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Bund will Kontaktsperre offenbar bis 3. Mai aufrechterhalten

| Lesedauer: 109 Minuten
USA stellen Beitragszahlungen an WHO ein

USA stellen Beitragszahlungen an WHO ein

Die USA stoppen mitten in der Corona-Krise ihre Beitragszahlungen an die Weltgesundheitsorganisation (WHO). US-Präsident Donald Trump sagte bei einer Pressekonferenz in Washington, er habe seine Regierung angewiesen die Zahlungen einzustellen.

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Die Zahl der Coronavirus-Infizierten in Deutschland und der Welt steigt weiter. Alle Entwicklungen in unserem Newsblog.

  • Laut dem Robert-Koch-Institut (RKI) sind 15.000 Fälle bekannt, in denen Covid-19-Patienten im Krankenhaus behandelt werden mussten
  • In Deutschland äußern sich immer mehr Landeschefs dazu, wie Lockerungen nach den Osterferien konkret aussehen könnten – und offenbaren Meinungsunterschiede
  • Die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina empfiehlt, unter bestimmten Voraussetzungen zuerst Grundschulen und die Sekundarstufe I schrittweise wieder zu öffnen – das Robert-Koch-Institut (RKI) regte daraufhin an, zunächst die höheren Jahrgänge wieder zur Schule gehen zu lassen
  • Der Bund will die Kontaktsperre offenbar bis zum 3. Mai aufrechterhalten
  • US-Präsident Trump stoppt die Beitragszahlungen für die Weltgesundheitsorganisation
  • Der Internationale Währungsfonds (IWF) rechnet mit der schwersten globalen Rezession seit fast hundert Jahren
  • Trauriger Höhepunkt: In Frankreich starben an einem Tag 762 Menschen an den Folgen einer Coronavirus-Erkrankung
  • In Deutschland sind rund 3500 Menschen an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben. Bei über 132.000 Menschen wurde eine Infektion nachgewiesen
  • Weltweit sind inzwischen über 1,9 Millionen Coronavirus-Infektionen nachgewiesen worden

Berlin. Die Coronavirus-Pandemie breitet sich weiter aus. Weltweit sind inzwischen rund 126.000 Menschen an den Folgen einer Infektion mit dem Erreger Sars-CoV-2 gestorben. Am schwersten betroffen sind die USA, Spanien und Italien.

Verhältnismäßig glimpflich ist der Verlauf der Krankheitswelle derzeit noch in Deutschland. Hierzulande haben sich 132.000 Menschen mit dem Virus, das die Lungenkrankheit Covid-19 auslöst, infiziert. Laut den Forschern der Johns-Hopkins-Universität sind bisher rund 3500 Menschen in Deutschland an den Folgen einer Coronavirus-Infektion verstorben.

An diesem Mittwoch berät Kanzlerin Angela Merkel (CDU) ab 14.00 Uhr mit den Ministerpräsidenten der Länder über mögliche schrittweise Lockerungen der Beschränkungen wegen der Corona-Krise. Schon am Vormittag will die Kanzlerin Beratungen mit den Mitgliedern des Corona-Kabinetts vorbereiten. Im Anschluss an die Schaltkonferenz mit den Länder-Regierungschefs ist vorgesehen, dass die Kanzlerin die Öffentlichkeit über die Ergebnisse informiert.

Coronavirus-News-Ticker: Alle Entwicklungen im Überblick

Weltweit haben sich bereits mehr als 1,9 Millionen Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Unsere interaktive Karte zeigt den aktuellen Stand der nachgewiesenen Coronavirus-Infektionen und Covid-19-Toten von Kreisen in Deutschland bis zu den Ländern in aller Welt:

Mittwoch, 15. April: Bund will Kontaktsperren bis 3. Mai aufrechterhalten – Maas kritisiert Trump

10.17 Uhr: Dieser Newsticker wird geschlossen. Alle weiteren Nachrichten finden Sie in unserem neuen Newsticker zur Coronavirus-Pandemie.

9.55 Uhr: Der Bund will den Ländern vorschlagen, die derzeit bestehenden Kontaktbeschränkungen für die Bürger noch mindestens bis zum 3. Mai aufrecht zu erhalten. Ein Eckpunktepapier mit entsprechenden Empfehlungen soll heute ab 10.30 Uhr in den Beratungen von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Mitgliedern des Corona-Kabinetts beschlossen werden.

Aus Länderkreisen hieß es, es seien bei der Schalte der Staatskanzleichefs mit Kanzleramtschef Helge Braun (CDU) dem Grunde nach Wege aufgezeigt worden, wie man stufenweise Lockerungen herbeiführen könne. Bis auf Weiteres solle es aber grundsätzlich bei harten Beschränkungen bleiben, so wie in den meisten Nachbarländern um Deutschland herum.

Die „Bild“ berichtet, dass sich die Ministerpräsidenten und das Bundeskanzleramt darauf verständigt hätten, Geschäfte von einer Größe bis 400 Quadratmeter Ladenfläche wieder öffnen zu lassen. Auch sogenannte „Geisterspiele“ in der Bundesliga sollen erlaubt werden. Kitas, Schulen und Unis blieben wohl vorerst geschlossen. Lediglich Abschlussprüfungen wollen die Ministerpräsidenten ermöglichen.

9.45 Uhr: Bei Markus Lanz sorgte Richard David Precht mit einem merkwürdigen Corona-Vergleich für Kopfschütteln.

9.35 Uhr: Bundesaußenminister Heiko Maas hat den von US-Präsident Donald Trump verfügten Stopp der Zahlungen an die Weltgesundheitsorganisation WHO kritisiert. „Eine der besten Investitionen im Kampf gegen die Pandemie ist es, die Vereinten Nationen, allen voran die unterfinanzierte Weltgesundheitsorganisation, zu stärken - zum Beispiel bei der Entwicklung und Verteilung von Tests und Impfstoffen.“

Trump hatte die Beitragszahlungen an die WHO am Dienstagabend gekappt. Er macht die Organisation für die vielen Toten mitverantwortlich. Durch das Missmanagement der WHO und deren Vertrauen auf Angaben aus China habe sich die Epidemie dramatisch verschlimmert und rund um die Welt verbreitet. Seine Regierung werde in den kommenden 60 bis 90 Tagen prüfen, welche Rolle die WHO bei der „schlechten Handhabung und Vertuschung der Ausbreitung des Coronavirus“ gespielt habe. Solange lägen die Zahlungen auf Eis. Coronavirus USA: Mehr als 2200 Corona-Tote an einem Tag

8.45 Uhr: In Frankreich hat die Coronavirus-Pandemie einen neuen traurigen Höhepunkt erreicht: Mit mehr als 760 neuen Todesfällen verzeichnete das Land die bislang höchste Zahl an Covid-19-Todesfällen innerhalb eines Tages verzeichnet. Die Behörden meldeten am Dienstag 762 neue Todesfälle, womit die Gesamtzahl der Toten auf insgesamt 15.729 stieg.

5470 Menschen starben demnach allein in Altenheimen. Landesweit seien mehr als 100.000 Infektionsfälle bestätigt worden, sagte der Generaldirektor für Gesundheit, Jérôme Salomon. Die Zahl der Intensivpatienten sei am sechsten Tag in Folge um 91 auf 6730 gesunken, sagte Salomon weiter. Trotzdem bleibe die Zahl der schwer erkrankten Menschen sehr hoch. Frankreich ist eines der am schwersten von der Corona-Pandemie betroffenen Länder Europas. Staatspräsident Emmanuel Macron hat die seit Mitte März geltende landesweite Ausgangssperre bis zum 11. Mai verlängert.

7.35 Uhr: Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer hat angekündigt, in der Corona-Krise grundsätzlich weitere Hilfe für Nato-Partner bereitstellen zu wollen. Die CDU-Politikerin sagte der „Rheinischen Post“ und dem Bonner „General-Anzeiger“: „In dieser Situation sollte niemand für sich alleinstehen. Daher stehen wir unseren Freunden natürlich bei, solange die Kräfte dafür reichen.“

Die Nato-Verteidigungsminister beraten heute in einer Sonderschalte über die Folgen der Corona-Krise für die gemeinsamen Einsätze. Kramp-Karrenbauer verwies dem Bericht zufolge auf bereits geleistete Hilfe der Bundeswehr beim Transport schwerkranker Corona-Patienten aus Italien oder Frankreich in deutsche Kliniken oder bei der Lieferung von Beatmungsgeräten nach Großbritannien.

5.16 Uhr: Vor Beratungen mit Kanzlerin Angela Merkel über Lockerungen von Beschränkungen in der Corona-Krise hat NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (beide CDU) einen gemeinsamen Fahrplan der Länder gefordert. „Wir brauchen einen Konsens der 16 Länder. Gerade in der Schulpolitik darf es keine Alleingänge geben“, sagte Laschet der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. Merkel spricht am Mittwochnachmittag in einer Schaltkonferenz mit den Ministerpräsidenten der Bundesländer.

0.33 Uhr: Mitten in der Coronavirus-Pandemie legt US-Präsident Donald Trump die Beitragszahlungen für die Weltgesundheitsorganisation (WHO) auf Eis. Er habe die Regierung angewiesen, die Beitragszahlungen zu stoppen, während überprüft werde, welche Rolle die WHO bei der „schlechten Handhabung und Vertuschung der Ausbreitung des Coronavirus“ gespielt habe, sagte Trump am Dienstagabend (Ortszeit) im Rosengarten des Weißen Hauses.

Dienstag, 14. April: Österreich lockert ab heute Anti-Corona-Maßnahmen

22.58 Uhr: Anders als Nordrhein-Westfalen lehnt Bayerns Ministerpräsident Markus Söder eine zeitnahe Öffnung der Schulen nach den Osterferien wegen der andauernden Corona-Pandemie ab. „Ich bin sehr zurückhaltend bei Schulen“, sagte der CSU-Chef am Dienstagabend im „heute-journal“ des ZDF. Skeptisch sehe er auch, dass Grundschulen als Erstes geöffnet werden sollen. „Da habe ich eine grundlegend andere Auffassung.“

„Bei den Abschlussprüfungen, glaube ich, kann man großzügig sein, denn die Schülerinnen und Schüler brauchen ja einen Abschluss auch für den weiteren Berufsweg“, sagte Söder in den ARD-„Tagesthemen“. Hier ließen sich auch Schutzmaßnahmen deutlich besser organisieren. Generell sei die Politik hier gut beraten, auf die Warnungen der Pädagogen vor zu frühen Schulöffnungen zu hören. „Weniger Hektik, ein bisschen mehr Geduld und Besonnenheit könnte allen helfen.“

Söder distanziert sich damit von der Ankündigung aus Nordrhein-Westfalen, schon nach dem Ende der Osterferien am 19. April die Schulen schrittweise öffnen zu wollen, und von einer Empfehlung der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina, Grundschulen mit als Erstes wieder zu öffnen. Baden-Württemberg will, dass die Schulen frühestens am 27. April wieder sukzessive ihren Betrieb aufnehmen.

Mehrere Krebspatienten am UKE mit Coronavirus infiziert

22.06 Uhr: Die Staats- und Regierungschef sieben führender Industrieländer wollen am Donnerstag in einer Videoschalte über den Kampf zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie beraten. US-Präsident Donald Trump habe seine Amtskollegen der G7-Staaten zu dem Gespräch am Donnerstagmorgen (Ortszeit USA) eingeladen.

Die Beratungen sollen auf die vorige G7-Videoschalte zu dem Thema von Mitte März aufbauen. Die US-Regierung hat derzeit turnusgemäß den Vorsitz der Gruppe inne, zu der auch Deutschland, Frankreich, Italien, Großbritannien, Kanada und Japan gehören. Ein ursprünglich für Juni in den USA geplantes G7-Gipfeltreffen hatte Washington im vergangenen Monat wegen der Pandemie abgesagt. Stattdessen setzen die USA nun auf regelmäßigere Videoschalten.

21.14 Uhr: Am Universitätsklinikum Eppendorf (UKE) haben sich im hochsensiblen Bereich der Krebsstationen mehrere Patienten und Mitarbeiter mit dem neuartigen Coronavirus infiziert. „Im Bereich der Onkologie sind in der vergangenen Woche rund 20 Patientinnen und Patienten sowie rund 20 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unterschiedlicher Berufsgruppen Covid-19-positiv getestet worden“, erklärte UKE-Sprecherin Saskia Lemm am Dienstagabend auf Anfrage. Die zuständigen Behörden seien informiert worden. „Einige dieser Patienten werden entsprechend noch im UKE betreut, andere sind in die Häuslichkeit entlassen worden.“

Nach Bekanntwerden der ersten Infektion seien alle Patienten der onkologischen Stationen auf Covid-19 getestet worden. Infizierte seien umgehend auf spezielle Covid-19-Stationen außerhalb des Zentrums für Onkologie verlegt und dort isoliert untergebracht worden. Mitarbeiter der betroffenen Stationen seien einem ausgedehnten Screening unterzogen worden. Die genauen Wege der Infektion würden derzeit aufgearbeitet, könnten aber nicht auf eine einzelne Person zurückgeführt werden, betonte Lemm. Laut einem Bericht des „Spiegel“, der zuerst über den Fall berichtet hat, gehen die Infektionen auf eine infizierte Reinigungskraft zurück.

Österreich lockert einige Corona-Regeln

20.27 Uhr: Die diesjährige Tour de France soll nach einem Medienbericht aus Frankreich am 29. August in Nizza gestartet und am 20. September auf dem Champs-Élysées in Paris beendet werden. Das berichtet die Zeitung „Le Dauphiné“ am Dienstag auf ihrer Internetseite.

Zuvor hatte Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron gesagt, dass wegen der Coronavirus-Pandemie „Veranstaltungen mit großem Publikum frühestens Mitte Juli abgehalten werden“ könnten. Das Vorhaben der Veranstalter, die Tour wie geplant vom 27. Juni bis zum großen Finale in Paris am 19. Juli trotz aller Widrigkeiten mit Fans an der Strecke stattfinden zu lassen, war somit hinfällig geworden.

19.37 Uhr: In Österreich wurden einige Corona-Regeln gelockert, viele Geschäfte durften wieder öffnen, dennoch gelten weiterhin strenge Regeln fürs öffentliche Leben. Einen aktuellen Bericht unserer Korrespondentin lesen Sie hier: So lebt Österreich mit seinen gelockerten Corona-Regeln

19.05 Uhr: In Dänemark können ab Mittwoch Zehntausende Kinder wieder in die Krippe, den Kindergarten oder die Schule gehen. Nach Fortschritten im Kampf gegen die Corona-Pandemie öffnet das skandinavische Land seine Schul- und Tageseinrichtungen für Kinder bis einschließlich zur fünften Schulklasse. Damit sollen Eltern entlastet werden, die ihre jüngeren Kinder in der Corona-Krise bislang neben der Arbeit zu Hause betreuen mussten. Die Einrichtungen müssen dabei aber bestimmte Anforderungen wie einen ausreichenden Abstand zwischen den Kindern erfüllen können.

Corona-Kabinett berät am Mittwoch über Lockerungen der Corona-Maßnahmen

19.01 Uhr: Kanzlerin Angela Merkel (CDU) berät am Mittwochnachmittag mit den Ministerpräsidenten über mögliche schrittweise Lockerungen der Beschränkungen wegen der Corona-Krise. Bereits am Vormittag will sie die Beratungen mit den Mitgliedern des Corona-Kabinetts vorbereiten.

Im Anschluss an die Schaltkonferenz mit den Länder-Regierungschefs ist vorgesehen, dass die Kanzlerin die Öffentlichkeit über die Ergebnisse informiert – voraussichtlich gemeinsam mit dem Vorsitzenden der Ministerpräsidentenkonferenz, Bayerns Regierungschef Markus Söder (CSU), und dessen Stellvertreter, dem Hamburger Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD).

Ein Großteil der Beschränkungen gilt schon seit vier Wochen. Im Mittelpunkt dürfte nun auch die Frage stehen, wann Kinder und Jugendliche wieder in die seit Wochen geschlossenen Kitas und Schulen zurückkehren können. Lesen Sie auch: Schulen, Kitas, Partys – Wie könnten Lockerungen aussehen?

18.40 Uhr: Der Pharmakonzern Bayer spendet Deutschland acht Millionen Tabletten Chloroquin. Es ist eine der vier etablierten Arzneimittelgruppen, deren mögliche Wirksamkeit gegen Covid-19 weltweit getestet wird. Ärzte in China und Frankreich haben das Malaria-Mittel bei Corona-Patienten eingesetzt und positive Erfahrungen gemacht. Ob das Mittel wirklich den Durchbruch in der Heilung von Covid-19 bringt , wird derzeit in klinischen Studien geprüft. Lesen Sie mehr:

Adidas erhält Milliardenkredit von Förderbank KfW

18.14 Uhr: Der Sportartikelhersteller Adidas erhält wegen der Folgen der Corona-Pandemie einen Milliardenkredit von der staatlichen Förderbank KfW. Die KfW habe eine Darlehenszusage in Höhe von 2,4 Milliarden Euro gegeben, dazu kämen Zusagen eines Bankenkonsortiums in Höhe von 600 Millionen Euro, wie der Konzern am Dienstag mitteilte.

Adidas hatte Ende März angekündigt, wegen der Corona-Krise keine Miete für ihre Läden bezahlen zu wollen. Nach viel Kritik und Boykott-Aufrufen entschuldigte sich das Unternehmen und erklärte, die Miete doch zahlen zu wollen.

17.34 Uhr: Mit mehr als 770 neuen Todesfällen innerhalb eines Tages ist die Zahl der in Großbritannien an der Lungenkrankheit Covid-19 verstorbenen Menschen auf insgesamt mehr als 12.000 gestiegen. Die britische Regierung meldete am Dienstag 778 neue Todesopfer, womit die Zahl der täglich gemeldeten Todesfälle anstieg. Einen Tag zuvor hatten die Behörden noch 717 neue Todesfälle registriert. Die Gesamtzahl der Corona-Toten beläuft sich den Angaben zufolge nun auf auf 12.107.

Die Zahl der bestätigten Infektionsfälle mit dem neuartigen Coronavirus stieg laut britischem Gesundheitsministerium auf mehr als 93.800, was einem Anstieg von 5252 Fällen im Vergleich zum Vortag entspricht.

Sachsens Ministerpräsident Kretschmer für Lockerungen ab 20. April

17.14 Uhr: Nach Fortschritten im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus will die dänische Regierung weitere Beschränkungen des öffentlichen Lebens aufheben. Die erste Phase der Öffnung werde dank der positiven Entwicklungen im Land etwas ausgeweitet, sagte die dänische Ministerpräsidentin Mette Frederiksen am Dienstag auf einer Pressekonferenz in Kopenhagen. Konkrete neue Maßnahmen gab sie nicht bekannt. „Wir haben uns entschieden, heute nicht konkret zu werden“, sagte sie. Grund sei, dass man am Abend zunächst mit den weiteren Parlamentsparteien sprechen wolle. Es wird spekuliert, dass etwa Friseure oder andere kleine Betriebe wieder öffnen könnten.

16.49 Uhr: Vor der Abstimmung zwischen Bund und Ländern am Mittwoch hat sich Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer für eine Lockerung der Corona-Schutzmaßnahmen schon vom 20. April an ausgesprochen. „Wir wollen eine Lockerung in den Bereichen, die gesellschaftlich und wirtschaftlich am wichtigsten sind“, sagte der CDU-Politiker unserer Redaktion. Höchste Priorität bei der Umsetzung der Maßnahmen habe nach wie vor der Schutz der Gesundheit. „Wir werden nicht ohne, aber mit weniger Einschränkungen nach dem 20. April leben können.“

Deutschland sei bisher eine große Tragödie erspart geblieben. „Nur weil wir alle diszipliniert waren, haben wir viele Menschenleben retten können“, sagte Kretschmer. „Die Krankenhäuser haben ihre Kapazitäten aufgestockt, wir können mehr testen. Jetzt können wir über weitere Schritte entscheiden.“

Schulen in Nordrhein-Westfalen sollen nach Osterferien wieder öffnen

16.42 Uhr: Etwa jeder zweite Todesfall durch das Coronavirus in fünf europäischen Ländern wird einer Studie zufolge aus einem Pflegeheim gemeldet. Eine Forschergruppe der London School of Economics hat für ihre Untersuchung die offiziellen Daten von fünf Ländern ausgewertet: Italien, Spanien, Irland, Belgien und Frankreich. Demnach traten je nach Land zwischen 42 und 57 Prozent aller Todesfälle durch den neuartigen Erreger in Heimen auf.

Die Wissenschaftler betonten am Dienstag, dass ihre Studie nur bedingt aussagekräftig sei: Die einzelnen Länder zählten die Fälle auf verschiedene Weisen; auch die Definition von „Pflegeheim“ unterscheide sich von Staat zu Staat. Dies könnte die Ergebnisse beeinflusst haben, erläutern die Experten. Dennoch dürfe das Ausmaß der Infektionen und Todesfälle in den Heimen nicht ignoriert werden.

16.25 Uhr: Die Schulen in Nordrhein-Westfalen sollen nach den Osterferien schrittweise wieder öffnen. Das sei ihr „festes Ziel“, um vor allem die Durchführung von Prüfungen und die Vergabe von Abschlüssen zu ermöglichen, sagte NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur in Düsseldorf.

In Nordrhein-Westfalen sollen außerdem Kinder, die kurz vor der Einschulung stehen, bald wieder die Kindertagesstätten besuchen dürfen. In der kommenden Woche werde die Notfallbetreuung für diese Kinder noch fortgesetzt. „Danach schlage ich vor, den letzten Jahrgang vor der Einschulung wieder zuzulassen“, sagte NRW-Familienminister Joachim Stamp (FDP) der Deutschen Presse-Agentur.

16.22 Uhr: Die Deutsche Akademie der Wissenschaften Leopoldina ist in Deutschland aktuell in aller Munde. Sie berät die Regierung in der aktuellen Corona-Krise. Lesen Sie hier, was ist die Leopoldina eigentlich genau ist.

G7-Staaten wollen armen Ländern in Corona-Krise Schulden stunden

16.17 Uhr: Die führenden Industriestaaten wollen die ärmsten Länder der Welt mit Schuldenerleichterungen unterstützen, damit diese die wirtschaftlichen Folgen der Coronavirus-Pandemie besser abfedern können. Die Staaten der G7-Gruppe seien unter bestimmten Bedingungen bereit, den Schuldendienst für die ärmeren Länder zeitlich begrenzt auszusetzen, hieß es am Dienstag in einer Mitteilung des US-Finanzministeriums nach einem Telefonat der G7-Minister und Zentralbankchefs.

Voraussetzung sei die Beteiligung aller G20-Staaten, hieß es. Damit müsste unter anderem auch China zustimmen, das Kredite an viele Entwicklungsländer vergeben hat.

16.02 Uhr: Das Coronavirus breitet sich in Afrika aus und trifft dort auf schwache Gesundheitssysteme. Besonders groß ist die Furcht in Somalia. Es drohen nicht nur viele Todesfälle, sondern auch große Wirtschaftskrisen. Hier mehr dazu: Corona-Krise: Warum Afrika eine große Katastrophe droht

IWF: Schwerste globale Rezession seit hundert Jahren

15.24 Uhr: Wegen der Coronavirus-Pandemie wird die Wirtschaft in diesem Jahr weltweit dramatisch schrumpfen: Der Internationale Währungsfonds (IWF) rechnet mit der schwersten globalen Rezession seit fast hundert Jahren. Die globale Wirtschaftsleistung könnte 2020 um 3 Prozent zurückgehen, jene der Eurozone sogar um 7,5 Prozent, wie der IWF am Dienstag in seiner jüngsten Prognose zur globalen Konjunkturentwicklung erklärte.

Es müsse mit einem deutlichen Anstieg der Arbeitslosigkeit gerechnet werden. Im Januar hatte der IWF für 2020 noch ein globales Wachstum von 3,3 Prozent prognostiziert, die 19 Länder der Eurozone sollten um 1,3 Prozent zulegen.

„Es ist eine wirklich globale Krise, weil kein Land verschont bleibt“, sagte IWF-Chefvolkswirtin Gita Gopinath vor Journalisten. Der IWF bezeichnet die Corona-Krise in Anlehnung an die Weltwirtschaftskrise der 1920er und 1930er Jahre, die sogenannte Große Depression, als „die Große Ausgangssperre“ (Englisch: The Great Lockdown). Gopinath erklärte, der prognostizierte Wirtschaftseinbruch werde „die schlimmste Rezession seit der Großen Depression sein und wesentlich schlimmer als die globale Finanzkrise“ von 2008 bis 2009.

15.01 Uhr: Die Deutsche Fußball Liga verschiebt ihre Entscheidung über eine Fortsetzung der Bundesliga-Saison in die nächste Woche. Die für Freitag geplante außerordentliche Mitgliederversammlung zu weiteren Maßnahmen in der Corona-Krise werde auf den 23. April verlegt, teilte die DFL mit.

Jens Spahn: „Es geht darum, mit dem Virus zu leben“

14.28 Uhr: Nach einem Besuch in der Uniklinik in Gießen geben Bundesgesundheitsminister Jens Spahn und der hessische Ministerpräsident Volker Bouffier (beide CDU) eine Pressekonferenz. Sie hatten sich dort mit Pflegern und Ärzten über die ak