Tag eins nach der Bekanntgabe aller Ministerinnen und Minister, die für den künftigen Kanzler die versprochene „Politikwende“ in Deutschland hinbekommen sollen. Kaum ist der letzte Unbekannte auf der Liste gegoogelt ist, gibt es Kritik.

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Hauptstadt Inside von Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion

Hinter den Kulissen der Politik - meinungsstark, exklusiv, relevant.

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Der Arbeitnehmerflügel der Union fühlt sich übergangen. Die niedersächsische CDU beklagt, ihr stolzes Bundesland sei unterrepräsentiert. Künstler wittern finstere Zeiten für den Kulturbetrieb. Und „Lobby Control“ warnt aufgeregt davor, dass drei Menschen aus der Wirtschaft Politik machen dürfen.

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#14 Katrin Göring-Eckardt über ihr Leben in der Diktatur – und den Nachteil ostdeutscher Dialekte
Meine schwerste Entscheidung
 

Merz Team: Mehr Praktiker in der Regierung sind sinnvoll

Gemach, gemach, möchte man allen Kritikern zurufen. Kritische Debatten sind in der Demokratie immer Anstoß für Veränderungen zum Besseren. Aber auf das Timing kommt es an. Kritik braucht einen Bezugspunkt und die Neuen sind noch nicht einmal vereidigt und die Namen aus der SPD noch nicht einmal alle bekannt.

Die Politik für Praktiker zu öffnen, ist allemal eine gute Idee. In den Regierungen gibt es nicht zu viele Praktiker, sondern eindeutig zu wenige. Kein Unternehmer hätte Brücken zerfallen lassen, wenn er sie für den Export mit seinen Lkw braucht. Kein Geschäftsführer baut – wie Politiker - Gebäude, die am Ende zehnmal so viel kosten wie geplant.

Jörg Quoos
Jörg Quoos, Chef der Zentralredaktion© FUNKE Foto Services | Reto Klar

Wer jetzt sogar auf Gehalt verzichtet, um als Ex-Unternehmer sich für die Gesellschaft zu engagieren, den sollte man ermuntern und nicht reflexhaft dumpfen Lobbyismus unterstellen.

Koalitionsvertrag: Darauf haben sich CDU/CSU und SPD geeinigt

Klar ist aber auch: Wer nachweislich seinen Job nicht erledigt, oder das Amt nur als Egosprungbrett missbraucht, der muss sich zurecht warm anziehen und darf harte Kritik erwarten. So sind die bewährten Spielregeln der Demokratie. Wir tun gut daran, uns an sie zu halten.