Studentinnen und Studenten sollen künftig stärker unterstützt werden – das kündigen CDU, CSU und SPD im Koalitionsvertrag an. Besonders beim BAföG soll es umfassende Veränderungen geben. Ziel sei es, das BAföG in einer „großen Novelle“ zu modernisieren.

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Hauptstadt Inside von Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion

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Hierzu soll die Wohnkostenpauschale im BAföG ab dem Wintersemester 2026/27 einmalig auf 440 Euro im Monat steigen. Bislang liegt sie bei maximal 380 Euro. Auch der sogenannte Grundbedarf, also der Betrag für Lebenshaltungskosten, wird angehoben – in zwei Schritten bis zum Wintersemester 2028/29 auf das Niveau der Grundsicherung. Die Freibeträge, also das Einkommen, das Eltern verdienen dürfen, ohne dass es die BAföG-Höhe beeinflusst, sollen „dynamisiert“ und damit regelmäßig an die Lebensrealität angepasst werden. Wie genau das geschehen soll, ist im Vertrag allerdings nicht weiter ausgeführt.

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Koalitionsvertrag: BAföG soll bald unbürokratischer werden

Die Koalition will das BAföG außerdem deutlich unbürokratischer gestalten: „Den BAföG-Bezug wollen wir weiter vereinfachen, digitalisieren und beschleunigen“, heißt es im Vertrag. Folgeanträge sollen weniger aufwendig werden, und die bisher separat beantragbare Studienstarthilfe wird in den BAföG-Antrag integriert. Die Hinzuverdienstgrenze bleibt wie bisher an die Minijobgrenze gekoppelt.

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Auch Studierende, die ins Ausland gehen, sollen profitieren: Das Auslands-BAföG wird künftig zentral vom Bundesverwaltungsamt bearbeitet – das soll die Bearbeitung beschleunigen und die Wartezeiten auf Zahlungen verkürzen. Für Studentinnen und Studenten in „besonderen Situationen“ will die Bundesregierung zudem den KfW-Studienkredit überarbeiten: Geplant ist ein Angebot mit fester Zinsbindung und „fairen Konditionen“.

Studenten sitzen im Audimax der Freien Universität Berlin
Mit einer Reform des BAföGs sollen Studentinnen und Studenten zukünftig stärker finanziell entlastet werden.© dpa-tmn | Britta Pedersen

Investition in Universitäten: Koalition will marode Gebäude sanieren

Die Begabtenförderwerke sowie die Stiftung Begabtenförderung Berufliche Bildung sollen „deutlich“ mehr Geld bekommen. Gleichzeitig soll der Zugang zu Stipendien erleichtert werden: Anträge sollen digital, einfacher und unbürokratischer gestellt werden können.

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Marode Gebäude, überfüllte Hörsäle, veraltete Technik – das soll bald der Vergangenheit angehören. Die Koalition kündigt eine „Schnellbauinitiative von Bund und Ländern“ an. Sie soll die Modernisierung, energetische Sanierung und digitale Aufrüstung von Hochschulen und Universitätskliniken finanzieren – inklusive Mensen und Cafeterien.

Mit den geplanten Maßnahmen reagiert die Koalition auf jahrelange Kritik an überfüllten Seminarräumen, maroden Gebäuden und einem BAföG-System, das viele Studierende als zu bürokratisch empfinden. Ob die Vorhaben reichen, um diese Kritikpunkte zu verbessern, bleibt abzuwarten. Für nachrückende Generationen dürften die Neuerungen ein Gewinn sein. Für viele aktuelle Studierende kommt die Entlastung womöglich zu spät.