- Abor & Tynna vertreten Deutschland beim Eurovision Song Contest in Basel
- Zuvor haben sie Raabs ESC-Vorentscheid „Chefsache ESC“ gewonnen
- Wir stellen die Österreicher und ihren Song „Baller“ vor
Deutschland setzt beim Eurovision Song Contest 2025 auf eine mutige Strategie – und könnte mit reichlich Punkten aus Österreich belohnt werden. Denn die Bundesrepublik schickt in diesem Jahr ein Duo aus Wien ins Rennen: Abor und Tynna treten in Basel mit ihrer explosiven Clubhymne „Baller“ für Deutschland an.

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Im deutschen Vorentscheid lieferten sich die Geschwister ein knappes Rennen mit Sängerin Lyza, die mit 1,5 Millionen TikTok-Followern als Favoritin galt. Doch mit 34,9 Prozent der Stimmen setzte sich das Duo am Ende durch – und ihr Song zeigt Hit-Potenzial. „Baller“ ist nach dem Vorentscheid in die deutschen Single-Charts eingestiegen. Auch die Radiosender haben den eingängigen Song für sich entdeckt, was die Chancen auf einen erfolgreichen ESC-Auftritt am 17. Mai steigen lässt.
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ESC 2025: Abor & Tynna fahren für Deutschland zum ESC
„Ich ba-la-la-ller Löcher in die Nacht“ – mit dieser Zeile und einem energiegeladenen Clubsound haben sich Abor und Tynna für den ESC 2025 qualifiziert. Während Tynna (24) mit markanter Stimme und wehender Mähne die Partyhymne zum Besten gibt, setzt ihr Bruder Abor (26) mit seinem Cello einen überraschenden Kontrast: Elektronische Beats verschmelzen mit klassischen Streicherklängen.
Anders als die meisten ihrer ESC-Konkurrenten haben Tynna und Arbor keine klassische Musikausbildung absolviert. Dafür liegt den Wiener Geschwistern, die mit bürgerlichem Namen Attila und Tünde Bornemisza heißen, die Musik quasi im Blut. Ihr Vater Csaba Bornemisza ist Cellist bei den Wiener Philharmonikern und hat sie schon früh mit klassischer Musik in Berührung gebracht. Doch statt selbst den Weg in die Orchestermusik oder den klassischen Konzertsaal einzuschlagen, zog es die beiden in die Popwelt – mit Erfolg. Ein Plattenvertrag, eine Tournee mit Nina Chuba und das soeben erschienene Debütalbum „Bittersweet“, das es in die Top 100 der Charts schaffte, sprechen für sich.

Für Aufsehen sorgte auch ihr Auftritt im Finale des deutschen Vorentscheids, als Tynna zum Höhepunkt ihrer Performance ein Cello zertrümmerte – eine Idee von Stefan Raab, wie die Sängerin später gegenüber „Bild“ verriet. Doch nicht alles lief perfekt: Die Jury bemängelte Unsicherheiten in der Bühnenpräsenz, auch gesanglich sei noch Luft nach oben. Tynna selbst erklärte, sie sei im Finale krank gewesen.
Stefan Raab sieht in ihr jedenfalls großes Potenzial und lobte den Song im Vorentscheid als „den modernsten Beitrag des Abends“. Sein Vergleich: Tynna klinge wie „ein weiblicher Udo Lindenberg“. ESC-Legende Conchita Wurst schwärmte: „Baller“ ist ein Hit.
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Deutschland beim ESC 2025: Das ist Abor und Tynnas Song „Baller
Die Entstehungsgeschichte des Songs ist so einfach wie der Text selbst: Tynna hatte im vergangenen Sommer Liebeskummer und schrieb gemeinsam mit ihrem Bruder mehrere melancholische Balladen. Irgendwann hatte sie genug davon – stattdessen sollte ein tanzbarer, kraftvoller Club-Song entstehen. So entstand „Baller“, eine deutschsprachige Partynummer mit Ohrwurmgarantie.
Ursprünglich war ein englischsprachiger Song für den ESC geplant, doch im Austausch mit Stefan Raab fiel die Entscheidung auf „Baller“ – ein gewagter Schritt. Denn zum ersten Mal seit 2007 setzt Deutschland wieder auf einen deutschsprachigen Beitrag. Damals trat Roger Cicero mit „Frauen regier’n die Welt“ an und landete auf Platz 19.
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So erfolgreich war Deutschland zuletzt beim Eurovision Song Contest
Ein Blick in die ESC-Geschichte zeigt jedoch: Mit deutschsprachigen Songs konnte das Land durchaus schon punkten. Und so sind die Erwartungen an Baller“ hoch – vor allem nach den letzten Jahren, in denen Deutschland oft auf den hinteren Plätzen landete:
| Jahr | Act | Titel | Platz |
| 2024 | Isaak | Always On The Run | 12 |
| 2023 | Lord Of The Lost | Blood & Glitter | 26 |
| 2022 | Malik Harris | Rockstars | 25 |
| 2021 | Jendrik | I Don't Feel Hate | 25 |
Zuletzt schnitt Isaak 2024 mit „Always On The Run“ vergleichsweise gut ab und landete auf Platz 12. Den bislang letzten Sieg feierte Deutschland 2010 mit „Satellite“ von Lena, fast drei Jahrzehnte nach dem ersten deutschen ESC-Triumph von Nicole mit „Ein bisschen Frieden“ 1982. Ob Abor und Tynna an diese Erfolge anknüpfen können? Unwahrscheinlich. Für einen Sieg dürfte es wohl kaum reichen, aber vielleicht ja für einen Platz im Mittelfeld? Sicher ist, dass Stefan Raab bis dahin noch an ihrem Auftritt feilen wird – denn auf der ESC-Bühne muss es nicht nur musikalisch, sondern auch optisch „ballern“.
Eurovision Song Contest 2025: Das sind die ESC-Teilnehmerinnen und -Teilnehmer
- Albanien: Shkodra Elektronike – „Zjerm“
- Armenien: Parg – „Survivor“
- Aserbaidschan: Mamagama – „Run With U“
- Australien: Go-Jo – „Milkshake Man“
- Belgien: Red Sebastian – „Strobe Lights“
- Dänemark: Sissal – „Hallucination“
- Deutschland: Abor & Tynna – „Baller“
- Estland: Tommy Cash – „Espresso Macchiato“
- Finnland: Erika Vikmann – „Ich komme“
- Frankreich: Louane – „Maman“
- Georgien: Mariam Shengelia – „Freedom“
- Griechenland: Klavdia – „Asteromata“
- Italien: Lucio Corsi – „Volevo essere un duro“
- Irland: Emmy – „Laika Party“
- Island: VÆB – „Róa“
- Israel: Yuval Raphael – „New Day Will Rise“
- Kroatien: Marko Bosnjak – „Poison Cake“
- Lettland: Tautumeitas – „Bur man laimi“
- Litauen: Katarsis – „Tavo Akys“
- Luxemburg: Laura Thron – „La poupée monte le son“
- Malta: Miriana Conte – „Kant“
- Montenegro: „Nina Žižić“ – „Dobrodošli“
- Niederlande: Claude – „C‘est La Vie“
- Norwegen: Kyla Alessandro – „Lighter“
- Österreich: JJ – „Wasted Love“
- Polen: Justyna Steczkowska – „Gaja“
- Portugal: NAPA – „Deslocado“
- San Marino: Gabry Ponte – „Tutta l’Italia“
- Schweden: KAJ – „Bara bada bastu“
- Schweiz: Zoë Më – Voyage“
- Serbien: Princ – „Mila“
- Slowenien: Klemen – „How Much Time Do We Have Left“
- Spanien: Melody – „Esa diva“
- Tschechien: Adonxs – „Kiss Kiss Goodbye“
- Ukraine: Ziferblat – „Bird Of Pray“
- Vereinigtes Königreich: Remember Monday – „What The Hell Just Happened?“
- Zypern: Theo Evan – „Shh“





