• Am Samstag wird Papst Franziskus zu Grabe getragen
  • Die Beerdigung können Sie live verfolgen – im TV und Stream
  • Alles Infos finden Sie hier

Er wolle als „Hirte und Jünger Christi“ verabschiedet werden und nicht als „mächtiger Mann dieser Welt“. So hatte es Papst Franziskus vor seinem Tod verfügt. Bis Freitag, 19 Uhr, können Gläubige noch Abschied nehmen vom am Ostermontag verstorbenen Pontifex. Mehr als 120.000 Menschen erwiesen ihm im Petersdom in Rom seit der Aufbahrung am Mittwochvormittag die letzte Ehre. Am Samstag (26. April, 10 Uhr) findet die Trauerfeier mit zahlreichen internationalen Gästen auf dem Petersplatz statt. Rom bereitet sich auf ein Großereignis vor. So können Sie das Papst-Begräbnis live mitverfolgen.

Das Wichtigste zum Papst-Begräbnis

  • Datum: Samstag, 26. April 2025
  • Uhrzeit: Ab 10 Uhr
  • Ablauf: Feierliche Zeremonie auf dem Petersplatz; anschließend: Bestattung in der Basilika Santa Maria Maggiore
  • Sender: Den Livestream finden Sie in der ARD Mediathek; auch die Privatsender RTL und ntv übertragen die Feierlichkeiten

Franziskus wünschte sich, entgegen dem üblichen Begräbnis im Petersdom, eine Beisetzung in der Basilika Santa Maria Maggiore nahe dem römischen Hauptbahnhof. Er begründete dies mit seiner starken Verbindung zu dem Gotteshaus.

Beisetzung Papst Franziskus: Trauerzug führt durch Rom

Das bedeutet: Zum ersten Mal seit mehr als einem Jahrhundert führt wieder ein Trauerzug mit einem toten Papst durch Rom: Franziskus‘ Leichnam wird am Samstag auf einer etwa sechs Kilometer langen Strecke durch das Zentrum der Ewigen Stadt gefahren. Der Leichenwagen setzt sich nach dem großen Trauerrequiem mit Hunderten von Staatsgästen aus aller Welt am Petersdom in Bewegung. 

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Zu erwarten ist ein außergewöhnliches Ereignis: Der Trauerzug führt zunächst über den Tiber und dann an vielen Sehenswürdigkeiten vorbei – wie der Piazza Venezia mit dem riesigen Denkmal für König Viktor Emanuel II., den Ausgrabungsstätten der Kaiserforen und dem Kolosseum – bis in die Marienkirche. Der Leichenwagen fährt im Schritttempo, gefolgt von einigen anderen Autos. Niemand darf die Fahrbahn betreten. Vermutet wird, dass der Trauerzug etwa anderthalb Stunden braucht, um die Basilika zu erreichen.

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Zuletzt wurde ein Papst vor mehr 100 Jahren außerhalb des Vatikans bestattet

Zuletzt wurde 1924 ein Papst außerhalb der Vatikanmauern bestattet: Damals wurde der schon 1903 gestorbene Papst Leo XIII., der zunächst im Petersdom beigesetzt worden war, in einer verhältnismäßig kleinen nächtlichen Zeremonie in die Lateranbasilika San Giovanni in Laterano gebracht.

Die Behörden rechnen mit etwa 200.000 Menschen bei der Trauerfeier rund um den Petersplatz. Der riesige Andrang von Gläubigen und Besuchern zum Requiem auf dem Petersplatz stellt die Organisatoren und Sicherheitskräfte in der italienischen Hauptstadt vor große Herausforderungen. Mehr als 10.000 Sicherheitskräfte sind im Einsatz. In der Santa Maria wiederum wird die Trauergemeinde aus einem ausgewählten Personenkreis bestehen. Dazu gehören einige Kardinäle wie der Camerlengo, der Ire Kevin Farrell, und der Dekan des Kardinalskollegiums, der Italiener Giovanni Battista Re.

Nach Informationen der Tageszeitung „La Repubblica“ wird auch der Krankenpfleger Massimiliano Strappetti dabei sein, der den Papst bis in seine allerletzten Stunden versorgte. Auch die Kammerdiener Piergiorgio Zanetti und Daniele Cherubini sollen dazu gehören, ebenso wie möglicherweise Franziskus‚ persönliche Sekretäre Don Juan Cruz Villalón, Don Manuel Pellizzon und Don Fabio Salerno. Offizielle Angaben dazu gab es zunächst nicht.

mit dpa