Die Schwimm- und Sprunghalle im Europasportpark (SSE) ist eines der beliebtesten Hallenbäder Berlins und war Austragungsort vieler nationaler und internationaler Wettkämpfe. Schwimmmeisterschaften und Wasserball-Turniere fanden hier statt – und auch TV-Spektakel wie Stefan Raabs „TV total Turmspringen“. Nur wenige der Hunderttausenden Besucher jedes Jahr wissen um die geheimnisvollen Orte, die sich unzugänglich im Bad erstrecken.

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Wenige Meter trennen die belebte Schwimmhalle von bunkerartigen Gewölben, die seit der Eröffnung des Bades Ende der 1990er-Jahre brachliegen. Inmitten von Bezirken mit akutem Platz- und Wohnungsmangel dämmern knapp 6.000 Quadratmeter Nutzfläche vor sich hin: Ein Erbe der Bewerbung Berlins für die Olympischen Spiele 2000 – und von geplatzten Ambitionen und Großstadtträumen. Alle Infos zu dem Rohbau-Lost Place.

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Das sind die Fakten zur Schwimm- und Sprunghalle im Europasportpark im Überblick:

  • Adresse: Paul-Heyse-Straße 26, 10407 Berlin-Prenzlauer Berg
  • Geschichte: Die Sportanlagen im Europasportpark wurden im Jahr 1992 von dem französischen Architekten Dominique Perrault konzipiert; Baubeginn war im Juni 1993 – nach der Bekanntgabe von Sydney als Austragungsort im September 1993 hielt der Senat an den Bauplänen fest; aus Kostengründen wurden Teile der Anlage nie fertiggestellt und verblieben im Rohbau: 5648 Quadratmeter der Schwimm- und Sprunghalle (SSE) stehen seit der Eröffnung der Halle 1999 leer
  • Führungen: Keine
  • Denkmalschutz: Nein
  • Status: Lost Place. Seit 2018 werden neue Nutzungskonzepte für die Flächen geprüft

Wo liegt die Schwimm- und Sprunghalle im Europasportpark genau?

Schwimmhalle Prenzlauer Berg Berlin Deutschland
Hat schon bessere Tage gesehen: die Schwimm- und Sprunghalle im Europasportpark in Prenzlauer Berg.© picture alliance / Bildagentur-online/Joko | Bildagentur-online/Joko

Die Schwimm- und Sprunghalle im Europasportpark liegt an der Paul-Heyse-Straße 26 im Ortsteil Prenzlauer Berg des Bezirks Pankow. Die Google-Koordinaten (Open-Location-Code) für das Objekt lauten: GFH2+MX Berlin. Mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist das Areal am besten vom S-Bahnhof Landsberger Allee (S8, S41, S42, S85) aus zu erreichen. Auch die Tramlinien 18, M4, M5, M6, M8 und M10 verkehren an der Haltestelle Landsberger Allee, von der aus man rund fünf Minuten zu Fuß bis zu der Sportstätte benötigt. Achtung: Der unterirdische Teil der Anlage ist nicht öffentlich zugänglich. Auch interessant: „Lost Places“: Diese Strafen drohen bei Hausfriedensbruch

Das sind die wichtigsten Etappen der Geschichte der SSE:

Ausgangslage: Wie dem Berliner Olympia-Bärchen das Grinsen verging

Pk Bündnis NOlympia Berlin
Ein Poster mit einem Berliner Bär mit den olympischen Ringen gefesselt hängt als Logo in den Räumen des Bündnisses NOlympia Berlin.© picture alliance / dpa | Maurizio Gambarini

„The winner is: Sydney“: Der Satz des IOC-Präsidenten Juan Antonio Samaranch – 1993 verkündet im Sportsaal des Stadion Louis II in Monte Carlo – löste Jubel bei den Verfechtern der „NOlympia“-Bewegung in Deutschland aus und Betroffenheit bei den Anhängern der deutschen Bewerbung. 150 Berliner Abgesandten an der Côte d‘Azur und den Sportfunktionären in der ganzen Republik gefror das Lächeln – genauso wie 20.000 Olympia-Fans, die sich am regnerischen Abend des 23. September 1993 am Brandenburger Tor versammelt hatten. Ihre gelben Schals, Anstecker und Aufkleber mit grinsendem Berliner Bären wirkten auf einmal reichlich deplatziert. Die Olympischen Sommerspiele 2000 gingen nach Australien.

In der Stadt, in der wenige Jahre zuvor die Berliner Mauer gefallen war und schon Jahre zuvor der Traum einer Olympia-Bewerbung reifte, hatten bereits konkrete Vorbereitungen begonnen. Schon in den 1960er-Jahren gab es Überlegungen des Präsidenten des deutschen Nationalen Olympischen Komitees, Willi Daume (1913–1996), mit einem Sportfest in Berlin, die Mauer zwischen den Blöcken zum Bröckeln zu bringen. Ende der 1980er-Jahre wurden die Olympia-Pläne konkret. Wenige Monate vor Mauerfall brachte der Regierende Bürgermeister Walter Momper (SPD) mit einem Treffen von Funktionären im Senatsgästehaus in Grunewald den Stein ins Rollen.

Olympia-Bewerbung Berlins: Vorbereitung für Spiele im Zeichen der friedlichen Revolution

Berliner Olympia-Bewerbung 1993 gescheitert
Vor Beginn der Olympia-Präsentation von Berlin 1993 in Monte Carlo stellten sich (r.-l.) Bürgermeister Eberhard Diepgen, Bundesinnenminister Manfred Kanther, NOK-Chef Walter Tröger, Tennisspielerin Steffi Graf, IOC-Mitglied Thomas Bach, TV-Moderator Günther Jauch und Schwimmerin Franziska van Almsick den Fotografen. Das IOC entschied sich an diesem Abend für die australische Hafenstadt Sydney als Austragungsort für die Olympischen Spiele 2000. Berlin schied mit neun Stimmen aus.© picture alliance / Andreas Altwein | Andreas Altwein

Um die Pläne des Westens zu kontern, lancierte die DDR Überlegungen, Leipzig ins Rennen um die olympischen Wettbewerbe zu schicken. Doch die Tage des selbsterklärten „Arbeiter- und Bauernstaates“ waren gezählt. Bei der ersten Sitzung des Senats des wiedervereinten Berlins am 9. Oktober 1990 wurde die Olympia-Bewerbung der künftigen Hauptstadt beschlossen.

„Berlin bewirbt sich um die Olympischen Spiele im Jahr 2000 oder 2004“ erklärte Momper 1990 das Konzept: „Mit diesen Friedensspielen wollen wir das Ende der Ost-West-Konfrontation, die Überwindung der Teilung Europas, die Befreiung auch der Olympischen Familie vom Druck des Kalten Krieges feiern.“ Das Ziel: die XXVII. Sommerspiele 2000 nach Deutschland zu bringen. Dafür wurde neben der öffentlichen Olympia GmbH die privat organisierte Olympia Marketing GmbH gegründet und mit Planungen für den Ausbau von Sportstätten in Berlin begonnen.

Olympia-Bewerbung Berlins: Ernüchterung und radikale Sparpläne an der Spree

Schwimm-DM in Berlin - Britta Steffen
In der SSE wurden zahlreiche Wettbewerbe ausgetragen: Die deutsche Schwimmerin Britta Steffen startet während der 121. Deutschen Meisterschaften der Schwimmer in der Schwimmhalle im Europasportpark zu ihrem Sieg über 50 Meter Freistil. Wenige Meter Beton trennen die Athleten und Zuschauer von versiegelten und brachliegenden Räumen in der Schwimmhalle.© picture-alliance/ dpa | Bernd Thissen

Die Wettkampfarenen wurden in Nachbarschaft zu typischen Stadtgebieten konzipiert: Prenzlauer Berg und Wedding, Mitte und Friedrichshain, Grunewald und Messegelände. Traditionsreiche Sportstätten sollten durch neue Anlagen an den Wasserstraßen, Spree und Westhafen, ergänzt werden. Das Bild der Stadt ist noch heute von den gescheiterten Olympia-Ambitionen gezeichnet: Arenen wie das Velodrom, die Schwimmhalle an der Landsberger Allee und die Max-Schmeling-Halle wurden auch ohne Zuschlag fertiggebaut.

Andere designierte Sportstätten der Hauptstadt traf die Entscheidung für Sydney hart: Wo Anfang der 1990-Jahre das Stadion der Weltjugend im Zuge der hauptstädtischen Olympia-Illusionen für eine geplante Mehrzweckhalle abgerissen wurde, verblieb lange Jahre eine innerstädtische Ödnis, bis 2006 der Bundesnachrichtendienst Berlins Filetstück-Brache in Mitte für den Bau seiner neuen Zentrale übernahm. Auch die Pläne für die Wettkampfarenen, deren Bau bereits begonnen hatte – wie die Schwimm- und Sprunghalle im Europasportpark – wurden den neuen Budgetvorgaben unterworfen. Das Credo: Einsparungen vornehmen, wo es nur ging.

Schwimm- und Sprunghalle im Europasportpark: So ist die Anlage konzipiert

Franziska van Almsick bei Schwimm-EM in Berlin
Unvergessen: Der deutsche Schwimmstar Franziska van Almsick schwamm 2002 im Berliner Europasportpark zum Weltrekord und unterbot damit ihre eigene Rekordzeit. © picture-alliance / dpa | Tobis Heyer

Die Schwimm- und Sprunghalle im Europasportpark wurde zusammen mit dem Velodrom im Jahr 1992 von dem französischen Architekten Dominique Perrault konzipiert. Die Planungen sahen vor, beide Sportanlagen fast vollständig in einem aufgeschütteten Landschaftssockel zu versenken. Allein die Dachkonstruktionen ragten als flache Scheiben rund einen Meter aus den ehemals mit Apfelbäumen bepflanzten Parkgelände heraus. Über das Areal führten Freitreppen zu den Eingängen der Sportanlage hinab. Die „unsichtbaren Hallen“ des Sportkomplexes – ein praktischer Gegenentwurf zur Gigantomanie am Olympiapark und den Spielen im nationalsozialistischen Berlin von 1936.

Baubeginn für SSE und Velodrom war im Juni 1993. Als vorbereitende Maßnahmen wurden die Bauten am Güterbahnhof Landsberger Allee und die Werner-Seelenbinder-Halle abgerissen. Seit ihrer Eröffnung 1999 zählt die Schwimmhalle zu den beliebtesten Hallenbädern der Hauptstadt und gilt mit einer nutzbaren Wasserfläche von 3391 Quadratmetern als größtes Schwimmbad Europas. Der Bau kostete die Stadt 246 Millionen D-Mark.

Das Bad gliedert sich seit der Eröffnung in einem öffentlichen und einen nichtöffentlichen Bereich. Für Badegäste steht ein 50-Meter-Becken mit zehn Bahnen zur Verfügung. Es gibt außerdem ein Nichtschwimmerbecken mit Rutsche, zwei Planschbecken und ein Therapiebecken. Die nichtöffentlichen Wettkampfhalle mit Sprunganlage dient als Austragungsort für zahlreiche nationale und internationale Wettbewerbe. Schwimmweltrekorde wurden hier gebrochen – legendär zum Beispiel der Auftritt von Schwimm-Ikone Franziska van Almsick 2002, die in Berlin ihren eigenen Weltrekord im 200-Meter-Freistil unterbieten konnte.

Schwimm- und Sprunghalle im Europasportpark: 6000 Quadratmeter ungenutzte Gebäudefläche

Das große TV total Turmspringen 2005 - Raab
Der Moderator Stefan Raab fährt im Europasportpark in Berlin bei „Das große TV total Turmspringen 2005“ mit einem Luftkissenboot durch die Schwimmhalle. Bei dem TV-Spektakel belegte er den fünften Rang im Einzel- und Synchronspringen© picture-alliance/ dpa | DB ProSieben/Willi Weber

Die Schwimmhalle ist einem größeren Publikum auch durch TV-Shows bekannt: Hier wurde Stefans Raabs „TV total Turmspringen“ aufgenommen, 2013 die RTL-Show „Pool Champions – Promis unter Wasser“ und 2022 und 2023 „RTL-Turmspringen“, in der laut Selbstwerbung „Promis den Sprung ins kalte Wasser wagen“. Trotz der TV-Spektakel, sportlichen Wettkämpfe und der Hunderttausende Freizeitschwimmern, die das SSE jedes Jahr anzieht, ist wohl den wenigsten Besuchern der Anlage klar, dass sie nur ein Steinwurf von einem riesigen Labyrinth an verborgenen Gängen und Räumlichkeiten trennt, die seit den 1990er-Jahren leer stehen.

Eine betongewordene Steinwüste unter der Erde – unzugänglich und verlassen, seit 1993 die Entscheidung für Sydney und nicht für Berlin fiel. „Es wurde damals nur das ausgebaut, was für den Betrieb der Schwimmhalle notwendig war“, erinnerte sich der langjährige Badleiter Martin Jähne an die Sparzwänge nach dem Olympia-Aus. Alle weitergehenden Planungen, die die SSE für olympische Wettkämpfe fit machen sollten, fielen dem Rotstift zum Opfer. Knapp 6000 Quadratmeter Nutzfläche der Sportanlage verblieben im Zustand eines Rohbaus. Damit verringerten sich die Kosten um 12 Millionen D-Mark – und Berlin hatte eine Problemimmobilie mehr. Seit den 1990er-Jahren dämmern die Gewölbe ungenutzt vor sich hin.

Schwimm- und Sprunghalle im Europasportpark: Diese Teile warten seit Jahren auf Nutzung

Eines der größten Bäder Europas: die Schwimm- und Sprunghalle im Europasportpark im Süden von Prenzlauer Berg.
Eines der größten Bäder Europas: die Schwimm- und Sprunghalle im Europasportpark im Süden von Prenzlauer Berg.© Unbekannt | Thomas Schubert

Die brachliegenden Gebäudeteile umfassen einen Raumbereich, der ursprünglich als Parkgarage vorgesehen war und an die Zufahrt an dem S-Bahnhof Landsberger Allee angrenzt. Die doppelstöckige Tiefgarage sollte eigentlich Platz für 350 Pkw-Stellplätze bieten, hat aber nie Publikumsverkehr gesehen. Neben den Parkgaragen war ein großer Gebäudeteil als zusätzlicher Technikbereich ausgewiesen, wurde nach dem Olympia-Aus aber nicht fertiggestellt.

Im verwinkelten Obergeschoss der Schwimmhalle findet sich eine schwere Eisentür außer Gebrauch. Dahinter erstreckt sich ein unbeleuchteter, weitläufiger Raum außerhalb des Nutzbereichs der Schwimmhalle. Aluminiumverkleidete Rohre ragen aus der rohen Betondecke und dem Boden. Sie enden seit 1999 im Nichts. Gut zwei Volleyballfelder hätten in dem abgesperrten Areal Platz – eine versiegelte Krypta, in der die Olympia-Hoffnungen Berlins zu Grabe getragen wurden.

Von der fünf Meter hohen Decke hängen – Lianen gleich – einzelne Kabelstränge, durch die man sich durchschlängeln muss und die die Energie hätten liefern sollen für eine luxuriös ausgestattete Saunalandschaft, die in diesem Bereich ursprünglich geplant war. Es waren sogar Schneekammern zum Abkühlen vorbereitet worden; Schneekanonen sollten installiert werden. Wie in einer Zeitkapsel sind die Spuren der letzten Handgriffe konserviert, bevor die fehlende Finanzierung die Arbeiter zum Rückzug zwang und sie die Stätte als Rohbau zurückließen.

Schwimm- und Sprunghalle im Europasportpark: Betreten der Baustelle verboten!

Weiter unten, tief in den Unterwelten des Gebäudes und unter Erdschichten des Europasportparks verborgen, liegt ein weiterer Gebäudeteil, der nie im Sinne seiner ursprünglichen Bestimmung fertig gebaut wurde: eine Gegenstromanlage. Über ein verschlossenes Treppenhaus erreicht man einen Raum mit schräger Decke. Hier hätten zwei Gegenstromkanäle für die Videoanalyse im Profi-Schwimmsport eingebaut werden sollen, doch seit den 1990er-Jahren geschah hier nichts. Zu den weiteren unfertigen Gebäudeteilen zählten Büroräume, ein Fitness- und Umkleidebereich und Sanitäranlagen.

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Auf einer Glastür am Eingang findet sich ein mit Tesafilm angeklebtes Hinweisschild „Baustelle. Betreten verboten!!!“ Seit 25 Jahren währt dieser Zustand nun schon an. Mehrfach gab es Initiativen, die ungenutzten Flächen den neuen Gegebenheiten anzupassen – doch immer wieder versanken die Räumlichkeiten, die sich im Landeseigentum befinden, in Vergessenheit, bis sie Ende der 2010er-Jahren zum Politikum wurden.

Schwimm- und Sprunghalle im Europasportpark: Neue Zukunftsvisionen seit 2018

135. Deutsche Meisterschaften Schwimmen 2024, Berlin, Tag 3, 27.04.2024
Welche Zukunft haben die bislang ungenutzten Flächen in der Schwimm- und Sprunghalle im Europasportpark? Das Foto wurde bei der 135. Deutsche Meisterschaften Schwimmen 2024 geschossen© picture alliance / Eibner-Pressefoto | Eibner-Pressefoto/Jadranko Marjanovic

2018 mahnte der Sportausschuss nach einer Besichtigung des Europasportparks den enormen Leerstand an. Daraufhin stellten Verordnete der Fraktionen von SPD, Linkspartei und Grünen 2019 einen gemeinsamen Antrag im Abgeordnetenhaus, mit dem sie die Entwicklung der bisher ungenutzten Flächen forderten – und der Senat reagierte.

Eine Studie der Senatssportverwaltung aus dem Jahr 2020 zeigt, wohin die Entwicklung gehen könnte, wenn man die Olympia-Ruine mit modernen Nutzungsarten kombiniert. In Aussicht steht unter anderem ein neuartiges Sportzentrum mit Kletterhalle und Fitnessstudio in der ungenutzten Parkgarage, ein Therapie- und Nichtschwimmerbecken statt des Strömungskanals, eine Trockensprunganlage für Wassersprung-Athleten, ein Fitnesscenter sowie Gymnastik- und Kursräume. Auch die Außenanlage bietet Raum für Verbesserungen.

Hier sind die ursprünglich gepflanzten Apfelbäume längst eingegangen und haben eine von Trampelpfaden durchzogene Ödnis hinterlassen. Jetzt könnten die Flächen als Sport- und Bewegungspark wiederbelebt werden – mit Angeboten für Rad- und Rollsportarten wie Bikepolo, Pumptrack und Trial sowie Outdoor-Boulder- und Fitnessanlagen.

Schwimm- und Sprunghalle im Europasportpark: Finanzierung noch unklar

Bislang hakt es jedoch an der Finanzierung. Nach Abschluss der Kostenschätzung sollte eine Empfehlung für den Abschlussbericht an das Berliner Abgeordnetenhaus aufgenommen werden. Allerdings geben die Sparpläne des Berliner Senats kaum Anlass zur Hoffnung, dass sich die seit 25 Jahren brachliegenden Gewölbe in der SSE sobald für Publikumsverkehr öffnen.

Vorerst verbleibt die Schwimmhalle aber – zumindest in Teilen – als eine jener modernen Ruinen, die die Olympischen Spiele weltweit hinterließen und teilt damit das Schicksal von Orten wie dem Olympische Dorf in Athen, dem S-Bahnhof Olympiastadion in München und dem Herndon-Hockeystadion in Atlanta.