Die mit Personalproblemen kämpfende Bundeswehr soll mehr Rekruten durch einen neuen Wehrdienst bekommen. Union und SPD setzen dabei „zunächst“ auf Freiwilligkeit. „Wir hoffen, dass wir mit genügend Freiwilligen die Aufwuchsfähigkeit der Bundeswehr hinbekommen“, sagte CDU-Chef Friedrich Merz. Damit lassen die Koalitionspartner die Tür offen, um zu einem späteren Zeitpunkt wieder einen Pflichtdienst einzuführen.

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„Wir orientieren uns dabei am schwedischen Wehrdienstmodell“, beschreiben CDU, CSU und SPD in dem ausgehandelten Koalitionsvertrag ihre Pläne. In dem skandinavischen Land werden alle jungen Männer und Frauen eines Jahrgangs angeschrieben und nach ihrer Eignung befragt. Die Geeignetsten werden für einen Dienst bei der Armee ausgewählt. Das entspricht dem bisherigen Vorschlag von Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD). Es soll nun schnell gehen: „Wir werden noch in diesem Jahr die Voraussetzungen für eine Wehrerfassung und Wehrüberwachung schaffen.“

Koalitionsvertrag: Darauf haben sich CDU/CSU und SPD geeinigt