In diesem Lichtenberger Komplex waren einst die Top-Sportler und Olympiasieger der DDR zu Gast: Das Sporthotel Hohenschönhausen und das verbundene Sport- und Kongresszentrum galten als Prestigebauten, die den Athleten und Sportsoldaten jedweden Komfort boten, den die Republik zu bieten hatte. Prominente Gäste wie Franziska van Almsick oder Claudia Pechstein waren häufig in dem ehemaligen Kongresszentrum mit Restaurant anzutreffen – dann kam nach dem Mauerfall das Aus. In den 1990er-Jahren wurde die Unterkunft endgültig geschlossen. Seitdem dämmert die Berliner Problemimmobilie in einem ruinösen Zustand vor sich hin – und wartet auf eine neue Verwendung oder den Abriss. Alle Infos zu dem Lost Place.
Das sind die Fakten zum Sporthotel Hohenschönhausen im Überblick:
- Adresse: Weißenseer Weg 51–53, Konrad-Wolff-Straße, 13053 Berlin-Alt-Hohenschönhausen
- Geschichte: Das Sporthotel wurde zwischen 1960 und 1962 auf Anweisung des Ministeriums des Inneren und dem Ministerium für Staatssicherheit als Erweiterung für die 1958 eingeweihte Sporthalle des SC Dynamo auf dem Gelände des Sportforums Berlin gebaut; in den 1980er-Jahren wurde das Hotel um ein Sport- und Kongresszentrum erweitert; nach dem Mauerfall Leerstand und Verfall
- Führungen: Keine
- Denkmalschutz: Nein, allerdings besteht für das unter Denkmalschutz stehende Sportforum Berlin (Objekt-Nr. 09045511) Umgebungsschutz
- Status: Lost Place
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Wo liegt das Sporthotel Hohenschönhausen genau?
Das ehemalige Sporthotel und Kongresszentrum befindet sich auf dem Gelände des Sportforums Hohenschönhausen an der Ecke Weißenseer Weg 51–53 zur Konrad-Wolf-Straße im Ortsteil Alt-Hohenschönhausen des Bezirks Lichtenberg. Die Google-Koordinaten (Open-Location-Code) für das Objekt lauten: GFPF+QQG Berlin.
Mit den öffentlichen Verkehrsmitteln ist das Areal am besten mit den Tramlinien 12, M4 oder M13 (Haltestelle Sportforum) zu erreichen. Alternativ können auch die Tramlinien M5 und M6 (Haltestelle Hohenschönhausener Straße) genutzt werden. Von beiden Stationen ist es ein rund zweiminütiger Fußweg entlang der Wege im Sportforum zu der Anlage. Achtung: Das Betreten des früheren Sporthotels birgt durch marode Bausubstanz und Einsturzgefahr erhebliche Risiken und ist Unbefugten nicht erlaubt. Das Gelände ist umzäunt. Auch interessant: Lost Places: Diese Strafen drohen bei Hausfriedensbruch
Das sind die wichtigsten Etappen der Geschichte des Sporthotels Hohenschönhausen:
Ausgangslage: In Hohenschönhausen trainierten die Sportstars der DDR

In der Zeit des Kalten Kriegs war Sport einer der umkämpften Schauplätze der Blockkonfrontation. Im Wettkampf der Systeme sollte der Medaillenspiegel die Überlegenheit der eigenen Gesellschaft demonstrieren. Die DDR verstand ihre Spitzensportler in ihren charakteristischen blauen „DDR“-Westen als „Diplomaten im Trainingsanzug“, die durch Siege und Medaillen dem Land zu internationaler Anerkennung verhelfen sollten. Solange der Krieg kalt blieb, musste die gesellschaftspolitische Vorrangstellung im Schwimmbecken, am Schachbrett und auf der Tartanbahn bewiesen werden.
Dafür waren viele Mittel Recht. Für die DDR-Leistungszentren wurden gewaltige Summen in die Hand genommen, um im Rennen um Rekorde, die entscheidende Länge voraus zu sein. Eines der wichtigsten Trainingsstützpunkte des DDR-Sports: das Gelände des Sportforums Hohenschönhausen. An der Einmündung der Ho-Chi-Minh-Straße – dem heutigen Weißenseer Weg – zur Konrad-Wolf-Straße hatten Baubrigaden in den 1950er-Jahren den Grundstein für ein riesiges Areal an Trainings- und Sportstätten gelegt.
Es war die Heimstätte des Sportclubs Dynamo Berlin für den das Sportforum mit Leichtathletikstadion, Turnhallen, Schwimmhalle, Rollschuhbahn, Eishockeyhalle, Eisschnelllaufbahn und Radrennbahn angelegt wurde. Zeitweise trainierte auch der BFC Dynamo auf dem Gelände, der seit den 1970er-Jahren den DDR-Fußball nach Belieben dominierte. Es half, dass der Vorsitzende des SV Dynamo und größter Fan der Berliner Kicker Stasi-Chef Erich Mielke (1907-2000) war.
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Sporthotel Hohenschönhausen: Athleten genossen komfortable Ausstattung

Das Sporthotel Hohenschönhausen, damals noch unter dem Namen Sporthotel Weißensee, wurde Anfang der 1960er-Jahre auf Anweisung des Ministeriums des Inneren und dem Ministerium für Staatssicherheit (MfS) als Erweiterung der zwischen 1956 und 1958 errichteten Sporthalle des SC Dynamo gebaut. Der Baugrund für das Hotel befand sich südlich der Dynamo-Sporthalle und bildete an der südwestlichen Ecke den Zugangsbereich für den rund 50 Hektar großen Sportkomplex.
Mit seiner modernen Architektur und Ausstattung war das Gebäude nicht nur das weithin sichtbare Eingangstor zum Sportforum, sondern auch zum gesamten Ortsteil Hohenschönhausen. 1960 begannen die Bauarbeiten an dem viergeschossigen Gebäude, das mit seiner 85 Meter langen Front zum Weißenseer Weg hin ausgerichtet war. Die Gebäudebreite betrug rund 20 Meter. 1962 war das Hotel nach zwei Jahren Bauzeit bezugsfertig und die ersten Athleten konnten in ihre einfach, aber modern eingerichteten Zimmer einchecken.
Das Publikum war international: Als Manchester United im Europa Pokal-Achtelfinale 1965/1966 gegen dem ASK Vorwärts Berlin spielte, quartierten sich die Engländer im Hohenschönhausener Sporthotel ein. Auch das CSSR-Nationalteam um Torwartlegende Viliam Schrojf, das kurz zuvor das WM-Finale 1962 gegen Brasilien bestritten hatte, wurde in Hohenschönhausen empfangen. Emil Zátopek, Waleri Brumel, Sjoukje Dijkstra, Renate Garisch – das Gästebuch des Sporthotels las sich in den 1960er-Jahren wie ein Who-is-who des internationalen Sports. Neben ausländischen Gästen übernachteten im Sporthotel auch heimische Athleten, DDR-Sportstars und junge Hoffnungsträger, die zum Training nach Hohenschönhausen kamen.
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Sporthotel Hohenschönhausen: So war das Gästehaus eingerichtet

Die Innenausstattung des Hotels war gehoben, aber nicht prunkvoll. Immerhin: Am Check-In an einer langen holzverkleideten Rezeption mit Empfangsdame empfing das Hotel seine Gäste mit kunstvollen Teppichen, großen Pflanzenarrangements und gefliestem Natursteinboden. Mehrere Sitzecken luden zum Verweilen ein – unter den wachsamen Blicken eines Konterfeis Walter Ulbrichts, das in den 1970er-Jahren vermutlich durch ein Bild Honeckers ersetzt wurde.
Vom Foyer führte ein verglastes Treppenhaus zu den langen Etagenfluren, an denen die Hotelzimmer lagen. Die einzelnen Hoteletagen konnten außerdem über ein weiteres, innenliegendes Treppenhaus in der Gebäudemitte erreicht werden. Die Zimmer waren komfortabel im Stil der DDR-Moderne der 60er-Jahre eingerichtet: flache Holzvertäfelungen, gemusterte Teppiche, Sitzecken, Betten und Anrichten aus der Produktion der volkeigenen Möbelwerke; als Deko Zimmerpflanzen und Wandbilder alter Stadtansichten. Die einkehrenden Sportler fanden Radios und Telefone vor – später auch TV-Geräte, die in der Anfangszeit noch in Gemeinschaftsräumen installiert waren.
Im Keller des Hauses war neben der Haustechnik mit Geräteräumen, Elektrik und Lagerräumen auch Sanitäreinrichtungen untergebracht: WCs und Duschen, Waschräume mit Reinigungsgeräten, eine Lebensmittel-Selbstbedienung, ein mysteriöser „Sonderraum“, dessen Funktion obskur erscheint, und Räumlichkeiten, die durch einen Damen- und Herren-Hotelfriseur eingenommen wurden. Weiter oben konnten sich die Gäste in einem hauseigenen Restaurant bewirten lassen, ausländische Gäste sich über Wurstgulasch und andere DDR-Spezialitäten wundern und während des Essens durch die großen Fenster des Speisesaals, das Treiben auf den Sportplätzen des Forums Hohenschönhausen beobachten.
Sporthotel Hohenschönhausen: Spitzenleistungen durch „Vitaminpräparate“ aus Jena

Die dunklen Seiten des DDR-Sportsystems machten vor den Empfangsräumen des Sporthotels nicht halt: Um bei den sportlichen Leistungen der Topathleten nichts dem Zufall zu überlassen, hatte sich in der DDR eine weitreichende Dopingpraxis etabliert, die mit dem „Staatsplanthema 14.25“ von 1974 eine staatlich organisierte Form annahm. Teils erzwungen, teils ohne Wissen der Athleten wurde DDR-Leistungssportlern Anabolika und andere leistungssteigernde Substanzen verabreicht. Mindestens 12.000 Sportler waren betroffen – als erste, die Athleten der Sportvereinigung Dynamo.
In Hohenschönhausen erhielten etablierte Profisportler und junge Hoffnungsträger, die der SC Dynamo Berlin in Schulen gesichtet und in das Trainingsprogramm aufgenommen hatte, „Vitaminpräparate“. Die berüchtigten blauen Pillen bestanden in Wahrheit aus dem Hormonpräparat Oral-Turinabol vom VEB Jenapharm – ein synthetisches Stereoid, das den Testosteronspiegel erhöht und damit die Leistungsfähigkeit steigert. Die Spätfolgen: schwere gesundheitliche Probleme, die von psychischen Leiden bis zu Knochendeformationen und innerem Organversagen reichen können.
Auch minderjährige Athletinnen wurde das Mittel von DDR-Sportärzten und Trainern verabreicht – die jüngsten waren erst sieben Jahre alt. Neben DDR-Sportfunktionären war das MfS an der konspirativen Durchsetzung und Kontrolle des flächendeckenden Dopingsystems entscheidend beteiligt.
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Sporthotel Hohenschönhausen: Erweiterung um ein futuristisches Kongresszentrum

Knapp 30 Jahre lang beherbergte das Dynamo-Sporthotel illustre Gäste – dann erhielt es in den 1980er-Jahren eine bedeutende Erweiterung, die die bekannte Form der Anlage bis heute prägt: das dreigeschossige Sport- und Kongresszentrum, ein verwinkelter Bau im Stil irgendwo zwischen modernem Funktionsbau und Brutalismus angesiedelt, erweiterte die Anlage im Süden bis zur Konrad-Wolf-Straße. Wie ein auf dem Boden Hohenschönhausens gelandetes Ufo wurde das Gebäude mit einer Grundfläche von rund 5000 Quadratmetern unvermittelt an den Bestandsbau des Hotels angebaut. Die Bauarbeiten waren bis 1988 abgeschlossen.
Hinter der Eingangstreppe des würfelförmigen Foyers konnten Besucher nun rechterhand das Sport- und Kongresszentrum betreten. Neben der Gastronomie beherbergte das Innere des auffälligen geometrischen Bauwerks auch eine Großküche, Kinosaal, Konferenzräume und zahlreiche andere kulturelle Angebote.
Für zahlreiche Ostberliner verbinden sich persönliche Erinnerungen mit dem Bauwerk: Kinobesuche, Jugendweihen, Abiturfeiern – Anlässe, das Sportzentrum zu besuchen, gab es viele. In den Räumlichkeiten des Sportzentrums – damals noch an Ho-Chi-Minh-Straße – fand im Mai 1990 auch der erste gemeinsame Parteikongress der CDU-Landesverbände Ost und West nach dem Mauerfall statt. Als die Delegierten im großen Saal des Kongresszentrums zum Abschied eine Marschversion des Deutschlandliedes sangen, waren die Tage des erst wenige Jahre zuvor errichteten DDR-Bauwerks gezählt.
Sporthotel Hohenschönhausen: Lost Place seit den 1990er-Jahren
Nach Maßgabe des Einigungsvertrages wurde das 50 Hektar große Sportforum Berlin 1991 dem Kommunalvermögen des Landes Berlin zugeordnet und seither als zentral verwaltete Sportanlage der Senatsverwaltung betrieben. Mehr als 100 Millionen Euro flossen bis heute in die Modernisierung des 35 Sportstätten großen Areals, das zu einem der modernsten und bedeutendsten Leistungssportzentren Deutschlands ausgebaut wurde und den Olympiastützpunkt Berlin beheimatet.
Sanierungen oder gar Modernisierungen – davon konnte unterdessen für das DDR-Sporthotel und das Kongresszentrum in prominenter Lage am Rande des Forums keine Rede sein. Das Areal wurde mitsamt seiner Bebauung von der Kommunalisierung nach der Wiedervereinigung ausgenommen. Es ging in das Vermögen der Treuhandliegenschaftsgesellschaft über. 1996 wurde der Gebäudekomplex endgültig stillgelegt und verwahrloste seitdem zu einer von Ostberlins bekanntesten Dauerruinen.
Sporthotel Hohenschönhausen: Von Witterung und Vandalismus gezeichnet

Seitdem das Hotel und das Kongresszentrum geschlossen wurden, konnten die Anwohner dabei zusehen, wie der einstige DDR-Prestigebau langsam in sich zusammenfiel. Fast 30 Jahre lang steht der Hohenschönhausener Gebäudekomplex seit den 1990er-Jahren leer.
Witterung und Vandalismus forderten ihren Tribut an der Bausubstanz. Während einige Teile der Anlage noch begehbar sind und ihre frühere Funktion erkennen lassen, gleichen andere Gebäudeabschnitte einem vollkommen verwüsteten Trümmerfeld – so wie man es nach Bombenexplosion erwarten würde. Immer wieder brach Feuer in dem Gebäude aus; häufig war Brandstiftung die Ursache. Graffiti, Glasscherben, zersplittertes Metall, zerfetzte Vorhänge – vom Glanz früherer Tage ist nicht viel übriggeblieben.
Sporthotel Hohenschönhausen: Betreten der Bauruine birgt Lebensgefahr
Das Betreten des Sporthotels birgt Gefahren: die Wände sind teilweise eingestürzt und im Boden klaffen Löcher, die Unvorsichtigen zum Verhängnis werden können. Dennoch überwanden in den Jahren des Leerstands immer wieder Personen die zuletzt mit Stacheldraht bewehrte Umzäunung und drangen in die Hotelruine ein – sei es um Obdach zu suchen, sei es um die verwaisten Hotelzimmer zu erkunden, eine Party zu feiern oder die marode Location schlicht als Kulisse für Lost-Place-Fotografien und Videoaufnahmen zu nutzen.
Der morbide Charme des Verfalls zieht sein Publikum an – auch wenn die meisten die dunklen Abgründe des Hotelkellers und seiner von Rost zerfressenden Metalleinbauten meiden. Auch ohne die Erschwernis dunkler und von Grundwasser verwitterter Gänge stellt das Vordringen durch die von Schutt und Trümmer versperrten Flure des Geisterhotels Fans des Urban Exploring vor ausreichend Herausforderungen.
Sporthotel Hohenschönhausen: Lost Place-Drehkulisse für „GSG 9 – Ihr Einsatz ist ihr Leben“

In den 2000er-Jahren tummelten sich noch andere Besucher in Hohenschönhausens berühmtesten Lost Place. Ein Fernsehteam des privaten Senders Sat.1 nutzte die leerstehende Immobilie als TV-Set. In den Jahren 2007 und 2008 diente die Anlage als Filmkulisse für die Sat.1-Serie „GSG 9 – Ihr Einsatz ist ihr Leben“. Für die Dreharbeiten wurde das alte Kongresszentrum umgebaut und diente in der Serie als fiktives Lagezentrum der Grenzschutzgruppe 9 der Bundespolizei. Im zweiten Obergeschoss des Sport- und Kongresszentrums, in der sich die Essensausgabe der Großküche befand, hatte das Filmteam für die Dreharbeiten eine Waffenkammer aufgebaut. Die vermeintlichen Gittertüren – Requisiten aus Holz – haben sich genauso wie einige der originalen Deckenpaneele und Wandverkleidungen erhalten.
Auch einige der Aufbauten ihm ehemaligen Kinosaal neben der Großküche sind erhalten geblieben – ansonsten wurde das Gebäude weitgehend entkernt. In den 2000er-Jahren galt der ehemalige Repräsentationsbau bereits als ewige Bauruine in Hohenschönhausen und Mahnmal des Stillstands nach der Wende – dann kam 2011 mit dem Verkauf der Immobilie an einen privaten Investor Bewegung in die Sache. Die „Immonen Holding“ als neuer Eigentümer entwickelte hochfliegende Pläne für das Areal. Der Abriss des alten Sporthotels am Rande des Sportforums schien unmittelbar bevorzustehen.
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Sporthotel Hohenschönhausen: Hochhäuser sollten Dynamo-Hotel ersetzen

2012 hatten die Projektentwickler die Berliner Moritz-Gruppe beauftragt, ein Konzept für das Sporthotel-Gelände zu entwickeln und dieses anschließend an Investoren zu verkaufen. Das als „The Square 3“ vorgestellte Projekt sah auf dem Filetgrundstück entlang der Konrad-Wolf-Straße eine Bebauung mit drei markanten Hochhäusern vor. Insgesamt 392 Wohnungen, Gewerberäume und eine Kita sollten entstehen. Die Pläne sorgten für Aufsehen und gewannen Designpreise – wurden aber nie realisiert.
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Das einstige DDR-Vorzeigeprojekt wurde zum Zankapfel zwischen Bezirk und Investor, es fehlten Gutachten und dem Bezirk erschien angesichts leerstehender Gewerbezeilen in der Umgebung die geplante Einzelhandelsfläche mit 8500 Quadratmetern überdimensioniert. Schließlich führten Unstimmigkeiten zwischen dem Projektentwickler und dem Grundstückseigentümer dazu, dass der für 2015 geplante Abriss des Sporthotels scheiterte. Stattdessen wurde die Berliner Problemimmobilie nun unter Investoren umhergereicht.
Sporthotel Hohenschönhausen: Neuer Anlauf für einen Abriss des Lost Places

Weitere Entwicklungspläne – unter anderem sollte ein Hotelneubau die DDR-Bauruine ersetzten – verliefen im Hohenschönhausener Sande, bis ein neuer Investor in Erscheinung trat, der das Gelände an der Konrad-Wolf-Straße 2023 übernahm und bauvorbereitende Maßnahmen in Angriff nahm. Die aktuelle Planung der „DLE Land Development GmbH“ sieht fünf Bauabschnitte vor, um das Areal zu entwickeln.
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Das Grundstück umfasst eine Fläche von insgesamt 31.100 Quadratmetern, insgesamt soll bei dem geplanten Bauvorhaben eine Nutzfläche von rund 70.200 Quadratmetern entstehen. Geplant ist, das Gelände als gemischtes Quartier mit Wohn- und Gewerbeeinheiten zu bebauen. Der Wohnanteil soll bei rund 80 Prozent liegen. Die restlichen 20 Prozent sollen für Gewerbeflächen genutzt werden. Bis zu 600 Wohnungen könnten entstehen.
Zuletzt führte das Unternehmen im Zuge des Bebauungsplanverfahrens Gespräche mit dem Bezirksamt, die sich unter anderem auf die Anordnung der Gebäude, die Gestaltung der Wege und die Nutzung der Freiflächen konzentrieren. Die DLE Gruppe hofft, grünes Licht für die Bebauungspläne zu erhalten. Wann der Abriss der bestehenden DDR-Bauten erfolgt, steht noch nicht fest. Dass das alte Sporthotel aber weichen muss, steht außer Frage. Das neue Quartier sieht keinen baulichen Bezug auf die Vergangenheit des Areals vor.





