. Sie wechselt von orange zurück auf gelb. In den weiterführenden Schulen bleibt es beim Stand der Vorwoche.

12.44 Uhr: Gewerkschaft mahnt konkrete Corona-Maßnahmen an Berliner Schulen an

Eine „gemischte Bilanz“ zieht die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) in Berlin aus den Beschlüssen der Kanzlerin mit den Ministerpräsidenten zum Thema Schule. „Wir hatten uns konsequentere Beschlüsse gewünscht, gerade mit Blick auf Kitas und Grundschulen“, sagt Berlins GEW-Vorsitzender Tom Erdmann. Froh sei man allerdings, dass Wechselunterricht ab Klasse 8 für Bezirke mit hoher Inzidenz angemahnt werde. „Der Senat muss nun konkrete, nachvollziehbare Maßnahmen für Berlin beschließen“, sagte Erdmann aber mit Blick auf die heutige Senatssitzung. Es brauche ein Gesamtkonzept für die weiterführenden Schulen. Außerdem sollten die Quarantäneregelungen für Schüler und Schulpersonal berlinweit transparenter und einheitlicher werden. „Die aktuellen fallbezogenen Entscheidungen führen zu sehr viel Verwirrung und Unsicherheiten bei allen Personengruppen in den Schulen“, kritisierte Erdmann.

11.48 Uhr: Neuer Rekord bei Corona-Infektionen in Brandenburg

Die Zahl der Ansteckungen mit dem Coronavirus hat in Brandenburg einen neuen Höchststand erreicht. Innerhalb eines Tages wurden 629 neue bestätigte Fälle registriert, wie das Gesundheitsministerium am Donnerstag mitteilte. Das ist der höchste Wert seit Beginn der Pandemie. Der letzte Höchststand wurde am 20. November mit 538 neuen Infektionen gemeldet.

Acht Sterbefälle im Zusammenhang mit Covid-19 kamen hinzu. Damit stieg die Zahl der Toten in Brandenburg auf 342. Erkrankt sind derzeit 6251 Menschen und damit 249 mehr als am Vortag. 493 Menschen werden im Krankenhaus behandelt, davon werden 114 intensivmedizinisch betreut, 70 von ihnen müssen beatmet werden.

Allein aus dem Landkreis Barnim wurden 61 neue Ansteckungen mit dem Virus gemeldet, im Landkreis Oberspreewald-Lausitz waren es 60 neue Fälle, im Kreis Potsdam-Mittelmark 54 und im Landkreis Spree-Neiße 51 neue Infektionen.

11.45 Uhr: Landeselternausschuss hofft auf Hybridunterricht

Ab einer Sieben-Tage-Inzidenz von über 200 Fällen pro 100.000 „empfiehlt“ die Bund-Länder-Runde seit gestern eine Umstellung auf Hybridunterricht in Schulen ab Klasse 8. In sechs von zwölf Bezirken wäre das aktuell der Fall: Tempelhof-Schöneberg, Neukölln, Friedrichshain-Kreuzberg, Mitte, Reinickendorf und Spandau. „Wir hoffen darauf, dass jetzt Hybridunterricht leichter möglich wird“, sagt nun Landeselternvorsitzender Norman Heise.

Schon in der letzten Wochen hatte der Landeselternausschuss gefordert, an weiterführenden Schulen flexibler bei diesem Wechselmodell zu sein. „Wenn die Schulgemeinschaft das beschließt und die Voraussetzungen da sind, sollte es möglich sein“, sagte Heise – selbst wenn eine Schule im Coronastufenplan nicht auf der Farbe „Rot“ stünde, sprich: im Alternativszenario. Heute werden Berlins Schulen wieder neu farblich eingeteilt, aktuell stehen Schulen in ganz Berlin auf Rot.

11.30 Uhr: Senat erwägt keine Lockerungen in Berlin zu Weihnachten

Der Berliner Senat berät am heutigen Donnerstag darüber, wie die Beschlüsse der Länderchefs und der Bundeskanzlerin in der Stadt umgesetzt werden sollen. Die Koalition sieht sich unter Druck, weil die Ministerpräsidenten und der Bund für Corona-Hotspots mit mehr als 200 Infektionen pro 100.000 Einwohner schärfere Regeln in Aussicht gestellt hat. Das würde auch für Berlin gelten. Weil weitere Einschränkungen schwer vorstellbar sind, wenn man Schulen und Kitas weitgehend ausnehmen will, bleiben wenige Möglichkeiten, hieß es aus Senatskreisen. Deshalb werde nun erwogen, die bundesweit über Weihnachten und Silvester beschlossenen Lockerungen der Kontaktverbote in der Hauptstadt auszusetzen. Alle Details zu den Plänen des Berliner Senats lesen Sie hier.

11.16 Uhr: 20 Corona-Fälle bei Ausbruch in Prenzlauer Berger Pflegeheim

Bereits vergangene Woche meldete das Bezirksamt Pankow nach einer Serie mit Schnelltests in einem Pflegeheim der Seniorenstiftung Prenzlauer Berg 13 Infektionen mit dem Coronavirus. Jetzt, nachdem die Stiftung genauere PCR-Tests durchführen ließ, ist die Zahl der Covid-19-Diagnosen auf 20 gestiegen. Den ausführlichen Artikel lesen Sie HIER.

10.55 Uhr: Ministerin Ernst: Maskenpflicht ab 7. Klasse in allen Schulen

In den Brandenburger Schulen soll künftig eine Maskenpflicht für alle Schüler ab der 7. Klasse gelten. Darauf habe sich die rot-schwarz-grüne Koalition verständigt, um die Zahl der Infektionen mit dem Coronavirus einzudämmen, sagte Bildungsministerin Britta Ernst am Donnerstag im Interview des rbb-Inforadios. „Unser Ziel ist es, die Schulen offen zu halten“, sagte Ernst. „Und da halten wir es für vertretbar, die Maskenpflicht ab der 7. Klasse - auf keinen Fall in den Grundschulen - einzuführen.“

Ernst setzt für diese Maßnahme auf große Akzeptanz: „Da gibt es auch Rückmeldungen aus den Schulen, dass die Schülerinnen und Schüler schon freiwillig damit begonnen haben“, sagte sie.

10.04 Uhr: Marburger Bund Berlin/Brandenburg ruft zu mehr Solidarität auf

Der Marburger Bund Berlin/Brandenburg unterstützt die beschlossenen Corona-Maßnahmen von Bund und Ländern, ruft aber gleichzeitig zu mehr Solidarität mit Erkrankten und mit medizinischem Personal auf. „In Zeiten der Coronavirus- Pandemie müssen wir für- und aufeinander achtgeben, um Gesundheit zu sichern. Wir, die Krankenhausärztinnen und –ärzte, tun zusammen mit allen in den Krankenhäusern Beschäftigten unser Bestes, um den Erkrankten zu helfen. Doch alleine schaffen wir es nicht", appelliert der Landesvorsitzende Dr. Peter Bobbert. Jeder könne und müsse etwas zur Bewältigung der Pandemie beitragen durch das Beachten der Hygieneregeln und die Reduktion von gesellschaftlichen Kontakten. Scharf kritisiert er Menschen, die die Existenz und die Folgen der Covid-19 Erkrankung verharmlosen oder leugnen. "Wer COVID-19 verharmlost, gar leugnet, der gefährdet bewusst andere.“

9.39 Uhr: Corona-Prämie für Berliner Bauarbeiter

Mehr Geld am Bau: In Berlin steigen die Löhne für Bauarbeiter um insgesamt 2,6 Prozent. Das teilte die IG Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) mit. Außerdem gibt es mit der November-Abrechnung eine steuerfreie „Corona-Prämie“ von 500 Euro. Das Bauhauptgewerbe beschäftigt nach Angaben der Arbeitsagentur in Berlin aktuell 27.400 Menschen.

6.16 Uhr: Bildungssenatorin Scheeres begrüßt Spielraum für Schulen

Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD) begrüßt, dass den Schulen vor Ort auch nach den neuen Bund-Länder-Beschlüssen zu Corona Gestaltungsspielraum bleibt. „Wichtig war uns (...), dass bei weitergehenden Maßnahmen an Schulen neben dem allgemeinen Infektionsgeschehen immer auch die schulspezifische Situation vor Ort berücksichtigt wird. Die Regierungschefs der Länder und die Bundeskanzlerin haben jetzt ebenfalls vereinbart, dass eine schulspezifische Komponente zu berücksichtigen ist", erklärte sie nach Bekanntwerden der Beschlüsse. Auch zum Bekenntnis, Präsenzunterricht möglichst beizubehalten, äußerte sie sich positiv. "Sehr zu begrüßen ist die Regelung, dass die Abschlussjahrgänge grundsätzlich im Präsenzunterricht bleiben. Das hatten wir in unserem Stufenplan noch gar nicht so ausdrücklich vorgesehen. Dieser Schritt stärkt die Bildungsgerechtigkeit, denn sonst drohen gerade hier Schülerinnen und Schüler verloren zu gehen. Wichtig ist zudem, dass auch die Primarstufe weiter im Präsenzunterricht sein wird.“

6.01 Uhr: Senat und Brandenburger Landtag beraten über Umsetzung der Bund-Länder-Beschlüsse zu Corona

Nach der Einigung von Bund und Ländern auf eine Verlängerung des Teil-Lockdowns zur Eindämmung der Corona-Pandemie kommt der Senat am Donnerstag zu einer Sondersitzung zusammen. Bei dem Treffen geht es um die Umsetzung der Beschlüsse auf Landesebene. Der Regierende Bürgermeister Michael Müller (SPD) kündigte an, dass sich die Senatorinnen und Senatoren Zeit für eine ausgiebige Diskussion nehmen wollen.

Auch der Brandenburger Landtag berät am Donnerstag (13 Uhr) in einer Sondersitzung über die Ergebnisse der Ministerpräsidentenkonferenz mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) zu weiteren Corona-Beschränkungen. Am Freitag will das Kabinett über die neue Verordnung entscheiden.

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+++ Mittwoch, 25. November 2020 +++

22.04 Uhr: Müller - Bisherige Anti-Corona-Maßnahmen reichen nicht aus

Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller hat die Verlängerung des Teil-Lockdowns in der Corona-Pandemie mit den hohen Belastungen für das Gesundheitswesen begründet. „Wir sind jetzt in Berlin in einer Situation, wo wir ein Viertel der Intensivbetten nutzen für Covid-19-Patienten“, sagte der SPD-Politiker. Viele davon müssten beatmet werden. Zudem gebe es in der Hauptstadt Tage mit 20 bis 30 Verstorbenen.

Diese Zahlen veranschaulichten, wie die Situation sei, so Müller: „Hinter jeder einzelnen Zahl verbergen sich menschliche Schicksale und menschliche Tragödien.“ Mit den bisherigen Maßnahmen sei viel erreicht worden, aber noch nicht genug. Deshalb gebe es eine „große bundesweite Verständigung“, die Beschränkungen zu verlängern.

16.28 Uhr: 16 weitere Menschen gestorben, 1630 Neuinfektionen in Berlin

In Berlin sind 16 weitere Menschen an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben. Die Zahl der Todesfälle steigt auf 508. 1630 neue Infektionen wurden bestätigt, 1615 waren es am Dienstag. 21.597 aktuelle Corona-Fälle haben wir insgesamt in Berlin, 21.335 waren es Dienstag. 38.449 Menschen gelten inzwischen als genesen. 302 Menschen werden auf den Intensivstationen behandelt, sieben Patienten mehr als am Dienstag gemeldet. 1109 Menschen liegen insgesamt in Krankenhäusern, 31 Patienten mehr als am Dienstag.

Die Berliner Corona-Ampel steht für den Bereich der Reproduktionszahl mit 0,81 auf Grün. Der Wert für Neuinfektionen ist mit 218,4 weiter auf Rot, die Ampel für die mit Covid-19-Patienten belegten Intensivbetten mit 24,7 Prozent weiterhin auf Gelb.

Wir starten unser neues Corona-Newsblog für Berlin. Alle bisheringen Nachrichten, Entwicklungen und Zahlen zur Coronavirus-Pandemie für Berlin, die Berliner Bezirke und Brandenburg finden Sie in unserem vorangegangenen Newsblog.

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