- Als Oberhaupt der katholischen Kirche trägt der Papst große Verantwortung
- Doch werden seine vielen Aufgaben auch entsprechend vergütet?
- Was der Papst und andere hohe Kirchenvertreter verdienen
Oberhaupt einer der größten Religionsgemeinschaften der Welt und gleichzeitig Herrscher eines Staates: Der Beruf des Papstes bringt Benefits mit sich, von denen mancher Arbeitnehmer nur träumen kann. Mit dem berühmten Papa-Mobil gibt es dazu noch einen Dienstwagen der besonderen Art. Und auch finanziell sieht es gut aus: Der Politikwissenschaftler Carsten Frerk schätzte 2013 das Vermögen der Katholischen Kirche allein in Deutschland auf bis zu 200 Milliarden Euro, der Vatikan verfügte 2021 über ein Nettovermögen von 883 Millionen Euro.

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Davon müssen auch die Geistlichen bezahlt werden. Das Mediangehalt eines katholischen Pfarrers liegt laut Bundesagentur für Arbeit bei 5318 Euro brutto. Übrigens: Steuern müssen die Kirchen-Mitarbeiter ganz regulär zahlen. Bischöfe verdienen je nach Bundesland unterschiedlich, in Bayern bis zu 13.000 Euro. Kardinälen – also Bischöfe mit zusätzlicher Verantwortung – wurde erst 2021 vom verstorbenen Papst Franziskus das Gehalt gekürzt. Sie erhalten je nach Dienstalter 4500 bis 5500 Euro.
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Papst Leo XIV.: Kann er als Pontifex ein Gehalt erwarten?
Doch wer angesichts dieser Zahlen auch von einem hohen Papstgehalt ausgeht, irrt. Tatsächlich verdient der Papst keinen Cent. Das unterscheidet ihn von anderen Staatsoberhäuptern, wie etwa dem deutschen Bundespräsidenten. Allerdings: Ein Bundespräsident kann maximal zehn Jahre im Amt bleiben und muss danach noch seinen Lebensunterhalt bestreiten. Papst hingegen bleibt man üblicherweise bis zum Tod. Nur dreimal gab der Pontifex zu Lebzeiten das Amt ab. Zuletzt trat 2013 der Deutsche Benedikt XVI. zurück, er verstarb 2022.
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Am Hungertuch nagen muss der Papst natürlich trotzdem nicht. Vatikanexperte Ulrich Nersinger erklärte gegenüber dem Domradio: „Der Vatikan sorgt für den Lebensunterhalt des Papstes.“ Das bedeutet, dass sämtliche Ausgaben aus der Staatskasse übernommen werden. Für Benedikt XVI. galt das laut Nersinger übrigens auch noch nach seiner Amtszeit.

Nebenverdienst als Kirchenoberhaupt? Diese Päpste hatten Minijobs
Auch Nebeneinkünfte sind erlaubt und nicht unüblich, so der Vatikanexperte. Papst Pius XI. – ein passionierter Bergsteiger – soll sich mit alpinistischen Texten etwas dazuverdient haben und Benedikt XVI. veröffentlichte auch als Papst noch theologische Schriften. „Aber das sind alles Einnahmen oder Tantiemen gewesen, bei denen wir eigentlich immer davon ausgehen können, dass sie irgendwelchen sozialen, karitativen Zwecken zugeflossen sind oder Stiftungen finanziert haben“, so Nersinger.
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Wirklich reich wird man als Papst also nicht, trotz der Strahlkraft des Amtes. Aber der Heilige Stuhl ist für gläubige Katholiken natürlich weniger ein Beruf als eine Berufung.










