Corona-Newsblog Berlin

Neun Neuinfektionen in Berlin, alle Ampeln auf Grün

9327 bestätigte Corona-Fälle gibt es in Berlin, alle Ampeln weiter auf Grün. Die aktuellem Entwicklungen und Zahlen im Blog.

Diskussion um Corona-Großdemo in Berlin hält an - Forderung nach Strafen

Nach der Corona-Großdemonstration in Berlin mit Verstößen gegen die Hygiene-Auflagen wird weiter über die Konsequenzen diskutiert. Dabei wurden nach Forderungen nach Geldstrafen gegen Regelbrecher laut. Erneute Corona-Großdemos wurden in Frage gestellt.

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Berlin. In unserem Newsticker berichten wir laufend über die Corona-Lage in Berlin und Brandenburg. Aktuelle Informationen zur Corona-Pandemie in Deutschland, Europa und der Welt finden Sie in diesem Newsblog.

15.12 Uhr: Wir starten unser neues Newsblog

Alle aktuellen Nachrichten und Entwicklungen zur Coronavirus-Pandemie in Berlin und Brandenburg finden Sie in unserem neuen Newsblog.

15.10 Uhr: Gewerkschaft verteidigt Polizei-Strategie bei Corona-Demonstrationen

Die Deutsche Polizeigewerkschaft (DPolG) hat die Einsatzstrategie der Berliner Polizei bei Demonstrationen gegen die Corona-Auflagen am Wochenende nach Kritik aus der Politik verteidigt. „Die Polizei hat nicht den gesetzlichen Auftrag, parteipolitischen Erwartungshaltungen zu folgen, sondern das Versammlungsrecht zu schützen“, sagte der Bundesvorsitzende Rainer Wendt der Deutschen Presse-Agentur am Montag. Diesem Auftrag sei die Berliner Polizei in beispielhafter Weise nachgekommen, der Einsatz sei „wie aus dem Lehrbuch“ geführt worden.

Aus Protest gegen die staatlichen Beschränkungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie waren am Sonnabend in Berlin Tausende auf die Straße gegangen. Weil viele Demonstranten weder die Abstandsregeln einhielten noch Masken trugen, löste die Polizei Kundgebung am frühen Abend auf. Danach wurde parteiübergreifend der Ruf nach einem harten Durchgreifen laut. „Die Demonstration hätte schon früher aufgelöst werden können“, sagte etwa die SPD-Chefin Saskia Esken der ARD-„Tagesschau“.

Das wies Wendt zurück: Das Versammlungsrecht sei ein überragendes Rechtsgut, daher gälten hohe Hürden. „Die Polizei darf auch bei festgestellten Rechtsverstößen eine Versammlung nicht sofort abbrechen, sondern muss dem Veranstalter immer ausreichend Gelegenheit geben, auf die Teilnehmenden einzuwirken“, erklärte der Gewerkschafter.

Die Diskussion über mögliche Einschränkungen der Versammlungsfreiheit ist für Wendt angesichts zahlreicher Verstöße gegen die Corona-Auflagen „nachvollziehbar.“ Der Gewerkschaftschef betonte aber: „Letztlich wird eine Beschränkung des Versammlungsrechts nicht durch die Politik, sondern durch die Verwaltungs- und Verfassungsgerichtsbarkeit entschieden werden.“ In der Vergangenheit sei dort im Zweifel immer der Versammlungsfreiheit der Vorrang gegeben worden.

14.13 Uhr: Innenverwaltung zu Corona-Protesten - Polizei hat angemessen reagiert

Nach Demonstrationen in Berlin mit Tausenden Teilnehmern hat die Berliner Innenverwaltung Kritik am Vorgehen der Hauptstadt-Polizei zurückgewiesen. „Die Polizei Berlin hat am Wochenende professionell und angemessen agiert. Sie hat nicht zu spät eingegriffen“, teilte Sprecher Martin Pallgen am Montag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit. Die Polizei habe von Anfang an bei den jeweiligen Versammlungsleitungen auf die Auflagen hingewiesen und sowohl den Aufzug als auch die Kundgebung beendet.

Aus Protest gegen die staatlichen Beschränkungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie beteiligten sich am Sonnabend an einem Demonstrationszug laut Polizei bis zu 17.000 Menschen, rund 20.000 waren es danach bei einer Kundgebung. Weil viele Teilnehmer die Abstandsregeln nicht einhielten und keine Masken trugen, löste die Polizei die Kundgebung auf. Zuvor hatte sie Strafanzeige gegen den Veranstalter des Protestzuges gestellt.

SPD-Chefin Saskia Esken kritisierte die Demonstranten scharf. In der ARD-„Tagesschau“ sagte sie aber auch, die Demonstration hätte früher aufgelöst werden können. Dies sei jedoch erst bei der Kundgebung geschehen, zu der sich noch mehr Menschen versammelt hätten.

Wenn eine Ansammlung von 20.000 Menschen, die sich teilweise verbal aggressiv und ablehnend verhielten, ohne polizeiliche Gewalt aufgelöst werden soll - was der richtige Weg der Deeskalation gewesen sei - ,dann dauere das etwas länger, teilte der Sprecher der Behörde von Innensenator Andreas Geisel (SPD) mit. „Auch hier ist der Polizei kein Vorwurf zu machen.“

„Das Grundrecht der Versammlungsfreiheit ist ein hohes Gut, das man nicht willkürlich aufheben darf“, betonte die Innenverwaltung. „Per se im Vorfeld Demonstrationen zu verbieten, ist nicht möglich, wenn es keine Hinweise auf strafbare Aktionen gibt, die von der Versammlung ausgehen könnten“, so der Sprecher. Gründe dafür hätten für die Demonstrationen am Wochenende nicht vorgelegen. Anders als bei Demos am 1. Mai habe es auch keine Hinweise gegeben, dass aus den Versammlungen heraus Gewalt verübt werden würde. Deshalb sei der Kräfteeinsatz der Polizei nach bisherigen Kenntnissen gerechtfertigt gewesen. Rund 1500 Beamte waren am Wochenende insgesamt im Einsatz.

13.33 Uhr: Regierung kritisiert Missachtung von Hygieneregeln bei Demonstration

Die Bundesregierung hat die Missachtung von Hygieneregeln bei der Demonstration gegen Corona-Auflagen am Wochenende in Berlin scharf kritisiert. „Die Bilder, die wir da am Wochenende sehen mussten, sind inakzeptabel“, sagte die stellvertretende Regierungssprecherin Ulrike Demmer am Montag in Berlin. „Das Verhalten von vielen Demonstrierenden ist in keinster Weise gerechtfertigt und nutzt das hohe Gut der Demonstrationsfreiheit aus.“

Es sei dabei nicht nur zu „gravierenden Verstößen gegen die Hygieneregeln“ gekommen, sondern es seien nach aktuellem Kenntnisstand auch „menschenverachtende Äußerungen“ gemacht und die Arbeit von Journalisten behindert worden, sagte Demmer. Teilnehmer sollten sich zudem fragen, was es bedeute, Seite an Seite mit Menschen zu demonstrieren, die rechtem Gedankengut und Verschwörungstheorien anhingen.

„Darüber hinaus ist es natürlich eine Sache, sich selbst zu gefährden. Aber es ist nicht hinnehmbar, dass Demonstrierende sich ihrer Verantwortung gegenüber anderen, möglicherweise Schwächeren in der Gesellschaft, nicht bewusst sind oder diese bewusst ignorieren und deren Gesundheit und Leben riskieren.“

12.26 Uhr: Nach Corona-Ausbruch in Neuköllner Bar - Lage laut Bezirk „unter Kontrolle“

Knapp eine Woche nach der öffentlichen Suche nach Kontaktpersonen wegen Corona-Fällen in einer Bar in Berlin-Neukölln hält der Bezirk die Lage für „unter Kontrolle“. Das sagte ein Bezirkssprecher am Montag auf Anfrage. „Es ist beherrschbar.“ Weitere Gäste des Lokals im Schillerkiez seien gefunden worden, lediglich acht Neuköllner hätten nicht erreicht werden können. Die Anwesenheitsdokumentation in dem Lokal war laut Bezirk teils unvollständig oder fehlerhaft.

Inzwischen sei die Zahl der Infizierten von 18 auf 22 gestiegen, erklärte der Sprecher. Darunter seien zwei Mitarbeiter der Kneipe. Die neu berichteten Fälle stammten allerdings nur aus Neukölln. Damit bleibt unklar, ob in anderen Bezirken oder Städten weitere Menschen positiv getestet wurden, nachdem sie in der Kneipe waren. Dies werde nicht zusammengetragen, hieß es. Insgesamt waren im Zusammenhang mit der Bar mehr als 70 Menschen unter Quarantäne gestellt worden.

Der Berliner Hotel- und Gaststättenverband Dehoga hatte kritisiert, dass zu viele Restaurants und Kneipen keine Corona-Listen mit den Kontaktdaten ihrer Gäste führten. Zudem gebe es viele Gäste, die sich weigerten, die Listen auszufüllen oder die sie falsch ausfüllten. Der Verband appellierte an beide Seiten, sich an die Vorschriften zu halten. Es sei fatal, wenn nun die Infektionszahlen wieder steigen sollten. Vor der Neuköllner Kneipe war bereits eine Bar in Mitte wegen Corona-Fällen und fehlerhafter oder unvollständiger Kontaktlisten in die Schlagzeilen geraten.

11.42 Uhr: Corona-Teststelle am Berliner ZOB eingerichtet

Ab sofort haben Rückreisende aus Risikogebieten nach ihrer Ankunft am Berliner ZOB die erste Möglichkeit, sich auf Covid-19 testen zu lassen. Vom Technischen Hilfswerk (THW) wurde auf dem Pkw-Parkplatz Soorstraße eine Teststelle eingerichtet. Mit der Koordinierung des Aufbaus hatte Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci Herrn Albrecht Broemme, den ehemaligen THW-Präsidenten, beauftragt.

Das Deutsche Rote Kreuz Berlin hat den Betrieb übernommen. Das Testangebot richtet sich ausschließlich an Rückreisende, die keine Corona-Symptome zeigen. Die Tests sind für die Rückreisenden kostenfrei. Die Teststelle ist einer Mitteilung zufolge durchgängig geöffnet.

„Ich danke dem Technischen Hilfswerk für den tatkräftigen Aufbau und dem Deutschen Roten Kreuz für den engagierten Betrieb. Mein Dank gilt zudem dem ZOB für die sehr konstruktive Zusammenarbeit. Mit dieser Abstrichsstelle haben wir unsere Eindämmungsstrategie gegen SARS-CoV-2 weiter gestärkt", sagte Berlins Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD).

Nach geltender Infektionsschutzverordnung des Landes Berlin sind Rückreisende, die sich zu einem beliebigen Zeitpunkt innerhalb von 14 Tagen vor Einreise in einem vom Robert-Koch-Institut zum Zeitpunkt der Einreise als Corona-Risikogebiet eingestuften Land aufgehalten haben, grundsätzlich verpflichtet, eine 14-tägige häusliche Quarantäne einzuhalten.

Von der Quarantänepflicht befreit sind Personen, die einen aktuellen negativen Corona-Test vorweisen können. Bis zum Erhalt des Testergebnisses müssen sich Reiserückkehrende in Quarantäne begeben. Eine zweite Testung nach 5-7 Tagen wird dringend empfohlen.

10.53 Uhr: Weiterhin nur leichter Anstieg von neuen Corona-Fällen in Brandenburg

Die Zahl der bestätigten neuen Corona-Infektionen in Brandenburg bewegt sich weiter auf niedrigem Niveau. Von Sonntag zu Montag kam nach Angaben des Gesundheitsministeriums ein neuer Fall aus dem Landkreis Prignitz hinzu. Von Sonnabend auf Sonntag wurde ebenfalls nur eine Corona-Neuinfektion aus dem Kreis Potsdam-Mittelmark gemeldet. Von Donnerstag bis Freitag waren es noch elf neue Fälle, von Freitag bis Sonnabend neun. Seit März haben sich damit 3593 Menschen mit dem Erreger Sars-CoV-2 infiziert, 173 starben seitdem. Erkrankt an Covid-19 sind derzeit etwa 90 Menschen, als genesen gelten 3330 - 20 mehr als einen Tag zuvor.

7 Uhr: Berliner Schulen bereiten neues Schuljahr vor

Eine Woche vor dem Start bereiten sich die Berliner Schulen auf das neue Unterrichtsjahr vor. Doch bereits jetzt zeichnet sich ab, dass der Start nicht problemfrei verlaufen wird. Während Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU) wegen der Corona-Krise auf die Einhaltung der Maskenpflicht und Abstandsregeln drängt, will Berlin die Auflagen lockern. Der Präsenzunterricht werde nur dann funktionieren können, „wenn weitere Regelungen zur Hygiene, zum Tragen von Schutzmasken sowie zum Abstandhalten auf dem Schulhof und auf den Fluren strikt eingehalten werden“, sagte Karliczek der „Welt am Sonntag“.

In Berlin soll die Maskenpflicht hingegen weniger strikt gelten. Auf den Schulhöfen und in den Klassenräumen entfällt sie nach den Plänen der Bildungsverwaltung. Sportunterricht soll weitgehend im Freien stattfinden wie auch Musik-AGs. Unklar ist auch, wie die Trennung von Schülergruppen in den Oberstufen mit dem Kurssystem eingehalten werden soll. Unterstützung erhält die Berliner Landesregierung von den Schulleitern. Lesen Sie den ganzen Artikel hier.

5.57 Uhr: Gewerkschaft: Auf dem Bau sinkt die „Corona-Disziplin“

Auf vielen Baustellen herrscht nach Gewerkschaftsangaben Nachlässigkeit beim Corona-Schutz. „Kein Händewaschen, kein Abstand, keine Atemschutzmaske“, fasst die IG BAU die Schwachpunkte zusammen. „Viele Bauunternehmen ignorieren die Corona-Gefahr, indem sie zum alten Trott zurückkehren“, teilte der Vorsitzende Robert Feiger der Deutschen Presse-Agentur mit. Das fange auf dem Weg zur Arbeit an: „Sammeltransporte zu Baustellen im Bulli sind in vielen Firmen wieder an der Tagesordnung. Genauso wie Pausen im engen Bauwagen“, sagte Feiger.

Die Arbeitgeber widersprachen der Gewerkschaft: Die Unternehmen nähmen ihre Verantwortung äußerst ernst, hieß es beim Zentralverband Deutsches Baugewerbe, der vor allem mittelständische Betriebe vertritt. Sie trügen Sorge dafür, dass im Arbeitsalltag die gebotenen Abstands- und Hygienevorschriften eingehalten werden können.

+++ Sonntag, 2. August 2020 +++

21.30 Uhr: Esken - Frühere Auflösung der Anti-Corona-Demo möglich

SPD-Chefin Saskia Esken hat die Polizeistrategie bei den Protesten gegen die staatlichen Corona-Beschränkungen in Berlin in Frage gestellt. „Die Demonstration hätte schon früher aufgelöst werden können“, sagte Esken der ARD-„Tagesschau“. Dies sei jedoch erst bei der Kundgebung geschehen, die sich an den Demonstrationszug angeschlossen hatte. Bei der Kundgebung hätten sich noch mehr Menschen versammelt, sie hätten noch enger beieinander gestanden. „Dann war es allerspätestens Zeit, einzugreifen.“

18.24 Uhr: Neun Neuinfektionen, keine weiteren Todesfälle

in Berlin ist kein weiterer Mensch an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben. Die Zahl der Todesfälle liegt weiter bei 223. Neun neue Infektionen wurden bestätigt, 45 waren es gestern. 446 aktuelle Corona-Fälle haben wir insgesamt in Berlin, 468 waren es gestern. 8658 Menschen sind inzwischen genesen.Die Zahl der Patienten auf den Intensivstationen beträgt 15, eine Person mehr als am Vortag. Insgesamt liegen 41 Menschen in Krankenhäusern und damit vier Patienten weniger als am Vortag.

Die Berliner Corona-Ampel steht für den Bereich der Reproduktionszahl mit 1,00 weiter auf Grün. Die Werte für Neuinfektionen und die freien Intensivbetten stehen auch auf Grün.

17.05 Uhr: Kalayci schließt Verlängerung der Maskenpflicht nicht aus

Der Berliner Senat hat noch nicht über eine Verlängerung der Maskenpflicht entschieden, Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) schließt sie nicht aus. „Die Maskenpflicht ist absolut notwendig und sicherlich mit ein Grund dafür, warum Deutschland bei der Eindämmung von Covid-19 im internationalen Vergleich gut dasteht“, sagte Kalayci am Sonntag der Berliner Morgenpost.

13.53 Uhr: Brandenburg will Demos ohne Teilnehmer-Obergrenze weiter erlauben

Brandenburg will in der Corona-Krise nach Angaben des Innenministeriums auch künftig Demonstrationen ohne Beschränkung der Teilnehmerzahl ermöglichen. „Aus Sicht des Innenministeriums besteht kein Anlass, die bestehenden Regeln und Gebote im Zusammenhang mit Demonstrationen in Brandenburg zu verändern“, erklärte Sprecher Andreas Carl am Sonntag auf Anfrage. „Sie bieten einen guten Kompromiss aus Demonstrationsrecht und Infektionsschutz.“ Demonstrationen im Freien sind in Brandenburg seit Mitte Juni wieder ohne Begrenzung der Teilnehmerzahl möglich, aber der Mindestabstand muss eingehalten und der Zutritt gesteuert werden.

11.50 Uhr: Nur eine neue Infektion in Brandenburg bestätigt

Der Anstieg gemeldeter Corona-Infektionen in Brandenburg ist deutlich zurückgegangen. Von Samstag auf Sonntag kam nur ein Fall aus dem Kreis Potsdam-Mittelmark hinzu, berichtete das Gesundheitsministerium in Potsdam. Von Donnerstag bis Freitag wurden noch elf neue Infektionen gezählt, von Freitag bis Samstag neun. Allerdings kann es auch sein, dass manche Kreise oder kreisfreien Städte neue Infektionen wegen des Wochenendes verzögert melden. Die Zahl an Covid 19-Erkrankten wird derzeit auf 110 geschätzt, die der genesenen Patienten auf 3310. Seit März haben sich 3592 Menschen mit dem Erreger Sars-CoV-2 infiziert und 173 starben.

5.31 Uhr: Gastroverband - Zu viele Betriebe führen keine Corona-Listen

Zu viele Restaurants und Kneipen führen aus Sicht des Berliner Hotel- und Gaststättenverbands Dehoga keine Corona-Listen mit den Kontaktdaten ihrer Gäste. „Es gibt eine große Anzahl von Gastronomiebetrieben, die sich nicht an diese Vorgaben halten“, sagte der Hauptgeschäftsführer des Landesverbands, Thomas Lengfelder, der Deutschen Presse-Agentur. „Das ist kein Kavaliersdelikt.“ Zudem gebe es viele Gäste, die sich weigerten, die Listen auszufüllen oder die sie falsch ausfüllten. „Wir appellieren an beide Seiten, sich an die Vorschriften zu halten.“ Es sei fatal, wenn nun die Infektionszahlen wieder steigen sollten.

Lengfelder forderte die Ordnungsämter auf, stärker in den Gaststätten „mit Augenmaß“ zu kontrollieren. „Das Ordnungsamt darf eben nicht nur Parkzettel schreiben, sondern muss auch in die Betriebe reingehen und dort die Betreiber auffordern, das ordentlich zu machen, ohne gleich Strafen zu verteilen“, sagte er.

4.31 Uhr: Brandenburg will Abstands- und Hygieneregeln verlängern

Brandenburg plant, die Maskenpflicht im Nahverkehr und im Handel sowie die Abstands- und Hygieneregeln gegen das Coronavirus zu verlängern. „Solange die Entwicklung weltweit so explosiv ist, müssen wir damit leben“, sagte Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher (Grüne) der Deutschen Presse-Agentur. „Wir sehen, dass in den europäischen Nachbarstaaten jetzt wieder Verschärfungen eingeführt werden.“ Sie sei besorgt, wie der Stand in Deutschland und Brandenburg gehalten werden könne, ohne wieder drastische Maßnahmen zu ergreifen. Nonnemacher sprach angesichts von Reiserückkehrern und dem Schulstart am 10. August von einer sehr schwierigen Phase. Die aktuelle Corona-Verordnung für Brandenburg läuft bis zum 16. August.

+++ Sonnabend, 1. August 2020 +++

18.42 Uhr: Auch die Kundgebung am Reichstag wird nun aufgelöst

Polizeisprecher Thilo Cablitz sagt, dass auch die Kundgebung am Reichstag jetzt von der Polizei nach und nach aufgelöst wird. Einsatzkräfte sind auch in der Umgebung vor dem Kanzleramt vor Ort. Cablitz geht von insgesamt etwa 20.000 Demonstranten aus. Zahlen zu etwaigen Festnahmen gibt es noch nicht.

18.25 Uhr: 45 Neuinfektionen in Berlin, Ampeln bleiben auf Grün

In Berlin ist kein weiterer Mensch an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben. Die Zahl der Todesfälle liegt weiter bei 223.

45 neue Infektionen wurden bestätigt, 82 waren es gestern. 468 aktuelle Corona-Fälle haben wir insgesamt in Berlin, 460 waren es gestern. 8627 Menschen sind inzwischen genesen.Die Zahl der Patienten auf den Intensivstationen beträgt 14, zwei Personen weniger als am Vortag. Insgesamt liegen 45 Menschen in Krankenhäusern und damit sechs Patienten mehr als am Vortag. Die Berliner Corona-Ampel steht für den Bereich der Reproduktionszahl mit 0,68 weiter auf Grün. Die Werte für Neuinfektionen und die freien Intensivbetten stehen auch auf Grün.

Bezirk Fallzahl Genesen
Charlottenburg-Wilmersdorf 923 (+7) 862
Friedrichshain-Kreuzberg 762 (+3) 711
Lichtenberg 526 (+0) 483
Marzahn-Hellersdorf 526 (+4) 497
Mitte 1375 (+3) 1279
Neukölln 1152 (+13) 1054
Pankow 851 (+5) 778
Reinickendorf 734 (+2) 672
Spandau 526 (+2) 464
Steglitz-Zehlendorf 644 (+3) 602
Tempelhof-Schöneberg 880 (+3) 822
Treptow-Köpenick 419 (+0) 403
Summe 9318 (45) 8627

17.49 Uhr: Auflösungserscheinungen am Brandenburger Tor

Immer mehr Menschen verlassen die Kundgebung, schlendern in Richtung Reichstag. Dort soll es angeblich um 18 Uhr weitergehen. Einige "Widerständler" bleiben weiterhin sitzen, ignorieren die Anordnungen der Polizei.

17.32 Uhr: Angespannte Stimmung am Brandenburger Tor

Die meisten Demo-Teilnehmer weigern sich weiterhin, den Versammlungsort zu verlassen. Die Videoübertragung ist mittlerweile ausgeschaltet worden. Redner rufen die Menschen dazu auf, sitzen zu bleiben. Es ertönen laute "Merkel muss weg"-Sprechchöre.

17.00 Uhr: Polizei will Demonstration nun wohl doch auflösen

Jetzt hat die Polizei offiziell über Mikrofon verkündet, dass die Veranstaltung aufgelöst wird und geräumt werden soll. Die Veranstalter seien nicht in der Lage, die Hygienemaßnahmen einzuhalten, sagte ein Polizeisprecher. Gerade laufen Verhandlungen mit den Organisatoren auf der Bühne. Viele Menschen haben sich hingesetzt, weigern sich zu gehen. Vereinzelt gibt es "Lügenpresse"-Rufe.

16.34 Uhr: Kundgebung startet - Veranstalter warnt vor Auflösung

Auf der Straße des 17. Juni hat die Kundgebung der Corona-Leugner begonnen. Der Veranstalter spricht davon, dass die Veranstaltung von der Polizei aufgelöst werden soll. Dafür gibt es aber keine Hinweise. Redner erklären, die Polizisten sollten sich einem entsprechenden Befehl verweigern. Einige Teilnehmer haben sich auf den Boden gesetzt.

15.59 Uhr: Veranstalter ruft zum passivem Widerstand auf

Die Polizei geht nun dazwischen. Abstände werden nicht eingehalten. Redner fordern die Demonstranten auf, passiven Widerstand zu leisten und sich von der Polizei wegtragen zu lassen. Weiterhin nennt der Veranstalter völlig falsche Teilnehmerzahlen, spricht nun sogar von 1,3 Millionen Menschen. Laut Polizei sind es gerade einmal 17.000.

15.47 Uhr: Redner fordern Rücktritt der Bundesregierung

Am Großen Stern werden nun Reden geschwungen. Es sind die üblichen Parolen der Corona-Leugner. Man sei politisch weder links noch rechts, sondern stehe für Freiheit und die Grundrechte ein. Die Corona-Maßnahmen sollten abgeschafft werden. Danach wird der Rücktritt der Regierung gefordert. Applaus brandet auf. Als der Name Bill Gates fällt, wird laut gebuht.

15.40 Uhr: Großer Stern - Polizei lässt keine Teilnehmer mehr zu

Zur nächsten Kundgebung am Großen Stern lässt die Polizei keine Teilnehmer mehr zu. Die Protestierenden tragen keinen Mund-Nasen-Schutz und stehen dicht gedrängt. Die Demonstration galt als Zubringer für die Kundgebung, die von einem anderen Veranstalter organisiert wird.

14.36 Uhr: Demo-Zug beendet - Mittlerweile 17.000 Teilnehmer

"Der Aufzug, der sich von der Straße Unter den Linden in Richtung Brandenburger Tor bewegte, wurde vom Veranstalter beendet. Dies wurde durch unseren Kollegen auch den Teilnehmenden per Lautsprecherdurchsage mitgeteilt", twitterte die Polizei.

Mittlerweile seien 17.000 Menschen auf der Straße. Die Menschenmenge werde sich aber wohl nicht verteilen, sondern zu einer anderen Veranstaltung wechseln. Zuvor hatte die Polizei auf Twitter angekündigt, Maßnahmen ergreifen zu wollen, um die Veranstaltung aufzulösen.

14.22 Uhr: Saskia Esken - „Tausende Covidioten feiern sich in Berlin als "die zweite Welle"

Unverständnis für die Demo gab es von politischer Seite. Die SPD-Vorsitzende Saskia Esken schrieb auf Twitter: „Tausende #Covidioten feiern sich in #Berlin als "die zweite Welle", ohne Abstand, ohne Maske. Sie gefährden damit nicht nur unsere Gesundheit, sie gefährden unsere Erfolge gegen die Pandemie und für die Belebung von Wirtschaft, Bildung und Gesellschaft.

14.18 Uhr: Die Demos in Berlin in Bildern

14.03 Uhr: Etwa 15.000 Menschen demonstrieren gegen Corona-Auflagen

Die Polizei ging am Nachmittag von rund 15.000 Teilnehmern aus, die in Mitte gegen die Corona-Auflagen protestieren. Bei den Demonstranten waren Ortsschilder und Fahnen verschiedener Bundesländer zu sehen. Ihrem Unmut über die Schutzmaßnahmen gegen das Coronavirus machten die Menschen mit Trillerpfeifen und Rufen nach „Freiheit“ oder „Widerstand“ Luft. Auch Parolen wie „Die größte Verschwörungstheorie ist die Corona-Pandemie“ waren zu hören.

Das Motto der Demonstration lautete „Das Ende der Pandemie - Tag der Freiheit“. Den Titel „Tag der Freiheit“ trägt auch ein Propagandafilm der Nazi-Ikone Leni Riefenstahl über den Parteitag der NSDAP 1935. In Stuttgart hat die Initiative „Querdenken 711“ bereits wiederholt demonstriert.

13.58 Uhr: Anzeige gegen Versammlungsleiter - Polizei will Demo entzerren

Wie die Polizei mitteilte, wurde eine Strafanzeige gegen den Leiter der Versammlung gefertigt, weil die Demonstranten sich nicht an die Einhaltung der Corona-Regeln halten. "Unsere Kollegen versuchen außerdem dafür zu sorgen, dass sich der Aufzug entzerrt. Weitere Maßnahmen prüfen wir fortlaufend", schrieb die Behörde.

13.47 Uhr: Gegendemonstranten skandieren: "Ihr marschiert mit Nazis und Faschisten"

An der Ecke Mauerstraße/ Leipziger Straße haben sich ein paar Hundert Gegendemonstranten eingefunden. "Omas gegen Rechts" und Menschen mit SPD-Fahnen rufen "Ihr marschiert mit Nazis und Faschisten". Im Gegensatz zu dem Demonstrationszug tragen die Teilnehmer einen Mund-Nasen-Schutz.

12.49 Uhr: Person soll Mann bei Demo angegriffen haben

Eine vermummte schwarz gekleidete Person soll nach Zeugenaussagen einen Mann angegriffen haben. Außerdem soll die Gruppe versucht haben, in die Tiefgarage des Hotels zu gelangen.

12.40 Uhr: Hubschrauber der Polizei im Einsatz

"Um unserem Einsatzleiter aus der Luft einen Überblick über die aktuelle Lage in Berlin zu verschaffen, ist aktuell unser Hubschrauber im Einsatz", teilte die Polizei mit.

12.10 Uhr: Polizei weist auf Einhaltung der Abstände hin

Die Polizei spricht mittlerweile von mehr als 10.000 Teilnehmern der Demonstration. Von der Straße Unter den Linden führt sie über die Torstraße in die Karl-Liebknecht-Straße. Von da aus laufen die Protestierenden weiter in Richtung Leipziger Straße und zurück zum Startpunkt.

Da viele Menschen weder auf die während der Corona-Pandemie geltendenden Abstandsregelungen achten noch eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen, hat die Polizei angekündigt, mit Lautsprecherdurchsagen darauf hinzuweisen. Gegen 15.30 Uhr werden die Demonstranten auf der Straße des 17. Junis erwartet.

11.54 Uhr: Demonstranten ziehen Richtung Straße des 17. Junis

Um 11.54 Uhr setzt sich der Demonstrationszug von 7000 Menschen von der Straße Unter den Linden in Bewegung. Die ursprüngliche Route hat sich am Morgen wegen des großen Andrangs geändert. Über die Friedrichstraße laufen die Demonstranten in Richtung Straße des 17. Junis. Auf den Straßen hallt der Ruf "Wir sind hier, wir sind laut, weil man uns die Freiheit klaut". Gegen 14.30 Uhr sollen die Demonstranten am Großen Stern zur Kundgebung eintreffen.

11.24 Uhr: Polizei weist auf Einhaltung der Abstände hin

Auf der Straße "Unter den Linden" haben sich rund 7000 Demonstranten zur Anti-Corona-Demo versammelt. "Da es bei einer Versammlung in der Straße Unter den Linden inzwischen ziemlich voll geworden ist, weisen unsere Kolleginnen und Kollegen nun verstärkt auf die Einhaltung der notwendigen Abstände hin", twitterte die Polizei. Zudem trugen kaum Teilnehmer einen Mund-Nasen-Schutz. Zu sehen waren Ortsschilder und Fahnen verschiedener Bundesländer.

11.18 Uhr: 7000 Demonstranten sammeln sich an der Straße "Unter den Linden"

Aus Protest gegen die Schutzmaßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus ziehen heute Tausende Menschen durch Berlins Straßen. Den Anfang des Demonstrationstages macht eine Zubringerdemonstration. Sie startet auf der Straße Unter den Linden und hat die Straße des 17. Junis zum Ziel.

Im Vorfeld waren rund 1000 Menschen für die Demonstration angemeldet. Wie ein Polizeisprecher am Sonnabendvormittag mitteilt, sind es aber deutlich mehr. Rund 7000 Menschen haben sich derzeit dort versammelt. Auch an der Straße des 17. Junis hätten sich bereits 500 Menschen eingefunden. Einer ersten Einschätzung vonseiten der Polizei zufolge sei es bislang noch ruhig.

Gegen 14.30 Uhr soll eine Kundgebung auf der Straße des 17. Juni zwischen Großer Stern und Yitzhak-Rabin-Straße stattfinden. Ab 18 Uhr steht der "Tanz für Freiheit und Grundrechte" auf dem Programm.

11.05 Uhr: Polizei Berlin: Bitte An- und Abstand auf Demo einhalten

10.56 Uhr: Neun Infektionen in Brandenburg hinzugekommen

Der leichte Anstieg der Zahl bestätigter Corona-Infektionen in Brandenburg setzt sich fort. Von Freitag bis Samstag seien neun neue Fälle hinzugekommen, berichtete das Gesundheitsministerium in Potsdam. Die Stadt Potsdam meldete drei neue Infektionen, der Kreis Märkisch-Oderland zwei. In den Kreisen Oberhavel, Oder-Spree, Potsdam-Mittelmark und Teltow-Fläming kam jeweils ein Infizierter hinzu. Von Donnerstag bis Freitag wurden elf neue Infektionen gezählt. Die Zahl an Covid-19 Erkrankter wird auf 110 Geschätzt, die genesener Patienten auf 3310. Seit März haben sich 3591 Menschen mit dem Erreger Sars-CoV-2 infiziert und 173 starben.

10.43 Uhr: Brandenburgs CDU-Fraktionschef hält Anti-Corona-Demo für „Blödsinn“

Brandenburgs CDU-Landtagsfraktionschef Jan Redmann hat sich wegen der geplanten Demonstration in Berlin gegen die Einschränkungen in der Corona-Krise verärgert gezeigt. „Wieder 1000 Neuinfektionen/Tag und in Berlin wird gegen Coronaauflagen demonstriert? Diesen gefährlichen Blödsinn können wir uns nicht mehr leisten.“, schrieb Redmann am Samstag beim Kurzmitteilungsdienst Twitter. Er forderte ein schärferes Vorgehen gegen leichtfertiges Verhalten: „Es wird Zeit, konsequent gegen Leichtsinnige vorzugehen. Sonst geht's uns wie Katalonien, Brasilien, den USA.“

8.16 Uhr: Tausende zu Anti-Corona-Demo in Berlin erwartet

Aus Protest gegen die Einschränkungen in der Corona-Krise wollen heute in Berlin Tausende Menschen auf die Straße gehen. Trotz steigender Infektionszahlen möchten sie für ein Ende aller Auflagen eintreten. Die Polizei muss dabei darauf achten, dass die Corona-Auflagen eingehalten werden.

Für die Kundgebung unter dem Motto „Das Ende der Pandemie - Tag der Freiheit“ sind laut Polizei rund 10.000 Teilnehmer angemeldet. Aufgerufen dazu hat die Initiative „Querdenken 711“ aus Stuttgart. Die Demonstration soll auf der Straße des 17. Juni stattfinden (15.30 bis 22.00 Uhr). Dafür wurde bundesweit mobilisiert. Teilnehmer wollten mit Bussen anreisen, auch Neonazi-Organisationen hätten zur Teilnahme aufgerufen, sagte der Berliner Innensenator Andreas Geisel (SPD). Mehr zum Anti-Corona-Protest und welche Demos noch in Berlin stattfinden, lesen Sie hier.

6.33 Uhr: Märkische Chöre beginnen wieder mit den Proben

In Brandenburg beginnen viele Chöre wieder mit Proben und Auftritten. Bereits zuvor hatte es vielerorts kreative Lösungen gegeben, doch miteinander zu singen oder zumindest die Stimmen zu trainieren. Das ergab eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur. Laut Eric Mülling, Sprecher im Potsdamer Kulturministerium, haben viele Chorproben im digitalen Raum, etwa über Onlineplattformen oder Videokonferenzprogramme wie Zoom stattgefunden. Allerdings sei diese Variante von vielen Chören aus künstlerischer Sicht als nicht effektiv und maximal als Ergänzung zur Präsenzprobe erachtet worden. „Vielmehr dienten diese digitalen Treffen dazu, das soziale Miteinander aufrecht zu erhalten“, sagt Mülling.

Freitag, 31.Juli

Corona-Tests am Hauptbahnhof und ZOB geplant
Welche Bezirke die meisten Bußgelder verhängen
Berliner Schausteller kündigen erneut Demonstration an
Corona-Tests nun auch am Flughafen Schönefeld

19.25 Uhr: 460 aktuelle Corona-Fälle - Ampeln auf Grün

In Berlin ist kein weiterer Mensch an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben. Die Zahl der Todesfälle liegt weiter bei 223. 82 neue Infektionen wurden bestätigt, 42 waren es gestern. 460 aktuelle Corona-Fälle haben wir insgesamt in Berlin, 396 waren es gestern. 8590 Menschen sind inzwischen genesen.

Die Zahl der Patienten auf den Intensivstationen beträgt 16, vier Personen weniger als am Vortag. Insgesamt liegen 39 Menschen in Krankenhäusern und damit zwei Patienten weniger als am Vortag.

Die Berliner Corona-Ampel steht für den Bereich der Reproduktionszahl mit 0,93 wieder auf Grün. Die Werte für Neuinfektionen und die freien Intensivbetten stehen auch auf Grün.

Bezirk Fallzahl Genesen
Charlottenburg-Wilmersdorf 916 (+0) 859
Friedrichshain-Kreuzberg 759 (+13) 708
Lichtenberg 526 (+1) 481
Marzahn-Hellersdorf 522 (+6) 496
Mitte 1372 (+26) 1270
Neukölln 1139 (+8) 1049
Pankow 846 (+0) 775
Reinickendorf 732 (+7) 665
Spandau 524 (+12) 463
Steglitz-Zehlendorf 641 (+4) 601
Tempelhof-Schöneberg 877 (+4) 820
Treptow-Köpenick 419 (+1) 403
Summe 9273 (82) 8590

17.41 Uhr: Nach drei Infektionen in Kita noch keine weiteren Fälle

Nachdem sich in einer Potsdamer Kita zwei Kinder und ein Erzieher mit dem Coronavirus infiziert haben, sind nach weiteren Tests zunächst keine neuen positiven Fälle bestätigt worden. Das teilte die Stadt am Freitag mit. Die ersten Testergebnisse bei Kindern und Erziehern der Kindertagesstätte hatten am Donnerstag zwei positive Coronafälle bestätigt. Neben dem bereits positiv auf das Coronavirus getesteten Kind haben sich ein weiteres sowie ein Erzieher mit dem Erreger Sars-CoV-2 infiziert.

Insgesamt 107 Kinder sowie fünf Erzieherinnen und Erzieher sollten getestet werden - sie gelten als Kontaktperson ersten Grades und mussten in Quarantäne. Nach Angaben der Stadt waren nicht alle Betroffenen am Mittwoch bei der Abstrichstelle erschienen. Sie wurden deshalb in den vergangenen 48 Stunden durch ein mobiles Team des Klinikums Ernst von Bergmann getestet. Die Ergebnisse der Tests werden bis zum Sonntag erwartet. Der Krippenbereich der Kita ist nach Angaben der Stadt nicht betroffen, die Kita bleibt geöffnet.

16.02 Uhr: Berliner Lehrer können sich auf Corona testen lassen

Auf das Coronavirus können sich ab kommender Woche auch symptomfreie Beschäftigte aller Berliner Schulen testen lassen. Seit Ende Juni ist dies bereits für Kita-Beschäftigte möglich. Die Tests können in der Charité-Teststelle am Campus Virchow-Klinikum im Wedding, in den drei Teststellen der Vivantes-Kliniken in Prenzlauer Berg, Tempelhof- Schöneberg und Spandau sowie im Gemeinschaftskrankenhaus Havelhöhe vorgenommen werden, wie die Bildungs- und die Wissenschaftsverwaltung am Freitag mitteilten. Die Tests sind freiwillig und für die Teilnehmer kostenfrei. Interessierte müssen einen Termin vereinbaren.

Das Testangebot für symptomfreie Beschäftigte aller Schulen in Berlin, ob staatlich oder in freier Trägerschaft, ist ein weiterer Baustein in unserem Maßnahmenpaket zur Eindämmung der Pandemie“, erklärte der Regierende Bürgermeister und Wissenschaftssenator Michael Müller (SPD). „Wir reagieren damit auf die Bedarfe in unseren Bildungseinrichtungen und bauen die Berliner Teststrategie gezielt aus.“ Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD) unterstrich, der Gesundheitsschutz des gesamten Schulpersonals sowie der Schüler liege ihr sehr am Herzen.

14.58 Uhr: Müller zu Corona-Demonstrationen: „Regeln beachten“

Vor mehreren Demonstrationen am Samstag in Berlin - unter anderem gegen Corona-Maßnahmen - hat der Regierende Bürgermeister Michael Müller an die Vernunft aller Beteiligten appelliert. „Das Demonstrationsrecht ist ein hohes Gut, das mir sehr wichtig ist“, sagte der SPD-Politiker am Freitag der Deutschen Presse-Agentur. „Ich erwarte aber, dass jeder Teilnehmer auch die Regeln beachtet und sich verantwortungsvoll verhält.“

Jeder sollte inzwischen erkannt haben, dass Corona gefährlich sei, mahnte Müller. „Die Infektions- und Todeszahlen haben dies in den vergangenen Monaten deutlich gemacht. Die Situation bleibt weiterhin ernst, das bestätigen uns auch die Wissenschaftler, und das sehen wir auch in anderen Ländern.“

13.35 Uhr: Am Sonntag noch Plätze frei in Berliner Bädern

Ein Plätzchen im Schwimmbad bei dem schönen Wetter und trotz Corona-Beschränkungen? Diesen Gedanken müssen Berliner nach Auskunft der Bäderbetriebe nicht sofort wieder verwerfen. Die Buchungslage am Sonntag sei noch völlig entspannt, sagte eine Sprecherin der Berliner Bäderbetriebe am Freitagmittag auf Anfrage. Tickets für den Samstag in besonders beliebten Bädern in zentralen Bezirken seien allerdings aber zum Teil schon ausverkauft. Generell habe sich die Situation bei den Online-Tickets nach anfänglichen Hamsterkäufen entspannt, berichtete die Sprecherin. Dazu trügen auch die Sommerferien bei.

13.30 Uhr: Zwei Corona-Fälle bei Storkower Schlachtbetrieb

Bei einem Geflügelschlachter in Storkow (Oder-Spree) sind zwei Mitarbeiter positiv auf das Coronavirus getestet worden. Damit gibt es im Landkreis nach Angaben des Gesundheitsamts derzeit vier aktive Fälle. Die beiden Mitarbeiter und ihre engen Kontaktpersonen seien umgehend isoliert worden, hieß es. Ihr Befinden werde vom Gesundheitsamt überwacht. Zur Identität der beiden machte der Landkreis keine Angaben.

13.15 Uhr: Erste Corona-Tests am Flughafen Schönefeld

Am Berliner Flughafen Schönefeld sind am Freitag die ersten Reiserückkehrer aus Risikogebieten auf das Corona-Virus getestet worden. Mit einem Tag Verspätung hat dort die Teststelle der Charité am Vormittag die Arbeit aufgenommen, wie ein Flughafensprecher sagte. Damit besteht nun an beiden Hauptstadt-Flughäfen die Möglichkeit, sich testen zu lassen.

Am Mittwoch hatten technische Probleme beim Start der Teststelle in Tegel zu längeren Wartezeiten für die Rückkehrer geführt. Die Tests in Schönefeld waren daraufhin um einen Tag verschoben worden, um ähnliche Anlaufschwierigkeiten zu verhindern.

12.40 Uhr: Scheeres wirbt bei Eltern um Geduld

Kurz vor Beginn des neuen Schuljahres hat Berlins Bildungssenatorin Sandra Scheeres bei den Eltern der Schüler um „Geduld und Pragmatismus“ geworben. Trotz Rückkehr zu einer „vorsichtigen Normalität“ spiele die Eindämmung der Corona-Pandemie in dem Schuljahr eine große Rolle, schrieb die SPD-Politikerin in einem Elternbrief.

Jede Schule habe nach landesweiten Vorgaben einen eigenen Hygieneplan entwickelt. „Das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung, regelmäßiges Händewaschen und Lüften, die Einschränkung von Kontakten und weitere organisatorische Maßnahmen werden helfen, das Infektionsrisiko an unseren Schulen so gering wie möglich zu halten.“ Dazu sei es aber nötig, dass sich Schüler an alle Regeln und Vorgaben einhalten. Scheeres appellierte an die Eltern, diese dabei zu unterstützen.

12.29 Uhr: Polizei appelliert nach illegalen Partys an Vernunft

Auch nach langwierigen Einsätzen wegen illegaler Partys in Berliner Parks will die Polizei weiter an die Vernunft der Menschen appellieren. „Es kann nicht sein, dass die Polizei die Vernunft von anderen Menschen ersetzt“, sagte Polizeisprecher Thilo Cablitz am Freitag bei Radio Eins vom RBB. Man wolle immer zunächst mit den Menschen sprechen und an das Verantwortungsbewusstsein appellieren - „auch wenn es leider nicht immer fruchtet“. Bei Partys könnten Einsatzkräfte nicht „rohe Gewalt“ walten lassen.

Mit Blick auf das Wochenende sprach Cablitz von einer „kleinen Herausforderung“ für die Polizei: Zusätzliche Kräfte würden für die möglichen Partys abgestellt, hinzu kämen mehrere Demonstrationen. Sollte es Verstöße gegen Corona-Regeln bei Demos geben, stehe die Polizei „nicht tatenlos daneben“, sondern gehe abgestuft vor, erläuterte der Sprecher.

11.10 Uhr: Elf neue Corona-Fälle in Brandenburg

Die Zahl der Corona-Infektionen in Brandenburg ist weiter leicht angestiegen. 11 neue Fälle seien gemeldet worden, teilte das Gesundheitsministerium am Freitag mit. Von Mittwoch auf Donnerstag waren bereits 12 neue Fälle registriert worden. Insgesamt sind nach Angaben (Stand: 10 Uhr) jetzt 3582 Fälle landesweit erfasst worden. Hinzu kamen seit Donnerstag fünf neue Infektionen im Landkreis Potsdam-Mittelmark, zwei im Landkreis Teltow-Fläming und jeweils eine in den Landkreise Märkisch-Oderland, Oberhavel, Oder-Spree und Ostprignitz-Ruppin.

Fünf Patienten werden derzeit im Krankenhaus behandelt. Die Zahl der Verstorbenen liegt weiterhin bei 173 Corona-Patienten. 3300 Menschen gelten als genesen. Die Zahl der Erkrankten wird auf 100 geschätzt.

10.04 Uhr: Handelsverband befürchtet Pleitewelle im Einzelhandel

Kaufzurückhaltung, verunsicherte Kunden, fehlende Touristen: Der Berliner Einzelhandel steht wegen der Corona-Pandemie vor schwierigen Zeiten. Der Hauptgeschäftsführer des Handelsverbandes Berlin-Brandenburg, Nils Busch-Petersen, befürchtet eine massive Pleitewelle im Berliner Einzelhandel. Besonders betroffen sei der Non-Food-Handel, sagte er der Tageszeitung „nd.DerTag“: „Und wir fürchten, dass bis zu einem Drittel der Geschäfte die Sache nicht überleben wird“, zitiert ihn das Blatt. Er halte darüber hinaus „nach wie vor jedes zweite Unternehmen für existenzgefährdet“.

9.56 Uhr: Geisel rechnet mit 22.000 Demonstranten

Innensenator Andreas Geisel (SPD) erwartet rund 22.000 Demonstranten in der Hauptstadt am Wochenende. Allein für die Versammlung am Sonnabend auf der Straße des 17. Juni rechne er mit etwa 10.000 Menschen, sagte Geisel im RBB-Inforadio am Freitagmorgen. Nach Polizeiangaben will dort die Initiative „Querdenken 711“ aus Stuttgart unter dem Motto „Das Ende der Pandemie - Tag der Freiheit“ demonstrieren (15.30 bis 22.00 Uhr). Mit Bussen würden die Menschen etwa aus Baden-Württemberg anreisen, sagte Geisel. Bundesweit werde mobilisiert, auch verschiedenste Neonazi-Organisationen hätten zur Teilnahme aufgerufen.

Er rechne für das Wochenende mit dem Einsatz von insgesamt rund 1500 Polizeibeamten, sagte Geisel weiter. Er sprach von einer „besonderen Herausforderung“. Man werde sehen, inwieweit es gelinge, bei derart großen Menschenmengen die Corona-Auflagen wie Abstandsregeln und die Maskenpflicht durchzusetzen.

7.01 Uhr: Polizei will am Wochenende in Parks Präsenz zeigen

An den vergangenen Wochenenden fanden in Berliner Parks immer wieder illegale Partys statt. Die Polizei will diese nun mit verstärkter Präsenz unterbinden. Allerdings sei es nicht möglich, überall zu kontrollieren, sagte ein Polizeisprecher. Die Orte würden wechseln, die Polizei sei auf eine dynamische Situation eingestellt, hieß es. Am vergangenen Wochenende hatten in der Hasenheide bis zu 3000 Menschen eng an eng gefeiert, die meisten ohne Maske.

Donnerstag, 30. Juli

Die wichtigsten Corona-News aus Berlin

140 Millionen Euro für Berliner Start-ups in Not
Beschlossen: Berlins Schüler müssen mit Masken in die Schule
Rechnungshof kritisiert Milliarden-Schulden wegen Corona
Berliner Wirtschaft steckt tief in der Krise - das sind die Gründe

20.28 Uhr: Teststationen am ZOB und Hauptbahnhof geplant

Nachdem Reiserückkehrer aus Risikogebieten sich am Flughafen auf das Coronavirus testen lassen können, soll das demnächst auch am Zentralen Omnibusbahnhof und Hauptbahnhof möglich sein. Wie der RBB berichtet, sind dort Teststationen geplant. Auf dem ZOB soll die Station auf dem Parkplatz an der Soorstraße in Kürze entstehen. Busse aus Risikogebieten sollen in einem separaten Bereich an der Soorstraße ankommen.

19.10 Uhr: 42 Neuinfektionen, alle Ampeln wieder auf Grün

In Berlin ist kein weiterer Mensch an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben. Die Zahl der Todesfälle liegt weiter bei 223. 42 neue Infektionen wurden bestätigt, 79 waren es gestern. 396 aktuelle Corona-Fälle haben wir insgesamt in Berlin, 384 waren es gestern. 8572 Menschen sind inzwischen genesen.

Die Zahl der Patienten auf den Intensivstationen beträgt 20, eine Person mehr als am Vortag. Insgesamt liegen 41 Menschen in Krankenhäusern und damit ein Patient weniger als am Vortag.

Die Berliner Corona-Ampel steht für den Bereich der Reproduktionszahl mit 0,9 wieder auf Grün. Die Werte für Neuinfektionen und die freien Intensivbetten stehen auch auf Grün.

Bezirk Fallzahl Genesen
Charlottenburg-Wilmersdorf 916 (+5) 858
Friedrichshain-Kreuzberg 746 (+6) 707
Lichtenberg 525 (+2) 478
Marzahn-Hellersdorf 516 (+1) 494
Mitte 1346 (+0) 1266
Neukölln 1131 (+4) 1049
Pankow 846 (+5) 775
Reinickendorf 725 (+5) 664
Spandau 512 (+12) 461
Steglitz-Zehlendorf 637 (+0) 601
Tempelhof-Schöneberg 873 (+1) 818
Treptow-Köpenick 418 (+1) 401
Summe 9191 (+42) 8572

17.49 Uhr: Cottbuser Nächte wegen Coronavirus-Pandemie endgültig abgesagt

Die Cottbuser Nächte fallen in diesem Jahr aus. Nach Gesprächen zwischen Vertretern der Stadt Cottbus, der Gesundheitsbehörde und dem RK Endspurt 09 Cottbus als Veranstalter des Bahnrad-Events wurde am Mittwoch die Absage beschlossen. Grund sind die Auswirkungen der Covid-19-Pandemie.

Ursprünglich sollte die dreitägige Veranstaltung nach Sechstagerennen-Art an diesem Wochenende stattfinden, war aber zunächst aufgrund der Corona-Krise auf den 25. bis 27. September verlegt worden. „Ob und wie wir im nächsten Jahr weitermachen, darüber haben wir noch nicht nachgedacht“, sagte Mildner.

16.21 Uhr: Ein weiteres Kind und ein Erzieher in Potsdamer Kita infiziert

Die ersten Testergebnisse bei Kindern und Erziehern einer Potsdamer Kindertagesstätte haben zwei weitere positive Coronafälle bestätigt. Neben dem bereits positiv auf das Coronavirus getestete Kind haben sich ein weiteres sowie ein Erzieher mit dem Erreger Sars-CoV-2 infiziert, wie die Stadt am Donnerstag mitteilte.

94 Kinder und Erzieher der Kita am Schlaatz wurden am Mittwoch getestet. Sie gelten als Kontaktperson ersten Grades und mussten in Quarantäne. Noch liegen nicht alle Testergebnisse vor, wie die Stadt weiter mitteilte. Mit weiteren Ergebnissen wird am Freitag gerechnet. Der Krippenbereich der Kita sei nicht betroffen, die Kita bleibe geöffnet.

15.39 Uhr: Berlin führt Maskenpflicht an Schulen ein

Berlin wird im Kampf gegen das Coronavirus eine Maskenpflicht an Schulen einführen. Die Regelung soll nach Ferienende in gut einer Woche für Schüler, Lehrer und andere Beschäftigte in Schulgebäuden gelten, wie Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD) am Donnerstag mitteilte. Während des Unterrichts und im Hort muss indes niemand Maske tragen. Mehr dazu lesen Sie hier.

13.22 Uhr: Maskenpflicht an Schulen - Das sagen die Parteien

Die Überlegungen von Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD) für eine Maskenpflicht an Berlins Schulen stoßen im Abgeordnetenhaus auf Zustimmung und Skepsis. Während SPD, Linke und Grüne sowie die AfD einen solchen Schritt nach Ende der Ferien im Grundsatz befürworten, übte die FDP am Donnerstag Kritik. Zwar kann auch aus ihrer Sicht eine Maskenpflicht sinnvoll sein, jedoch greife ein solches Vorgehen viel zu kurz.

Die CDU lehnt eine Maskenpflicht als einzige Maßnahme momentan ab und sprach von „Panik“. Nötig seien ein umfassendes Konzept, um am 10. August trotz Corona-Pandemie wieder mit dem Unterricht zu beginnen, und ein Plan B für den Fall eines Anstiegs der Infektionszahlen. Offene Fragen sehen auch die Grünen noch.

Die Senatsverwaltung für Bildung erwägt mit Beginn des Unterrichts nach dem Ferienende am 10. August eine Maskenpflicht in Schulen. Sie soll nicht gelten im Unterricht, in Arbeitsgemeinschaften oder im Hort. Endgültig entschieden ist noch nichts. Abgesehen davon sollen die Schulen trotz Corona-Krise wieder weitgehend im Regelbetrieb arbeiten - also mit Präsenzunterricht ohne Mindestabstand. Ausnahmen sollen für Schüler mit Vorerkrankungen gelten.

Die bildungspolitische Sprecherin der Linke-Fraktion, Regina Kittler, sprach sich für ein solches Vorgehen aus. „Masken bieten nachweislich mehr Schutz“, sagte sie der Deutschen Presse-Agentur. Sie plädierte für eine Pflicht zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes für Lehrer und die Schüler aller Jahrgänge - allerdings nicht im Unterricht. „Dort über mehrere Stunden eine Maske zu tragen, ist nicht zumutbar.“

Ähnlich äußerte sich SPD-Bildungsexpertin Maja Lasic. „Ich halte das für einen gangbaren Weg“, sagte sie. „Es ist eine schmaler Grat zwischen der Frage, was wir Lehrkräften und Schülern zumuten können, und dem Infektionsschutz.“ Der nun erwogene „Mittelweg“ an Schulen entspreche der Corona-Linie in anderen Lebensbereichen.

Die Grünen-Bildungspolitikerin Marianne Burkert-Eulitz verwies darauf, dass nur wenig Zeit zur Umsetzung einer Maskenpflicht bestehe. Skeptisch zeigte sie sich im Hinblick auf das Maske-Tragen auf dem Pausenhof. „Eine weitere Frage ist: Wie bekommt jedes Kind eine Maske?“ Nötig sei aus ihrer Sicht auch Klarheit über die Corona-Teststrategie an Schulen. Da müsse Scheeres rasch liefern.

„Wir begrüßen Masken überall dort, wo der Mindestabstand nicht eingehalten werden kann“, sagte der AfD-Gesundheitsexperte Herbert Mohr. „Auf engen Fluren sollte zum Beispiel eine Maske getragen werden, auf Schulhöfen hingegen nicht.“ Auch am Sitzplatz im Klassenraum sollten Schüler die Maske abnehmen dürfen. „Die Klassenzimmer sind aber in engen Zeitabständen gut durchzulüften.“

Ganz anders äußerte sich der CDU-Bildungsfachmann Dirk Stettner. „Ich halte eine Maskenpflicht zum jetzigen Zeitpunkt für nicht sinnvoll. Das ist Panik statt Planung.“ Aus seiner Sicht sei zum Beispiel unklar, was mit Schülern passiere, die keine Maske trügen, oder solchen, bei denen die Eltern das ablehnten. Dabei würden die Schulen alleingelassen. Aus Stettners Sicht hätte Senatorin Scheers längst einen umfassenden Plan B vorbereiten müssen. Dabei hätte auch eine Maskenpflicht eine Rolle spielen können, meinte er.

Der bildungspolitische Sprecher der FDP-Fraktion, Paul Fresdorf, sagte: „Eine Maskenpflicht in den Außenbereichen ist sinnvoll, aber noch kein Hygienekonzept!“ Es sei beschämend, dass scheinbar erst kurz vor Ferienende darüber nachgedacht werde, wie der Schulbetrieb während der Corona-Pandemie ablaufen solle. „In den Klassenräumen könnte man mit Plexiglasscheiben an den Tischen zumindest etwas Schutz bieten“, schlug Fresdorf vor. „Das hätte bereits vorbereitet sein müssen.“ Nötig sei auch ein Plan B, der einheitliche Standards für den Fernunterricht im Falle von neuen Schulschließungen festlegt.

13.20 Uhr: Im Berghain wird wieder gefeiert - aber nur im Garten

Erstmals seit Beginn der Corona-Pandemie lädt das Berghain wieder zu einer Party. Allerdings öffnet der Club dafür nicht den als „härteste Tür der Welt“ geltenden Zugang zu dem ehemaligen Fernheizwerk. Vielmehr soll an diesem Samstag und Sonntag der sonst auch im Sommer genutzte Garten des Berghain wieder mit einem DJ-Programm beschallt werden.

Für die Gartenparty mit beschränkter Gästezahl und bei gutem Wetter hat das Berghain „zum Schutz aller Gäste und Mitarbeitenden“ Hygienemaßnahmen vorgesehen. „Bitte bringt eure Masken mit, die Mund und Nase ausreichend bedecken und vermeidet direkten Kontakt mit anderen Gästen, sofern ihr nicht aus einem Haushalt kommen solltet“, schreiben die Veranstalter. Maskenpflicht herrsche am Eingang, auf der Tanzfläche und in den Toiletten. Über den Tanzfläche und in den Toiletten seien Ventilatoren angebracht, „um die Verbreitung von Aerosolen zu vermeiden“.

12.15 Uhr: Nur 10.000 Teilnehmer bei Corona-Leugner-Demo angemeldet

Eine halbe Million Menschen wollten die Organisatoren der Stuttgarter Initiative "Querdenken 711" am Sonnabend nach Berlin bringen. Das war wohl viel zu hoch gegriffen. Statt der angekündigten 500.000 Menschen sind für die Demonstration "Das Ende der Pandemie - Tag der Freiheit" nur 10.000 Teilnehmer angemeldet, wie die Polizei am Donnerstag bestätigte. Die Initiative will ab 15.30 Uhr auf der Straße des 17. Juni demonstrieren.

11.52 Uhr: Programmänderung beim Festival Young Euro Classic

Kammermusik statt Orchester aus aller Welt: Das Festival Young Euro Classic stellt sich mit seinem diesjährigen Programm auf die Einschränkungen durch die Corona-Pandemie ein. Von diesem Freitag an (bis 10. August) stellt das Festival Solisten und Ensembles aus dem Bundesjugendorchester, dem European Union Youth Orchestra sowie der Universität der Künste, der Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin und der Barenboim-Said Akademie im Konzerthaus Berlin vor. Eröffnet wird das Festival mit einem Konzert mit Werken des griechischen Komponisten Nikos Skalkottas und Felix Mendelssohn Bartholdy, wie die Veranstalter mitteilten.

10.50 Uhr: Zwölf neue Corona-Infektionen in Brandenburg

In Brandenburg steigt die Zahl neuer Corona-Infektionen wieder etwas stärker. Von Mittwoch auf Donnerstag sind zwölf neue Fälle registriert worden, wie das Gesundheitsministerium mitteilte. Neun Fälle wurden im Landkreis Potsdam-Mittelmark gemeldet, zwei in Teltow-Fläming und einer im Kreis Märkisch-Oderland.

Fünf Patienten werden derzeit im Krankenhaus behandelt. Die Zahl der Verstorbenen liegt weiterhin bei 173 Corona-Patienten. 3300 Menschen gelten als genesen. Die Zahl der Erkrankten wird auf 100 geschätzt.

9.50 Uhr: Arbeitslosigkeit in Berlin steigt auf 10,8 Prozent

In der Wirtschaftskrise verlieren immer mehr Berliner ihre Arbeit. Im Juli stieg die Zahl der Arbeitslosen aber etwas langsamer als in den Vormonaten. Sie legte um 5945 zu auf 215.305, wie die Bundesagentur für Arbeit mitteilte. Das waren knapp 59.000 mehr als vor einem Jahr. Hauptgrund seien die Folgen der Corona-Pandemie. Hinzu komme der übliche Anstieg zur Sommer- und Ferienzeit. Besonders in Dienstleistungen, Gastgewerbe, Verkehr und Lagerwirtschaft gingen Arbeitsplätze verloren.

„Wenngleich die Arbeitslosenzahlen nicht mehr so stark gestiegen sind wie im April und Mai, zeigt die Entwicklung, dass wir noch lange nicht durch sind“, sagte der Berlin-Brandenburger Agenturleiter Bernd Becking. Für eine Erholung sei es wichtig, dass es keine zweite Welle der Corona-Pandemie gebe.

Die Arbeitlosenquote in Berlin liegt nun bei 10,8 Prozent. Das sind 0,3 Prozentpunkte mehr als im Juni. Vor einem Jahr hatte die Quote noch bei 8 Prozent gelegen. Ohne die Kurzarbeit wären die Zahlen vermutlich noch schlechter.

9 Uhr: Bewohner in Flüchtlingsheim protestieren gegen Quarantäne - Polizei greift ein

Die Bewohner eines Übergangswohnheims in Stahnsdorf (Potsdam-Mittelmark) stehen unter Corona-Quarantäne. Sie dürfen seit etwa einer Woche das Gebäude nicht mehr verlassen. Das führte am Mittwoch zu Tumulten. Da einzelne Bewohner Mitarbeiter und den Wachschutz bedroht hätten, habe man die Polizei eingeschaltet, sagte Landkreissprecherin Andrea Metzler am Donnerstag.

Die Proteste begannen demnach am Mittwochmorgen und dauerten bis zum Donnerstag an. Während des fast 24-stündigen Polizeieinsatzes waren zeitweise mehr als 20 Polizisten in dem Heim. Mehrere Anzeigen wegen Verstoßes gegen das Infektionsschutzgesetz wurden nach Angaben des Landkreises aufgenommen.

Vor einer Woche war in dem Heim eine siebenköpfige Familie positiv auf das Coronavirus getestet worden. Sie wurden in einem Potsdamer Krankenhaus behandelt. Das Gesundheitsamt hatte daraufhin die Quarantäne verhängt.

Die Situation in dem Heim sei eskaliert, als der Landkreis am Mittwoch bekannt gab, dass die Quarantäne bis zum 2. August verlängert werden muss. Diese Maßnahme sei nötig, da sich weitere Bewohner mit dem Coronavirus infiziert haben. Dabei soll es sich um 13 Fälle handeln.

6 Uhr: Corona-Tests am Flughafen Schönefeld erst ab Freitag

Die freiwilligen Corona-Tests für Reiserückkehrer aus Risikogebieten am Flughafen Schönefeld sollen erst am Freitag beginnen. Ursprünglich war der Start für diesen Donnerstag vorgesehen. Zu den Gründen für die Verzögerung machten die Flughafenbetreiber und die Charité zunächst keine Angaben. Schon seit Mittwoch können sich Urlauber am Berliner Flughafen Tegel bei ihrer Rückkehr auf das Virus Sars-CoV-2 testen lassen. Auch dort verzögerte sich der Beginn um einige Stunden, weil Netzwerkprobleme behoben werden mussten, wie eine Charité-Sprecherin sagte.

Die Tests sind derzeit noch freiwillig. Wer jedoch kein negatives Ergebnis vorlegen kann, muss nach der Rückkehr in eine zweiwöchige Quarantäne. Zahlen müssen die Passagiere nichts. Voraussichtlich ab kommender Woche sollen die Tests verpflichtend werden.

Der Flughafenbetreiber rechnete am Mittwoch damit, dass sich nur wenige Rückkehrer freiwillig testen lassen werden. Pro Tag kämen in Berlin an beiden Standorten rund 2000 Passagiere aus Risikogebieten an, sagte ein Sprecher.

In Tegel betrifft das vor allem Flüge aus der Türkei, die in der Liste der Risikogebiete des Robert Koch-Instituts aufgeführt ist. In Schönefeld landen hauptsächlich Flugzeuge aus osteuropäischen Risikogebieten.

+++ Mittwoch, 29. Juli 2020 +++

Die wichtigsten Corona-News aus Berlin

Berlins Schüler müssen mit Masken in die Schule
Bezirksamt und Clubcommission suchen Open-Air-Flächen
BER-Chef: Werden Krise ohne Hilfe nicht überstehen
Berliner Busfahrer erhalten Corona-Spuckschutz

18.50 Uhr: 79 Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Berlin

In Berlin gibt es derzeit 9149 bestätigte Fälle des Coronavirus. 79 neue Infektionen wurden bestätigt, 51 waren es gestern. Die Kontaktpersonen werden weiterhin ermittelt, kontaktiert und isoliert.

4491 Personen sind männlich, 4656 weiblich. Bei zwei Personen wurde das Geschlecht nicht übermittelt. Im Krankenhaus isoliert und behandelt werden 42 Personen, davon werden 19 intensivmedizinisch behandelt. Alle anderen Personen sind häuslich isoliert.

223 an dem neuartigen Coronavirus erkrankte Patienten sind bislang verstorben. Sie staffeln sich nach Altersgruppen wie folgt: drei der Verstorbenen waren 40 bis 49 Jahre alt, zwölf 50 bis 59 Jahre alt, 24 verstorbene Patienten waren 60 bis 69 Jahre alt, 62 der Verstorbenen waren 70 bis 79 Jahre alt, 83 waren 80 bis 89 Jahre alt und 39 verstorbene Patienten waren 90 Jahre und älter. Der Altersdurchschnitt der Verstorbenen liegt bei 81 Jahren.

8542 Menschen sind inzwischen genesen

Bezirk Fallzahl Genesen
Charlottenburg-Wilmersdorf 911 (+7) 856
Friedrichshain-Kreuzberg 740 (+6) 705
Lichtenberg 523 (+10) 471
Marzahn-Hellersdorf 515 (+3) 494
Mitte 1346 (+9) 1262
Neukölln 1127 (+14) 1046
Pankow 841 (+4) 775
Reinickendorf 720 (+13) 660
Spandau 500 (+5) 460
Steglitz-Zehlendorf 637 (+5) 598
Tempelhof-Schöneberg 872 (+5) 815
Treptow-Köpenick 417 (+1) 400
Summe 9149 (+79) 8542

18.45 Uhr: Eine Corona-Ampel steht weiterhin auf Rot

In Berlin bleibt eine von drei Warnampeln in der Corona-Pandemie weiter auf Rot. Der sogenannte Reproduktionswert lag am Mittwoch bei 1,21 und damit leicht niedriger als am Vortag, wie die Senatsgesundheitsverwaltung mitteilte. In der 7-Tages-Statistik lag er bei 1,13.

Die Zahl der Neuinfektionen stieg zum Mittwoch um 79 auf 9149 Fälle. Im Krankenhaus isoliert und behandelt werden 42 Menschen, davon 19 in der Intensivmedizin. 223 mit dem neuartigen Coronavirus Infizierte sind bislang gestorben.

Der R-Wert zeigt an, wie viele Menschen ein Infizierter im Durchschnitt ansteckt. Er bezieht sich auf Infektionen vor 8 bis 13 Tagen. Bleibt der Wert länger stabil über 1, besteht die Gefahr eines wieder exponentiellen Anstiegs der Fallzahlen. Dann steckt ein Infizierter mehr als einen weiteren Menschen an.

Die Reproduktionszahl ist im Berliner Ampelsystem zur Bewertung des Infektionsgeschehens einer von drei Indikatoren: Liegt der R-Wert mindestens drei Mal in Folge über 1,2, zeigt diese Ampel Rot.

Die beiden anderen Ampeln - Neuinfektionen im Verhältnis zur Einwohnerzahl und Intensivbettenkapazität - liegen derzeit allerdings weiter im grünen Bereich.

Nach der dreiteiligen Berliner Corona-Ampel müssen dann Maßnahmen erörtert und vorbereitet werden, wenn zwei der drei Indikatoren gelb sind. Stehen zwei von drei Indikatoren auf Rot, sind Maßnahmen zur Eindämmung der Infektionen umzusetzen.

18.19 Uhr: Brandenburg verzichtet auf Maskenpflicht für Lehrer und Schüler

Zum geplanten Start des regulären Schulbetriebs nach den Sommerferien soll in Brandenburg nach bisherigem Stand keine Maskenpflicht für Lehrer oder Schüler gelten. Das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes sei als Regel nicht notwendig, wie aus einer Ergänzung zum Hygieneplan des Gesundheitsministeriums für Schulen hervorgeht, die am Mittwoch öffentlich wurde.

Dem pädagogischen Personal wird aber empfohlen, im Kontakt zu Kollegen, Eltern und anderen Besuchern, bei der Schülerbeförderung und in Pausen auf dem Schulhof Masken zu tragen, wenn der Abstand von 1,5 Meter nicht eingehalten werden kann.

17.53 Uhr: GEW zur Maskenpflicht: "Sollte den schulischen Möglichkeiten angepasst sein"

Derzeit wird geprüft, ob an Berliner Schulen das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes zur Pflicht wird. Es gebe solche Anregungen aber von Seiten einiger Schulleiter, sagte Dieter Haase aus dem Vorstand der Berliner GEW. „Das kann in den höheren Klassen, Sekundarstufe I und II, relativ einfach durchgesetzt werden. Es sollte aber den schulischen Möglichkeiten angepasst sein.“

Grundsätzlich sieht Haase das Maskentragen in der Schule positiv und befürwortet auch, dass eine gesetzliche Grundlage dafür geschaffen wird, es verpflichtend zu machen. Allerdings sei es keine gute Idee, sie verbindlich für alle Schule anzuordnen.

17.01 Uhr: Corona-Hilfe für Start-ups angelaufen

Berliner Start-ups können sich seit Mittwoch um staatliche Hilfe in der Coronakrise bemühen. 140 Millionen Euro stehen für junge Unternehmen und kleine Mittelständler bereit, die unverschuldet in einen Finanzierungsengpass geraten sind, wie die Investitionsbank Berlin mitteilte. Man sei zuversichtlich, bis zu 150 Berliner Start-ups zu stabilisieren und auf Wachstumskurs zu halten.

Die Firmen können über Beteiligungen und Wandeldarlehen bis zu 800.000 Euro beantragen, wenn sie 20 Prozent private Mittel beschaffen können. Der Bund trägt rund 70 Prozent des Risikos, Berlin 30 Prozent.

15.46 Uhr: Maskenpflicht an Schulen wird vorbereitet

Ab dem 10. August soll der Schulbetrieb in Berlin mit Beginn des neuen Schuljahres wieder vollumfassend aufgenommen werden. Über eine Maskenpflicht in den Schule für Lehrer und Schüler wird derzeit diskutiert. „Wir sind noch nicht zu einem abschließenden Ergebnis gekommen“, so Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD) „aber es geht nach Rücksprache mit Wissenschaftlern in die Richtung, dass das Tragen von einem Mund-Nasen-Schutz außerhalb der Klassenräume in Fluren, im Treppenhaus, in den Pausen und in den Gemeinschaftsräumen gelten soll.“

15.29 Uhr: Corona-Fälle in Neuköllner Kneipe - Gäste melden sich - Bar selbstkritisch

Trotz falsch oder unvollständig hinterlegter Kontaktdaten haben sich nach dem Bekanntwerden von Corona-Infektionen in der Neuköllner Kneipe "Brauhaus Neulich" weitere Besucher bei den Behörden gemeldet. Es hätten einige Menschen auch aus anderen Bezirken angerufen, sagte ein Mitarbeiter des Bezirksamts Neukölln. Die Zahl der positiv getesteten Menschen habe sich bisher nicht weiter erhöht, es dauere bis zum Vorliegen der Ergebnisse.

Das Gesundheitsamt hatte am Dienstag erklärt, 18 Fälle stünden mit dem "Brauhaus Neulich" im Schillerkiez in Zusammenhang. Menschen, die zwischen dem 16. und 18. Juli dort waren, wurden um Kontaktaufnahme zum Gesundheitsamt gebeten. Das Lokal erklärte in einer Stellungnahme im Internet, Gäste auf die Registrierung per QR-Code oder Link hingewiesen zu haben. „Dabei haben wir sehr stark auf die Eigenverantwortung der Gäste gesetzt - was sich im Nachhinein nun leider als Fehler erwiesen hat“, hieß es.

„Durch die vielen Lockerungen der letzten Zeit und die allgemeine Stimmung in Berlin ist wohl auch in unserer Location sehr schnell ein falsches Bild entstanden“, das den Ernst der Lage untergraben habe. „Wir möchten uns deshalb auch noch mal aus tiefstem Herzen bei allen entschuldigen, die dadurch gefährdet worden sind!“ Nach freiwilliger Schließung wolle man mit einem strengeren Konzept weitermachen.

15.06 Uhr: Zu wenig Lehrer - GEW sieht schwarz für den Schulstart

Die Lehrergewerkschaft GEW geht davon aus, dass zum Beginn des neuen Schuljahres in eineinhalb Wochen weiter Lehrermangel herrscht. Das Problem ist nicht neu. In diesem Sommer kommt hinzu, dass Lehrkräfte, die während der Corona-Krise wegen ihrer Vorerkrankungen zur Risikogruppe zählen, nicht vor der Klasse unterrichten werden.

„Die fehlen natürlich“, sagte Dieter Haase aus dem Vorstand der Berliner GEW. „Ich gehe davon aus, dass mindestens 15 Prozent der Lehrkräfte dazu gehören.“ Insgesamt sei die Situation so schwierig wie seit Jahren nicht mehr. „Wir haben die Talsohle erreicht“, sagte Haase.

Die exakten Daten will die Bildungsverwaltung voraussichtlich kommende Woche vorstellen. Haase zufolge sind für das neue Schuljahr 2500 Stellen zu besetzen. Es seien aber nur rund 2500 Personen eingestellt worden, die nicht alle voll arbeiten. Quereinsteiger etwa seien außerdem in der Ausbildung und unterrichteten deutlich weniger. Sein Fazit: „Es fehlen um die 300 Stellen. Und da sind noch nicht die 15 Prozent eingerechnet, die wegen Risikofaktoren nicht in der Schule sein werden.“

13.22 Uhr: Teststation in Tegel erst am Mittag einsatzbereit

Nach Anlaufschwierigkeiten haben sich am Mittwoch die ersten Reiserückkehrer aus Risikogebieten am Berliner Flughafen Tegel auf das Corona-Virus testen lassen. Rund 20 Menschen mussten nach ihrer Landung aus der Türkei zunächst einige Stunden darauf warten, bis die Teststelle der Charité am Terminal A fertig aufgebaut war und am Mittag öffnen konnte.

Die Tests sind zunächst freiwillig. Wer jedoch kein negatives Ergebnis vorlegen kann, muss in eine zweiwöchige Quarantäne. Zahlen müssen die Passagiere nichts. Am Donnerstag soll auch auf dem Flughafen Schönefeld eine Teststelle öffnen.

12.59 Uhr: Sarah Wiener nach Insolvenz: „Habe der Politik nichts vorzuwerfen“

Trotz der Insolvenz ihrer Restaurants und ihres Catering-Services steht Fernsehköchin Sarah Wiener (57) hinter den coronabedingten Beschränkungen für ihre Branche. „Ich habe der Politik insgesamt mit Blick auf Corona nichts vorzuwerfen“, sagte sie dem Magazin „Stern“. Ihr sei Gesundheit wichtiger als Geld. „Ich bin froh, in einem Land zu leben, in dem Wirtschaft nicht alles ist.“ Ein Ende der Pandemie sei nicht abzusehen und alles andere als eine Insolvenz wäre aus ihrer Sicht fahrlässig gewesen, sagte Wiener. „Ich kann nur immer mehr Schulden machen, wenn ich die irgendwann abzahlen kann.“ Sie räume lieber aufrecht das Feld.

12.57 Uhr: Berliner Busfahrer erhalten Corona-Spuckschutz

Bis zum Jahresende sollen die Berliner bei allen Linienbussen wieder vorne einsteigen können. Die dafür geplanten Schutzscheiben für Busfahrer kosten die Berliner Verkehrsbetriebe voraussichtlich einen Millionenbetrag. 1800 bis 2400 Euro werden für das Sicherheitsglas bei zwei Busmodellen fällig, für drei weitere ist der Preis noch offen, wie ein Unternehmenssprecher am Mittwoch mitteilte.

Seit Mitte März ist für Fahrgäste beim Bus die erste Tür tabu. Um die Ansteckungsgefahr mit dem neuartigen Coronavirus zu senken, wurden die vorderen Bereiche mit Folien abgetrennt. Im Juni kündigte die BVG an, bis Jahresende einen Spuckschutz für die Fahrer in rund 1400 Busse einzubauen. Das soll den Kontakt zu den Fahrgästen wieder ermöglichen. Kunden können dann auch wieder Fahrkarten im Bus kaufen.

12.44 Uhr: Tausende wollen am Wochenende demonstrieren

Die Berliner Polizei bereitet sich am Wochenende auf viele Demonstrationen vor. Die größte Veranstaltung ist für den Sonnabend auf der Straße des 17. Juni in Mitte angesagt. Nach Angaben der Polizei wurde die Demonstration mit 10.000 Teilnehmern von der Stuttgarter Initiative „Querdenken 711“ angemeldet. Die Veranstaltung, ein Treffen von Verschwörungstheoretikern und Rechtsextremen, wird ihren Anfang auf der Straße Unter den Linden finden. Das Bündnis „Gegen Antisemitismus und Rassismus“ wird sich in der Zeit von 14 bis 20 Uhr auf dem Platz der Luftbrücke zu einer Kundgebung versammeln. Angemeldet sind 400 Teilnehmer.

12.28 Uhr: 250 Jugendliche feiern im Volkspark Friedrichshain

Gegen 0.40 Uhr, hatten sich etwa 250 Jugendliche im Volkspark Friedrichshain versammelt. „Die ersten Polizeikräfte vom zuständigen Abschnitt 51 wurden bei ihrem Eintreffen vereinzelt mit Flaschen beworfen“, sagte ein Polizeisprecher. „Die Jugendlichen waren zum Teil stark alkoholisiert.“ Die Abstandsregeln wurden laut Polizei nicht eingehalten. Eine Einsatzhundertschaft und Hundeführer räumten den Park. Zuvor hatte die Polizei das Feiergelände mit Scheinwerfern taghell erleuchtet. Um 1 Uhr begann die Polizei mit der Räumung, gegen 2.15 Uhr war wieder Ruhe im Volkspark Friedrichshain. Wegen vermutlicher Beleidigungen wurden die Personalien von zwei Personen aufgenommen.

12.26 Uhr: Illegale Party in der Hasenheide aufgelöst

Die Berliner Polizei musste am Dienstagabend gegen 19.50 Uhr eine Party in der Hasenheide in Neukölln auflösen. In der Spitze hätten dort etwa 1200 Personen gefeiert und getanzt. Aus Richtung Tempelhofer Feld gab es nach Angaben der Polizei einen regen Zustrom. Die Polizei ließ die Musik ausschalten, sprach die Tanzenden an und forderte sie auf, die Hasenheide zu verlassen. Mit der Unterstützung einer Einsatzhundertschaft und Hundeführern wurden die Feiernden aus der Grünanlage begleitet. Das sei unproblematisch geschehen, hieß es von Seiten der Polizei. Gegen 21 Uhr war dieser Einsatz beendet, die Polizei bleib aber präsent, um eine mögliche Rückkehr der Partygäste zu unterbinden.

10.54 Uhr: Rechnungshof kritisiert Nachtragshaushalt mit neuen Schulden

Der Berliner Rechnungshof hat den im Juni verabschiedeten Nachtragshaushalt kritisiert, der wegen der Corona-Krise sechs Milliarden Euro neue Schulden vorsieht. Die Dimension der Kreditaufnahme sei nicht hinreichend begründet, schreibt Rechnungshofpräsidentin Karin Klingen in einer am Mittwoch veröffentlichten Stellungnahme für das Abgeordnetenhaus. „Es wird nicht erkennbar, inwieweit die Kredite zur Finanzierung pandemiebedingter Ausgaben bzw. zum Ausgleich von Steuermindereinnahmen verwendet werden sollen.“

10.17 Uhr: BER-Chef - Werden Krise ohne Unterstützung nicht überstehen

Drei Monate vor der Eröffnung pocht der Berliner Flughafen BER auf finanzielle Hilfe. „Uns geht es jetzt wie allen großen Unternehmen, (...) dass wir die Krise ohne Unterstützung nicht überstehen werden“, sagte der Chef der Berliner Flughäfen, Engelbert Lütke Daldrup, am Mittwoch im ZDF-„Morgenmagazin“. An dem Konzept, den BER im Jahr 2023/2024 in die schwarzen Zahlen zu führen, könne nicht festgehalten werden. Nach dem beispiellosen Einbruch des Luftverkehrs in der Corona-Krise hatte die Flughafengesellschaft vergangene Woche bereits angekündigt, 400 Stellen zu streichen.

6.09 Uhr: Offener Brief: Gastronomen aus Mitte fordern Lockerungen

Gastronomen des Weinbergwegs in ­Mitte fühlen sich von der Politik im Stich gelassen. Während Restaurantbesitzer in anderen Bezirken die Außenbestuhlung auf Parkplätze und Gehwege ausweiten dürfen, um mehr Personen bedienen zu können, geht das Ordnungsamt Mitte „rigoros“ gegen Verstöße am Weinbergsweg vor. So ist zumindest die Auffassung der Wirte. Sie fürchten deshalb, die fehlenden Umsätze der vergangenen Monate nicht annähernd ausgleichen zu können. Aus Sorge wenden sich 13 Lokalbetreiber in einem offenen Brief an den Regierenden Bürgermeister. Darin fordern sie Michael Müller (SPD) auf, eine bezirksübergreifende Erleichterung für die Gastwirte zu schaffen. >> Zum ausführlichen Artikel.

6.04 Uhr: Jeder fünfte Corona-Krankenhauspatient stirbt

Jeder fünfte Patient, der wegen Corona im Krankenhaus behandelt werden muss, stirbt an den Folgen der Krankheit. Das ist das Ergebnis einer Studie der TU Berlin in Zusammenarbeit mit dem Wissenschaftlichen Institut der AOK und der Deutschen Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin.

Bei Patienten, die künstlich beatmet werden müssen, liegt die Sterblichkeit deutlich höher. Hier überlebt jeder zweite Patient die Krankheit nicht. Die TU untersuchte für die Studie 10.000 Patienten mit bestätigter Covid-19-Diagnose, die vom Februar bis zum April in deutschen Krankenhäusern aufgenommen und behandelt wurden. Das Durchschnittsalter der Patienten lag bei 68 Jahren. >> Zum ausführlichen Artikel.

+++ Dienstag, 28. Juli +++

Die wichtigsten Corona-News aus Berlin

Neuer Corona-Ausbruchs in Neukölln
Corona-Tests in Tegel ab Mittwoch - Schönefeld ab Donnerstag
Charité arbeitet an Corona-Test-Kits für Zuhause

19.38 Uhr: 333 aktuelle Corona-Fälle - R-Wert bei 1,40 - Ampel springt auf Rot

In Berlin ist kein weiterer Mensch an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben. Die Zahl der Todesfälle liegt weiter bei 223. 51 neue Infektionen wurden bestätigt, 19 waren es gestern. 333 aktuelle Corona-Fälle haben wir insgesamt in Berlin, 314 waren es gestern. 8514 Menschen sind inzwischen genesen.

Die Zahl der Patienten auf den Intensivstationen beträgt 19, sowie am Vortag. Insgesamt liegen 39 Menschen in Krankenhäusern und damit 4 Patienten weniger als am Vortag.

Die Berliner Corona-Ampel steht für den Bereich der Reproduktionszahl mit 1,40 auf Rot. Der R-Wert zeigt an, wie viele Menschen ein Infizierter im Durchschnitt ansteckt. Die Werte für Neuinfektionen und die freien Intensivbetten stehen auf Grün.

Bezirk Fallzahl Inzidenz Genesen
Charlottenburg-Wilmersdorf 904 (+5) 263,1 855
Friedrichshain-Kreuzberg 734 (+4) 252,8 704
Lichtenberg 513 (+0) 174,4 468
Marzahn-Hellersdorf 512 (-1) 189,7 492
Mitte 1337 (+14) 346,6 1260
Neukölln 1113 (+9) 337,4 1039
Pankow 837 (+2) 204,5 773
Reinickendorf 707 (-1) 265,4 658
Spandau 495 (+10) 201,9 456
Steglitz-Zehlendorf 635 (+3) 204,8 598
Tempelhof-Schöneberg 867 (+5) 247,0 812
Treptow-Köpenick 416 (+1) 152,0 399
Berlin 9070 (+51) 240,6 8514

17.48 Uhr: Senat will mehr lokal produzierte Masken

Berlins Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) sprach sich am Dienstag bei einem Besuch des Maschinenbauunternehmens Jonas & Redmann in Moabit dafür aus, die Produktion von Schutzausrüstung künftig verstärkt lokal zu organisieren. Die Nachfrage werde weiter steigen. „Wir haben großes Interesse daran, mehr Masken und andere Dinge in Berlin zu produzieren und auch zu verbrauchen“, sagte Kalayci im Gespräch mit Firmenchef Lutz Redmann. Die Senatorin plädierte zudem auch für eine gesetzliche Verpflichtung von Arbeitgebern, etwaige Schutzausrüstung für die eigenen Mitarbeiter vorzuhalten.

12.50 Uhr: Gäste infizieren sich in Neuköllner Brauhaus mit Corona

In Neukölln haben sich im Brauhaus Neulich mindestens 18 Gäste mit dem Corona-Virus infiziert. Der Bezirk ruft weitere Besucher dazu auf, sich beim Gesundheitsamt zu melden. Die Kontraktlisten wurden nur unvollständig geführt. Alles zu dem jüngsten Corona-Ausbruch lesen Sie HIER!

8.18 Uhr: Schulleiterin: Abstandhalten im Normalbetrieb nicht möglich

Nach Einschätzung einer Grundschulleiterin aus Neukölln wird es nach den Sommerferien an Berliner Schulen kein Abstandhalten mehr geben. „Eine Schule mit Hunderten von Kindern und Erwachsenen“ sei im Vollbetrieb mit Abstandsregeln nicht vorstellbar, sagte Astrid-Sabine Busse, die dem Interessensverband der Berliner Schulleitungen angehört, am Dienstag im RBB-Inforadio.

Ab dem 10. August sollen Schulen in Berlin wieder zum Regelbetrieb zurückkehren. Busse kann nachvollziehen, dass es für die Schüler keine Maskenpflicht gibt: „Ich stelle es mir sehr schwer vor, dass Kinder acht Stunden lang mit Maske in der Schule sitzen.“

Corona-Abstrich selbst nehmen? - Charité arbeitet an Kits für Zuhause

Experten der Charité wollen einen Corona-Abstrich zum Selbermachen anbieten. „Wir arbeiten an der Überprüfung eines Zungen-Wangen-Nasenvorhof-Abstrichs, den Erwachsene bei sich selbst anwenden können oder Eltern bei ihren Kindern“, sagte der Kommissarische Direktor des Charité-Instituts für Tropenmedizin und Internationale Gesundheit, Frank Mockenhaupt.

5 Uhr: Bisher über 500 Millionen Euro aus Corona-Rettungsschirm bewilligt

Der Corona-Rettungsschirm für Brandenburg in Höhe von bis zu zwei Milliarden Euro ist bisher noch deutlich gefüllt. Bis zum vergangenen Freitag seien Ausgaben von 513,2 Millionen Euro bewilligt worden, berichtete das Finanzministerium in Potsdam. Dabei handle es sich um Landesmittel, beispielsweise für die Erstattung von Kita-Elternbeiträgen, den Ausgleich kommunaler Mehrausgaben, die Grenzpendler-Pauschale oder den Rettungsschirm für die soziale Infrastruktur, sagte Ministeriumssprecher Ingo Decker. Mit weiteren Einwilligungen werde gerechnet.

+++ Montag, 27. Juli 2020 +++

19.05 Uhr: 9019 Corona-Fälle in Berlin - Zahl steigt um 19

Die Zahl der bestätigten Coronavirus-Infektionen in Berlin ist von Sonntag auf Montag um 19 auf nun 9019 Fälle gestiegen. Dies teilte am Abend die Senatsgesundheitsverwaltung mit. Im Krankenhaus isoliert und behandelt werden demnach 43 Personen, davon werden 19 intensivmedizinisch betreut - am Vortag war es noch jeweils ein Mensch mehr.

Wie schon am Vortag sind bis zum Montag keine weiteren Menschen im Zusammenhang mit der Erkrankung Covid-19 gestorben. Insgesamt starben seit Beginn der Pandemie 223 Menschen mit Covid-19 in Berlin.

Die Corona-Ampel steht laut Gesundheitsverwaltung weiterhin bei allen drei Indikatoren auf Grün. Allerdings lag die Reproduktionszahl, die angibt, wie viele Menschen im Schnitt von einem Infizierten angesteckt werden, bei 1,57 und damit über dem vom Senat bestimmten Grenzwert 1,2. Wird dieser Wert an drei Tagen in Folge überschritten, springt die Ampel bei diesem Indikator auf Gelb. Schon am Sonntag lag die Reproduktionszahl in Berlin bei 1,42.

17.20 Uhr: Weitere Kontaktpersonen von infizierten Mallorca-Urlaubern ermittelt

Nachdem eine vierköpfige Familie aus Cottbus bei ihrer Rückkehr aus einem Mallorca-Urlaub positiv auf das Coronavirus getestet wurde, sind insgesamt acht Kontaktpersonen ermittelt worden. Das teilte die Stadt am Montag mit. Alle seien negativ auf das Virus getestet worden, ständen aber vorsorglich unter häuslicher Quarantäne.

Das Ehepaar mit zwei Töchtern war am Sonntag vor einer Woche von einem Urlaub auf Mallorca nach Cottbus zurückgekehrt. Ein von einem Arbeitgeber veranlasster Routinetest fiel positiv aus. Die Familie ist derzeit in Quarantäne - wie die bereits feststehenden Menschen, die mit ihr in Kontakt waren. Wo sich die Familie infiziert hat, ist bisher unklar.

11.58 Uhr: Clubs suchen weiter Grünflächen für erlaubte Open-Air-Partys

Die Berliner Clubs sind weiter auf der Suche nach Grünflächen für legale Open-Air-Partys. Wirtschaftssenatorin Ramona Pop hat Berlins Bezirksbürgermeister bereits in der ersten Julihälfte um Hilfe dabei gebeten. Die Clubcommission Berlin, das Netzwerk der Clubbetreiber, hat gleichzeitig Vorschläge für geeignete Flächen in fast allen Bezirken von Spandau bis Treptow-Köpenick gemacht. „Bisher gibt es noch keinen offiziellen Rücklauf“, hieß es dazu am Montag aus der Wirtschaftsverwaltung.

11.51 Uhr: Corona-Ausbruch in Gemüsehandel in Lichtenberg

Dilek Kalayci schilderte im Gesundheitsausschuss, dass die aktuellen Ausbrüche zügig beherrscht wurden - mit schnellem Testen und Quarantäne. Inzwischen sei man „sehr sensibilisiert“, was Arbeitsplätze und die Nicht-Einhaltung von Hygieneregeln angeht. Betroffen sei etwa ein Frischgemüseunternehmen in Lichtenberg mit mehr als 70 Beschäftigten, die größtenteils in Brandenburg im Kreis Barnim wohnten, so Kalayci. Dort würden die klassischen Maßnahmen getroffen. Die aktuelle Zahl der Infizierten in dem Fall wurde nicht genannt.

Außerdem erwähnte die Senatorin eine betroffene Flüchtlingsunterkunft in Lichtenberg sowie erste Infektionen bei Reiserückkehrern: eine Familie mit sieben Personen aus Spandau, die über den Flughafen Schönefeld aus dem Urlaub zurückgekommen sei. Details zu dem Fall wie das Land, aus dem die Familie einreiste, nannte sie nicht.

11.35 Uhr: Senatorin - Über 50 Prozent der Infektionen in Privathaushalten

Mehr als die Hälfte der Corona-Infektionen geschehen nach Angaben von Berlins Gesundheitssenatorin im Bereich privater Haushalte. Es gehe zum Beispiel um Familienfeiern und andere Zusammenkünfte, erklärte die SPD-Politikerin Dilek Kalayci am Montag im Gesundheitsausschuss des Abgeordnetenhauses. Das sei ein Umstand, an den man schwer rankomme.

11.18 Uhr: Gesundheitssenatorin Kalayci fordert härtere Strafen bei Corona-Verstößen

Die Verstöße gegen die Corona-Regeln bei illegalen Partys und in Lokalen in den vergangenen Tage hätten gezeigt, dass mehr Kontrollen erforderlich seien, sagte Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD). „Zudem müssen wir mehr Bußgelder verhängen und das das maximal mögliche Bußgeld auch durchsetzen“, so die Senatorin weiter. Sollten die Verstöße gegen die Corona-Verordnungen nicht deutlich sinken, müsse zudem auch über eine Erhöhung der möglichen Bußgelder nachgedacht werden. Mehr dazu lesen Sie HIER!

11.10 Uhr: Ein neuer Corona-Fall in Brandenburg

Das zweite Mal in Folge ist in Brandenburg innerhalb eines Tages nur ein bestätigter Corona-Fall neu gemeldet worden. Er wurde im Landkreis Teltow-Fläming registriert, wie das Gesundheitsministerium mit Stand 8.00 Uhr berichtete. Insgesamt sind dort 185 bestätigte Infektionen gemeldet. Auch am Sonntag gab es laut Ministerium nur einen gemeldeten Fall, aus dem Landkreis Oder-Spree. Seit März sind damit offiziell 3545 Menschen in Brandenburg mit dem Erreger Sars-CoV-2 infiziert worden, 173 Menschen starben im Zusammenhang an oder mit dem Virus. Die Zahl der Erkrankten liegt unverändert bei etwa 90. Aktuell werden fünf Menschen im Krankenhaus behandelt, davon werden zwei intensivmedizinisch beatmet. 3280 Menschen gelten als genesen.

10.55 Uhr: Kalayci: „Gewisse Nachlässigkeit“ bei Corona-Regeln in Gaststätten

Nach den Corona-Fällen im Zusammenhang mit einer Bar in Berlin-Mitte hat Berlins Gesundheitssenatorin zum Einhalten der Hygieneregeln in der Gastronomie aufgerufen. Die Betreiberinnen und Betreiber hätten eine große Verantwortung für ihre Gäste und die ganze Stadt, mahnte Dilek Kalayci (SPD) im Gesundheitsausschuss des Abgeordnetenhauses. Im Bereich Gaststätten sehe sie eine „gewisse Nachlässigkeit“ im Umgang mit den Regeln.

Die vom Bezirk berichteten Verstöße in der Bar in Mitte wie unvollständige Kontaktlisten, die in der Vorwoche bekannt geworden waren, bezeichnete Kalayci als „eklatant“. Auf Nachfragen von Ausschussmitgliedern bekräftigte sie, es seien mehr Kontrollen und mehr Bußgelder gefragt. Dieses Signal bräuchten einige in der Stadt. Auch für eine Erhöhung der Bußgelder zeigte sich die Senatorin grundsätzlich offen.

10.26 Uhr: Kalayci über Hasenheide-Partys: „Ich verstehe diese Menschen nicht“

Nach den Partys im Volkspark Hasenheide in Neukölln rechnet Berlins Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci mit Konsequenzen. Sie gehe fest davon aus, dass der Bezirk Ordnungswidrigkeiten verfolge, sagte die SPD-Politikerin am Montag im Gesundheitsausschuss des Abgeordnetenhauses. Die Partys bezeichnete Kalayci als „nicht hinnehmbar“ und „illegal“, etwa mit Blick auf den Schutz der Grünanlagen und den Immissionsschutz.

Die Veranstalter, die das Equipment dorthin brachten, müssten ausfindig gemacht werden. Alle Verstöße zusammengerechnet, ergebe sich eine „beträchtliche Summe“, sagte sie. Dies gelte es durchzusetzen. Über die Partyteilnehmer sagte sie: „Ich verstehe diese Menschen nicht.“ Sie schauten wohl keine Nachrichten oder bekämen vom Weltgeschehen nichts mit. „Pandemiezeit ist keine Partyzeit“, bekräftigte sie. Nicht umsonst seien die Clubs als erstes geschlossen worden.

10.10 Uhr: Kopfschütteln über „Partyexzesse“ und Regel-Verstöße

Mehrere Mitglieder des Berliner Gesundheitsausschusses haben das Verhalten mancher Menschen in der Corona-Krise angeprangert. Der SPD-Politiker Thomas Isenberg etwa sagte, für „Partyexzesse“ wie zuletzt in der Hasenheide habe er nur Kopfschütteln übrig. Von Erwachsenen hätte er demnach rationaleres Verhalten erwartet. Alle müssten sich einschränken. Weitere Ausschussmitglieder monierten außerdem, dass etwa in der Gastronomie und quer durch die Gesellschaft Corona-Regeln nicht eingehalten würden und es zu wenige Kontrollen gebe. In dem Neuköllner Park hatten illegale Partys in der Nacht zum Sonntag zu stundenlangen Polizeieinsätzen geführt.

9.53 Uhr: Warnung vor Verschlechterung der Corona-Lage in Berlin

Berlins Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci hat in der Corona-Krise Vorsicht angemahnt. Man müsse sehr wachsam sein, damit sich die Lage nicht drastisch verschlechtere, sagte die SPD-Politikerin am Montag in einer Sondersitzung des Gesundheitsausschusses im Abgeordnetenhaus. Trotz derzeit relativ niedriger Infektionszahlen gebe es in Berlin keinen Anlass, sich zurückzulehnen.

Derzeit sei zu sehen, dass die Pandemie keine Pause mache, sagte die Senatorin. Manche Länder erlebten zweite und dritte Wellen und führten neue Eindämmungsmaßnahmen ein. Weltweit herrsche eine „sehr besorgniserregende Lage“, so Kalayci. Was in anderen Ländern passiere, solle eine Mahnung auch für Berlin sein, sagte sie - und warnte vor länderübergreifenden Infektionsketten.

Wie Kalayci ausführte, liegt der sogenannte R-Faktor in Berlin bei 1,42 und damit wie im Bund „sichtbar über 1“: Das sei eine Vorwarnung, wie die Neuinfektionszahlen steigen könnten, sagte Kalayci. Die sogenannte Reproduktionszahl gibt an, wie viele Menschen ein Infizierter im Schnitt ansteckt. Angestrebt werden Werte unter 1, um die Pandemie abzubremsen. In den vergangenen sieben Tagen wurden laut der Senatorin 215 neue Fälle in Berlin erfasst.

9.42 Uhr: Kalayci verteidigt freiwillige Corona-Tests für Urlaubsrückkehrer

In der Diskussion um eine mögliche Corona-Testpflicht für Rückkehrer aus Risikogebieten hat sich die Vorsitzende der Gesundheitsministerkonferenz, Dilek Kalayci, für weiterhin freiwillige Tests ausgesprochen. Die Reisenden seien „ja erst mal nur ein Verdachtsfall“, sagte die Berliner Gesundheitssenatorin am Montag im ZDF Morgenmagazin. „Einen Test vorzunehmen ist schon ein starker Eingriff in die Intimsphäre beziehungsweise in die körperliche Unversehrtheit“, sagte die SPD-Politikerin.

Auslandsurlauber, die in häuslicher Quarantäne seien, müssten sich zudem auf stichpunktartige Kontrollen einstellen. Darauf haben sich die Gesundheitsminister der Länder geeinigt, sagte Kalayci. Dafür sollen künftig auch die Daten der Fluggäste, etwa Aussteigerkarten, an die Gesundheitsämter weitergeleitet werden.

8.24 Uhr: Corona-Tests ab dieser Woche an Flughäfen

An den Flughäfen Tegel und Schönefeld werden ab dieser Woche kostenlose Corona-Tests für Reisende aus Risikogebieten angeboten. Für Rückkehrer sind diese Tests freiwillig. Falls man keinen negativen Test nachweisen kann, muss man in häusliche Quarantäne. Die Rückkehrer aus Nicht-Risikoländern können sich innerhalb von 72 Stunden kostenlos in einer Arztpraxis oder beim Gesundheitsamttesten lassen.

8 Uhr: Wir starten ein neues Corona-Blog für Berlin

Alle bisherigen Nachrichten und Entwicklungen zum Coronavirus in Berlin und Brandenburg lesen Sie in unserem vorangegangenen Newsblog.

Coronavirus in Berlin - Das müssen Berliner wissen: