Rom ist im Frühjahr ein begehrtes Urlaubsziel für deutsche Touristen. Ob im Frühling, Sommer oder Herbst: In Rom herrscht immer Hochbetrieb. Doch wer in diesen Tagen die Ewige Stadt besucht, findet einen nie da gewesenen Rummel vor. Die italienische Hauptstadt bereitet sich fieberhaft auf die Trauerzeremonie für den am Ostersonntag verstorbenen Papst Franziskus vor.

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Bis zu einer halben Million Pilger wollen dabei sein. Für Touristen aus Deutschland ist die Suche nach einem Hotelzimmer ein wahrer Hürdenlauf. Auch Ferienwohnungen und Unterkünfte in religiösen Einrichtungen sind komplett ausgebucht. Wie die Stadt sich vorbereitet.

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Papst-Beerdigung zieht Pilger nach Rom: „Wer hin will, wird erhebliche Schwierigkeiten haben“

„Rom erlebt Hochkonjunktur. Der Tourismus boomt schon seit Jahren und in diesem Heiligen Jahr der katholischen Kirche ist die Besucherzahl noch höher“, berichtet die Deutsche Christa Langen-Peduto, die an der Spanischen Treppe Ferienwohnungen vermietet. „Viele Ausländer buchen ihren Aufenthalt schon ein Jahr im Voraus. Wer jetzt nach Rom zu Franziskus‘ Trauerzeremonie will, hat erhebliche Schwierigkeiten, eine Unterkunft zu finden.“

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Die Wohnungen, die vielfach auf Onlineportalen angeboten werden, sind sehr gefragt. Und weil man dort kurzfristig stornieren könne, werde sehr viel im Voraus gebucht. Die Preise in einer Ferienwohnung im Zentrum von Rom sind durchaus gesalzen. Vier Personen zahlen durchschnittlich 300 Euro pro Nacht. In Hotels können die Preise je nach Kategorie viel höher sein.

Hotels ausgebucht? Hier finden Pilger noch ein Plätzchen

Deutschsprachige Pilger in Rom übernachten oft in kirchlichen Einrichtungen. Eine Anlaufstelle für sie ist schon seit dem 14. Jahrhundert die deutschsprachige Nationalkirche Santa Maria dell‘Anima in Rom. Die „Anima“ wurde vor über 650 Jahren als Pilgerhospiz zu Ehren der Gottesmutter gegründet. „Wir versuchen traditionell, gastfreundlich zu sein und den Menschen, die zu uns kommen, so gut es geht zu helfen“, so Priester Michael Max (54), Rektor des päpstlichen Institutes Santa Maria dell‘ Anima, gegenüber unserer Redaktion.

Die „Anima“ erwartet anlässlich der Beisetzung des Papstes hohen Besuch: „Es ist eine traditionelle Aufgabe der Kirche Santa Maria dell‘Anima, deutschsprachigen Bischöfen in Rom eine Unterkunft zu bieten“, so Priester Michael Max, der selbst auch an der Beisetzung teilnehmen wird. „Es haben sich schon einige bei uns angemeldet.“

Politiker und Promis reisen zum Abschied vom Papst an

Die Stadt Rom hat eine große Maschinerie in Bewegung gesetzt, um den erwarteten Pilgeransturm anlässlich der Trauerzeremonie zu meistern. Die Regierung beauftragte Zivilschutzchef Fabio Ciciliano mit der Organisation des Großevents, an dem neben Pilgern auch Hunderte Staats- und Regierungschefs teilnehmen werden.

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Wer in Rom noch spontan eine Bleibe sucht, kann schwer enttäuscht werden. Die Ewige Stadt quillt über. © picture alliance / NurPhoto | Andrea Ronchini

Delegationen aus 50 Ländern werden zur Beisetzung erwartet: Staatsgäste aus der ganzen Welt, darunter der scheidende deutsche Bundeskanzler Olaf Scholz. Auch US-Präsident Donald Trump hat seine Teilnahme am Begräbnis angekündigt.

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Entlang der Via della Conciliazione, der großen Achse, die zum Petersplatz führt, auf der Piazza Pia und der Piazza Risorgimento werden Großbildschirme aufgestellt, auf denen die Pilger die Trauerzeremonie verfolgen können. Das Angebot im öffentlichen Nahverkehr soll verstärkt werden. Zudem wird es Freiwillige geben, die Pilger zum Petersplatz bringen.

Der ganze Großraum um den Vatikan wird am Samstag gesperrt sein. Der Flugraum wird aus Sicherheitsgründen geschlossen. Strengste Anti-Terror-Vorkehrungen werden ergriffen. Fünf Millionen Euro sagte die Regierung Meloni für die große Trauerzeremonie für den Papst zu.