Corona-Newsblog in Berlin

Dilek Kalayci warnt vor Verschlechterung der Corona-Lage

9000 Coronavirus-Infektionen sind in Berlin derzeit gemeldet. Alle aktuellen Entwicklungen und Zahlen im Blog.

WHO warnt vor weltweit neuen Corona-Hotspots.

Neue Infektionsherde entstehen im Balkan, Israel, Australien, Südafrika und in Peru. Die WHO warnt vor Fahrlässigkeit und schnellen Lockerungen. Doch besonders ärmere Länder sind durch wirtschaftlichen Druck gezwungen den Lockdown zu lockern.

Beschreibung anzeigen

Berlin. In unserem Newsticker berichten wir laufend über die Corona-Lage in Berlin und Brandenburg. Aktuelle Informationen zur Corona-Pandemie in Deutschland, Europa und der Welt finden Sie in diesem Newsblog.

10.10 Uhr: Kopfschütteln über „Partyexzesse“ und Regel-Verstöße

Mehrere Mitglieder des Berliner Gesundheitsausschusses haben das Verhalten mancher Menschen in der Corona-Krise angeprangert. Der SPD-Politiker Thomas Isenberg etwa sagte, für „Partyexzesse“ wie zuletzt in der Hasenheide habe er nur Kopfschütteln übrig. Von Erwachsenen hätte er demnach rationaleres Verhalten erwartet. Alle müssten sich einschränken. Weitere Ausschussmitglieder monierten außerdem, dass etwa in der Gastronomie und quer durch die Gesellschaft Corona-Regeln nicht eingehalten würden und es zu wenige Kontrollen gebe. In dem Neuköllner Park hatten illegale Partys in der Nacht zum Sonntag zu stundenlangen Polizeieinsätzen geführt.

9.53 Uhr: Kalayci warnt vor Verschlechterung der Corona-Lage

Berlins Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci hat in der Corona-Krise Vorsicht angemahnt. Man müsse sehr wachsam sein, damit sich die Lage nicht drastisch verschlechtere, sagte die SPD-Politikerin am Montag in einer Sondersitzung des Gesundheitsausschusses im Abgeordnetenhaus. Trotz derzeit relativ niedriger Infektionszahlen gebe es in Berlin keinen Anlass, sich zurückzulehnen.

Derzeit sei zu sehen, dass die Pandemie keine Pause mache, sagte die Senatorin. Manche Länder erlebten zweite und dritte Wellen und führten neue Eindämmungsmaßnahmen ein. Weltweit herrsche eine „sehr besorgniserregende Lage“, so Kalayci. Was in anderen Ländern passiere, solle eine Mahnung auch für Berlin sein, sagte sie - und warnte vor länderübergreifenden Infektionsketten.

Wie Kalayci ausführte, liegt der sogenannte R-Faktor in Berlin bei 1,42 und damit wie im Bund „sichtbar über 1“: Das sei eine Vorwarnung, wie die Neuinfektionszahlen steigen könnten, sagte Kalayci. Die sogenannte Reproduktionszahl gibt an, wie viele Menschen ein Infizierter im Schnitt ansteckt. Angestrebt werden Werte unter 1, um die Pandemie abzubremsen. In den vergangenen sieben Tagen wurden laut der Senatorin 215 neue Fälle in Berlin erfasst.

9.42 Uhr: Kalayci verteidigt freiwillige Corona-Tests für Urlaubsrückkehrer

In der Diskussion um eine mögliche Corona-Testpflicht für Rückkehrer aus Risikogebieten hat sich die Vorsitzende der Gesundheitsministerkonferenz, Dilek Kalayci, für weiterhin freiwillige Tests ausgesprochen. Die Reisenden seien „ja erst mal nur ein Verdachtsfall“, sagte die Berliner Gesundheitssenatorin am Montag im ZDF Morgenmagazin. „Einen Test vorzunehmen ist schon ein starker Eingriff in die Intimsphäre beziehungsweise in die körperliche Unversehrtheit“, sagte die SPD-Politikerin.

Rückkehrer aus dem Auslandsurlaub können sich seit dem Wochenende an mehreren Flughäfen in Deutschland freiwillig und kostenlos auf das Coronavirus testen lassen. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) will aber prüfen lassen, ob es rechtlich möglich sei, verpflichtende Tests einzuführen.

Kritik gab es auch daran, dass die Tests kostenlos durchgeführt werden - anders als für die meisten symptomfreien Menschen, die sich ohne vorherigen Auslandsaufenthalt testen lassen wollen. Kalayci erklärte dies mit den international hohen Infektionszahlen.

Auslandsurlauber, die in häuslicher Quarantäne seien, müssten sich zudem auf stichpunktartige Kontrollen einstellen. Darauf haben sich die Gesundheitsminister der Länder geeinigt, sagte Kalayci. Dafür sollen künftig auch die Daten der Fluggäste, etwa Aussteigerkarten, an die Gesundheitsämter weitergeleitet werden.

8.24 Uhr: Corona-Tests an Flughäfen

An den Flughäfen Tegel und Schönefeld werden ab heute kostenlose Corona-Tests für Reisende aus Risikogebieten angeboten. Für Rückkehrer sind diese Tests freiwillig. Falls man keinen negativen Test nachweisen kann, muss man in häusliche Quarantäne. Die Rückkehrer aus Nicht-Risikoländern können sich innerhalb von 72 Stunden kostenlos in einer Arztpraxis oder beim Gesundheitsamttesten lassen.

Sonntag, 26. Juli

19.32 Uhr: 9000 Corona-Fälle in Berlin - Zehn Neuinfektionen

Die Zahl der bestätigten Coronavirus-Infektionen in Berlin ist von Sonnabend auf Sonntag um zehn auf nun genau 9000 Fälle gestiegen. Dies teilte am Abend die Senatsgesundheitsverwaltung mit. Im Krankenhaus isoliert und behandelt werden zurzeit 44 Personen, davon werden 20 intensivmedizinisch betreut - diese Zahlen blieben im Vergleich zum Vortag fast unverändert.

Neue Todesfälle im Zusammenhang mit der Erkrankung Covid-19 wurden am Samstag und Sonntag nicht verzeichnet, insgesamt starben seit Beginn der Pandemie 223 Menschen in Berlin.

Bezirk Fallzahl Inzidenz Genesen
Charlottenburg-Wilmersdorf 899 (+0) 261,6 850
Friedrichshain-Kreuzberg 728 (+2) 250,7 701
Lichtenberg 512 (+0) 174,0 452
Marzahn-Hellersdorf 512 (+0) 189,7 491
Mitte 1323 (+2) 343,0 1243
Neukölln 1104 (+0) 334,6 1036
Pankow 826 (+0) 201,8 772
Reinickendorf 706 (+0) 265,0 655
Spandau 485 (+3) 197,8 456
Steglitz-Zehlendorf 632 (+2) 203,8 591
Tempelhof-Schöneberg 858 (+1) 244,5 805
Treptow-Köpenick 415 (+0) 151,6 398
Berlin 9000 (+10) 238,8 8450

Die Corona-Ampel steht laut Gesundheitsverwaltung weiterhin bei allen drei Indikatoren auf Grün. Weder die Zahl der Neuinfektionen pro Woche pro 100 000 Einwohner noch der Anteil der für Covid-19-Patienten benötigten Plätze auf Intensivstationen oder die Reproduktionszahl sind demnach ein Grund, weitere Maßnahmen zur Eindämmung der Infektionen umzusetzen.

12.40 Uhr: Eine neue Corona-Infektion in Brandenburg

Innerhalb eines Tages ist in Brandenburg eine neue bestätigte Infektion mit dem Coronavirus hinzugekommen. Wie das Gesundheitsministerium am Sonntag mit Stand 10 Uhr berichtete, wurde der neue Fall aus dem Landkreis Oder-Spree gemeldet. Insgesamt sind dort 151 Infektionen registriert. Damit haben sich seit März offiziell 3544 Menschen in Brandenburg mit dem Erreger Sars-CoV-2 infiziert, 173 Menschen starben seitdem; 3280 Menschen gelten als genesen. Die Zahl der Erkrankten liegt unverändert bei etwa 90

11.30 Uhr: Linke schlägt Mieterlass für Handwerk und Gastronomie vor

Die Berliner Linke-Fraktion ist dafür, Gewerbetreibende während der Corona-Krise bei den Mieten zu unterstützten. „Es wird darüber zu reden sein, wie man die Immobilienwirtschaft an den Lasten der Krise beteiligt“, sagte Fraktionsvorsitzender Carsten Schatz der Deutschen Presse-Agentur und schlug vor, sich dabei an einer Idee der Berliner CDU zu orientieren. Die hatte angeregt, die von der Krise stark betroffenen Clubs der Stadt sollten keine Miete mehr zahlen müssen. Stattdessen sollten private Vermieter auf 50 Prozent der Miete verzichten und das Land die anderen 50 Prozent übernehmen.

„Gewerbe betrifft aber nicht nur die Clubs, wir haben auch kleine Handwerksbetriebe, kleine Gastronomien, für die sind die Mieten auch ein Problem“, sagte Schatz. Durch die Corona-Krise sei die Existenz vieler solcher Betriebe bedroht. Ein Mieterlass könne auch in solchen Fällen sinnvoll sein.

8.30 Uhr: Polizei löst riesige Techno-Party in der Hasenheide auf

In der Hasenheide haben sich in der Nacht zu Sonntag erneut Hunderte Menschen zu einer Techno-Party versammelt. Demnach hätten sich gegen 23 Uhr Anwohner über den Lärm beschwert. Die Polizei versuchte, die Party aufzulösen. Dies habe jedoch mehrere Stunden gedauert. Erst am frühen Morgen hätten die letzten Besucher das Areal verlassen. Die Beamten beschlagnahmten Musikequiment. Müll und zertrampelte Grünflächen blieben zurück. In Berlin werden immer wieder illegale Partys in Grünanlagen gefeiert, zuletzt unter anderem auch in der Wuhlheide.

19.13 Uhr: 34 neue Infektionen mit Corona in Berlin

in Berlin ist kein weiterer Mensch an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben. Die Zahl der Todesfälle liegt weiter bei 223. 34 neue Infektionen wurden bestätigt, 63 waren es gestern. 338 aktuelle Corona-Fälle haben wir insgesamt in Berlin, 315 waren es gestern. 8429 Menschen sind inzwischen genesen.

Die Zahl der Patienten auf den Intensivstationen beträgt 20, genau so viele wie am Vortag. Insgesamt liegen 42 Menschen in Krankenhäusern und damit ein Patient mehr als am Vortag. Die Berliner Corona-Ampel steht für den Bereich der Reproduktionszahl mit 1,03 auf Grün. Die Werte für Neuinfektionen und die freien Intensivbetten stehen auch auf Grün.

12.05 Uhr: Keine neuen Corona-Fälle in Brandenburg

In Brandenburg sind innerhalb eines Tages keine neuen bestätigten Corona-Infektionen gemeldet worden. Das berichtete das Gesundheitsministerium am Samstag (Stand 10 Uhr). Von Donnerstag zu Freitag waren es noch zehn neue Fälle. Das Ministerium hatte zunächst von elf Corona-Neuinfektionen berichtet und korrigierte mittlerweile seine Angaben.

Damit haben sich seit März offiziell 3543 Menschen in Brandenburg mit dem Erreger Sars-CoV-2 infiziert, 173 Menschen starben seitdem; 3280 Menschen gelten als genesen. Die Zahl der Erkrankten liegt bei etwa 90. In der Landeshauptstadt Potsdam gibt es mit 658 derzeit landesweit die meisten bestätigten Corona-Fälle, gefolgt vom Kreis Potsdam-Mittelmark (554). Mit 31 Infizierten wurden im Landkreis Prignitz die landesweit geringsten Zahlen gemeldet, gefolgt von Frankfurt (Oder) mit 33 Infizierten.

11.59 Uhr: Kontrolle auf Party-Meile in Mitte - 50 Corona-Verstöße festgestellt

Der Bezirksbürgermeister von Mitte, Stephan von Dassel (Grüne), hat seine Ankündigung verstärkter Kontrollen wahr gemacht: In der Nacht zu Samstag waren Mitarbeiter des Ordnungsamts und der Polizei auf der Partymeile rund um die Torstraße unterwegs. 50 Ordnungswidrigkeiten wurde angezeigt, wie eine Polizeisprecherin sagte.

Einige der Vorwürfe: Einzelne Menschen hätten den in der Corona-Zeit vorgeschriebenen Abstand zu anderen nicht eingehalten, teils hätten die Betriebe kein Hygienekonzept vorlegen können, keine ordnungsgemäßen Anwesenheitslisten geführt oder die Hygienevorschriften nicht ausgehängt.

Die Mitarbeiter des Ordnungsamtes kontrollierten demnach in drei Bars und drei Spätkaufläden. Begleitet wurden sie von Polizisten, die eine Strafanzeige wegen der Beleidigung eines Ordnungsamt-Mitarbeiters aufnahmen. Auch von Dassel war dabei und verschaffte sich Eindrücke. Die Gruppe war laut Polizei zwischen 21.30 Uhr und 1 Uhr morgens an der Brunnenstraße, Torstraße und dem Weinbergsweg unterwegs.

Nachdem mindestens 13 Gäste eines Lokal unter dem Berliner Fernsehturms positiv auf das Coronavirus getestet wurden, hatte von Dassel verstärkte Kontrollen angekündigt. Bei Verstößen würden „Bußgelder in der maximal rechtlich zulässigen Höhe“ verhängt. In einem Offenen Brief an Inhaber von Bars, Kneipen und Restaurants in Mitte forderte er unter anderem, bei den Gästen ausnahmslos die in der Corona-Pandemie geltenden Abstands- und Hygieneregeln durchzusetzen sowie Schutzmaßnahmen konsequent zu befolgen.

„Und führen Sie bitte verlässliche Kontaktlisten, damit alle Ihre Besucher informiert werden können, wenn sich eine infizierte Person in Ihrem Lokal aufgehalten hat“, forderte von Dassel. Bei dem Lokal unter dem Fernsehturm war dies dem Bezirksamt zufolge nicht der Fall.

11.09 Uhr: Ärztekammer Berlin begrüßt Corona-Tests für Reiserückkehrer

Der Präsident der Ärztekammer hat die geplanten Corona-Tests nach Auslandsreisen begrüßt. „Es geht darum, die Ausbreitung dieser Infektionskrankheit zu verhindern beziehungsweise einzudämmen“, sagte der Präsident der Ärztekammer Berlin, Günther Jonitz, im Inforadio des Senders RBB. Es gebe keine perfekte Maßnahme, um das Coronavirus einzudämmen. Menschen, die aus Risikogebieten zurückkämen, müssten aber zumindest die Möglichkeit haben, sich unmittelbar testen zu lassen.

Auslandsurlauber können sich künftig an Flug- und Seehäfen oder in ihren Heimatorten kostenlos auf das Coronavirus testen lassen. Einen entsprechenden Beschluss fassten die Gesundheitsminister von Bund und Ländern am Freitag. Eine rechtliche Verpflichtung für einen Corona-Test nach Rückkehr wurde zunächst nicht beschlossen. Wer aus einem Risikoland zurück kommt, ist faktisch allerdings zum Test verpflichtet, will er eine Quarantäne vermeiden.

Jonitz erklärte im Inforadio: „Ich glaube, dass die meisten sich auch darauf einlassen werden, weil das eine angenehmere Geschichte ist als 14 Tage Quarantäne zu Hause.“ Wie sich das auf Arztpraxen auswirke, werde sich noch zeigen - je nachdem wie viele Menschen sich dort testen lassen.

In Berlin sollen die kostenfreien Tests in allen Praxen möglich sein, die sich dazu bereiterklären. Das Angebot startet laut einer Sprecherin der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) von Donnerstag frühestens Mitte kommender Woche, spätestens am 3. August. Testwillige, die aus Risikogebieten zurückkommen, sollen sich telefonisch in der Praxis anmelden.

8 Uhr: Flughafen-Dienstleister in Tegel beantragt Schutzschirm

Der Bodendienstleister Wisag Ground Service Tegel (WGST), der am Flughafen Tegel aktiv ist, sucht angesichts der Corona-Pandemie Rettung in einem Schutzschirmverfahren. „In den kommenden drei Monaten wird das Management versuchen ein neues Geschäftsmodell für die WGST zu entwickeln mit dem Ziel, für einen Teil der Belegschaft eine Perspektive zu schaffen“, teilte die Wisag-Gruppe auf Anfrage mit. Die Mitarbeiter erfuhren demnach am Freitag auf einer Betriebsversammlung in Berlin, dass der Antrag eingereicht worden sei.

Das Schutzschirmverfahren schützt in die Krise geratene Unternehmen vor dem Zugriff der Gläubiger, ohne dass die Betriebe bereits Insolvenz anmelden müssen. Die Geschäftsführung kann das Unternehmen weiter verantwortlich lenken und selbstständig sanieren.

Der Gewerkschaft Verdi zufolge sind von dem Schritt rund 350 Beschäftigte betroffen. Verdi erwarte, dass die vereinbarten Tarifverträge umgesetzt würden. Angaben zur Zahl der betroffenen Mitarbeiter machte die Gruppe dagegen nicht. Details könne man vorerst nicht nennen, da man erst am Anfang des Prozesses stehe.

Die Wisag hatte bereits vor zwei Wochen angekündigt, etwa 800 von 1500 Stellen bei den Berliner Gesellschaften abzubauen. Man wolle prüfen, mit dem Antrag auf ein Schutzschirmverfahren „zumindest einem Teil der betroffenen Mitarbeiter eine neue Perspektive zu geben“, hieß es nun von dem Bodendienstleister. Der Betrieb werde bis auf Weiteres regulär fortgeführt.

7 Uhr: Linke schlägt Mieterlass für Handwerk und Gastronomie vor

Die Berliner Linke-Fraktion ist dafür, Gewerbetreibende während der Corona-Krise bei den Mieten zu unterstützten. „Es wird darüber zu reden sein, wie man die Immobilienwirtschaft an den Lasten der Krise beteiligt“, sagte Fraktionsvorsitzender Carsten Schatz und schlug vor, sich dabei an einer Idee der Berliner CDU zu orientieren. Die hatte angeregt, die von der Krise stark betroffenen Clubs der Stadt sollten keine Miete mehr zahlen müssen. Stattdessen sollten private Vermieter auf 50 Prozent der Miete verzichten und das Land die anderen 50 Prozent übernehmen.

„Gewerbe betrifft aber nicht nur die Clubs, wir haben auch kleine Handwerksbetriebe, kleine Gastronomien, für die sind die Mieten auch ein Problem“, sagte Schatz. Durch die Corona-Krise sei die Existenz vieler solcher Betriebe bedroht. Ein Mieterlass könne auch in solchen Fällen sinnvoll sein.

6.30 Uhr: BVG - Maskenmuffel in Berlin sind die große Ausnahme

In Bussen und Bahnen halten sich nach Einschätzung der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) die meisten Menschen an die Maskenpflicht. „Maskenmuffel sind die große Ausnahme“, sagte BVG-Sprecherin Petra Nelken. Die Pflicht, Mund und Nase zu bedecken, sei bei den meisten Menschen angekommen. Auch die Bußgelder des Senats und BVG-Kontrollen zeigten Wirkung. Im Berufsverkehr morgens und abends würden hundert Prozent der Fahrgäste eine Maske tragen. Über den ganzen Tag verteilt seien es immerhin 90 Prozent.

Vor vier Wochen beschloss der rot-rot-grüne Senat ein Bußgeld für diejenigen, die in öffentlichen Verkehrsmitteln keine Masken tragen. Wer erwischt wird, muss mit einem Bußgeld zwischen 50 und 500 Euro rechnen.

Einsatzkräfte der Polizei haben nach Kontrollen in Bussen, Trams und U-Bahnen vom 27. Juni bis zum 21. Juli 214 Anzeigen für das Nichttragen einer Mund-Nasen-Bedeckung geschrieben. 114 mündliche Verwarnungen seien ausgesprochen worden.

Seit dem 7. Juli kontrolliert auch die BVG die Maskenpflicht. Wie oft 50 Euro für das Nichttragen der Maske gezahlt wurden, war zunächst nicht bekannt. Die BVG führe dazu keine Bilanz, sagte Sprecherin Nelken. Bis zu tausend Mal am Tag spreche das Sicherheitspersonal der BVG Fahrgäste ohne Maske an. In der Regel werde dann ohne großen Protest die Maske aufgesetzt.

6 Uhr: CSD wird im Livestreamn gefeiert - Nur kleine Demos geplant

Der Berliner Christopher Street Day (CSD) wird wegen der Corona-Pandemie in diesem Jahr vor allem im Internet gefeiert. Einige kleinere Demos sind trotzdem angekündigt. So soll unter anderem ein „Dyke-Marsch“ mit rund 1000 Teilnehmerinnen um 15 Uhr am Neptunbrunnen auf dem Alexanderplatz starten und bis zum Brandenburger Tor gehen.

+++ Freitag, 24. Juli 2020 +++

19.05 Uhr: 63 Neuinfektionen in Berlin, ein weiterer Toter

In Berlin ist ein weiterer Mensch an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben. Die Zahl der Todesfälle steigt auf 223. 63 neue Infektionen wurden bestätigt, 34 waren es gestern. 315 aktuelle Corona-Fälle haben wir insgesamt in Berlin, 285 waren es gestern. 8418 Menschen sind inzwischen genesen.

Die Zahl der Patienten auf den Intensivstationen beträgt 20, einer mehr als am Vortag. Insgesamt liegen 41 Menschen in Krankenhäusern und damit ein Patient mehr als am Vortag.

Die Berliner Corona-Ampel steht für den Bereich der Reproduktionszahl mit 0,86 auf Grün. Die Werte für Neuinfektionen und die freien Intensivbetten stehen auch auf Grün.

17.40 Uhr: Berlin und Brandenburg kooperieren bei Tests für Rückkehrer

Brandenburg will bei den geplanten Corona-Tests für Reiserückkehrer eng mit dem Nachbarland Berlin zusammenarbeiten. „Wir werden uns jetzt zügig mit Berlin, der Charité, dem Landkreis und der Flughafengesellschaft abstimmen und gemeinsam das Testangebot am Flughafen Schönefeld aufbauen“, erklärte der Sprecher des Gesundheitsministeriums, Gabriel Hesse. Der Flughafen liegt südlich von Berlin im Landkreis Dahme-Spreewald. Brandenburg wertet die geplanten Tests positiv: „Es besteht die Gefahr, dass Reiserückkehrer unbemerkt neue Corona-Infektionen hier verursachen“, sagte der Sprecher.

17 Uhr: Corona-Tests für Reiserückkehrer kostenlos und freiwillig

Alle Auslandsurlauber können sich künftig nach der Rückkehr in Deutschland kostenlos auf das Coronavirus testen lassen. Das soll an Flughäfen und Seehäfen geschehen, aber auch in ihren Heimatorten. Einen entsprechenden Beschluss fassten die Gesundheitsminister von Bund und Ländern am Freitag bei einer Schaltkonferenz.

An Flug- und Seehäfen werden demnach Teststellen eingerichtet. Menschen, die aus Staaten mit hohem Infektionsrisiko nach Deutschland zurückkommen, sogenannten Risikogebieten, sollen sich dort testen lassen. Wer keinen negativen Test hat, muss wie bisher für zwei Wochen in häusliche Quarantäne.

Auch Reisende aus Nicht-Risikoländern, darunter nahezu die gesamte EU, können sich innerhalb von 72 Stunden testen lassen. Das gilt auch für Rückkehrer, die mit Auto, Bus oder Bahn aus Risikoländern einreisen. „Allerdings nicht in den Flughäfen“, erläuterte die Vorsitzende der Gesundheitsministerkonferenz, Berlins Ressortchefin Dilek Kalayci (SPD). In Frage kommen dafür etwa Arztpraxen oder Kliniken.

„Die aktuellen Infektionszahlen zeigen einmal mehr: Wir sind noch mitten drin in der Corona-Pandemie“, erklärte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU). „Und der zunehmende Reiseverkehr erhöht das Risiko, dass wieder mehr Infektionen nach Deutschland hineingetragen werden.“

Wichtig für alle Reisenden: Die Tests sollen für sie kostenlos sein, auch wenn es vorher keine Anhaltspunkte auf eine Corona-Infektion gab. Die Kosten übernehmen Bund, Länder und Krankenkassen. Eine rechtliche Verpflichtung für einen Corona-Test nach Rückkehr wurde zunächst nicht beschlossen.

13.07 Uhr: Berlinerin in Feriencamp positiv auf Corona getestet

Eine aus Berlin stammende Betreuerin eines Kinder-Feriencamps im thüringischen Saale-Holzland-Kreis ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Derzeit ermittle das Gesundheitsamt die Kontaktpersonen der infizierten Frau, teilte das Landratsamt am Freitag mit. Auch in einer weiteren Ferieneinrichtung, in der sich die Betreuerin an einem Tag aufgehalten hatte, seien Kontaktpersonen ermittelt worden. Um wie viele Menschen es sich handelt, teilte die Kreisverwaltung auf Anfrage nicht mit.

Die Kinder, die mit der Betreuerin Kontakt hatten, wurden den Angaben zufolge von ihren Eltern abgeholt. Laut Landratsamt leben alle Kontaktpersonen außerhalb des Saale-Holzland-Kreises, die zuständigen Gesundheitsämter seien informiert worden.

13.02 Uhr: "Weihnachten im Tierpark" wirbt mit Corona-Hygienekonzept

Der Tierpark Berlin will trotz Corona dieses Jahr wieder Tausende Besucher zum weihnachtlichen Spaziergang unter freiem Himmel locken. Deshalb werde für „Weihnachten im Tierpark“ bereits jetzt ein umfangreiches Covid-19-Hygienekonzept erarbeitet, um die Gesundheit von Besuchern und Mitarbeitern zu gewährleisten, teilten die Veranstalter mit.

Vom 18. November 2020 bis zum 10. Januar 2021 soll der Tierpark in Friedrichsfelde wieder winterlich geschmückt sein und von 17 bis 22 Uhr seine Pforten für abendliche Spaziergänge öffnen. Der Vorverkauf im Internet startet ab sofort - die Karten sind für halbstündig gestaffelte Einlasszeiten erhältlich.

12.21 Uhr: Mehr Menschen in Brandenburg wegen Covid-19 im Krankenhaus

In Brandenburg werden wieder mehr an Covid-19 erkrankte Menschen im Krankenhaus behandelt. Wie das Gesundheitsministerium am Freitag (Stand 8 Uhr) berichtete, stieg die Zahl der Patienten innerhalb eines Tages auf neun; von Mittwoch zu Donnerstag waren es noch drei.

Die Zahl der Erkrankten liegt aktuell bei etwa 100. Den Angaben zufolge wurden elf bestätigte Neuinfektionen registriert. Damit haben sich seit März offiziell 3544 Menschen mit dem Erreger Sars-CoV-2 infiziert, 173 Menschen starben seitdem; 3280 Menschen gelten als genesen.

Zugenommen hat die Zahl der Infizierten vor allem in Potsdam (+4). In der Landeshauptstadt gibt es mit 658 derzeit landesweit die meisten bestätigten Corona-Fälle. Der Landkreis Oberhavel meldete zwei Neuinfektionen. In den Kreisen Dahme-Spreewald, Oberspreewald-Lausitz, Elbe-Elster, Ostprignitz-Ruppin und Teltow-Fläming wurde jeweils ein bestätigter neuer Fall registriert.

12.13 Uhr: Masken-Streit eskaliert - Betrunkener Berliner attackiert 80-Jährige

Weil sie ihn bat, eine Maske aufzusetzen, hat ein betrunkener Berliner eine 80 Jahre alte Reisende im Hauptbahnhof Göttingen angegriffen. Der 35-Jährige sei zunächst festgenommen worden, teilte die Bundespolizei mit. Gegen den inzwischen wieder freigelassenen Mann werde wegen Beleidigung, Körperverletzung und versuchten Raubes ermittelt.

Nach den bisherigen Erkenntnissen hatte er sich in der Nacht zu Freitag mit einer Bierdose auf eine Bank neben die Seniorin gesetzt. Als er auf ihre Bitte, einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen oder sich wegzusetzen, nicht reagierte, setzte sich die 80-Jährige auf eine Bank gegenüber.

Doch der Mann beleidigte sie, schüttete sein Bier über die Frau und versuchte, ihr zwei Rollkoffer zu entreißen. Weil die Seniorin aus Dortmund diese festhielt, schlug und trat er auf die Koffer ein und traf sie dabei am Arm. Zwei Reinigungskräfte einen Schnellrestaurants eilten der schreienden Frau zur Hilfe und hielten den Angreifer bis zum Eintreffen der Bundespolizei fest. Einen Alkoholtest verweigerte der Mann.

6 Uhr: Studie der TU Berlin: Im Büro mehr Aerosol-Belastung als im Kino

Die Konzentration der für die Übertragung von Corona-Viren relevanten Aerosole ist in Kinosälen deutlich geringer als in einem Büroraum. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Hermann-Rietschel-Instituts der Technischen Universität Berlin für den Hauptverband Deutscher Filmtheater HDF Kino. Wird im Kino nur geatmet, liegt die Zahl der eingeatmeten Aerosole selbst bei einem Film mit Überlänge noch deutlich unter der in einem Büro, in dem gesprochen werde. Das hängt laut Studie auch mit der Lüftungsart in den Kinos zusammen.

Der Verband HDF Kino fordert deswegen, die Abstandsregelung von 1,50 Metern zu reduzieren, da die Sicherheit der Besucher gewährleistet sei. Nur wenn Kinos ihre Kapazitäten erhöhen können, werde es mehr neue Filme geben, mit denen die Kinos die Krise überleben könnten.

+++ Donnerstag, 23.Juli 2020 +++

23.20 Uhr: Nena und Alligatoah dürfen Konzerte im Autokino geben

Dank Ausnahmegenehmigungen können Popsängerin Nena, Rapper Alligatoah und das DJ-Duo Gestört aber Geil große Konzerte im Autokino in Schönefeld geben. Die Verwaltung des Landkreises Dahme-Spree entschied kurzfristig, dass die Konzerte stattfinden dürften, teilten die Anwälte der Autokino-Betreiber am Donnerstag mit. Der Landkreis reagierte mit der Entscheidung auf einen Gerichtsbeschluss vom Dienstag, der im Einzelfall Autokino-Veranstaltungen mit mehr als 1000 Besuchern erlaubt. Die Konzerte finden zwischen dem 24. und 26. Juli statt.

20.43 Uhr: Fridays for Future demonstriert wieder

Nach monatelanger Corona-Pause will die Bewegung Fridays for Future Potsdam am Freitag (14.30 Uhr) wieder in der brandenburgischen Landeshauptstadt demonstrieren. Dabei solle in der Innenstadt auf eine verfehlte Verkehrspolitik in Potsdam aufmerksam gemacht und anschließend auf dem Luisenplatz ein öffentliches Plenum abgehalten werden, sagte Initiativen-Sprecherin Anna Ducksch. Die Bewegung rechnet mit 50 bis 100 Teilnehmern.

18.56 Uhr: 34 Neuinfektionen in Berlin - Ampeln weiter auf Grün

In Berlin ist kein weiterer Mensch an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben. Die Zahl der Todesfälle bleibt bei 222. 34 neue Infektionen wurden bestätigt, 23 waren es gestern. 285 aktuelle Corona-Fälle haben wir insgesamt in Berlin, 281 waren es gestern. 8386 Menschen sind inzwischen genesen.

Die Zahl der Patienten auf den Intensivstationen beträgt 19, einer weniger als am Vortag. Insgesamt liegen 40 Menschen in Krankenhäusern und damit ein Patient mehr als am Vortag.

Die Berliner Corona-Ampel steht für den Bereich der Reproduktionszahl mit 0,90 auf Grün. Die Werte für Neuinfektionen und die freien Intensivbetten stehen auch auf Grün.

18.38 Uhr: Nach Bar-Besuch in Mitte: Corona-Infektionen steigen

In einem Restaurant, in dem nach Angaben des Bezirks Mitte Corona-Vorschriften missachtet wurden, haben sich mindestens 13 Gäste mit dem Coronavirus angesteckt.

Am Abend des 10. Juli waren drei positiv getestete Personen aus Münster zu Gast im Restaurant „Mio“, wie das Bezirksamt Mitte am Donnerstag mitteilte. Bei der Nachverfolgung wurden weitere Kontaktpersonen ermittelt. „Das Personal des „Mio“, das zu der Zeit im Restaurant gearbeitet hat, wurde nach Hause geschickt und wird durch das für sie zuständige Gesundheitsamt unter Quarantäne gestellt.“

Das Gesundheitsamt Mitte arbeite mit anderen Gesundheitsämtern auch außerhalb Berlins zusammen. „Inzwischen gibt es 13 bestätigte Fälle, die Ermittlungen dauern an.“ Dem Gesundheitsamt sei unabhängig von den Kontaktpersonen mitgeteilt worden, dass in dem Restaurant ohne Einhaltung der Abstandsregelungen getanzt und gefeiert worden sei, so das Bezirksamt weiter.

16.29 Uhr: Hildmann-Demonstration am Sonnabend verboten

Eine für Sonnabend angemeldete Demonstration des Verschwörungspredigers Attila Hildmann ist von der Versammlungsbehörde der Berliner Polizei verboten worden. Das teilte die Senatsverwaltung für Inneres und Sport mit. „Es besteht für die am 25. Juli angemeldete Versammlung die erhebliche Wahrscheinlichkeit, dass es erneut zu strafbaren Äußerungen während der Versammlung kommen wird“, hieß es zur Begründung. Mehr dazu lesen Sie hier.

16.25 Uhr: Corona-Tests an Berliner Flughäfen voraussichtlich ab kommender Woche

An den Berliner Flughäfen werden Reiserückkehrer aus Risikogebieten voraussichtlich ab kommender Woche auf das Coronavirus getestet. Das kündigte der Regierende Bürgermeister Michael Müller an. „Wir sind schon seit vergangener Woche im Gespräch mit der Flughafengesellschaft und koordinieren aktuell, wo und ab wann wir die Teststellen für die Rückkehrer aus RKI-Risikoländern in Tegel und Schönefeld installieren“, sagte der SPD-Politiker. „Unser Ziel ist es, dass wir zu Beginn der kommenden Woche dort Covid-19-Teststellen anbieten können.“

16 Uhr: Erotische Massagen in Berlin wieder erlaubt

Erotische Massagen sind in Berlin wieder zulässig. Das absolute Verbot sexueller Dienstleistungen mit Körperkontakt in der geltenden Infektionsschutzverordnung verstoße gegen den Gleichheitssatz, entschied das Verwaltungsgericht Berlin in zwei Eilverfahren (Az.: VG 14 L 163/20 und VG 14 L 173/20). Es gestattet damit den Betreiberinnen eines erotischen Massagesalons und eines sogenannten BDSM-Studios die Wiederaufnahme ihrer Tätigkeiten unter strengen Auflagen, wie das Gericht am Donnerstag mitteilte. Mehr dazu lesen Sie hier.

14.40: Michael Müller ruft Gastronomen zum Einhalten der Regeln auf

Nach mehreren Corona-Fällen in einem Lokal in Mitte hat der Regierende Bürgermeister an die Hauptstadt-Gastronomen appelliert, sich an die Regeln zur Kontaktnachverfolgung zu halten. „Das ist eine Regel, die in der Gastronomie verpflichtend umgesetzt werden muss“, sagte Michael Müller (SPD) am Donnerstag dem Sender 105'5 Spreeradio.

„Eigentlich müsste man über die Formulare jetzt unproblematisch erkennen, wen man wo anrufen kann, weil er eben zu dieser Zeit Gast war“, sagte der Regierungschef dem Sender - und mahnte auch Konsequenzen bei Verstößen an. Er persönlich habe bisher den Umgang mit der Kontaktnachverfolgung sehr unterschiedlich erlebt. Er habe Restaurants auch schon wieder verlassen, wenn es dort kein solches Formular gegeben habe.

Der Bezirk Mitte hatte am Mittwoch einen öffentlichen Aufruf gestartet, um nach Menschen zu suchen, die am Abend des 10. Juli im Lokal „Mio“ unter dem Fernsehturm zu Gast waren. Bisher seien zehn Corona-Fälle auf den Abend zurückzuführen. Der Bezirk hatte von einer unvollständigen Kontaktliste gesprochen, außerdem hätten Gäste falsche Angaben gemacht.

13.42 Uhr: Brandenburg skeptisch bei Corona-Tests für Rückkehrer

Die Diskussion über Corona-Tests für Reiserückkehrer an Flughäfen ist nach Ansicht des Brandenburger Gesundheitsministeriums noch nicht abgeschlossen. „Es gibt noch viele offene Fragen“, sagte Ministeriumssprecher Gabriel Hesse. Eine große Frage sei zum Beispiel, wie mit Auto-, Bahn- und Schiffsreisenden umgegangen werde. „Bei Reiserückkehrern aus Risikogebieten geht es nicht nur um den Flugverkehr.“ Die Frage sei auch, ob es nur um Corona-Risikogebiete gehe.

Am Mittwoch hatten sich die Gesundheitsminister von Bund und Ländern nach Angaben des Vorsitzlandes Berlin darauf verständigt, dass Reisende aus sogenannten Risikogebieten im Ausland künftig unmittelbar nach ihrer Rückkehr auf das Coronavirus getestet werden. Dazu sollen an Flughäfen Teststellen eingerichtet werden. Bisher müssen Menschen, die aus stark vom Coronavirus betroffenen Staaten zurückkehren, in Deutschland 14 Tage in häusliche Quarantäne. Das Robert Koch-Institut (RKI) stuft den größten Teil der Staaten als Corona-Risikogebiet ein. Keine Quarantänepflicht gilt etwa für Einreisende aus fast allen EU-Staaten mit Ausnahme von Luxemburg.

13.31 Uhr: Sarah Wiener meldet Insolvenz für Berliner Restaurants an

Die bekannte Fernsehköchin Sarah Wiener hat für ihre Restaurants in Berlin und ihren Catering-Service Insolvenz angemeldet. „Corona hat vielen von uns eine Menge abverlangt. So auch einen Teil meiner Firma, meiner Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen... und mir“, schrieb die 57-Jährige auf ihrer Facebook-Seite. Am Mittwoch sei die Insolvenz für die Gesellschaften „Das ist Gastronomie“, zu der die Restaurants im Museum Hamburger Bahnhof und im Zukunftsmuseum Futurium gehören, und „Das ist Catering“ eingereicht worden, erklärte die Sarah Wiener GmbH.

Für sie gehe damit vorerst ihre 30 Jahre dauernde Catering- und Gastronomie-Ära zu Ende, schrieb Sarah Wiener. Sie bedankte sich bei ihren Mitarbeitern. „Es ist schmerzhaft, dass Corona nun auch unsere Gastronomie erwischt hat.“

Der Geschäftsbetrieb solle vorerst weiterlaufen, teilte die Sarah Wiener GmbH mit. „Seit Ausbruch der Covid-19-Pandemie in Europa haben sich die Frequenz- und Umsatzzahlen in unseren Restaurants drastisch reduziert“, hieß es zur Begründung des Schrittes. Die Kapazitäten der Unternehmen seien wegen der Abstandsregeln eingeschränkt, durch den Einbruch des Tourismus sei die Zahl der Gäste massiv zurückgegangen. „Eventveranstaltungen finden faktisch keine mehr statt.“

Wieners Gastronomieunternehmen hat nach ihren Angaben rund 120 Mitarbeiter. Zu ihrem Unternehmen gehört auch ein Bauernhof in Brandenburg. Die Sarah Wiener Gruppe wolle sich nun ganz auf die Lebensmittelproduktion konzentrieren.

Der Schritt kam nicht ganz unerwartet. Im Mai hatte die Unternehmerin Sorgen um ihre Firma geäußert. „Wenn sich nicht schnell und radikal etwas ändert, weiß ich nicht, ob es mein Gastronomiezweig überleben wird“, sagte sie damals. „Im Catering haben wir sechsstellige Verluste gemacht, uns wurden Veranstaltungen bis Jahresende abgesagt. Wir sind ein bisschen gelähmt und ratlos.“

11.35 Uhr: Corona-Fälle in Berliner Bar - Bezirk spricht von Regelverstößen

In der Berliner Bar, in der sich mehrere Gäste mit dem Coronavirus angesteckt haben sollen, sind laut dem Bezirk Mitte Corona-Vorschriften missachtet worden. „Das Restaurant muss jetzt mit einem Bußgeld rechnen“, teilte das Bezirksamt am Donnerstag. In dem Lokal soll demnach eher eine Party als normaler Restaurantbetrieb stattgefunden haben. Mit dem Abend des 10. Juli im „Mio“ unter dem Fernsehturm stehen 13 bekannte Corona-Fälle in Verbindung, wie der Bezirk am Mittwoch bekanntgab.

Die Liste mit den Kontaktdaten der Gäste sei „unvollständig und fehlerhaft“, teils hätten Gäste falsche Namen und Adressen angegeben, erklärte der Bezirk. Auch an die Maskenpflicht abseits der Tische hätten sich die Gäste nicht gehalten. Wie viele Menschen sich am betreffenden Abend dort aufhielten, sei unklar. „Rund 1200 Personen passen in die Räumlichkeiten und es soll an diesem Abend ziemlich voll gewesen sein.“

Unter den Infizierten sind laut Bezirk Berliner und Menschen aus anderen Städten. Die Gegend rund um Fernsehturm und Alexanderplatz ist bei Touristen beliebt. Wer sich an jenem Abend zwischen 21 Uhr und 3 Uhr im Innen- oder Außenbereich des Lokals aufgehalten hat, wurde gebeten, sich mit dem Gesundheitsamt Berlin Mitte oder dem jeweils zuständigen Gesundheitsamt in Verbindung zu setzen.

11.11 Uhr: Berliner Amtsarzt kritisiert Corona-Tests an Flughäfen

Der Berliner Amtsarzt Patrick Larscheid hat die geplanten Corona-Tests an Flughäfen für Rückkehrer aus Risikogebieten scharf kritisiert. „Fachlich ist das überhaupt nicht nachvollziehbar“, sagte der Mediziner, der als Amtsarzt für den Bezirk Reinickendorf mit dem Flughafen Tegel zuständig ist. „Diese Testung schafft es nicht, Sicherheit herzustellen.“

Larscheid verwies darauf, dass die angestrebten Tests eine Momentaufnahme seien. Theoretisch müssten die Menschen über Tage und Wochen mehrfach getestet werden. Die Betreffenden würden jedoch nach dem Test am Flughafen von der eigentlich vorgeschriebenen 14-tägigen häuslichen Quarantäne befreit, ohne dass es Sicherheit gebe. „Das ist ein schwerwiegendes Problem. Es ist nicht sicher, dass auf diese Weise das Zeitfenster der Infektion erfasst wird.“ Weiteres Problem: Eine Vielzahl von Tests habe mehr falsche positive Tests zur Folge.

Bestes und sicherstes Mittel sei weiter eine Quarantäne von 14 Tagen, sagte Larscheid. In dem Zeitraum könnten Menschen regelmäßig getestet werden und am Ende sicher sein, nicht mit Sars-CoV-2 infiziert zu sein. „Absurd ist, dass wir eine entsprechende Rechtsverordnung haben und nun gleichzeitig dafür sorgen, dass diese umgangen werden kann“, so Larscheid. „Niemand wird gezwungen, in ein Risikogebiet in Urlaub zu fahren. Wer dieses Risiko dennoch auf sich nimmt auf Kosten der Allgemeinheit, der soll nach Rückkehr in Quarantäne gehen.“

10.12 Uhr: Acht neue Corona-Infektionen in Brandenburg

Die Zahl neuer bestätigter Corona-Fälle ist in Brandenburg wieder etwas zurückgegangen. Von Mittwoch bis Donnerstag seien acht neue Infektionen hinzugekommen nach elf am Tag zuvor, teilte das Gesundheitsministerium am Donnerstag in Potsdam mit. Darunter sind vier neue Fälle aus Cottbus. Eine vierköpfige Familie war mit dem Virus aus einem Mallorca-Urlaub zurückgekehrt, wie der Routinetest eines Arbeitgebers ergeben hatte. Je eine neue Infektion meldeten die Landkreise Dahme-Spreewald, Märkisch-Oderland, Oberhavel und Oder-Spree. Seit März haben sich offiziell 3533 Menschen mit dem Erreger Sars-CoV-2 infiziert. Nur drei Corona-Patienten werden noch in Krankenhäusern behandelt, als genesen gelten rund 3280 Menschen.

8 Uhr: Gesundheitssenatorin Kalayci für Corona-Tests an Flughäfen

Wer aus Risikogebieten nach Deutschland zurückkommt, muss wegen der Corona-Pandemie zwei Wochen in Quarantäne. Doch nicht jeder hält sich daran. Für Rückkehrer von Auslandsreisen könnten deshalb bald neue Regeln gelten. Reisende sollen künftig unmittelbar nach ihrer Rückkehr in Deutschland auf das Coronavirus getestet werden. Dazu sollen an Flughäfen Teststellen eingerichtet werden. Auf diese Linie verständigten sich die Gesundheitsministerkonferenz von Bund und Ländern, einen Beschluss darüber soll am Freitag gefasst werden.

Die Berliner Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) will an den Berliner Flughäfen Corona-Tests einführen. Auch Reisende sollen getestet werden, die nicht mit dem Flugzeug nach Berlin kommen, sagte sie. Das könnten dann auch Hausärzte übernehmen und nicht nur spezielle Praxen, es gebe bereits entsprechende Absprachen mit der Kassenärztlichen Vereinigung, so Kalyci. Mit den kostenlosen Tests soll die Quarantäne vermieden werden.

Die deutschen Flughafenbetreiber fordern nun klare Regeln für Corona-Tests an den Airports. Flughafen-Mitarbeiter seien nicht befugt, diese durchzuführen.

+++ Mittwoch, 22. Juli 2020 +++

20.12 Uhr: 23 neue Infektionen mit Corona in Berlin

In Berlin ist ein weiterer Mensch an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben. Die Zahl der Todesfälle steigt auf 222.

23 neue Infektionen wurden bestätigt, 35 waren es gestern. 281 aktuelle Corona-Fälle haben wir insgesamt in Berlin. 302 waren es gestern. 8356 Menschen sind inzwischen genesen.

Die Zahl der Patienten auf den Intensivstationen beträgt 20, wie auch am Vortag. Insgesamt liegen 39 Menschen in Krankenhäusern und damit drei Patienten mehr als am Vortag.

Die Berliner Corona-Ampel steht für den Bereich der Reproduktionszahl mit 0,98 noch auf Grün. Die Werte für Neuinfektionen und die freien Intensivbetten stehen auch auf Grün.

16.20 Uhr: Familie aus Mallorca-Urlaub zurück - mit Coronavirus infiziert

Seit mehr als drei Monaten hatte es in Cottbus keine neuen Corona-Fälle gegeben - nun hat sich gleich eine vierköpfige Familie mit dem Virus infiziert. Wie die Stadt am Mittwoch mitteilte, war das Ehepaar mit seinen zwei Töchtern am Sonntag von einem Aufenthalt auf der spanischen Insel Mallorca zurückgekehrt. Die Insel gilt aktuell nicht als Risikogebiet. Die Familie war demnach am Sonntag nach Nürnberg geflogen und dann mit dem Auto nach Cottbus gereist. Nach ihrer Rückkehr habe einer der Arbeitgeber einen routinemäßigen Test veranlasst, der positiv ausfiel

Die gesamte Familie befinde sich derzeit in Quarantäne, ebenso die bereits ermittelten Kontaktpersonen, teilte die Stadt weiter mit. Die Familienmitglieder zeigten derzeit keine Symptome. Eine Rückverfolgung von weiteren Kontakten dauere an.

13.14 Uhr: Flughafengesellschaft will wegen Corona 400 Stellen streichen

Nach dem beispiellosen Einbruch des Luftverkehrs in der Corona-Krise steht die Berlin-Brandenburger Flughafengesellschaft vor dem Abbau Hunderter Arbeitsplätze. Sowohl in der Verwaltung, im Betrieb und der Operation müsse erheblich gespart werden, heißt es in einem Mitarbeiterbrief vom Mittwoch. „Nach unserer Einschätzung geht es um einen Abbau von 400 Stellen in den nächsten Jahren“, schreiben Flughafenchef Engelbert Lütke Daldrup und Personalchef Michael Halberstadt. Derzeit hat das staatliche Unternehmen rund 2170 Stellen.

Betriebsbedingte Kündigungen sollen „unter allen Umständen“ vermieden werden, heißt es in dem Brief. Die leitenden Angestellten und Geschäftsführer verzichten demnach auf zehn Prozent ihres Gehalts. Die Gespräche mit Aufsichtsrat, Gesellschaftern, Betriebsrat und der Gewerkschaft Verdi sollen nun beginnen. Die Mitarbeiter sollen bei einer Videokonferenz am Freitag ihre Fragen stellen können.

13 Uhr: Autokino-Events mit mehr als 1000 Menschen in Einzelfällen erlaubt

Autokino-Veranstaltungen in Brandenburg mit mehr als 1000 Teilnehmern können laut einem Gerichtsbeschluss im Einzelfall erlaubt werden. Mit einem Eilbeschluss auf den Antrag eines Autokino-Betreibers setzte das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg (OVG) am Dienstag Paragraf 1 der sogenannten Großveranstaltungsverbotsverordnung vorläufig außer Vollzug.

Dieser untersagt ausnahmslos unter anderem Großveranstaltungen in Autokinos mit mehr als 1000 Anwesenden. Das stelle keine notwendige Schutzmaßnahme im Sinne des Infektionsschutzgesetzes dar, begründete das OVG laut einer Mitteilung vom Mittwoch seine Entscheidung.

12.01 Uhr: Corona-Tests für Lehrer und Erzieher - aber nur für wenige Schüler

Brandenburgs Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher (Grüne) hat die Teststrategie für den Regelbetrieb in den Schulen und Kitas nach den Sommerferien vorgestellt. Danach können sich alle Beschäftigten innerhalb von drei Monaten bis zu sechs Mal auf das Coronavirus testen lassen, wie Nonnemacher am Mittwoch mitteilte. Allerdings sollen von den Kita-Kindern und den Schülern nur bis zu ein Prozent ein Mal getestet werden. „Wir erwarten davon trotzdem eine Aussage darüber, wie der Status bei den Kindern und Jugendlichen ist.“

Anspruch auf die freiwilligen Tests haben demnach bis zu 26 900 Beschäftigte an den Schulen und 27 700 Mitarbeiter in den Kitas. Dazu sollen für die Stichprobe knapp 3000 Kinder und Jugendliche an den Schulen und knapp 1100 Kinder in den Kitas ausgewählt werden. Alle sollen entsprechende Berechtigungsscheine erhalten, mit denen sie sich bei ihrem Hausarzt testen lassen können.

11.06 Uhr: Zahl der Corona-Infektionen in Brandenburg leicht erhöht

Innerhalb eines Tages hat sich die Zahl der bestätigten Corona-Fälle in Brandenburg im Vergleich zum Vortag leicht erhöht. Das Gesundheitsministerium berichtete am Mittwoch mit Stand 8 Uhr von elf bestätigten neuen Infektionen, darunter allein sieben im Landkreis Barnim. Von Montag zu Dienstag waren es noch vier Corona-Neuinfektionen. Damit haben sich seit März offiziell 3525 Menschen in Brandenburg mit dem Erreger Sars-CoV-2 angesteckt. Aktuell werden acht Menschen wegen Covid-19 in Krankenhäusern behandelt. Die Zahl der Erkrankten liegt derzeit bei rund 80, als genesen gelten rund 3270 Corona-Patienten.

6 Uhr: Fridays for Future ruft nach Corona-Pause zu Demo in Potsdam auf

Nach monatelanger Corona-Pause hat die Bewegung Fridays for Future Potsdam mitten in den Sommerferien zu einer Demonstration in Potsdam aufgerufen. Am Freitag soll in der Innenstadt gegen die Verkehrspolitik protestiert und anschließend auf dem Luisenplatz ein öffentliches Plenum abgehalten werden, sagte Initiativen-Sprecherin Anna Ducksch. Die Bewegung rechnet mit 50 bis 100 Teilnehmern. „Viel mehr ist wegen der notwendigen Abstandsregeln nicht möglich“, meinte Ducksch. Anders als andere Großstädte habe Potsdam die Corona-Pause nicht genutzt, um mehr Platz für Fußgänger und Radfahrer zu schaffen, kritisierte Ducksch.

+++ Dienstag, 21. Juli +++

21.06 Uhr: Hoffen auf weitere Corona-Hilfen und Lockerungen

Die vom rot-rot-grünen Senat am Dienstag beschlossenen Corona-Lockerungen sind in Berlin auf unterschiedliche Resonanz gestoßen: Während Sportverbände sich überwiegend zufrieden zeigten, gab es auch Kritik, weil die neuen Regelungen etwa für die Gastronomie immer noch strenger sind als in anderen Städten.

„Wir begrüßen die Entscheidung des Senats über weitere Lockerungen im Sport und sind froh darüber, dass auch Mannschafts- und Kontaktsport in Berlin wieder erlaubt sind“, sagte Thomas Härtel, Präsident des Landessportbunds Berlin (LSB). Die Vereine und Trainer seien gut darauf vorbereitet. Sie hätten schon vor längerer Zeit Nutzungs- und Hygienekonzepte erarbeitet. „Wir bitten darum, dass die Berliner Verwaltung und die Bezirke das auch akzeptieren und einheitliche Regelungen in allen Bezirken durchgesetzt werden“, appellierte Härtel. Zudem erwarte der LSB, dass die Schulsporthallen nach den Ferien in gereinigtem Zustand auch für die Vereine wieder zur Verfügung stehen.

20.25 Uhr: Waldbühne öffnet wieder mit Roland Kaiser und Sido

Die Berliner Waldbühne öffnet nach monatelanger Zwangspause im September wieder für Konzerte. Zum Auftakt am 4. September kommt Schlagerstar Roland Kaiser in die Freilichtarena, einen Tag später folgt Rapper Sido. Für die Auftritte sei entsprechend den Hygiene-Regelungen nur eine begrenzte Publikumskapazität zulässig, teilte der Veranstalter Semmel Concerts mit. Nur 5000 der rund 22.000 Plätze dürften besetzt werden - mit gebührendem Abstand untereinander.

Im Gespräch sei eine Konzertreihe mit insgesamt acht bis zehn Shows, es liefen dazu die Gespräche mit den Künstlern. In Zusammenarbeit von Betreiber, Veranstalter und Sicherheitsdienst werde nun ein auf die Waldbühne zugeschnittenes Hygienekonzept erarbeitet. Wirtschaftlich seien die Konzerte ein Kraftakt und „natürlich kein Zukunftsmodell“, erklärte Semmel-Chef Dieter Semmelmann. Man wolle aber damit ein Zeichen für den Neustart von Großveranstaltungen setzen.

19.06 Uhr: Singen im Chor wieder möglich

Nach lautstarker Kritik hat der Berliner Senat den Chorgesang in geschlossenen Räumen wieder erlaubt. Der gemeinschaftliche Gesang sei wieder möglich, wenn die Hygiene- und Infektionsschutzstandards der Kulturverwaltung eingehalten würden, erklärte Senator Klaus Lederer (Linke). Zuvor hatte der Senat eine entsprechende Änderung der Corona-Regelung auf Lederers Vorschlag hin beschlossen. Mit den Pandemie-Verordnungen vom 23. Juni hatte Berlin auch das Chorsingen verboten.

Beim Gesang sei besondere Vorsicht nötig, da die Viren besonders durch Aerosole verbreitet würden, erklärte Lederer. Beim Singen können diese bis zu eineinhalb Meter nach vorne ausgestoßen werden. Dies haben Wissenschaftler der Universitätskliniken München und Erlangen in einer Versuchsreihe mit dem Chor des Bayerischen Rundfunks (BR) entdeckt.

18.44 Uhr: Häufung von Corona-Verdachtsfällen in Gemeinschaftsunterkunft

In einer Arbeiterunterkunft im Landkreis Barnim häufen sich Corona-Verdachtsfälle. Das teilte der Landrat am Dienstag mit. Das Gesundheitsamt habe für alle Bewohner des Hauses Quarantäne angeordnet und erste Testungen durchgeführt. Demnach sind von 21 Bewohnern 13 positiv auf das Coronavirus getestet worden. Bereits seit dem vergangenen Freitag sei das Gesundheitsamt mit der Aufklärung und Nachverfolgung mehrerer Corona-Verdachtsfälle befasst, hieß es.

Landrat Daniel Kurth bezeichnete die Lage als ein „sehr kleinräumiges Ausbruchsgeschehen“, das genau beobachtet werde. Seiner Einschätzung nach ist ein lokaler Lockdown aktuell nicht notwendig. Allerdings räumte er ein, dass in der Nacht von Sonntag auf Montag vier Menschen unerlaubterweise und unter Brechung der Quarantäneregeln das Gelände mit unbekanntem Ziel verlassen hätten.

Das sei nicht nur moralisch verwerflich sondern könne nach dem Infektionsschutzgesetz auch mit bis zu zwei Jahren Freiheitsstrafe und empfindlichen Geldstrafen geahndet werden, sagte Kurth. Der Landkreis hat nach eigenen Angaben ein privates Dienstleistungsunternehmen mit der Überwachung der Quarantänemaßnahmen beauftragt.

18.32 Uhr: Derzeit 8836 bestätigte Corona-Fälle in Berlin

In Berlin gibt es derzeit 8836 bestätigte Fälle des Coronavirus. 35 neue Infektionen wurden bestätigt. Die Kontaktpersonen werden weiterhin im Rahmen der Containmentstrategie ermittelt, kontaktiert und isoliert. 4332 Personen sind männlich, 4503 weiblich. Bei einer Person wurde das Geschlecht nicht übermittelt. Im Krankenhaus isoliert und behandelt werden 41 Personen, davon werden 20 intensivmedizinisch behandelt. Alle anderen Personen sind häuslich isoliert. 222 an dem neuartigen Coronavirus erkrankte Patienten sind bislang gestorben. 8312 Patienten gelten als genesen.

18.40 Uhr: Corona-Ampel bleibt auf Grün

Laut Senatsverwaltung für Gesundheit steht die "Corona-Ampel" für sämtliche Indikatoren aktuell weiter auf Grün. Die Reproduktionszahl R erreicht demnach einen Wert von 1,1.

Für die Bezirke veröffentlichte die Senatsverwaltung die folgenden Zahlen:

Bezirk Fallzahl Inzidenz Genesen
Charlottenburg-Wilmersdorf 884 (+3) 257,3 841
Friedrichshain-Kreuzberg 714 (+1) 245,9 690
Lichtenberg 502 (+4) 170,6 431
Marzahn-Hellersdorf 500 (+0) 185,2 471
Mitte 1296 (+9) 336,0 1227
Neukölln 1091 (+4) 330,7 1017
Pankow 810 (+0) 197,9 763
Reinickendorf 689 (+6) 258,6 643
Spandau 471 (+3) 192,1 453
Steglitz-Zehlendorf 624 (+2) 201,2 585
Tempelhof-Schöneberg 845 (+3) 240,8 795
Treptow-Köpenick 410 (+0) 149,8 396
Berlin 8836 (+35) 234,4 8312

13.38 Uhr: Diese Corona-Regeln gelten jetzt in Berlin

Der Senat ändert erneut die Corona-Verordnung. In Gaststätten soll es möglich sein, am Tisch wieder enger zusammenzurücken. Auch gibt es Lockerungen im Sportbereich. In anderen Bereichen gibt es dagegen noch keine Lockerungen. Dampfsaunas z.B. bleiben geschlossen, auch Bordelle dürfen noch nicht wieder öffnen. Alles über die neuen Corona-Regeln lesen Sie hier!

13 Uhr: Senat will Partys im Freien ermöglichen

Der Senat will Berliner Clubs das Organisieren von Partys und damit Gästen das Feiern an der frischen Luft ermöglichen. Das geht aus einem Brief von Wirtschaftssenatorin Ramona Pop (Grüne) an die Bürgermeister der Berliner Bezirke hervor. In dem Schreiben, das der Berliner Morgenpost vorliegt, fordert die Grünen-Politikerin die Bezirke auf, geeignete Frei- und Grünflächen, Straßen und Plätze und womöglich auch Sportaußenanlagen für Open-Air-Veranstaltungen zu öffnen.

12 Uhr: "Bars of Berlin" protestieren vor dem Roten Rathaus

In Mitte haben Barbetreiber auf ihre desolate Lage in der Corona-Krise aufmerksam gemacht. Unterstützt wurden sie von Künstlern wie Tim Fischer und Ades Zabel.

10.41 Uhr: Covid-19-Patienten können ihre Erfahrungen online melden

Das sogenannte Critical Incident Reporting System (CIRS) wird erstmals auch für Patienten geöffnet. Das teilte die Techniker Krankenkasse (TK) mit. CIRS ist ein System, mit dem anonym kritische Ereignisse und Beinahe-Schäden in Einrichtungen des Gesundheitssystems gemeldet werden können. Covid-19-Patienten können ab sofort dort von ihren "positiven und negativen Erfahrungen mit Covid-19" berichten, so die TK. "Uns ist es wichtig, dass auch in Krisenzeiten wie der Corona-Pandemie alle Akteure im deutschen Gesundheitswesen an einem Strang ziehen. Wenn die Patienten über ihre positiven und negativen Erfahrungen berichten, liefern sie wertvolle Hinweise, um mögliche Schwachstellen abzustellen und die Patientenversorgung noch sicherer zu machen", sagt Susanne Hertzer, TK-Chefin in Berlin und Brandenburg. Das Angebot startet in Berlin, Brandenburg und Hamburg.

9.17 Uhr: Grünes Licht für Istaf mit 3500 Fans

Grünes Licht für das Istaf: Als eine der ersten Großveranstaltungen im Sport kann das Berliner Traditionsmeeting am 13. September definitiv mit Fans über die Bühne gehen. Die Organisatoren um Meeting-Direktor Martin Seeber planen angesichts der Corona-Beschränkungen mit rund 3500 Zuschauern im Olympiastadion. E-Mails an Kartenkäufer wurden bereits verschickt; Bestellungen sind nur im Online-Ticketshop und ausschließlich personalisiert möglich. „Die Athleten lieben die einmalige Istaf-Atmosphäre, und die verdanken wir den Fans. Daher kam für uns auch ein Istaf komplett ohne Zuschauer nicht in Frage. Auch wenn wir nicht alle Wünsche erfüllen können: Ziel war und ist es, so vielen Fans wie möglich einen sicheren Besuch im Stadion zu ermöglichen“, sagte Seeber in einer Pressemitteilung am Dienstag.

6.39 Uhr: Berliner CDU will Studienzeit verlängern

Die Berliner CDU ist dafür, wegen der Corona-Krise ein Semester auf die Regelstudienzeit draufzuschlagen. „Ich möchte, dass sich Studierende trotz Corona voll und ganz auf ihre Ausbildung konzentrieren können und nicht Existenzsorgen haben müssen, weil das Bafög auslaufen könnte“, erklärte CDU-Landeschef Kai Wegner. Er unterstütze deshalb die Forderung von Studentinnen und Studenten, die individuelle Regelstudienzeit pauschal um ein Semester zu verlängern.

+++ Montag, 20. Juli +++

18.24 Uhr: Derzeit 8801 bestätigte Fälle in Berlin

In Berlin gibt es derzeit 8801 bestätigte Fälle des neuartigen Coronavirus. Das teilte die Senatsverwaltung am Montagabend mit. Die Kontaktpersonen würden weiterhin im Rahmen der Containmentstrategie ermittelt, kontaktiert und isoliert.

4314 Personen der Erkrankten seien männlich, 4486 weiblich. Bei einer Person wurde das Geschlecht nicht übermittelt. Im Krankenhaus isoliert und behandelt werden 38 Personen, davon werden 20 intensivmedizinisch behandelt. Alle anderen Personen sind häuslich isoliert. 221 an dem neuartigen Coronavirus erkrankte Patienten sind bislang gestorben. 8283 Menschen gelten inzwischen als genesen, die Zahl der akuten Corona-Infektionen ist damit auf 297 gesunken, 307 waren es noch am Vortag.

Die Berliner Corona-Ampel steht für den Bereich der Reproduktionszahl mit 1,13 noch auf Grün. Ist der Wert am Dienstag - und damit den dritten Tag in Folge - größer als 1,1, steigt dieser Ampel auf Gelb. Die Werte für Neuinfektionen und die freien Intensivbetten stehen auf Grün.

Bezirk Fallzahl Differenz (Vortag) Inzidenz Genesen
Charlottenburg-Wilmersdorf 881 0 256,4 838
Friedrichshain-Kreuzberg 713 1 245,5 689
Lichtenberg 498 2 169,3 423
Marzahn-Hellersdorf 500 1 185,2 469
Mitte 1.287 3 333,6 1.225
Neukölln 1.087 4 329,5 1.014
Pankow 810 4 197,9 758
Reinickendorf 683 2 256,4 641
Spandau 468 0 190,9 453
Steglitz-Zehlendorf 622 5 200,6 585
Tempelhof-Schöneberg 842 1 239,9 792
Treptow-Köpenick 410 0 149,8 396
Summe 8.801 23 233,5 8.283

13.34 Uhr: Forscher befragen Berliner zum Corona-Alltag

Berliner Forscher wollen mit einer Internet-Umfrage herausfinden, wie sich der Alltag der Menschen in der Hauptstadt und aus dem Umland durch die Corona-Pandemie verändert hat. „Wir wollen am Ende zeigen, wie stark und auch wie unterschiedlich die Menschen in und um Berlin die Zeit der Einschränkungen erlebt haben“, sagte Talja Blokland, Professorin am Georg-Simmel-Zentrum für Metropolenforschung an der Humboldt-Universität. Die anonyme Umfrage startete am Montag. Es geht dabei um Themen wie: Wie haben Menschen ihren Alltag neu organisiert? Auf welche Ressourcen konnten sie dabei zurückgreifen?

Die Umfrage ist Teil des Forschungsprojekts „Städtisches Leben während Corona“ und ist unter corona.hu-berlin.de zu finden. „Wir hoffen auf viele Teilnehmer“, so Blokland.

11.30 Uhr: Keine Corona-Neuinfektionen in Brandenburg gemeldet

In Brandenburg sind innerhalb eines Tages keine neuen bestätigten Corona-Infektionen hinzugekommen. Das teilte das Gesundheitsministerium am Montag mit Stand 8 Uhr mit. Von Samstag auf Sonntag hatte das Ministerium noch von sieben neuen Fällen berichtet, am Tag zuvor waren fünf neue Infektionen erfasst worden.

+++ Sonntag, 19. Juli 2020 +++

17.39 Uhr: Sechs Neuinfektionen, kein weiteres Todesopfer in Berlin

In Berlin haben sich sechs weitere Menschen mit dem neuartigen Coronavirus infiziert. Das teilte die Senatsgesundheitsverwaltung mit. Drei Neuinfektionen gab es in Charlottenburg-Wilmersdorf, zwei in Spandau und eine in Tempelhof-Schöneberg. Kein weiterer Mensch ist mit Covid-19 gestorben, die Zahl der bisherigen Todesopfer bleibt bei 221. Von den insgesamt 8778 seit Beginn der Infizierten gelten 8250 inzwischen wieder als genesen. Die Zahl der aktuell Infizierten sinkt auf 307.

Die drei Corona-Ampeln stehen in Berlin weiter auf Grün. Der R-Wert beläuft sich auf 1,04 (der 7-Tage-R-Wert liegt bei 1,01), die Neuinfektionen pro Woche und 100.000 Einwohner liegt bei 5,0, der Anteil der für Covid-19-Patienten benötigten Intensivbetten liegt bei 1,5 Prozent.

10.25 Uhr: Freie Wähler - Bußgeld für Maskenverweigerer gefordert

Wer bewusst keine Corona-Maske in Bahnen trägt, sollte nach Ansicht der Freien Wähler im Brandenburger Landtag dafür zahlen müssen. Wenn sich jemand in engen Räumen wie in S- oder Regionalbahnen „partout weigert, dann ist auch ein kleines, angemessenes Bußgeld sicher angezeigt“, sagte Fraktionschef Péter Vida im Sommerinterview des Rundfunks Berlin Brandenburg (RBB). Als Höhe des Bußgeldes kann er sich Beträge im zweistelligen Bereich vorstellen. Für die Maskenpflicht im Einzelhandel schlägt Vida eine Lockerung vor: In Landkreisen, in denen es seit ein oder zwei Wochen keine Neuinfektionen gebe, solle nur eine „Maskenoption“ gelten.

+++ Sonnabend, 18. Juli 2020 +++

18.36 Uhr: 316 aktuell Infizierte in Berlin, kein weiteres Todesopfer

Die Zahl der aktuell mit dem neuartigen Coronavirus Infizierten geht n Berlin weiter zurück. Zurzeit sind 316 Menschen mit dem Virus infiziert. Das geht aus den aktuellen Zahlen der Senatsgesundheitsverwaltung hervor. Insgesamt haben sich seit Beginn der Pandemie 8772 Menschen angesteckt, das sind 25 mehr als am Vortag. 8235 Menschen gelten als genesen, 221 sind inzwischen mit Covid-19 gestorben.

Die meisten Neuzugänge meldete Reinickendorf (+5), gefolgt von Charlottenburg-Wilmersdorf (+4) und Friedrichshain-Kreuzberg, Steglitz-Zehlendorf und Tempelhof-Schöneberg (jeweils +3).

38 Menschen werden im Krankenhaus behandelt, davon 19 intensivmedizinisch.

Die Corona-Ampeln stehen weiter auf Grün. Der Wert für den R-Faktor liegt bei 0,87, die Neuinfektionen pro Woche und 100.000 Einwohner liegt weiter bei 5,0, der Anteil der für Covid-19-Patienten benötigten Intensivbetten liegt bei 1,5 Prozent.

15.54 Uhr: Bergmann-Klinik hat keinen Corona-Patienten mehr

Das Potsdamer Klinikum Ernst von Bergmann behandelt derzeit keinen Corona-Patienten mehr stationär. Der vorläufig letzte Patient mit Covid-19 sei nach Genesung am Freitag entlassen worden, teilte das größte Potsdamer Krankenhaus am Samstag mit. „Selbstverständlich werden wir die Infrastruktur für etwaige COVID-Patienten aufrechterhalten“, erklärte Geschäftsführer Hans-Ulrich Schmidt. Gewissheit über das Ausbleiben einer möglichen zweiten Welle werde es wohl erst mit einem wirksamen Impfstoff geben. „Deswegen sind wir weiterhin permanent auf den Ernstfall vorbereitet.“

In dem Klinikum war im März das Coronavirus ausgebrochen. Die Staatsanwaltschaft Potsdam nahm im Juni Ermittlungen gegen drei leitende Ärzte und die damalige Geschäftsführung wegen Verdachts der fahrlässigen Tötung und der fahrlässigen Körperverletzung auf. Zwei seit April beurlaubte Geschäftsführer stehen im Verdacht, sie hätten organisatorische Maßnahmen nicht oder nicht rechtzeitig ergriffen. Drei Ärzten wird vorgeworfen, Covid-19-Erkrankungen oder Verdachtsfälle nicht oder verspätet gemeldet zu haben.

13 Uhr: Fünf neue Corona-Infektionen in Brandenburg

Die Zahl der Corona-Infektionen in Brandenburg ist innerhalb eines Tages um fünf gestiegen. Von Freitag auf Samstag seien zwei bestätigte Fälle im Landkreis Oberhavel und je ein Fall in Oberspreewald-Lausitz, Ostprignitz-Ruppin und Teltow-Fläming neu hinzugekommen, berichtete das Gesundheitsministerium in Potsdam. Am Tag zuvor waren nur zwei neue Infektionen erfasst worden.

Seit März sind damit offiziell 3503 Menschen in Brandenburg mit dem Erreger Sars-CoV-2 infiziert worden, 173 Menschen starben seitdem. Als erkrankt gelten derzeit nach einer Schätzung rund 70 Menschen, als genesen rund 3260 Corona-Patienten.

+++ Freitag, 17. Juli 2020 +++

17.34 Uhr: 23 Neuinfektionen, kein weiterer Todesfall

In Berlin haben sich 23 weitere Menschen mit dem neuartigen Coronavirus infiziert. Das teilte die Senatsgesundheitsverwaltung mit. Damit gibt es seit Beginn der Pandemie insgesamt 8747 Infizierte in Berlin. 8199 Menschen gelten als genesen. Die Zahl der Menschen, die mit dem neuartigen Virus gestorben sind, bleibt bei 221. Damit sind aktuell 321 Menschen infiziert. Im Krankenhaus werden 38 Personen behandelt, davon 15 intensivmedizinisch.

Neukölln meldet die meisten Neuinfektionen (+9), gefolgt von Marzahn-Hellersdorf und Steglitz-Zehlendorf (jeweils +3).

Die Corona-Ampeln stehen weiter auf Grün. Der R-Wert beläuft sich auf 0,65, die Neuinfektionen pro Woche und 100.000 Einwohner liegt bei 5,0, der Anteil der Covid-19-Patienten benötigten Intensivbettern liegt bei 1,2 Prozent.

+++ Donnerstag, 16. Juli 2020 +++

18 Uhr: Kein weiteres Todesopfer, 26 Neuinfektionen

In Berlin ist kein weiterer Mensch an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben. Die Zahl der Todesfälle bleibt bei 221.


26 neue Infektionen wurden bestätigt, 25 waren es gestern. 334 aktuelle Corona-Fälle haben wir insgesamt in Berlin. 363 waren es gestern. 8169 Menschen sind inzwischen genesen.


Die Zahl der Patienten auf den Intensivstationen beträgt 17, das sind zwei Personen mehr als am Vortag. Insgesamt liegen 43 Menschen in Krankenhäusern, vier Patienten weniger als gestern.

Die meisten Neuinfektionen meldete Neukölln (+9), gefolgt von Tempelhof-Schöneberg (+6) und Charlottenburg-Wilmersdorf (+4).


Die Berliner Corona-Ampel steht für den Bereich der Reproduktionszahl mit 0,66 auf Grün. Die Werte für Neuinfektionen und die freien Intensivbetten stehen auch auf Grün.

12.02 Uhr: Ministerin - Folgen der Corona-Pandemie noch nicht abschätzbar

Die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf den Haushalt des Landes Brandenburg für 2021 sind nach Angaben von Finanzministerin Katrin Lange (SPD) noch nicht genau absehbar. „Alle Ressorts sind aufgerufen, mit ihren Fachabteilungen die Situation durchzurechnen“, sagte Lange am Donnerstag in einer Sondersitzung des Finanzausschusses des Landtages. Gerechnet werde bislang mit einem dreistelligen Millionenbetrag an Mindereinnahmen.

Zum Bedarf der Kommunen angesichts ausbleibender Gewerbesteuern und von Mindereinnahmen in weiteren Bereichen wegen der Corona-Pandemie werden Lange zufolge zunächst die Kassenstatistiken im August abgewartet. Dann könnten zielgerichtet Hilfen angefordert und eingesetzt werden. Die Ministerin verwies auf die in diesem Jahr zusätzlich angesetzte Steuerschätzung im September, neben der regulären im Oktober. „Wir brauchen diese Schätzung, um zu sehen, mit welchen Zahlen wir uns auseinandersetzen müssen“, sagte sie.

Die Ministerin informierte die Landtagsabgeordneten auch über den Beteiligungsbericht des Landes, der alle zwei Jahre vorgelegt wird. Danach ist das Land 22 Beteiligungen mit Unternehmen unter anderem zum Ausbau der Infrastruktur oder zur Wirtschafts-, Forschungs- und Technologieförderung eingegangen. Das biete die Möglichkeit, Aufgaben flexibler zu erledigen. Die Firmen verfügen den Angaben zufolge über eine solide Eigenkapitaldecke von 1,6 Milliarden Euro. Der Jahresüberschuss lag bei 28 Millionen Euro, im letzten Bericht 2018 waren es 24 Millionen Euro. 3800 Mitarbeiter werden beschäftigt.

11.01 Uhr: Sechs neue Corona-Infektionen in Brandenburg

In Brandenburg sind innerhalb von 24 Stunden sechs neue Corona-Infektionen gemeldet worden. Damit liegt die Zahl der insgesamt bestätigten Fälle bei 3496, wie das Gesundheitsministerium am Donnerstag (Stand 8 Uhr) mitteilte. Von Dienstag auf Mittwoch waren drei neue Fälle hinzugekommen. Die sechs neuen Fälle von Mittwoch auf Donnerstag wurden nach Angaben des Ministeriums in den Landkreisen Dahme-Spreewald, Havelland, Märkisch-Oderland, Oder-Spree, Potsdam und Teltow-Fläming gemeldet. 3250 Menschen gelten als genesen, das sind zehn mehr als am Vortag. Damit gibt es rund 70 Erkrankte. Sechs Menschen müssen in einem Krankenhaus behandelt werden, einer davon wird intensivmedizinisch beatmet. Die Zahl der Corona-Toten beträgt nach wie vor 173.

7.55 Uhr: Videosprechstunden in Berliner Arztpraxen weit verbreitet

Die Corona-Krise hat bei Berliner Ärzten zu einem regelrechten digitalen Boom geführt. Mehr als 2300 Praxen mit fast 4300 niedergelassenen Ärzte und Psychotherapeuten sind inzwischen für Videosprechstunden ausgerüstet. Zu Beginn des Jahres, im Januar und Februar, waren es gerade einmal sieben Fachleute in vier Praxen, wie die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Berlin berichtet. „Aktuell kann die KV Berlin nicht bewerten, ob es sich auch nach Corona um einen nachhaltigen Trend handelt“, sagte Sprecherin Dörthe Arnold.

Aus Angst vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus wollen viele Patienten den Besuch in einer Praxis oder auch die Anfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln lieber vermeiden. Die Videosprechstunde bietet eine Alternative. Auch Ärzte der Poliklinik am Helios Klinikum Berlin-Buch beispielsweise nutzen die technischen Möglichkeiten seit der Corona-Zeit deutlich stärker, wie die Ärztliche Direktorin der Poliklinik, Susanne Dörr, sagte.

+++ Mittwoch, 15. Juli 2020 +++

20.16 Uhr: Rolls-Royce streicht 550 Stellen in Dahlewitz

Beim britischen Triebwerksbauer Rolls-Royce werden am Standort Dahlewitz (Teltow-Fläming) wegen der Corona-Krise 550 Stellen abgebaut. Im zweiten deutschen Werk des Unternehmens in Oberursel bei Frankfurt/Main seien es 250 Stellen, sagte ein Unternehmenssprecher am Mittwoch auf Anfrage. Rolls-Royce hatte aufgrund der mittelfristigen Auswirkungen auf die Kunden-Nachfrage den weltweiten Abbau von 9000 der 52.000 Stellen angekündigt.

18.29 Uhr: Ein weiterer Toter, 363 akut Infizierte

In Berlin ist laut den Zahlen der Senatsgesundheitsverwaltung von Mittwochabend ein weiterer Mensch mit Covid-19 gestorben, die Zahl der Todesfälle stieg damit auf 221. Insgesamt haben sich 8698 Menschen bislang mit dem neuartigen Coronavirus infiziert, 25 Neuinfektionen gab es seit Dienstag, 8114 Menschen gelten als genesen. Damit sind 363 Menschen in Berlin akut mit dem Virus infiziert. Die meisten Neuinfektionen meldete Lichtenberg (+8), gefolgt von Tempelhof-Schöneberg (+5) und Steglitz-Zehlendorf (+3). 47 Menschen werden in Krankenhäusern behandelt, davon 15 intensivmedizinisch.

Die Corona-Ampeln stehen weiter auf Grün. Der R-Wert steht auf 0,92. Die Zahl der Covid-19-Fälle liegt bei 5,0 pro 100.000 Einwohner, die Auslastung der Intensivbetten bei 1,2 Prozent.

Die Corona-Fallzahlen in den Berliner Bezirken

Bezirk Fallzahl Genesen
Charlottenburg-Wilmersdorf 868 (+2) 822
Friedrichshain-Kreuzberg 706 (0) 669
Lichtenberg 491 (+8) 409
Marzahn-Hellersdorf 495 (0) 461
Mitte 1280 (+4) 1191
Neukölln 1063 (0) 984
Pankow 806 (+1) 748
Reinickendorf 675 (+1) 632
Spandau 465 (0) 447
Steglitz-Zehlendorf 609 (+3) 579
Tempelhof-Schöneberg 831 (+5) 778
Treptow-Köpenick 409 (+1) 394
Summe 8698 (+25) 8114

18.03 Uhr: Brandenburg lockert Besuchsregeln

Für den Besuch von Krankenhäusern und Pflegeheimen in Brandenburg gilt keine Begrenzung der Personenzahl wegen der Corona-Pandemie mehr. Seit Mittwoch müssen Besucher aber weiter den Mindestabstand und die Hygieneregeln einhalten, wie das Gesundheitsministerium mitteilte. Patienten oder Bewohner konnten seit Mitte Juni täglich von bis zu zwei Gästen besucht werden, davor war nur ein Besucher möglich. Die Regelung gilt auch für Einrichtungen der Eingliederungshilfe.

„Nach mehreren kleinen Ausbrüchen ist es in den vergangenen Wochen gelungen, dass die Infektionszahlen in den Pflegeeinrichtungen und besonderen Wohnformen derzeit bei Null liegen“, erklärte Gesundheitsstaatssekretär Michael Ranft. Das bedeute auch Verantwortung für Familienangehörige und Freunde. Er bat Besucher, sich mit dem jeweiligen Haus in Verbindung zu setzen, um sich über die Regelungen zu informieren. Die Einrichtungen sind verantwortlich für eine Steuerung der Besuche, den Schutz der Patienten und des Personals und die Einhaltung der Hygieneregeln.

11.05 Uhr: Drei neue Corona-Infektionen in Brandenburg

In Brandenburg gibt einen minimalen Anstieg der bestätigten Corona-Infektionen. Von Dienstag auf Mittwoch seien drei neue Fälle hinzugekommen, teilte das Gesundheitsministerium am Mittwoch mit Stand 8 Uhr mit. Von Montag auf Dienstag waren es fünf neue Fälle. Nun kamen zwei neue Infektionen im Landkreis Ostprignitz-Ruppin und eine im Landkreis Oder-Spree hinzu.

Seit Anfang März haben sich 3490 Menschen mit dem Erreger Sars-CoV-2 infiziert. Unverändert ist nach wie vor die Zahl von 173 toten Corona-Patienten. Rund 3240 Patienten gelten derzeit als genesen. Die Zahl der Erkrankten wird auf rund 80 geschätzt.

10.35 Uhr: Kalayci - Ausreisesperren für Berlin nicht machbar

Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) sieht lokale Ausreiseverbote für Regionen mit Corona-Ausbrüchen als sinnvoll an, aber für Berlin schwer umzusetzen. „Die Bezirke haben die Größenordnung von Landkreisen in anderen Bundesländern. Da kann man natürlich keine Reisebeschränkungen verhängen“, sagte Kalayci im RBB-Inforadio.

Es sei aber sinnvoll, wenn Menschen, die in Hotspots lebten, zuhause blieben. Das sei klarer und einfacher, als wenn alle anderen Bundesländer Einreisesperren verhängen müssten, sagte Kalyci, die auch Vorsitzende der Gesundheitsministerkonferenz ist.

„Wenn es Hotspots gibt, dann sollten die Menschen auch dort bleiben“, sagte die Senatorin. „Man sollte dann alle Vorkehrungen treffen, dass das Virus nicht weitergetragen wird. Das Virus kennt keine Grenzen.“

An diesem Donnerstag wollen Bund und Länder über geplante lokale Ausreiseverbote entscheiden. Die Vorabstimmungen zu dem Beschluss liefen noch, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur in Berlin aus Regierungskreisen.

8.21 Uhr: Virologe über Union-Plan: Ohne Impfstoff kein volles Stadion

Der Essener Virologe Ulf Dittmer hält Fußballspiele in vollen Stadion derzeit für unmöglich und nannte entsprechende Pläne des Bundesligisten 1. FC Union Berlin „unverantwortlich“. Der Direktor des Instituts für Virologie am Universitätsklinikum Essen sagte der Zeitung "WAZ": „Bevor wir keinen Impfstoff haben, wird es kein volles Stadion geben.“

Union strebt beim Saisonstart eine „Vollauslastung“ des Stadions an. Erreicht werden soll dieses Ziel mit Hilfe von Coronatests für alle 22.012 Karteninhaber sowie alle Anwesenden vor Ort. Zugang zum Stadion erhalten nach diesen Plänen Zuschauer mit einem negativen Testergebnis, das nicht älter als 24 Stunden sein dürfe. Das Konzept will der Club gemeinsam mit dem Berliner Senat und dem zuständigen Gesundheitsamt des Stadtbezirks Treptow-Köpenick ausarbeiten.

Lesen Sie auch: Unions Zuschauer-Konzept: Zwischen grotesk und unmöglich

„Es existieren zwei Probleme“, sagte Dittmer dazu. Der Test könne fehlerhaft abgenommen worden sein. „Außerdem kann es sein, dass das Testergebnis zwar negativ ist, die Person aber eigentlich schon infiziert und einen Tag später im Stadion infektiös ist. Dies kann man nicht ausschließen.“

5.30 Uhr: Berliner Gefängnisse - Haftaufschub wegen Corona beendet

Nach vier Monaten Aufschub wegen Corona sollen in Berlin jetzt rund 380 verurteilte Straftäter ins Gefängnis einrücken. Sie kämen aber nicht alle an einem Tag, die Aufforderung zum Haftantritt verschicke die Staatsanwaltschaft sukzessive, sagte ein Sprecher der Justizverwaltung. Die Justiz rechnet auch damit, dass sich nicht alle freiwillig zur Haft melden. Wer der Ladung nicht nachkomme, wird per Fahndung gesucht.

Bei genau 384 Verurteilten war laut Sprecher die anzutretende Haft am 15. März ausgesetzt worden. Die Justiz wollte demnach verhindern, dass das Coronavirus von außen in die Gefängnisse getragen wird. Zudem wurden für den Fall von Infektionen freie Plätze geschaffen.

Wer sich jetzt zur Haft melde, muss laut Sprecher zunächst 14 Tage in Quarantäne. Dafür werden auch die neu aufgebauten Isolierstationen genutzt. Es geht um Verurteilte mit Freiheitsstrafen von bis zu drei Jahren und mit Jugendstrafen von bis zu zwei Jahren. Den Infektionsschutz koordinierten die Vollzugsanstalten in eigener Verantwortung, hieß es. Bedienstete erhielten demnach eine persönliche Schutzausrüstung.

Senator Dirk Behrendt (Grüne) hatte betont, dass die Berliner Justiz bisher „durchaus erfolgreich“ durch die Krise gekommen sei. In den geschlossenen Anstalten habe es keinen einzigen Infizierten gegeben, im offenen Vollzug zwei Fälle.

+++ Dienstag, 14. Juli 2020 +++

18.49 Uhr: Ein weiterer Todesfall in Berlin, 18 Corona-Neuinfektionen

In Berlin ist ein weiterer Mensch mit Covid-19 gestorben. Das teilte die Senatsgesundheitsverwaltung am Dienstagabend mit. Die Zahl der Todesopfer stieg damit auf 220. Insgesamt haben sich 8673 Menschen seit Beginn der Pandemie mit dem Coronavirus infiziert, 8069 gelten als genesen. 18 Neuinfektionen wurden seit dem Vortag gemeldet, die meisten davon in Lichtenberg (+8), gefolgt von Mitte (+3) und Pankow, Reinickendorf und Steglitz-Zehlendorf (jeweils +2). Damit sind 384 Menschen in Berlin akut mit dem Coronavirus infiziert.

Die drei Corona-Ampeln stehen weiter auf Grün. Der R-Wert steht bei 0,97, die Inzidenz der Neuinfektionen liegt bei 4,9 je 100.000 Einwohner und der Anteil der benötigten Plätze auf Intensivstationen bei 1,7 Prozent.

Bezirk Fallzahl Genesen
Charlottenburg-Wilmersdorf 866 (0) 819
Friedrichshain-Kreuzberg 706 (+1) 666
Lichtenberg 483 (+8) 406
Marzahn-Hellersdorf 495 (+1) 454
Mitte 1276 (+3) 1184
Neukölln 1063 (-1) 977
Pankow 805 (+2) 745
Reinickendorf 674 (+2) 629
Spandau 465 (0) 444
Steglitz-Zehlendorf 606 (+2) 577
Tempelhof-Schöneberg 826 (0) 774
Treptow-Köpenick 408 (0) 394
Summe 8673 (+18) 8069

16.26 Uhr: Brandenburg hält an möglichst lokaler Corona-Strategie fest

Das Brandenburger Gesundheitsministerium setzt in der Diskussion um ein zielgenaueres Durchgreifen bei Corona-Ausbrüchen auf ein möglichst lokales Vorgehen. Vor allem für den Fall von mehr als 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen seien die Landkreise und kreisfreien Städte aufgefordert, effektive Schutzmaßnahmen zu treffen, erklärte Staatssekretär Michael Ranft am Dienstag in Potsdam. Dabei können etwa Corona-Tests und eine 14-tägige Quarantäne angeordnet werden wie im Fall der Kita in Neuruppin (Ostprignitz-Ruppin), wo nach der Infektion einer Mitarbeiterin hunderte Menschen getestet wurden.

Die Bundesregierung hatte bei den Ländern regionale Ausreisebeschränkungen angeregt. In Brandenburg wird derzeit nirgendwo ein Wert von 50 oder mehr Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen erreicht, der höchste Wert lag nach Angaben vom Dienstag mit 4,5 im Kreis Oberspreewald-Lausitz. Für Reisende aus Risikogebieten gilt auch in Brandenburg ein Verbot der Übernachtung in Hotels oder Ferienwohnungen, falls sie kein höchstens zwei Tage altes negatives Testergebnis vorlegen können.

14.02 Uhr: Gesundheitssenatorin Kalayci offen für neue Ideen zu Corona-Hotspots

Berlins Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) zeigt sich offen für eine Diskussion über ein zielgenaueres Vorgehen bei regionalen Corona-Ausbrüchen in Deutschland. „Wir freuen uns über einen Vorschlag dazu aus dem Kanzleramt“, sagte die Vorsitzende der Gesundheitsministerkonferenz. „Darüber werden wir dann in der Gesundheitsministerkonferenz beraten.“

Anfang Mai hatten Bund und Länder vereinbart, dass Beschränkungen erlassen werden, wenn in einem Kreis binnen sieben Tagen die Zahl der Corona-Neuinfektionen den Grenzwert von 50 pro 100.000 Einwohner übersteigt. Dazu zählen Beherbergungsverbote und Quarantäneregeln für Menschen aus betroffenen Regionen. Jetzt regt die Bundesregierung ein zielgenaueres Durchgreifen bei regionalen Corona-Ausbrüchen an. In einer Video-Schalte mit den Staatskanzlei-Chefs der Bundesländer regte Kanzleramtschef Helge Braun (CDU) am Montag mehr Tests und Ausreisebeschränkungen an. Beschlüsse dazu wurden noch nicht gefasst.

Lesen Sie auch: Ausreisesperren für Corona-Hotspots: „Hürden sind hoch“

+++ Montag, 14. Juli 2020 +++

17.55 Uhr: Zwei weitere Todesfälle und 18 Neuinfektionen in Berlin

In Berlin sind zwei weitere Menschen an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben. Die Zahl der Todesfälle steigt auf 219. Das teilte die Senatsgesundheitsverwaltung am Montagabend mit. 18 neue Infektion wurde bestätigt, eine gab es am Tag zuvor. 400 aktuelle Corona-Fälle haben wir insgesamt in Berlin. 425 waren es am Sonntag. 8036 Menschen sind inzwischen genesen. Die Zahl der Patienten auf den Intensivstationen beträgt 23, das sind sieben Personen mehr als am Vortag. Insgesamt liegen 53 Menschen in Krankenhäusern, das sind fünf Patienten mehr als am Sonntag. Die Berliner Corona-Ampel steht für den Bereich der Reproduktionszahl mit 1,12 auf Grün. Die Werte für Neuinfektionen und die freien Intensivbetten stehen auch auf Grün.

Die Fallzahlen in den Berliner Bezirken

Bezirk Fallzahl Genesen
Charlottenburg-Wilmersdorf 866 (+1) 819
Friedrichshain-Kreuzberg 705 (0) 660
Lichtenberg 475 (+5) 400
Marzahn-Hellersdorf 494 (0) 453
Mitte 1273 (+6) 1180
Neukölln 1064 (0) 972
Pankow 803 (+4) 743
Reinickendorf 672 (0) 625
Spandau 465 (0) 443
Steglitz-Zehlendorf 604 (0) 577
Tempelhof-Schöneberg 826 (+2) 770
Treptow-Köpenick 408 (0) 394
Summe 8655 (+18) 8036

10 Uhr: Wir starten ein neues Corona-Blog für Berlin

Alle bisherigen Nachrichten und Entwicklungen zum Coronavirus in Berlin und Brandenburg lesen Sie in unserem vorangegangenen Newsblog.

Bezirk Fallzahl Inzidenz Genesen
Charlottenburg-Wilmersdorf 865 (0) 251,8 814
Friedrichshain-Kreuzberg 705 (0) 242,8 654
Lichtenberg 470 (0) 159,8 398
Marzahn-Hellersdorf 494 (0) 183,0 448
Mitte 1267 (0) 328,5 1175
Neukölln 1064 (0) 322,5 968
Pankow 799 (0) 195,2 740
Reinickendorf 672 (0) 252,2 620
Spandau 465 (0) 189,6 440
Steglitz-Zehlendorf 604 (+1) 194,8 577
Tempelhof-Schöneberg 824 (0) 234,8 768
Treptow-Köpenick 408 (0) 149,1 393
Summe 8637 (+1) 229,1 7995

Corona - Mehr zur Pandemie