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Coronavirus in den USA: Trump erlässt Einwanderungsstopp

Die USA sind das Epizentrum der Coronavirus-Pandemie. Die Infizierten- und Todesfälle steigen stark an. Die Entwicklungen im Newsblog.

Trump will US-Wirtschaft in drei Phasen wieder hochfahren

US-Präsident Donald Trump will die Wirtschaft in drei Phasen wieder hochfahren. Die Regierung in Washington werde es den US-Bundesstaaten überlassen, wann sie das öffentliche Leben wieder normalisieren, sagte Trump. SONOREN°1QN4Z8

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Washington. 
  • US-Präsident Donald Trump hat ein Dekret zur Aussetzung der Einwanderung in die USA unterschrieben
  • In keinem Land der Welt haben sich mehr Menschen mit dem Coronavirus infiziert als in den USA
  • Mehr als 840.000 Coronavirus-Infizierte sind in den Vereinigten Staaten dokumentiert, mehr als 46.000 US-Amerikaner sind an den Folgen der Covid-19-Erkrankung gestorben
  • Die Dunkelziffer liegt vermutlich wesentlich höher: Laut einer Studie sind im Silicon Valley 50-mal mehr Menschen mit dem Coronavirus infiziert als offiziell diagnostiziert
  • Auch die Wirtschaft leidet wegen der Pandemie: Mehr als 22 Millionen Menschen haben sich arbeitslos gemeldet
  • Der US-Senat hat wegen der Corona-Krise ein weiteres Konjunkturpaket in Höhe von 480 Milliarden US-Dollar (440 Milliarden Euro) beschlossen
  • Trump macht eine Kehrtwende und kritisiert die Lockerung der Corona-Maßnahmen in einzelnen Bundesstaaten scharf
  • Es gibt Proteste gegen die Schutzmaßnahmen der Regierung
  • Im besonders von der Corona-Pandemie betroffenen US-Bundesstaat New York sind die strengen Ausgangsbeschränkungen bis zum 15. Mai verlängert worden

Die US-Metropole New York war lange von der Coronavirus-Pandemie besonders stark betroffen. Nun mehren sich die Anzeichen für eine Trendwende: Die Zahl der Patienten in den Krankenhäusern geht zurück.

Trotzdem zeigen sich in den USA die Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie weiterhin besonders dramatisch: Bislang sind in den USA mehr als 46.0 00 Menschen an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben – der weltweite Höchstwert.

US-Präsident Donald Trump hatte die Gefahr durch das Virus lange kleingeredet und versichert, die Lage sei unter Kontrolle. Später schwenkte der Republikaner auf die Linie anderer Staaten um, ließ milliardenschwere Hilfsprogramme auflegen, verlangte massive Corona-Schutzmaßnahmen – und kritisiert nun sogar Staaten für erste Lockerungen der Corona-Maßnahmen. Am Mittwoch unterzeichnete er ein Dekret zum vorläufigen Stopp der Einwanderung.

Coronavirus-Pandemie in den USA – die wichtigsten Entwicklungen im Newsblog:

Donnerstag, 23. April 2020: Einwanderungs-Stopp – Trump unterzeichnet Dekret

14.00 Uhr: Wir starten unser neues Blog, alle weiteren Einträge finden Sie hier.

4.31 Uhr: Nach harter Kritik von US-Präsident Trump verzichtet die Eliteuniversität Harvard auf Hilfsgelder in der Corona-Krise in Millionenhöhe. Sie werde das Erziehungsministerium in Washington darüber unterrichten, dass sie die bereitgestellten Mittel in Höhe von 8,6 Millionen Dollar (gut 7,9 Millionen Euro) nicht abrufen werde, teilte die weltberühmte Hochschule im Ostküstenstaat Massachusetts mit.

Trump hatte die Harvard University zuvor unwirsch aufgefordert, auf die Hilfsgelder zu verzichten. „Ich will, dass Harvard das Geld zurückzahlt, ok?“, sagte er am Dienstag im Weißen Haus. „Und wenn sie das nicht tun, werden wir etwas Anderes unternehmen.“ Die Hilfen seien für Arbeitnehmer bestimmt, „nicht für eine der reichsten Einrichtungen der Welt“.

Die der Harvard-Universität bislang zugeteilte Summe stammt aus dem mehr als zwei Billionen Dollar schweren Corona-Hilfspaket der US-Regierung. Darin sind knapp 31 Milliarden Dollar an Hilfen für Schulen und Hochschulen vorgesehen.

Die Harvard University hatte zunächst angekündigt, sie werde die Corona-Hilfsgelder zu 100 Prozent dafür verwenden, durch die Corona-Krise in Finanznöte geratene Studenten zu unterstützen. Nach ihrem jetzigen Verzicht auf die Corona-Hilfen versicherte die Hochschule, sie wolle die von ihr zugesagte Unterstützung von Studenten dennoch weiterhin leisten.

1.40 Uhr: Ein hochrangiger Regierungsbeamter in den USA beklagt, er sei wegen seines Widerstandes gegen wissenschaftlich fragwürdige Corona-Behandlungsmethoden von seinem Posten abgezogen worden. Der Direktor einer dem US-Gesundheitsministerium untergeordneten Behörde, Rick Bright, schrieb am Mittwoch (Ortszeit) in einer Stellungnahme, er sei gegen seinen Willen auf eine weniger einflussreiche Stelle in einer anderen Behörde versetzt worden.

Er sei überzeugt, dies sei geschehen, weil er darauf bestanden habe, die vom US-Kongress bereitgestellten Mittel in der Corona-Krise in sichere und wissenschaftlich geprüfte Lösungen zu investieren – und nicht in Medikamente, Impfstoffe und andere Technologien, deren Nutzen wissenschaftlich umstritten sei.

Bright hatte bislang eine Behörde für biomedizinische Forschung und Entwicklung geleitet, die auch in die Entwicklung eines Impfstoffes gegen das Coronavirus involviert ist. Er erklärte, er habe sich unter anderem gegen den großangelegten Einsatz von Chloroquin und Hydroxychloroquin gestemmt – ein Malaria-Medikament, das US-Präsident Donald Trump wiederholt als mögliches Wundermittel gegen das Coronavirus beworben hatte.

Der wissenschaftliche Nutzen des Medikaments sei nicht erwiesen, kritisierte Bright. Er habe angesichts potenziell großer Risiken des Mittels darauf bestanden, dies nur für Covid-19-Patienten unter ärztlicher Aufsicht in Krankenhäusern einzusetzen, nicht aber der allgemeinen Bevölkerung zur Verfügung zu stellen.

Er melde sich öffentlich zu Wort, „weil zur Bekämpfung dieses tödlichen Virus die Wissenschaft den Weg weisen muss – nicht Politik oder Vetternwirtschaft“. Bright erhob schwere Vorwürfe: „Mich mitten in dieser Pandemie aus dem Weg zu räumen und Politik und Vetternwirtschaft vor die Wissenschaft zu stellen, gefährdet Leben und behindert die nationalen Bemühungen, diese drängende Krise der öffentlichen Gesundheit sicher und effektiv anzugehen.“

1.39 Uhr: US-Präsident Donald Trump hat die angekündigte Verfügung zur vorübergehenden Aussetzung von Einwanderung in die Vereinigten Staaten unterzeichnet. Das sagte Trump am Mittwochabend (Ortszeit) im Weißen Haus in Washington. Der US-Präsident begründete den Schritt erneut damit, Jobs und medizinische Ressourcen müssten angesichts der Corona-Krise für Amerikaner bewahrt werden. „Wir wollen uns zuerst um unsere Bürger kümmern – das müssen wir.“

Trump hatte am Montag überraschend auf Twitter angekündigt, Einwanderung in die USA wegen der Corona-Pandemie zeitweise auszusetzen. Am Dienstag hatte er erklärt, die Beschränkung werde zunächst für 60 Tage gelten und betreffe im Wesentlichen jene Menschen, die sich um einen dauerhaften Aufenthalt mit einer Green Card bemühten. Es gelte nicht für vorübergehende Aufenthaltsgenehmigungen. Vor dem Ablauf der Frist werde er über eine mögliche Verlängerung der Maßnahme entscheiden, betonte Trump.

In der Verfügung hieß es, die Aussetzung trete in der Nacht von Donnerstag auf Freitag (Ortszeit) in Kraft. Die Beschränkung gelte nur für Ausländer, die sich außerhalb der Vereinigten Staaten befänden und noch keine Einreiseerlaubnis hätten.

Es gelte nicht für jene, die bereits eine dauerhafte Aufenthaltserlaubnis in den USA hätten. Ausnahmen seien unter anderem vorgesehen für Arbeiter aus dem Gesundheitswesen und aus anderen wesentlichen Bereichen zur Bekämpfung der aktuellen Epidemie. Auch Ehepartner und Kinder von US-Bürgern seien ausgenommen.

Corona-Beschränkungen: Trump kritisiert Lockerungen in Georgia

0.58 Uhr: US-Präsident Donald Trump sieht die Lockerungen der Coronavirus-bedingten Beschränkungen des öffentlichen Lebens im US-Bundesstaat Georgia kritisch. Trump sagte, er habe dem Gouverneur von Georgia, dem Republikaner Brian Kemp, gesagt, dass er mit diesem Schritt überhaupt nicht einverstanden sei. „Das ist zu früh.“ Aber Kemp müsse tun, was er für richtig halte.

Kemp hatte bereits am Montag angekündigt, dass ab Freitag unter anderem Fitnessstudios, Friseure und Nagelstudios unter Einhaltung strikter Vorschriften wieder öffnen können. Von kommendem Montag an soll dies auch für Theater gelten und Restaurants sollen wieder Gäste empfangen können. Bars und Clubs dagegen müssen weiterhin geschlossen bleiben. Die Zahl der nachgewiesenen Neuinfektionen pro Tag in dem Staat im Süden der USA ist nach Angaben des dortigen Gesundheitsministeriums erst seit dem 15. April rückläufig.

Trump wandte ein, er hielte es für besser, etwas länger damit zu warten. Die Sicherheit müsse im Vordergrund stehen. Dabei hat es der US-Präsident selbst eilig, das Land wieder zurück in den Normalbetrieb zu bringen. Bislang unterliegt die Mehrheit der Amerikaner wegen der Ausbreitung des Coronavirus Ausgangsbeschränkungen. Viele Geschäfte und Betriebe sind geschlossen. Das setzt der US-Wirtschaft schwer zu.

0.31 Uhr: Ein Musikvideo, in dem US-Präsident Donald Trump inmitten der Corona-Krise als selbstverliebter Lügner dargestellt wird, verbreitet sich rasant auf Facebook. Der Song „The Lions Sleeps Tonight“ geht auf einen Klassiker aus den 1930er Jahren zurück. In dem Video über Trump heißt es: „Der Lügner twittert heute Abend.“ Er müsse abgewählt werden, heißt es immer wieder in dem Video, das die linke Gruppe Occupy Democrats auf ihrer Facebook-Seite verbreitete.

Zudem werden Trump in dem Video frühere Aussagen zum Coronavirus um die Ohren gehauen, das er mal mit der normalen Grippe verglichen hatte und ein andermal als Scherz und Putsch der ihm feindseligen linken Demokraten bezeichnet hatte. Das Video des Kabarettisten Roy Zimmerman hatte am Donnerstagmorgen auf der Facebook-Seite von Occupy Democrats bereits mehr als 250.000 Likes, war fast 450.000-mal geteilt und 16 millionenmal abgespielt worden.

Mittwoch, 22. April 2020: Coronavirus USA – 45.000 Menschen nach Infektionen gestorben

21.28 Uhr: In den USA ist erstmals in Haustieren das neuartige Coronavirus nachgewiesen worden. Zwei Hauskatzen im Bundesstaat New York seien positiv auf das SARS-CoV-2-Virus getestet worden, teilte die US-Gesundheitsbehörde CDC am Mittwoch mit. Beide Tiere, die an verschiedenen Orten in dem Bundesstaat lebten, hätten Atemwegsbeschwerden aufgewiesen. In einem Fall sei der Besitzer der Katze zuvor positiv auf das Virus getestet worden. Im anderen Fall sei keine Infektion in dem betroffenen Haushalt bekannt.

Die Behörde teilte mit, es gebe derzeit keine Beweise dafür, dass Haustiere eine Rolle bei der Verbreitung des Coronavirus spielten. Es gebe daher keinen Grund für Maßnahmen gegen Haustiere. Die Gesundheitsbehörde riet dazu, Haustiere außerhalb des eigenen Haushalts möglichst nicht mit anderen Tieren oder Personen in Kontakt kommen zu lassen. Erkrankte Personen sollten sich von ihren Haustieren und von anderen Tieren fernhalten.

20.07 Uhr: Der deutsche Autoriese Volkswagen will die wegen der Corona-Krise pausierende Produktion in seinem US-Werk in Tennessee ab 3. Mai schrittweise wieder aufnehmen. „Wir haben die vergangenen Wochen genutzt, um strikte Gesundheits- und Sicherheitsmaßnahmen durchzuführen“, teilte Werksleiter Tom du Plessis am Mittwoch in Chattanooga mit. Der Schritt erfolge im Einklang mit gelockerten Corona-Richtlinien der örtlichen Behörden. VW hatte die Bänder wegen der Pandemie am 21. März angehalten. In Chattanooga sind insgesamt rund 3800 Mitarbeiter beschäftigt. Die meisten davon hatte VW zuletzt in unbezahlten Zwangsurlaub geschickt.

16.39 Uhr: Nach dem Ende der Coronavirus-Pandemie sollen die Mitarbeiter des Gesundheitssystems und die Rettungskräfte in New York mit einer großen Konfettiparade gefeiert werden. „Wenn der Tag kommt, an dem wir das vibrierende wunderschöne Leben dieser Stadt wieder starten können, dann ist das erste, was wir machen werden, eine Konfettiparade für unsere Gesundheits- und Rettungskräfte“, sagte Bürgermeister Bill de Blasio.

„Wir werden diejenigen ehren, die uns gerettet haben.“ De Blasio kündigte bei einer Pressekonferenz „die größte, beste Parade“ an, „um unsere Helden zu ehren - so wie das nur New York kann“. Mit der Parade solle auch die „Wiedergeburt von New York“ gefeiert werden. Die Tradition der sogenannten „Ticker-Tape-Parades“ geht in New York auf die Eröffnung der Freiheitsstatue 1886 zurück. Damals warfen Börsenhändler spontan Berge von Börsenticker-Papierstreifen - sogenannte Ticker-Tapes - aus ihren Fenstern auf den Festumzug. Seitdem sind immer wieder Sportmannschaften oder berühmte Persönlichkeiten mit Konfetti-Paraden gefeiert worden.

US-Bundesstaat Missouri verklagt China wegen Coronavirus-Pandemie

13.03 Uhr: In den USA sind bereits Wochen vor der offiziellen Registrierung des landesweit ersten Corona-Toten Menschen an der Lungenkrankheit Covid-19 gestorben. Bei der Autopsie von zwei am 6. und am 17. Februar verstorbenen Menschen seien durch das neuartige Coronavirus hervorgerufene Covid-19-Erkrankungen nachgewiesen worden, teilte die Rechtsmedizin des kalifornischen Bezirks Santa Clara am Dienstag nach einer Bestätigung durch die US-Gesundheitsbehörde CDC mit.

Die Gerichtsmediziner rechnen damit, in Santa Clara bei der sorgfältigen Überprüfung von Todesfällen nachträglich weitere Corona-Tote zu verzeichnen. Der erste offizielle Corona-Todesfall in den USA war am 26. Februar aus dem nordöstlichen Bundesstaat Washington gemeldet worden. Experten haben immer wieder darauf hingewiesen, dass der insbesondere anfangs große Mangel an Corona-Tests dazu führe, das Ausmaß der Pandemie in den Vereinigten Staaten deutlich zu unterschätzen.

Diese Woche zeigte eine Studie der Elite-Uni Stanford mit 3300 Freiwilligen in Santa Clara, dass die tatsächliche Zahl an Corona-Infektionen dort mindestens 50 Mal höher ist als von den Behörden bestätigt. Santa Clara war einer der ersten US-Bezirke, der seine Einwohner wegen der Pandemie aufrief, zu Hause zu bleiben. Am 17. März traten dort Ausgangsbeschränkungen in Kraft.

7.51 Uhr: Der US-Bundesstaat Missouri hat China wegen der Coronavirus-Pandemie verklagt. Die bei einem US-Gericht eingereichte Klage wirft unter anderen der Regierung und der Kommunistischen Partei in Peking vor, für die Todesfälle sowie die wirtschaftlichen Einbußen durch das Virus auch in dem US-Bundesstaat verantwortlich zu sein. Medienberichten zufolge hat die Klage allerdings wenig Aussichten auf Erfolg, da China als souveräner Staat geschützt sei.

5.40 Uhr: Vorerst keine Green Cards mehr: US-Präsident Donald Trump will wegen der wirtschaftlichen Folgen der Coronavirus-Pandemie die Einwanderung in die Vereinigen Staaten für mindestens 60 Tage großteils aussetzen. Er begründete dies am Dienstag damit, dass US-Bürger auf dem von der Krise schwer getroffenen heimischen Arbeitsmarkt bevorzugt zu behandeln seien. Vorläufig gestoppt wird die Ausstellung von permanenten Aufenthalts- und Arbeitsgenehmigungen, die als Green Cards bezeichnet werden.

Visa für das nur vorübergehende Wohnen und Arbeiten in den USA – also etwa die Saisonarbeit – können hingegen grundsätzlich weiterhin ausgestellt werden. Das entsprechende Dekret will Trump nach eigenen Worten „wahrscheinlich“ noch am Mittwoch unterzeichnen.

Vor Ablauf der 60 Tage solle eine mögliche Verlängerung der Maßnahme geprüft werden, sagte Trump während seines täglichen Briefings zur Corona-Krise im Weißen Haus. Die Dauer des Zuwanderungsstopps hänge von den „ökonomischen Bedingungen“ ab.

2751 Todesfälle nach Coronavirus-Infektionen binnen 24 Stunden gemeldet

4.13 Uhr: Beschäftigte des Online-Handelsriesen Amazon in den USA sind aus Protest gegen ihre Arbeitsbedingungen in der Corona-Krise in den Streik getreten. An den Arbeitsniederlegungen am Dienstag wollten sich insgesamt mehr als 350 Beschäftigte der Warenlager beteiligen, teilte die für den Schutz von Arbeitnehmerrechten eintretende Athena-Koalition mit. Amazon nannte diese Zahl allerdings „stark übertrieben“.

Athena wirft dem Unternehmen vor, sein Personal nicht ausreichend vor der Ansteckung mit dem Coronavirus zu schützen. Amazon hatte vor zwei Wochen angekündigt, es werde Millionen von Atemschutzmasken verteilen und Temperaturmessungen bei Mitarbeitern vornehmen. Insgesamt will das Unternehmen 350 Millionen Dollar (322 Millionen Euro) für den Schutz von Beschäftigen und Geschäftspartnern investieren.

3.27 Uhr: In den USA sind binnen 24 Stunden erneut weit über 2000 Todesfälle infolge einer Infektion mit dem Coronavirus gemeldet worden. Die Universität Johns Hopkins in Baltimore verzeichnete zwischen Montag- und Dienstagabend (Ortszeit) 2751 Tote. Zuvor hatten die Zahlen über mehrere Tage unter der 2000er-Marke gelegen.

Insgesamt starben den Angaben der Universität zufolge in den USA infolge der Pandemie bereits rund 45.000 Menschen. Mehr als 800.000 Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus, das die Lungenkrankheit Covid-19 auslösen kann, wurden dort nachgewiesen.

0.08 Uhr: Der US-Senat hat wegen der Corona-Krise ein weiteres Konjunkturpaket in Höhe von 480 Milliarden US-Dollar (440 Milliarden Euro) beschlossen. Kurz zuvor hatten sich Republikaner und Demokraten nach tagelangen Verhandlungen auf das Paket geeinigt. Es soll nun diese Woche vom Repräsentantenhaus verabschiedet werden.

US-Präsident Donald Trump lobte die Einigung am Dienstagabend (Ortszeit). Der Kongress hatte im März bereits ein Konjunkturprogramm in Höhe von rund 2,2 Billionen Dollar beschlossen.

Dienstag, 21. April 2020: Coronavirus USA – Tausende Infizierte in Gefängnissen

22.33 Uhr: In den USA haben sich Republikaner und Demokraten im Kongress auf ein weiteres Konjunkturpaket in Höhe von 480 Milliarden US-Dollar (441,7 Mrd Euro) geeinigt. Es solle noch diese Woche verabschiedet werden, erklärte der republikanische Mehrheitsführer im Senat, Mitch McConnell, am Dienstag.

Auch die Demokraten und die Regierung erklärten ihre Zustimmung. Das Parlament hatte im März bereits ein umfassendes Corona-Konjunkturprogramm in Höhe von rund 2,2 Billionen Dollar beschlossen.

20.52 Uhr: Angesichts der Coronavirus-Pandemie haben einer Studie zufolge inzwischen zwei Drittel der US-Bürger ein schlechtes Bild von China - der höchste Wert seit Beginn der Erhebung vor 15 Jahren. In der am Dienstag veröffentlichten Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Pew Research Center gaben 66 Prozent der Befragten an, sie hätten eine negative Meinung zu China.

Ein positives Bild hatten nur 26 Prozent der Befragten. Bei Anhängern der Republikaner von US-Präsident Donald Trump sind die Negativmeinungen mit 72 Prozent deutlich häufiger vertreten als bei Anhängern der Demokraten mit 62 Prozent. Das Ansehen Chinas in der US-Bevölkerung hat sich seit Trumps Amtsantritt Anfang 2017 massiv verschlechtert. Der Anteil der Befragten mit einer negativen Meinung über das Land stieg seitdem um fast 20 Punkte.

Coronavirus: Trump will Einwanderung zeitweise komplett aussetzen

18.46 Uhr: Im besonders heftig von der Corona-Pandemie getroffenen US-Bundesstaat New York ist die Zahl der Toten innerhalb von 24 Stunden zum zweiten Mal in Folge unter 500 geblieben. Die Zahl der täglichen Todesopfer habe zwischen Montag und Dienstag bei 481 gelegen, sagte Gouverneur Andrew Cuomo bei seiner täglichen Pressekonferenz. „Das ist gut – aber unsere Definition von „gut“ hat sich verändert. „Gut“ bedeutet jetzt „nicht furchtbar“.“

Zwischen Sonntag und Montag waren in dem Bundesstaat mit rund 19 Millionen Einwohnern 478 Menschen nach einer Infektion mit dem neuartigen Coronavirus gestorben – in den Wochen davor hingegen täglich bis zu knapp 800 Menschen. Nach Verkündung von relativ strengen Ausgangsbeschränkungen vor einem Monat waren die Zahlen der neu Infizierten in New York zuletzt bereits deutlich zurückgegangen. Insgesamt mussten bislang auch deutlich weniger Patienten in Kliniken als zuvor prognostiziert.

7.56 Uhr: US-Präsident Donald Trump will jegliche Einwanderung in die Vereinigten Staaten zeitweise aussetzen. Er werde einen dahingehenden Erlass unterzeichnen, schrieb er am Montagabend (Ortszeit) auf Twitter. Als Begründung führte Trump mit Blick auf die Coronavirus-Pandemie den „Angriff des unsichtbaren Feindes“ an sowie die Notwendigkeit, die „Jobs unserer großartigen amerikanischen Staatsbürger“ zu schützen.

Trumps Tweet enthielt keine weiteren Einzelheiten. Es blieb daher zunächst unklar, welche Formen der Einwanderung beziehungsweise welche Visa davon betroffen sein sollten. Auch der Zeitraum des Erlasses – ab wann und bis wann – blieb unklar. Zudem blieb die rechtliche Grundlage – deren Überprüfung sicher schon bald US-Gerichte beschäftigen dürfte – zunächst ebenfalls offen.

Weiterhin Proteste wegen Schutzmaßnahmen in den USA

6.52 Uhr: Am US-Ölmarkt zeichnet sich nach dem historischen Verfall eines Terminkontrakts und allgemein hohen Verlusten zum Wochenauftakt eine Beruhigung ab. So zog der Preis für amerikanisches Leichtöl (WTI) zur Auslieferung im Juni in den frühen Handelsstunden am Dienstag um 75 Cent oder knapp vier Prozent auf 21,18 Dollar an, nachdem er am Vortag noch um fast ein Fünftel gefallen war.

5.45 Uhr: In den USA gibt es nach einer Übersicht der Johns-Hopkins-Universität (Stand Montagabend Ortszeit) mehr als 780.000 bestätigte Infektionen mit dem Coronavirus - mit Abstand mehr als in jedem anderen Land der Welt. Mehr als 42.000 Menschen starben demnach infolge einer Covid-19-Erkrankung. Trump dementiert, dass die USA tatsächlich das Land mit den meisten Todesopfern seien. Er wirft China vor, die wahren Todeszahlen dort zu verschweigen.

5.32 Uhr: Proteste gegen die Schutzmaßnahmen in den USA dauerten an. Vor dem Kapitol in Harrisburg im US-Bundesstaat Pennsylvania versammelten sich am Montag Dutzende Menschen. Die Demonstranten standen eng beieinander und forderten auf Plakaten „Freiheit“ und ein Ende der „Tyrannei“. In den vergangenen Tagen hatte es ähnliche Demonstrationen in mehreren demokratisch und republikanisch regierten Bundesstaaten gegeben. Trump hatte die Demonstranten verteidigt, obwohl sie letztlich gegen seine eigenen Richtlinien protestierten.

US-Präsident Trump weist Kritik wegen mangelnder Testmöglichkeiten zurück

5.28 Uhr: US-Präsident Donald Trump hat Kritik an seiner Regierung wegen mangelnder Testmöglichkeiten auf das Coronavirus zurückgewiesen. „Wir sind beim Testen in sehr guter Form, und wir werden ständig besser“, sagte er am Montagabend (Ortszeit) bei seiner täglichen Pressekonferenz im Weißen Haus. Trump bemängelte, manche Gouverneure der Bundesstaaten hätten nicht verstanden, auf welche Testkapazitäten in privaten Labors sie Zugriff hätten.

US-Vizepräsident Mike Pence sagte, die von ihm geleitete Coronavirus-Arbeitsgruppe im Weißen Haus habe bei einer Telefonschalte am Montag jeden Gouverneur auf die Kapazitäten und die Adressen der Labors hingewiesen. „Nach unseren besten Schätzungen verfügen wir heute für jeden Bundesstaat in Amerika über ausreichend Testkapazität, um in die erste Phase einzutreten.“

Die Richtlinien des Republikaners Trump sehen eine Lockerung der Schutzmaßnahmen in drei Phasen für Bundesstaaten vor, wenn bestimmte Kriterien erfüllt werden – unter anderem sollen die Fallzahlen vor dem Eintritt in jede Phase über 14 Tage hinweg abnehmen. Über Parteigrenzen hinweg hatten Gouverneure in den vergangenen Tagen der Trump-Regierung vorgeworfen, nicht ausreichend Tests zur Verfügung zu stellen. Flächendeckende Tests gelten als Voraussetzung für die von Trump angestrebte schrittweise Wiedereröffnung der Wirtschaft.

4.12 Uhr: In einem Gefängnis im US-Bundesstaat Ohio haben sich fast 2000 von rund 2500 Häftlingen mit dem Coronavirus infiziert. Betroffen sei die Haftanstalt im Ort Marion, wo es bislang 1950 bestätigte Infektionen und einen Todesfall in Verbindung mit der Lungenkrankheit Covid-19 gegeben habe, teilte die örtliche Justizvollzugsbehörde am Montag (Ortszeit) mit.

In einem weiteren Gefängnis südwestlich der Stadt Columbus seien von rund 2100 Häftlingen inzwischen knapp 1200 infiziert. In der Haftanstalt Pickaway gab es demnach sieben Todesfälle – bei sechs der Häftlinge sei der Erreger Sars-CoV-2 nachgewiesen worden, hieß es weiter.

Montag, 20. April 2020: Coronavirus USA – Höhere Nachfrage nach Waffen

21.18 Uhr: Inmitten der Coronavirus-Pandemie ist der Erdölpreis an der New Yorker Börse erstmals in seiner Geschichte tief ins Negative gerutscht. Der Preis der US-Referenzsorte WTI zur Lieferung im Mai schloss am Montag bei minus 37,63 Dollar pro Barrel. Das bedeutet, dass Händler bereit waren, Käufern Geld zu bieten. Hintergrund ist neben der Coronavirus-Pandemie, dass Mai-Terminverträge nur noch bis Dienstag verkauft werden können, die Erdöl-Lager aber nahezu voll sind. Deswegen gibt es nahezu keine Abnehmer mehr.

19.04 Uhr: Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat im Streit mit den USA über ihre Aufklärungsarbeit in der Corona-Krise erneut auf frühe Informationen an die Adresse Washingtons hingewiesen. „Nichts wird vor den USA verborgen, und zwar seit dem ersten Tag“, betonte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus am Montag in Genf.

Er bestätigte einen Bericht der „Washington Post“ (Sonntag), dass US-Experten bei der Weltgesundheitsorganisation (WHO) laufend Informationen zur Corona-Lage in China erhalten hätten. Von Präsident Donald Trump ernannte US-Gesundheitsbeamte hätten „regelmäßig auf den höchsten Ebenen“ mit WHO-Vertretern beraten, als sich die Corona-Krise entfaltet habe, berichtete die Zeitung.

13.58 Uhr: Der Schweizer Pharmakonzern Novartis darf das Malaria-Medikament Hydroxychloroquin an Coronavirus-Patienten in den USA testen. Das Unternehmen teilte am Montag mit, dass die US-Arzneimittelbehörde FDA genehmigt habe, den Wirkstoff in einer klinischen Studie an rund 440 Infizierten in Krankenhäusern in den USA zu testen.

Die Studie soll in den kommenden Wochen in mehr als einem Dutzend Kliniken starten, das Medikament stellt die Novartis-Tochterfirma Sandoz zur Verfügung.

Hydroxychloroquin ist ein seit Jahrzehnten genutztes Medikament gegen Malaria. Weltweit wird derzeit untersucht, ob der Wirkstoff auch bei Coronavirus-Infektionen hilft. Tests laufen auch mit dem verwandten Wirkstoff Chloroquin. Die Tests befinden sich weltweit jedoch noch im experimentellen Stadium, umfassende klinische Studien gibt es bislang nicht. In kleinem Maßstab untersucht wurde die Wirksamkeit von Hydroxychloroquin bei Corona-Infektionen bereits in Frankreich und China. Vorläufige Ergebnisse ergaben, dass das Medikament möglicherweise bei schweren Corona-Infektionen helfen könnte.

Coronakrise in den USA – Nachfrage nach Schusswaffen steigt

6.32 Uhr: Die Corona-Krise hat nach Angaben von US-Präsident Donald Trump zu einer beispiellosen Nachfrage nach Schusswaffen unter Amerikanern geführt. „Menschen kaufen wegen dieses Seuchenanstiegs Waffen in einem Ausmaß, das man davor nicht gesehen hat“, sagte Trump am Sonntagabend (Ortszeit) bei seiner täglichen Pressekonferenz zur Corona-Krise im Weißen Haus.

Der Republikaner Trump verurteilte in diesem Zusammenhang schärfere Waffengesetze im US-Bundesstaat Virginia, die der demokratische Gouverneur Ralph Northam kürzlich unterzeichnet hatte. Trump unterstellte Northam, Menschen in Virginia ihr in der US-Verfassung verankertes Recht auf Waffenbesitz streitig machen zu wollen. „Das können wir nicht erlauben“, sagte der Präsident.

Trump nannte keine Zahlen. US-Medien haben in den vergangenen Wochen aber über eine deutlich gestiegene Nachfrage nach Waffen berichtet. Der amerikanische Online-Munitionshändler Ammo.com meldete zwischen dem 23. Februar und Ende März ein Umsatzplus von 792 Prozent verglichen mit dem knapp 40-tägigen Zeitraum davor.

4.48 Uhr: US-Präsident Donald Trump hat die von ihm selbst angeheizten Proteste gegen Schutzmaßnahmen wegen der Corona-Pandemie in mehreren US-Bundesstaaten verteidigt. „Das sind großartige Menschen“, sagte Trump am Sonntagabend (Ortszeit) bei seiner täglichen Pressekonferenz im Weißen Haus mit Blick auf die Demonstranten. „Sie haben Lagerkoller.“ Diese Menschen wollten „ihr Leben zurück“. Er fügte lobend hinzu: „Ich habe noch nie so viele amerikanische Flaggen bei Protesten gesehen.“ Die Verantwortung für Corona-Tests schob Trump indes den Gouverneuren der Bundesstaaten zu.

1.35 Uhr: US-Präsident Donald Trump hat die Verantwortung für Tests in der Corona-Krise den Gouverneuren der Bundesstaaten zugeschoben. Die Gouverneure „wollten bei der Öffnung totale Kontrolle über ihre Staaten haben, aber jetzt wollen sie, dass wir, die Bundesregierung, die Tests ausführen“, sagte Trump am Sonntagabend (Ortszeit) bei seiner täglichen Pressekonferenz im Weißen Haus. Tests „sollten eine lokale Angelegenheit“ sein. Trump sagte den Bundesstaaten Unterstützung durch seine Regierung vor.

Sonntag, 19. April 2020: Coronavirus USA – Demonstrationen gegen Ausgangsbeschränkungen

21.45 Uhr: In den USA hat die Zahl der Corona-Toten die Schwelle von 41.000 überschritten. Nach Angaben der Johns Hopkins Universität vom Sonntag starben inzwischen mehr als 41.000 Menschen an dem neuartigen Coronavirus. Demnach erhöhte sich die Zahl der Infektionsfälle auf mehr als 744.000. Rund 67.000 Menschen gelten als genesen.

Unterdessen erklärte der Gouverneur des US-Bundesstaates New York, Andrew Cuomo, dort sei der Höhepunkt der Epidemie überschritten. „Wir haben den Höhepunkt hinter uns gelassen, und alle Anzeichen deuten derzeit darauf hin, dass die Kurve sinkt“, sagte Cuomo vor Journalisten in New York. Ob die Kurve weiter zurückgehe, „hängt davon ab, was wir tun“. Es sei nicht der Zeitpunkt, „anmaßend“ oder „arrogant“ zu werden, warnte Cuomo. New York ist das Epizentrum der Epidemie in den USA, dort starben fast die Hälfte aller Todesopfer.

20.02 Uhr: In der Debatte um den genauen Ursprung des Coronavirus sieht die Beraterin von US-Präsident Donald Trump, die Ärztin Deborah Birx, abschließende Klarheit in weiter Ferne. „Jedes Mal, wenn wir ein neues Virus haben, ist es wichtig, seinen Ursprung herauszufinden, und ich denke, wir sind noch weit davon entfernt, ihn herauszufinden“, sagte Birx am Sonntag dem TV-Sender CBS. Man wisse lediglich, dass das neuartige Virus aus China stamme - woher genau, sei unklar. „Ich habe keinen Beweis dafür, dass es ein Unfall in einem Labor war“, sagte Birx. Derzeit sei allgemeiner Konsens, dass sich das Virus von einem Tier auf den Menschen übertragen habe. Lesen Sie auch: Die Frage nach dem Ursprung des Coronavirus

6.50 Uhr: Mit Rückendeckung von Präsident Donald Trump haben am Samstag hunderte Menschen in mehreren US-Städten gegen die wegen der Corona-Pandemie verhängten Ausgangsbeschränkungen protestiert. Rund 400 Demonstranten versammelten sich in Concord, der Hauptstadt des Bundesstaats New Hampshire. Unter den Teilnehmern waren mehrere bewaffnete Männer in paramilitärischen Uniformen und mit vermummten Gesichtern.

In Annapolis im Bundesstaat Maryland verlangten etwa 200 Menschen ein Ende der Corona-Beschränkungen. An einer Kundgebung im texanischen Austin beteiligten sich mehr als 250 Demonstranten, darunter der rechtsextreme Verschwörungstheoretiker Alex Jones, der in einem panzerähnlichen Lastwagen vorfuhr. Auch in zahlreichen weiteren Städten gab es Protestaktionen.

Bill Gates rechnet Ende nächsten Jahres mit Corona-Impfstoff

5.47 Uhr: US-Präsident Donald Trump hat China für die weltweite Verbreitung des Coronavirus verantwortlich gemacht und seine eigene Regierung gegen jegliche Kritik verteidigt. „Es hätte in China gestoppt werden können“, sagte Trump am Samstagabend (Ortszeit) bei seiner täglichen Pressekonferenz im Weißen Haus. „Das ist nicht geschehen, und die ganze Welt leidet deswegen.“ Der Präsident warf der Regierung in Peking deshalb Versäumnisse vor. Kritik an seiner Regierung in der Corona-Krise nannte er eine „Hexenjagd“.

Trump sagte: „Die Frage wurde gestellt: „Wären Sie wütend auf China?“. Die Antwort darauf könnte ein sehr lautes Ja sein. Aber das hängt davon ab: War es ein Fehler, der außer Kontrolle geriet, oder wurde es absichtlich getan?“ In letzterem Fall „sollte es Konsequenzen geben“. In jedem Fall hätte die Regierung in Peking US-Experten erlauben müssen, die Vorgänge vor Ort zu untersuchen. „Sie wollten uns nicht dort haben. Ich denke, dass sie beschämt waren. Ich denke, sie wussten, dass es etwas Schlechtes ist.“

5.42 Uhr: Der Microsoft-Gründer und Philanthrop Bill Gates hat sich zuversichtlich gezeigt, dass es gegen Ende nächsten Jahres einen Impfstoff gegen das neuartige Coronavirus geben wird. „Es gibt momentan viele Kandidaten für einen Impfstoff, die wir unterstützen. Und ich bin optimistisch, dass bis Ende nächsten Jahres einer von ihnen rauskommen wird“, sagte Gates bei dem virtuellen Mega-Konzert „One World: Together at Home“ in der Nacht zum Sonntag.

Samstag, 18. April 2020: Trump rechnet mit 60.000 bis 65.000 Corona-Toten in USA

21.32 Uhr: Im Kampf gegen das Coronavirus soll die Grenze zwischen den USA und Kanada für weitere 30 Tage weitgehend geschlossen bleiben. „Das ist eine wichtige Entscheidung und eine, die Menschen auf beiden Seiten der Grenze schützt“, sagte der kanadische Premierminister Justin Trudeau am Samstag in Ottawa. Ziel sei weiterhin, jeden nicht notwendigen Reiseverkehr zwischen den beiden Ländern zu unterbinden und zugleich den Verkehr wichtiger Waren wie medizinische Ausrüstung und Nahrung zu gewährleisten, machte Trudeau deutlich. Die beiden Ländern hatten eine entsprechende Vereinbarung vor einem Monat getroffen.

Zugleich hatten die USA ihre Grenze zu Mexiko weitgehend geschlossen. Das Weiße Haus teilte am Samstag mit, US-Präsident Donald Trump habe am Vortag mit seinem mexikanischen Amtskollegen Andrés Manuel López Obrador telefoniert. Dabei sei es auch um die Notwendigkeit gegangen, die Grenze für nicht wesentliche Übertritte geschlossen zu halten. Andere Grenzübertritte - darunter auch solche aus Handelsgründen - blieben aber erlaubt. Trump habe Mexiko außerdem zusätzliche Unterstützung für das dortige Gesundheitssystem angeboten.

20.24 Uhr: Surfen und spazieren gehen erlaubt, sonnenbaden verboten: Im Norden des US-Bundesstaates Florida sind einige Strände trotz der anhaltenden Corona-Krise unter verschärften Bedingungen wieder geöffnet worden. In einem Tweet rief die Behörde für Krisenmanagement der Stadt Jacksonville Bürger am Samstag dazu auf, beim Strandbesuch einen Abstand von rund zwei Metern zu anderen Menschen einzuhalten.

„Das kann der Beginn des Weges zurück zum normalen Leben sein“, sagte Bürgermeister Lenny Curry am Freitag laut einer Mitteilung und appellierte an die Menschen, sich an die geltenden Einschränkungen zu halten. Am Strand seien zum Beispiel weder Grills noch Stühle oder Decken erlaubt. Zudem gelten begrenzte Öffnungszeiten in den Morgen- und frühen Abendstunden.

14.21: Trump glaubt, dass die tatsächlichen Zahlen der Coronavirus-Infizierten in den USA niedriger als in China sind wie dieses Video zeigt.

Trump: Tatsächliche Corona-Opferzahlen in China sind höher als in den USA
Trump- Tatsächliche Corona-Opferzahlen in China sind höher als in den USA

6.58 Uhr: US-Präsident Donald Trump hat sich mit mehreren Twitter-Botschaften hinter Demonstranten gestellt, die ein Ende der Ausgangsbeschränkungen wegen des Coronavirus fordern. „Befreit Minnesota!“ und „Befreit Michigan!“, schrieb Trump am Freitag (Ortszeit) beim Kurznachrichtendienst, gefolgt von: „Befreit Virginia, und rettet euren großartigen zweiten Verfassungszusatz. Er steht unter Belagerung!“

Der zweite Zusatz zur US-Verfassung garantiert das Recht auf Waffentragen. Die Zahl der bestätigten Corona-Infektionen in den USA stieg derweil auf mehr als 700.000.

In allen drei Bundesstaaten hatte es in den vergangenen Tagen Demonstrationen gegen die wegen des Coronavirus verhängten Ausgangsbeschränkungen gegeben. Alle drei Staaten werden zudem von Politikern der Demokratischen Partei regiert – Trump dagegen ist Republikaner.

Silicon Valley: 50-mal mehr Menschen infiziert als offiziell diagnostiziert

4.56 Uhr: Eine Studie mit Antikörper-Tests hat ergeben, dass im kalifornischen Silicon Valley 50-mal mehr Menschen mit dem Coronavirus infiziert waren oder sind als offiziell diagnostiziert. Forscher der Universität Stanford rekrutierten per Facebook 3300 Freiwillige im Landkreis Santa Clara und untersuchten ihr Blut auf Antikörper gegen das neuartige Coronavirus. Demnach haben sich bislang zwischen 2,5 und 4,1 Prozent der Bevölkerung des Kreises infiziert – und damit 50- bis 85-mal so viele wie die Zahl der offiziell registrierten Fälle.

Die Daten legten nahe, dass am 1. April in dem Landkreis zwischen 48.000 und 81.000 Menschen eine Infektion mit dem Virus durchgemacht hatten, erklärten die Autoren der Studie, die am Freitag (Ortszeit) vorab veröffentlicht wurde. Gemeldet waren zu diesem Zeitpunkt 956 Fälle.

Die Existenz von Antikörpern im Blut beweist, dass das Immunsystem gegen eine Krankheit gekämpft hat, selbst wenn der Patient keine Symptome hatte. In mehreren Regionen der USA und dem Rest der Welt laufen derzeit Studien mit Antikörpertests um herauszufinden, wie stark das Coronavirus sich tatsächlich bereits verbreitet hat und wie viele Menschen sich voraussichtlich noch infizieren werden.

4.15 Uhr: Auch in den USA gehören Alten- und Pflegeheime zu den von der Pandemie besonders betroffenen Einrichtungen. Einem Bericht der „New York Times“ zufolge sind mindestens 7000 Menschen in Seniorenheimen nach einer Infektion mit dem Coronavirus gestorben. Damit stünden rund ein Fünftel aller Todesfälle infolge der Corona-Pandemie in den USA in Verbindung mit solchen Einrichtungen.

2.11 Uhr: US-Präsident Donald Trump hat in der Corona-Krise ein Hilfspaket mit einem Volumen von 19 Milliarden Dollar (rund 17,5 Mrd Euro) für Landwirte in den Vereinigten Staaten angekündigt. Die Ankündigung machte er am Freitagabend (Ortszeit) bei einer Pressekonferenz im Weißen Haus.

Landwirtschaftsminister Sonny Perdue erläuterte, 16 Milliarden Dollar aus diesem Paket würden direkt an Landwirte ausgezahlt. Mit den verbleibenden drei Milliarden werde die Regierung Agrarprodukte aufkaufen. Die Mittel sind im Rahmen von früheren Hilfspaketen wegen der Corona-Krise bereits vom US-Kongress freigegeben.

US-Justiz verbietet angebliches Wundermittel gegen Corona

1.08 Uhr: Die US-Regierung rechnet jetzt nach Angaben von Präsident Donald Trump mit 60.000 bis 65.000 Toten infolge der Coronavirus-Pandemie in den USA. Die Zahl liege weit unter früheren Vorhersagen von mindestens 100.000 Toten in den Vereinigten Staaten, sagte Trump am Freitagabend (Ortszeit) bei einer Pressekonferenz im Weißen Haus. Jeder einzelne Tote sei einer zuviel, betonte der Präsident. „Ich denke, dass wir hoffentlich erheblich unter den 100.000 bleiben werden.“ Er fügte hinzu: „Im Moment bewegen wir uns wahrscheinlich auf etwa 60.000, vielleicht 65.000 zu.“

0.13 Uhr: Die US-Justiz hat den Verkauf eines als angebliches Wundermittel gegen das Coronavirus angepriesenen Mittels auf Chlorbasis verboten. Ein Bundesgericht in Florida erließ am Freitag in einem Eilverfahren ein vorläufiges Verkaufsverbot für die von einer Gruppe namens „Genesis-Kirche“ vertriebene „Wunder-Minerallösung“ (MMS), die laut Website angeblich „95 Prozent aller Krankheiten“ heilen kann, darunter Krebs, Aids, Autismus, Cholera und jetzt auch Covid-19.

Das US-Justizministerium erklärte, bei der angeblichen „Wunderlösung“ handele es sich um ein chemisches Produkt, das vermischt mit einem ebenfalls in der Packung enthaltenen Aktivator Chlordioxid ergibt. Die US-Arzneimittelbehörde FDA hatte schon vor mehreren Jahren eine Warnung vor dem Mittel ausgesprochen, das Übelkeit, Erbrechen und Dehydrierung auslösen kann.

Mehrere Anbieter des angeblichen Wundermittels waren in den vergangenen Jahren in Prozessen verurteilt worden. Die „Genesis-Kirche“ hält jedoch an ihrem Produkt fest, das auf ihrer Website als „heilig“ beschrieben wird.

Freitag, 17. April 2020: Trump kündigt Lockerung der Corona-Beschränkungen an

21.54 Uhr: Nach den neuen Richtlinien von US-Präsident Donald Trump in der Corona-Krise haben erste Bundesstaaten vorsichtige Lockerungen der Schutzmaßnahmen angekündigt. Der Gouverneur von Texas, Greg Abbott, sagte am Freitag in Austin, derzeit geschlossene Läden könnten von Freitag nächster Woche an wieder öffnen, wenn sie Waren lieferten, schickten oder zur Abholung bereitstellten. Mit der Wiedereröffnung von Parks unter Verwaltung des Bundesstaats werde bereits am Montag begonnen. Besucher müssten aber Schutzmaßnahmen befolgen. Schulen blieben in diesem Schuljahr geschlossen.

Minnesotas Gouverneur Tim Walz kündigte am Freitag an, dass unter anderem Parks, Wanderwege, Golfplätze, Freiluft-Schießstände und Läden zum Verkauf von Angelködern wieder öffnen könnten, wenn Besucher Schutzmaßnahmen befolgten. „Es ist wichtig für uns, aktiv zu bleiben und die Natur zu genießen und gleichzeitig die Verbreitung von Covid-19 zu verhindern“, sagte Walz nach einer Mitteilung. In Vermont können unter bestimmten Bedingungen Händler wieder öffnen und Bauarbeiten wieder aufgenommen werden.

Trump will die USA mit den am Donnerstag vorgestellten Richtlinien in drei Phasen auf den Weg zur Normalität zurückführen und die Wirtschaft graduell wieder öffnen. Eine landesweite Schließung könne keine langfristige Lösung sein, betonte Trump. In den USA ist die Arbeitslosigkeit wegen der Corona-Krise zuletzt dramatisch angestiegen. Trump gab keinen genauen Zeitplan vor und überließ die Entscheidung den Gouverneuren der 50 Bundesstaaten.

19.37 Uhr: New Yorks Gouverneur Andrew Cuomo hat sich mit US-Präsident Donald Trump einen hitzigen Schlagabtausch über die Zuständigkeiten beim Kampf gegen die Corona-Pandemie geliefert. Cuomo hielt am Freitag seine tägliche Pressekonferenz und forderte unter anderem mehr Geld aus Washington, als Trump twitterte: „Gouverneur Cuomo sollte mehr Zeit auf das „Machen“ und weniger Zeit auf das „sich Beschweren“ verwenden. Geh raus und erledige die Arbeit. Hör auf zu reden!“

Noch während der Pressekonferenz darauf angesprochen, wurde Cuomo – der sich in der Krise zuletzt national profilierte hatte – sichtlich wütend: „Wenn er Zuhause sitzt und Fernsehen schaut, sollte er vielleicht aufstehen und zur Arbeit gehen“. Cuomo fragte rhetorisch, wie oft er sich noch für die bisherige Hilfe aus Washington in der Krise bedanken solle, dies sei schließlich Trumps Jobs gewesen. „Ich weiß nicht, was ich machen soll – einen Blumenstrauß schicken?“

Hintergrund ist ein Disput zwischen dem US-Präsidenten und mehreren Gouverneuren über die Zuständigkeiten bei der Lockerung der wegen der Corona-Pandemie verhängten Maßnahmen. Trump hatte am Donnerstag einen Plan vorgestellt, mit dem die USA in drei Phasen schrittweise zur Normalität zurückkehren sollen und und die Wirtschaft graduell wieder geöffnet werden soll.

Ford gerät wegen Corona-Krise tief in die roten Zahlen

16.21 Uhr: Auch der zweitgrößte US-Autobauer Ford gerät in der Corona-Krise tief in die roten Zahlen. Unterm Strich dürfte im ersten Quartal ein Verlust in Höhe von 2,0 Milliarden Dollar (1,8 Mrd Euro) anfallen, warnte Ford in einer Mitteilung an die US-Börsenaufsicht.

Grund seien jedoch vor allem Steuern und Zinsbelastungen. Das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis dürfte wie bereits am Montag angekündigt mit rund 600 Millionen Dollar im negativen Bereich liegen. Im entsprechenden Vorjahreszeitraum hatte der Konzern noch einen Gewinn von 2,4 Milliarden Dollar gemacht.

11.54 Uhr: In den USA verschärft sich die Coronavirus-Pandemie weiter: Die Johns-Hopkins-Universität (JHU) teilte in der Nacht auf Freitag (Ortszeit) mit, dass in den vergangenen 24 Stunden rund 4500 Menschen an den Folgen einer Coronavirus-Erkrankung verstorben seien – der mit Abstand höchste Anstieg der Todeszahlen seit Beginn der Pandemie in den Vereinigten Staaten.

Zu dem Anstieg von Donnerstag wurden jedoch auch „wahrscheinliche“ Fälle gezählt – gemeint sind Fälle, bei denen die Mediziner davon ausgehen, dass eine Coronavirus-Erkrankung die Todesursache war, der Erkrankte jedoch nicht auf die Krankheit getestet wurde.

Besonders stark betroffen von der Pandemie ist die Millionenstadt New York an der Ostküste des Landes. Insgesamt haben sich rund 670.000 US-Amerikaner mit dem Coronavirus infiziert. Laut JHU starben landesweit mindestens 33.000 Menschen an den Folgen der Krankheit.

Trumps Ex-Anwalt soll wegen Corona-Epidemie frühzeitig aus Haft entlassen werden

9.53 Uhr: Auch der in den USA populäre Fahrdienst Uber kämpft mit den wirtschaftlichen Folgen der Coronavirus-Pandemie: Der Fahrdienst-Vermittler wird auf seine Beteiligungen 1,9 bis 2,2 Milliarden Dollar abschreiben müssen. Die erst Anfang Februar abgegebene Jahresprognose ist damit hinfällig. Uber steckte ohnehin schon tief in den roten Zahlen, im Schlussquartal 2019 hatte der Konzern ein Minus von 1,1 Milliarden Dollar verbucht.

Eine neue Jahresprognose gab Uber nicht ab: Angesichts der Corona-Pandemie sei es derzeit unmöglich, Vorhersagen zu Finanzergebnissen zu machen. Zunächst kündigte Uber nur an, dass ein Hilfsprogramm für Fahrer und Essenszusteller, die unter der Krise leiden, die Erlöse belaste – und zwar um bis zu 22 Millionen Dollar im vergangenen Quartal und bis zu 80 Millionen Dollar im laufenden Vierteljahr.

Die Uber-Aktie legte im nachbörslichen Handel um mehr als acht Prozent zu – die Anleger hatten ganz offensichtlich mit schlimmeren Nachrichten gerechnet.

6.11 Uhr: Der frühere Anwalt von Donald Trump, Michael Cohen, soll laut einem Medienbericht wegen der Corona-Pandemie vorzeitig aus der Haft entlassen werden. Wie der Sender CNN unter Berufung auf dessen Anwalt Roger Adler berichtete, informierte die US-Bundesgefängnisbehörde Cohen bereits entsprechend.

In dem Gefängnis in Otisville im Bundesstaat New York, wo Cohen bis November 2021 seine dreijährige Haftstrafe verbüßen sollte, seien mehrere Insassen und Mitarbeiter positiv auf den Erreger Sars-CoV-2 getestet worden, hieß es.

Nach einer 14-tägigen Quarantäne werde der Ex-Anwalt den Rest seiner Strafe im Hausarrest verbringen dürfen. Ein genaues Datum für die Entlassung wurde nicht genannt.

Trump will USA in drei Schritten zu Normalität zurückführen

1.00 Uhr: US-Präsident Donald Trump will die USA mit neuen Richtlinien in der Corona-Krise in drei Phasen auf den Weg zur Normalität zurückführen und die Wirtschaft graduell wieder öffnen. Eine landesweite Schließung könne keine langfristige Lösung sein, sagte Trump am Donnerstagabend (Ortszeit) im Weißen Haus mit Blick auf die Wirtschaft. Innerhalb eines Monats haben rund 22 Millionen Menschen ihren Job verloren.

  • Die von der US-Regierung angepeilte erste Phase der Lockerung sieht die Wiedereröffnung von Restaurants und Sportstätten vor, jedoch noch nicht von Schulen und Kneipen. Das Tragen von Masken in der Öffentlichkeit wird dringend empfohlen, die Arbeit im Homeoffice soll die Regel sein und die Regeln zum Abstand halten sollen in Kraft bleiben.
  • Wenn kein neuer Anstieg der Infektionszahlen zu befürchten ist, kann dem Plan zufolge die zweite Phase starten, in der die Schulen wieder öffnen und auch die Reisetätigkeit wieder aufgenommen werden darf.
  • In der dritten Phase schließlich werden die Beschränkungen weitgehend aufgehoben, aber die Regeln für Hygiene und das Abstandhalten sollen weiterhin eingehalten werden.

Einen genauen Zeitplan beinhalten die Richtlinien nicht. Stattdessen sollen Bundesstaaten oder Regionen vor dem Eintritt in jede der drei Phasen eine Reihe von Voraussetzungen erfüllen. So soll dort beispielsweise vor jeder neuen Phase die Zahl der nachgewiesenen Coronavirus-Infektionen jeweils über einen 14-tägigen Zeitraum abgenommen haben. Trump betonte, den Gouverneuren der Bundesstaaten bleibe es überlassen, die Richtlinien umzusetzen. Sollten sie beschließen, dass schärfere Schutzmaßnahmen weiter notwendig seien, „werden wir ihnen das erlauben“.

In den vergangenen Tagen hatte Trump erklärt, er habe in der Frage der Lockerung der Corona-Maßnahmen „absolute Machtbefugnisse“. Nach scharfen Protesten nahm er diese Äußerung zurück. Am Donnerstag schlug er dann verhaltene Töne an und verzichtete zudem auf vollmundige Ankündigungen zu einem raschen Neustart für die USA.

Donnerstag: 16. April 2020: New York verlängert Ausgangsbeschränkungen

19.36 Uhr: Die Frontfrau der Demokraten, die Vorsitzende des Repräsentantenhauses Nancy Pelosi, hat sich zum „inkompetenten“ Umgang von US-Präsident Donald Trump mit der Corona-Pandemie und die von ihm erhobenen Vorwürfe gegen die Weltgesundheitsorganisation WHO und China geäußert. „Eine schwache Person, eine armselige Führungskraft übernimmt keine Verantwortung. Eine schwache Person schiebt die Schuld auf andere“, sagte sie.

18.42 Uhr: Im besonders heftig von der Corona-Pandemie betroffenen US-Bundesstaat New York sind die relativ strengen Ausgangsbeschränkungen verlängert worden – zunächst bis zum 15. Mai. Wie es danach weitergehe, müsse man sehen, sagte Gouverneur Andrew Cuomo. Die Beschränkungen sehen unter anderem vor, dass die Menschen so viel wie möglich zu Hause bleiben sollen, „nicht lebensnotwendige“ Geschäfte müssen geschlossen bleiben.

Unterdessen verdichten sich in dem Bundesstaat allerdings auch die Anzeichen für eine Trendwende in der Krise. Die Zahl der Patienten in den Krankenhäusern war am Donnerstag erneut rückläufig, ebenso die Zahl der Patienten auf Intensivstationen und an Beatmungsgeräten. Allerdings wurden auch fast 2000 neue Infektionen festgestellt, 606 Menschen starben zwischen Mittwoch und Donnerstag. Insgesamt sind in dem Bundesstaat mit rund 19 Millionen Einwohnern bereits mehr als 200.000 Menschen infiziert und mehr als 11.000 gestorben.

17.56 Uhr: Die Europäische Union hat US-Präsident Donald Trump in seiner Kritik an der Weltgesundheitsorganisation (WHO) in aller Deutlichkeit widersprochen. Der EU-Außenbeauftragte Josep Borrell habe WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus die volle Unterstützung in diesem entscheidenden Moment zugesagt, hieß es nach einem Telefonat der beiden. Die Coronavirus-Pandemie müsse weiter multilateral bekämpft werden. Über den US-Stopp der WHO-Beitragszahlungen sei Borrell besorgt.

Mehr als 30.000 Menschen nach einer Infektion gestorben

17.35 Uhr: In den USA sind mittlerweile mehr als 30.000 Menschen nach einer Infektion gestorben. Die Johns-Hopkins-Universität (JHU) meldete insgesamt 30.990 Todesfälle. Gemessen an den Todeszahlen sind die USA demnach das am stärksten von der Corona-Pandemie betroffene Land der Welt - vor Italien mit 21.645, Spanien mit 19.130 sowie Frankreich mit 17.167 Toten.

In den USA wurden nach offiziellen Angaben insgesamt rund 640.000 Corona-Infektionen registriert. In den vergangenen zwei Tagen verzeichnete das Land eine Rekordzahl bei den täglichen Todesfällen.

14.44 Uhr: Die Zahl der Arbeitslosen in den USA ist erneut stark angestiegen. In der vergangenen Woche meldeten sich 5,2 Millionen Menschen neu arbeitslos, wie das US-Arbeitsministerium am Donnerstag mitteilte. Damit haben binnen vier Wochen 22 Millionen Menschen in den USA ihren Job verloren.

Die Erstanträge gelten als Indikator für die kurzfristige Entwicklung des Arbeitsmarkts. Sie deuten inzwischen auf einen dramatischen Wirtschaftseinbruch infolge der Corona-Krise hin. Bis zum März hatte die Zahl der Erstanträge noch regelmäßig unter 100.000 pro Woche gelegen.

Lesen Sie dazu auch: Corona-Krise lässt Arbeitsmarkt der USA kollabieren

14.35 Uhr: Das Trump Hotel „Trump National Doral“ in Miami, Florida, hat 560 Angestellte entlassen oder beurlaubt. Das berichtet die „Time“. Demnach sei das Golf-Resort seit Mitte März geschlossen, es sei unklar, wann es wieder öffnen wird. Das Hotel begründet die Maßnahmen mit der Coronavirus-Pandemie und dem zurückgegangen Tourismus.

8.31 Uhr: In aktuellen Umfragen glauben rund 30 Prozent der US-Bevölkerung, dass das Coronavirus aus einem Labor stammt – entweder mit Absicht auf die Menschheit losgelassen oder ungeplant entwichen. Allen voran befeuert Donald Trump Verschwörungstheorien zum Coronavirus.

3.59: Im besonders heftig von der Corona-Pandemie betroffenen US-Bundesstaat New York mehren sich die Anzeichen für eine Trendwende. Die Zahl der Patienten in den Krankenhäusern sei rückläufig, sagte Gouverneur Andrew Cuomo am Mittwoch (Ortszeit) bei seiner täglichen Pressekonferenz.

„Das Gesundheitssystem hat sich stabilisiert“, sagte Cuomo. „Die Furcht vor einer Überforderung des Gesundheitssystems hat sich nicht verwirklicht“.18.335 Menschen lägen demnach wegen Covid-19 in Kliniken – weniger als noch vor einigen Tagen.

3.42 Uhr: In den USA sind einer Universität zufolge innerhalb von 24 Stunden so viele Menschen infolge einer Infektion mit dem neuartigen Coronavirus gestorben wie noch nie zuvor. Bis Mittwochabend (Ortszeit 21.00 Uhr/3.00 Uhr MESZ) verzeichneten die Experten der Universität Johns Hopkins in den Vereinigten Staaten 2494 Todesfälle binnen 24 Stunden. Der vorherige Höchstwert war demnach am Dienstag mit 2303 Toten erreicht worden.

1.42 Uhr: Auf den Schecks der Direkthilfen für amerikanische Steuerzahler wird als Absender auch der Name von US-Präsident Donald Trump stehen. Es handelt sich dabei um die Auszahlung von Geld im Rahmen des vom US-Kongress beschlossenen Corona-Konjunkturpakets. „Ich bin mir sicher, dass sich die Menschen sehr freuen werden, einen großen, fetten Scheck zu bekommen und mein Name steht darauf“, sagte Trump am Mittwochabend (Ortszeit) im Garten des Weißen Hauses.

Die „Washington Post“ hatte am Dienstag berichtet, die ungewöhnliche Entscheidung, Trumps Name hinzuzufügen, verzögere die Auszahlung der Hilfen durch die Steuerbehörde IRS. Der Republikaner Trump bestritt das am Mittwoch. „Ich verstehe es so, dass dadurch nichts verzögert wird“, sagte er. „Ich bin damit zufrieden.“

0.40 Uhr: US-Präsident Donald Trump hat mit der Anordnung einer Zwangspause für das Parlament gedroht, um freie Stellen in seiner Regierung schnell ohne den Kongress besetzen zu können. Wegen der Coronavirus-Epidemie sei es nötig, dass die Regierung freie Positionen endlich besetzen könne, sagte Trump am Mittwochabend (Ortszeit). Die Verfassung gebe ihm das Recht, eine solche Parlamentspause anzuordnen, sagte Trump.

Sollte Trump eine offizielle Parlamentspause anordnen, könnte der Präsident zahlreiche Posten auch ohne Zustimmung des Kongresses besetzen. In der Regierungsmannschaft des Republikaners gibt es seit Beginn von Trumps Amtszeit 2017 zahlreiche Vakanzen. Die Demokraten dürften die Anordnung einer Zwangspause des Parlaments vehement ablehnen. Derzeit treten – vor allem wegen der Coronavirus-Epidemie – weder das Repräsentantenhaus noch der Senat in Washington zu regulären Sitzungen zusammen.

Mittwoch: 15. April 2020: USA stellen Zahlungen an WHO ein – Maas kritisiert Trump

21.38 Uhr: Im Kampf gegen die Corona-Pandemie soll im US-Bundesstaat New York eine Maskenpflicht verhängt werden. Menschen müssten künftig in der Öffentlichkeit Mund und Nase bedecken, wenn sie nicht knapp zwei Meter Sicherheitsabstand zu anderen einhalten könnten, sagte Gouverneur Andrew Cuomo am Mittwoch. Wer allein auf einem leeren Bürgersteig laufe, müsse keinen Gesichtsschutz tragen - an einer belebten Kreuzung oder in öffentlichen Verkehrsmitteln werde dies aber Pflicht.

Die US-Gesundheitsbehörde CDC hatte Anfang April landesweit das Tragen von Schutzmasken in der Öffentlichkeit empfohlen. Die Maßnahme ist aber freiwillig und nicht verpflichtend. Die Frage wird in den USA unterschiedlich geregelt. In der Hauptstadt Washington müssen Menschen etwa eine Schutzmaske tragen, wenn sie Supermärkte oder Hotels betreten und mit dem Taxi fahren.

13.55 Uhr: Im Kampf gegen das Coronavirus könnten in den USA einer Studie der US-Universität Harvard zufolge bis 2022 immer wieder Phasen von sozialer Distanz notwendig sein. Eine einzige solche Periode dürfte nicht ausreichen, um die Verbreitung des Virus SARS-CoV-2 mittelfristig auf einem für die Krankenhäuser zu schulternden Niveau zu halten, sagte Studienautor Stephen Kissler am Dienstag.

Sollte es keine anderen Behandlungsmethoden geben, müssten immer wieder Phasen der sozialen Distanz verhängt werden. Die Studie der Wissenschaftler von der US-Universität Harvard, die im Fachmagazin „Science“ veröffentlicht wurde, basiert auf Computermodellen zur Verbreitung des neuartigen Coronavirus.

Die Untersuchung basiert auf der Annahme, dass die von dem Erreger ausgelöste Lungenkrankheit Covid-19 wie die gewöhnliche Grippe künftig saisonal auftreten könnte, mit höheren Ansteckungsraten in den kälteren Monaten.

Der Epidemiologe Mark Woolhouse von der Universität von Edinburgh lobte die Arbeit seiner US-Kollegen. Im Gegensatz zu anderen bisherigen Studien hätten sie sich in ihrer Studie mit den Auswirkungen von Covid-19 über einen Zeitraum von mehreren Jahren befasst, sagte er. Allerdings basiere sie auf Computermodellen, in die auch bisher unbestätigte Annahmen eingeflossen seien, schränkte Woolhouse ein. In den USA wird derzeit, wie in vielen anderen Ländern auch, über eine mögliche Lockerung der Anti-Corona-Maßnahmen und eine langsame Rückkehr zur Normalität nachgedacht.

Trump will Zahlungen der USA an WHO stoppen

Eine der besten Investitionen sei es dabei, die UNO und „allen voran die unterfinanzierte WHO zu stärken“, beispielsweise bei der Entwicklung und Verteilung von Tests und Impfstoffen.Trump hatte am Dienstag den Stopp der US-Zahlungen an die Weltgesundheitsorganisation verkündet. Er warf der WHO ein „Missmanagement“ in der Corona-Krise vor. So habe die Organisation von Einreisesperren abgeraten und die tatsächliche Lage in China als Ursprungsort des Virus nicht ausreichend untersucht. „Tausende Menschenleben“ hätten gerettet und schwerer wirtschaftlicher Schaden vermieden werden können, wenn die WHO besser gearbeitet hätte, sagte Trump.

5.03 Uhr: Inmitten der Corona-Krise hat US-Präsident Donald Trump den Stopp von US-Zahlungen an die Weltgesundheitsorganisation (WHO) angekündigt. Er habe seine Regierung angewiesen, die Beitragszahlungen einzustellen, sagte Trump am Dienstag (Ortszeit) bei einer Pressekonferenz m Weißen Haus. Währenddessen werde „überprüft“, welche Rolle die WHO bei der „schlechten Handhabung und Verschleierung der Ausbreitung des Coronavirus“ gespielt habe, sagte Trump. Der WHO warf er China-Freundlichkeit vor. Lesen Sie hier die Analyse unseres US-Korrespondenten: Donald Trump macht Weltgesundheitsorganisation (WHO) zum Sündenbock.

3.05 Uhr: In den USA sind einer Universität zufolge innerhalb von 24 Stunden so viele Menschen infolge einer Infektion mit dem neuartigen Coronavirus gestorben wie noch nie zuvor. Bis Dienstagabend (Ortszeit) verzeichneten die Experten der Universität Johns Hopkins in den Vereinigten Staaten 2228 Todesfälle. Der vorige Höchstwert war mit 2108 Toten am vergangenen Freitag erreicht worden. Das Virus Sars-CoV-2 kann die Lungenkrankheit Covid-19 auslösen. Seit Beginn der Epidemie waren der Universität zufolge in den USA fast 26 000 Menschen infolge einer Infektion ums Leben gekommen.

Dienstag: 14. April 2020: Trump in Corona-Krise: „Der Präsident hat totale Macht“

22.12 Uhr: Der kalifornische Gouverneur will an den umfangreichen Ausgangsbeschränkungen für die knapp 40 Millionen Einwohner des US-Westküstenstaates vorerst festhalten. Erst wenn die Zahl der Covid-19-Patienten in Krankenhäusern und auf den Intensivstationen sinke, könnten die Einschränkungen des öffentlichen Lebens gelockert werden, sagte Gouverneur Gavin Newsom am Dienstag. Der Demokrat betonte, dass die seit März bestehenden Auflagen, Sozialkontakte zu minimieren und räumlichen Mindestabstand zu halten, in Kalifornien Erfolg zeigen würden.

Newsom hatte am 20. März für den ganzen Staat weitreichende Auflagen im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus erlassen. Die Menschen sind angewiesen, weitgehend zu Hause zu bleiben. Sport und Bewegung im Freien mit Abstand voneinander sind noch erlaubt. Unverzichtbare Ämter und Geschäfte sind weiterhin geöffnet. Schulen werden vor den Sommerferien nicht mehr geöffnet; der Unterricht erfolgt online.

New Yorks Gouverneur Andrew Cuomo stellt sich gegen Präsident Trump

18.47 Uhr: Im Streit über die Entscheidungshoheit bei der Lockerung der Einschränkungen des öffentlichen Lebens in den USA hat New Yorks Gouverneur Andrew Cuomo sich erneut gegen Präsident Donald Trump gestellt. Trumps Aussage, dass er bei der Wiederöffnung der USA in der Coronavirus-Epidemie die „allumfassende Macht“ habe, sei schlicht falsch, sagte Cuomo am Dienstag bei einer Pressekonferenz. „Wir haben keinen König in diesem Land. Wir wollten keinen König, deswegen haben wir eine Verfassung und wählen einen Präsidenten.“

Er wolle aber nicht mit Trump streiten, sagte Cuomo weiter. „Der Präsident hat es offensichtlich auf einen Streit bei diesem Thema abgesehen und das Schlimmste, was wir in dieser Situation machen können, ist mit politischer Spaltung anzufangen.“ Er wolle weiter partnerschaftlich mit dem Präsidenten zusammenarbeiten, sagte Cuomo. „Er wird hier keinen Streit finden, das werde ich nicht zulassen.“

2.15 Uhr: US-Präsident Donald Trump hat sein Vorgehen in der Coronavirus-Krise in einem hitzigen Schlagabtausch mit Journalisten verteidigt. Bei seiner Pressekonferenz zum Coronavirus, die mittlerweile fast täglich stattfindet, wehrte sich Trump am Montagabend (Ortszeit) gegen Vorwürfe, wonach er zu spät reagiert habe.

Im Streit über eine Lockerung der Einschränkungen des öffentlichen Lebens in den USA reklamierte Trump die Entscheidungshoheit für sich. Nur er selbst habe die „totale Macht“, sagte Trump und drohte so Gouverneuren den Machtkampf an. Lesen Sie hier: Donald Trump zeigt in der Corona-Krise diktatorische Züge

Zunächst legte Trump ausführlich dar, welche Maßnahmen er seit dem Ausbruch ergriffen habe. Anschließend ließ er in einem Video einen Zusammenschnitt von Aussagen zahlreicher Menschen – darunter Gouverneure, Gesundheitsexperten und Journalisten – abspielen, die seine Arbeit in der Krise lobten.

„Wir können Ihnen Hunderte solcher Clips zeigen“, sagte Trump. „Es ist sehr traurig, wenn Leute falsche Geschichten schreiben.“ Niemand erkenne an, was in den vergangenen Wochen geleistet worden sei. Trump bezog sich direkt auf einen Artikel der „New York Times“ vom Wochenende, in dem das zögerliche Handeln des Weißen Hauses dokumentiert worden war.

Journalisten im Raum warfen Trump vor, Regierungsmitarbeiter hätten ein Video im Stil von Trumps Wahlkampfteam produziert. Der TV-Sender CNN fasste die Pressekonferenz mit folgenden Worten zusammen: „Wütender Trump verwandelt Briefing in Propaganda-Sitzung“.

Montag, 13. April 2020: Mehr als 22.000 Corona-Tote in den USA

22.21 Uhr: Das Weiße Haus hat Spekulationen zurückgewiesen, US-Präsident Donald Trump könnte den in der Coronavirus-Pandemie prominent gewordenen obersten US-Virologen Anthony Fauci entlassen. „Das Medien-Geschwätz ist lächerlich – Präsident Trump feuert Dr. Fauci nicht“, erklärte ein Sprecher des Weißen Hauses. Fauci habe das Vertrauen des Präsidenten und bleibe dessen Berater.

Trump selbst hatte Spekulationen über eine Entlassung des Leiters des Nationalen Instituts für Allergien und Infektionskrankheiten zuvor befeuert. Der Präsident hatte am Sonntagabend einen Tweet einer konservativen Politikerin mit dem Hashtag #FireFauci (Fauci feuern) geteilt.

Der angesehene Mediziner, der in der Coronavirus-Pandemie einer der wichtigsten Berater des Präsidenten ist, hatte zuvor vorsichtig Kritik an der US-Reaktion zu Beginn der Krise geübt. Der 79-Jährige machte im Nachrichtensender CNN deutlich, dass Menschenleben hätten gerettet werden können, wenn die USA früher und entschlossener auf das Virus reagiert hätten.

Es habe zunächst aber „Widerstand“ gegen weitgehende Maßnahmen zur Eindämmung des Virus gegeben, sagte Fauci, ohne Trump dabei namentlich zu nennen.

18.00 Uhr: Im besonders heftig von der Corona-Pandemie getroffenen US-Bundesstaat New York sind inzwischen mehr als 10.000 Menschen nach einer Infektion mit dem Virus gestorben. Die Gesamtzahl der Todesopfer in dem nordöstlichen Bundesstaat mit rund 19 Millionen Einwohnern liege nun bei 10.065, teilte Gouverneur Andrew Cuomo am Montag bei seiner täglichen Pressekonferenz mit.

Zwischen Sonntag und Montag seien noch einmal 671 dazugekommen, weniger als in den Tagen zuvor. „Die Zahl ist praktisch flach, aber auf einem schrecklichen Level von Schmerz, Trauer und Sorge.“ Die Gesamtzahl der Infektionen liegt in New York inzwischen bei 195.031.

Trump-Berater bestätigt zu späte Reaktion in der Corona-Krise

4.44 Uhr: In den USA sind bereits mehr als 22.000 Menschen nach einer Infektion mit dem Coronavirus gestorben. Die Universität Johns Hopkins in Baltimore verzeichnete bis zum Sonntagabend 22.073 Todesfälle. Damit haben die Vereinigten Staaten weiter die höchste absolute Zahl von Todesopfern infolge der Corona-Pandemie weltweit. An zweiter Stelle steht Italien mit zuletzt 19.899 Todesfällen.

Die Zahl der Todesfälle innerhalb eines Tages in den USA sank mit 1557 unterdessen auf den niedrigsten Stand seit vergangenem Montag.

0.05 Uhr: US-Präsident Donald Trump hat sich gegen Vorwürfe von Opposition und Medien gewehrt, frühe Warnungen vor dem Coronavirus ignoriert zu haben. Er verstehe nicht, warum die Medien und die US-Demokraten ihn dann so heftig für die Einführung eines Einreiseverbots aus China kritisiert hätten, schrieb Trump auf Twitter und fügte hinzu: „Korrupte Medien!“.

Der Berater von Donald Trump in der Corona-Pandemie, der Virologe Anthony Fauci, hat einen Bericht bestätigt, wonach die USA zu spät auf die Viruskrise reagierten. Es hätten Leben gerettet werden können, wenn öffentliche Einrichtungen früher geschlossen worden wären, sagte Fauci dem Sender CNN am Sonntag.

Die „New York Times“ hatte zuletzt am Samstag über Trumps Vorgehen in der Anfangsphase der Corona-Krise berichtet und kritisiert, der Präsident habe „das Ausmaß des Risikos nur langsam zur Kenntnis genommen“ und nicht rechtzeitig reagiert. Stattdessen habe er sich darauf konzentriert, die Wirtschaft zu schützen und Warnungen zurückzuweisen.

Sonntag, 12. April 2020: Coronavirus in den Vereinigten Staaten – mindestens 20.500 Tote

18.27 Uhr: Der besonders heftig von der Corona-Pandemie getroffene US-Bundesstaat New York nähert sich bei weiterhin hohen Todesraten der Grenze von 10.000 Opfern. „758 Menschen haben in den letzten 24 Stunden ihr Leben verloren“, sagte Gouverneur Andrew Cuomo bei seiner täglichen Pressekonferenz. Damit liege die Zahl der Todesopfer in dem Staat mit knapp 20 Millionen Einwohnern bei 9385. Das sind etwa die Hälfte der Toten in ganz Italien und knapp 50 Prozent der Opfer in den gesamten Vereinigten Staaten.

Hoffnung machen derweil weiter die sich stabilisierenden Patientenzahlen in Krankenhäusern: Die Zahl der wegen Covid-19 in New Yorker Kliniken untergebrachten Patienten liegt seit Tagen mit nur leichten Steigerungen bei mehr als 18.000.

Angesichts von Rufen nach einer schnellen Wiedereröffnung von Wirtschaft und Gesellschaft bremste Cuomo erneut. Dies werde so schnell wie möglich passieren, dürfe aber keine neue Infektionswelle erzeugen. Der Gouverneur betonte, dass noch keine Entscheidung dazu gefallen sei, ob die Schulen bis zu den Sommerferien Ende Juni geschlossen blieben.

8.03 Uhr: In den USA hat sich die Zahl der Todesfälle durch das neuartige Coronavirus auf mehr als 20.500 erhöht. Wie aus einer Zählung der Johns-Hopkins-Universität vom Samstagabend (Ortszeit) hervorgeht, starben in den vergangenen 24 Stunden 1920 Menschen mit einer Coronavirus-Infektion. Am Tag zuvor hatte die Zahl der neu registrierten Todesfälle bei mehr als 2100 gelegen.

Die USA sind inzwischen das Land mit den meisten registrierten Corona-Todesfällen weltweit. An zweiter Stelle steht Italien mit mehr als 19.000 Todesopfern. Auch bei den Infektionsfällen führen die Vereinigten Staaten die weltweite Statistik an, mehr als 527.000 Menschen haben sich laut der Johns-Hopkins-Universität bereits angesteckt. Zentrum der Pandemie in den USA ist der Bundesstaat New York.

Samstag, 11. April 2020: Zahl der Corona-Toten in USA übertrifft Zahl der Todesfälle in Italien

19.56 Uhr: Die USA und Italien liefern sich ein trauriges Kopf-an-Kopf-Rennen im Hinblick auf die Zahl der Menschen, die an den Folgen einer Infektion mit dem Coronavirus Sars-CoV-2 gestorben sind. Nachdem den Daten des Johns-Hopkins-Instituts zufolge die Todesfälle in den USA erstmals die Zahl der Corona-Toten in Italien übertroffen hatten, meldeten italienische Behörden kurz darauf einen neuen Höchststand.

In Italien wurden demnach seit dem Beginn der Corona-Welle im Februar 19.468 Todesfälle verzeichnet, im Gegensatz zu 18.860 Todesfällen in den USA. Kurz veröffentlichte aber auch das Johns-Hopkins-Institut aktuelle Zahlen aus den USA – die mit 19.701 Todesfällen wiederum höher lagen als die Zahlen aus Italien.

18.05 Uhr: Die Coronavirus-Pandemie in den USA wird immer dramatischer: In den Vereinigten Staaten sind nun mehr Menschen an Folgen einer Infektion mit dem Coronavirzs Sars-CoV-2 gestorben als in Italien – das Johns-Hopkins-Institut gab die Zahl der Verstorbenen am frühen Samstagabend deutscher Zeit mit 18.860 an. Die Zahl der Corona-Toten in Italien liegt demnach bei 18.849 Uhr (Stand: 18.05 Uhr).

In den USA haben sich bereits mehr als 500.000 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Besonders stark ist die Region rund um die Metropole New York an der Ostküste der USA von der Pandemie betroffen.

17.12 Uhr: 2,3 Millionen Menschen sitzen in US-Gefängnissen ein. In der Covid-19-Pandemie drohen sie zu Todesfallen zu werden. Lesen Sie hier: In US-Gefängnissen wächst die Furcht vor dem Coronavirus

2.49 Uhr: Es sind erschreckende Zahlen: In den USA sind innerhalb von 24 Stunden erstmals mehr als 2000 Menschen nach einer Corona-Infektion gestorben. Die Universität Johns Hopkins in Baltimore verzeichnete zwischen Donnerstag- und Freitagabend (Ortszeit) 2108 Tote.

Es ist der höchste Anstieg an verzeichneten Toten binnen eines Tages in einem Land seit Beginn der globalen Pandemie.

Freitag, 10. April 2020: Trump will Ankündigung zu WHO machen

21.42 Uhr: Der Höhepunkt der Coronavirus-Krise ist in den USA nach Experteneinschätzung noch nicht erreicht. Fachleute aus der Regierungs-Arbeitsgruppe zur Corona-Pandemie sagten am Freitag bei einer Pressekonferenz im Weißen Haus, es gebe zwar ermutigende Zeichen, aber es sei längst nicht an der Zeit für eine Entwarnung.

Damit widersprechen sie Präsident Trump. Dieser hatte am Donnerstagabend gesagt, er sei sicher, dass die USA sich auf dem Gipfel des Hügels befinden würden. „Wir haben den Höhepunkt noch nicht erreicht“, sagte hingegen die Koordinatorin der Corona-Arbeitsgruppe des Weißen Hauses, Deborah Birx.

Die Bevölkerung habe sich die Richtlinien zur Beschränkung sozialer Kontakte sehr zu Herzen genommen, und dies zeige Wirkung. Auch sei die Todesrate in den USA durch das Coronavirus mit Blick auf die Bevölkerungsgröße geringer als in vielen anderen Ländern. Man dürfe aber nicht nachlassen mit den Bemühungen.

Der Immunologe und Präsidentenberater, Anthony Fauci, mahnte ebenfalls, trotz der Erfolge, die Ausbreitung des Virus einzudämmen, sei es nicht an der Zeit nachzulassen. US-Vizepräsident Mike Pence rief die Amerikaner auf, den Richtlinien weiter zu folgen – auch trotz der Oster-Feiertage.

13.27 Uhr: Während die führenden protestantischen Kirchen und die römisch-katholische Kirche seit Wochen herkömmliche Gottesdienste ausgesetzt haben, wächst im Sammelbecken der Evangelikalen der Widerstand gegen staatliche Reglementierung – eine Oster-Geschichte mit Ansteckungsgefahr.

Todesopfer des Coronavirus: Drohenbilder zeigen Massengräber auf Hart Island

12.45 Uhr: Es sind dramatische Bilder: Aufnahmen einer Drohne zeigen, wie auf der New Yorker Insel Hart Island Massengräber ausgehoben werden. Arbeiter in Schutzanzügen stapeln Leichen in einfachen Särgen neben- und übereinander.

Der Landstreifen auf der kleinen Insel gehört zur Bronx und soll als Lösung für vorübergehende Begräbnisse für Corona-Tote dienen. Auf Hart Island werden sonst Menschen beerdigt, deren sterbliche Überreste nicht von Angehörigen beansprucht werden oder die nicht identifizierbar sind.

2.43 Uhr: Neue Zahlen aus den USA: Dort sind am Donnerstag 1783 Menschen nach einer Infektion mit dem Coronavirus gestorben. Die Zahl der Toten stieg damit auf rund 16.500, wie Daten der Universität Johns Hopkins in Baltimore am Donnerstagabend zeigten. Rund 460.000 Infektionen mit dem Erreger Sars-CoV-2 wurden nachgewiesen.

1.33 Uhr: Die USA sind laut Donald Trump auf dem Höhepunkt der Coronavirus-Krise angekommen. „Ich bin ziemlich sicher, dass wir auf dem Gipfel des Hügels sind. Und jetzt gehen wir herunter. In einigen Fällen haben wir diesen Prozess schon begonnen“, sagte Trump am Donnerstagabend.

Vize-Präsident Mike Pence präzisierte: „Es gibt Anzeichen für Fortschritte. Und Hoffnung wird sichtbar.“ Trump zeigte sich optimistisch, dass weniger Menschen in der Krise sterben könnten als mindestens erwartet worden waren. Er sprach von einem Niveau, das niedriger liegen könnte als 100.000.

An zwei Tagen in Folge waren zuletzt fast 2000 Menschen nach einer Infektion mit dem Erreger Sars-CoV-2 gestorben.

Donnerstag, 9. April 2020: Coronavirus in den USA – Wieder fast 2000 Tote

20.30 Uhr: Volkswagen will wegen der Produktionspause aufgrund der Corona-Krise die meisten Mitarbeiter in seinem US-Werk in Tennessee ohne Lohn beurlauben. Die Maßnahme soll am 11. April beginnen und nach derzeitiger Planung nicht länger als vier Wochen andauern, wie Werkschef Tom du Plessis am Donnerstag in Chattanooga mitteilte. VW hatte die Bänder wegen der Pandemie bereits am 21. März angehalten, die Beschäftigten aber zunächst weiter voll bezahlt.

Sozialleistungen wie Beiträge zur Krankenversicherung sollen die Mitarbeiter auch während der Beurlaubung weiter erhalten. Werksleiter du Plessis wies zudem darauf hin, dass die Angestellten Anrecht auf Unterstützung aus einem Hilfsprogramm der US-Regierung haben. Kurzarbeitergeld wie in Deutschland gibt es in den USA nicht. In Chattanooga sind insgesamt rund 3800 Mitarbeiter beschäftigt, beurlaubt werden alle, die in der Produktion und Instandhaltung tätig sind.

19.07 Uhr: Die Zahl der Coronavirus-Toten im US-Bundesstaat New York steigt immer stärker an. Wie Gouverneur Andrew Cuomo am Donnerstag sagte, starben innerhalb eines Tages 799 Menschen an den Folgen einer Infektion – die höchste bislang gemeldete Zahl. Am Vortag waren 779 Menschen ums Leben gekommen, am Tag davor 731. Insgesamt verzeichnete New York damit bislang 7067 Coronavirus-Tote und fast 160.000 Infizierte.

Cuomo betonte allerdings auch, dass die Zahl der Patienten, die mit Covid-19 ins Krankenhaus müssten, zurückgehe. Die Zahl der Krankenhauspatienten sei netto um 200 gestiegen. „Das ist die niedrigste Zahl, seitdem dieser Albtraum begonnen hat.“ Die Infektionskurve flache zwar ab, die Anstrengungen zur Eindämmung des Virus dürften aber nicht nachlassen, mahnte der Gouverneur. „Wir können uns nicht entspannen.“ Er appellierte an die Bevölkerung, weiterhin so wenig wie möglich das Haus zu verlassen.

Coronavirus-Restriktionen: Debatte über Lockerungen auch in den USA

18.13 Uhr: Wie auch in Deutschland gewinnt in den USA die Debatte über eine künftige Lockerung der strengen Corona-Schutzmaßnahmen an Fahrt. Der oberste US-Virologe Anthony Fauci sagte am Donnerstag im US-Sender CBS, würden die Maßnahmen den April über strikt durchgezogen, sei anschließend eine schrittweise „Normalisierung“ möglich. So gebe es gute Chancen, dass die US-Bürger an ihren Plänen für die Sommerferien festhalten könnten.

Zugleich warnte der Leiter des Nationalen Instituts für Allergien und Infektionskrankheiten, eine Rückkehr zur Normalität sei nicht das Gleiche wie einen „Lichtschalter an- und auszuschalten“. Die Lockerung von Maßnahmen wie den Ausgangsbeschränkungen müsse sich nach den regionalen Gegebenheiten richten. So sei die Lage in der besonders betroffenen Großstadt New York ganz anders als in vielen Regionen im Landesinneren.

Auch müssten Vorkehrungen getroffen werden, um ein künftiges Wiederaufflammen der Epidemie zu verhindern, betonte Fauci. So müssten „aggressive und effektive“ Maßnahmen ergriffen werden, um künftige Infektionsfälle zu erkennen, Patienten zu isolieren und deren Kontaktpersonen zu identifizieren.

17 Uhr: Die wirtschaftlichen Auswirkungen der Coronavirus-Krise in den USA werden immer dramatischer. In der vergangenen Woche meldeten sich 6,6 Millionen Menschen neu arbeitslos, wie das US-Arbeitsministerium am Donnerstag mitteilte. Damit haben binnen drei Wochen fast 17 Millionen Menschen in den USA ihren Job verloren. Die US-Notenbank Fed legte ein Notfallprogramm in Höhe von 2,3 Billionen Dollar auf.

Die tatsächliche Zahl der Arbeitslosen könnte noch höher sein: Die Behörden sind angesichts der Vielzahl an Erstmeldungen vollkommen überlastet. Viele Arbeitslose haben deswegen Schwierigkeiten, ihren Antrag einzureichen. Die Pandemie hat die Wirtschaftsaktivität in vielen Branchen weitgehend zum Erliegen kommen lassen. Zahlreiche Betriebe mussten zumindest vorübergehend schließen.

15.48 Uhr: Die EU hat die Weltgesundheitsorganisation WHO nach der scharfen Kritik von US-Präsident Donald Trump verteidigt. „Die EU unterstützt ihre wichtige Arbeit voll und ganz“, erklärte der EU-Außenbeauftragte Josep Borrell am Donnerstag auf Twitter. „Zusammenarbeit, Solidarität und Multilateralismus sind der Schlüssel für unseren gemeinsamen Erfolg im Kampf gegen das Coronavirus.“

Der US-Präsident hatte der UN-Sonderorganisation am Dienstag massive Versäumnisse im Kampf gegen das Coronavirus und „China-Zentrismus“ vorgeworfen, obwohl die USA der größte Beitragszahler seien. Die WHO habe im Kampf gegen das Virus eine „fehlerhafte Empfehlung“ abgegeben. Er werde ein Ende der Zahlungen prüfen, sagte Trump.

Coronavirus in den USA: Offenbar von Reisenden aus Europa eingeschleppt

14.18 Uhr: Hauptsächlich Reisende aus Europa und nicht aus Asien haben das Coronavirus Sars-CoV-2 Studien zufolge in den Großraum der US-Metropole New York gebracht. Zudem zirkulierte das Virus bereits seit Mitte Februar und damit Wochen, bevor der erste bestätigte Infektionsfall bekannt wurde, wie die Zeitung „The New York Times“ am Mittwoch (Ortszeit) berichtete.

Die Stadt New York und der gleichnamige Bundesstaat sind in den USA besonders heftig von der Corona-Pandemie getroffen. Mehr als 6200 der bisher US-weit mehr als 14.800 Toten gab es dort.

US-Präsident Donald Trump hatte Ende Januar Ausländern die Einreise verboten, sofern sie sich zuvor in China aufgehalten hatten – dort liegt der erste bekannte Ausbruchsort des Virus. Im Februar schloss Italien erste Städte und Gemeinden. Am 11. März verkündete Trump auch ein zwei Tage später in Kraft tretendes Verbot der Einreise aus den meisten europäischen Ländern; zu dem Zeitpunkt waren der Zeitung zufolge bereits Reisende in New York mit dem Virus angekommen.

6.15 Uhr: In den USA sind den zweiten Tag in Folge fast 2000 Menschen nach einer Infektion mit dem neuartigen Coronavirus gestorben. Insgesamt belief sich die Zahl der Toten in dem Land auf 14.817, wie kurz nach Mitternacht am Donnerstag (Ortszeit) aus den Daten der Universität Johns Hopkins in Baltimore hervorging. 24 Stunden zuvor hatte die Universität die Zahl der Toten noch mit 12.907 ausgewiesen. Den Angaben nach wurden bereits mehr als 430.000 Infektionen mit dem Erreger Sars-CoV-2 nachgewiesen.

Mittwoch, 8. April 2020: Coronavirus in den USA – 779 Tote in New York an einem Tag

20.41 Uhr: Gouverneur Cuomo hat angeordnet, die Flaggen im Bundesstaat New York auf halbmast zu hängen. Er verglich die dramatische Situation in der Coronavirus-Krise mit den Terroranschlägen vom 11. September 2001, bei denen in New York knapp 2800 Menschen starben. Er hätte niemals gedacht, dass er noch einmal so eine große Katastrophe in seinem Leben sehen werde, sagte der Gouverneur.

19.47 Uhr: Nach Kritik von US-Präsident Trump hat UN-Generalsekretär António Guterres die Arbeit der Weltgesundheitsorganisation WHO in der Corona-Krise verteidigt. Zugleich stellte er aber auch eine Untersuchung zu späterer Zeit in Aussicht. „Es ist meine Überzeugung, dass die WHO unterstützt werden muss, denn sie ist absolut notwendig für die Anstrengungen der Welt, den Kampf gegen Covid-19 zu gewinnen“, sagte Guterres laut Mitteilung am Mittwoch in New York.

Trump hatte Sonderorganisation der Vereinten Nationen im Gesundheitsbereich zuvor mit einem Stopp von Beitragszahlungen gedroht, weil die WHO es in der Coronavirus-Pandemie „wirklich vermasselt“ habe. „Dieses Virus hat es zu unseren Lebzeiten noch nicht gegeben und wir müssen darauf eine noch nie dagewesene Antwort geben“, sagte UN-Chef Guterres. „Natürlich ist es unter solchen Bedingungen möglich, dass dieselben Fakten von verschiedenen Einheiten verschieden interpretiert worden sind.“

18.59 Uhr: Mehr als 400.000 Coronavirus-Infektionen sind bislang in den USA nachgewiesen worden. Das ging am Mittwoch aus Daten der Universität Johns Hopkins in Baltimore hervor. Rund 13.000 Infizierte starben demnach in den USA.

18.47 Uhr: Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat die Vorwürfe und Drohungen von US-Präsident Trump gegen die UN-Organisation mit einem dramatischen Appell gekontert. Das Coronavirus für politische Zwecke zu missbrauchen, sei das Schädlichste, was jetzt passieren könne, sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus am Mittwoch in Genf. Es gehe um nationale Einheit, das Arbeiten über ideologische und Parteigrenzen hinweg und schließlich um internationale Solidarität. „Das Schlimmste steht uns noch bevor, wenn wir uns nicht beeilen, Einigkeit sicherzustellen“, warnte der WHO-Chef.

18.31 Uhr: Im Bundesstaat New York sind inzwischen mehr als 6268 Menschen an den Folgen einer Covid-19-Erkrankung gestorben. Das ist ein Anstieg um 779 Coronavirus-Tote in 24 Stunden – der höchste bislang, wie Gouverneur Andrew Cuomo am Mittwoch mitteilte. Am Vortag waren 731 Menschen gestorben – der bis dahin stärkste Anstieg.

Cuomo verwies aber zugleich auf Fortschritte im Kampf gegen die Ausbreitung des Virus: Es gelinge, die Infektionskurve abzuflachen, sagte Cuomo. Rund 140.000 Infektionen sind in dem Bundesstaat an der Ostküste bisher nachgewiesen worden.

14.26 Uhr: Die Führung der Demokraten im US-Kongress will das jüngst beschlossene riesige Corona-Konjunkturpaket um 500 Milliarden US-Dollar (460 Milliarden Euro) aufstocken. Die Regierung schlägt bislang eine Erhöhung um 250 Milliarden Dollar vor, um damit ein Kreditprogramm für kleinere und mittlere Unternehmen auszubauen.

Die Vorsitzende des Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi, und der demokratische Minderheitsführer im Senat, Chuck Schumer, erklärten am Mittwoch, zusätzlich brauche es noch 100 Milliarden Dollar zur Stärkung des Gesundheitswesens und 150 Milliarden Dollar, um Kommunen und Bundesstaaten angesichts drastischer Einnahmeausfälle zu helfen.

„Die Menschen in Amerika müssen wissen, dass ihre Regierung in Zeiten großer Not für sie da ist“, erklärten Pelosi und Schumer. Das Ende März beschlossene große Konjunkturpaket hatte bereits ein Volumen von rund 2,2 Billionen Dollar. Damit soll die von der Corona-Epidemie ausgelöste Wirtschaftskrise abgefedert werden.

7.48 Uhr: Die Corona-Krise trifft in den USA überproportional viele Afro-Amerikaner. US-Präsident Trump steht deswegen zunehmend unter Druck. Lesen Sie hier, warum das schwarze Amerika besonders leidet.

7.24 Uhr: In den USA sind an einem Tag fast 2000 Menschen nach einer Infektion mit dem Coronavirus gestorben. Das ging am Mittwoch kurz vor Mitternacht (Ortszeit) aus den Daten der amerikanischen Universität Johns Hopkins für den Dienstag hervor. Mit genau 1921 Toten binnen 24 Stunden war dies der bisher höchste Anstieg innerhalb eines Tages seit Beginn der Krise. Fast 13.000 Menschen starben damit in den USA bisher nach einer Infektion mit dem Virus Sars-CoV-2. Die Zahl der bekannten Infektionen lag Johns Hopkins zufolge bei gut 399.000.

Dienstag, 7. April 2020: Coronavirus in den USA – Zwölf Tote bei New Yorker Polizei

21.21 Uhr: Wegen der Coronavirus-Krise will die US-Regierung geplante Hilfen für kleine und mittlere Unternehmen um 250 Milliarden Dollar (rund 230 Milliarden Euro) erhöhen. US-Finanzminister Steve Mnuchin schrieb auf Twitter, er habe mit Anführern von Republikanern und Demokraten im Kongress über die zusätzlichen Finanzmittel beraten. Kleine und mittlere Unternehmen müssten an das Geld kommen, das sie zum Überleben benötigten.

19.01 Uhr: Ein ranghoher Berater von US-Präsident Donald Trump hat Medienberichten zufolge bereits Ende Januar vor einer Coronavirus-Pandemie gewarnt, in deren Folge Hunderttausende Amerikaner ums Leben kommen könnten. Die Bevölkerung in den USA wäre dem Virus „schutzlos“ ausgeliefert, weil es bislang weder Immunität noch eine Impfung dagegen gebe, schrieb Trumps Handelsberater Peter Navarro demnach an den Nationalen Sicherheitsrat des Weißen Hauses. Trump selbst beteuerte noch bis Anfang März öffentlich, das Virus sei für die USA kein Grund zur Sorge.

„Dieser fehlende Schutz erhöht das Risiko, dass das Coronavirus zu einer vollständigen Pandemie wird, die das Leben von Millionen Amerikanern gefährden könnte“, schrieb Navarro der „New York Times“ zufolge in dem Memorandum vom 29. Januar. Bei einem ungünstigen Verlauf könnten in den USA mehr als eine halbe Million Menschen an den Folgen einer solchen Epidemie sterben, hieß es demnach weiter. Navarro forderte deshalb, keine Einreisen aus China mehr zuzulassen.

In einem zweiten Schreiben an Trump vom 23. Februar warnte Navarro, bis zu 100 Millionen Amerikaner könnten sich mit dem neuartigen Coronavirus infizieren und bis 1,2 Millionen Menschen könnten sterben. Dadurch würde wirtschaftlicher Schaden in Höhe von Billionen US-Dollar entstehen, warnte Navarro der Webseite „Axios“ zufolge. Ein ranghoher Beamter erklärte demnach, viele in der Regierung seien zunächst in Bezug auf Navarros Schreiben skeptisch gewesen, zumal er für eine sehr harte Linie im Umgang mit China bekannt sei.

17.50 Uhr: US-Präsident Donald Trump hat der Weltgesundheitsorganisation (WHO) im Umgang mit dem Coronavirus Versagen und übermäßige China-Hörigkeit vorgeworfen. Die Organisation habe es „wirklich vermasselt“, schrieb Trump am Dienstag auf Twitter. Obwohl die USA einen großen Teil des WHO-Budgets zahlten, sei die Organisation zu sehr auf China ausgerichtet. „Wir werden uns das gut ansehen“, schrieb er weiter. Die Empfehlung der WHO, die Grenzen nicht für Reisende aus China zu schließen, sei „falsch“ gewesen. „Wieso gaben sie uns so eine falsche Empfehlung?“, fragte Trump.

Im von Trump geschätzten konservativen Nachrichtensender Fox News kritisierten mehrere Experten zuletzt, dass die in Genf ansässige WHO im Bann Chinas stehe. Die Organisation hätte die Welt früher und drastischer warnen müssen, argumentierten sie. Zudem stieß ihnen übel auf, dass die WHO China wiederholt für den Umgang mit der eigenen Epidemie des neuartigen Coronavirus gelobt hatte.

New Yorker Polizei stark von Corona-Epidemie betroffen

17.43 Uhr: Die New Yorker Polizei ist von der Corona-Pandemie schwer betroffen. Mindestens zwölf Mitarbeiter seien bereits in Zusammenhang mit mutmaßlichen Coronavirus-Infektionen gestorben, berichtete der Nachrichtensender CNN am Dienstag. Mehr als 2000 weitere Mitarbeiter seien mit dem Erreger Sars-CoV-2 infiziert. Fast 7000 Polizeibeamte hätten sich aus den unterschiedlichsten Gründen krank gemeldet und könnten derzeit nicht zum Dienst erscheinen, das seien rund 20 Prozent der uniformierten Einsatzkräfte des NYPD.

Bürgermeister Bill de Blasio betonte allerdings bei einer Pressekonferenz, die Situation bessere sich allmählich. Immer mehr Polizisten würden sich nach überstandenen Krankheiten zurück zum Dienst melden. Es gebe derzeit keine Überlegungen, Aushilfs-Einsatzkräfte anzufordern. „Wir haben die Situation mit dem sehr großen Kader, den das NYPD hat, im Griff.“ Die New Yorker Polizeibehörde ist mit rund 50.000 Mitarbeitern die größte des Landes.

14.59 Uhr: 1343 Menschen sind innerhalb von 24 Stunden nach einer Coronavirus-Infektion in den USA gestorben: Das ging am Dienstag aus der Daten-Erhebung der der amerikanischen Universität Johns Hopkins für den Montag hervor. Am Sonntag waren es noch rund 1200 Tote gewesen.

Die USA haben damit die höchste Infektionszahl aller Länder. Die Fallzahlen lassen sich wegen der unterschiedlichen Testquote und erwarteten hohen Dunkelziffer jedoch nur begrenzt vergleichen.

5.14 Uhr: Trotz der Corona-Krise soll es im US-Bundesstaat Wisconsin an diesem Dienstag nun doch die geplante Vorwahl geben. Das Oberste Gericht habe die angeordnete Verschiebung durch Gouverneur Tony Evers aufgehoben, schrieb der Vorsitzende der Demokratischen Partei in Wisconsin, Ben Wikler, am Montagabend (Ortszeit) auf Twitter. „Tausende werden aufwachen und müssen sich entscheiden, ob sie ihr Wahlrecht ausüben oder gesund und sicher bleiben wollen“, erklärte Gouverneur Evers. Das Urteil lasse zu, dass die Wahl wie geplant laufe – gegen den Rat von Gesundheitsexperten und mit einem „extremen Risiko“ für die Öffentlichkeit. Lesen Sie hier: Die Corona-Krise legt auch Joe Biden weitgehend lahm

Trump: „Am Ende dieses Tunnels ist gewaltiges Licht“

4.13 Uhr: Der Kampf gegen das Coronavirus geht nach Angaben von US-Präsident Donald Trump in den USA in dieser Woche in eine „entscheidende und schwierige Phase“. „Wir werden eine harte Woche haben, wir werden vielleicht etwas mehr als eine harte Woche haben“, sagte Trump am Montagabend (Ortszeit) bei einer Pressekonferenz im Weißen Haus. „Aber am Ende dieses Tunnels ist gewaltiges Licht.“

Er hob die Bundesstaaten New York und New Jersey hervor – dort ist die Situation besonders angespannt. „Wir werden dieses Virus schlagen, wir werden es zusammen schlagen“, sagte Trump.

Der Direktor des Nationalen Instituts für Infektionskrankheiten, der Virologe Anthony Fauci, zeigte sich angesichts des Rückgangs der Zahl der neu in den Krankenhäusern in New York aufgenommenen Patienten und der Zahl der dort Intubierten vorsichtig optimistisch.

„Das ist die Art von guten Zeichen, nach denen man sucht“, sagte er. „Man fängt nicht mal an, darüber nachzudenken, vorzeitig einen Sieg zu verkünden, aber das ist das erste, was man sieht, wenn man die Wende sieht.“ Es bleibe noch viel zu tun. „Wir müssen realisieren, dass das trotz all des Leidens und des Todes ein Hinweis darauf ist, dass das, was wir getan haben, funktioniert hat.“ Jetzt gelte es, damit weiterzumachen, um aus der Krise herauszukommen.

Montag, 6. April 2020: Coronavirus in den USA – Mehr als 1200 Tote binnen 24 Stunden

21.02 Uhr: Der Gouverneur von Wisconsin, Tony Evers, hat in letzter Minute eine Verschiebung der ursprünglich für Dienstag geplanten Vorwahl in dem Bundesstaat angeordnet. Demnach soll die Abstimmung auf den 9. Juni verlegt werden. Am Dienstag soll nach Evers’ Plänen das Parlament in Wisconsin über die Terminänderung beraten.

Bereits zuvor hatte es zwischen Demokraten und Republikanern in dem Bundesstaat hitzige Diskussionen über eine mögliche Verschiebung der Wahl gegeben. Evers beklagte, es habe keine parlamentarische Lösung gegeben, daher habe er sich für die Verordnung entschieden. „Ich kann nicht guten Gewissens zusehen und nichts tun“, sagte Evers zu dem kurzfristigen Schritt. Er sei verpflichtet, die Sicherheit der Menschen zu gewährleisten.

Zuvor hatten bereits diverse andere Bundesstaaten ihre ursprünglich für März und April angesetzten Abstimmungen wegen der Pandemie auf einen späteren Zeitpunkt verschoben.

20.12 Uhr: In den USA sind inzwischen mehr als 10.000 Coronavirus-Tote zu beklagen. Die Zahl der bekannten Infektionen stieg bis Montag auf 347.000, deutlich mehr als in jedem anderen Land der Welt. Das geht aus Daten der amerikanischen Universität Johns Hopkins hervor.

Die USA, ein Land mit 330 Millionen Einwohnern, sind gemessen an den absoluten Zahlen der nachgewiesenen Infizierten am stärksten von der Corona-Krise betroffen. Die Fallzahlen in einzelnen Ländern lassen sich wegen der unterschiedlichen Testquote und erwarteten hohen Dunkelziffer jedoch nur begrenzt vergleichen.

130.000 Coronavirus-Infektionen in New York

18.05 Uhr: Allein im Bundesstaat und der Millionenmetropole New York sind bislang mehr als 130.000 Coronavirus-Infektionen nachgewiesen worden. Wie Gouverneur Andrew Cuomo am Montag bekannt gab, sei die Zahl der Coronavirus-Toten auf 4758 gestiegen. Es sei der zweite Tag in Folge, in dem die Zahl der binnen 24 Stunden gestorbenen New Yorker um die 600 lag.

Cuomo ermahnte die Bürgerinnen und Bürger, sich weiter an die Kontaktbeschränkungen zu halten. Es sei noch nicht die Zeit, die Maßnahmen zu lockern. Es gehe nicht nur um ihr eigenes, sondern auch um das Leben anderer.

10.32 Uhr: Sängerin Pink hatte nach eigenen Angaben Angst um ihren mit dem Coronavirus erkrankten Sohn Jameson (3). „Es gab viele Nächte, in denen ich geweint habe, und ich habe noch nie in meinem Leben mehr gebetet“, sagte die Mutter von zwei Kindern, wie das US-Promimagazin „People“ am Sonntag (Ortszeit) berichtete.

Ihr Sohn sei „sehr, sehr krank“ gewesen. Er habe „das Schlimmste davon gehabt“, sagte Pink über die Erkrankung Covid-19. Sie habe drei Wochen jeden Tag die Symptome ihres Sohns aufgeschrieben. „Es war für uns beide eine Achterbahnfahrt“, sagte Pink. Es gebe niemanden, der vor dem Coronavirus sicher sei. So sei auch nicht garantiert, dass Kinder davon verschont blieben.

Die Sängerin war nach eigenen Angaben selbst positiv auf das neue Coronavirus getestet worden. Ihr Mann Carey Hart und ihre achtjährige Tochter Willow dagegen seien beide gesund geblieben. Sie selbst und ihr Sohn seien mittlerweile negativ auf das Virus getestet, schrieb Pink auf Instagram.

Coronavirus-Krise: USA weisen Vorwurf der Konfiszierung von Schutzmasken zurück

10.21 Uhr: Die USA haben Vorwürfe zurückgewiesen, sie hätten für die Berliner Polizei bestimmte Schutzmasken in die USA umgeleitet. „Die Regierung der Vereinigten Staaten hat nichts unternommen, um für Deutschland bestimmte 3M-Lieferungen umzuleiten, noch wussten wir irgendetwas von solchen Sendungen“, sagte ein Sprecher der US-Botschaft in Berlin.

„Die USA arbeiten mit ihren Partnern und Verbündeten solidarisch daran, humanitäre Hilfe für bedürftige Länder bereitzustellen und alle möglichen Maßnahmen zu ergreifen, die Verbreitung des Coronavirus zu bekämpfen.“ Man sei besorgt „über die allgegenwärtigen Versuche, die internationalen Anstrengungen durch Desinformationskampagnen ohne Angaben von Quellen zu spalten“.

8.15 Uhr: Im Kampf gegen die Corona-Pandemie produziert der US-Computerhersteller Apple jetzt gemeinsam mit Zulieferern Gesichtsschutz für medizinisches Personal. Dies teilte Apple-Chef Tim Cook am Sonntag (Ortszeit) auf Twitter mit. Die erste Lieferung sei vorige Woche an ein Krankenhaus in den USA gegangen, und das Feedback der Ärzte sei sehr positiv gewesen. Künftig sollen davon eine Million pro Woche hergestellt und bald auch über die USA hinaus verteilt werden. Der Schutz ist durchsichtig und bedeckt große Teile des Gesichts.

7.27 Uhr: Die Schauspielerin und Sängerin Rita Wilson ist erstmals nach ihrer Coronavirus-Infizierung wieder aufgetreten. Das berichtet „CNN“. Wilson sang die Nationalhymne bei einem Autorennen in Bristol. Dies war ihr erster öffentlicher Auftritt seit sie und ihr Ehemann Tom Hanks vor rund vier Wochen in Australien bekannt gaben, sich mit dem Coronavirus infiziert zu haben.

Trump fordert Amerikaner auf, für Krankenschwestern und Ärzte zu beten

3.46 Uhr: In den USA nähert sich die Zahl der Todesopfer der Coronavirus-Pandemie der Marke von 10.000 an. Binnen 24 Stunden starben weitere mehr als 1200 Menschen an der Infektion, wie am Sonntag aus der Statistik der Johns-Hopkins-Universität in Baltimore hervorging. Die Gesamtzahl der Todesopfer in den USA stieg bis zum Abend (Ortszeit) auf 9633. Die Zahl der verzeichneten Corona-Infektionsfälle wuchs auf mehr als 337.200.

Der Aufseher der US-Gesundheitsdienste, Jerome Adams, warnte, dass auf die Vereinigten Staaten besonders schwere Tage zukämen. Dies werde die „härteste und traurigste Woche“ werden, welche die meisten US-Bürger bisher in ihrem Leben erlebt hätten, sagte Adams im Fernsehsender Fox News.

2.22 Uhr: Ein Tiger in einem Zoo in New York hat sich mit dem Coronavirus infiziert. Die vier Jahre alte Tigerdame Nadia sei positiv auf das Virus getestet worden, teilte der Bronx Zoo am Sonntag mit. „Es ist – unseres Wissen nach – das erste Mal, dass ein wildes Tier sich durch einen Menschen mit Covid-19 angesteckt hat“, sagte der leitende Tierarzt des Zoos, Paul Calle, dem Magazin „National Geographic“

Nadia gehört zur Gattung des Malaysia-Tigers. Auch ihre Schwester Azul, zwei Sibirische Tiger und drei afrikanische Löwen im Zoo der Bronx zeigten den Angaben zufolge mögliche Symptome des Coronavirus. Sie litten unter trockenem Husten und schwachem Appetit. Die Wildlife Conservation Society zeigte sich aber zuversichtlich, dass sich die Großkatzen und Löwen vollständig erholen werden. Mehr dazu hier: Coronavirus: Tiger im New Yorker Bronx Zoo infiziert

Sonntag, 5. April 2020: Coronavirus – Trump schwört USA auf harte Zeiten ein

20.07 Uhr: Der Parteitag der US-Demokraten zur Nominierung des Präsidentschaftskandidaten könnte nach Ansicht des Favoriten Joe Biden „virtuell“ abgehalten werden. „Wir können möglicherweise nicht 10.000, 20.000, 30.000 Menschen an einem Ort zusammenbringen“, falls die Coronavirus-Pandemie bis Mitte August nicht eingedämmt worden sei, sagte Biden am Sonntag dem Sender ABC.

Wegen der Coronavirus-Pandemie war der Parteitag bereits von Juli auf Mitte August verschoben worden. Bei dem Treffen soll der Herausforderer von US-Präsident Donald Trump bei der Wahl im November gekürt werden.

Das Präsidentschaftsrennen der US-Demokraten ist inzwischen zu einem Duell zwischen Ex-Vizepräsident Biden und dem linksgerichteten Senator Bernie Sanders geworden. Biden ist zwar klarer Favorit; Wahlkampf und Vorwahlen sind wegen der Coronavirus-Pandemie aber faktisch zum Erliegen gekommen. Beide Bewerber sitzen in ihren Häusern fest.

Biden sagte dem Sender ABC, falls er während der Pandemie öffentlich auftreten sollte, würde er den Rat der US-Gesundheitsbehörden befolgen und eine Maske tragen. US-Präsident Trump hatte den Bürgern am Freitag das Tragen einer Maske empfohlen, es für sich selbst aber ausgeschlossen. „Er mag es vielleicht nicht, wie er mit Maske aussieht, aber im Grunde genommen sollte man der Wissenschaft folgen“, sagte Biden.

• Hintergrund: Darum gefährdet die Corona-Krise Trumps Widerwahl

18.06 Uhr: Der US-Bundesstaat New York hat erneut einen drastischen Anstieg der Corona-Todesfälle verzeichnet. 594 Menschen seien binnen 24 Stunden an Covid-19 gestorben, sagte am Sonntag Gouverneur Andrew Cuomo. Insgesamt gebe es nun 4159 Tote. Die meisten Infizierten starben in der Ostküstenmetropole New York City.

Am Samstag hatte der Bundesstaat noch 630 neue Todesfälle binnen eines Tages gemeldet. Es sei noch zu früh, um zu beurteilen, ob die leichte Abschwächung des Anstiegs statistisch relevant sei, sagte Cuomo.

17.44 Uhr: Rechenmodelle zur Ausbreitung und zu den Folgen der Corona-Krise in den USA verheißen nichts Gutes. Donald Trumps wichtigste Berater in der Krise, Deborah Birx und Anthony Fauci, halten es für möglich, dass bereits Mitte April die Zahl der Todesfälle auf 2600 ansteigen wird – pro Tag. Demnach hätten die USA bis Juni mit 90.000 Toten zu rechnen, also fast doppelt so viele, wie sie im Vietnamkrieg zu beklagen hatten.

Wissenschaftler und Ärzte haben indes nicht nur im Kampf gegen die Pandemie viel zu tun – sondern auch mit den verbalen Aufräumarbeiten, die durch viele falsche und irreführende Aussagen ihres Präsidenten nötig werden. Lesen Sie hier den jüngsten Bericht unseres USA-Korrespondenten: „Wie Donald Trump die Corona-Katastrophe verschlimmert“

Trump schwört US-Bürgerinnen und -Bürger auf harte Zeiten in der Corona-Krise ein

4.10 Uhr: Der Ostküstenstaat New York und die gleichnamige Metropole sind derzeit am schlimmsten von der Coronavirus-Epidemie betroffen. Dort gab es bislang rund 113.000 bekannte Infektionen und rund 3600 Tote. Gouverneur Andrew Cuomo erklärte, es werde händeringend daran gearbeitet, sich auf den bevorstehenden Höhepunkt der Epidemie vorzubereiten.

„Je mehr Zeit wir haben, die Kapazität des Systems zu verbessern, desto besser“, sagte er vor Journalisten. Er hoffe, dass New York die Epidemie dank der ergriffenen Schutzmaßnahmen bald überstehen könne. „Ich will, dass das alles vorbei ist“, sagte er.

3.05 Uhr: US-Präsident Donald Trump hat die Vereinigten Staaten angesichts steigender Opferzahlen der Coronavirus-Epidemie auf harte Zeiten eingeschworen. Es werde in den nächsten zwei Wochen „viele Tote geben, leider“, sagte Trump am Samstagabend (Ortszeit) im Weißen Haus. Die kommende und die darauffolgende Woche würden vermutlich die schlimmsten sein, sagte Trump.

Allein am Samstag kamen in den USA der Universität Johns Hopkins zufolge mehr als 1000 Menschen infolge der Lungenerkrankung Covid-19 ums Leben. Die Zahl der bekannten Infektionen überschritt die Marke von 300.000 – deutlich mehr als in jedem anderen Land der Welt.

Samstag, 4. April 2020: New York in Corona-Krise vor entscheidender Woche

19.02 Uhr: Im Bundesstaat New York sind binnen 24 Stunden 630 infizierte Menschen gestorben. Dies sei der höchste Anstieg der Opferzahl innerhalb eines Tages, sagte Gouverneur Andrew Cuomo am Samstag. Insgesamt starben in dem Bundesstaat inzwischen 3565 Menschen an der von dem Virus ausgelösten Lungenkrankheit Covid-19.

Die Zahl der Infizierten in dem Bundesstaat erhöhte sich auf knapp 114.000, das sind nur rund 6000 weniger als in ganz Italien. Mit insgesamt mehr als 278.000 Infizierten sind die USA das Land mit den meisten Ansteckungsfällen weltweit. Alleine in New York City gibt es mehr als 63.000 Corona-Fälle. Nach Angaben von Gouverneur Cuomo haben sich 85.000 Freiwillige gemeldet, um den Kampf gegen das Coronavirus in dem Bundesstaat zu unterstützen.

7.08 Uhr: Die US-Regierung rät entgegen der bislang geltenden Richtlinien nun auch zum Tragen von Gesichtsmasken als Maßnahme gegen die Ausbreitung des Coronavirus. „Das ist freiwillig“, sagte US-Präsident Donald Trump am Freitagabend (Ortszeit) bei seiner täglichen Pressekonferenz im Weißen Haus.

Die Empfehlung gelte für Masken aus Stoff, die man zum Beispiel zu Hause machen könne, nicht aber für medizinische Schutzmasken. Diese müssten dem medizinischen Personal vorbehalten bleiben. Trump betonte, die neue Maßnahme ersetze die bisher empfohlenen Schutzmaßnahmen nicht, sondern ergänze sie.

6.34 Uhr: US-Sängerin Pink hat sich mit dem Coronavirus infiziert. Dies gab die zweifache Mutter am Freitagabend (Ortszeit) auf Instagram bekannt. Vor zwei Wochen hätten sie und ihr dreijähriger Sohn Jameson Anzeichen von Covid-19 gehabt.

Glücklicherweise hätte ihr Arzt schnell einen Test besorgen können, der bei ihr positiv ausfiel. Die ganze Familie habe sich zwei Wochen isoliert, alle seien nun gesund, teilte Pink mit.

Die Sängerin übte scharfe Kritik an Washington, nicht schnell und umfassend für Tests gesorgt zu haben. „Wir müssten Test kostenlos und breitflächig ermöglichen, um unsere Kinder, Familien, Freunde und Gemeinden zu schützen“, fordert der Star.

Sie werde eine Million Dollar für das Gesundheitswesen spenden – zu gleichen Teilen für eine Klinik in Philadelphia, an der ihre Mutter 18 Jahre lang arbeitete, und für eine Krisenkasse der Stadt Los Angeles. Pink dankte den „Helden“ im Gesundheitswesen und ermahnte ihre Fans: „Bitte bleibt Zuhause“. Welche Promis noch mit dem Coronavirus infiziert sind.

1.53 Uhr: Die Zahl der Toten durch die Lungenkrankheit Covid-19 ist innerhalb von 24 Stunden um mehr als 1000 angestiegen. Die Opferzahl lag am Freitagabend (Ortszeit) nach Daten der Johns-Hopkins-Universität bei 7087 – nach 5949 am Abend zuvor. Der traurige Rekord war bis dahin von Italien mit 969 verzeichneten Corona-Toten am 27. März gehalten worden.

Diesen Angaben zufolge sind in den USA inzwischen mehr als 275.000 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Der Höhepunkt der Pandemie wird am 16. April erwartet.

0.25 Uhr: Die USA wollen den Export knapper medizinischer Schutzausrüstung verbieten. Darunter fallen Atemschutzmasken des Typs N95, Operationshandschuhe und andere Produkte.

Donald Trump betonte, wenn bestimmte Länder wie etwa Spanien große Probleme hätten und längerfristige Bestellungen aufgegeben hätten, werde er solche Lieferungen nicht stoppen. Das wäre unfair, sagte der Präsident.

Das US-Unternehmen 3M, das unter anderem Atemschutzmasken herstellt, äußerte sich kritisch zu der Anweisung aus dem Weißen Haus. Diese habe erhebliche humanitäre Auswirkungen für bestimmte Länder. Außerdem könne der Schritt nach sich ziehen, dass andere Staaten ebenfalls den Export solcher Produkte in die USA aussetzten, was in der aktuellen Lage kontraproduktiv wäre.

Freitag, 3. April 2020: Mehr als 100.000 Infizierte in New York

18.27 Uhr: In den USA sind inzwischen rund 35.000 Soldaten für den Kampf gegen das Coronavirus im Einsatz. Etwa 19.700 Soldaten der Nationalgarde unterstützen örtliche Behörden, um die Ausbreitung des Virus einzudämmen, erklärte das Verteidigungsministerium . Weitere 15.000 Soldatinnen und Soldaten der Streitkräfte seien im Auftrag der Katastrophenschutzbehörde Fema damit befasst, Feldlazarette in besonders betroffenen Gebieten zu errichten, hieß es.

Zudem betreibt die US-Marine zwei Lazarettschiffe mit jeweils rund 1000 Besatzungsmitgliedern, die angesichts der Covid-19-Epidemie Krankenhäuser in den Städten New York und Los Angeles entlasten sollen. Innerhalb der US-Streitkräfte gibt es inzwischen knapp 1000 bekannte Infektionen mit dem Virus Sars-CoV-2, weitere 500 bei zivilen Angestellten und Familienangehörigen, wie das Ministerium erklärte.

17.42 Uhr: Im US-Bundesstaat New York gibt es inzwischen mehr als 100.000 bestätigte Infektionen. Die Zahl der Toten sei innerhalb eines Tages um 562 auf fast 3000 angestiegen, sagte Gouverneur Andrew Cuomo. Knapp 15.000 Patienten würden wegen der Lungenerkrankunng derzeit in Krankenhäusern des Bundesstaats behandelt, knapp 4000 davon auf Intensivstationen, sagte Cuomo.

"Wir sterben": Krankenhausmitarbeiter in New York protestieren
Wir sterben - Krankenhausmitarbeiter in New York protestieren

Der Gouverneur bat erneut um mehr Hilfe aus anderen Landesteilen, die derzeit noch nicht so stark vom Virus Sars-CoV-2 betroffen sind. New York sei derzeit „die Speerspitze“ und brauche Hilfe. Sobald sich die Lage beruhige, werde New York anderen stärker betroffenen Landesteilen helfen, versprach Cuomo. Er betonte: „Gegenseitige Hilfe ist die einzige Lösung.“

14.02 Uhr: Wegen der verschleppten Vorsorge für den Pandemie-Fall gerät US-Präsident Trump zunehmend unter Druck. Lesen Sie hier in unserem aktuellen Bericht, welcher Kritik er sich ausgesetzt sieht – und warum ihm das die Wiederwahl kosten könnte.

8.22 Uhr: US-Starmoderatorin Oprah Winfrey (65) hat angekündigt, zehn Millionen US-Dollar (umgerechnet gut neun Millionen Euro) für Corona-Hilfsmaßnahmen zur Verfügung zu stellen. „Ich spende, um Amerikanern während dieser Pandemie in Städten, im ganzen Land und in Gebieten, in denen ich aufgewachsen bin, zu helfen“, schrieb sie am Donnerstag (Ortszeit) auf Twitter.

6.31 Uhr: 1169 Coronavirus-Tote in von 24 Stunden: In den USA ist die bislang weltweit höchste Zahl von Todesfällen durch das neuartige Virus innerhalb eines Landes an einem Tag verzeichnet worden. Nach Angaben der Johns-Hopkins-Universität in Baltimore wurden diese Fälle zwischen Mittwoch 20.30 Uhr US-Ostküstenzeit und der gleichen Uhrzeit am Donnerstagabend registriert. Der traurige Rekord war bislang von Italien mit 969 verzeichneten Corona-Toten am 27. März gehalten worden.

Insgesamt zählte die Johns-Hopkins-Universität bis Donnerstagabend 5926 Todesopfer in den USA. Laut den Prognosen der US-Regierung könnten in den USA zwischen 100.000 und 240.000 Menschen an der von dem Coronavirus ausgelösten Lungenkrankheit Covid-19 sterben.

2.37 Uhr: Über 27 Millionen Amerikaner ohne Krankenversicherung sollen nach dem Willen des Weißen Hauses nicht für eine Behandlung wegen einer etwaigen Covid-19-Behandlung bezahlen müssen. US-Vizepräsident Mike Pence sagte am Donnerstagabend im Weißen Haus: „Wir wollen, dass kein Amerikaner sich Sorgen machen muss darüber, einen Test oder eine Behandlung zu bekommen.“

Präsident Donald Trump habe die Coronavirus-Arbeitsgruppe im Weißen Haus angewiesen, Wege zu finden, wie die Regierung für Behandlungen der nicht krankenversicherten Amerikaner bezahlen könne. Man arbeite an einem Vorschlag für Trump, wie Coronavirus-Hilfsgelder dafür verwendet werden könnten, die Krankenhäuser direkt zu bezahlen.

Donnerstag, 2. April 2020: Corona-Krise in den USA: Zehn Millionen neue Arbeitslose

19.05 Uhr: Der derzeit besonders heftig getroffene US-Bundesstaat New York liefert nach Einschätzung von Gouverneur Andrew Cuomo einen Vorgeschmack darauf, wie sich die Corona-Krise in den gesamten Vereinigten Staaten abspielen wird. „In mancherlei Hinsicht haben wir hier die erste große Begegnung mit dem Virus“, sagte Cuomo am Donnerstag.

New York sei mit seinen rund 19 Millionen Einwohnern ein „Mikrokosmos der USA“, mit der gleichnamigen Millionenmetropole, aber auch „Landkreisen, wo es mehr Kühe als Menschen gibt“. Sich auf dem Land geschützt zu fühlen, sei eine „falsche Sicherheit“.

Insgesamt hätten sich bislang mehr als 92.000 Menschen im Bundesstaat mit dem Erreger Covid-19 angesteckt, rund 52.000 davon in der Millionenmetropole New York. 13.000 Patienten liegen im Bundesstaat deswegen im Krankenhaus. 2373 Menschen starben nach einer Infektion, das sind mehr als 300 neue Todesfälle seit Mittwoch. Modellen zufolge könnte es allein im Bundesstaat New York 16.000 Tote geben, sagte Cuomo.

Coronavirus-Krise: Rekord-Arbeitslosenzahlen im März

18.31 Uhr: Wegen der Coronavirus-Krise verschieben die US-Demokraten ihren für Juli geplanten Parteitag zur Nominierung ihres Präsidentschaftskandidaten. Der Parteitag in Milwaukee im Bundesstaat Wisconsin solle nun in der Woche vom 17. August stattfinden, teilte die Oppositionspartei am Donnerstag mit. Bei der Konferenz soll der Herausforderer von US-Präsident Donald Trump bei der Wahl im November gekürt werden. Favorit ist Joe Biden, aber Bernie Sanders hat sich noch nicht aus dem Rennen zurückgezogen.

17.22 Uhr: Der Virologe Anthony Fauci, Experte in der Coronavirus-Taskforce des Weißen Hauses, ist wegen Drohungen unter Personenschutz gestellt worden. Das bestätigten US-Sicherheitsbehörden am Donnerstag. Bei den Schutzmaßnahmen geht es laut „Washington Post“ nicht nur um Drohungen gegen den Leiter des Nationalen Instituts für Allergien und Infektionskrankheiten – sondern auch um „unwillkommene Kommunikation von glühenden Anhängern“.

Der Mediziner und Berater von Donald Trump tritt regelmäßig an der Seite des Präsidenten vor die Presse und ist wegen seiner klaren Ansagen zu der Pandemie zu einer Art Star geworden. Mit nüchterner Sachlichkeit und schonungsloser Offenheit informiert Fauci die Öffentlichkeit über die Ausbreitung des Virus.

14.59 Uhr: Die Coronavirus-Krise treibt die Arbeitslosenzahlen in den USA massiv in die Höhe. In den letzten beiden März-Wochen meldete sich eine Rekordzahl von rund zehn Millionen Menschen neu arbeitslos. Die bisherige Höchstzahl waren 695.000 Neumeldungen im Oktober 1982. Die Coronavirus-Pandemie hat die wirtschaftliche Aktivität in vielen Branchen weitgehend zum Erliegen kommen lassen.

Coronavirus in den USA: Dramatisch steigende Infektionszahlen

5.23 Uhr: US-Präsident Donald Trump hat die Amerikaner angesichts dramatisch steigender Infektions- und Todeszahlen in der Coronavirus-Krise zum Zusammenhalt aufgerufen. „Ich weiß, dass jeder Amerikaner seine patriotische Pflicht erfüllen und uns dabei helfen wird, einen totalen Sieg zu erringen“, sagte Trump am Mittwochabend (Ortszeit) bei der täglichen Pressekonferenz im Weißen Haus. „Wir greifen das Virus an jeder Front an.“ Trump sagte, seine Regierung erwäge inzwischen auch Reiseeinschränkungen innerhalb der USA, um die Ausbreitung des Coronavirus zu stoppen.

In den USA stieg die Zahl der bestätigten Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus am Mittwoch auf mehr als 200.000 – so viele wie nirgendwo sonst auf der Welt. Das geht aus Daten der Universität Johns Hopkins in Baltimore hervor.

Der US-Sender CNN berichtete, mit mehr als 900 Toten am Mittwoch hätten die USA so viele Opfer wie noch nie an einem Tag verzeichnet. Das Weiße Haus befürchtet nach einer am Dienstag vorgestellten Prognose zwischen 100.000 und 240.000 Tote in den USA durch das Coronavirus – trotz Maßnahmen zur Eindämmung. Diese Schutzmaßnahmen hatte Trump kürzlich bis Ende April verlängert.

Coronavirus-Pandemie – Mehr zum Thema

Mehrere Gründe verkomplizieren die Lage der USA in der Coronavirus-Pandemie: In dem Land mit seinen rund 330 Millionen Einwohnern ist die soziale Absicherung nicht mit der etwa in Deutschland zu vergleichen: Es gibt keine gesetzliche Krankenversicherung. 27,5 Millionen Amerikanerinnen und Amerikaner – etwa 8,5 Prozent der Bevölkerung – sind nicht krankenversichert. Viele weitere haben bei ihren privaten Versicherungen hohe Selbstbeteiligungen und müssen bei jedem Arztbesuch viel Geld bezahlen.

Die Vereinigten Staaten sind zudem das einzige Industrieland der Welt, in dem es keine gesetzlich festgeschriebene Lohnfortzahlung im Krankheitsfall gibt. Viele Firmen bezahlen acht Krankheitstage pro Jahr. Im Niedriglohnsektor bedeutet krank zu sein aber sehr oft, gar kein Geld zu verdienen.

Viele Arbeitnehmer gehen krank zur Arbeit, weil sie sich ein Zuhause-Bleiben nicht leisten können – oder Angst haben, ihren Job zu verlieren. Das wird die weitere Ausbreitung des Coronavirus in den USA genauso begünstigen wie die Tatsache, dass rund elf Millionen Migranten ohne Aufenthaltsgenehmigung im Land leben und aus Angst vor Abschiebung jeden Kontakt mit offiziellen Stellen meiden.

Dazu hat die Coronavirus-Epidemie die wirtschaftliche Aktivität in vielen Branchen weitgehend zum Erliegen kommen lassen. Zahlreiche Betriebe mussten zumindest vorübergehend schließen. Um die wirtschaftlichen und sozialen Folgen der Krise abzufedern, hatte der Kongress ein beispielloses Rettungspaket mit einem Umfang von zwei Billionen Dollar aufgelegt – das größte der US-Geschichte. Es sieht unter anderem Direktzahlungen an US-Bürger vor, eine Ausweitung der Arbeitslosenversicherung und Milliardenkredite für Konzerne sowie kleine und mittlere Unternehmen.

(fmg/dpa/afp)

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