- Louane vertritt Frankreich mit „Maman“ beim Eurovision Song Contest 2025
- Die Sängerin ist längst ein Star – und hatte auch in Deutschland einen großen Hit
- Wir stellen die französische ESC-Hoffnung vor
Frankreich bleibt seinem Erfolgsrezept treu: Nach dem starken vierten Platz des Sängers Slimane in Malmö 2024 setzt die Grande Nation beim Eurovision Song Contest 2025 wieder auf eine interne Nomination – ohne öffentliches Auswahlverfahren. Die Wahl fiel dabei auf eine, die auch über die Grenzen Frankreichs hinaus längst ein Star ist: Louane, Sängerin, Schauspielerin, Mutter – und nun große Hoffnung für den ESC in Basel.
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ESC 2025: Louane fährt für Frankreich zum ESC
Geboren wurde Louane, die mit bürgerlichem Namen Anne Peichert heißt, am 26. November 1996 im nordfranzösischen Hénin-Beaumont. Schon früh stand sie auf der Bühne: Mit acht Jahren gewann sie ihren ersten Gesangswettbewerb, mit 13 Jahren nahm sie an der Castingshow „L’École des Stars“ teil. Ihren Durchbruch feierte sie 2013 bei „La plus belle voix“, dem französischen Pendant zu „The Voice“. Sie sang sich bis ins Halbfinale – und machte gleichzeitig einen Regisseur auf sich aufmerksam.
Éric Lartigau bot ihr die Hauptrolle in seinem Film „La famille Bélier“ an, einem später vielfach ausgezeichneten Drama über ein hörendes Mädchen in einer gehörlosen Familie. Louane brillierte – und gewann 2015 den César als „Beste Nachwuchsdarstellerin“. Noch im selben Jahr erschien ihr Debütalbum Chambre 12, das sich über eine Million Mal verkaufte. Songs wie „Je vole“ und „Jour 1“ wurden in Frankreich zu Hits, erreichten aber auch international Bekanntheit. „Avenir“ kletterte in Deutschland bis auf Platz drei der Charts, verfolgte viele Deutsche über Wochen als Ohrwurm.

Heute zählt Louane zu den festen Größen des französischen Pop. Sie ist regelmäßig in den Top Ten der Charts vertreten, war Coach bei „The Voice Kids“ und zuletzt Jurorin in der Amazon-Prime-Show „Popstar“. Trotz ihres Erfolgs wirkt sie erstaunlich nahbar – vielleicht, weil ihre Karriere nicht als Projekt begann, sondern als Stimme, die gehört werden wollte hat.
Frankreich beim ESC 2025: Das ist Louanes Lied „Maman“
„Maman“ heißt der französische Beitrag zum ESC 2025. Louane präsentierte ihn nicht in einem Fernsehstudio, sondern in der Halbzeitpause des Rugby-Spiels Frankreich gegen Schottland – auf einer schwebenden Plattform im Stade de France, vor über 80.000 Zuschauern im Stadion, vor Millionen an den Bildschirmen. Es war eine Inszenierung, die zeigte, welchen Stellenwert der ESC in Frankreich inzwischen hat: nationale Repräsentation, emotionale Aufladung – ein Auftritt wie aus dem Staatsfernsehen.

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Der Song selbst schlägt leisere Töne an. „Ich habe die Liebe gefunden, unauslöschlich. Du weißt schon, die wahre, die bleibt, auch wenn die Zeit vergeht“, heißt es darin. Louane erzählt in dem Lied vom frühen Verlust ihrer Mutter durch Krebs – und von ihren eigenen Erfahrungen als Mutter der kleinen Esmée. Eine Generation reicht der nächsten die Hand. „Wenn er meine Hand hält, habe ich vor nichts mehr Angst. Und es fühlt sich an wie damals, als du meine Hand gehalten hast“, singt sie.
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Louane widmet ihre Teilnahme ihrer Mutter, die selbst ein großer Fan des Wettbewerbs war. „Es war ein Traum von ihr, der sehr, sehr schnell zu einem meiner Träume wurde“, sagte sie gegenüber RTL France.
Louane mit „Maman“: Der französische ESC-Beitrag im Video
So erfolgreich war Frankreich zuletzt beim Eurovision Song Contest
Frankreich gehört zu den Gründungsmitgliedern des Eurovision Song Contest und nimmt seit 1956 mit wenigen Ausnahmen regelmäßig teil. Als einer der fünf größten Beitragszahler ist das Land automatisch für das Finale qualifiziert.
Fünfmal konnte Frankreich den Wettbewerb in der Vergangenheit gewinnen, zuletzt 1977 mit Marie Myriam und dem Titel „L’oiseau et l’enfant“. Nach einer längeren Phase mäßiger Erfolge feierte Barbara Pravi 2021 mit „Voilà“ ein starkes Comeback und belegte den zweiten Platz. Auch Slimane überzeugte 2024 und landete auf Platz vier.
| Jahr | Act | Titel | Platz |
| 2021 | Barbara Pravi | Voilà | 2 |
| 2022 | Alvan & Ahez | Fulenn | 24 |
| 2023 | La Zarra | Évidemment | 16 |
| 2024 | Slimane | Mon amour | 4 |
Nun führt Louane diese Linie weiter. Ihre Biografie, ihre Bekanntheit, ihre mediale Präsenz – sie vereint vieles, was beim ESC funktioniert. Vor allem aber hat sie einen Song, der persönlich ist, ohne pathetisch zu sein. Die Wettbüros sehen Frankreich entsprechend gut aufgestellt: Louane gehört zu den Favoritinnen für das Finale in Basel.
Eurovision Song Contest 2025: Das sind die ESC-Teilnehmerinnen und -Teilnehmer
- Albanien: Shkodra Elektronike – „Zjerm“
- Armenien: Parg – „Survivor“
- Aserbaidschan: Mamagama – „Run With U“
- Australien: Go-Jo – „Milkshake Man“
- Belgien: Red Sebastian – „Strobe Lights“
- Dänemark: Sissal – „Hallucination“
- Deutschland: Abor & Tynna – „Baller“
- Estland: Tommy Cash – „Espresso Macchiato“
- Finnland: Erika Vikmann – „Ich komme“
- Frankreich: Louane – „Maman“
- Georgien: Mariam Shengelia – „Freedom“
- Griechenland: Klavdia – „Asteromata“
- Italien: Lucio Corsi – „Volevo essere un duro“
- Irland: Emmy – „Laika Party“
- Island: VÆB – „Róa“
- Israel: Yuval Raphael – „New Day Will Rise“
- Kroatien: Marko Bosnjak – „Poison Cake“
- Lettland: Tautumeitas – „Bur man laimi“
- Litauen: Katarsis – „Tavo Akys“
- Luxemburg: Laura Thron – „La poupée monte le son“
- Malta: Miriana Conte – „Kant“
- Montenegro: „Nina Žižić“ – „Dobrodošli“
- Niederlande: Claude – „C‘est La Vie“
- Norwegen: Kyla Alessandro – „Lighter“
- Österreich: JJ – „Wasted Love“
- Polen: Justyna Steczkowska – „Gaja“
- Portugal: NAPA – „Deslocado“
- San Marino: Gabry Ponte – „Tutta l’Italia“
- Schweden: KAJ – „Bara bada bastu“
- Schweiz: Zoë Më – Voyage“
- Serbien: Princ – „Mila“
- Slowenien: Klemen – „How Much Time Do We Have Left“
- Spanien: Melody – „Esa diva“
- Tschechien: Adonxs – „Kiss Kiss Goodbye“
- Ukraine: Ziferblat – „Bird Of Pray“
- Vereinigtes Königreich: Remember Monday – „What The Hell Just Happened?“
- Zypern: Theo Evan – „Shh“





