Papst Franziskus wird am Samstag, dem 26. April 2025, beigesetzt. Das Oberhaupt der katholischen Kirche war am vergangenen Ostermontag an den Folgen eines Schlaganfalls gestorben. Die Nachricht hat weltweit Trauer ausgelöst. Bereits in den vergangenen Tagen pilgerten Zehntausende Menschen nach Rom, um sich vom Papst zu verabschieden.

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Hauptstadt Inside von Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion

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Zu der Trauerfeier werden nach Angaben des italienischen Zivilschutzes etwa 200.000 Menschen erwartet. Ab zehn Uhr findet auf dem Petersplatz die Trauerzeremonie für den gebürtigen Argentinier statt. Im Anschluss findet die Beerdigung statt, an der hochrangige Politikerinnen und Politiker aus aller Welt teilnehmen werden.

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Aus Deutschland reisen an diesem Samstag die fünf protokollarisch hochrangigsten Repräsentanten nach Rom. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier (SPD) und der geschäftsführende Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) werden dem verstorbenen Papst gemeinsam die letzte Ehre erweisen. Steinmeier wird bei der Beisetzung in der Basilika Santa Maria Maggiore in Rom am Samstag die deutsche Delegation leiten.

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Neben Steinmeier und Scholz gehören der deutschen Delegation Bundestagspräsidentin Julia Klöckner (CDU), Bundesratspräsidentin Anke Rehlinger (SPD) und der Präsident des Bundesverfassungsgerichts, Stephan Harbarth, an.

Söder reist nach Rom mit – Merz aber nicht

Der CDU-Chef und voraussichtliche künftige Kanzler Friedrich Merz reist nach Parteiangaben nicht zur Trauerfeier für den gestorbenen Papst Franziskus nach Rom, wie ein CDU-Sprecher der Nachrichtenagentur dpa mitteilte.

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Warum Merz nicht dabei ist, bleibt bisher offen. Das Bundespräsidialamt teilte auf Anfrage mit, dem CDU-Vorsitzenden sei Teilnahme in der offiziellen Delegation des Bundespräsidenten angeboten worden. Das Büro Merz habe aber „ohne Angabe von Gründen“ abgesagt. Eine Anfrage unserer Redaktion blieb bisher unbeantwortet.

Anders als Merz wird der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Samstag bei der Beisetzung von Papst Franziskus, der am Ostermontag im Alter von 88 Jahren verstorben ist, vor Ort sein. Zwar wird Söder mit Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und Olaf Scholz in einer Maschine aus Berlin nach Rom anreisen, jedoch zählt der CSU-Chef nicht zur Delegation der Spitzen der fünf Verfassungsorgane. Allerdings kommt Söder nach Angaben des Bundespräsidialamts nicht mit der Delegation zurück nach Berlin, sondern allein.

Es sei außerdem vorgesehen, dass ein Flugzeug am Samstag mit den deutschen Politikern nach Rom fliegt. Bundestagspräsidentin Julia Klöckner wird dem Bundespräsidialamt zufolge allerdings nicht mit der Delegation am Board sein.

Papst Beeidigung: Staatsgäste aus aller Welt reisen nach Rom

Neben den deutschen Politikern werden zahlreiche Staatsgäste aus aller Welt vor Ort sein, darunter US-Präsident Donald Trump. Auch der französische Präsident Emmanuel Macron, der der argentinische Präsident Javier Milei und der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj gehören zu den erwarteten Gästen.

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Für die britische Königsfamilie reist Prinz William an. König Charles III. war der vorletzte Staatsgast, den Franziskus zu einer Audienz empfing. Nach ihm kam nur noch US-Vize J. D. Vance, keine 24 Stunden vor dem Tod des Papstes. Russlands Präsident Wladimir Putin wird auch nicht dabei sein. Wegen des Angriffskriegs auf die Ukraine müsste er die Verhaftung fürchten. Gegen Putin gibt es seit 2023 einen Haftbefehl des Internationalen Strafgerichtshofs. Bei der Landung in Italien müsste Putin also mit der Festnahme rechnen.

Ob der geschäftsführende Bundeskanzler Scholz am Rande der Trauerfeier Gespräche mit dem US-Präsidenten oder anderen Staats- und Regierungschefs führen wird, ließ Regierungssprecher Steffen Hebestreit am Mittwoch offen. Er wies jedoch darauf hin, dass bei einer solchen Großveranstaltung Gespräche dieser Art üblich sind. Mit wem man sich konkret austauschen werde, konnte Hebestreit allerdings noch nicht sagen.