- Die Band KAJ vertritt Schweden beim ESC 2025 – dabei stammen die Mitglieder eigentlich aus Finnland
- Ihr Song „Bara bada bastu“ handelt von den Freuden des Saunierens
- Holen sie schon wieder den Sieg für das skandinavische Land?
Keine Frage: Schweden ist aktuell die ESC-Nation schlechthin. Siebenmal konnte das skandinavische Land den Wettbewerb schon gewinnen – und teilt sich damit das Krönchen mit Irland. Doch während die irischen Siege alle lange zurückliegen, landeten die Schweden allein in den vergangenen 10 Jahren zweimal ganz vorne und mit einer Ausnahme immer unter den Top 10.

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Könnte sich diese Siegesserie fortsetzen? Tatsächlich stehen die Chancen nicht schlecht, dass der Eurovision Song Contest im kommenden Jahr einmal mehr in Stockholm, Göteborg oder Malmö ausgetragen wird. Denn die Gruppe KAJ zählt zu den Favoriten – obwohl sie auf eine ganz andere Strategie setzen, als die schwedischen ESC-Kandidaten der vergangenen Jahre.
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ESC 2025: Mit KAJ fahren drei Finnen für Schweden zum Song Contest
KAJ, das sind Kevin Holmström, Axel Åhman und Jakob Norrgård. In bester ABBA-Manier haben sie ihre Vornamen verbunden und sich so einen Bandnamen gegeben. Das Trio stammt aus Finnland und ist damit der zweite schwedische ESC-Act in Folge, der aus einem Nachbarland kommt. 2024 hatten die Norweger Marcus & Martinus das nordische Land beim Contest vertreten.
Die Schweden-Verbindung der Band ist aber unübersehbar: Sie stammen aus der finnlandschwedisch geprägten Gemeinde Vörå und sprechen einen schwedischen Dialekt, in dem sie auch singen. Ihren ersten großen Hit hatten KAJ 2014, seitdem sind sie in Schweden und Finnland Stars. Doch sie sind mehr Komiker als Sänger, produzierten für das Fernsehen bereits verschiedene Sketch-Shows.
Umso überraschender war ihre Teilnahme am Melodifestivalen, dem schwedischen Vorentscheid für den Eurovision Song Contest. Am Ende setzten sie sich gegen 30 Mitbewerber durch, darunter auch der als absoluter Favorit gehandelte ehemalige ESC-Sieger Måns Zelmerlöw. Und das, obwohl KAJs ESC-Song „Bara Bada Bastu“ so ganz anders ist als alles, was Schweden in den vergangenen Jahren zum Contest geschickt hat.
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Das nordische Land steht beim ESC für perfekt produzierte, aufwendig inszenierte Beiträge. Das hat in den vergangenen Jahren mehrfach zum Erfolg geführt – doch oft waren die Lieder auch etwas belang- und seelenlos. KAJ gehen einen völlig anderen Weg, setzen mit „Bara Bada Bastu“ auf Humor und folkloristische Klänge. Hinzu kommt: Das Trio singt in Landessprache – zuletzt tat das ein schwedischer Teilnehmer im Jahr 1998.
Im Song geht es um die wohltuende Wirkung eines Sauna-Gangs. Unter anderem singen KAJ: „Wir geh‘n in die Sauna, Sauna, stell den Dampf hoch und lass heut allen Stress raus. Wir sind die Saunabrüder: glühend heiß, hundert Grad.“ Und tatsächlich verwandelt sich die Bühne während ihres Auftritts dann auch in eine gigantische Sauna.
Das Lied ist trotz des humorvollen Textes mehr als nur ein Scherzbeitrag: Die Melodie geht ins Ohr, schon beim zweiten Refrain kann man mitsummen. Gute Voraussetzungen für den ESC also. Übersehen wird man Schweden dort in diesem Jahr sicher nicht.
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KAJ mit „Bara Bada Bastu“: Schwedens ESC-Beitrag im Video
So erfolgreich war Schweden zuletzt beim Eurovision Song Contest
Beim ESC hält Schweden gleich mehrere Rekorde: Mit Irland liegt es ganz vorne – beide Länder konnten den Contest siebenmal gewinnen. Hinzu kommt: Loreen ist die einzige Frau, die den Sieg bisher zweimal geholt hat. Und auch abgesehen davon lief es für das Land in den vergangenen Jahren mehr als gut:
| Jahr | Act | Titel | Platz |
|---|---|---|---|
| 2021 | Tusse | Voices | 14 |
| 2022 | Cornelia Jakobs | Hold Me Closer | 4 |
| 2023 | Loreen | Tattoo | 1 |
| 2024 | Marcus & Martinus | Unforgettable | 9 |
Können KAJ an diese Erfolge anknüpfen? Die Chancen stehen gut: Laut Buchmachern sind sie die Top-Favoriten. Doch zuletzt hatten sich die Wettanbieter immer wieder geirrt. Sicher ist der Sieg der Saunabrüder also keinesfalls.
Eurovision Song Contest 2025: Das sind die ESC-Teilnehmerinnen und -Teilnehmer
- Albanien: Shkodra Elektronike – „Zjerm“
- Armenien: Parg – „Survivor“
- Aserbaidschan: Mamagama – „Run With U“
- Australien: Go-Jo – „Milkshake Man“
- Belgien: Red Sebastian – „Strobe Lights“
- Dänemark: Sissal – „Hallucination“
- Deutschland: Abor & Tynna – „Baller“
- Estland: Tommy Cash – „Espresso Macchiato“
- Finnland: Erika Vikmann – „Ich komme“
- Frankreich: Louane – „Maman“
- Georgien: Mariam Shengelia – „Freedom“
- Griechenland: Klavdia – „Asteromata“
- Italien: Lucio Corsi – „Volevo essere un duro“
- Irland: Emmy – „Laika Party“
- Island: VÆB – „Róa“
- Israel: Yuval Raphael – „New Day Will Rise“
- Kroatien: Marko Bosnjak – „Poison Cake“
- Lettland: Tautumeitas – „Bur man laimi“
- Litauen: Katarsis – „Tavo Akys“
- Luxemburg: Laura Thron – „La poupée monte le son“
- Malta: Miriana Conte – „Kant“
- Montenegro: „Nina Žižić“ – „Dobrodošli“
- Niederlande: Claude – „C‘est La Vie“
- Norwegen: Kyla Alessandro – „Lighter“
- Österreich: JJ – „Wasted Love“
- Polen: Justyna Steczkowska – „Gaja“
- Portugal: NAPA – „Deslocado“
- San Marino: Gabry Ponte – „Tutta l’Italia“
- Schweden: KAJ – „Bara bada bastu“
- Schweiz: Zoë Më – Voyage“
- Serbien: Princ – „Mila“
- Slowenien: Klemen – „How Much Time Do We Have Left“
- Spanien: Melody – „Esa diva“
- Tschechien: Adonxs – „Kiss Kiss Goodbye“
- Ukraine: Ziferblat – „Bird Of Pray“
- Vereinigtes Königreich: Remember Monday – „What The Hell Just Happened?“
- Zypern: Theo Evan – „Shh“






