Die Einstufung der AfD durch den Verfassungsschutz als „gesichert rechtsextrem“ hat nun eine erste personelle Konsequenz zur Folge. Der Bundestagsabgeordnete Sieghard Knodel teilte in einer E-Mail mit, die AfD und die Fraktion zu verlassen. „Angesichts der Einstufung der Partei als gesichert rechtsextrem durch das Bundesamt für Verfassungsschutz, muss ich mein privates und geschäftliches Umfeld schützen und erachte diesen Schritt daher als unvermeidlich, auch wenn ich ihn sehr ungern gehe“, schreibt Knodel, der über die Landesliste Baden-Württemberg erstmals in den Bundestag gewählt worden war. Ein Fraktionssprecher bestätigte einen entsprechenden ZDF-Bericht.

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Hauptstadt Inside von Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion
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Gleichzeitig teilte Knodel mit, sein Mandat künftig als fraktionsloser Abgeordneter fortführen zu wollen. Der 64 Jahre alte Knodel ist Betriebswirt und Landmaschinenmechanikermeister. Von 1992 bis März 2025 war Knodel Geschäftsführer des Unternehmens S. Knodel. Es ist auf den Verkauf und Verleih von Hubarbeitsbühnen spezialisiert.
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Knodel wird als „Volksverräter“ beschimpft
Knodels bisheriger AfD-Kreisverband Reutlingen zeigte sich „überrascht und enttäuscht“ über Knodels Austritt. „Die von Herrn Knodel angeführte Begründung - die Einstufung der AfD als “gesichert rechtsextrem‘ durch das Bundesamt für Verfassungsschutz - können wir in keiner Weise nachvollziehen„, erklärte der Kreisverband. Er forderte Knodel auf, sein Bundestagsmandat “umgehend„ zurückzugeben, damit ein anderer AfD-Abgeordneter in den Bundestag nachrücken kann.
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Diese Hochstufung der AfD durch den Verfassungsschutz sei ein „politisch motiviertes Vorgehen“ und entbehre „jeder sachlichen Grundlage“, erklärte der Kreisverband. „Dass Herr Knodel nicht die politische Weitsicht besitzt, dies zu erkennen, ist bedauerlich.“ Auf der Facebook-Seite des AfD-Kreisverbands Reutlingen sorgte Knodels Austritt für empörte Reaktionen. Nutzer beschimpften ihn in der Kommentarspalte als „Volksverräter“, „Karrierist“ und „Wahlbetrüger“.
Mit Knodels Austritt schrumpft die AfD-Fraktion um ein Mitglied auf 151 Abgeordnete. Auch in den vorangegangenen Legislaturperioden hatte die Fraktion immer wieder Mitglieder verloren.
tok/dpa/AFP





