Jüngere Leser aus Berlin dürften kaum noch eigene Erinnerungen an sie haben. Ihre große Zeit lag in den 80er- und 90er-Jahren: Videotheken, jene magischen Orte, an denen sich lange Zeit die Abendunterhaltung in den eigenen vier Wänden entschied. In deren verwinkelten Reihen einen Aufsteller von Al Pacino, Arnold Schwarzenegger und Co. begrüßten, Blockbuster und Geheimtipps entdeckt werden wollten und Familien und Paare darum stritten, ob „Zurück in die Zukunft“, „Jurassic Park“, „Dirty Dancing“ oder „Jenseits von Afrika“ Einzug in den heimischen Videorekorder finden sollte, während das notorisch unbeeindruckte Personal der Frage nachging, ob die zurückgegebenen VHS-Kassette zurückgespult und die DVDs und Blue-Rays unzerkratzt ihren Weg zurück ins Regal fanden. Eine der letzten „Video Center“-Filialen befand sich an der Greifswalder Straße in Prenzlauer Berg, bis auch sie 2022 für immer ihre Pforten schloss. Das Ende einer Ära. Alle Infos zu dem Lost Place.

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Das sind die Fakten zur Videothek Greifswalder Straße im Überblick:

  • Adresse: Greifswalder Straße 169, 10409 Berlin-Prenzlauer Berg
  • Geschichte: 2012 als einer der letzten Videotheksneubauten Deutschlands an der Greifswalder Straße in Prenzlauer Berg errichtet und eröffnet; zwischenzeitliche Schließung nach Brandanschlag im Januar 2013; Ausverkauf und Schließung als letzte Filialen der „Video Center“-Kette in Berlin Ende Juni 2022, seitdem Leerstand und Verfall
  • Führungen: Keine
  • Denkmalschutz: Nein
  • Status: Lost Place

Wo lag Berlins letzte „Video Center“-Videothek genau?

Das leerstehende Videothekgebäude liegt an der Adresse Greifswalder Straße 169 im Ortsteil Prenzlauer Berg des Bezirks Pankow. Die Google-Koordinaten (Open-Location-Code) für das Objekt lauten: GCRQ+95M Berlin. Mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreicht man das Grundstück am besten mit der S-Bahn. Vom S-Bahnhof Greifswalder Straße ist das Grundstück der ehemaligen Videothek bereits zu sehen. Achtung: Es handelt sich um Privatbesitz. Unbefugten ist das Betreten nicht erlaubt.

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Das sind die wichtigsten Etappen der Geschichte der Videothek Greifswalder Straße:

Ausgangslage: Streaming killed the Video-Store

Jugendliche in einer Videothek
In den 80ern noch ein Ort zum Stöbern, brachen die Umsätze von Videotheken in den 2010ern ein. Das Bild zeigt zwei Jugendliche in einer Videothek 1985.© picture-alliance/ dpa | Andreas Kuther

Neugründungen von Videotheken in Berlin waren in den 2010er-Jahren bereits eine Seltenheit. Die ersten Video-on-Demand-Dienste drängten auf den Markt, seit 2007 revolutionierte Netflix das Streaming-Geschäft in den USA. Es war nur eine Frage der Zeit, bis der US-Riese auch in Europa den Vertrieb von Filmen und Serien umkrempeln würde, sein Katalog per Knopfdruck in Deutschlands Stuben auf immer größeren Ultra-HD-Fernsehern und Beamer-Leinwänden zum Flimmern bringen und den Weg von der Couch zur örtlichen Videothek unnötig lang erscheinen lassen würde – 2014 war es soweit. Andere Anbieter folgten.

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Die Videotheken-Kette „Video Center Berlin“ wagte dennoch den Schritt. 2012 eröffnete sie eine Filiale in einem Neubau an der Greifswalder Straße. Der Standort am S-Bahnhof Greifswalder Straße zwischen Ernst-Thälmann-Park und der Wohnstadt Carl Legien sowie den hochaufragenden Plattenbauten der Großsiedlung Michelangelostraße in Laufweite versprach – trotz all der seine Schatten vorauswerfender Umbrüche – Potential zu haben: viel Laufkundschaft, großes Einzugsgebiet und ein filmenthusiastischer Kiez in der Umgebung.

Videothek Greifswalder Straße: Letzte Filiale der „Video Center“-Kette in Berlin

Mann sucht sich in Videothek einen Film aus
So sahen viele von ihnen im Inneren aus. Ältere Leser werden sich erinnern.© picture alliance / dpa Themendienst | Franziska Gabbert

Der Grundstein für den Videothekenbau wurde Ende 2011 gelegt – wenige Monate später war das zweigeschossige Neubaurondell fertig und das „Video Center“-Team konnte mit der Einrichtung seiner neuesten Berliner Filiale beginnen. Bis nach der Wende hatte sich auf dem langgezogenen Grundstück hinter den zur Grellstraße gelegenen Wohnbauten mehrere einfache, eingeschossige Hallenbauten befunden, die kleinere Gewerbebetriebe beheimateten und sich bis zu den Gleisen der Ringbahn hinzogen.

Auf dem Baugrund der späteren Videothek lag eine rechteckige Halle, die den Innenhofbereich längs zur Greifswalder Straße einfriedete und in der zu DDR-Zeiten Werkstätten und Schlossereibetriebe eingerichtet waren; nach der Wende firmierte hier zuletzt der Autohändler und Autoradio-Service „Lothar Neumann“. Anfang der 2000er-Jahre wurde das Gelände planiert, zugunsten einer einzigen großen Einkaufshalle, 80 Meter lang, in der eine Aldi-Filiale eröffnete. Zur Greifswalder Straße hin lagen Parkmöglichkeiten für die Kundschaft, die direkt zum Straßenraum von einer kleinen Grünfläche eingegrenzt wurden: der Baugrund der künftigen Videothek, für die die Bäume und Büsche Anfang der 2010er-Jahre weichen mussten.

Videothek Greifswalder Straße: So war die Videotheken-Rotunde aufgebaut

Im Frühjahr 2012 eröffnete die Filiale in der Greifswalder Straße. Zu diesem Zeitpunkt unterhielt die „Video Center“-Kette noch sechs weitere Videotheken im Stadtgebiet, mit der Greifswalder Neueröffnung gab es jetzt drei in Prenzlauer Berg, zwei in Friedrichshain, jeweils eine in Neukölln und Lankwitz; später kam noch eine Außenstelle in der Müllerstraße in Berlin-Wedding hinzu.

Die Videothek hatte eine eigenwillige Bauform: ein mit großer zweigeschossiger Fensterfront aus einem kreisförmigen Grundriss errichtetes Rondell. Nach hinten in Richtung Aldi-Filiale war der Leichtmetallbau in Steinquaderoptik geschlossen. Auf der südwestlichen Seite ging die abgerundete Grundform in einen angesetzt wirkenden, rechteckigen Gebäudeteil mit geschlitzten Fenstern über, in der die Mitarbeiterräume, Geschäftsführung, Technik, Wartung und Lager der Videothek untergebracht waren. Zur Greifswalder Straße öffnete sich eine auf beiden Geschossen sternförmig angewinkelte Fensterfront.

Über dem Eingang an der nordöstlichen Gebäudeseite und dem hervorkragenden Flachdach war in großen Lettern das Firmenlogo „Video Center“ zu lesen und warb neben den Aushängen und Pappaufstellern um Lauf- und Stammkundschaft. Im Inneren fanden Neugierige auf zwei Geschossen und rund 600 Quadratmetern Ausstellfläche ein ausgewähltes Sortiment von Filmneuheiten und Klassikern, Ausleih- und Kauf-DVDs sowie Blue Rays, neben der obligatorischen Snack- und Getränkeauswahl, die für einen Filmabend nicht fehlen durfte, und der Möglichkeit Konsolen und PC-Spiele auszuleihen.

Videothek Greifswalder Straße: Vandalismus und Brandanschlag kurz nach der Eröffnung

Der Start verlief für die neue Filiale an der Greifswalder Straße entgegen den hohen Erwartungen der Betreiber holprig. Nur wenige Monate nach der Eröffnung musste die Videothek wieder schließen. In den frühen Morgenstunden des 4. Januar 2013, kurz nach vier Uhr, hatten Unbekannte die Frontscheibe des Ladens mit Pflastersteinen eingeschlagen. Danach schoben sie einen Papiercontainer vor den Notausgang und zündeten ihn an. Die Flammen griffen auf die Videothek über. Nur durch den raschen Einsatz der Feuerwehr konnte verhindert werden, dass die Videothek komplett ausbrannte.

Menschen kamen nicht zu Schaden. Die Polizei schloss damals nicht aus, dass die Tat einen politischen Hintergrund haben könnte. Der Polizeisprecher teilte 2013 mit, die Videothek könnte Kiezbewohnern nicht ins Bild gepasst haben. Bestätigt wurde der Verdacht nicht. Wie hoch die Schäden an der Innenausstattung und dem Gebäude waren, wurde von den Betreibern nicht beziffert, aber es dauerte nicht lange, bis die „Video Center“-Kette ihre Filiale an der Greifswalder Straße wiedereröffnete. Zu weiteren Brandstiftungen oder anderen Fällen schweren Vandalismus kam es in den folgenden Jahren nicht.

Videothek Greifswalder Straße: Letzte goldenen Jahre für Verleiher in Berlin

Die Nachwende-Ära galt in Berlin als letzte goldene Epoche der Videotheken. Vor allem im Osten der Stadt rüstete man eilig nach: erst Videorekorder, dann DVD- und Blue-Ray-Systeme; die Videotheken Berlins erlebten einen letzten großen Run auf ihr Sortiment. Filmklassiker wurden nachgeholt, Neuerscheinungen waren schnell vergriffen.

Es war nicht mehr die Zeit, als eine nicht zurückgespulte Kassette abzugeben, noch 50 Pfennig Gebühr gekostet hat oder ein Video-Release erst ein Jahr nach dem Kinostart erfolgte, der Medienkonsum begann sich bereits durch Internet- und On-Demand-Services zu verändern, aber auch die Videothek an der Greifswalder Straße konnte sich in den letzten Jahren der Videotheken-Ära noch eine Stammkundschaft aufbauen, die statt Netflix, Youtube und Streaming das Ausleihen an einer Bedientheke bevorzugte.

Videothek Greifswalder Straße: Umsatzeinbrüche besiegelten das Ende der Filiale

Zehn Jahre lang war die Videothek feste Anlaufstelle im Kiez für Freunde des Haptischen, des endlosen Stöberns durch Gänge voller DVDs, des Vergleichens von Covern und des gepflegten Gesprächs mit der Belegschaft um Vorlieben und Kultfilme. Beschäftige, die sich in einer langen Tradition von Filmenthusiasten sehen konnten. Schließlich hatten auch Filmemacher wie Quentin Tarantino oder Kevin Smith ihre Karrieren als Videotheken-Nerds begonnen. Dann war das in die Jahre gekommene Konzept des Medienkonsums per Verleihvideo nicht mehr zu retten.

Der Umsatz brach ein. Hatte die Branche 2005 noch 315 Millionen Euro Umsatz gemacht, waren es 2021 nur noch neun Millionen Euro. Wie in manchen Berliner Videotheken wuchs in der Filiale an der Greifswalder Straße der Anteil an Sex- und Erotikstreifen im Sortiment. In den letzten Jahren machte man noch etwa zwei Drittel des sinkenden Umsatzes hinter dem „Ab-18“-Vorhang. Doch auch dieser Markt hatte seine goldenen Zeiten überdauert. Längst machte die Pornobranche ihren Hauptumsatz im Internet. 2022 war für die „Video Center“-Filiale an der Greifswalder Straße endgültig Schluss, die zuletzt noch aggressiv mit „Erotik Discount“-Bannern und „Alles 1 Euro“-Schildern um Laufkundschaft gebuhlt hatte.

Videothek Greifswalder Straße: Zum Schluss wandern DVDs stapelweise in Jutebeutel

Videothek Prenzlauer Berg Neubau Aldi
Überbleibsel der DVD-Ära: Die leerstehende Rotunde an dem belebten Knotenpunkt zwischen Greifswalder Straße, S-Bahnhof und Tramstation verwandelte sich binnen kurzem zu einer modernen Ruine im Stadtbild© Thomas Schubert / BM | Thomas Schubert

„Alles muss raus!“ hieß es am 10. Juli 2022. Am Sonntagmittag kurz nach 12 Uhr öffneten sich die Türen der Videothek an der Greifswalder Straße zum letzten Mal. Davor war bereits eine Schließung für den 30. Juni angekündigt gewesen – aber Sammler und Schnäppchenjäger erhielten noch einmal einen Aufschub. Bei Touristen provozierte der Anblick einer noch offenen Videothek nur noch ungläubiges Staunen, manche machten Beweisfotos. Zwei gigantische Werbesegel, die der Wind mal gegen die Fassade schlug, mal ausladend Richtung Tramhaltestelle Greifswalder Straße warf, kündigten den Ausverkauf an. Am Eingang und im Inneren stapelten sich DVDs und Blue-Rays unsortiert auf Wühltischen: ohne feste Hülle, 50 Cent das Stück.

Im Schaufenster stand noch eine lebensgroße Superman-Figur. Sein Blick abgewandt vom großen Ausverkauf hinter ihm. Stapelweise tragen Kunden Filme im Dutzend zu den Kassen, Filmfreunde, die sich durch das verbliebene Sortiment kämpfen. Gleichermaßen wandern Kultfilme und Erotikstreifen in mitgebrachte Taschen. Eine Frau stopft hastig zwei Hände von DVDs in einen Jutebeutel. Die beiden Mitarbeiter, die den letzten großen Ansturm abfertigen, kommen kaum hinterher. Hinter ihnen blicken ein Batman und ein Indiana Jones-Aufsteller unbeteiligt ins Leere. Kurz vor Mitternacht ist Schluss; die letzte große Videotheken-Kette in Berlin schließt ihre allerletzte Filiale.

Videothek Greifswalder Straße: Lost Place in Prenzlauer Berg seit der Schließung 2022

Einige Dutzend Videotheken gibt es heute noch in Berlin, selten setzen sie nur auf Verleihfilme, die meisten halten sich durch Mischkonzepte, in denen die DVD-Ausleihe kombiniert wird mit Bars, Cafés und kulturellem Angebot: Läden wie die legendäre „Filmkunstbar Fitzcarraldo“ in Kreuzberg oder das „b-ware!Ladenkino“ in Friedrichshain, die eine treue Stammkundschaft anziehen.

Die Videothek an der Greifswalder Straße zog niemanden mehr an. Seit die Lichter in der Filiale 2022 erloschen, verwandelt sich das Rondell der Geistervideothek zu einer modernen Ruine. Seit Jahren rottet die Lost Place-Filiale in steinwurfweite des S-Bahnhofs Greifswalder Straße verlassen und leer vor sich hin. Auf dem Dach stehen verloren die rostenden Metallstreben, die einst die großen Leuchtbuchstaben der Videothekenkette gehalten haben; von den Frontscheiben im Erdgeschoss blättern Plakate, mit denen bündig die Schaufenster beklebt wurden und die Passanten den Blick ins Innere der leerstehenden Filiale versperrten, in der sich eine Schicht von Staub nach der anderen auf die ehemalige Verkaufsfläche legt.

An den leichtmetallverkleideten Wänden des Bauwerks haben sich inzwischen großflächig Graffiti-Künstler verewigt. Seit knapp vier Jahren dämmern die maroden Geschäftsflächen der Ex-Videothek an der Einfahrt zum Aldi bereits im Dornröschenschlaf vor sich hin – aber ihre Tage könnten gezählt sein. Es gibt Pläne für einen Neubau.

Videothek Greifswalder Straße: „Video Center“-Ruine soll Neubau weichen

2022 übernahm der Immobilienentwickler Primus das gut 4000 Quadratmeter große Grundstück an den Gleisen samt Aldi-Filiale und Ex-Videothek mit dem Ziel, die Altbauten abzureißen und auf dem Gelände einen Gewerbekomplex-Neubau zu errichten. Anstelle des rundlichen Videothek-Pavillons plante der Investor den Neubau eines Supermarktes mit aufgestockten Büroetagen. „Die Einzelhandelsflächen im Erdgeschoss wurden bereits langfristig an den Lebensmittel-Discounter Aldi Nord vermietet, der schon zuvor einen Markt am Standort betrieben hatte“, meldet das Unternehmen. Die heutige Ladenfiliale im Hinterland des Pavillons wird mit dem Neubau prominenter platziert und an die Greifswalder Straße rücken.

Mit den Plänen für den sechsgeschossigen Neubau mit vergrößertem Aldi-Supermarkt im Erdgeschoss soll die innerstädtische Brache bis in den letzten Winkel ausgenutzt werden. In den fünf Etagen über dem Supermarkt plante der Investor eine 12.400 Quadratmeter Bruttogrundfläche für Büronutzung, dazu: eine frei zugängliche Bar, ein „Social Space“ mit Co-Working-Bereich und ein Frühstücksrestaurant, wie das Immobilienunternehmen bauvorbereitend ankündigte. Die Pläne für die Gestaltung des Neubaus entwarf das Architekturbüro KSP Engel, das im Sommer 2022 für sein spektakuläres Hochhaus in Algier für einen Preis nominiert war – eines der höchsten Gebäude Afrikas.

Videothek Greifswalder Straße: Investor ändert überraschend Pläne – Hotelkomplex kommt

Neue Adresse für Touristen in Prenzlauer Berg: Dieses Hotel mit über 300 Betten soll in zwei Jahren bezugsfertig sein.
Neue Adresse für Touristen in Prenzlauer Berg: Dieses Hotel mit über 300 Betten soll in zwei Jahren bezugsfertig sein.© Berliner Morgenpost | PRIMUS Immobilien

Widerspruch einer Nachbarschaftsinitiative gegen den Vorbescheid des Bezirksamts zum Abbruch der Videothek und zum Neubau des massiven Bürokomplexes blieben vergebens. 2024 änderte Primus überraschend seine Pläne. Statt des erwarteten Büro-Neubaus legte der Immobilienentwickler Pläne für einen Hotelneubau mit 315 Zimmern vor, der durch die zur Radisson Group gehörenden Kette „Prizeotel“ betrieben werden soll. Unverändert dagegen blieb die Nutzung im Sockel durch einen Aldi-Supermarkt mit einer Verkaufsfläche von 900 Quadratmetern.

Wann der Abriss auf dem Grundstück beginnt, steht noch nicht fest. Einen genauen Termin haben bislang weder der Investor noch das Bezirksamt Pankow benannt. Aber die Tage der Lost-Place-Videothek an der Greifswalder Straße dürften gezählt sein. Einen Zeitansatz für das geplante Bauprojekt gibt es: Ab Frühjahr 2028 sollen die ersten Touristen in dem neuen Hotel in Prenzlauer Berg übernachten können. Mit dem leerstehenden Pavillon wird zuvor einer der letzten Überbleibsel der Videotheken-Ära in Berlin weichen müssen. Superman wird das Herannahen der Abrissbagger nicht mehr mitansehen müssen – sein lebensgroßes Konterfei hat den prominenten Schauplatz an der Fensterfront der Geistervideothek längst verlassen.