Man muss nur die Meldungen der vergangenen Monate durchgehen: explosive Pakete in Transport-Fliegern, Angriffe auf europäische Eisenbahnlinien und mysteriöse Drohnen-Überflüge nicht nur über Kasernen der Bundeswehr, sondern auch über Firmengeländen und Industriestandorten.

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Hauptstadt Inside von Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion

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All diese Ereignisse zeigen: Deutschland ist bedroht. Manche sagen, das Land stehe schon in einem Krieg mit Russland. Nicht unmittelbar an der Front, so wie die Ukraine. Aber durch hybride Kriegsführung, Spionage, Sabotage, Cyberkriminalität. Das trifft zunehmend auch Firmen und Industrie – die Herzkammer der deutschen Wirtschaft.

Redakteur Christian Unger kommentiert.
Redakteur Christian Unger kommentiert.© FUNKE Foto Services | Reto Klar

Doch das Management gerade von kleinen und mittelständischen Betrieben ist erstaunlich naiv. Noch immer herrscht der Glaube, dass Investitionen in Panzer und Munition ausreichen, um abwehrbereit zu sein (und selbst da läuft es nur mäßig mit der Aufrüstung). Doch kriegstauglich ist Deutschland nur, wenn die Wirtschaft die Gefahr ernst nimmt: Was passiert, wenn fremde Soldaten auf meinem Firmengelände einfallen? Wie sicher ist meine Energieversorgung, wenn Kraftwerke ausfallen? Wer schützt meine IT, wenn Hacker massenhaft Schadsoftware aussenden?

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Diese Fragen müssen Unternehmenschefinnen und ihre männlichen Kollegen beantworten. Und zwar schnell – und ohne sich auf den Staat zu verlassen. Die Behörden können Wissen bereitstellen, sie können im Notfall helfen. Aber das hat Grenzen: Soldaten werden im Ernstfall keine Firmengelände schützen.

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#13 Volker Wissing über Heldentum, Verrat und Christian Lindner
Meine schwerste Entscheidung
 

Im Februar 2022 saßen viele Menschen in Cafés in Kiew oder Charkiw und dachten nicht an einen Krieg. Es sollte anders kommen. Die deutsche Wirtschaft sollte nicht den Fehler machen, sich zu sehr in Sicherheit zu wiegen.

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