3500 Euro und mehr für den Führerschein – solche Preise sind nicht mehr selten, wie eine ADAC-Umfrage aus dem Jahr 2024 zeigt. Für das Geld kann man fünf Jahre lang mit dem Deutschlandticket durch ganz Deutschland reisen. Schön für Großstadtbewohner. Doch wer auf dem Land lebt, hat oft nichts davon. In vielen Gemeinden kommt der Bus zweimal täglich – wenn überhaupt – und Bahnschienen rosten still vor sich hin. Ohne Führerschein? Bleibt man buchstäblich auf der Strecke.

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Umso dringlicher ist es, dass er erschwinglich wird. Genau das haben Union und SPD im Koalitionsvertrag versprochen: Der Führerschein soll günstiger werden. Mit mehr Fahrsimulatoren, besseren Lernstandskontrollen, geringeren Durchfallquoten. Doch das Hauptproblem bleibt: Wer durch die praktische Prüfung rasselt, zahlt drauf – jedes Mal. 129,83 Euro verlangen die Prüfstellen TÜV oder Dekra. Hinzu kommen weitere Fahrstunden.

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Emily Kietsch ist Volontärin in der FUNKE Zentralredaktion in Berlin.© FUNKE Foto Services | Reto Klar

Führerschein: Prüfungsgebühren nicht geregelt

Auf diese Gebühr schlagen meist Fahrschulen noch einmal mehr als das Doppelte drauf. Auch die Wartezeit auf neue Termine treibt die Kosten in die Höhe, denn wer wartet, braucht auch mehr Fahrstunden. Mitunter dauert es Wochen oder sogar Monate bis zum neuen Prüfungstermin. Kein Wunder, wer da am Steuer die Nerven verliert.

Koalitionsvertrag: Darauf haben sich CDU/CSU und SPD geeinigt

Die Bundesregierung will junge Menschen mobil machen – und lässt sie dann mit einem chaotischen, teuren Prüfungssystem allein. Da bringen auch Fahrsimulatoren wenig. Eine erste, einfache Maßnahme ist längst überfällig: Die Kosten, die Fahrschulen auf die Prüfgebühren aufschlagen dürfen, sollte gedeckelt werden. Das sorgt für mehr Transparenz, verringert den finanziellen Druck – und damit auch den Prüfungsstress.