Corona-Newsblog Berlin

58 Neuinfektionen in Berlin, alle Ampeln auf Grün

10.785 Menschen haben sich in Berlin nachweislich mit dem Coronavirus infiziert. Alle aktuellen Entwicklungen und Zahlen im Blog.

Höchste Neuinfektionen seit Mai - kommen jetzt strengere Maßnahmen?

Am Donnerstag meldete das RKI über 1700 Neuinfektionen an nur einem Tag. Es ist der dritte Tag in Folge mit einem Anstieg. Reiserückkehrer und Privatpartys sollen der Grund sein. Merkel sieht keine Möglichkeit zu Lockerungen. Spahn erwägt schärfere Maßnahmen für Veranstaltungen.

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Berlin. In unserem Newsticker berichten wir laufend über die Corona-Lage in Berlin und Brandenburg. Aktuelle Informationen zur Corona-Pandemie in Deutschland, Europa und der Welt finden Sie in diesem Newsblog.

14.04 Uhr: Wir schließen dieses Newsblog zur Corona-Pandemie in Berlin. Alle weiteren Entwicklungen finden Sie in unserem neuen Newsblog.

14.00 Uhr: Sondersitzung des Senats zur Corona-Krise am Freitag

Der Senat wird wahrscheinlich am Freitag zu einer Sondersitzung zusammenkommen. Das kündigte der Regierende Bürgermeister Michael Müller (SPD) beim Bezirksbesuch der Landesregierung in Charlottenburg-Wilmersdorf an. Am Donnerstag seien die Ministerpräsidenten der Bundesländer mit der Kanzlerin zu einer Konferenz über den Kurs zur EIndämmung des Corona-Virus verabredet. "Dort werden wichtige Probleme angesprochen", sagte Müller. Der Senat werde danach sehen, welche Entscheidungen auf Landesebene zu treffen seien.

Müller nannte die knappen Testkapazitäten, den Umgang mit Corona-Partys und Reiserückkehrern als wichtige Themen. Es gehe zudem darum, sich auf den Winter vorzubereiten und sich abzustimmen, wie größere Veranstaltungen in Kultur, Sport oder Messen abgehalten werden können.

Müller mahnte abermals zur Vorsicht im Umgang mit dem Virus: "Alle müssen wieder auf die Regeln achten", sagte der Regierende Bürgermeister. Er verwies auf eine neue Information auf der Internet-Seite Berlin.de. Dort zeigt die Senatsgesundheitsverwaltung jetzt das Infektionsgeschehen in Berlin auf.

13.02 Uhr: Betrug bei Corona-Hilfen: Ermittlungen gegen IBB

Die Berliner Staatsanwaltschaft hat Ermittlungsverfahren gegen den Chef der Investitionsbank Berlin (IBB), Jürgen Allerkamp, sowie gegen weitere IBB-Manager eingeleitet. Die Staatsanwaltschaft und die IBB bestätigten der Berliner Morgenpost einen entsprechenden Bericht des „RBB“. Es werde geprüft, ob sich die Beschuldigten der strafbaren Untreue beziehungsweise Beihilfe zur Untreue schuldig gemacht haben. Lesen Sie hier den ganzen Artikel.

12.20 Uhr: Brandenburger CDU für Lockerung der Beschränkungen im Kontaktsport

Angesichts des weiterhin geringen Anstiegs der Infektionszahlen in Brandenburg hat sich die CDU-Fraktion im Brandenburger Landtag für leichte Lockerungen beim Kontaktsport ausgesprochen. „Mit einer beschränkten Zahl von Sportlern sollten auch Sportarten wie Judo, Karate oder Boxen in der Halle wieder möglich sein“, sagte CDU-Fraktionschef Jan Redmann am Dienstag im Landtag. „Ich habe aber nicht die Hoffnung, dass wir bald wieder große Volleyballturniere in der Halle erleben werden.“ Die Kontaktsportarten in der Halle sind in Brandenburg als einzigem Bundesland zur Eindämmung der Corona-Pandemie untersagt.

11.36 Uhr: 16 neue Corona-Fälle in Brandenburg

In Brandenburg sind 16 weitere Corona-Neuinfektionen registriert worden. Das berichtete das Gesundheitsministerium am Dienstag. Von Sonntag zu Montag sei es nur ein neuer Fall gewesen. Insgesamt haben sich damit seit März 3843 Menschen im Land mit dem Virus infiziert. Die Zahl der nachweislich aktiv Infizierten liegt derzeit bei etwa 200. 173 Menschen starben bislang im Land nach einer Sars-CoV-2-Infektion. Etwa 3470 Menschen gelten als genesen - nach den Angaben zehn mehr als einen Tag zuvor.

Die insgesamt meisten Infizierten in Brandenburg verzeichnet nach wie vor die Landeshauptstadt Potsdam mit insgesamt 689 Personen. Es folgt der Landkreis Potsdam-Mittelmark mit 615.

11.35 Uhr: Linke fordert Corona-Gutschrift für Kunden im Öffentlichen Nahverkehr

Die Linksfraktion fordert eine Gutschrift für die Kunden des Öffentlichen Nahverkehrs, um die Einschränkungen zu Beginn der Corona-Pandemie auszugleichen. „Von den Fahrplan-Einschränkungen waren 13 Regionalzug- und 6 S-Bahnlinien betroffen“, sagte der Linke-Abgeordnete Christian Görke am Dienstag im Brandenburger Landtag. Auch bei Bussen und Bahnen habe es starke Einschränkungen gegeben. Daher sollten den Kunden, die zwischen dem 1. März und dem 31. Mai gültige Zeitfahrkarten des Verkehrsverbunds Berlin-Brandenburg hatten, diese unentgeltlich um zwei Monate verlängert werden. Einen entsprechenden Antrag will die Linke in dieser Woche im Landtagsplenum einbringen.

„Das wäre ein starkes Signal an die Menschen, dem Öffentlichen Nahverkehr die Treue zu halten“, sagte Görke. Bislang habe der Verkehrsverbund nur 60 Prozent der Fahrgäste, die vor dem Lockdown zugestiegen seien. Görke verwies darauf, dass das Land vom Bund 132 Millionen Euro erhalten habe, um Einnahmeausfälle im Nahverkehr wegen der Pandemie auszugleichen.

8.41 Uhr: Nonnemacher für weitere Teilnehmer-Obergrenzen - auch zu Karneval

Brandenburgs Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher (Grüne) befürwortet vor dem Hintergrund steigender Corona-Infektionszahlen weiter Obergrenzen bei Großveranstaltungen - auch zu Karneval. „Ich spreche mich dafür aus, die Großveranstaltungsverordnung mit bis zu 1000 Personen weiter zu verlängern“, sagte Nonnemacher am Dienstag im RBB-Inforadio. Auf die Frage, ob unter diese Regel auch der Karneval in Cottbus fallen sollte, sagte die Ministerin: „Da wird es sicher Beschränkungen weitergeben müssen.“

Nonnemacher sprach sich auch dafür aus, Teilnehmer-Obergrenzen bei privaten Festen zu überdenken. In Brandenburg gebe es bislang keine Beschränkungen. Klarheit über den weiteren Fahrplan werde es nach der geplanten Videokonferenz der Regierungschefs der Länder mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) an diesem Donnerstag gegeben.

6.40 Uhr: Senat berät über die Corona-Krise

Die Senatsmitglieder treffen sich für ihre Sitzung am Dienstag um 9.30 Uhr im Rathaus Charlottenburg. Auf der Tagesordnung stehen unter anderem Beratungspunkte wie die Berliner Test-Strategie in der Corona-Krise. Das Thema wird aktuell bundesweit diskutiert und soll auch bei der Runde der Ministerpräsidenten mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) an diesem Donnerstag besprochen werden. In der Überlegung ist, Corona-Pflichttests für Reiserückkehrer aus Risikogebieten wieder abzuschaffen.

6.25 Uhr: Innensenator Geisel warnt vor Unterwanderung der Corona-Proteste

Berlins Innensenator Andreas Geisel (SPD) hat vor einer Instrumentalisierung der Corona-Proteste durch Rechtsextreme gewarnt. „Wir beobachten die Mobilisierung im rechtsextremistischen Spektrum sehr genau“, sagte Geisel dem Tagesspiegel (online Montag). „Hier werden die Corona-Proteste bewusst unterwandert, um rechtsextremes Gedankengut anschlussfähig zu machen.“

Für den kommenden Sonnabend ist in Berlin eine große Demonstration gegen die Corona-Politik angekündigt. Die Teilnehmer wollen durch Berlin-Mitte ziehen und sich am Nachmittag auf der Straße des 17. Juni versammeln. Die Demonstration trägt den Titel „Versammlung für die Freiheit“. Bei der Polizei sind 17.000 Teilnehmer angegeben. Die folgende Kundgebung wurde von der Stuttgarter Initiative Querdenken 711 angemeldet - mit 22.500 Teilnehmern.

Geisel kritisierte, dass es bei den Protesten nicht mehr um die Entscheidungen in der Corona-Pandemie gehe. „Hier geht es um die Bedrohung der freiheitlich-demokratischen Grundordnung.“

+++ Montag, 25. August 2020 +++

19.05 Uhr: 58 Neuinfektionen in Berlin, alle Ampeln auf Grün



58 neue Infektionen sind in Berlin bestätigt worden, elf waren es gestern. 753 aktuelle Corona-Fälle haben wir insgesamt in Berlin, 830 waren es gestern. 9806 Menschen sind inzwischen genesen.


Die Zahl der Patienten auf den Intensivstationen beträgt 15, einer mehr als am Vortag. Insgesamt liegen 40 Menschen in Krankenhäusern und damit sechs weniger als gestern. In Berlin ist keine weitere Person an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben. Die Zahl der Todesfälle bleibt bei 226.


Die Berliner Corona-Ampel bleibt für den Bereich der Reproduktionszahl mit 1,02 auf Grün. Die Werte für Neuinfektionen und die freien Intensivbetten stehen auch auf Grün.

Bezirk Fallzahl Genesen
Charlottenburg-Wilmersdorf 1062 (+5) 966
Friedrichshain-Kreuzberg 929 (-1) 839
Lichtenberg 622 (+11) 555
Marzahn-Hellersdorf 573 (+0) 546
Mitte 1663 (+7) 1507
Neukölln 1354 (+6) 1212
Pankow 941 (+8) 861
Reinickendorf 842 (+2) 757
Spandau 603 (+7) 557
Steglitz-Zehlendorf 719 (+3) 653
Tempelhof-Schöneberg 1000 (+7) 906
Treptow-Köpenick 477 (+3) 447
Summe 10.785 (+58) 9806

Quelle: Senatsverwaltung für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung

18.36 Uhr: Spandauer Gymnasium bleibt gesamte Woche geschlossen

Das Spandauer Wilhelmstadt Gymnasium bleibt wegen mehrerer Corona-Fälle die gesamte Woche geschlossen. Das bestätigte Schulleiter Bünyamin Baykus der Berliner Morgenpost. „Dabei handelt es sich um eine Vorsichtsmaßnahme, um noch weitere Testergebnisse abzuwarten“, sagte er.

Insgesamt gibt es an dem Gymnasium, einer Schule in freier Trägerschaft mit insgesamt 225 Schülern, mindestens sechs positiv getestete Personen, darunter ein Lehrer, der der erste bestätigte Corona-Fall an dem Gymnasium war. „Die Zahl kann sich aber stündlich ändern“, sagte Baykus. Ob die Infektionen innerhalb der Schule stattgefunden haben, ließe sich jedoch nicht mehr nachvollziehen.

Der Schulleiter betonte aber, dass man, nachdem der Fall des Lehrers am vergangenen Donnerstag bekannt wurde, gleich reagiert und Lerngruppen nach Hause geschickt habe, in denen der Pädagoge unterrichtet hat. Das habe zwei Jahrgänge betroffen.

Nach den weiteren, positiven Testergebnissen von Schülern, die teilweise am Wochenende, teilweise am Montag bekannt wurden, seien nun weitere Kontaktpersonen ermittelt worden, die am Dienstag getestet werden sollen. „Wir sind in ständigem Austausch mit dem Spandauer Gesundheitsamt“, sagte Baykus. Das Gymnasium sei als Vorsichtsmaßnahme auch deshalb geschlossen worden, weil sich auf dem Gelände auch noch eine Oberschule, eine Grundschule und eine Kita befinden. So soll verhindert werden, dass es Infektionen auf dem Campus gibt, bis sämtliche Testergebnisse vorliegen. Der Schulbetrieb an Ober- und Grundschule werde aber aufrecht erhalten, am Gymnasium sei bereits am Montag mit dem Online-Unterricht gestartet worden.

17.29 Uhr: Berliner Senat berät über Corona-Krise

Die Senatsmitglieder treffen sich für ihre Sitzung am Dienstag (9.30 Uhr) im Rathaus Charlottenburg. Auf der Tagesordnung stehen unter anderem Punkte wie die Berliner Test-Strategie in der Corona-Krise. Das Thema wird aktuell bundesweit diskutiert und soll auch bei der Runde der Ministerpräsidenten mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) an diesem Donnerstag besprochen werden. In der Überlegung ist, Corona-Pflichttests für Reiserückkehrer aus Risikogebieten wieder abzuschaffen.

16.16 Uhr: CDU wirft Senat fehlende Strategie bei Corona-Tests vor

Die Berliner CDU-Fraktion hat Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) Versäumnisse bei der Organisation der Corona-Tests bei Reiserückkehrern vorgeworfen. „Wer Testzentren für Reiserückkehrer eröffnet, muss wissen, ob es genügend Kapazitäten und Verbrauchsmaterialien in unseren Laboren sowie genügend medizinische Mitarbeiter gibt“, kritisierte der gesundheitspolitischer Sprecher der Fraktion, Tim-Christopher Zeelen. „Für das aktuelle Chaos und die Engpässe trägt die Gesundheitssenatorin die Verantwortung. Ihr fehlt leider immer noch eine Gesamtstrategie.“ Es fehlten Vorschläge, wie Testungen gerade von Rückkehrern aus Risikogebieten sichergestellt und wie und wann Laborkapazitäten erweitert würden, so Zeelen.

Gesundheitssenatorin Kalayci (SPD) hatte am Montag im Gesundheitsausschuss eingeräumt, dass die Kapazitäten für Tests auf Covid-19 in Berlin an Grenzen stoßen.

14.45 Uhr: Filmfestival Berlinale soll mit Zuschauern stattfinden

Die Berlinale soll im Februar 2021 trotz Corona-Pandemie stattfinden. Geplant sei ein „physisch stattfindendes Festival“, teilten die Internationalen Filmfestspiele in Berlin am Montag mit. Dabei solle „die größtmögliche Sicherheit“ aller Gäste gewährleistet werden. Die Berlinale (11. bis 21. Februar 2021) zählt neben Cannes und Venedig zu den wichtigsten Filmfestivals der Welt. Lesen Sie hier den ganzen Artikel!

13.13 Uhr: Reiserückkehrer verlieren bei Corona-Fällen an Bedeutung

Reiserückkehrer spielen bei den Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Berlin eine abnehmende Rolle. In den vergangenen Wochen habe der Anteil um 50 Prozent gelegen, sagte Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci am Montag vor dem Gesundheitsausschuss des Abgeordnetenhauses. „Auffällig ist, dass er auf 34 Prozent runtergegangen ist.“ Als möglichen Grund nannte die Senatorin, dass die Schule wieder begonnen habe und die Familien inzwischen in die Stadt zurückgekommen seien. Trotzdem bleibe es wichtig, die Entwicklung zu beobachten. „Reisegeschehen gibt es immer noch.“

Die Auslastung der Laborkapazitäten in Berlin für Tests auf Covid-19 liegt derzeit bei 93 Prozent, sagte Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD).

12.50 Uhr: Michael Müller - Müssen über Testkapazitäten und Veranstaltungen reden

Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) sieht Abstimmungsbedarf zwischen Bund und Ländern bei den Corona-Tests für Reiserückkehrer. Bei der Videokonferenz mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) an diesem Donnerstag müsse eine Rolle spielen, „wie wir zu mehr Kapazitäten kommen, wenn wir sagen, wir wollen die Tests hochfahren“, sagte Müller am Montag der Deutschen Presse-Agentur. Darüber zu Verabredungen zu kommen, sei ihm wichtig.

Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci hatte zuvor eingeräumt, dass die Kapazitäten für Tests auf Covid-19 in Berlin an Grenzen stoßen. Sie seien durch massive Testungen der Reiserückkehrer ausgeschöpft.

Corona-Tests für diesen Personenkreis müssen aus Müllers Sicht nicht zwingend für die Betroffenen kostenlos bleiben. „Wenn das dauerhaft organisiert werden muss, dass Reiserückkehrer vor allen Dingen aus Risikogebieten getestet werden, muss man auch darüber reden, dass sie zumindest einen Beitrag leisten“, sagte er.

12.25 Uhr: Ein neuer Corona-Fall in Brandenburg

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Brandenburg ist wieder gesunken. Wurden von Samstag zu Sonntag noch neun Ansteckungen gemeldet, berichtete das Gesundheitsministerium am Montag von nur einer bestätigten Infektion innerhalb eines Tages aus dem Landkreis Dahme-Spreewald. Dort sind insgesamt 286 Fälle registriert. Von Freitag auf Samstag hatten sich 18 Menschen mit dem Corona-Virus angesteckt.

Insgesamt haben sich damit seit März 3827 Menschen im Land mit dem Virus infiziert. Die Zahl der nachweislich aktiv Erkrankten liegt derzeit bei etwa 190. 173 Menschen starben bislang in Brandenburg im Zusammenhang mit einer Sars-CoV-2-Infektion. Etwa 3460 Menschen gelten als genesen - zehn mehr als einen Tag zuvor.

10.46 Uhr: Berlins Handel und Gast-Gewerbe mit geringfügiger Erholung

Im Juni 2020 lag der Umsatz im Berliner Einzelhandel erstmals seit Beginn der Corona-Pandemie wieder nominal auf Vorjahresniveau, wie erste vorläufige Ergebnisse belegen. Preisbereinigt verringerte sich der Umsatz um 0,9 Prozent, wie das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg am Montagvormittag mitteilte. Im Berliner Gastgewerbe waren weiterhin starke Umsatzeinbußen zu verzeichnen. Die gastgewerblichen Unternehmen setzten im Juni 2020 nominal 59,3 Prozent, real 60,1 Prozent, weniger um als im Juni 2019. Im Berliner Außenhandel sanken im Juni die Ausfuhren um 1,4 Prozent und die Einfuhren um 16,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat.

Der Brandenburger Einzelhandel setzte im Juni 2020 nominal 8,6 Prozent mehr um als im Vorjahresmonat. Preisbereinigt lag die Steigerung bei 7,1 Prozent. Das von der Corona-Pandemie stark betroffene Gastgewerbe lässt kaum Erholung erkennen. So setzten die Unternehmen im Juni nominal 35,5 Prozent und real 36,2 Prozent weniger um. Im Brandenburger Außenhandel gingen im ersten Halbjahr im Vergleich zum Vorjahreszeitraum die Ausfuhren um 10,4 Prozent und die Einfuhren um 12,1 Prozent zurück.

10.29 Uhr: Weitere Hilfen für kleine und mittlere Kulturbetriebe

Berlin legt ein zweites Corona-Hilfsprogramm für Kulturbetriebe auf. Von der Corona-Krise besonders hart betroffene Betriebe können ab kommender Woche Zuschüsse von bis zu 25.000 Euro beantragen. Berechtigt seien kleine und mittlere Unternehmen, die nicht regelmäßig oder nicht überwiegend öffentlich gefördert werden und die jährlich nicht mehr als zehn Millionen Euro Umsatz machen. Die Anträge auf Mittel aus dem "Soforthilfeprogramm IV 2.0" können in der kommenden Woche online bei der Investitionsbank Berlin (IBB) beantragt werden. Die Auszahlung soll dann noch im September erfolgen.

10.17 Uhr: Berliner Laborkapazitäten bei 93 Prozent

Die Auslastung der Laborkapazitäten in Berlin liegt derzeit bei 93 Prozent. Das sagte Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) am Montagvormittag im Gesundheitsausschuss des Abgeordnetenhauses. „Der Anteil der Neuinfektionen, die auf Reiserückkehrer*innen zurückzuführen sind, ist aktuell auf 34 Prozent gesunken. Solange es die Testkapazitäten hergeben, sind Reiserückkehrende ein Schwerpunkt", so Kalayci weiter. Menschen mit Corona-Symptomen und medizinisches Personal hätten bei der Durchführung von Tests Priorität. Da aber auch von Reiserückkehrern ein hohes Risiko ausgehe, seien sie bundesweit in den Fokus genommen worden.

6.51 Uhr: Pop-up-Radwege in Berlin möglicherweise unzulässig

Die Einführung von Pop-up-Radwegen in Berlin seit Ausbruch der Corona-Pandemie war in dieser Form möglicherweise rechtlich nicht zulässig. Dies geht aus einem Gutachten des Wissenschaftlichen Parlamentsdiensts des Berliner Abgeordnetenhauses im Auftrag der FDP-Fraktion hervor, das der Berliner Morgenpost exklusiv vorliegt. Zwar hält das Gutachten die Errichtung temporärer Radfahrstreifen grundsätzlich für möglich. Die von der Senatsverkehrsverwaltung und den Bezirken vorgebrachten Begründungen könnten dafür jedoch nicht ausreichend gewesen sein. Alle Details zur rechtlichen Zulässigkeit der Pop-up-Radwege in Berlin lesen Sie hier.

+++ Sonntag, 23. August 2020 +++

18.10 Uhr: Elf Neuinfektionen in Berlin - 780 aktuell Infizierte

In Berlin ist keine weitere Person an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben. Die Zahl der Todesfälle bleibt bei 226. Elf neue Infektionen wurden bestätigt, 62 waren es am Sonnabend. 780 aktuelle Corona-Fälle haben wir insgesamt in Berlin, 830 waren es am Sonnabend. 9721 Menschen sind inzwischen genesen. Die Zahl der Patienten auf den Intensivstationen beträgt 16, einer mehr als am Vortag. Insgesamt liegen 46 Menschen in Krankenhäusern und damit zwei mehr als am Sonnabend. Die meisten Neuinfektionen meldete Spandau (+4), gefolgt von Reinickendorf (+3) und Steglitz-Zehlendorf (+2).

Die Fallzahlen in den Berliner Bezirken

Bezirk Fallzahl Genesen
Charlottenburg-Wilmersdorf 1057 (+0) 957
Friedrichshain-Kreuzberg 930 (+1) 825
Lichtenberg 611 (+0) 547
Marzahn-Hellersdorf 573 (+0) 544
Mitte 1656 (+0) 1495
Neukölln 1348 (+0) 1199
Pankow 933 (+0) 856
Reinickendorf 840 (+3) 747
Spandau 596 (+4) 555
Steglitz-Zehlendorf 716 (+2) 651
Tempelhof-Schöneberg 993 (+1) 900
Treptow-Köpenick 474 (+0) 445
Berlin 10727 (+11) 9721

14.29 Uhr: Union rudert zurück - Präventivtest für volles Stadion verschoben

Union Berlin ist im Kampf um ein möglichst volles Stadion zum Saisonstart zurückgerudert. Der Fußball-Bundesligist datierte seinen Antrag auf Austragung einer Veranstaltung mit dem Präventivtest als Hygienemaßnahme neu auf den 25. Oktober. Vorausgegangen waren Gespräche mit dem Bezirk Treptow-Köpenick und dem Berliner Senat.

Für den 5. September hatten die Eisernen ein Testspiel mit 3000 Besuchern ohne Abstands- und Maskenpflicht geplant. Der Einlass wäre nur mit einem negativen Ergebnis eines vorherigen Corona-Tests und einem personalisierten Ticket erfolgt. Dieser Testlauf fällt nun aus. Der verwegene Plan der Unioner, möglichst schon zum Saisonstart am 19. September gegen den FC Augsburg in der Alten Försterei vor idealerweise 22.012 Zuschauern ohne die etablierten Hygienemaßnahmen zu spielen, ist damit endgültig gescheitert.

„Unsere Leitidee und unsere Prozesslinie sind auf großes Interesse gestoßen und von vielen als ergänzende Maßnahme für heute noch nicht wieder durchführbare Veranstaltungen begrüßt worden“, wird Union-Präsident Dirk Zingler in einer Pressemitteilung zitiert. Eine neue Hygieneregel in das bis zum 24. Oktober gültige Infektionsschutzgesetz des Landes Berlin zuzulassen, benötige jedoch Sorgfalt und Zeit. „Wir werden die Behörden in den nächsten Wochen unterstützen und alles daransetzen, dem Senat zu ermöglichen, den Präventivtest in den Katalog der Hygienemaßnahmen ab dem 25. Oktober aufzunehmen“, so Zingler.

Der Union-Boss, der in der Vorwoche noch die vielen freien Testkapazitäten als Argument ins Feld geführt hatte, ruderte auch diesbezüglich zurück. „Die Testungen in der Bevölkerung wurden in den letzten Tagen um fast 300.000 pro Woche erweitert und die Labore und Gesundheitsämter sind an ihre derzeitigen Kapazitätsgrenzen gekommen“, sagte Zingler. Man habe immer betont, „nur freie Testkapazitäten“ nutzen zu wollen.

Die eigenen Pläne für eine möglichst baldige Öffnung der Stadiontore für möglichst viele Fans will Union fortführen. „Es ist für uns selbstverständlich, nicht tatenlos abzuwarten, sondern aktiv dazu beizutragen, das gesellschaftliche Leben auch im Bereich Veranstaltungen ohne Abstand wieder zu ermöglichen“, sagte Zingler.

14.10 Uhr: Woidke für einheitliches Vorgehen bei Maskenpflicht

Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) befürwortet ein bundeseinheitliches Vorgehen bei der Maskenpflicht. Bei einem Treffen zwischen Ministerpräsidenten und Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am kommenden Donnerstag wolle er sich dafür aussprechen, sagte Woidke dem rbb. Er schließe auch Bußgelder für Maskenverweigerer angesichts wieder steigende Zahlen von mit dem Coronavirus infizierten Menschen nicht mehr aus. „Wir brauchen hier, glaube ich, auch ein starkes Signal, dass die Pandemie nicht vorbei ist“, sagte Woidke. Jeder müsse wissen, dass Schutzmasken keine Option seien, sie müssten auch getragen werden, sagte er.

In Brandenburg gilt seit Mitte Juni Maskenpflicht im öffentlichen Nahverkehr, im Einzelhandel, in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen sowie seit Beginn des neuen Schuljahres auch in Teilen von Schulgebäuden. Bußgelder drohen bei Verstößen nicht.

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) sprach sich ebenfalls mit Blick auf die am kommenden Donnerstag anstehende Ministerpräsidentenkonferenz für bundeseinheitliche Regelungen zur Maskenpflicht aus. Als Beispiel nannte er in einem Interview mit dem Deutschlandfunk die Frage, ob es wie in Nordrhein-Westfalen auch im Schulunterricht eine Verpflichtung zum Tragen gebe.

12.43 Uhr: Neun neue registrierte Corona-Infektionen in Brandenburg

In Brandenburg sind weitere neun nachweislich mit dem Coronavirus infizierte Menschen erfasst worden. Wie das Gesundheitsministerium am Sonntag (Stand: 10 Uhr) mitteilte, sind damit 3826 laborbestätigte Fälle bekannt. Von Freitag auf Sonnabend waren 18 neue Fälle gemeldet worden.

Die Zahl der nachweislich aktiv Erkrankten liegt derzeit bei 200 Patienten. In Brandenburg starben bislang 173 Menschen im Zusammenhang mit einer Sars-CoV-2-Infektion. Etwa 3450 Menschen gelten als genesen, genau wie am Vortag.

Die meisten neu Infizierten kamen binnen Tagesfrist mit sieben im Landkreis Teltow-Fläming hinzu. Dort stieg die Zahl nun auf 223 Fälle an. Die insgesamt meisten Infizierten in Brandenburg sind nach wie vor in der Landeshauptstadt Potsdam mit insgesamt 686 Infektionen (+-0) registriert worden. Auf dem zweiten Platz liegt der Landkreis Potsdam-Mittelmark mit 612 (+1) Infektionen.

8.11 Uhr: 1000 junge Menschen feiern Corona-Party im James-Simon-Park - Polizei rückt an

Die Berliner Polizei hat in der Nacht zu Sonntag rund 1000 Menschen aus dem James-Simon-Park in Mitte weggeschickt. Gegen Mitternacht habe es Beschwerden von Anwohnern über Lärm und laute Musik in dem Park an der Spree gegeben, sagte ein Polizeisprecher am Sonntag. Verstöße gegen die Corona-Regeln seien aber nicht festgestellt worden. Die Beamten räumten die Ansammlung. Der Aufforderung, den Park zu verlassen, kamen die Anwesenden nach, allerdings nur schleppend. Im Monbijoupark kam es kurz vorher zu einer Körperverletzung. Dabei wurde eine Person verletzt; sie kam in ein Krankenhaus.

Weil die Clubs in Berlin seit Beginn der Pandemie geschlossen sind, treffen sich viele junge Menschen zum Feiern in den Parks der Hauptstadt. Oft wird dabei auch der Mindestabstand von 1,5 Metern ignoriert.

6.01 Uhr: Berliner Senatorin - Einheitliche Corona-Regeln für Familienfeiern

Berlins Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) hält einheitliche und gegebenenfalls auch neue Corona-Regeln in Deutschland für Feiern und andere Veranstaltungen für nötig. „Zurzeit beobachten wir auch in Berlin, dass das Freizeitverhalten und private Feiern das Infektionsgeschehen nach oben treiben“, sagte die Vorsitzende der Gesundheitsministerkonferenz der Deutschen Presse-Agentur. „Ziel ist eine bundeseinheitliche Regelung für private Feiern und öffentliche Großveranstaltungen.“

Die Gesundheitsminister von Bund und Ländern wollen Kalayci zufolge bei einer Telefonschalte an diesem Montag über das Infektionsrisiko bei solchen Events sprechen. „Angesichts der bereits seit einigen Wochen deutschlandweit steigenden Infektionszahlen würde ich es auch für wichtig erachten, wenn sich die Bundeskanzlerin und die Regierungschefinnen und -chefs der Länder ebenso mit dem Thema befassen“, drängte die Senatorin.

Über die Frage, ob es neue Obergrenzen für Familienfeiern geben sollte, wird bereits sei einiger Zeit diskutiert. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hatte angeregt, wegen des Ansteckungsrisikos noch einmal über die erlaubte Größe solcher privaten Feste zu sprechen.

In den Ländern ist das unterschiedlich geregelt. So sind in Berlin momentan Innenveranstaltungen mit bis zu 500 Menschen erlaubt. In Nordrhein-Westfalen dürfen bei „geselligen Veranstaltungen wie Hochzeiten“ drinnen maximal 150 Gäste anwesend sein, in Bayern maximal 100. Der Ärzteverband Marburger Bund forderte bundesweit einheitliche Vorgaben.

+++ Sonnabend, 22. August 2020 +++

18.05 Uhr: 62 Neuinfektionen, keine weiteren Todesfälle in Berlin

In Berlin ist keine weitere Person an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben. Die Zahl der Todesfälle bleibt bei 226, wie aus den tagesaktuellen Zahlen der Senatsgesundheitsverwaltung hervorgeht. 62 neue Infektionen wurden bestätigt, 112 waren es am Freitag. 830 aktuelle Corona-Fälle haben wir insgesamt in Berlin, 819 waren es am Freitag. 9660 Menschen sind inzwischen genesen. Die Zahl der Patienten auf den Intensivstationen beträgt 15, einer weniger als am Vortag. Insgesamt liegen 44 Menschen in Krankenhäusern und damit zehn mehr als am Freitag. Die Berliner Corona-Ampel bleibt für den Bereich der Reproduktionszahl mit 0,80 auf Grün. Die Werte für Neuinfektionen (14,5) und der Anteil der für Covid-19-Patienten benötigten Intensivbetten (1,2 Prozent) stehen auch auf Grün.

Die Fallzahlen in den Berliner Bezirken

Bezirk Fallzahl Genesen
Charlottenburg-Wilmersdorf 1057 (+5) 956
Friedrichshain-Kreuzberg 929 (+21) 813
Lichtenberg 611 (+0) 547
Marzahn-Hellersdorf 573 (+4) 542
Mitte 1656 (+1) 1482
Neukölln 1348 (+6) 1192
Pankow 933 (+3) 851
Reinickendorf 837 (+7) 744
Spandau 592 (+3) 548
Steglitz-Zehlendorf 714 (+6) 648
Tempelhof-Schöneberg 992 (+5) 894
Treptow-Köpenick 474 (+1) 443
Berlin 10716 (+62) 9660

15.18 Uhr: Gewerkschaft GEW - „Kein Regelbetrieb an Schulen“

Zwei Wochen nach dem Start des neuen Schuljahres unter Corona-Bedingungen in Berlin hat die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) erneut Alarm geschlagen. „Wir haben keinen Regelbetrieb an Schulen“, sagte der GEW-Landesvorsitzende Tom Erdmann am Sonnabend als Gast auf einem Landesparteitag der Linken. „Unterricht findet fast nur frontal statt. Gruppenarbeit geht ja nicht“, berichtete er. „An vielen Schulen gibt es keine Förderkurse, keinen Musikunterricht, und oft nicht mal Sportunterricht.“ Es handele sich eher um Betreuung als um wirkliches Lernen.

6.01 Uhr: Dehoga - "Wir brauchen mehr Kontrollen in der Gastronomie"

Die Einhaltung der Corona-Regeln in der Gastronomie wird nach Ansicht des Berliner Hotel- und Gaststättenverbands Dehoga immer noch zu wenig kontrolliert. In den vergangenen Wochen seien Vertreter von Ordnungsämtern und Polizei kaum auf den Straßen zu sehen gewesen, kritisierte Thomas Lengfelder, Hauptgeschäftsführer der Dehoga Berlin. „Wir haben immer gesagt, man muss, was man selber beschließt, auch kontrollieren.“ Dabei sei aber nicht gleich die Bußgeldkeule gefragt, sagte Lengfelder. Sinnvoll sei, Gäste oder Gastronomen zunächst auf Regelverstöße aufmerksam zu machen.

Lengfelder betonte, der Dehoga habe schon in den vergangenen Wochen Aufklärung geleistet. Das werde angesichts steigender Infektionszahlen in Berlin nun fortgesetzt: „Wir werden in allen Publikationen, in unserem Verbandsmagazin, im Social-Media-Bereich, in Newslettern darauf hinweisen, dass alle die Vorschriften einhalten müssen.“

Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) hatte nach der jüngsten Senatssitzung am Dienstag beklagt, in der Gastronomie würden häufig Abstandsregeln nicht beachtet und Anwesenheitslisten zur Kontaktnachverfolgung nicht ausgefüllt.

Lengfelder sagte, es sei erkennbar, dass sich insgesamt viele Berliner nicht an die Regeln hielten und etwa bei der Registrierung in Restaurants einfach ausgedachte Namen hinschrieben. „Das ist kein Kavaliersdelikt, in ein Restaurant oder eine Bar zu gehen und sich nicht an die Vorschriften zu halten. Und es ist auch kein Kavaliersdelikt, wenn sich die Gastronomie nicht daran hält“, so der Dehoga-Geschäftsführer. Wenn es deutlich mehr Infektionen und wieder strengere Restriktionen gäbe, schade das allen. „Den Betrieben, aber auch dem Gast, der nirgendwo mehr hingehen kann.“

+++ Freitag, 21. August 2020 +++

18.22 Uhr: 112 neue Corona-Fälle in Berlin

in Berlin ist keine weitere Person an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben. Die Zahl der Todesfälle bleibt bei 226. Das teilte die Senatsgesundheitsverwaltung am Freitagabend mit. 112 neue Infektionen wurden bestätigt, 80 waren es am Donnerstag. 819 aktuelle Corona-Fälle haben wir insgesamt in Berlin, 803 waren es am Donnerstag. 9609 Menschen sind inzwischen genesen. Die Zahl der Patienten auf den Intensivstationen beträgt 16, einer mehr als am Vortag. Insgesamt liegen 34 Menschen in Krankenhäusern und damit drei mehr als am Donnerstag.

Die Berliner Corona-Ampel bleibt für den Bereich der Reproduktionszahl mit 0,78 auf Grün. Die Werte für Neuinfektionen und die freien Intensivbetten stehen auch auf Grün.

13.54 Uhr: Corona-Infektionen in Brandenburg weiter erhöht

Die Zahl der nachweislich Infizierten mit dem Coronavirus hat sich in Brandenburg weiter erhöht. Von Donnerstag auf Freitag seien 18 neue bestätigte Fälle gemeldet worden, teilte das Gesundheitsministerium am Freitag mit. Von Mittwoch zu Donnerstag seien 17 Fälle gemeldet worden. 3800 laborbestätige Fälle sind nach den Angaben erfasst. Neun Patienten werden aktuell wegen Covid-19 im Krankenhaus behandelt. Wie bereits am Vortag wird niemand mehr intensivmedizinisch beatmet.

Die Zahl der nachweislich aktiv Erkrankten liegt derzeit bei 180 Personen. 173 Menschen starben bislang im Zusammenhang mit einer Sars-CoV-2-Infektion. Etwa 3450 Menschen gelten mittlerweile als genesen, 10 mehr als am Vortag.

Nach wie vor gilt die Landeshauptstadt Potsdam mit insgesamt 685 Infektionen als ein Corona-Schwerpunkt in Brandenburg, gefolgt vom Landkreis Potsdam-Mittelmark (611).

7.22 Uhr: Aktuell Corona-Fälle an mindestens 39 Berliner Schulen

An 37 allgemeinbildenden Schulen in der Hauptstadt sind aktuell Corona-Fälle aufgetreten, dazu noch an zwei Berufsschulen. An diesen Schulen sind derzeit Schüler oder Schulpersonal in Quarantäne. An zwei Schulen, die auch öffentlich bekannt wurden – das Gerhart-Hauptmann-Gymnasium in Friedrichshagen und die Karl-Weise-Grundschule in Neukölln – sind die Quarantäne-Maßnahme inzwischen aufgehoben, läuft der Schulbetrieb also wieder normal. Insgesamt sind seit Schulbeginn nun 41 Schulen betroffen. Das berichtet die „Berliner Zeitung“, die alle Zahlen exklusiv von der Senatsverwaltung für Bildung erhalten hat. Die Fälle treten bislang in elf Bezirken auf, nur in Marzahn-Hellersdorf wurde offenbar noch keiner bekannt. Alle Schultypen finden sich auf der Liste – von der Grundschule bis zur Oberschule 2.

Betont wird in dem Bericht, dass es sich weiterhin immer nur um Einzelfälle handelt und bislang noch nichts von Ansteckungen innerhalb einer Schulgemeinschaft bekannt wurde. Das ergäbe sich aus den Testungen. Allerdings wurde inzwischen an der Carlo-Schmid-Oberschule in Spandau bekannt, dass, nachdem ein Schüler positiv getestet wurde, nun auch bei einem Lehrer, der offenbar auch den Zehntklässler unterrichtet hatte, Covid-19 nachgewiesen werden konnte. Diese Schule bleibt heute wegen weiterer Testungen geschlossen. Inzwischen hat sich aber ergeben, dass eine Infektion zwischen dem Zehntklässler und dem Lehrer eher unwahrscheinlich ist, weil die Infektion des Lehrers älter zu sein scheint, heißt es nun aus dem Bezirk.

Am Beethoven-Gymnasium in Lankwitz, an dem eine Zwölftklässlerin positiv auf Corona getestet wurde, ist wohl auch eine „enge Freundin“ aus der gleichen Stufe infiziert.

7.16 Uhr: Barenboim - Nur Online-Auftritte sind auf Dauer geistlos

Daniel Barenboim will sich mit Streaming-Alternativen zu Live-Konzerten und Opern vor Publikum auf Dauer nicht arrangieren. „Uns droht sonst ein geistloser Zeitgeist“, sagte der Pianist und Dirigent der Deutschen Presse-Agentur. Er könne zwar die Einschränkungen wegen der Pandemie verstehen und nachvollziehen. Viele Regelungen finde er aber widersprüchlich und irritierend - gleichwohl für Musiker und Zuhörer.

Barenboim, der vor 70 Jahren mit sieben Jahren in seiner Heimatstadt Buenos Aires sein erstes Konzert gab, trat in den vergangenen Wochen immer wieder vor einer kleinen Zahl von Zuhörern auf. „Es erinnert mich an die Zeit, als mir als Kind auch nur wenige Leute zuhören wollten“, sagte der Pianist im Scherz.

Der in Argentinien geborene Generaldirektor der Staatsoper Unter den Linden in Berlin spielte am 19. August 1950 mit sieben Jahren in Buenos Aires sein erstes öffentliches Konzert. Als Erinnerung zeigt die Streaming-Plattform Arte Concert ab Montag (24. August, 20.30 Uhr) den Jubiläumsauftritt Barenboims bei den Salzburger Festspielen.

+++ Donnerstag, 20. August 2020 +++

22.05 Uhr: Carlo-Schmid-Oberschule in Spandau am Freitag geschlossen

An der Carlo-Schmid-Oberschule in Spandau ist ein Lehrer positiv auf das Coronavirus getestet worden. Die Schulleitung habe die Nachricht am Donnerstagnachmittag vom zuständigen Gesundheitsamt erhalten, teilte Schulleiterin Bärbel Pobloth auf der Homepage der Schule mit. Diese bleibe am Freitag nach Absprache mit der Schulaufsicht geschlossen. Am Freitag und am Montag würden Lehrer und Schüler getestet, die Kontakt zu der Lehrkraft hatten.

21.39 Uhr: Corona-Fälle an zwei weiteren Schulen in Charlottenburg

In Charlottenburg gab es erneut Corona-Fälle an Schulen. Jeweils ein Schüler an der Peter-Ustinov-Schule und der Ernst-Adolf-Eschke-Schule für Gehörlose sind infiziert, wie Gesundheitsstadtrat Detlef Wagner (CDU) mitteilte. An der Ernst-Adolf-Eschke-Schule werde „großflächig getestet“, sagte Wagner, an der Peter-Ustinov-Schule hingegen nicht.

Tests seien an der letztgenannten Schule nicht nötig, weil es sich um einen Schüler handle, der in einem anderen Bezirk wohnt. Er sei Reiserückkehrer und habe die Schule wegen der Quarantäne-Regelungen noch nicht besucht. Für das weitere Vorgehen sei deshalb allein das Bezirksamt des Wohnortes zuständig.

18.42 Uhr: 80 Neuinfektionen, zwei weitere Tote in Berlin

In Berlin sind zwei weitere Personen an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben. Die Zahl der Todesfälle steigt auf 226. 80 neue Infektionen wurden bestätigt, 69 waren es gestern. 803 aktuelle Corona-Fälle haben wir insgesamt in Berlin, 796 waren es gestern. 9513 Menschen gelten inzwischen als genesen. Die Zahl der Patienten auf den Intensivstationen beträgt 15, genauso viele wie am Vortag. Insgesamt liegen 31 Menschen in Krankenhäusern und damit zwei weniger als gestern.

Die Berliner Corona-Ampel bleibt für den Bereich der Reproduktionszahl mit 0,76 auf Grün. Die Werte für Neuinfektionen und die freien Intensivbetten stehen auch auf Grün.

14.06 Uhr: Corona-Infektion in Wittenberge - sechs weitere Menschen positiv

Nach den umfangreichen Tests an einer Grundschule und einer Kindertagesstätte in Wittenberge (Prignitz) sind sechs weitere Menschen positiv auf das Corona-Virus getestet worden. Unter diesen seien Erwachsene und Kinder, sowohl der Schule, als auch der Kita, wie der Sprecher des Landkreises am Donnerstag sagte. Für die sechs Menschen werde nun die Quarantäne angeordnet. Befragungen fänden statt, um weitere Kontaktpersonen zu ermitteln.

Am Mittag standen noch Testergebnisse von rund 35 Kindern und Beschäftigten aus. Diese sollen im Laufe des Donnerstages oder am Freitag vorliegen, wie der Kreis mitteilte. Insgesamt wurden mehr als 500 Kinder und Erwachsene auf Sars-CoV-2 getestet. Die Elblandgrundschule und die AWO-Kita „Haus der kleinen Strolche“ bleibe vorerst bis auf Weiteres geschlossen. Man wolle sich nun beraten, wie es weitergehe. Für die Maßnahmen hatte sich das Gesundheitsamt des Kreises entschieden, nachdem eine Familie positiv auf das Virus getestet worden war.

13.05 Uhr: Corona-Infektionen in Brandenburg um 17 erhöht - kein Beatmungsfall

Die Zahl der Infizierten mit dem Coronavirus hat sich in Brandenburg innerhalb eines Tages wieder leicht erhöht. Von Mittwoch zu Donnerstag seien 17 neue bestätigte Fälle gemeldet worden, berichtete das Gesundheitsministerium am Donnerstag (Stand 8 Uhr). Von Dienstag zu Mittwoch waren es noch 13 Neu-Infektionen. Ein Mensch wird wegen Covid-19 im Krankenhaus behandelt, intensivmedizinisch beatmet wird derzeit niemand. Die Zahl der nachweislich aktiv Erkrankten liegt bei circa 170. Insgesamt sind damit seit März 3782 Infektionen im Land erfasst worden. 173 Menschen starben bislang im Zusammenhang mit einer Sars-CoV-2-Infektion, etwa 3440 Menschen gelten als genesen - 20 mehr als am Vortag.

Allein sechs neue Ansteckungen wurden aus dem Landkreis Prignitz gemeldet, der mit 39 Fällen trotzdem landesweit die bislang niedrigsten Corona-Infektionszahlen hat. Vier neue Fälle wurden aus dem Landkreis Teltow-Fläming gemeldet. Im Kreis Oder-Spree gab es drei neue Ansteckungen. Aus den kreisfreien Städten Frankfurt (Oder) und Brandenburg an der Havel wurde jeweils eine neue Infektion gemeldet. Auch die Kreise Obervale und Oberspreewald-Lausitz registrierten jeweils einen neuen Corona-Fall.

Nach wie vor gilt die Landeshauptstadt Potsdam mit insgesamt 684 Infektionen als ein Corona-Schwerpunkt in Brandenburg, gefolgt vom Landkreis Potsdam-Mittelmark (610).

12.45 Uhr: Abgelaufene Berlinpässe behalten ihre Gültigkeit

Berlinpässe, die seit März 2020 bereits ausgelaufen sind oder in den nächsten vier Monaten auslaufen, behalten vorerst ihre Gültigkeit. Das teilte die Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales am Donnerstag mit. Der Erwerb des Berlin-Ticket S sei auch mit einem abgelaufenen Berlinpass möglich. In diesen Fällen könne unverändert die Berlinpass-Nummer auf dem Berlin-Ticket S eingetragen werden. Die Vorlage eines aktuellen Leistungsbescheides sei nicht erforderlich. Anspruchsberechtigte, die bisher nicht im Besitz eines Berlinpass sind, müssten den Leistungsbescheid mit sich führen und ihre Bedarfsgemeinschaftsnummer, das Aktenzeichen oder die Wohngeldnummer auf dem Berlin-Ticket S eintragen, hieß es weiter. Das Verfahren ist befristet bis zum 31. Dezember 2020. Die abweichende Verfahrensweise gelte auch für die Nutzung von privaten und staatlichen Angeboten in den Bereichen Sport, Freizeit, Kultur und Bildung.

12.23 Uhr: Quarantäne ausgesetzt - Verwaltungsgericht gibt Erstklässlerin Recht

Das Verwaltungsgericht Potsdam hat die Quarantäne einer Erstklässlerin vorzeitig beendet. Das Gericht gab dem Eilantrag des Kindes gegen die Quarantäne-Anordnung des Potsdamer Gesundheitsamtes am Mittwoch statt, wie das Gericht am Donnerstag bestätigte. Mit dem Beschluss durfte das Kind bereits am Donnerstag - und nicht wie zunächst vorgesehen am Freitag - die Potsdamer Grundschule besuchen. Die Stadt legte gegen die Entscheidung nach eigenen Angaben Beschwerde ein.

In dem Hort „Sonnenschein“ der Eisenhart-Grundschule in der Potsdamer Innenstadt, die das Kind besucht, wurde ein Betreuer positiv auf Sars-CoV-2 getestet. Da der Mann mit den Kindern über zwei Tage auch in geschlossenen Räumen Kontakt gehabt habe, ordnete das Gesundheitsamt für 68 Schüler verschiedener Klassenstufen Corona-Tests und die Quarantäne bis einschließlich Donnerstag (20. August) an. Zuvor hatten die „Potsdamer Neuesten Nachrichten“ (Donnerstag) berichtet.

Dagegen legte das Kind, vertreten durch seinen Vater, zunächst Widerspruch und, als dieser zurückgewiesen worden ist, den Antrag bei Gericht ein - mit Erfolg. Die Stadt habe nicht ausreichend darlegen können, dass es einen engen Kontakt zwischen dem Kind und dem Erzieher gegeben hat. Da das Amt dennoch die Quarantäne anordnete, gehe es über die Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts hinaus, erklärte Gerichtssprecher Ruben Langer. Über den Fall muss nun das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg entscheiden.

10.51 Uhr: Grüne Woche findet 2021 ohne Publikum statt

Die Internationale Grüne Woche in Berlin findet im Januar 2021 ohne Publikum statt. Geplant sei im kommenden Jahr ein reiner Branchentreff, die Publikumsveranstaltung werde hingegen nicht stattfinden.Alle Details zur kommenden Auflage der Grünen Woche lesen Sie hier.

9.50 Uhr: Experte - Union-Konzept „interessant, aber nicht der richtige Weg“

Der Hygiene-Experte Georg-Christian Zinn hat auf die jüngsten Vorschläge des Fußball-Bundesligisten 1. FC Union Berlin reagiert und schließt Zuschauer bei den Spielen nicht aus. „Wenn es die epidemiologische Lage hergibt und die Politik grünes Licht gibt, halte ich Zuschauerzahlen im vierstelligen Bereich, bzw. je nach Stadiongröße darüber hinaus, für machbar“, sagte der für den Hygienebereich zuständige Direktor des diagnostischen Labors Bioscientia in Ingelheim dem „Kicker“.

Sein Labor führt bei mehr als der Hälfte der Bundesligisten Corona-Abstriche durch und berät Clubs. „Das Konzept von Union ist aus meiner Sicht interessant, aber nicht der richtige Weg“, sagte Zinn. Im ersten, von Union-Präsident Dirk Zingler mit 3000 Zuschauern im Stadion angedachten Schritt, könne das Vorgehen mit Blick auf die Anzahl der Abstriche zwar noch funktionieren, erläuterte Zinn, schreänkte aber ein: „Als Hygieniker sage ich: 3000 Leute bringt man auch sehr sicher mit normalen Maßnahmen in einem 22.000-Mann-Stadion unter. Für diese eher kleine Menge müsste kein Präventivtest sein, zumal wir mengenmäßig bei den Tests langsam am oberen Ende ankommen, weil wir für Krankenhäuser immer eine Reserve brauchen.“

Union-Chef Zingler hält das neue Hygienekonzept für wirkungsvoller als andere Anti-Corona-Maßnahmen. „Das sicherste Konzept sind die Tests. Wir sind überzeugt, dass der Wirkungsgrad unserer Hygienemaßnahmen höher ist als der Wirkungsgrad von Abstand und Maske“, hatte er gesagt. Union will die Ticket-Vergabe mit einem präventiven Corona-Test aller Zuschauer am Tag vor dem Spiel verknüpfen.

6.56 Uhr: Trotz Corona - Kaum Firmen-Pleiten in Berlin

Deutschland befindet sich in der größten Wirtschaftskrise seit dem Zweiten Weltkrieg. Doch trotz der Corona-Pandemie wurden in den ersten sechs Monaten dieses Jahres nur etwas mehr Insolvenzverfahren eröffnet als im Vorjahreszeitraum: Bundesweit stieg die Zahl der neuen Verfahren um 2,6 Prozent auf 4105. Auch in Berlin zeigte sich ein ähnliches Bild. Laut Daten des Fachmagazins für Restrukturierung, Sanierung und Insolvenz „INDat“ wurden im ersten Halbjahr 2020 322 neue Verfahren eröffnet. Das war lediglich ein leichtes Plus von 5,2 Prozent. Lesen Sie hier, warum Insolvenzverwalter trotz Corona und flächendeckendem Wirtschaftseinbruch nicht mehr in diesem Jahr mit einer Pleitewelle rechnen.

+++ Mittwoch, 19. August 2020 +++

21.10 Uhr: 1,4 Millionen Euro an Corona-Hilfen für Berliner Sportvereine

Bei der vom Berliner Senat bereitgestellten Corona-Hilfe für finanziell angeschlagene Sportvereine aufgrund der Coronavirus-Pandemie sind bisher 1,4 Millionen Euro bewilligt und eine Million Euro ausbezahlt worden. „Bisher ist es auskömmlich und wir hoffen, dass es so bleibt“, sagte Friedhard Teuffel, Direktor des Landessportbundes Berlin (LSB) bei einer Online-Diskussion am Mittwoch. Im Mai hatte Innen- und Sportsenator Andreas Geisel (SPD) eine finanzielle Unterstützung über acht Millionen Euro bewilligt, davon zwei Millionen Euro für die Berliner Profivereine.

20.50 Uhr: Bisher etwa 18.000 Corona-Tests an Berliner Flughäfen

Eine Ursache für mehr registrierte Corona-Fälle könnten Urlaubsrückkehrer und die Tests an Flughäfen bei Passagieren aus Risikogebieten sein. Seit dem Start der Flughafentestungen Ende Juli wurden rund 18.000 Menschen getestet, davon waren rund 250 positiv, teilte die Charité am Mittwoch mit.

19.19 Uhr: 69 Neuinfektionen in Berlin, Ampeln auf Grün

In Berlin ist keine weitere Person an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben. Die Zahl der Todesfälle bleibt bei 224. 69 neue Infektionen wurden bestätigt, 75 waren es gestern. 796 aktuelle Corona-Fälle haben wir insgesamt in Berlin, 793 waren es gestern. 9442 Menschen sind inzwischen genesen. Die Zahl der Patienten auf den Intensivstationen beträgt 15, ein Patient mehr als am Vortag. Insgesamt liegen 33 Menschen in Krankenhäusern und damit genauso viele wie am Vortag.

Die Berliner Corona-Ampel bleibt für den Bereich der Reproduktionszahl mit 0,80 auf Grün. Die Werte für Neuinfektionen und die freien Intensivbetten stehen auch auf Grün.

18.40 Uhr: Bisher Corona-Fälle an vier Spandauer Schulen

In Spandau hat es seit Beginn des Schuljahres an vier Schulen Corona-Fälle gegeben. Darüber informierten Bezirksbürgermeister und Schulstadtrat Helmut Kleebank (SPD) und Henning Rußbült von der regionalen Schulaufsicht am Mittwochabend im Schulausschuss. Fälle gab es demnach an der Carlo-Schmid-Oberschule und der Konkordia-Grundschule sowie aktuell am Kant-Gymnasium und dem Freiherr-vom-Stein-Gymnasium. Am Kant-Gymnasium ist demnach eine Schülerin betroffen, die aber nur zu einer relativ kleinen Zahl an Schülern sowie fünf Lehrkräften Kontakt hatte. Alle sollen durch das Gesundheitsamt getestet werden, so Rußbült.

Der Fall am Freiherr-vom-Stein-Gymnasium ist etwas komplizierter: Dort meldete ein Schüler Erkältungssymptome, als er mit seiner Klasse auf Klassenfahrt nach Bayern fahren wollte. Der Schüler habe dann die Reise nicht angetreten, sei aber positiv getestet worden, sagte Rußbült. Auch die weiteren Schüler und Lehrkräfte seien nun vom bayerischen Gesundheitsamt getestet worden, die Ergebnisse würden hoffentlich ebenfalls am Donnerstag erwartet. Eine Schwierigkeit ist aber die Rückfahrt der Schüler: Mit dem Zug sei die in Absprache mit dem Gesundheitsamt nicht möglich, stattdessen soll nun ein Busunternehmen für die Rückreise am Freitag engagiert werden. Werde ein Schüler oder Lehrer positiv getestet, dann müsse eine Sonderlösung für diese gefunden werden. Kleebank betonte aber, dass es bislang kein Infektionsgeschehen innerhalb der Schulen gegeben habe; alle Coronafälle seien „in die Schulen hineingetragen worden“, sagte der Bezirksbürgermeister. Das gelte seinen Informationen nach für ganz Berlin.

16.23 Uhr: Scheeres irritiert Lehrer mit Interview - und beschwichtigt

Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD) versucht, die Stimmung in Berlins Lehrerzimmern zu beruhigen. Anlass ist ein Interview, dass sie vergangene Woche in der rbb-Abendschau gab. Dort ging es auch um das kurzzeitig komplett geschlossene Gerhart-Hauptmann-Gymnasium in Friedrichshagen, bei dem es einen Coronafall gab. Hintergrund war, dass der Schulleiter nach 17 Uhr – als ihm der Fall bekannt wurde – niemanden mehr im dortigen Gesundheitsamt Treptow-Köpenick erreichte. Also machte er erstmal dicht, damit alle sicher bleiben. Am nächsten Tag wurde dann das komplette Kollegium getestet, was wiederum die Senatorin auf die Palme brachte. Die Lehrer hätten sich offenbar nicht an die Hygieneregeln gehalten, sagte sie daraufhin vor laufender Kamera.

Das kam nicht gut an bei Berlins Pädagogen. „Unsere Telefone stehen heute nicht still, weil eine Vielzahl unserer Kollegen, die gleichzeitig Ihre Beschäftigten sind, ihren Unmut zu Ihrem gestrigen Auftritt in der Abendschau äußerten“, hieß es in einem Brief an die Senatorin vom Gesamtpersonalrat, den wiederrum der „Tagesspiegel“ veröffentlichte. Es herrsche unter Lehrern das Gefühl vor, die Senatorin habe ihnen den „Schwarzen Peter“ zugeschoben, um am Ende besser dazustehen, statt sich vor ihre Beschäftigten zu stellen.

Der „Berliner Morgenpost“ liegt das Antwortschreiben der Senatorin vor: „Meine Intention im Abendschau-Interview war es, darauf hinzuweisen, dass die Einhaltung der Hygieneregeln das ganze System Schule täglich vor neue Herausforderungen stellt und einen sehr sensiblen und achtsamen Umgang von allen Akteuren in der Schule erfordert“, schreibt sie dem Gesamtpersonalrat. Ihr sei klar, wie „ vielen zusätzlichen Herausforderungen und Belastungen“ die Schulbeschäftigten aktuell ausgesetzt seien. Und sie sei sich ihrer Fürsorgepflicht für die Beschäftigten sehr wohl bewusst.

12:55 Uhr: Berlins Altenheime weitgehend coronafrei

Die Berliner Pflegeeinrichtungen sind bisher vergleichsweise gut durch die Corona-Krise gekommen. Derzeit sei in den fast 600 Heimen nur ein einziger mit dem Coronavirus infizierter Bewohner bekannt, sagte der Präsident des für die Heimaufsicht zuständigen Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lageso), Franz Allert am Mittwoch. Seit Beginn der Pandemie seien 281 der insgesamt 39.000 Bewohner und 155 Mitarbeiter positiv getestet worden. 64 Personen seien an oder mit dem Coronavirus verstorben, sagte Allert.

6.01 Uhr: Proteste gegen Corona-Demonstration am 29. August angekündigt

Zehn Tage vor der erneuten großen Demonstration gegen die Corona-Politik am 29. August sind mehrere Gegenveranstaltungen geplant. Eine Vielzahl von Gegenkundgebungen sei bereits angemeldet, sagte eine Polizeisprecherin. Eine Demonstration am Reichstagsgebäude mit rund 1000 geplanten Teilnehmern heißt „Nie wieder Faschismus“. Am Brandenburger Tor ist eine Kundgebung mit dem Motto „Wir setzen ein Zeichen für unsere gegenseitige Verantwortung“ geplant. Weitere Demonstrationen sind an verschiedenen Orten bei der Polizei angemeldet.

+++ Dienstag, 18. August 2020 +++

18.48 Uhr: Aktuelle Corona-Zahlen: 75 Neuinfektionen, kein weiteres Todesopfer

In Berlin haben sich weitere 75 Menschen mit dem neuartigen Coronavirus infiziert. Das berichtet die Senatsgesundheitsverwaltung. Damit steigt die Gesamtzahl der Fälle in Berlin auf 10.393. 224 Menschen sind bislang mit Covid-19 gestorben, damit ist kein weiteres Todesfall hinzugekommen. 9376 Menschen gelten als genesen, damit sind 793 aktuell in Berlin mit dem Coronavirus infiziert. Die meisten Neuinfektionen verzeichnen Mitte und Neukölln (jeweils +17). Im Krankenhaus werden 33 Personen behandelt, davon 14 intensivmedizinisch.

Der R-Faktor steht auf 1,07, die Inzidenz der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche liegt bei 14,3, der Anteil der für Covid-19-Patienten benötigten Betten auf Intensivstationen liegt bei 1,1 Prozent. Damit stehen alle Corona-Ampeln auf Grün.

18.17 Uhr: Nach positivem Test an Schule: Kompletter 12. Jahrgang soll zuhause bleiben

Beim Beethoven-Gymnasium in Lankwitz geht die große Verunsicherung weiter - dort war am Freitag bekannt geworden, dass eine Zwölftklässlerin positiv auf Corona getestet wurde, daraufhin mussten die Schüler der elften und zwölften Klasse zu Hause bleiben, die mit ihr im Kurs saßen. Nun wurde eine enge Freundin von ihr, Kontaktperson aus der Kategorie I, auch positiv getestet, eine weitere Zwölftklässlerin. Jetzt soll der komplette 12. Jahrgang am morgigen Mittwoch zu Hause bleiben, bis das Gesundheitsamt Steglitz-Zehlendorf weiter weiß. Die Eltern werden „eindringlich“ auf der Homepage der Schule gebeten, nicht beim Gesundheitsamt anzurufen, weil sonst die Hotline blockiert ist.

16.16 Uhr: Frankfurter Gymnasium wegen Corona eine Woche geschlossen

Um weitere Corona-Infektionen zu verhindern, ist in Frankfurt (Oder) auf Anweisung des Gesundheitsamtes ein Gymnasium geschlossen worden. Das teilte die Stadtverwaltung am Dienstag auf Anfrage mit. Sowohl unter den Schülern als auch unter den Lehrern gebe es jeweils einen bestätigten positiven Corona-Fall, sagte Oberbürgermeister René Wilke (Linke).

Alle 860 Schüler des Karl-Liebknecht-Gymnasiums seien am Dienstagmorgen nach Hause geschickt worden, bestätigte Schulleiter Torsten Kleefeld. Eine Quarantäneanordnung des Gesundheitsamtes gebe es zunächst nicht. Das Gymnasium soll laut Kleefeld für eine Woche geschlossen bleiben. Bereits seit Freitag ist eine ganze Schulklasse der Einrichtung für 14 Tage in Quarantäne. Eine Schülerin der Klasse war positiv auf das neuartige Coronavirus getestet worden.

Ein Großteil der Schüler soll in den kommenden Tagen getestet werden, um das weitere Infektionsgeschehen in der Stadt zu beobachten. Es werde eine Menge Tests geben, aber nicht schulweit, bestätigte Wilke. Er sprach von mehr als 300 Testungen, die vorgenommen werden sollen. Aktuell gibt es in Frankfurt (Oder) nun 49 bestätigte Corona-Infektionen und damit vier Fälle mehr als am vergangenen Freitag. Insgesamt 116 Menschen befinden sich derzeit in häuslicher Quarantäne.

16.13 Uhr: Infizierter Erzieher in einem Hort der Sankt-Franziskus-Grundschule

Für etliche Erstklässler der Sankt-Franziskus-Grundschule in Schöneberg muss der Unterricht noch ein bisschen warten. In einem der vier Horteinrichtungen, mit denen die Schule kooperiert, dem Kinderkollektiv e. V., hatte sich ein Erzieher mit dem Coronavirus infiziert. Dieser hatte auch Kontakt zu Kindern der Sankt-Franziskus-Schule.

Insgesamt mussten sich bereits am Freitag, als der Fall bekannt wurde, 67 Schülerinnen und Schüler für zwei Wochen in Quarantäne begeben. Betroffen seien Schüler der Klassenstufen 1 bis 4, wie ein Schulsprecher am Dienstag auf Nachfrage mitteilte. Zuerst hatte der "Tagesspiegel" berichtet.

Die Einschulung, die für das vergangene Wochenende geplant war, musste verschoben werden. Wann sie nachgeholt werden kann, war am Dienstag noch unklar. „Das hänge auch davon ab, wann mit den Ergebnissen der Corona-Tests zu rechnen ist“, so der Schulsprecher. Die betroffenen Schüler würden nun durch das Gesundheitsamt Tempelhof-Schöneberg auf das Virus getestet.

Gesundheits- und Schulstadtrat Oliver Schworck (SPD) wollte sich am Dienstag nicht dazu äußern, inwiefern diese bereits durchgeführt worden sind. Auf die Sankt-Franziskus-Schule gehen derzeit 300 Schüler, in diesem Jahr sind darunter 50 Erstklässler. Für alle nicht betroffenen Schüler laufe der Unterricht unter Einhaltung der Hygienemaßnahmen weiter, sagte der Sprecher.

16.10 Uhr: Regierungschef Müller: Unions Fan-Konzept nicht umsetzbar

Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller hält das Konzept des Fußball-Bundesligisten 1. FC Union zur Rückkehr der Fans ins Stadion momentan nicht für realistisch. Zum einen verwies der SPD-Politiker am Dienstag auf fehlende Kapazitäten, um die angedachten Corona-Tests für die Zuschauer im Vorfeld umzusetzen.

„Denn das muss man zu Ende denken. Wenn wir anfangen würden mit Union und würden sagen, mach es ab morgen, sind es ab morgen 36 Bundesligaclubs der 1. und 2. Liga mindestens, die das auch haben wollen“, sagte Müller. „Es sind Kulturgroßveranstaltungen, es sind Konzerte, es sind Messen, die sagen, wir wollen dieses System auch anwenden. Das heißt, ich brauche über Nacht praktisch deutschlandweit ganz andere Kapazitäten. Und das sehe ich nicht, dass wir die haben.“

Zum zweiten könne derzeit kein Wissenschaftler zusichern, das man 24 bis 48 Stunden nach einem Testergebnis tatsächlich negativ ist und keinen anderen Menschen mit dem Coronavirus anstecken kann. „Aber solange wir nicht die Sicherheit haben, glaube ich, wird dieses System so zumindest, wie Union es uns vorgestellt hat, noch nicht eins zu eins umzusetzen sein.“

Mit seinem Konzept - keine Abstandsregeln und Masken, dafür präventive Corona-Tests und die Erlaubnis zum ausgelassenen Jubeln - kämpfen die Eisernen in Zeiten der Pandemie für die Rückkehr der Fans ins Stadion An der Alten Försterei. Der Verein beantragte beim zuständigen Gesundheitsamt Treptow-Köpenick die Austragung eines Testspiels am 5. September vor bis zu 3000 Besuchern.

15.22 Uhr: Corona-Tests negativ: Berlin Volleys trainieren vollzählig

Die BR Volleys befinden sich ab sofort vollzählig im Mannschaftstraining. Die verspätet in Berlin eingetroffenen brasilianischen Neuzugänge Eder Carbonera, Davy Moares und Renan Michelucci hatten am Dienstagvormittag die Ergebnisse ihrer Corona-Tests erhalten. Alle drei sind nicht mit dem Virus infiziert. Deshalb konnten sie bereits nachmittags erstmals an einer Übungseinheit ihres neuen Vereins teilnehmen.

15.15 Uhr: Linke: Corona-Hilfen für Soloselbstständige gewähren

Das Land Brandenburg sollte nach Ansicht der Linksfraktion im Landtag Soloselbstständigen bei Einkommensverlusten eine Corona-Überbrückungshilfe von rund 1180 Euro monatlich gewähren. Damit könnten die Lebenshaltungskosten der Betroffenen gesichert werden, sagte der Fraktionsvorsitzende Sebastian Walter am Dienstag. Er rechne mit etwa 20.000 Soloselbstständigen, die darauf Anspruch haben. Bis zum Jahresende könnten Ausgaben in Höhe von 200 Millionen Euro entstehen.

Das im Juli gestartete Zuschussprogramm biete den meisten Selbstständigen, Freiberuflern und Freelancern immer noch keine passgenaue Hilfe, heißt es in dem Antrag der Linken zur Landtagssitzung kommende Woche. Zudem wird dort an die Landesregierung appelliert, Zuschüsse, die als Corona-Soforthilfe an Selbstständige und Kleinstunternehmer gewährt wurden, nicht zurückzufordern, wenn kein Betrug vorliege.

15.09 Uhr: FDP fordert Bildungsgipfel

Eigentlich sollte der gestrige Hygienebeirat, den Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD) einberufen hatte und bei dem Vertreter aus der Schulwelt und der Wissenschaft zum Thema Corona in den Schulen aufeinandertrafen, die Gemüter beruhigen. Der Berliner FDP reicht das neue Gremium allerdings nicht aus. Sie fordert nun einen „Bildungsgipfel“, der alle zusammen an einen Tisch holt. „Senatorin Scheeres hat es geschafft, alle Stakeholder im Schulbereich gegen sich aufzubringen“, sagt der bildungspolitische Sprecher der Berliner FDP-Fraktion Paul Fresdorf, „In Anbetracht der erheblichen Missstände und Schwierigkeiten im Umgang mit der Pandemie, reicht ein Hygienebeirat nicht mehr aus.“ Im besten Falle könne am Ende des Gipfels der „Berliner Schulfrieden“ nach Hamburger Vorbild stehen, so Fresdorf. Das heißt, es würden alle zum Wohle einer besseren Bildung in der Stadt zusammenkommen, egal aus welcher Partei, egal in welcher Funktion.

14.52 Uhr: Müller für kostenpflichtige Tests für Reiserückkehrer

Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller hält kostenpflichtige Covid-19-Tests für Reiserückkehrer aus Risikogebieten für überlegenswert. „Ich finde, darüber muss man reden“, sagte Müller nach der Sitzung des Senats am Dienstag. „Was wir im Rahmen der Pandemie-Bekämpfung machen, muss von einer Gemeinschaft getragen werden“, argumentierte der SPD-Politiker.

„Es sind einige unterwegs, die reisen bewusst in Risikoländer, sitzen wie Ölsardinen im Flugzeug nebeneinander - zwei, drei Stunden hin und zwei, drei Stunden zurück.“ Und die gingen dann zu einer Teststelle und wollten den Test selbstverständlich kostenlos in Anspruch nehmen.

„Wir werden uns damit auseinandersetzen müssen, dass die Folgen von Corona uns noch sehr lange begleiten - Monate, möglicherweise Jahre“, sagte der Regierungschef. „Wir werden Regeln haben, die vielleicht sogar dauerhaft gelten oder zumindest sehr langfristig.“ Insofern sei es richtig, sich rechtzeitig zum Beispiel damit auseinanderzusetzen, wie man mit Reisen in Risikogebiete umgeht, wie mit den Testverfahren und mit den anfallenden Kosten.

Corona-Tests sind für Rückreisende aus einem vom Robert Koch-Institut als Corona-Risikogebiet eingestuften Land verpflichtend. Teststellen gibt es an den beiden Berliner Flughäfen, am Zentralen Omnibusbahnhof und seit Montag auch am Hauptbahnhof.

14.44 Uhr: Müller für einheitliche Corona-Regeln bei Feiern

Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) befürwortet bundesweit einheitliche Regeln für Feste und Feiern während der Corona-Krise. „Es ist seit Monaten bekannt, dass ich immer ein Freund von einheitlichen Verfahren und Regeln bin. Ob es geht, muss man sehen“, sagte Müller am Dienstag nach der Sitzung des Senats. „Ich würde es gut finden, wenn es zumindest eine weitgehende Abstimmung gibt, aber wir haben da ja Erfahrungen gesammelt, dass es nicht immer klappt.“

Der Ärzteverband Marburger Bund hatte im Kampf gegen das Coronavirus bundesweit einheitliche Vorgaben für Feste und Feierlichkeiten gefordert. „Um Ansteckungsrisiken auch im Herbst und Winter zu verringern, sollten sich die Länder bald auf einheitliche Regeln für private und öffentliche Feiern aller Art verständigen“, sagte die Vorsitzende Susanne Johna der Berliner Morgenpost. Wichtig seien etwa Obergrenzen für Gäste und Konzepte fürs Lüften.

14.19 Uhr: Müller will bei Corona-Regeln für Kneipen nachsteuern

Angesichts anhaltender Verstöße gegen Corona-Regeln in Kneipen und Restaurants sieht der Berliner Senat Handlungsbedarf. „Wir haben das Gefühl, dass da nachgesteuert werden muss“, sagte der Regierende Bürgermeister Michael Müller (SPD) am Dienstag nach der Senatssitzung.

Viele Gastwirte und auch Gäste gingen verantwortungsvoll mit der Situation in der Corona-Pandemie um. „Aber wir sehen eben auch das Gegenteil - von der Eckkneipe bis zum Sterne-Lokal“, beklagte Müller. Abstandsregeln würden nicht beachtet, Anwesenheitslisten zur Kontaktnachverfolgung gar nicht oder unter Missachtung des Datenschutzes geführt.

Vertreter des Hotel- und Gaststättenverbandes (Dehoga), die als Gäste an der Senatssitzung teilnahmen, sicherten Müller zufolge Unterstützung zu. So wolle der Verband den Wirten noch einmal nahe bringen, wie man Anwesenheitslisten korrekt führt und warum das auch im Interesse der Gäste liege. Denkbar sei auch eine Aufklärungskampagne mit Plakaten, Postkarten oder Radiospots.

Er plädiere für eine Kampagne, „die ein bisschen wachrüttelt“, so Müller. Denn: „Wenn mit den Regeln nicht durchsetzbar ist, was uns wichtig ist, wenn die Infektionszahlen steigen (....), wenn das nicht anders geht, muss man vielleicht die nächsten Lockerungen verzögern, aussetzen oder sogar Dinge zurücknehmen.“

13.19 Uhr: Industrie in Berlin erholt sich schneller als in Brandenburg

Nach dem heftigen Einbruch im April und Mai geht es für die Industrie in Berlin und Brandenburg langsam wieder aufwärts. Die Corona-Krise hatte in beiden Ländern monatliche Umsatzeinbrüche von mehr als 20 Prozent gegenüber dem jeweiligen Vorjahresmonat gebracht. Der Juni lag in Berlin aber wieder 1,5 Prozent im Plus, in Brandenburg ging das Minus auf knapp 8 Prozent zurück, wie aus Zahlen des Amts für Statistik Berlin-Brandenburg hervorgeht. Besonders leidet demnach das Geschäft mit Partnern im Ausland.

Im gesamten ersten Halbjahr verbuchten die Berliner Industriebetriebe mit mehr als 50 Beschäftigten einen Umsatz von 12,1 Milliarden Euro, das waren 1,7 Prozent weniger als im ersten Halbjahr 2019. Brandenburg ist härter von der Coronakrise getroffen: 11,2 Milliarden Euro Umsatz von Januar bis Juni entsprachen einem Minus von 7,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

Die Hauptstadt-Zahlen seien nur teilweise erfreulich, sagte die Präsidentin der Berliner Industrie- und Handelskammer, Beatrice Kramm, am Dienstag. Die Krise sei nicht überwunden, gezielte Förderung des industriellen Kerns der Wirtschaft sei notwendig. „Was wir heute in der Krise an Industrie verlieren, schadet dem gesamten Wirtschaftsstandort morgen mehrfach.“

Für viele Betriebe dürften die nächsten Monate durchwachsen bleiben. Denn in beiden Ländern liegt der Index für den Auftragseingang unter dem Vorjahreswert, in Brandenburg stärker als in Berlin.

11.37 Uhr: Tests statt Abstand: Union Berlin kämpft weiter für Fan-Rückkehr

Fußball-Bundesligist 1. FC Union Berlin will mit Hilfe von präventiven Corona-Tests die Rückkehr der Fans ins eigene Stadion beschleunigen. Wie der Club am Dienstag mitteilte, wurde beim zuständigen Gesundheitsamt im Bezirk Treptow-Köpenick die Austragung eines Testspiels vor maximal 3000 Besuchern im heimischen Stadion An der Alten Försterei am 5. September beantragt. Die Tests aller Anwesenden sollen dabei die aktuell geltenden Abstandsregeln ersetzen. Deren Einhaltung entspreche nicht „dem Charakter vieler Veranstaltungsformate“, hieß es von den Eisernen. Für eine Rückkehr in einen möglichst sicheren Veranstaltungsbetrieb wurde dazu ein umfassender Leitfaden entwickelt und im Internet veröffentlicht.

Union hat seine Pläne dem Berliner Senat sowie dem Stadtbezirk Treptow-Köpenick präsentiert. Anfang Juli hatte der Verein den Plan veröffentlicht, schon zum Saisonstart Mitte September wieder in einem vollen Stadion spielen zu wollen. Die Politik hatte einer schnellen Fan-Rückkehr zuletzt eine klare Absage erteilt. „Das Ziel der Vollauslastung steht für uns außer Frage, und dass der Weg dorthin über Zwischenschritte führen wird, ebenfalls“, sagte Zingler: „Wichtig ist uns, dass wir den ersten Schritt endlich gehen.“

11.34 Uhr: Anstieg der Corona-Infektionen in Brandenburg - 16 neue Fälle

In Brandenburg haben sich wieder mehr Menschen mit dem Coronavirus angesteckt. Innerhalb eines Tages wurden 16 neue Fälle gemeldet, wie das Gesundheitsministerium am Dienstag mitteilte. Von Sonntag zu Montag war es dagegen nur eine neue bestätigte Infektion. Damit sind seit März insgesamt 3752 bestätigte Fälle im Land erfasst. Zwei Menschen werden im Krankenhaus behandelt, davon wird einer intensivmedizinisch beatmet. Circa 3410 Menschen gelten als genesen von der Krankheit, zehn mehr als einen Tag zuvor. Die Zahl der aktiv Erkrankten liegt bei etwa 170.

Allein aus der kreisfreien Stadt Frankfurt (Oder) wurden neun neue Coronainfektionen gemeldet. Damit stieg dort die Zahl der bestätigten Fälle auf 45. Im Landkreis Oberspreewald-Lausitz wurden zwei Neuinfektionen registriert, jeweils einen Fall gab es in den Kreisen Barnim, Dahme-Spreewald und Teltow Fläming. Auch aus der kreisfreien Stadt Cottbus und der Landeshauptstadt Potsdam wurde jeweils ein Fall gemeldet.

10.33 Uhr: Hertha BSC plant Fan-Rückkehr ins Olympiastadion

Hertha BSC treibt die Planungen für eine Rückkehr der Fans ins Berliner Olympiastadion voran. Der Fußball-Bundesligist hat ein Hygienekonzept fertiggestellt, das an das zuständige Gesundheitsamt in Charlottenburg-Wilmersdorf übergeben werden soll, berichtet die Zeitung "Bild". Dieses beinhaltet demnach mehrere Szenarien. Durch verschiedene Hygiene-Maßnahmen während der Corona-Krise könnten so womöglich künftig zwischen 5000 und 50.000 Zuschauer bei den Spielen dabei sein. Hertha kommentierte den Bericht zunächst nicht.

Dass Zuschauer bereits zum Saisonstart Mitte September auf den Tribünen sitzen, ist unrealistisch. Die Politik hatte entsprechenden Plänen der Deutschen Fußball Liga bereits eine klare Absage erteilt. In Berlin sind Großveranstaltungen mit mehr als 5000 Personen derzeit ohnehin noch bis zum 24. Oktober verboten. Erst nach entsprechenden Lockerungen durch den Senat wäre eine Rückkehr von vielen Zuschauern überhaupt erst möglich.

Zuletzt hatte die „Bild am Sonntag“ noch berichtet, dass Hertha bei einer möglichen Teilrückkehr von Fans bis Ende Oktober ganz auf Zuschauer verzichten würde. Dies sei nun angeblich nicht mehr vorgesehen, da der Club trotz hoher Kosten und einem möglichen Verlustgeschäft lieber auf seine Fans bei den Heimspiele setzt. Laut des Berichts würde es sich finanziell nicht lohnen, wenn nur 5000 Zuschauer in die mehr als 74.000 Personen fassenden Arena gelassen würden.

10.20 Uhr: Mehrere Schulen in Brandenburg wegen Corona wieder geschlossen

In zwei Brandenburger Städten haben Schulen kurz nach dem Start ins neue Schuljahr schon wieder dicht gemacht. Das Karl-Liebknecht-Gymnasium in Frankfurt (Oder) schließt für mindestens eine Woche. Alle 860 Schüler werden ab sofort zu Hause unterrichtet, wie der Schulleiter dem Sender RBB sagte. Das Gesundheitsamt will einen Großteil der Schüler zeitnah testen und das weitere Infektionsgeschehen in Frankfurt (Oder) beobachten.

In Wittenberge (Prignitz) sind die Elblandgrundschule und die Kita "Haus der kleinen Strolche" wegen mehrerer Corona-Fälle geschlossen. Das teilte die Stadtverwaltung am Dienstagmorgen mit. Der Landrat rief die Prignitzer auf, die Abstands- und Hygieneregeln einzuhalten.

10.12 Uhr: Erste Kleinunternehmer beantragen Corona-Hilfe für Mietzahlungen

Bei der Investitionsbank Berlin sind die ersten Anträge von Unternehmern eingegangen, die Unterstützung bei der Mietzahlung benötigen. Bis Montagabend wurden 114 Anträge im Kundenportal angelegt und 31 schon vollständig abgeschickt, teilte die landeseigene Förderbank mit. Anträge sind noch bis 16. Oktober möglich.

Insgesamt 90 Millionen Euro stellt das Land kleinen und mittleren Unternehmen als Soforthilfe für die Gewerbemiete zur Verfügung. Betrieben in Not mit zehn bis 250 Mitarbeitern werden ihre Gewerbemieten für April und Mai teilweise erstattet, pro Firma können bis zu 10.000 Euro fließen. Bei mehreren Miet- oder Pachtobjekten sind es bis zu 30.000 Euro. Voraussetzung ist, dass in der Corona-Krise im April und Mai der Umsatz um mindestens 60 Prozent zurückgegangen ist.

10 Uhr: Reiserückkehrer aus Cottbus positiv auf Coronavirus getestet

Ein weiterer Reiserückkehrer aus Cottbus hat sich mit dem Coronavirus angesteckt. Das teilte die Stadtverwaltung am Dienstag mit. Der Mann war bei seiner Ankunft an einem Berliner Flughafen am vergangenen Freitag positiv auf das Virus getestet worden. Er befindet sich in häuslicher Quarantäne. Bislang zeige der Mann keine Symptome, hieß es. Damit sind nach Angaben der Stadt 45 bestätigte Fälle in Cottbus gemeldet.

Eine vierköpfige Familie aus Cottbus, die auf Mallorca im Urlaub war und sich nachweislich mit dem Coronavirus infiziert hatte, hatte vor rund zehn Tagen eine über 14-tägige Quarantäne beendet.

6.53 Uhr: Berlins Lehrer müssen auf Corona-Tests warten

Bei den Corona-Tests für Lehr- und Kita-Kräften kommt es zu Engpässen. Sie sollen sich eigentlich zeitnah testen lassen können, auch wenn sie keine Symptome aufweisen. Allerdings sind vor Mitte September keine Termine mehr verfügbar. Alle Details zu den Problemen bei den Corona-Tests für Lehrer und Kita-Kräfte lesen Sie hier.

7.31 Uhr: Senat berät über Hygieneregeln in Kneipen und die „Heldenprämie“

Verstöße gegen die Corona-Regeln in Kneipen und Restaurants sind am Dienstag (10 Uhr) eines der Themen der Senatssitzung. In der Gastronomie hat es in den vergangenen Wochen immer wieder Gäste gegeben, die Maskenpflicht und Abstandsregeln auf die leichte Schulter nehmen. Wie während der Corona-Pandemie häufig, sucht der Senat dazu das Gespräch mit Experten. Am Dienstag ist ein Vertreter des Hotel- und Gaststättenverbands Dehoga zu Gast und soll zu den Erfahrungen und Einschätzungen aus seiner Sicht Stellung nehmen.

In dem Zusammenhang wollen die Senatsmitglieder insbesondere über die deutlich gestiegenen Infektionszahlen im Bezirk Mitte beraten und über die Frage, welche Konsequenzen daraus zu ziehen sind. Dabei dürfte auch das Thema Alkoholverbot zumindest für einzelne Straßenzüge noch einmal eine Rolle spielen, das den Senat bereits in der vergangenen Woche beschäftigt hat.

Fragen rund um die Tests für Rückkehrer aus Risikogebieten stehen ebenfalls auf der Tagesordnung. Teststellen gibt es an den beiden Berliner Flughäfen, am Zentralen Omnibusbahnhof und seit Montag auch am Hauptbahnhof. Dabei geht es auch darum, wie die zunehmende Zahl der Tests finanziert werden soll.

Ebenfalls mit der Corona-Pandemie in Zusammenhang steht die sogenannte Heldenprämie. Sie soll an die „Alltagshelden“ gehen, die vor allem in der ersten Phase der Corona-Krise Außergewöhnliches geleistet haben und oft einer Gesundheitsgefahr ausgesetzt waren. Dazu zählen etwa Polizisten, Feuerwehrleute und Rettungskräfte, Justizbedienstete und Mitarbeiter von Gesundheits- und Ordnungsämtern sowie Erzieherinnen und Erzieher. Für Kritik hatte gesorgt, dass sie in erster Line Beschäftigten des Landes vorbehalten sein sollte.

+++ Montag, 17. August 2020 +++

21.13 Uhr: Mehrere Schulen in Friedrichshain-Kreuzberg von Corona betroffen

In Friedrichshain-Kreuzberg sind aktuell die Integrierte Sekundarschule Hector-Peterson-Schule sowie die Lina-Morgenstern-Gemeinschaftsschule von Corona-Infizierungen betroffen. Am Montag sowie am Dienstag werden die betroffenen Klassen laut Bezirksamt getestet. Am Montag wurde zudem eine dritte Schule gemeldet. Es handele sich um eine Fachschule für Erwachsenenbildung, so der Bezirk. Ein Klassenverband muss in häuslicher Quarantäne verbleiben.

18 Uhr: 66 Neuinfektionen in Berlin, alle Ampeln auf Grün

In Berlin haben sich 66 weitere Menschen mit dem neuartigen Coronavirus infiziert. Das teilte die Senatsverwaltung für Gesundheit mit. Die meisten neuen Fälle gab es in Charlottenburg-Wilmersdorf (+15), gefolgt von Mitte und Pankow (jeweils +10) und Lichtenberg sowie Neukölln (jeweils +9). Aktuell sind damit 772 Menschen in Berlin akut infiziert. 9322 gelten als genesen. Die Zahl der Todesopfer bleibt bei 224.

35 Menschen werden zurzeit in Krankenhäusern behandelt, davon 13 intensivmedizinisch.

Die drei Corona-Ampeln stehen weiter auf Grün. Der R-Faktor liegt bei 1,30, die Inzidenz der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen bei 14,2 und der Anteil der benötigten Plätze auf Intensivstationen bei 1,1 Prozent.

16.27 Uhr: 100 Verstöße bei Corona-Kontrollen in Mitte

Bei den Corona-Kontrollen in Mitte haben Ordnungsamt und Polizei in der Nacht zu Sonnabend mehr als 100 Verstöße in gerade einmal sieben Einrichtungen festgestellt. Zudem seien drei Anzeigen gegen Gastronomen geschrieben worden, teilte das Bezirksamt Mitte mit. Diese hätten entweder keine oder nur unvollständige Gästelisten vorweisen können, zudem habe es je einen Verstoß gegen das Berliner Straßengesetz (unerlaubte Sondernutzung) und die Preisangabenverordnung gegeben. Ordnungsamt und Polizei hatten von 21 bis 2 Uhr rund um den Rosenthaler Platz kontrolliert.

Betroffen waren fünf Bars und zwei Verkaufsstellen, die bei vergangenen Kontrollen negativ aufgefallen seien. Zudem habe es in der Nacht auf Sonntag eine Sonderkontrolle in Wedding gegeben. Bezirksbürgermeister Stephan von Dassel teilte mit, bei dem Einsatz sei auch das Champions-League-Viertelfinale Bayern gegen Barcelona in den Fokus gerückt. So seien 80 Verstöße wegen MIssachtung des Mindestabstands allein in einem Lokal festgestellt worden.

16.22 Uhr: Corona-Fälle an 22 Berliner Schulen

An insgesamt 22 Schulen in Berlin sind Coronafälle aufgetreten. Betroffen sind entweder Schüler, Lehrer oder sonstiges Schulpersonal. Nun hat auch die Wilma-Rudolph-Oberschule in Zehlendorf einen Coronafall, bestätigte die dortige Gesundheitsstadträtin Carolina Böhm (SPD). Ob der positive Test von einem Schüler, einer Lehrkraft oder anderem Schulpersonal stammt, war noch nicht klar. In der St-Franziskus-Schule in Schöneberg ist laut „Tagesspiegel“ auch mindestens ein Coronafall aufgetreten, deshalb mussten Kinder aus fünf Hortgruppen am Freitag abgeholt werden. Offenbar waren darunter auch Erstklässler, die am nächsten Tag eingeschult werden sollten. Zählt man alle Fälle zusammen, kommt die Berliner Morgenpost aktuell auf 22 Coronafälle in Berliner Schulen, betroffen sind nun acht Bezirke.

15.57 Uhr: Schulleiter wegen Widerstands gegen Maskenpflicht suspendiert

Das Brandenburger Bildungsministerium hat einen Schulleiter vom Dienst suspendiert, der sich gegen die Maskenpflicht in seiner Rathenower Grundschule widersetzt hatte. Der Mann habe vergangenen Mittwoch in einem Brief an die Eltern erklärt, dass er sich an diese rechtliche Vorgabe nicht gebunden fühle, teilte das Ministerium am Montag mit. „Damit handelte er eindeutig rechtswidrig.“ Seit Montag werde die Verordnung zur Maskenpflicht in Innenräumen - außer im Unterricht - auch an der Grundschule in Rathenow (Havelland) umgesetzt.

Zudem habe der Schulleiter vor Mitarbeitern des Schulamtes erklärt, dass er sich an die Weisung seines Dienstvorgesetzten nicht gebunden und seinem Eid als Beamter nicht mehr verpflichtet fühle, erklärte das Ministerium. Daher sei ein Disziplinarverfahren gegen ihn eingeleitet worden. Die Dienstgeschäfte habe bis auf Weiteres die stellvertretende Schulleiterin übernommen.

Am Montag demonstrierten mehrere Dutzend Menschen vor der Grundschule gegen die Suspendierung des Schulleiters. Weil die Kundgebung nicht angemeldet gewesen sei, habe die Polizei am Montag Anzeigen wegen Verstoßes gegen das Versammlungsgesetz aufgenommen, sagte eine Sprecherin der Polizeidirektion West.

Der Städte- und Gemeindebund sprach von einem Einzelfall. Der Verband appellierte aber an die Eltern im Land, ihre Kinder für den Schulbesuch mit Masken auszurüsten. Es gebe eine größere Zahl von Eltern, die sich der Maskenpflicht für ihre Kinder verweigerten, sagte Vizepräsident Thomas Zenker am Montag. „Nach der Verordnung müssten wir die Kinder ohne Masken nach Hause schicken“, mahnte er. „Weil wir das aber nicht wollen, haben Schulträger bereits Masken für diese Schüler besorgt.“

13.43 Uhr: Defizit für Berliner Philharmoniker - Charité schlägt Lockerung vor

Die Berliner Philharmoniker rechnen angesichts der Corona-Einschränkungen in diesem Jahr mit einem hohen Defizit, hoffen aber auf Hilfen der Politik und neue Erkenntnisse der Berliner Klinik Charité über kleinere Abstände bei Musikern und Publikum. In diesem Jahr werde sich das Minus der Philharmoniker auf zehn Millionen Euro belaufen, sagte Intendantin Andrea Zietzschmann am Montag.

Die Philharmoniker setzten auf neue Untersuchungen der Charité im Auftrag der Berliner Orchester. Nach der am Montag veröffentlichten Aktualisierung empfiehlt die Studie nun einen Abstand zwischen den Streichern von einem Meter (aktuell 1,5 Meter) sowie von 1,5 Meter zwischen den Bläsern (aktuell zwei Meter). Eine Trennung durch Plexiglas könne bei den Bläsern entfallen.

Der Leiter der Studie, der Direktor des Instituts für Sozialmedizin und Epidemiologie, Stefan Willich, sagte dazu im Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB): „Das Publikum von Klassikveranstaltungen ist diszipliniert und hat ein aufgeklärtes Verständnis für gesundheitliche Zusammenhänge.“ Mit einer strengen Maskenpflicht sowie den weiteren Schutzmaßnahmen sei ein sicherer Konzert- und Opernbetrieb auch in vollbesetzten Sälen möglich.

12.06 Uhr: Ein neuer Corona-Fall in Brandenburg

Die Zahl der mit dem Coronavirus Infizierten hat sich in Brandenburg wieder auf niedrigem Niveau eingependelt. Innerhalb von 24 Stunden wurde ein neuer Fall aus der Prignitz gemeldet, wie das Gesundheitsministerium am Montag mitteilte. In dem Landkreis sind mit bislang 33 Coronavirus-Infektionen landesweit die wenigsten bestätigten Fälle registriert. Von Samstag auf Sonntag waren es neun neue bestätigte Covid-19-Fälle im gesamten Land. Zuvor hatte sich seit Mittwoch der Anstieg stets im zweistelligen Bereich bewegt.

11.25 Uhr: Corona-Teststelle im Berliner Hauptbahnhof im Betrieb

Die Corona-Teststelle im Berliner Hauptbahnhof ist seit dem heutigen Montag in Betrieb. Das teilte die Senatsgesundheitsverwaltung mit. Die Teststelle wurde demnach vom Technischen Hilfswerk im ersten Untergeschoss des Hauptbahnhofs am geplanten Zugang zur U5 unter dem Europaplatz eingerichtet. Die Teststelle wird, analog zur Teststelle am ZOB, vom Deutschen Roten Kreuz mit Unterstützung der Bundeswehr betrieben.

Das Testangebot richtet sich ausschließlich an Rückreisende, die keine Corona-Symptome zeigen. Der Test ist kostenfrei, sofern er 72 Stunden nach Einreise vorgenommen wird. Geplant ist, dass die Teststelle montags bis sonnabends von 6 bis 23 Uhr und sonntags von 8 bis 23 Uhr geöffnet ist. Die Betriebsdauer soll dem tatsächlichen Bedarf der Bahnreisenden angepasst werden

11.12 Uhr: Übergriff an Teststation am Flughafen - Polizei ermittelt

Im Falle des tätlichen Übergriffs auf eine Mitarbeiterin der Corona-Teststation am Flughafen Tegel am Sonntag ermittelt die Berliner Polizei nun gegen Unbekannt wegen Körperverletzung.

„Gegen 17.20 Uhr wurde die Helferin von einem Mann angegangen und geschubst“, so ein Sprecher der Polizei, „dabei ist sie gegen eine Eisenstange geprallt und hat sich leicht verletzt. Sie konnte noch vor Ort behandelt werden.“

Der Täter sei beim Eintreffen der Beamten aber schon nicht mehr an der Teststelle aufzufinden gewesen. Laut Polizei handelte es sich bei ihm um ein Mitglied einer Familie, die zuvor mit der Mitarbeiterin in Streit geraten war.

Die Familie hatte nach bereits acht Tagen Aufenthalt in Deutschland keinen Anspruch mehr auf einen kostenlosen Corvid 19-Test. Die Situation eskalierte, als den Personen deswegen ein Test verweigert wurde.

Am Montag war das Corona–Testzentrum wieder regulär geöffnet. Rund um den Wartebereich und im Terminal D, in dem sich der Testbereich befindet, ist mehr Sicherheitspersonal präsent. Auch am Eingang zum Terminal wurde eine Security-Mitarbeiterin positioniert.

10.45 Uhr: Mindestens 21 Berliner Schulen melden Corona-Fälle

Inzwischen gibt es Covid-19-Infektionsfälle an mindestens 21 Berliner Schulen, meldet die „Berliner Zeitung“. Betroffen seien nun sechs Bezirke, darunter besonders stark Reinickendorf. Allein in diesem Bezirk gebe es an sieben Schulen Coronafälle. Wie die Morgenpost erfuhr, handelt es sich um diese Schulen:

  • Gustav-Freytag-Oberschule
  • Max-Beckmann-Oberschule
  • Thomas-Mann-Gymnasium
  • Lauterbach Grundschule
  • Hoffmann-von-Fallersleben-Grundschule
  • Otfried-Preußler-Grundschule
  • Ringelnatz-Grundschule

Am Beethoven-Gymnasium in Steglitz-Zehlendorf und am Sophie-Charlotten-Gymnasium im Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf wurden inzwischen auch Schüler der Oberstufe positiv getestet. Dort lässt sich die „Kohortenstratgie“ der Senatsverwaltung für Bildung, die der Hygieneplan vorsieht, deutlich schlechter umsetzen.

Noch am Freitag hatte Senatorin Sandra Scheeres (SPD) zum Thema des Infektionsgeschehens an Berlins Schulen gegenüber der Morgenpost von „Einzelfällen“ gesprochen, „die von außen in die Schule kommen“. Meistens gehörten diese Schüler oder das Schulpersonal zu den Reiserückkehrern. Wichtig sei jetzt, dass alle sich an die vorgegebenen Regeln des Hygieneplans hielten, die reichten bislang aus. „Wir müssen gar nichts nachjustieren, weil die Regeln sind klar“, betonte sie wortwörtlich. Da war sie aber nur von neun Coronafällen an Berlins Schulen ausgegangen.

Am Montag trifft sich zum ersten Mal der Hygienebeirat, in dem auch Experten sitzen, mit der Senatorin. Dort soll ein Stufenplan festgelegt werden, "wie wir reagieren, sollten die Infektionszahlen deutlich steigen", sagte Scheeres.

6.50 Uhr: Zahl der Wohngeldanträge in Berlin steigt wegen Corona deutlich

In der Corona-Krise ist die Zahl der Wohngeldanträge in Berlin stark gestiegen. Während die Zahl in den ersten vier Pandemie-Monaten März bis Juni nach Angaben der Senatsverwaltung für Wohnen bei 22.430 lag, betrug sie in den vier Vorjahresmonaten nur 16.150. Das entspricht einer Steigerung von fast 40 Prozent. Am stärksten fiel der Anstieg im April aus. Hier registrierten die Behörden 50 Prozent mehr Anträge (6127) als im Vergleichsmonat des Vorjahres. Alle Details zu den Wohngeldanträgen in Berlin lesen Sie hier.

+++ Sonntag, 16. August 2020 +++

20.04 Uhr: Corona-Tests am Flughafen Tegel nach Übergriff abgebrochen

Die Corona-Teststelle am Berliner Flughafen Tegel ist am Sonntag nach einem Zwischenfall vorzeitig geschlossen worden. Es habe einen tätlichen Angriff auf einen Mitarbeiter der Teststelle gegeben, teilte Charité-Vorstand Ulrich Frei am Abend mit. Zuvor sei einer Person ein Test verweigert worden, weil sie keinen Anspruch auf das kostenfreie Angebot gehabt habe. „Die Situation eskalierte leider“, erläuterte Frei. Die Teststelle sei deshalb um 18 Uhr geschlossen worden, drei Stunden früher als üblich. Am Montag werde sie wieder regulär von 8 Uhr bis 21 Uhr öffnen.

Gegen 19.30 hatte sich am Sonntagabend gegen 19.30 Uhr eine eng gedrängte, lange Schlange vor dem Terminal D des Flughafens Tegel versammelt. Die Blicke der Betroffenen waren verständnislos, denn herein ließ das Sicherheitspersonal die Wartenden nicht mehr. Die Menschen standen an, um sich kostenlos auf Covid-19 testen zu lassen – für Reiserückkehrer aus Risikogebieten ist das seit dem 8. August ja bekanntlich Pflicht.

Doch am Sonntag war die von der Charité betriebene Tegeler Corona-Teststation schon ab 18 Uhr geschlossen. „Es gab heute einen zu großen Ansturm von Nichtreisenden aus der Stadt“, erklärte ein Sicherheitsmann den verdutzten Passagieren, „einer der Mitarbeiter wurde tätlich angegriffen, weil er eine Person ohne Anspruch nicht testen wollte. Deswegen haben wir früher schließen müssen.“

Charité-Vorstand Ulrich Frei verteidigte die Entscheidung: „Als Vorstand Krankenversorgung ist es meine Aufgabe, mich schützend vor die am Sonntag freiwillig arbeitenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu stellen.“ Den Anwesenden in Tegel wurde derweil bestätigt, dass sie sich noch testen lassen könnten, wenn sie ihr Ticket vorzeigen würden. „Sie können morgen gerne ab 8 Uhr wieder hierherkommen“, erklärte ein Mitarbeiter, „ansonsten müssten Sie sich von einem Arzt in der Stadt testen lassen.“ Dies könne im Zweifelsfall aber Geld kosten.

Eigentlich soll die Teststelle für Rückkehrer am Flughafen Tegel von 8 bis 21 Uhr geöffnet haben. Doch selbst wenn sie die Öffnungszeiten eingehalten hätte – die Flughafengesellschaft wäre nicht in der Lage gewesen, alle Reiserückkehrer noch am Tag der Anreise abzufertigen. Denn allein am Sonntag landeten nach 21 Uhr noch drei Maschinen von den Balearen in Tegel.

Seit dem 8. August sind nach einer Verordnung des Bundesgesundheitsministeriums Tests für Einreisende aus Risikogebieten verpflichtend. Solange kein negatives Testergebnis vorliegt, müssen sich Einreisende aus Risikogebieten in Quarantäne begeben. Fällt der Test positiv aus, ist in jedem Fall eine zweiwöchige Quarantäne notwendig.

19 Uhr: 15 Neuinfektionen in Berlin, alle Ampeln auf Grün

Die Zahl der Coronafälle in Berlin insgesamt beträgt 10.252. Das teilte die Senatsverwaltung für Gesundheit am Sonntagabend mit. Die Zahl der aktiven Fälle liegt bei 755. Es ist keine weitere Person an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben. Die Zahl der Todesfälle bleibt bei 224. 15 neue Infektionen wurden bestätigt, 42 waren es am Sonnabend. 9273 Menschen sind inzwischen genesen. Die Zahl der Patienten auf den Intensivstationen beträgt 15, und damit zwei Patienten mehr als am Vortag. Insgesamt liegen 35 Menschen in Krankenhäusern und damit ein Patient mehr als am Vortag.

Die Berliner Corona-Ampel bleibt für den Bereich der Reproduktionszahl mit 1,49 auf Grün. Die Werte für Neuinfektionen und die freien Intensivbetten stehen auch auf Grün.

17.43 Uhr: Erstklässler haben ersten regulären Schultag - Hygienebeirat tagt

ach der Einschulung am Wochenende beginnt an diesem Montag für die knapp 37 000 Berliner Erstklässler der Schulalltag. Gleichzeitig nimmt ein „Hygienebeirat“ beim Bildungssenat die Arbeit auf. Die Experten sollen über den Infektionsschutz in der Corona-Krise beraten. Senatorin Sandra Scheeres (SPD) hat ein Stufenkonzept für den Fall angekündigt, dass sich die Infektionslage verschlechtert.

Die Berliner Polizei kontrolliert seit Schuljahresbeginn verstärkt den Verkehr rund um Schulen und auf Schulwegen. Gefahrenträchtig für Schüler seien vor allem Autofahrer, die zu schnell entlang von Schulwegen fahren, verkehrswidriges Halt- und Parkverhalten so genannter Elterntaxis sowie Fahrrad- und Rollerfahrer auf Gehwegen, hieß es.

16.53 Uhr: Kleinunternehmen können Hilfe für Mieten beantragen

Viele kleine und mittelgroße Unternehmen in Berlin haben nach dem Corona-Einbruch Probleme, ihre Miete zu bezahlen. Von diesem Montag an können sie bei der Investitionsbank Berlin (IBB) Soforthilfe beantragen. Insgesamt 90 Millionen Euro stellt das Land nach Angaben der Wirtschaftsverwaltung dafür zur Verfügung.

Betrieben in Not mit 10 bis 250 Mitarbeitern werden ihre Gewerbemieten für April und Mai teilweise erstattet, pro Firma fließen bis zu 10 000 Euro. Bei mehreren Miet- oder Pachtobjekten sind es sogar bis zu 30 000 Euro. Voraussetzung ist, dass im April und Mai der Umsatz um mindestens 60 Prozent zurückgegangen ist.

16.10 Uhr: Polizei kontrolliert Abstandsregeln am Flughafensee

Wegen des großen Andrangs in vergangenen Wochen war die Berliner Polizei dieses Wochenende am Flughafensee in Reinickendorf mit Einsatzkräften und Polizeihubschrauber vor Ort. Am Samstag kontrollierten Polizisten zusammen mit dem Ordnungsamt zwischen 8.00 und 23.00 Uhr, ob Abstandsregeln am Wasser eingehalten werden, wie ein Polizeisprecher am Sonntag sagte. Dabei seien zwar immer wieder Verstöße bemerkt worden, die Badegäste hätten jedoch auf Anweisung mehr Abstand zu anderen Menschen genommen. Platzverweise gab es keine.

14.25 Uhr: Neun weitere Corona-Infektionen in Brandenburg

Die Zahl neuer Corona-Infektionen in Brandenburg ist von Samstag auf Sonntag weniger angewachsen als an den Vortagen: Innerhalb von 24 Stunden sei die Zahl der bestätigten Covid-19-Fälle um neun gestiegen, teilte das Gesundheitsministerium am Sonntag mit. Zuvor hatte sich seit Mittwoch der Anstieg stets im zweistelligen Bereich bewegt. Von Donnerstag auf Freitag gab es mit 27 Neuinfektionen die höchste Zahl seit Anfang Mai.

13.10 Uhr: Auch in der Nacht zu Sonntag kaum Probleme mit Feiernden

Die Berliner Polizei hat bei der Kontrolle der Corona-Regeln an diesem Wochenende keine Probleme mit größeren Freiluft-Partys gehabt. Das lag aber auch daran, dass Einsatzkräfte an einigen Orten Menschenansammlungen frühzeitig auflösten, wie ein Polizeisprecher am Sonntag sagte. In der Hasenheide in Neukölln sollen am Sonnabend bereits gegen 18 Uhr knapp 1000 Menschen laute Musik gehört haben. Polizisten hätten das Treiben dann aber unterbunden, sodass die meisten von ihnen den Ort verlassen hätten.

Am Dahlwitzer Heuweg zwischen Friedrichshagen und Rahnsdorf versammelten sich den Angaben zufolge am Samstagabend rund 200 Personen. Die Polizei sei frühzeitig eingetroffen, habe eine Musikanlage abbauen lassen und die Feiernden nach Hause geschickt.

In mehreren Stadtteilen gab es Versammlungen mit rund 50 Feiernden in Parks und Wäldern. Die größtenteils jungen Leute hätten sich nach Eintreffen der Polizei aber überwiegend kooperativ gezeigt, hieß es. An der Badestelle Kleiner Müggelsee sprachen Polizisten einige Platzverweise aus, nachdem etwa 20 Menschen dort in der Nacht auf Sonntag zwischen 23.30 Uhr und 0.30 Uhr laut Musik gehört hatten.

Sonnabend, 15. August

18.40 Uhr: Nun 774 aktive Coronafälle in Berlin

Die Zahl der aktiven Coronafälle in Berlin beträgt 774. Das teilte die Senatsverwaltung für Gesundheit am Sonnabendabend mit. Die Zahl der an den Folgen einer Coronavirus-Infektion Gestorbenen liegt weiterhin bei 224. 42 Neuinfektionen wurden bestätigt, 89 waren es gestern. 9239 Menschen sind inzwischen genesen. Die Bezirke mit den meisten bestätigten Corona-Fällen sind Mitte (1569), Charlottenburg-Wilmersdorf (1009) und Neukölln (1291). In den anderen Bezirken liegt die Zahl unter 1000.

Die Zahl der Patienten auf den Intensivstationen beträgt 13, und damit ein Patient weniger als am Vortag. Insgesamt liegen 34 Menschen in Krankenhäusern und damit ein Patient weniger als am Vortag.

Die Berliner Corona-Ampel bleibt für den Bereich der Reproduktionszahl mit 0,97 auf Grün. Die Werte für Neuinfektionen und die freien Intensivbetten stehen auch auf Grün.

14.23 Uhr: Polizei löst weniger Freiluft-Partys auf

Die Berliner Polizei hat bei der Kontrolle der Corona-Regeln in der Nacht weniger Freiluft-Partys aufgelöst als an vergangenen Wochenenden. Zwar waren Polizisten im Treptower Park zwischen 0.20 Uhr und 3.30 Uhr an mehreren Orten im Einsatz, wie ein Polizeisprecher sagte. Die jungen Menschen seien nach Beschwerden von Anwohnern aber vor allem wegen Lärmbelästigung und nicht wegen Verstößen gegen die Abstands- und Hygieneregeln nach Hause geschickt worden.

Über den Park zerstreut waren den Angaben zufolge ein paar Hundert Menschen unterwegs. Der Treptower Park ist diesen Sommer nachts ein beliebter Treffpunkt für Feiernde, die auch während der Corona-Pandemie nicht auf Menschenansammlungen verzichten wollen. Auch im Mauerpark schickte die Polizei einige größere Gruppen weg. Dabei habe es keine Zwischenfälle gegeben

11.40 Uhr: Corona-Fall am Beethoven-Gymnasium

Zum ersten Mal gibt es nun einen Corona-Fall in einer Oberstufe. Am Beethoven-Gymnasium in Lankwitz wurde eine Zwölftklässlerin positiv auf getestet. Da es übergreifende Kurse gibt, sind nun Schüler aus dem elften und zwölften Jahrgang mit ihr in Kontakt gekommen. „Es sind an die hundert Schüler“, vermutet Schulleiterin Gunilla Neukirchen. Allerdings habe die Schule auch im Unterricht Maskenpflicht gehabt und sehr auf das Lüften geachtet, das sei beruhigend. Es sei aber wichtig, alle Eltern schnell zu informieren, damit sie für die nächsten Tage die sozialen Kontakte privat beschränken.

10.02 Uhr: Woidke kritisiert "Vorpreschen" bei Corona-Regeln

Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) hat die Länder zu einer engen Zusammenarbeit bei Corona-Regeln aufgerufen und sie vor Profilierungen gewarnt. „Das permanente Vorpreschen mancher Bundesländer hilft aber allen nicht, weil es die Menschen verunsichert und dann die Frage kommt, warum machen die etwas, was die anderen nicht machen“, sagte Woidke. „Öffentlichkeitsarbeit muss sein, sie sollte aber nicht im Vordergrund stehen und der Profilierung dienen. Es geht am Ende um die Gesundheit und das Leben von Menschen. Politik muss Vertrauen schaffen. Sie darf nicht verunsichern.“

9.40 Uhr: Schon vor Testpflicht mehr Corona-Tests in Berlin

Bereits in den Wochen vor dem Start der Testpflicht für Reiserückkehrer aus Risikogebieten ist die Zahl der Coronavirus-Tests in Berlin deutlich gestiegen. Mehr als 46.000 Menschen wurden allein in der 32. Kalenderwoche Anfang August getestet, rund 37.000 in der Woche zuvor. Das geht aus einer noch unveröffentlichten Antwort der Senatskanzlei Wissenschaft und Forschung auf eine parlamentarische Anfrage des Abgeordneten Herbert Mohr (AfD) hervor, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Von Ende Juni bis Ende Juli hatte die Zahl der Tests pro Woche demnach relativ konstant bei um 30.000 gelegen.

19.04 Uhr: Zahl aktiver Coronafälle steigt auf 778

Die Zahl der aktiven Coronafälle ist auf 778 gestiegen. Am Vortag waren es 750 Das teilte die Senatsverwaltung für Gesundheit am Freitagabend mit. Die Zahl der Todesfälle bleibt bei 224. 89 neue Infektionen wurden bestätigt, 131 waren es gestern. Die Gesamtzahl der in Berlin registrierten Fälle liegt nun bei 10.195. 9193 Menschen sind inzwischen genesen.

Die Zahl der Patienten auf den Intensivstationen beträgt 14, so viele wie am Vortag. Insgesamt liegen 35 Menschen in Krankenhäusern und damit ein Patient weniger als am Vortag.

Die Berliner Corona-Ampel bleibt für den Bereich der Reproduktionszahl mit 1,11 auf Grün. Die Werte für Neuinfektionen und die freien Intensivbetten stehen auch auf Grün.

16.52 Uhr: Schulleiter wendet sich gegen Maskenpflicht - Schulamt schreitet ein

Das Schulamt Neuruppin hat einen Schulleiter gestoppt, der sich in einem Schreiben an die Eltern gegen die Maskenpflicht in seiner Grundschule in Rathenow (Havelland) gewandt hatte. Dies bestätigte das brandenburgische Bildungsministerium am Freitag auf Anfrage.

„Die Maskenpflicht wird auch in der Jahn-Grundschule in Rathenow, so wie in der Umgangsverordnung des Landes Brandenburg vorgesehen, umgesetzt“, stellte Ministeriumssprecherin Ulrike Grönefeld klar. Darüber seien die Eltern in einem Schreiben der stellvertretenden Schulleiterin am Freitag informiert worden.

16.23 Uhr: Infizierte Person im Schwimmbad - Amtsarzt hält Risiko für gering

Eine Person aus Berlin, die positiv auf das Coronavirus getestet wurde, hatte zuvor ein Schwimmbad in Oranienburg (Oberhavel) besucht. Dort habe sie sich vergangenen Sonntag überwiegend im Außenbereich aufgehalten, aber auch die Rutsche im Innenbereich und das Selbstbedienungsrestaurant genutzt, teilte das Landratsamt am Freitag mit. Die Listen mit Daten von rund 800 Besuchern an dem Sonntag seien an das Gesundheitsamt des Landkreises übermittelt worden, sagte der Geschäftsführer des Erlebnisbades, Kay Duberow.

„Da sich die Person größtenteils im Außenbereich aufgehalten hat, dürfte nur eine relativ geringe Ansteckungsgefahr für andere Badegäste bestanden haben“, sagte Amtsarzt Christian Schulze laut Mitteilung. Wer am Sonntag zwischen 9 und 16 Uhr ebenfalls in dem Bad gewesen sei, längeren Kontakt mit einer unbekannten Person gehabt habe oder Krankheitssymptome verspüre, könne sich aber beim Gesundheitsamt beraten lassen.

14.11 Uhr: Derzeit keine Kita-Schließungen wegen Corona in Berlin

In vier Berliner Kitas kommt es derzeit zu Einschränkungen im Zusammenhang mit Corona-Verdachtsfällen. Das teilte die Senatsbildungsverwaltung am Freitag auf Morgenpost-Nachfrage mit. Zu den Einschränkungen gehörten demnach etwa die Quarantänisierung einzelner Kita-Gruppen. Schließungen gebe es aktuell nicht.

11.29 Uhr: Corona-Verstöße in Berliner Partykiezen - Problemorte werden gesammelt

Angesichts der Debatte um illegale Partys sowie Kneipen und Bürgersteige voll trinkender Menschen während der Corona-Pandemie hat Berlins Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) die Bezirke um Unterstützung gebeten. Die zwölf Bezirke sollen Gegenden nennen, in denen verstärkt feiernde und Alkohol trinkende Gruppen die Abstands- und Hygieneregeln missachten, wie der Bezirksbürgermeister von Berlin-Mitte, Stephan von Dassel (Grüne), mitteilte.

10.45 Uhr: Unterstützung bei Gewerbemieten ab Montag möglich

Kleine und mittelgroße Unternehmen in Berlin können ab kommendem Montag bei der Investitionsbank Berlin (IBB) Soforthilfe für ihre Gewerbemieten beantragen. Insgesamt 90 Millionen Euro stellt das Land dafür zur Verfügung, wie die Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe am Freitagvormittag mitteilte. Betrieben in Not mit 10 bis 250 Mitarbeitern werden ihre Gewerbemieten für April und Mai teilweise erstattet, pro Firma fließen bis zu 10 000 Euro. Bei mehreren Miet- oder Pachtobjekten sind es sogar bis zu 30 000 Euro.

7.51 Uhr: Eltern fordern Maskenpflicht auch in Berliner Klassenzimmern

Kurz nach Ferienende sind bereits neun Berliner Schulen direkt vom Coronavirus betroffen. Elternvertreter fordern daher eine erneute Diskussion um die Maskenpflicht im Unterricht. Der Vorsitzende des Landeselternausschusses, Norman Heise, sagte: „Die Frage ist, sind die Hygienekonzepte der Schulen wirksam oder braucht es eine Nachsteuerung?“ Mehr zur Corona-Situation an Berliner Schulen und die Forderungen der Elternvertreter im Detail lesen Sie hier.

7.40 Uhr: Zoo-Palast-Betreiber will Entschädigungen

Der Berliner Kino-Unternehmer Hans-Joachim Flebbe beziffert die Verluste seiner Kinos auf 7,5 Millionen Euro. Astor Filmlounge und Zoo Palast in der Hauptstadt würden monatlich etwa 200.000 Euro Minus machen. „Die Kinos gehören mit zu den Hauptleidtragenden der Pandemie“, so der Unternehmer. Viele Betriebe würden trotz der finanzielle Auswirkungen durch das faktische Berufsverbot allein gelassen, beklagte er. Flebbe hat sich deswegen jetzt einer von der Berliner Rechtsanwaltskanzlei Schirp & Partner angestoßenen Initiative angeschlossen, die Entschädigungsansprüche für Betriebsschließungen in der Corona-Krise erstreiten will.

+++ Donnerstag, 13. August 2020 +++

19.42 Uhr: Mehr als 10.000 Corona-Fälle in Berlin - 131 Neuinfektionen

Die Zahl der erfassten Corona-Infektionen seit Pandemiebeginn in Berlin ist auf mehr als 10.000 gestiegen. 131 Fälle kamen im Vergleich zum Vortag hinzu, insgesamt sind es jetzt 10.106, wie die Gesundheitsverwaltung am Donnerstagabend mitteilte. Am stärksten betroffen sind die Bezirke Mitte und Neukölln. Die Corona-Ampel steht bei allen drei Indikatoren weiter auf Grün.

Nach dem Ampelsystem müssten Maßnahmen erörtert und vorbereitet werden, wenn zwei der drei Indikatoren gelb sind. Stehen zwei von drei Indikatoren auf Rot, sind Maßnahmen zur Eindämmung der Infektionen umzusetzen. Betrachtet werden die Entwicklung der Reproduktionszahl (aktuell 0,95), die Fallzahlen pro Woche je 100 000 Einwohner (10,2) und die Auslastung der Intensivbetten mit Covid-19-Fällen (1,1 Prozent). Die wöchentliche Fallzahl sei vor allem im Zuge der verstärkten Testung von Reiserückkehrern angestiegen, hieß es.

Die Corona-Fallzahlen in den Berliner Bezirken

16.02 Uhr: Pankow bestätigt Corona-Fall an Schule in Weißensee

An der Max-Bill-Schule in Weißensee ist eine Lehrerin positiv auf das Coronavirus getestet worden. Neben der Frau sind drei weitere Lehrer und 24 Schüler in Quarantäne. Das teilte Pankows Schulstadtrat Torsten Kühne (CDU) auf Anfrage mit. Man sei von der Senatsverwaltung für Bildung, die für dieses Oberstufenzentrum verantwortlich ist, informiert worden und habe alle notwendigen Maßnahmen sofort veranlasst, sagt Kühne. „Alle sind in die häusliche Quarantäne abgesondert worden. Die Betreuung läuft im Anschluss dann über die ortsständigen Gesundheitsämter.“ Es seien auch Personen betroffen, die nicht in Pankow wohnen.

Stadtrat Kühne hat das Infektionsgeschehen an Schulen analysieren lassen und teilte am späten Donnerstagnachmittag mit, dass bislang noch in keinem Fall eine Corona-Infektion an oder in einer Pankower Schule nachgewiesen wurde. „In der Regel ist die Übertragung im privaten oder familiären Umfeld, bei Veranstaltungen wie im Club Trompete oder bei Reiserückkehrern erfolgt“, sagt Kühne. Das könne dafür sprechen, dass die Hygienevorgaben an Schulen funktionieren – oder dass Kinder nicht überdurchschnittlich infektiös sind.

15.04 Uhr: Corona-Soforthilfen für Berliner Schulen gefordert

Ein Bündnis aus Eltern, Schülern, Lehrkräften und Erziehern unter Federführung der Berliner Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) fordert Corona-Soforthilfen für die Schulen, die kurzfristig eine bessere Ausstattung ermöglichen. „Eine Milliarde Euro an Soforthilfe müssen her, damit wir so schnell wie möglich Personal einstellen, zusätzliche Räume und digitale Infrastruktur schaffen und für echte Hygiene an den Schulen sorgen können“, sagte GEW-Vorsitzende Doreen Siebernik. Nur so könne man die Lerngruppen verkleinern und so für ausreichenden Gesundheitsschutz sorgen. Der Senatorin Sandra Scheeres (SPD) warf das Bündnis vor, nicht auf Augenhöhe mit ihnen zu kommunizieren, nachdem sie ihrer Einladung zum Gesprächstermin nicht gefolgt war. „Allein auf den jüngst eingerichteten Hygienebeirat zu verweisen, das wird die Probleme nicht lösen – es geht um ernsthafte Partizipation“, sage der Landeselternvorsitzende Norman Heise.

14.26 Uhr: Datenaufnahme Reisender an Berliner Flughäfen erfolgt digital

Gegen Pannen bei der Datenerfassung für Corona-Tests sind die Hauptstadt-Flughäfen eigenen Angaben zufolge gut gerüstet. „Im Gegensatz zum Vorgehen in Bayern erfolgt an den Berliner Flughäfen der gesamte Prozess zur Datenaufnahme der Reisenden bei der Testung komplett digital“, teilte die Flughafengesellschaft am Donnerstag auf Anfrage mit.

Unter anderem deshalb war es bei der Einrichtung der Teststelle am Flughafen Tegel vor wenigen Wochen zu Verzögerungen gekommen, da zunächst das digitale Netzwerk vollständig eingerichtet werden musste. Es sollte so vermieden werden, dass Reiserückkehrer per Hand registriert werden müssten, betonte damals eine Sprecherin der Berliner Charité, die die Teststellen verantwortet. Seit dem vergangenen Wochenende müssen sich Reiserückkehrer aus Risikogebieten verpflichtend auf das Corona-Virus testen lassen und können das auch an Flughäfen erledigen.

13.05 Uhr: Alle Lehrer der geschlossenen Schule sollen zum Corona-Test

Alle Lehrerinnen und Lehrer des Gerhart-Hauptmann-Gymnasiums im Bezirk Treptow-Köpenick sowie eine Schulklasse sollen noch am Donnerstag auf Sars-CoV-2 getestet werden. Das teilte der zuständige Bezirksstadtrat Bernd Geschanowski am Donnerstag mit. Die Schule im Stadtteil Friedrichshagen war am selben Tag geschlossen worden, nachdem eine Lehrkraft angegeben hatte, positiv getestet worden zu sein.

Tom Erdmann, Berliner Vorsitzender der Bildungsgewerkschaft GEW, lobte die angekündigten Tests. „Da hat das Gesundheitsamt gut und richtig reagiert“, sagte er. Die nächsten regulären Testtermine für Lehrkräften wären erst Anfang September gewesen.

Geschanowski zufolge lässt sich zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht einschätzen, wann das Gymnasium wieder öffnen kann. Das Gesundheitsamt des Bezirks werde über das weitere Vorgehen entscheiden, wenn die Testergebnisse vorliegen.

„Die Schließung der Schule erfolgte durch die Schulleitung, nicht von meinem Gesundheitsamt“, so der Gesundheits-Stadtrat. Schulleiter Thomas Hähnert sagte: „Ich habe gestern Abend erst von dem positiven Testergebnis der Lehrkraft erfahren und habe in Rücksprache mit der Schulaufsicht entschieden, dass wir aus reiner Vorsicht und um das Verfahren mit dem Gesundheitsamt abstimmen zu können, die Schule geschlossen halten.“

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