• Deutschland hofft auf einen Erfolg beim Eurovision Song Contest
  • Dafür sorgen soll die Sängerin Sarah Engels mit „Fire“
  • Wir verraten, wie ihre Chancen beim ESC 2026 wirklich stehen

The show must go on: Nachdem der ehrgeizige Plan von Stefan Raab, Deutschland nach Jahren der Misserfolge endlich wieder zum ESC-Erfolg zu führen, im vergangenen Jahr in die Hose ging (am Ende reichte es nur für Platz 15), geht es auch in diesem Jahr weiter. Tatsächlich steht das Show-Spektakel Eurovision Song Contest einmal mehr vor der Tür – und wie immer in der 70-jährigen Geschichte des Wettbewerbs ist auch Deutschland dabei.

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Vertreten werden „wir“ von Sarah Engels. Die Sängerin dürfte vielen ein Begriff sein – sei es aus ihrer Zeit bei DSDS, durch ihre medienwirksame Trennung von Pietro Lombardi oder durch Auftritte in diversen TV-Shows wie „Let‘s Dance“ oder „The Masked Singer“. Tatsächlich hat sich Deutschland mit ihr aber eine würdige Vertreterin ausgesucht: Engels hat eine gute Stimme, die schon vor dem Contest international von vielen Kritikern gelobt wird. Könnte sie das Land nach Raabs Scheitern gar wieder zum ESC-Glück führen? Die Antwort ist ernüchternd.

Deutschland beim ESC: „Fire“ ist ausgelutscht, wie ein Kaugummi

Denn obwohl Sarah Engels, so betonte sie es zumindest im Interview mit unserer Redaktion, noch an ihrem Auftritt feilt, um alles zu perfektionieren, obwohl sie eine gute Stimme, ein sympathisches Auftreten und eine tolle Bühnenpräsenz hat, bleibt ein Problem: der Song „Fire“.

Der kommt so ausgelutscht daher wie ein zwei Stunden alter Kaugummi. „Fire“ setzt auf ein Schema, das Zypern schon seit Jahren verfolgt: ein tanzbarer Beat und ein eingängiger Refrain – gepaart mit viel Sex-Appeal. Auf solche Erfolgsrezepte zu setzen, hat beim ESC oft funktioniert. Nur sorgt es selbst bei Zypern nicht mehr für das gewünschte Ergebnis. 2025 verpasste der Inselstaat sogar den Einzug ins ESC-Finale.

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Da hilft auch der Dance-Break, bei dem sich Engels gekonnt lasziv auf der Bühne räkelt, nicht: Die Wahrscheinlichkeit, dass „Fire“ Deutschland weit nach vorn bringt, ist gering. Das sehen auch die internationalen Buchmacher so: In den Wettquoten liegt Engels, je nach Anbieter, auf Plätzen zwischen 21 und 24 (Stand: 6. Mai). Selbst eine Platzierung im Mittelfeld wäre demnach schon ein Erfolg. Deutschlands Chancen auf einen Sieg liegen dabei laut den Wettanbietern bei unter einem Prozent.

Letzte Hoffnung Inszenierung: Verbessert Deutschland seine Chancen beim ESC noch?

Doch eine kleine Hoffnung bleibt: Nach dem Vorentscheid hat Sarah Engels angekündigt, ihren Auftritt komplett überarbeiten zu wollen. Auch am Song wurde wohl noch geschraubt. Inzwischen ist von einem „Revamp“, also einer gezielt für den ESC angepassten Version des Liedes, die Rede.

Bei der Bühnen-Show könnte sich sogar noch mehr tun. Bisher ist wenig darüber bekannt, wie der Auftritt in Wien aussehen wird. Überrascht uns das Team um Engels beim ESC am Ende und schafft es, mit Stimme und Tanz auch bei einem schwachen Song zu überzeugen? Es wäre sowohl Sarah Engels als auch den beim Eurovision Song Contest so leidgeplagten Deutschen zu wünschen.