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Corona: Etwa jeder zweite deutsche Erwachsene einmal geimpft

| Lesedauer: 87 Minuten
Wieler: Corona wird bleiben

Wieler: Corona wird bleiben

Das Coronavirus wird laut RKI-Chef Lothar Wieler in Deutschland "endemisch werden". Wer sich nicht impfen lasse, müsse deshalb mit einer Infektion rechnen, erklärte Wieler.

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Die Inzidenz ist leicht gestiegen. Knapp 50 Prozent der Erwachsenen wurden in Deutschland mindestens einmal geimpft. Mehr im Blog.

  • Die Inzidenz in Deutschland steigt erstmals seit drei Wochen leicht
  • Knapp 50 Prozent der Erwachsenen sind in Deutschland mindestens einmal gegen das Coronavirus geimpft worden
  • Das RKI stuft die Gefahrenlage von "sehr hoch" auf "hoch" herunter
  • Das Heavy-Metal-Festival in Wacken ist erneut abgesagt
  • Karl Lauterbach kritisiert ungenaue Impfzahlen auf lokaler Ebene
  • Die WHO benennt Mutationen nun nach griechischen Buchstaben

Berlin. Die Zahl der Corona-Neuinfektionen sinkt kontinuierlich und in allen Bundesländern liegt die Inzidenz unter 50. Mittlerweile haben fast 50 Prozent der Erwachsenen in Deutschland mindestens die erste Impfdosis erhalten, erklärte Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) am Dienstag in einer Pressekonferenz zur Corona-Lage. Das Robert Koch-Institut (RKI) stuft deshalb die Gefahrenlage von "sehr hoch" auf "hoch" herunter.

Das bedeutet allerdings nicht, dass auch jegliche Maßnahmen enden. Für Restaurantbesuche, den Einkauf im Einzelhandel oder auch den Besuch des Freiluftkinos ist in den meisten Fällen wohl auch in Zukunft ein negativer Schnelltest, ein Impfnachweis oder eine Genesungsbestätigung nötig.

Doch das Geschäft mit den Corona-Tests - das wurde jüngst klar - läuft nicht überall sauber. Nachdem der Abrechnungsbetrug bei privaten Testzentren öffentlich geworden war, muss sich Jens Spahn heftige Kritik gefallen lassen. Unter anderem wird ihm vorgeworfen, er habe frühe Warnungen ignoriert. Bund und Länder wollen nun die Regeln für Testzentren verschärfen.

RKI: Inzidenz steigt erstmals seit drei Wochen leicht

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 1785 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das geht aus Zahlen vom Dienstagmorgen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 05.54 Uhr wiedergeben. Zum Vergleich: Vor einer Woche hatte der Wert bei 1911 Ansteckungen gelegen. Die Sieben-Tage-Inzidenz gab das RKI am Dienstagmorgen mit bundesweit 35,2 an (Vortag: 35,1; Vorwoche: 58,4).

Zuletzt gestiegen war die Inzidenz von 9. auf den 10. Mai, seitdem war sie kontinuierlich gefallen. Was der Inzidenz-Anstieg genau bedeutet, ist nur schwer einzuschätzen. Das RKI hatte nach dem Pfingstmontag (24.5.) darauf hingewiesen, dass der Feiertag zunächst zu weniger gemeldeten Erregernachweisen – und damit einer niedrigeren Inzidenz - geführt haben dürfte.

Deutschlandweit wurden den Angaben nach binnen 24 Stunden 153 neue Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 33 Tote gewesen. Lesen Sie mehr dazu: RKI meldet Corona-Fallzahlen und aktuellen Inzidenz-Wert

Dieser Corona-Newsblog ist geschlossen. Wir halten sie aber natürlich weiter auf dem Laufenden: Hier geht es zum neuen Corona-Newsblog: WHO erteilt Notfallzulassung für chinesisches Vakzin

Corona-News von Dienstag, 1. Juni: EU-weites Corona-Zertifikat online

16.09 Uhr: Die Technik für das EU-weite Covid-Zertifikat ist online gegangen - nun können die Nachweise theoretisch eingesetzt werden. Sieben EU-Länder - darunter Deutschland - haben sich bereits an das sogenannte EU-Gateway angeschlossen, wie die EU-Kommission am Dienstag mitteilte. In der Bundesrepublik hätten jedoch noch nicht alle Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit, ein Zertifikat zu bekommen, es werde nach in nach in verschiedenen Regionen eingeführt. Derzeit laufen Feldtests.

Die Einführung des freiwilligen Nachweises namens "CovPass" neben dem gelben Impfheft ist in Deutschland im laufenden zweiten Quartal geplant, also bis Ende Juni - vor dem Beginn der Hauptreisezeit. Die Ergebnisse des Feldtests sollen noch vor dem bundesweiten Regelstart zur Weiterentwicklung der Anwendung genutzt werden, hieß es Ende vergangener Woche.

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen sagte: "Europa ist hier führend und kann weltweit Maßstäbe setzen." In Dänemark und Kroatien etwa läuft die Ausgabe der Zertifikate bereits vollständig, wie ein Sprecher der EU-Kommission sagte. Auch in Bulgarien, Griechenland und Polen sei es möglich, bereits an die Nachweise zu gelangen. Weitere Länder sollen in den kommenden Tagen und Wochen hinzukommen. Als offizieller Start wird der 1. Juli genannt, den EU-Ländern wird aber eine Übergangsfrist von sechs Wochen eingeräumt.

Spahn stellt bessere Kontrollen von Testzentren in Aussicht

15.54 Uhr: Nach Fällen mutmaßlichen Abrechnungsbetrugs in Corona-Testzentren hat Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) erneut bessere Kontrollen in Aussicht gestellt. "Betrug ist eine Sauerei", sagte Spahn am Dienstag in Berlin. Hier müssten strafrechtliche Konsequenzen gezogen werden. Viele Anbieter seien aber seriös - etwa Apotheker, Ärztinnen und Ärzte, Rotes Kreuz, Feuerwehren und auch viele private Anbieter.

Kontrolliert würden zwei Bereiche: die Teststationen und deren Abrechnungen. Bei den Stationen kontrollierten die Kommunen, ob diese ordnungsgemäß eingerichtet und geführt seien. Bei den Abrechnungen sei nun vorgesehen, dass die Kontrollen verbessert werden, bekräftigte Spahn. Wenn etwa die Sachkosten für die Beschaffung eines Testkits bei 3,50 Euro gelegen hätten und der hierfür maximal abrechenbare Betrag von 6 Euro abgerechnet werde, dann handele es sich um bestrafbaren Betrug. Spahn hatte mit den Gesundheitsministern der Länder am Vortag bessere Prüfungen und eine Verschärfung der Testverordnung beschlossen.

Brandenburg erlaubt Innen-Gastronomie und große Veranstaltungen

15.35 Uhr: In Brandenburg sind von Donnerstag an wieder Restaurantbesuche in Innenräumen und in der Außengastronomie teilweise ohne Testpflicht erlaubt. Zudem dürfen Theater, Konzerthäuser und Kinos wieder Veranstaltungen mit bis zu 500 Menschen im Freien anbieten, in Innenräumensind maximal 200 Teilnehmer erlaubt, wie Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) am Dienstag nach dem Kabinettsbeschluss mitteilte.

Bei privaten Feiern sind 70 Gäste im Freien und 30 Menschen in Innenräumen erlaubt. Für andere private Treffen in der Öffentlichkeit gilt dagegen eine Obergrenze von zehn Menschen. Wenn es sich nur um Angehörige von zwei Haushalten handelt, gibt es keine Begrenzung der Personenzahl.

Rund jeder zweite Erwachsene in Deutschland einmal geimpft

14.28 Uhr: In Deutschland ist rund jeder zweite Erwachsene mindestens einmal gegen Corona geimpft. "Insgesamt haben wir etwa 50 Prozent aller Erwachsenen in Deutschland bisher mit einem ersten Impfangebot, also mit einer Erstimpfung erreichen können", sagte Spahn am Dienstag in Berlin.

Bei stärker von einem schweren Corona-Verlauf bedrohten Menschen sei die Impfkampagne dank der noch bis kommenden Montag gültigen Priorisierung, also der Impfung nach Vorranggruppen, besonders weit. "Rund 80 Prozent aller Über-60-Jährigen sind bereits einmal geimpft", sagte Spahn.

Insgesamt haben 43 Prozent der Menschen in Deutschland mindestens eine Erstimpfung und 17,6 Prozent den vollen Impfschutz. Der Präsident des Robert Koch-Instituts, Lothar Wieler, sagte, die Impfungen alleine reichten noch nicht, um Corona-Einschränkungen aufheben zu können. "Um auf Maßnahmen verzichten zu können, müssen mehr als 80 Prozent vollständig geimpft sein."

Spahn: "Das kann ein richtig guter Sommer werden"
Spahn: "Das kann ein richtig guter Sommer werden"

Mecklenburg-Vorpommern lockert Testpflicht für Touristen

14.11 Uhr: Mecklenburg-Vorpommern ändert seine Corona-Testpflicht für Urlauber. Wer im Nordosten in einer Ferienwohnung oder in einem Ferienhaus Urlaub machen will, muss zwar bei Anreise einen aktuellen negativen Corona-Test vorlegen, diesen aber nicht mehr alle drei Tage wiederholen. Das teilte Wirtschaftsminister Harry Glawe (CDU) nach der Kabinettssitzung am Dienstag in Schwerin mit. Für Hotelgäste, die ihr Frühstück dort einnehmen oder das Restaurant besuchen, bleibe allerdings die bisherige Regelung bestehen. Diese Gäste müssten sich regelmäßigen Wiederholungstests unterziehen. Die Neuregelung soll vor dem 4. Juni in Kraft treten. Von da an ist Mecklenburg-Vorpommern wieder für Urlaubsgäste aus ganz Deutschland geöffnet.

Hamburg lockert weitere Corona-Auflagen - Alkoholverbot im Schanzenviertel

13.56 Uhr: Auch Hamburg lockert weitere Corona-Auflagen. Angesichts sinkender Infektionszahlen darf in der Hansestadt vom Wochenende an die Innengastronomie wieder öffnen. Im beliebten Schanzenviertel und Teilen von St. Pauli wird aber zugleich ein Alkoholverbot eingeführt. Das kündigte Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) am Dienstag an. Im Schanzenviertel hatten sich am vergangenen Wochenende Tausende Menschen versammelt, viele waren alkoholisiert und aggressiv und bewarfen Polizisten mit Flaschen.

Wer in Restaurants drinnen sitzen will, braucht einen negativen Test, ab 23.00 Uhr gilt eine Sperrstunde. Der Außenbereich kann länger öffnen. Außengastronomie war in Hamburg bereits zuvor möglich. Bereits am Dienstag hatte sich Hamburg wieder für Touristen geöffnet. Nach siebenmonatiger Zwangspause dürfen sie nun wieder in Hamburg übernachten.

Berliner Senat beschließt Lockerungen

13.23 Uhr: Wegen der stark gesunkenen Corona-Infektionszahlen lockert Berlin eine Reihe von Corona-Regeln früher als geplant. Teile des vorgesehenen Stufenplans werden vorgezogen, wie der Regierende Bürgermeister Michael Müller (SPD) am Dienstag nach einer Senatssitzung mitteilte. Schon ab diesem Freitag soll es demnach mehr Präsenzveranstaltungen an den Hochschulen geben. Touristische Übernachtungen in Hotels sollen wie in Brandenburg vom 11. Juni an wieder möglich sein. Dabei soll es keine Belegungsgrenzen geben, Hygienekonzepte aber weiter gelten.

Die Pandemie sei noch nicht besiegt, sagte Müller. Vor dem Hintergrund der sinkenden Zahlen wolle man aber so viel wie möglich und so früh wie möglich Begegnungen wieder möglich machen.

EU startet vor Reisesaison Plattform für digitales Impfzertifikat

13.15 Uhr: Die EU-Kommission hat ihre elektronische Plattform für die Überprüfung von Impfzertifikaten gestartet, die im Sommer das Reisen erleichtern sollen. Wie ein Sprecher am Dienstag sagte, sind die technischen Vorbereitungen für die EU-weite Ausgabe der digital lesbaren Bescheinigungen damit abgeschlossen. Sieben Länder hätten bereits mit der Ausstellung begonnen, darunter Deutschland.

"Dies ist ein großer Erfolg weit vor der vorgesehenen Zeit, der uns zuversichtlich stimmt, dass das System bis zum 1. Juli vollständig in Betrieb sein wird", sagte der Kommissionssprecher. Ihm zufolge geben seit Dienstag auch schon Bulgarien, Tschechien, Dänemark, Griechenland, Kroatien und Polen Zertifikate aus. Andere Länder wollen dies laut Kommission erst tun, "wenn alle Funktionen landesweit zur Verfügung stehen".

Festival in Wacken erneut abgesagt

12.50 Uhr: Das Heavy-Metal-Festival im schleswig-holsteinischen Wacken ist erneut abgesagt. Die für Ende Juli geplante Veranstaltung könne aufgrund der andauernden Corona-Pandemie nicht stattfinden, teilten die Veranstalter am Dienstag mit.

Reisebuchungen steigen von Woche zu Woche

12.26 Uhr: Die Infektionszahlen sinken und die Reiselust der Menschen in Deutschland wächst. "Die wöchentlichen Neubuchungsumsätze steigen jetzt von Woche zu Woche an – in der dritten Maiwoche übertreffen sie sogar das Umsatzniveau, das vor Corona im Vergleichszeitraum 2019 gebucht wurde", berichtete das Analysehauses Travel Data + Analytics (TDA) am Dienstag. TDA wertet die Buchungen für organisierte Reisen unter anderem in Reisebüros aus.

"Viele Bundesbürger sitzen sozusagen auf gepackten Koffern und greifen zu, sobald Reiseoptionen und -freiheiten winken", analysierte TDA. So seien beispielsweise die Buchungen für die Dominikanische Republik sprunghaft gestiegen, als die Reisewarnung für den Karibik-Staat aufgehoben worden sei. Den Angaben zufolge lagen die Buchungsumsätze für die laufende Sommersaison insgesamt bis Ende April 11 Prozent unter dem Vorjahreszeitraum. Ende März hatte das Minus noch 17 Prozent betragen.

Bericht: Finanzmärkte sind robust durch die Krise gekommen

12.24: Die deutschen Finanzmärkte sind robust durch die Corona-Krise gekommen und haben die Wirtschaft dabei klar gestützt. Das geht aus einem Bericht des Ausschusses für Finanzstabilität hervor, der am Dienstag in Berlin veröffentlicht wurde. Anders als in der Finanzkrise seien die Banken diesmal "Teil der Lösung und nicht des Problems" gewesen, sagte Finanzstaatssekretär Jörg Kukies. Zwar hätten die Märkte zu Beginn der Pandemie im vergangenen Jahr zunächst sehr volatil reagiert, die Schwankungen seien jedoch schnell aufgefangen worden. Die Banken hätten genügend Puffer aufgebaut, die ihnen in der Krise Spielraum gaben. "Insgesamt hat sich das Finanzsystem gut bewährt", sagte Kukies.

Israel hebt fast alle Corona-Beschränkungen auf

12.12 Uhr: In Israel sind am Dienstag fast alle Corona-Beschränkungen aufgehoben worden. Der Zugang zu Restaurants und anderen Freizeiteinrichtungen ist nun wieder ohne Impfnachweis möglich. Es gibt auch keine Kapazitätsbeschränkungen mehr. Gesundheitsminister Juli Edelstein kündigte an, in den kommenden zwei Wochen auch über die Aufhebung der Maskenpflicht in Innenräumen zu beraten - die letzte noch geltende Einschränkung in Israel, wo inzwischen große Teile der Bevölkerung geimpft sind.

Bisher hatten in Israel nur vollständig Geimpfte oder Genesene mit einem "grünen Pass" Zugang zu Restaurants, Bars und Veranstaltungsorten. Nun haben auch Menschen, die nicht geimpft sind, überall Zutritt. Schon seit Mitte April ist das Tragen von Masken auf öffentlichen Plätzen nicht mehr erforderlich, sondern nur noch in öffentlichen Verkehrsmitteln und geschlossenen Räumen.

Virologe über Olympia: "Ich würde wirklich zur Verschiebung raten"

11.46 Uhr: Der Virologe Martin Stürmer hält das Festhalten an den Olympischen Spielen in Japan für keine gute Idee. "Ich kann die Athleten sehr gut verstehen, ich kann den Zwiespalt verstehen, aber ich würde wirklich zur Verschiebung raten", sagte Stürmer am Dienstag im "Morgenmagazin" des ZDF.

Das weltweite Infektionsgeschehen sei "sehr unkontrollierbar" und auch die Hygienekonzepte seien nur schwer durchzusetzen. Die Sportarten finden mal im Freien, mal in der Halle, mal im engen Kontakt statt, wie Stürmer bemerkte. "Das ist so divers. Da wird es extrem schwierig, da ein einheitliches Konzept zu machen. Ich kann mir das ehrlich gesagt gar nicht gut vorstellen, wie das funktionieren soll", sagte der Wissenschaftler aus Frankfurt am Main.

Corona-Reservekrankenhaus auf Messegelände wird abgebaut

11.03 Uhr: Das nicht genutzte Corona-Notfallkrankenhaus auf dem Berliner Messegelände soll bis Ende September komplett abgebaut werden. Das teilte ein Sprecher der Senatsverwaltung für Gesundheit der Deutschen Presse-Agentur mit. Im Frühjahr 2020 war das Reservekrankenhaus auf dem Berliner Messegelände innerhalb weniger Wochen entstanden. Dort hätten laut Behörde rund 500 Infizierte und Covid-19-Patienten isoliert und behandelt werden können, falls die Berliner Kliniken im Laufe der Pandemie an ihre Grenzen stoßen sollten.

Das Land Berlin hat hierzu dem landeseigenen Klinikkonzern Vivantes bisher rund 13,4 Millionen Euro gezahlt. Das Geld decke die medizinische Ausstattung und den Betrieb ab, heißt es in einer Antwort der Gesundheitsverwaltung auf Anfrage des Abgeordneten Marcel Luthe (Freie Wähler). Darüber hinaus zahlt das Land der ebenfalls landeseigenen Messe Berlin GmbH seit Mitte März 2020 monatlich rund 1,2 Millionen Euro für die Nutzung der Flächen, erläuterte ein Sprecher der Gesundheitsverwaltung. Diese mietet die Flächen, Vivantes betreibt das Krankenhaus.

Die Baukosten waren zunächst mit rund 31 Millionen Euro veranschlagt worden. Laut Sprecher liegen sie bei rund 24,6 Millionen Euro.

Spahn und Wieler zur Corona-Lage

10.32 Uhr: Die Lage werde deutlich besser, aber wir seien noch mitten in der Pandemie, so Bundesgesundheitsminister Jens Spahn am Dienstag in einer Pressekonferenz. "Wir haben nichtsdestotrotz Grund zur Zuversicht." Wenn die Impfzahlen weiter hoch und die Inzidenz niedrig bleiben, "dann kann das ein richtig guter Sommer werden", erklärte der CDU-Politiker.

50 Prozent aller Erwachsenen hätten bereits mindestens eine Erstimpfung erhalten. Für Juni, Juli und August kündigte der Gesundheitsminister allein 50.000 Dosen des Biontech-Impfstoffs an. Auch Kinder und Jugendliche zwischen zwölf und 18 Jahren sollen laut Spahn bis Ende August mindestens die erste Impfung erhalten können.

RKI-Chef Wieler zufolge sind momentan 18 Prozent der Bevölkerung vollständig geimpft. "Um weitgehend auf Maßnahmen verzichten zu können, müssen aber mehr als 80 Prozent der Menschen in unserem Land einen Impfschutz oder Immunschutz haben", so der Wissenschaftler.

Zahl der Arbeitslosen sinkt im Mai um 84.000

10.06 Uhr: Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland ist im Mai trotz Corona-Pandemie deutlich gesunken. Nach Angaben der Nürnberger Bundesagentur für Arbeit waren 2,687 Millionen Menschen ohne Job, 84.000 weniger als im April und 126.000 weniger als im Mai 2020. Die Arbeitslosenquote sank um 0,1 Punkte auf 5,9 Prozent.

Ärztevertreter vorerst gegen generelle Impfkampagne bei Jugendlichen

9.28 Uhr: Nach der Zulassung des Corona-Impfstoffes von Biontech und Pfizer in der EU für Jugendliche und Kinder ab zwölf Jahren haben Vertreter von Haus- und Kinderärzteverbänden sich gegen eine generelle Impfkampagne für diese Altersgruppe ausgesprochen. Sie verwiesen in der "Welt" auf die dafür bislang nicht vorliegende Empfehlung der deutschen Ständigen Impfkommission (Stiko) sowie auf medizinische Bedenken.

"Wenn wir impfen, tun wir das primär aus Eigennutz des Impflings", sagte der Generalsekretär der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin (DGKJ), Burkhard Rodeck, der "Welt". Bei Corona wisse man aber, dass insbesondere jüngere Kinder meistens eine sehr überschaubare primäre Krankheitslast hätten. Wenn diese gleichwohl geimpft werden sollten, geschehe dies vorrangig "aus Gründen des Fremdnutzens für die Erwachsenen", damit diese "sich nicht anstecken und schwer erkranken".

Dies sei "ein ethisches Dilemma", sagte Rodeck. Er wandte sich zwar nicht generell gegen Impfungen von Kindern. "Die Indikation sollte aber gut durchdacht sein", verlangte der Mediziner.

Intensivpfleger Lange: Ein Hauch von Normalität

8.44 Uhr: Ricardo Lange, Pfleger auf einer Covid-Intensivstation, sorgte im April für Aufsehen, als er Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) bei einer Pressekonferenz die Leviten las und über die Belastungen in seinem Job sprach. Auch im ZDF-Talk "Markus Lanz" redete er über die Herausforderungen durch die Pandemie und die Fehler der Politik. Jetzt mach der Intensivpfleger Hoffnung auf bessere Zeiten: "Die Sonne scheint, Fitnessstudios öffnen wieder und wir haben kaum noch Covid-19-Patienten auf der Intensivstation", schrieb Lange am Dienstagmorgen auf Twitter.

Bundesentwicklungsminister fordert weltweites Corona-Hilfsprogramm für Kinder

8.27 Uhr: Bundesentwicklungsminister Gerd Müller (CSU) hat zum Weltkindertag am 1. Juni stärkere Anstrengungen angemahnt, die Folgen der Corona-Pandemie für Kinder zu bekämpfen. "Die Corona-Krise hat die weltweite Lage der Kinder noch verschlechtert. Wir können das nicht einfach so weiterlaufen lassen", sagte Müller der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (NOZ). Vor allem die EU und die G-20-Staaten müssten viel entschlossener helfen, die Folgekrisen der Pandemie zu bekämpfen. Nötig sei "ein weltweites Recovery-Programm".

Die Pandemie sei längst zu einer Polypandemie geworden, die zu einer globalen Hunger- und Armutskrise geführt habe. Weltweit würden 400 Millionen Kinder in extremer Armut aufwachsen, durch die Corona-Pandemie seien künftig noch mehr betroffen. "Unicef schätzt, dass 140 Millionen Kinder zusätzlich in extremer Armut aufwachsen müssen. Hunderte Millionen Kinder können nicht zur Schule gehen, viele kehren nie mehr zurück, weil sie arbeiten müssen", sagte Müller.

Malaysia verhängt wegen steigender Corona-Zahlen landesweiten Lockdown

7.51 Uhr: Malaysia hat angesichts steigender Corona-Neuinfektionen am Dienstag einen landesweiten Lockdown verhängt. Öffnen dürfen nur Geschäfte und Einrichtungen, die der Grundversorgung dienen, darunter Krankenhäuser und Supermärkte. Ihre Häuser dürfen die Menschen nur in Ausnahmefällen verlassen.

In Malaysia stiegen die Corona-Zahlen zuletzt stark an. Fast 2800 Todesfälle wurden unter den 32 Millionen Einwohnern im Zusammenhang mit der Pandemie bisher registriert, mehr als 40 Prozent davon im Mai. Auch andere Länder in der Region kämpfen mit neuen Infektionsherden, darunter Thailand und Vietnam.

Für die erneut ansteigenden Infektionszahlen werden unter anderem neue und ansteckendere Varianten des Coronavirus verantwortlich gemacht. Am Wochenende hatten vietnamesische Behörden eine neue Virusmutante gemeldet und als Kombination aus zwei erstmals in Indien und Großbritannien festgestellten Varianten bezeichnet.

Masken-Auftrag an van Laack: 27 Bewerber reichten Angebote ein

7.31 Uhr: Für einen umstrittenen Auftrag über 1,25 Millionen Stoffmasken für die NRW-Polizei hatten Bewerber insgesamt 27 Angebote eingereicht. Das geht aus den Vergabeunterlagen des zuständigen Landesamts für zentrale Polizeiliche Dienste (LZPD) hervor. Den Zuschlag hatte letztlich der Hemdenhersteller van Laack aus Mönchengladbach bekommen.

Das Polizei-Beschaffungsamt LZPD hatte nach früheren Angaben van Laacks den Zuschlag für einen Preis von 49 Cent pro Maske gegeben. Der Auftrag hatte für Aufsehen gesorgt, weil ihn van Laack schon einmal bekommen hatte, und zwar im November 2020 - damals für 1,30 Euro pro Maske. Weil es keine Ausschreibung gegeben hatte, wurde der Deal aber rückabgewickelt und neu ausgeschrieben.

Bei der Suche nach einem Lieferanten hatten sich laut der veröffentlichten Unterlagen auch sechs Bewerber aus anderen EU-Ländern gemeldet. Den Ausschlag für van Laack gab neben der möglichen Anzahl der Waschgänge und der Farbgebung (passend zur Uniform) zu einem guten Teil der Preis. Er wurde bei der Ausschreibung mit 50 Prozent gewichtet.

Lauterbach kritisiert ungenaue Impfzahlen auf lokaler Ebene

7.04 Uhr: Epidemiologen bemängeln das Fehlen lokaler Impfdaten und befürchten daher, dass es örtlich neue Corona-Wellen geben könnte. "Wir erheben nicht ausreichend gut, wo die Menschen leben, die geimpft werden", sagte unter anderem der Epidemiologe und SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach im ARD-Politmagazin "Report Mainz". So könne man nicht erkennen, wo genügend Menschen geimpft seien und wo nicht. Dort, wo die Impfquote nicht hoch genug sei, drohten im Herbst Ausbrüche und lokale vierte Wellen.

Grund für ungenaue Zahlen zu Geimpften auf lokaler Ebene sind laut dem Bundesgesundheitsministeriums (BMG) unterschiedliche Meldepflichten bei Impfzentren und Arztpraxen. Letztere übermitteln ihre Daten demnach nicht täglich, sondern erst mit der Quartalsabrechnung, an die Kassenärztliche Vereinigung.

Linke: Einkommenssituation hat sich für viele Familien verschlechtert

4.16 Uhr: Die Corona-Pandemie hat die Einkommenssituation für viele Familien nach Einschätzung der Linken im Bundestag deutlich verschlechtert. Dies zeige sich an einem Anstieg beim Kinderzuschlag, wie die Linke-Sozialexpertin Sabine Zimmermann der Deutschen Presse-Agentur in Berlin anlässlich des internationalen Kindertags an diesem Dienstag sagte.

So gab es im Dezember 2020 rund 768.000 Kinder, deren Eltern den Kinderzuschlag bezogen, im April 2021 waren es 706.000. Im Januar 2020 waren es hingegen lediglich 299.000 Kinder, wie Zimmermann unter Berufung auf Daten der Bundesagentur für Arbeit sagte.

Zimmermann wies zudem darauf hin, dass Ende 2020 bundesweit 1,85 Millionen Minderjährige in Hartz-IV-Bedarfsgemeinschaften lebten, 830.000 in einer Alleinerziehenden-Bedarfsgemeinschaft. Den höchsten Anteil an der Gesamtbevölkerung dieser Altersgruppe hatte Bremen mit 31,5 Prozent, den niedrigsten Bayern mit 6,4 Prozent.

Lufthansa will Staatshilfen "so rasch wie möglich" zurückzahlen

3.36 Uhr: Die in der Corona-Krise von Insolvenz bedrohte Fluggesellschaft Lufthansa will die staatlichen Stabilisierungshilfen "so rasch wie möglich" zurückzahlen. Lufthansa-Vorstand Harry Hohmeister sagte in einem Interview mit unserer Redaktion, der Konzern wolle sich lieber wieder am Kapitalmarkt finanzieren: "Das ist viel günstiger." Von der insgesamt neun Milliarden Euro umfassenden deutschen Staatshilfe hat der Konzern bislang 2,3 Milliarden abgerufen und eine Milliarde Euro bereits wieder zurückgezahlt. "Auch haben wir keine Staatshilfe im Sinne von Geschenken bekommen, sondern zum Beispiel hoch verzinste Kredite", betonte Hohmeister.

Im Sommer vergangenen Jahres musste der Staat den Airline-Konzern vor der Insolvenz retten. "Das Stabilisierungspaket des Bundes sicherte die Zahlungsfähigkeit und erhält uns eine starke Zukunftsperspektive", sagte Hohmeister rückblickend. "Dafür sind wir dankbar." Inzwischen stehe der Konzern wieder stabiler da: "Insgesamt zeigt sich in der Aktienkurs-Entwicklung das Vertrauen, das der Kapitalmarkt in Lufthansa hat", betonte Hohmeister, der im Konzernvorstand für alle Passagierairlines – Lufthansa, Swiss, Austrian, Brussels und Eurowings – verantwortlich ist.

Der Bund hatte auch 20 Prozent der Aktien der Fluggesellschaft für rund 300 Millionen Euro erworben – inzwischen ist die Beteiligung mit dem deutlich gestiegenen Aktienkurs weit mehr als 1,2 Milliarden Euro wert.

Abrechnungsbetrug in Testzentren: SPD verstärkt Kritik an Spahn

1.37 Uhr: Die SPD hat Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) vorgeworfen, Warnungen vor Abrechnungsbetrug mit Corona-Schnelltests ignoriert zu haben. "Es gab klare Hinweise aus den Koalitionsfraktionen an Herrn Spahn und das Gesundheitsministerium. Diese klaren Warnungen und Hinweise hat der Gesundheitsminister in den Wind geschlagen", sagte der Parlamentarische Geschäftsführer der SPD-Fraktion, Carsten Schneider, dieser Redaktion.

"Die bisherigen Preise waren eine regelrechte Einladung zum Betrug. Weil es kein einheitliches Kontrollregimes gab, konnte sich an einigen Stellen kriminelle Energie voll entfalten", kritisierte Schneider. Er forderte, "die Preise müssen schnellstens gesenkt werden". Der Minister trage die Verantwortung für den gewissenhaften Umgang mit dem Geld der Steuerzahler "und muss die Selbstbedienung unverzüglich beenden".

Montag, 31. Mai: Peru korrigiert Zahl der Corona-Toten um mehr als das Doppelte

22.49 Uhr: Die peruanischen Behörden haben die offizielle Zahl der Corona-Toten um mehr als das Doppelte heraufgesetzt. Hintergrund ist laut Ministerpräsident Violeta Bermúdez eine deutliche Erweiterung der offiziellen Kriterien für Todesfälle, die auf das Coronavirus zurückgeführt werden. In der Folge wurde die Zahl der im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion Verstorbenen auf 180.764 erhöht. Sie lag bis dahin bei rund 69.000.

Bisher wurden nur positiv auf das Coronavirus getestete Verstorbene in der Statistik des Landes gezählt. Nun werden auch Todesfälle in die Corona-Statistik aufgenommen , in denen aufgrund der klinischen Befunde eine Infektion mit dem Coronavirus als "wahrscheinlich" anzunehmen ist. Bereits vor der Korrektur rangierte Peru weltweit auf Platz 12 der Länder mit der höchsten Corona-Sterblichkeitsrate.

Wahl in Sachsen-Anhalt: Haselhoff verteidigt Corona-Poltik

22.22 Uhr: Wenige Tage vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt haben sich die Spitzenkandidaten der großen Parteien in der "Wahlarenea" des MDR einen Schlagabtausch geliefert. Zentrales Thema der der Debatte zwischen Ministerpräsident und CDU-Spitzenkandidat Reiner Haseloff und den Spitzenkandidaten von SPD, Grünen, AfD, Linken und FDP war die Corona-Politik. Haseloff verteidigte die Corona-Strategie der schwarz-rot-grünen Landesregierung.

Der CDU-Politiker verwies dabei auch auf die Bundesgesetzgebung und die vom Bund erlassene Notbremse, der auch Sachsen-Anhalt habe folgen müssen. Auch die Spitzenkandidatinnen der mitregierenden Grünen und SPD, Cornelia Lüddemann und Katja Pähle, betonten, dass die sinkenden Inzidenzwerte auch ein Erfolg von konsequenten Maßnahmen sei. Die AfD kritisierte dagegen, dass der Lockdown viel eher hätte beendet werden müssen.

Bei der CDU in Sachsen-Anhalt geht die Angst um, den Posten als stärkste Partei bei den Landtagswahlen an die AfD zu verlieren. Unsere Kollegin Theresa Martus hat sich in Sachsen-Anhalt angeschaut, welche Auswirkung das auf den Wahlkampf hat. Lesen Sie hier: Die CDU in der Abwehrschlacht gegen die AfD

Impfreihenfolge in Frankreich aufgehoben – Macron kriegt den Pieks

21.26 Uhr: In Frankreich hat die Regierung die Impfkampagne auf alle Erwachsenen erweitert. Premierminister Jean Castex sprach von einem symbolischen Tag. Staatschef Emmanuel Macron teilte am Montagabend via Twitter mit, er und seine Frau Brigitte seien geimpft. Einzelheiten zum Zeitpunkt der Impfung und zum Impfstoff blieben offen. Der 43-Jährige war im Dezember positiv auf das Coronavirus getestet worden und litt damals unter Husten, Müdigkeit und Muskelschmerzen.

WHO benennt Corona-Varianten um

20.40 Uhr: Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat beschlossen die einzelnen Corona-Varianten nach dem griechischen Alphabet umzubenennen, teilte die Organsiation am Abend mit. Damit soll vermieden werden, dass Länder oder Regionen mit bestimmten Virusvarianten in Verbindung gebracht und Menschen, die dort leben oder von dort kommen, diskriminiert werden. Nach dem neuen Schema heißen die Mutanten nun wie folgt:

  • Die zuerst in Groß-Britannien entdeckte Virusvariante B.1.1.7 heißt nun Alpha
  • Die in Südafrika entdeckte Variante B.1.351 heißt nun Beta
  • Die in Brasilien zuerst nachgewiesene Variante P.1 heißt nun Gamma
  • Die zuerst in Indien entdeckte besonders ansteckende Coronavirus-Variante B.1.617.2 heißt nun Delta

Dies sind die zurzeit von der WHO aufgeführten „Besorgniserregenden Varianten“. Weitere „Varianten von Interesse“ sind ebenfalls mit Buchstaben aus dem griechischen Alphabet versehen worden.

Merkel will Bundes-Notbremse nicht verlängern

19.36 Uhr: Aufgrund der sinkenden Corona-Infektionszahlen hat Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) das Ende der Bundes-Notbremse für den späten Juni angekündigt. "Sie kann auslaufen jetzt", sagte Merkel am Montag nach einem Treffen mit Frankreichs Präsident Emmanuel Macron. Auch Vizekanzler Olaf Scholz (SPD) plädierte dafür, die Notbremse nicht zu verlängern.

Merkel sieht die Wirkung der einheitlichen Regelungen für Regionen mit Inzidenzwerten oberhalb von 100 Corona-Infektionen in sieben Tagen pro 100.000 Einnwohnern bestätigt. "ch glaube, sie hat sehr zur Klarheit beigetragen, um diese dritte Welle zu bremsen", sagte die Kanzlerin. Sie fügte hinzu, sollten die Infektionen etwa durch Virus-Mutationen wieder steigen, "können wir das jederzeit reaktivieren".

Pandemie nimmt in Asien wieder Fahrt auf

19.14 Uhr: Wegen neuer Corona-Mutationen blickt die Welt zurzeit mit Sorge nach Indien und Vietnam. In Indien eskaliert die Lage bereits seit Wochen. Vietnam ist bisher mit 7300 Corona-Infektionen und 47 Todesfällen relativ glimpflich durch die Pandemie gekommen. Doch im Mai haben sich die Infektionszahlen mehr als verdoppelt. Und auch in weiteren asiatischen Ländern grasiert das Virus mit Wucht.

  • In Nepal sind die Krankenhäuser am Limit und auch der medizinische Sauerstoff ist knapp. Mit verantwortlich dafür dürfte die indische Virusvariante sein. Nepal hat eine relativ offene Grenze zu Indien.
  • Auch Bangladesch teilt eine Grenze mit Indien und die Neuinfektionen steigen Tag für Tag. Seit Pandemiebeginn wurden in dem Land mit 160 Millionen Einwohnern mehr als 785.000 Infektionen und mehr als 12.000 Todesfälle im Zusammenhang mit Corona erfasst.
  • Malaysia kehrt nach einem sprunghaften Anstieg der Neuinfektionen morgen in einen landesweiten Lockdown zurück. Das Land kämpft aktuell mit der bisher heftigsten Corona-Welle. Die Behörden verzeichneten zuletzt einen neuen Höchstwert von 8290 Infektionen binnen 24 Stunden.

WHO warnt vor vorschnellen Hoffnungen auf ein Ende der Pandemie

18.31 Uhr: WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus sieht noch lange kein Ende der Corona-Pandemie. "Es ist eine Realität, dass wir noch sehr viel Arbeit vor uns haben, um diese Pandemie zu beenden", sagte Ghebreyesus am Montag zum Abschluss der online abgehaltenen WHO-Jahresversammlung. Es sei ermutigend, dass die Corona-Fahllzahlen weltweit sinken würden, "es wäre ein monumentaler Fehler, falls irgendein Land nun denkt, die Gefahr sei vorüber."

Schutzmaßnahmen wie Abstand halten, Handhygiene und Mund-und-Nasen-Schutz seien der Weg aus der Krise, ebenso eine faire Verteilung der Impfstoffe. Die WHO kritisiert, dass reiche Länder von dem wenigen vorhandenen Impfstoff so viel aufgekauft haben, dass sie bereits junge und gesunde Menschen impfen, während in vielen ärmeren Ländern noch nicht einmal genügend Impfstoff für das Pflegepersonal und die besonders Gefährdeten angekommen ist.

EU lässt Biontech für Kinder zu

17.29 Uhr: Die EU-Kommission hat den Impfstoff von Biontech/Pfizer für Kinder ab zwölf Jahren zugelassen. Damit folgt sie der Empfehlung der Europäischen Arzneimittelbehörde (EMA) vom vergangenen Freitag. Mit dem Präparat des Mainzer Unternehmens und dessen US-Partner ist nun erstmals ein Corona-Impfstoff auch für Personen unter 16 Jahren in Europa zugelassen.

In Deutschland hat allerdings die Ständige Impfkommission (Stiko) noch keine Empfehlung ausgesprochen. Bund und Länder hatten beim Impfgipfel am Donnerstag dennoch den Start der Impfkampagne bei Kindern ab zwölf Jahren für den 7. Juni beschlossen. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hatte bereits angekündigt auch ohne eine Empfehlung der Stiko mit den Impfungen zu beginnen.

Grüne fordern wegen Corona mehr Unterstützung für Kinder und Jugendliche

17.21 Uhr: Die Grünen fordern in Person von Annalena Baerbock von der Bundesregierung mehr Unterstützung für Kinder und Jugendliche. Grüne fordern wegen Corona mehr Unterstützung für Kinder und Jugendliche. Mit den derzeit stattfindenden Schulöffnungen seien die in den vergangenen Monaten entstandenen Probleme „nicht abgehakt“, sagte die Kanzlerkandidatin der Grünen am Montag in Berlin. Sie verwies auf Studien, wonach bei fast jedem dritten Kind Lernrückstände zu verzeichnen seien und bei fast jedem fünften Kind psychische Auffälligkeiten.

Das Aufholpaket der Bundesregierung in der geplanten Höhe von zwei Milliarden Euro ist aus Sicht Baerbocks nicht ausreichrend. Vor allem aber müsse stärker dafür gesorgt werden, dass die Unterstützung auch an den Schulen ankomme, wo sie am meisten gebraucht werde. Die Grünen-Chefin forderte einen „langfristigen Bildungsschutzschirm“ mit der Bereitstellung von mehr Schulsozialarbeit und „multiprofessionellen Teams“ besonders für die Grundschulen.

Studie: Mehr als die Hälfte der unter 30-Jährigen fühlt sich seit Pandemie einsam

16.28 Uhr: Mehr als die Hälfte der unter 30-Jährigen in Deutschland fühlt sich seit Beginn der Corona-Pandemie häufig einsam. Fast genauso viele befürchten, ihren Freundeskreis durch Kontaktbeschränkungen zu verlieren, wie aus einer am Montag veröffentlichten Studie im Auftrag der pronova BKK hervorging. Demnach vermisst jeder Dritte 16- bis 29-Jährige den engen Freundeskreis.

Der Studie zufolge findet der Austausch mit anderen Menschen für 45 Prozent der unter 30-Jährigen meist nur noch online statt. Mehr als die Hälfte der Befragten verzichte auf persönliche Treffen mit dem engeren Freundeskreis. Am stärksten hätten die 16 bis 29 Jahre alten Befragten der Kontakt zu weiteren Bekannten sowie zu Verwandten außerhalb des eigenes Haushalts reduziert.

Dänemark überlässt Schleswig-Holstein weitere 59.000 Impfdosen

16.17 Uhr: Schleswig-Holstein erhält aus Dänemark weitere 59 300 Dosen des Impfstoffs vom schwedisch-britischen Hersteller Astrazeneca. Die bereits unterzeichnete Vereinbarung sei ein „weiteres Beispiel für die gute Zusammenarbeit und das vertrauensvolle Verhältnis zwischen Schleswig-Holstein und Dänemark, sagte Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) am Montag. Dänemark hat den Einsatz dieses Präparates ausgesetzt.

Zuvor hatte das nördliche Nachbarland Schleswig-Holstein bereits erste 55.000 Dosen des Impfstoffs überlassen. Die neuen Dosen sollen kurzfristig geliefert und müssen nicht an Dänemark zurückgegeben werden.

Ungenutztes Corona-Krankenhaus in Berlin kostet monatlich Millionen

16.10 Uhr: Für das bislang nicht genutzte Corona-Krankenhaus auf dem Berliner Messegelände hat das Land Berlin dem landeseigenen Klinikkonzern Vivantes bisher rund 13,4 Millionen Euro gezahlt. Das Geld decke die medizinische Ausstattung und den Betrieb ab, heißt es in einer Antwort der Gesundheitsverwaltung auf eine parlamentarische Anfrage des Abgeordneten Marcel Luthe (parteilos). Darüber hinaus zahlt das Land der ebenfalls landeseigenen Messe Berlin GmbH monatlich rund 1,2 Millionen Euro für die Nutzung der Flächen. Die Gesundheitsverwaltung mietet die Flächen, Vivantes betreibt das Krankenhaus.

Im Frühjahr 2020 ist das Reservekrankenhaus auf dem Berliner Messegelände innerhalb weniger Wochen entstanden. Zunächst rund 500 Infizierte und Covid-19-Patienten könnten isoliert und behandelt werden, falls die Berliner Kliniken im Lauf der Pandemie an ihre Grenzen stoßen sollten.

Verzögerung bei digitalem Corona-Pass in Österreich

15.43 Uhr: Der sogenannte Grüne Pass kann in Österreich nicht wie geplant kommende Woche eingeführt werden. Der Nachweis von Corona-Impfungen, Tests oder Genesung mittels Handy werde sich um mindestens eine Woche verzögern, weil die EU im letzten Moment ihre technischen Anforderungen geändert habe, erklärte das Gesundheitsministerium in Wien am Montag.

Die konservativ-grüne Koalitionsregierung sieht den Grünen Pass als Vorzeigeprojekt zur Wiederbelebung des wirtschaftlich wichtigen Tourismussektors. Derzeit verwenden Geimpfte, Getestete und von Covid-19 Genesene verschiedene Zertifikate für den Zutritt zu Gastronomiebetrieben, Kultureinrichtungen und Sportveranstaltungen. Ursprünglich sollten QR-Codes ab 4. Juni die Überprüfung beim Eintritt erleichtern.

Bund will Einbau von Luftfiltern in Klassenräumen fördern

15.12 Uhr: Der Bund wird nach Angaben von Bundesbildungsministerin Anja Karliczek den Einbau von Luftfiltern in Klassenräumen jüngerer Schüler fördern. Die CDU-Politikerin sprach am Montag in Berlin von festinstallierten Filtern in Räumen, in denen unter 12-Jährige unterrichtet werden, die noch nicht geimpft werden könnten. „Da unterstützen wir jetzt nochmal die Länder oder beziehungsweise die Kommunen (...), dass sie über den Sommer jetzt feste Installationen einbringen können“, sagte Karliczek.

Berlin fördert bereits den Einbau von Luftfiltern in öffentlichen Gebäuden, Theatern, Museen und auch Schulaulen. Das zuständige Bundeswirtschaftsministerium arbeitet zurzeit an einer Ergänzung der bestehenden Förderrichtlinie. Sie soll nun um Klassenzimmer für jüngere Schüler erweitert werden. In den Bundesländern gibt es zudem eigene Förderprogramme für Luftfiltereinbau.

WHO will im November über Pandemievertrag entscheiden

14.39 Uhr: Ende November könnte der Startschuss für Verhandlungen über einen UN-Pandemievertrag fallen. Das Für und Wider soll dann bei einer eigens für diesen Zweck einberufenen Tagung erörtert werden, beschlossen die 194 Mitgliedsländer der Weltgesundheitsorganisation (WHO) am Montag in Genf.

Die Idee geht auf den EU-Ratspräsidenten Charles Michel zurück und entstand wegen der verheerenden Auswirkungen der weltweiten Verbreitung des Corona-Virus. Ein Vertrag soll sicherstellen, dass Länder bei einer neuen Pandemie besser vorbereitet sind und besser zusammenarbeiten. „Glückwunsch #WHA74!“ twitterte Michel und benutzte dabei die Abkürzung für die gerade virtuell laufende 74. Weltgesundheitsversammlung (WHA). „Pandemievorbereitung beginnt jetzt.“

Prüfung von Teststellen: Rheinland-Pfalz stellt Qualitätsmängel fest

14.35 Uhr: Bei ersten Inspektionen von Corona-Teststellen in Rheinland-Pfalz sind Qualitätsmängel festgestellt worden. Aufgrund von Mängeln habe das Landesamt vier Teststellen schließen müssen, sagte am Montag der Präsident des Landesamts für Soziales, Jugend und Versorgung, Detlef Placzek. Er kündigte eine Fortsetzung und Ausweitung der Inspektionen an. Hinweise auf möglichen Abrechnungsbetrug wie in Nordrhein-Westfalen und Bayern wurden in Rheinland-Pfalz bislang nicht bekannt.

Bei den Inspektionen werde von fachkundigen Pharmazeuten der gesamte Prozess eines Coronatests überprüft, sagte Placzek der Deutschen Presse-Agentur. Dazu gehöre die ordnungsgemäße Durchführung des Tests ebenso wie die Abfallentsorgung. Für die Überprüfung der Hygienezustände bei einem Testanbieter sind die Gesundheitsämter der Kommunen zuständig.

Kinder geimpfter Eltern sollen bei Reisen nicht in Quarantäne müssen

14.14 Uhr: Kinder von geimpften Eltern sollen bei Urlaubsreisen in Europa von der Quarantänepflicht befreit werden. Darauf dringt die EU-Kommission in einer am Montag vorgestellten Aktualisierung der offiziellen Empfehlungen zur Reisefreiheit in der EU. Wenn sich die Eltern - etwa aufgrund einer Impfung - nicht isolieren müssten, sollte dies auch für deren Kinder gelten, heißt es. Als vollständig geimpft gilt man der Empfehlung zufolge 14 Tage nachdem man seine zweite Impfdosis erhalten hat. Wenn nur eine Dosis notwendig ist, was etwa bei dem Impfstoff von Johnson & Johnson der Fall ist, soll diese Frist bereits nach der ersten Impfung gelten.

Im Zweifel entscheiden jedoch die EU-Länder selbst, welche Regeln gelten. Die EU-Kommission versucht mit den Empfehlungen möglichst einheitliche Regeln in Europa zu gewährleisten. Die Empfehlungen müssen noch von den EU-Staaten angenommen werden.

Israels Gesundheitsministerium meldet nur vier Corona-Neuinfektionen

13.57 Uhr: Die Zahl der täglichen Neuinfektionen mit dem Coronavirus ist in Israel auf den niedrigsten Stand seit mehr als einem Jahr gesunken. Wie das Gesundheitsministerium am Montag mitteilte, wurden binnen 24 Stunden lediglich vier neue Fälle verzeichnet. Es wurden in dem Zeitraum 22 360 Tests vorgenommen. Weniger Neuinfektionen waren zuletzt Anfang März 2020 registriert worden, also zu Beginn der weltweiten Pandemie.

Das Neun-Millionen-Einwohner-Land setzt seit dem 19. Dezember erfolgreich eine Impfkampagne um. Neuinfektionen und schwere Erkrankungen sind stark zurückgegangen. Parallel zum Fortschritt der Kampagne begann die Regierung mit schrittweisen Lockerungen der Corona-Restriktionen.

Lufthansa verzeichnet deutlich steigende Buchungszahlen

13.50 Uhr: Die Lufthansa will angesichts steigender Nachfrage in den kommenden Wochen bis zu 50 zusätzliche Flugzeuge reaktivieren. „Seit acht Wochen wachsen die Buchungszahlen stabil, in der vergangenen Woche mit einem deutlichen Sprung nach oben. Das waren die stärksten sieben Tage seit April 2020“, sagte Vorstandsmitglied Harry Hohmeister unserer Redaktion. „Für Flüge im Juli und August ist die Nachfrage zehn- bis elfmal so hoch wie noch vor vier Wochen.“ Auf manchen Strecken sei die Nachfrage sogar höher als vor der Corona-Pandemie. Mehr dazu: Lufthansa: Buchungszahlen für Sommer steigen sprunghaft

Bundes-Notbremse läuft wohl wie geplant Ende Juni aus

13.41 Uhr: Die sogenannte Bundes-Notbremse wird voraussichtlich, wie im Gesetz vorgesehen, Ende Juni auslaufen. „Wenn die sehr erfreuliche Entwicklung der Infektionszahlen der letzten Wochen anhält, was wir alle hoffen, dann ist aus heutiger Sicht die Tendenz, diese Notbremse mit dem 30.6. auslaufen zu lassen“, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert am Montag in Berlin. Das sei aber abhängig von der pandemischen Entwicklung.

Mit der im April verabschiedeten Notbremse wurden bundeseinheitliche Corona-Regelungen ins Infektionsschutzgesetz geschrieben, die auf Kreisebene greifen, wenn die Corona-Ansteckungszahlen bestimmte Werte überschreiten. Dazu zählen nächtliche Ausgangsbeschränkungen, Kontaktbeschränkungen, Beschränkungen für Sport, Freizeit und Handel oder Schulschließungen. Aufgehoben werden dürfen die Einschränkungen erst wieder bei mehrtägiger Unterschreitung der Schwellenwerte.

Die bundeseinheitlichen Regeln wurden allerdings im Infektionsschutzgesetz bis zum 30. Juni befristet. Käme es danach zu einem erneuten starken Anstieg der Corona-Zahlen, wären die Länder wieder selbst dafür zuständig, wie streng ihre Maßnahmen ausfallen.

Bislang keine weiteren Betrugsfälle bei Testzentren im Norden bekannt

13.27 Uhr: Neben den bereits bekannten Ermittlungen wegen Betrugsverdachts im Zusammenhang mit einem Corona-Testzentrum in Lübeck sind in Schleswig-Holstein bislang keine weiteren Verdachtsfälle bekannt geworden. Es gebe keine Hinweise auf aktuelle Fälle, sagte eine Sprecherin des Landeskriminalamts am Montag der Deutschen Presse-Agentur. Auch ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Kiel hatte am Montag keine Kenntnis von Verfahren, die im Zusammenhang mit möglichem Abrechnungsbetrug bei Bürgertests stehen.

In Lübeck waren im März der Betreiber des Testzentrums und eine Mitarbeiterin in Verdacht geraten, Abstriche für PCR-Tests nicht oder nicht ordnungsgemäß untersucht zu haben. Das Zentrum wurde daraufhin geschlossen. Eine Frau hatte wegen Zweifel an der Richtigkeit ihrer ärztlichen Bescheinigung Anzeige erstattet. In dem Testzentrum wurden sowohl kostenlose Schnelltests als auch PCR-Tests für knapp 120 Euro angeboten. Auch interessant: Betrugsverdacht bei Corona-Tests: Schärfere Regeln geplant

Polizei löst Techno-Party auf – Luft bei Streifenwagen rausgelassen

13.25 Uhr: Die Polizei hat am Samstag eine illegale Techno-Party unterhalb einer Autobahnbrücke in Overath aufgelöst. Die Beamten stoppten zuerst ein junges Pärchen, das ein portables Mischpult mitführte. Nach der Sicherstellung des Mischpults entdeckte die Polizei wenige Meter weiter die eigentliche Party: Vor dem Tunnel der A4 umringt von Bauzaunelementen tummelten sich rund 30 Personen, heißt es in einer Pressemitteilung der Polizei.

Ein Großteil der Partyteilnehmer flüchtete sofort, sieben Personen konnten jedoch gestellt werden. Neben Ordnungswidrigkeiten-Anzeigen aufgrund des Verstoßes gegen die Corona-Schutzverordnung wurden vor Ort zwei Strafanzeigen wegen Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz erstellt.

Des Weiteren wurde gegen einen 34-jährigen Würzburger eine Anzeige wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz gefertigt - der Mann hatte einen Schlagring dabei. Als die Beamten zurück zum Streifenwagen kamen, stellen sie fest, dass bei einem Reifen die Luft herausgelassen wurde.

Schnelltests unbedingt kühl lagern

13.20 Uhr: Die Aussagekraft von Corona-Schnell- und Selbsttests kann einem Charité-Virologen zufolge relativ leicht durch hohe Temperaturen und Temperaturschwankungen beeinträchtigt werden. Anwender, aber auch Verkäufer und Anbieter solcher Tests sollten die im Beipackzettel vorgeschriebene Lagertemperatur unbedingt einhalten und sich der Einschränkungen bewusst sein, sagte Jan Felix Drexler vom Institut für Virologie der Berliner Universitätsklinik der Deutschen Presse-Agentur am Montag.

"Es darf nicht zu heiß werden. Selbsttests sollten nicht direkt am Fenster in der Sonne liegen oder im Sommer in der Hosentasche mit herumgetragen werden." Auch die Lagerung von Tests im Kühlschrank und die Anwendung danach in der Wärme könne das Ergebnis verfälschen.

In der Regel empfehlen Hersteller eine Lagerung zwischen fünf und 30 Grad und eine Anwendung bei Raumtemperatur, üblicherweise zwischen 15 und 30 Grad, wie Drexler sagte. Nach Daten, die der Professor mit Kollegen im "Journal of Clinical Virology" veröffentlicht hat, reichen jedoch schon kurzzeitig niedrigere oder höhere Temperaturen – und ein Teil der untersuchten Tests zeigt ein falsches Ergebnis.

Sachsen ruft Jugendliche ab 14 zur Impfung

13.05 Uhr: Heranwachsende ab 14 Jahren können sich in Sachsen ab dieser Woche um einen Impftermin bemühen. Das kündigte Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) am Montag in Dresden an. Die Jugendlichen könnten demnach einen eigenen Termin in einigen Impfzentren vereinbaren.

Mit der Zulassung des Impfstoffes sei es möglich, dass sich Kinder und Jugendliche nun impfen lassen könnten, wenn sie es denn möchten. Die Europäische Arzneimittelbehörde EMA hatte am Freitag grünes Licht für die EU-Zulassung des Biontech-Präparats für Kinder von 12 bis 15 Jahren gegeben. Die formale Zulassung durch die EU-Kommission stand aber zunächst noch aus.

Zugleich verwies der Regierungschef darauf, dass Schulbetrieb auch ohne Impfung möglich sein müsse. "Geimpft, genesen und getestet – das sind drei Dinge, die gleichberechtigt stehen und die uns das Leben und die Normalität zu einem Großteil wieder möglich machen."

Bilanz für Modellprojekte: Tourismus kein Infektionstreiber

12.40 Uhr: Tourismus ist auch in Pandemiezeiten möglich und sicher – wenn auch mit deutlich erhöhtem Aufwand. Das ist ein Fazit der wissenschaftlichen Begleitung der Tourismus-Modellprojekte Eckernförde und Ostsee-Schlei-Region. Die Auswertung der Daten zeigt demnach deutlich, dass die touristischen Aktivitäten keine negativen Auswirkungen auf die lokale und regionale Inzidenzentwicklung hatten. Lesen Sie dazu: Urlaub an der Ostsee – Diese Corona-Regeln sind zu beachten

Zudem gebe es durch die aktive Teilnahme an Tests durch Einheimische, Angestellte von Betrieben und Touristen einen "protektiven Effekt" und die Gesamt-Infektionslage verbessere sich, sagte der Corona-Experte und Leiter des Fachbereichs Gesundheit beim Kreis Rendsburg-Eckernförde, Prof. Stephan Ott. Das könnte Sie auch interessieren: Corona-Urlaub – Welche Dokumente jetzt besonders wichtig sind

Das Projekt sei erfolgreich gewesen und habe frühzeitig die Weichen dafür gestellt, "dass wir den Tourismus im gesamten Land inzwischen wieder problemlos hochfahren konnten", sagte Tourismusminister Bernd Buchholz (FDP). Er appellierte ebenso wie Ott an Einheimische wie Gäste, sich regelmäßig auf das Coronavirus testen zu lassen.

Corona: SPD und SSW fordern Schulpflicht auch beim Distanzlernen

12.20 Uhr: SPD und der Südschlewigsche Wählerverband (SSW) haben eine Pflicht zur Teilnahme von Schülern und Lehrern am Lernen auf Distanz gefordert. "Videokonferenzen dürfen nicht der Freiwilligkeit aller Beteiligten überlassen bleiben", sagte der SPD-Bildungspolitiker Martin Habersaat am Montag. Die Teilnahme müsse Teil der Schulpflicht und der Dienstverpflichtung sein.

Es dürfe nicht von den einzelnen Lehrern abhängen, ob das digitale Lernen funktioniert, sagte Habersaat. Dafür müsse die Videokonferenz-Technik überall funktionieren und regelmäßig genutzt werden. Nach dem Willen der beiden Fraktionen müssten sich auch Schulen selbst für Distanzunterricht entscheiden können. Dies könne fernab der Corona-Pandemie beispielsweise bei Sturmwarnungen, kaputten Heizungen oder Wasserrohrbrüchen nötig sein.

Wegen Corona: Keine WM-Qualifikationsspiele in China

12.03 Uhr: Wegen der coronabedingten Reisebeschränkungen in China können die sieben restlichen Qualifikationsspiele der Asien-Gruppe A zur WM 2022 nicht wie geplant in Suzhou stattfinden. Die Partien sollen stattdessen an einem neutralen Ort ausgetragen werden, teilte die Asiatische Fußballföderation (AFC) am Montag mit. Die Entscheidung sei "wegen der wachsenden Herausforderungen getroffen worden, denen mehrere Teilnehmerländer bei Reisen in die Volksrepublik China gegenüberstehen". Der neue Spielplan solle in den kommenden Tagen bekanntgegeben werden. Ein möglicher neuer Austragungsort könnten die Vereinigten Arabischen Emirate sein, teilte der chinesische Fußballverband am Montag mit.

Nachfrage nach Arbeitskraft im Mai gestiegen

11.55 Uhr: Unternehmen in Deutschland haben auch im Mai wieder verstärkt Ausschau nach neuen Arbeitskräften gehalten: Im Vergleich zum Vormonat sei in "nahezu allen Branchen" ein Stellenplus zu vermelden, wie die Bundesagentur für Arbeit (BA) am Montag mitteilte. Der Stellenindex der BA stieg im Mai im Vergleich zu April um vier Punkte auf insgesamt 108 Punkte.

Der Index setzte seinen positiven Trend aus den Vormonaten somit fort. Im Vergleich zum Vorjahresmonat, als die Auswirkungen der Pandemie-Maßnahmen deutlich spürbar wurden, lag der Index 17 Punkte im Plus. Im Vergleich zum Vorkrisenniveau bestand laut BA im Mai allerdings noch ein Rückstand von sechs Punkten.

Der erhöhte Bedarf an Arbeitskräften sei insbesondere auf die positive Entwicklung des Verarbeitenden Gewerbes, der Unternehmensdienstleistungen, der IT-Branche und des Baugewerbes zurückzuführen. Auch in der Versorgungswirtschaft und im Gesundheitswesen sei der Stellenbestand "merklich höher" als im Mai 2020. Das besonders stark von den Corona-Maßnahmen betroffene Gastgewerbe verzeichnete laut BA im Mai im Vergleich zum Vorjahresmonat ebenfalls ein leichtes Plus.

Meilenstein fast erreicht: Deutschland bewegt sich auf 50 Millionen Impfungen zu

11.25 Uhr: Die Zahl der verabreichten Corona-Impfungen nähert sich der Marke von 50 Millionen an. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Montag (Stand: 10.20 Uhr) waren mit Sonntag seit Beginn der Impfkampagne 49,9 Millionen Impfungen verabreicht worden. Am Sonntag erhielten 270.927 Menschen eine Spritze. 14,6 Millionen sind nun vollständig geimpft.

Insgesamt haben den Angaben zufolge 35.755.407 Menschen (43 Prozent) mindestens eine Impfdosis erhalten. "Es geht voran: Ab der nächsten Woche impfen dann erstmalig auch flächendeckend die Betriebsärzte mit", teilte Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) auf Twitter mit.

Je nach Bundesland variiert die Impfquote. Die höchste Quote an mindestens Erstgeimpften verzeichnet das Saarland mit 46,2 Prozent. Sachsen liegt mit 37,9 Prozent etwas hinter den anderen Bundesländern zurück. Während das Saarland jedoch auch bei der Berücksichtigung der verabreichten Dosen beim Impftempo an der Spitze liegt, läuft die Kampagne laut RKI in Brandenburg am langsamsten. Ab 7. Juni soll die Impfpriorisierung in ganz Deutschland aufgehoben werden, in einigen Bundesländern auch schon etwas früher.

Bund fördert Forschung an Corona-Langzeitfolgen

11.20 Uhr: Das Bundesforschungsministerium will fünf Millionen Euro bereitstellen, um die Erforschung von Langzeitfolgen einer Corona-Infektion zu fördern. Ressortchefin Anja Karliczek (CDU) wies am Montag in Berlin darauf hin, dass rund zehn Prozent der Infizierten auch Wochen und Monate nach der überstandenen Akut-Infektion an zum Teil schweren Symptomen litten. Wegen der Neuartigkeit der Erkrankung fehlten aber immer noch fundierte wissenschaftliche Erkenntnisse zu den Spätfolgen.

"Umso wichtiger ist es, wissenschaftliche Erkenntnisse zu gewinnen, um die betroffenen Patientinnen und Patienten bestmöglich behandeln und bei ihrer Genesung unterstützen zu können", erklärte Karliczek.

Wir kennen das Sars-CoV-2-Virus erst seit gut einem Jahr", unterstrich Karliczek. "Zum heutigen Zeitpunkt kann niemand sagen, wer nach einer Ansteckung Langzeitfolgen entwickeln wird und warum."

Experte sieht Großbritannien am Beginn von dritter Corona-Welle

11.00 Uhr: Ein britischer Experte sieht Großbritannien angesichts der Verbreitung der indischen Variante des Corona-Virus am Beginn einer dritten Welle. "Es hat ein exponentielles Wachstum bei der Zahl der neuen Fälle gegeben und mindestens drei Viertel sind die neue Variante", sagte der Mikrobiologe Ravi Gupta am Montag im BBC-Interview.

Die zunächst in Indien entdeckte Variante B.1.617.2 breitet sich im Land zunehmend aus und könnte trotz der weit fortgeschrittenen britischen Impfkampagne die Aufhebung der noch geltenden Corona-Beschränkungen gefährden. Die Variante gilt ersten Erkenntnissen zufolge als deutlich ansteckender als bisherige Formen. Lesen Sie dazu: Indische Corona-Mutante –Was Sie zur Variante wissen sollten

"Es wird wahrscheinlich länger dauern als bei vorherigen Wellen, bis sie sich abzeichnet, weil wir ein hohes Level an Impfungen in der Bevölkerung haben", so Gupta. "Daher könnte es für einige Zeit ein falsches Sicherheitsgefühl geben, das ist unsere Sorge." Bislang sind knapp drei Viertel der Erwachsenen in Großbritannien erstgeimpft, knapp die Hälfte hat beide Impfdosen erhalten.

Hunderttausenden droht in GB die Zwangsräumung – Geringverdienende besonders gefährdet

10.40 Uhr: Etliche Mieter in Großbritannien fürchten, aufgrund von Mietrückständen ihre Wohnungen zu verlieren. Rund 400.000 Mieter seien zur Räumung ihres Wohnraums aufgefordert worden oder erwarteten eine solche Aufforderung, wie die BBC unter Berufung auf die Organisation Joseph Rowntree Foundation am Montag berichtete.

Während der Hochphase der Corona-Pandemie galt in Großbritannien ein besonderer Mieterschutz: So wurde die Frist für Zwangsräumungen auf sechs Monate verlängert, nachdem sie zuvor üblicherweise bei nur zwei Monaten gelegen hatte. Ab Juni wird diese Periode wieder verkürzt, zunächst auf vier Monate. "Wir sind sehr besorgt, dass eine Welle der Obdachlosigkeit aufkommen wird", sagte Rachelle Earwaker von der Joseph Rowntree Foundation der BBC. Viele Menschen in Berufen mit niedrigerem Einkommen – etwa Caterer oder Taxi-Fahrer – hätten durch die Pandemie ihre Arbeit verloren und seien daher gefährdet.

In einer YouGov-Umfrage im Auftrag der Stiftung gab jeder fünfte befragte Mieter an, sich Sorgen über die Begleichung der eigenen Wohnkosten zu machen. Unter Wohnungseigentümern war es nur jeder Zehnte. Unter Eltern, Geringverdienenden und Angehörigen ethnischer Minderheiten waren die Sorgen dem BBC-Bericht zufolge besonders ausgeprägt.

Bund und Länder wollen schärfere Regeln für Corona-Schnelltests

10.23 Uhr: Angesichts des Verdachts auf Abrechnungsbetrug bei Corona-Teststellen planen die Gesundheitsminister von Bund und Ländern schärfere Vorgaben. Dafür werden kurzfristig Neuregelungen in der Testverordnung angestrebt, wie die Deutsche Presse-Agentur nach Beratungen der Ressortchefs am Montag aus Teilnehmerkreisen erfuhr. Lesen Sie jetzt den Kommentar: Testzentren – Fehlende Kontrollen machen es Betrügern leicht

Mit den kommunalen Spitzenverbänden soll nun beraten werden, wie Betrug weiter erschwert werden kann. Ansatzpunkte sollen demnach etwa sein, dass Sachkosten zur Zahl der Testkits von den Kassenärztlichen Vereinigungen mit den abgerechneten Tests abgeglichen werden:

  • Die Teststellen könnten den Kassenärztlichen Vereinigungen ihre Steuer-Identifikationsnummer angeben müssen, damit Finanzämter abgerechnete Tests mit angegebenen Umsätzen abgleichen können
  • Die Zentren könnten eine schriftliche Bestätigung des Gesundheitsamtes vorlegen müssen, dass sie Tests ordnungsgemäß vornehmen

Wie es aus den Teilnehmerkreisen weiter hieß, wurde zugleich betont, dass es gelungen sei, schnell eine funktionierende Testinfrastruktur mit vielen seriöse Anbietern aufzubauen. Testzentren würden auch schon kontrolliert und seien teils geschlossen worden. Ein Missbrauch des Testangebots sei aber nicht hinnehmbar.

Pazifikstaat meldet seine erste Corona-Infektion

10.10 Uhr: Der Pazifikstaat Palau hat am Montag seinen ersten Corona-Fall gemeldet. Wie das Gesundheitsministerium mitteilte, liegt die Infektion aber schon lange zurück, eine Ansteckunsgefahr besteht daher nicht. Infiziert war demnach ein Reisender, der Anfang Mai auf der Inselgruppe im Westpazifik angekommen und vor der Abreise und während einer zweiwöchigen Quarantäne negativ getestet worden war. Bei weiteren Tests wurde den Angaben zufolge festgestellt, dass er vermutlich schon im Januar infiziert war.

Australische Airline Qantas plant Belohnungen für Geimpfte

9.50 Uhr: Die australische Fluggesellschaft Qantas will Reisende künftig mit Rabatten und anderen Anreizen belohnen, wenn sie gegen das Coronavirus geimpft sind. Unter anderem seien auch Fluggutscheine und Prämienpunkte für australische Vielflieger geplant, sagte Airline-Chef Alan Joyce am Montag dem australischen Fernsehsender 9News.

Zudem sollen spezielle Preise verlost werden. "Wir werden zehn 'Super-Preise' verlosen, mindestens einen in jedem Bundesstaat und Territorium", so Joyce. Die Gewinner dürfen ein Jahr auf dem gesamten Streckennetz kostenlos reisen.

Mit dem Programm wolle die Fluglinie mehr Australier dazu bringen, sich impfen zu lassen. Joyce lud andere Unternehmen ein, dem Beispiel von Qantas zu folgen. Bisher sind nur etwa zwei Prozent der 25 Millionen Australier vollständig geimpft.

Industrieverband BDI gegen generelles Recht auf Homeoffice

9.25 Uhr: Der Bundesverband der deutschen Industrie (BDI) hat sich gegen ein generelles Recht von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern auf Homeoffice ausgesprochen. Auch nach dem Ende der Corona-Pandemie müsse der Arbeitgeber entscheiden dürfen, ob vor Ort gearbeitet werden müsse oder nicht, sagte Verbandspräsident Siegfried Russwurm am Montag im Deutschlandfunk.

Zugleich gestand er ein, dass es ein Zurück zur alten Zeit ohnehin nicht geben werde, da in der Pandemie auch die Firmen die Vorzüge von Homeoffice und mobiler Arbeit kennengelernt hätten. Das Arbeiten von Zuhause aus werde also künftig in den Firmen einen höheren Stellenwert einnehmen

Mehr als fünf Millionen Bürgertests in Berlin gemeldet

9.15 Uhr: Seit Anfang März sind in Berlin gut 5,2 Millionen Corona-Bürgertests gemeldet worden. Davon entfielen knapp 4,8 Millionen auf privat betriebene Teststationen, die übrigen auf senatseigene Testzentren, wie ein Sprecher der Gesundheitsverwaltung am Montag mitteilte. "Der Tagesspiegel" (Montag) hatte zuvor über die Zahlen berichtet.

Linksfraktion wirft Gesundheitsministerium schwere Versäumnisse vor

9.00 Uhr: Linksfraktionschefin Amira Mohamed Ali wirft dem Bundesgesundheitsministerium bei der Kontrolle von Corona-Testzentren schwere Versäumnisse vor. "Diese Testverordnung ist aus dem Gesundheitsministerium gekommen. Hier hätten von vornherein Sicherheitsmechanismen eingezogen werden müssen, um diesen Betrug zu verhindern", sagte sie in der Sendung "Frühstart" von RTL/ntv. Nun seien konkrete Vorgaben gefragt. "Man muss die Testzentren verpflichten, dass sie nachweisen, wie viele Tests sie überhaupt durchführen."

Lauterbach: Tests nur "stichprobenweise überprüfbar"

8.55 Uhr: SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach hält es für schwierig, das Geschäftsgebaren der Anbieter von Corona-Teststellen flächendeckend zu kontrollieren. "Ich glaube, es wird nur stichprobenweise überprüfbar sein", sagte Lauterbach am Montag im ZDF-Morgenmagazin.

Die Gesundheitsämter in den Kommunen seien überlastet, man könne aber auch die Kassenärztlichen Vereinigungen noch mehr einbinden. Von einem Sonderermittler, wie ihn die FDP vorgeschlagen hatte, hält Lauterbach nichts. Außerdem muss aus seiner Sicht nicht nur die Abrechnungspraxis, sondern auch die Test-Qualität im Blick behalten werden.

Spahn sieht für Bund keine Möglichkeit, Testzentren zu kontrollieren

8.30 Uhr: Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) sieht bei der Kontrolle von Corona-Teststellen vor allem die Gesundheitsämter in der Pflicht. Wenn die Kommune vor Ort keine freien Kapazitäten habe, dann solle sie auch keine Einrichtungen damit beauftragen, die sie noch nicht genau angeschaut habe.

"Der Bund setzt den Rahmen, der Bund gibt die Regeln vor, der Bund übernimmt die Kosten, aber der Bund kann nicht die Teststellen vor Ort kontrollieren", sagte Spahn am Montag im Deutschlandfunk.

Ausbruch in China – 20 neue Fälle in Provinz Guangdong

7.45 Uhr: Mit 20 neuen lokalen Infektionen an einem Tag hat China die größte Zahl neuer Corona-Fälle seit Monaten verzeichnet. Wie die Nationale Gesundheitsbehörde am Montag mitteilte, wurden sämtliche Fälle in der südchinesischen Provinz Guangdong registriert, wo allein in der Provinzhauptstadt Guangzhou (Kanton) 18 neue Infektionen gemeldet wurden.

Nachdem dort bereits in den vergangenen Tagen Fälle aufgetreten waren, wiesen die Behörden Bewohner einiger Straßenzüge im Bezirk Liwan an, zu Hause zu bleiben. Zudem wurden Massentests durchgeführt. Menschen, die die Stadt per Flugzeug, Bus oder Bahn verlassen wollen, müssen einen negativen Covid-19-Test nachweisen.

Bordelle bleiben weiter zu – nur in einigen Ländern nicht

7.30 Uhr: Während zahlreiche Prostituierte noch immer auf den Neustart für die Bordelle warten, können Sexarbeiterinnen und Sexarbeiter in Sachsen-Anhalt und Schleswig-Holstein bereits wieder Freier empfangen. "Das fühlt sich erstmal gut an, dass es Bundesländer gibt, die uns mit reinnehmen in die Öffnungspläne."

Die Freude dürfe aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass es ebenso Bundesländer gebe, die unverrückbar bei einer Schließung blieben, sagte Johanna Weber vom Berufsverband für erotische und sexuelle Dienstleistungen der Deutschen Presse-Agentur. Vor allem in Mecklenburg-Vorpommern, Baden-Württemberg, dem Saarland, Sachsen, Hamburg und Bayern sei ein Neustart noch nicht absehbar, sagte die politische Sprecherin des Verbandes. "Da müssen wir wirklich noch Druck machen."

Die Corona-Zwangspause habe viele Kolleginnen und Kollegen in Existenznöte und teilweise auch in die Illegalität getrieben. "Viele Sexarbeiterinnen sind durch alle Raster gefallen, zum Beispiel weil sie keinen festen Wohnsitz haben", sagte Weber vom Berufsverband weiter. Andere haben Corona-Hilfen oder Arbeitslosengeld bekommen.

Dem Berufsverband zufolge sind in Deutschland rund 40.000 Männer und Frauen als Prostituierte angemeldet. Weber geht davon aus, dass nochmal so viele ohne den sogenannten Prostituiertenschutzausweis arbeiten, weil sie berufliche und private Nachteile fürchten.

Grüne: Abgeordneten-Diäten an gesunkene Löhne anpassen

7.12 Uhr: Die Grünen-Fraktion in Niedersachsen fordert, die Entlohnung der Landtagsabgeordneten den in der Corona-Krise gesunkenen Durchschnittslöhnen anzupassen. Die so genannte Diätenkommission des Landtags habe entsprechend der Lohnentwicklung in Niedersachsen ein Absenken der Abgeordnetenentschädigung um rund 65 Euro im Monat vorgeschlagen, sagte der Parlamentarische Geschäftsführer der Grünen, Helge Limburg, der Deutschen Presse-Agentur in Hannover. "Wir fordern die anderen Fraktionen auf, den Rückgang der Löhne in Niedersachsen in der Corona-Krise auch für die Abgeordneten nachzuvollziehen und die empfohlene Absenkung zu beschließen."

Im Deutschen Bundestag sinken demnach in diesem Jahr die Abgeordnetendiäten, während sie im vergangenen Jahr nicht erhöht wurden.

Regelbetrieb in Schulen – Diese Länder kehren zur Normalität zurück

7.05 Uhr: Dank gesunkener Corona-Zahlen kehren am Montag die Schulen in mehreren Bundesländern in den Regelbetrieb zurück. Die Masken- und Testpflicht gilt aber weiterhin.

  • In Nordrhein-Westfalen nehmen die Schulen den Präsenzunterricht in voller Klassenstärke wieder auf
  • Niedersachsen, das Saarland oder Hamburg verabschieden sich von Wechsel- und Distanzunterricht
  • In Brandenburg gilt das zunächst nur für die Grundschulen
  • In Mecklenburg-Vorpommern, sind die Schülerinnen und Schüler schon seit Donnerstag im Präsenzunterricht

Betrugsverdacht bei Corona-Tests - Bayern kündigt Konsequenzen an

7.00 Uhr: Nach dem Bekanntwerden von Betrugsvorwürfen gegen Corona-Teststellen in Bayern und Nordrhein-Westfalen kündigt der Vorsitzende der Gesundheitsministerkonferenz, Klaus Holetschek (CSU), Konsequenzen an. "Wer sich an der Corona-Pandemie mit kriminellen Machenschaften bereichern will, gehört konsequent bestraft", sagte der bayerische Gesundheitsminister vor einer für Montagmorgen geplanten Beratung der Länder-Gesundheitsminister mit Bundesminister Jens Spahn (CDU). "Bayern setzt sich dafür ein, dass alle Vorwürfe rasch aufgeklärt werden", sagte Holetschek. Mehr zum Thema lesen Sie hier: Boom der Corona-Testzentren: So läuft das Geschäft

Weltweite Autoindustrie bereits über Vorkrisen-Niveau

6.55 Uhr: Die weltweite Autoindustrie hat im ersten Quartal einer Studie zufolge schon wieder mehr umgesetzt und operativ auch mehr Geld verdient als vor der Corona-Krise. Der Gewinn der größten Autohersteller vor dem Abzug von Zinsen und Steuern stieg der Branchenerhebung des Beratungsunternehmens EY zufolge im Zehn-Jahres-Vergleich sogar auf den höchsten überhaupt in einem Startquartal gemessenen Wert. Die Studie lag der Deutschen Presse-Agentur am Montag vor.

Maßstab für die vierteljährlichen EY-Berechnungen sind die Finanzkennzahlen der 16 größten Autohersteller. Setzt man konstante Wechselkurse voraus, setzten die Branchenriesen zwischen Januar und Ende März 403 Milliarden Euro um – das sind rund 35 Milliarden mehr als im Vorjahr und nur rund 5,8 Milliarden weniger als im Rekordjahr 2018.

Noch deutlicher stieg der operative Gewinn: Lässt man Renault und den Stellantis-Konzern mit Marken wie Citroën, Opel und Peugeot wegen fehlender Angaben hier außen vor, kommt man auf einen Wert von 29,4 Milliarden Euro. Der operative Branchengewinn lag damit um fast ein Drittel höher als im bisher maßgebenden Startquartal 2017.

Spahn: Bis Mitte Juli 90 Prozent der Impfwilligen geimpft

6.44 Uhr: Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) erwartet, dass bis Mitte Juli "an die 90 Prozent" der impfwilligen Erwachsenen in Deutschland eine Impfung gegen das Coronavirus erhalten. Das sagte er am Sonntagabend in der ARD-Talkshow "Anne Will". Dabei gehe er von einer Impfbereitschaft "von 70 bis 75 Prozent" der Erwachsenen aus. Lesen Sie jetzt: Spahn bei "Anne Will" zwischen Versprechen und Verteidigung

Spahn verwies zugleich auf die Dynamik der Impfungen in Deutschland – waren zu Ostern erst 12 Prozent der Bürger geimpft, so sei die Zahl bis Pfingsten auf knapp 40 Prozent gestiegen. Zuletzt lag die Impfquote nach Angaben des Robert Koch-Instituts bei 42,2 Prozent, vollständige geimpft waren demnach 17,1 Prozent.

Mittelstandsunion für Ende der Testpflicht im Einzelhandel

6.30 Uhr: Der Vorsitzende der Mittelstands- und Wirtschaftsunion von CDU/CSU, Carsten Linnemann, hat sich für ein Ende der Testpflicht beim Einkaufen im Einzelhandel ausgesprochen, wenn die Inzidenz unter 100 liegt. "In Nordrhein-Westfalen gilt bereits die Regel, sobald die Inzidenz unter 100 liegt. Andere Bundesländer sollten dem Beispiel folgen. Die Erfahrungen in NRW sind positiv", sagte Linnemann der "Welt".

Justizministerin Lambrecht fordert schärfere Kontrollen von Testzentren

6.00 Uhr: Nach Berichten über groß angelegten Abrechnungsbetrug in Corona-Testzentren hat Justizministerin Christine Lambrecht (SPD) schärfere Kontrollen gefordert. "Da wo Betrug stattfindet, muss jeder wissen, das kann ganz hart geahndet werden, das wird mit hohen Strafen belegt", sagte sie am Sonntag in der ARD-Sendung "Bericht aus Berlin". "Das ist Betrug, das ist teilweise gewerbsmäßiger Betrug, der da im Raum steht", betonte sie.

Die Fraktionsvorsitzende der Grünen im Bundestag, Katrin Göring-Eckardt, kritisierte die bestehende Verordnung als nicht ausreichend, wodurch es diese "schwarzen Schafe" erst geben können. "Das ist ein weiteres Missmanagement. Und da muss jetzt Ordnung her, weil, das führt auch dazu, dass wieder Vertrauen verspielt wird", sagte die Grünen-Politikerin.

Entwicklungsminister Müller fordert gerechtere Verteilung von Impfstoffen

3.12 Uhr: Entwicklungsminister Gerd Müller hat eine gerechtere Verteilung der Corona-Impfstoffe angemahnt. In ganz Afrika seien weniger als zwei Prozent der Menschen geimpft, ein Drittel der Entwicklungsländer habe noch keine einzige Impfdosis erhalten, sagte der CSU-Politiker dieser Redaktion.

"Es kann nicht sein, dass einige reiche Länder sich vier oder gar acht Impfdosen pro Kopf sichern. Diese Überkapazität global gerecht zu verteilen, ist der schnellste Weg, um so viele Menschen wie möglich zu impfen." Müller forderte, die Impfdosen so schnell wie möglich auch Risikogruppen in Entwicklungsländern zur Verfügung zu stellen. Nur eine weltweite Impfkampagne führe aus der Krise.

Zugleich rief der Entwicklungsminister dazu auf, die Herstellung von Corona-Impfstoffen weltweit auszubauen.‎ So könne Südafrika zu einem Produktionsstandort für das gesamte südliche Afrika werden. Die deutsche Entwicklungspolitik führe dazu bereits Gespräche und stelle zum Anschub eine Kreditfinanzierung bereit. "Das alles hilft mehr, als Patente einfach nur freizugeben", betonte Müller. "Denn dadurch wird noch keine einzige Impfdosis zusätzlich produziert."

Apple bekennt sich in der Corona-Pandemie zum stationären Einzelhandel

1.43 Uhr: Während Tausenden Innenstadt-Händlern in der Corona-Pandemie die Pleite droht, bekennt sich der IT-Gigant Apple zum stationären Handel. "Wir fühlen uns dem klassischen Einzelhandel verpflichtet", sagte Apples Vorständin für Personal und Einzelhandel, Deirdre O’Brien, dieser Redaktion. "Es ist sehr wichtig für uns, eine direkte Verbindung zu unseren Kunden zu haben."

Die Managerin skizzierte die Geschäfte als Orte, an denen Kunden neueste Technologie kennenlernen, ihre Fragen zu Produkten loswerden können und sie in Workshops etwa lernen, mit dem Smartphone bessere Fotos aufnehmen. Onlineshops und stationärer Einzelhandel würden sich für den US-Konzern als Vertriebskanäle gut ergänzen.

"In unserem Online-Shop können Sie viel lernen über unsere Produkte, im Geschäft können Sie es anfassen und fühlen. Oder Sie gehen ins Geschäft, informieren sich dort, und bestellen es später online und wir liefern das Produkt zu Ihnen nach Hause." An einen Rückzug aus den Innenstädten denke der Apple daher nicht. O’Brien sagte: "Wir beabsichtigen, weitere Geschäfte zu eröffnen." Weltweit gibt es rund 500 Apple Stores, davon 100 in Europa. In der vergangenen Woche hatte Apple seinen bislang größten Laden in Europa in Rom eröffnet.

Sonntag, 30. Mai: Spahn will mehr Kontrollen bei Corona-Tests

  • Bundesgesundheitsminister Jens Spahn sieht einen Bedarf an mehr Kontrollen bei Anbietern von Corona-Tests
  • In den USA sind inzwischen mehr als 135 Millionen Menschen vollständig geimpft, wie die Seuchenbehörde CDC mitteilt
  • Bundesfamilienministerin Christine Lambrecht glaubt, dass das zwei Milliarden Euro schwere "Aufholpaket" des Bundes für Kinder und Jugendliche über den Sommer hinaus wirken muss
  • Am 7. Juni wird in Deutschland die Priorisierung bei der Vergabe von Impfterminen aufgehoben. Lesen Sie hier, was sich im Juni außerdem ändert
  • Im Kampf gegen die Pandemie wollen die vietnamesischen Behörden Massentests in Ho-Chi-Minh-Stadt durchführen. Am Samstag war eine neue Virusvariante in Vietnam gemeldet worden
  • Nach dem ersten Wochenende mit der Möglichkeit, einheimische Gäste in Mecklenburg-Vorpommern zu begrüßen, hat der Chef des Landestourismusverbands von einem gelungenen Auftakt gesprochen. In Touristenorten wie Warnemünde oder Binz habe es kein größeres Gedränge gegeben
  • In zwei Seniorenheimen in Wilhelmshaven ist das Coronavirus ausgebrochen. Bei insgesamt 40 Bewohnern und Beschäftigten seien Infektionen nachgewiesen worden, teilte die Stadt mit
  • Karl Lauterbach sieht in der Pandemie den schlimmsten Punkt überschritten: "Wir haben das Gröbste hinter uns und sind am Ende dieser schweren Zeit angekommen", sagte er der "Bild am Sonntag"
  • Der Städte- und Gemeindebund hat davor gewarnt, Corona-Teststationen nach einzelnen Betrugsfällen unter Generalverdacht zu stellen
  • Mitarbeiter von Ordnungsämtern und Polizei beklagen bei den Kontrollen von Corona-Maßnahmen ein zunehmend aggressives Verhalten der Bürger
  • Bundesfinanzminister Olaf Scholz lehnt Forderungen aus der Wirtschaft nach einer frühzeitigen Aufhebung der Homeoffice-Pflicht ab
  • Alle Bundesländer in Deutschland sind in der Corona-Pandemie mittlerweile unter den politisch bedeutsamen Inzidenz-Wert von 50 gerutscht
  • Die ersten gefälschten Impfpässe sind in Deutschland aufgetaucht - mit nach Expertenansicht vermutlich zunehmender Tendenz

Corona-News von Samstag, 29. Mai: EU-Chef Sassoli über die Impfkampagne und das Fliegen in der Corona-Krise

  • EU-Chef David Sassoli spricht mit unserer Redaktion über den zweiten Corona-Sommer und das Reisen. Lesen Sie hier: EU-Chef Sassoli: "Wir dürfen Urlaubsreisen nicht verteufeln"
  • Grünen-Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt will die Arbeitswelt nach der Pandemie umkrempeln. Vor allem die Digitalisierung soll voran kommen, dazu solle es etwa steuerliche Anreize geben
  • Im Libanon wurden am Samstag mehr als 10.000 Menschen mit Astrazeneca geimpft
  • Stiko-Mitglied Bogdan warnt vor einer "generellen Kinderimpfkampagne" – in Rumänien werden Kinder ab 12 Jahren nun geimpft
  • In Vietnam haben Behörden eine neue Corona-Variante entdeckt, die sich schnell über die Luft verbreiten kann
  • Die Staatsanwaltschaft Bochum hat Ermittlungen wegen Betrugs bei Corona-Schnelltest aufgenommen, im Ruhrgebiet wurden Wohnungen und Büros durchsucht
  • Gesundheitsminister Spahn (CDU) geriet deswegen in die Kritik, unter anderem beim Koalitionspartner SPD. Der kündigte schärfere Kontrollen an
  • Die ersten Verfahren wegen gefälschter Impfpässe in Deutschland haben begonnen. Lesen Sie dazu: Gefälschte Impfnachweise: Erste Verfahren in Deutschland
  • Die Rückkehr in die alte Normalität wird vielen Menschen schwer fallen, glaubt eine Soziolgin: Neue Routinen gaben ein Gefühl von Sicherheit
  • Die Barmer Krankenkasse ist besorgt: Die Versorgung mit Schwangerschaftsabbrüchen in Deutschland wird in der Pandemie schlechter
  • Verkehrsminister Andreas Scheuer dringt darauf, Einreisen für geimpfte Personen aus Nicht-EU-Staaten grundsätzlich zu erlauben

Corona-News von Freitag, 28. Mai: EMA gibt grünes Licht für Biontech-Impfung für Kinder

  • Wie sehr beeinflusst das wärmere Wetter die Ausbreitung des Coronavirus? Diese Fragestellung führte zu einem verbalen Konflikt zwischen Christian Drosten und dem RKI-Wissenschaftler Kai Schulze - ausgetragen auf dem sozialen Netzwerk Twitter. Lesen sie dazu: "Troll Dich!": Drosten streitet auf Twitter mit RKI-Forscher
  • Die italienische Regierung will in einigen Regionen die Corona-Beschränkungen schneller lockern. Ab Montag sollen die Adria-Region Molise, die beliebte Urlaubsinsel Sardinien und Friaul-Julisch Venetien im Nordosten wegen der guten Infektionslage in die sogenannte Weiße Zone mit den lockersten Regeln eingeteilt werden.Die gesamte Familie von Kim Kardashian (40) ist nach Angaben des TV-Stars im vergangenen Herbst an Covid-19 erkrankt - hat sich aber nicht bei einer viel kritisierten Party auf einer Privatinsel anlässlich ihres 40. Geburtstags kurz zuvor angesteckt.
  • Die niederländische Regierung hat das faktische Ende des Corona-Lockdowns angekündigt. Angesichts schnell sinkender Infektionszahlen könnten ab 5. Juni fast alle Sektoren wieder geöffnet werden - allerdings noch unter deutlichen Auflagen.
  • Nach sieben Monaten Corona-Lockdown öffnet sich Hamburg wieder für Übernachtungsgäste. Hotels, Hostels und Pensionen dürfen ab Dienstag mit eingeschränkter Kapazität öffnen, wie Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) am Freitag bekannt gab.
  • Durch die Impfungen könnte die Corona-Pandemie bald eingedämmt sein. Doch was, wenn sich Familie oder Freunde nicht impfen lassen wollen? Impfgegner fürchten, dass die Corona-Impfungen mehr schaden als nutzen. So können Sie dagegen argumentieren. Corona: Zehn Argumente für Diskussionen mit Impfgegnern
  • Die EU-Arzneimittelbehörde EMA hat grünes Licht gegeben für die Zulassung des Corona-Impfstoffs der Hersteller Biontech und Pfizer für Kinder ab zwölf Jahren. Das teilte die EMA am Freitag in Amsterdam mit. Es ist der erste Impfstoff in der EU, der auch für Menschen unter 16 empfohlen wird.
  • Der Bundesrat hat am Freitag mehreren Änderungen an der Corona-Notbremse des Bundes zugestimmt. Unter anderem wird damit geregelt, dass Kinder zwischen 6 und 16 Jahren keine FFP2-Masken tragen müssen - für sie reicht die meist blaue OP-Maske aus. Außerdem müssen Hochschulen keinen Wechselunterricht anbieten, der in Regionen mit hohen Infektionszahlen für andere Schulen eigentlich vorgeschrieben ist. Weitere Ausnahmen gibt es für die Ausbildung von Polizisten, Rettungsdienst, Feuerwehr und Katastrophenschutz sowie Trainings für Piloten und andere Crewmitglieder.
  • Griechenland will das EU-Impfzertifikat schneller einführen als andere Länder. "Wir sind bereit, das digitale Impfzertifikat vor dem 1. Juli zu aktivieren", sagte Ministerpräsident Kyriakos Mitostakis am Freitag in Athen.
  • Corona-Teststellen sollen nach einem Medienbericht kostenfreie Bürgertests falsch abgerechnet haben. Das Bundesgesundheitsministerium verwies dazu am Freitag auf die Möglichkeit nachträglicher Kontrollen.
  • Wegen sinkender Corona-Infektionszahlen entschärft die Bundesregierung die Einreisebeschränkungen für mehrere weitere EU-Länder. Die Niederlande und Zypern werden am Sonntag vom Hochinzidenz- zum Risikogebiet heruntergestuft, wie das Robert Koch-Institut am Freitag in Berlin bekanntgab.
  • Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat Südafrika deutsche Unterstützung bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie zugesichert. Zum Auftakt eines zweitägigen Besuchs versprach der CDU-Politiker am Freitag in Johannesburg weitere Hilfe der Bundesregierung beim Aufbau der Produktion von Impfstoffen gegen das Virus.
  • Die Reisezeit steht kurz bevor. Doch Urlaub in der Corona-Pandemie ist immer noch mit strengen Beschränkungen verbunden. Unsere Übersicht erklärt, welche Maßnahmen für In- und Auslandsreisen gelten.
  • Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier steht für eine zweite Amtszeit bereit. Das teilte das 65 Jahre alte Staatsoberhaupt am Freitag in Berlin mit. "Ich möchte mich für eine zweite Amtszeit als Bundespräsident zur Wahl stellen", sagte Steinmeier.
  • Intensivmediziner haben sich vor dem Hintergrund sinkender Infektionszahlen gegen eine verfrühte Entwarnung in der Corona-Pandemie gewandt. "Wir behandeln noch immer mehr als 3000 Patienten mit einer Covid-19-Erkrankung auf den Intensivstationen", sagte der Präsident der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi), der "Passauer Neuen Presse". Zugleich gebe es nach wie vor kein wirksames Medikament gegen Corona-Erkrankungen, sagte Marx weiter.
  • Beschäftigte können sich in tausenden deutschen Betrieben ab 7. Juni gegen Corona impfen lassen. Mehr als 6000 Betriebsärzte hätten eine Bestellung abgegeben, teilte eine Sprecherin des Bundesgesundheitsministeriums am Freitag in Berlin mit. Sie erhalten demnach zum Start in der Woche vom 7. Juni 702.000 Dosen des Impfstoffs von Biontech/Pfizer.
  • Im Mai haben etwas mehr Menschen in Deutschland zumindest teilweise aus dem Homeoffice heraus gearbeitet. Die Quote stieg von 30,8 Prozent im April auf 31,0 Prozent, wie das Ifo-Institut am Freitag mitteilte.
  • Alle Kinder, die 12 Jahre und älter sind, sollen laut Kanzleramtsminister Helge Braun (CDU) bis zum Ende des Sommers ein Impfangebot erhalten.
  • Noch immer ist unklar, wie das Coronavirus in die Welt kam. Nun wird wieder verstärkt über die Annahme diskutiert, ob das Virus durch einen Unfall aus einem Forschungslabor im chinesischen Wuhan entwichen ist. US-Präsident Joe Biden hat seine Geheimdienste nun unter Druck gesetzt, der Sache wirklich auf den Grund zu gehen.
  • Der Virologe Christian Drosten hat sich auf Twitter zur Corona-Mutation, die zunächst in Indien aufgetreten war, geäußert. "B.1.617.2 macht Sorgen, großteils geimpfte Jahrgänge sind weitgehend geschützt. Nicht so die Jüngeren", schrieb der Wissenschaftler.
  • Rund die Hälfte der Familien in Deutschland will ihre Kinder voraussichtlich gegen das Coronavirus impfen lassen, sobald dies möglich ist. Das geht aus einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Civey im Auftrag der "Augsburger Allgemeinen" (Freitag) hervor.Lesen Sie dazu auch: "Markus Lanz": Das Impfen von Schülern wird dauern
  • Afrika benötigt nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) in den kommenden sechs Wochen mindestens 20 Millionen Impfstoffdosen des Astrazeneca-Vakzins, um die rechtzeitige Verabreichung von Zweitimpfungen sicherzustellen.
  • Fachpolitiker der Regierungskoalition sind uneins, ob die Bundesnotbremse zur Eindämmung der Corona-Pandemie über den Juni hinaus verlängert werden soll. Der SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach hält es dagegen für richtig, die bis zum 30. Juni geltende Notbremse zu verlängern. Lauterbach sagte, "wir sind weiterhin in einer pandemischen Lage". Er warnte, "das wird sich auch nicht so schnell ändern. Wir können neue Ausbrüche oder Mutationen bekommen".

Corona-News von Donnerstag, 27. Mai: Impfungen für Kinder sollen am 7. Juni starten

  • Kinder und Jugendliche ab zwölf Jahren sollen sich in Deutschland ab 7. Juni um einen Corona-Impftermin bemühen können. Das haben die Beratungen zwischen Bund und Länder auf dem heutigen Impfgipfel ergeben. Eine Impfpflicht für Kinder soll genausowenig geben wie eine Bevorzugung.
  • Für die dringend nötigen Corona-Impfkampagnen in ärmeren Ländern fehlen dem Impfprogramm Covax zufolge bis Ende Juni 190 Millionen Impfdosen.
  • "Der Sommer wird gut", ist ein berühmtes Zitat des SPD-Gesundheitsexperten Karl Lauterbach. Die Comedienne Carolin Kebekus hat es zum Anlass genommen, zusammen mit dem Epidemologen gleich ein ganzes Lied darüber zu komponieren. Lesen Sie dazu: Lauterbach und Kebekus singen von Corona-freien Sommer
  • Die Bundesregierung will den Ländern zu wenig gelieferten Corona-Impfstoff ausgleichen.
  • Weitere Lockerungen in den Bundesländern beschlosseN: Die Kontaktbeschränkungen werden in Mecklenburg-Vorpommern vom 1. Juni an gelockert, in Niedersachsen kehren praktisch sämtliche Schulen am kommenden Montag in den Regelbetrieb zurück und Schleswig-Holstein erlaubt ab Montag wieder größere Veranstaltungen
  • Nach dem Impfgipfel hat die Bundesschülerkonferenz ein Vorgriffsrecht für junge Menschen auf den Biontech-Impfstoff gefordert.
  • SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach kritisiert die Haltung der Ständigen Impfkommission (Stiko) zu Corona-Impfungen für Kinder und Jugendliche.
  • Angesichts einer zunehmend schwierigen Deutung der Pandemie-Entwicklung hat der Berliner Virologe Christian Drosten für vorsichtiges politisches Handeln plädiert.
  • In Deutschland sind Feldtests zur Einführung eines digitalen Impfpasses gestartet.
  • In der Frage der Impfung von Kindern und Jugendlichen ab 12 Jahren gegen Covid-19 will die Ständige Impfkommission (Stiko) bis in etwa anderthalb Wochen ihre Bewertung abschließen.
  • Der französische Pharmakonzern Sanofi hat die letzte Testphase für seinen Corona-Impfstoffkandidaten gestartet.
  • Deutsche Wissenschaftler wollen die Ursache für Nebenwirkungen durch die Corona-Impfstoffe von Astrazeneca und Johnson & Johnson gefunden haben.
  • US-Präsident Joe Biden hat amerikanische Geheimdienste beauftragt, dem Ursprung der Corona-Pandemie auf den Grund zu gehen.
  • Hamburgs Hausärzte können mangels Impfstoffs kaum mehr Erstimpfungstermine anbieten.
  • Forscher der Universitätsmedizin Ulm haben in dem Impfstoff des Herstellers Astrazeneca Verunreinigungen durch Proteine entdeckt.
  • Der Mittelstand hat Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) im Vorfeld des Impfgipfels dazu aufgefordert, die Homeoffice- und Testpflicht abzuschaffen.

Mittwoch, 26. Mai: Lauterbach fordert bessere Corona-Daten

  • Karl Lauterbach hat gegenüber "t-online" eine bessere Dokumentation des Impffortschritts gefordert. Zudem müsse in Bezug auf die Auffrischungsimpfungen festgelegt werden "wer für die Beschaffung der Impfstoffe für die zweite Runde zuständig ist"
  • Noch vor dem Impfgipfel am Donnerstag machen die Bundesländer bereits Druck beim Thema Impfungen für Kinder
  • Touristen aus ganz Deutschland dürfen vom 4. Juni an wieder in Mecklenburg-Vorpommern Urlaub machen
  • Im Rechtsstreit mit Astrazeneca hat die EU-Kommission nun millionenschwere Zwangsgelder ins Spiel gebracht
  • Ohios Gouverneur Mike DeWine verlost mehrfach eine Million Dollar unter Menschen, die mindestens eine Impfdosis erhalten haben. Lesen Sie dazu: Lotterie für Geimpfte – Das beste Lockmittel gegen Corona-Skeptiker?
  • Der Pharmahersteller Biontech wird die zugesagte Liefermenge an Impfstoff in den kommenden zwei Wochen nicht einhalten können
  • Laut dem Epidemiologe Neil Ferguson könnte die indische Corona-Mutation B.1.617.2 bis zu 80 Prozent leichter übertragbar sein als die britische Corona-Mutante. Lesen Sie auch: Mallorca: Indische Corona-Mutante auf Urlaubsinsel entdeckt
  • Der Corona-Impfstoff des US-Unternehmens Johnson & Johnson wird in Belgien wegen möglicher Nebenwirkungen zunächst nur noch Menschen ab 41 Jahren gespritzt
  • Der Impfstoff von Moderna ist bei Kindern ab zwölf Jahren sehr wirksam, wie das US-Pharmaunternehmen mit Bezug auf eine klinische Studie bekannt gab
  • Bundesfamilienministerin Christine Lambrecht (SPD) hat bekräftigt, dass es auch für Kinder und Jugendliche keine Pflicht geben werde, sich gegen Covid-19 impfen zu lassen
  • Nach schweren Vorwürfen seines einst wichtigsten Beraters Dominic Cummings hat der britische Premierminister Boris Johnson seine Corona-Politik verteidigt

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Hier startet das neue Corona-Newsblog. Alle älteren Nachrichten können Sie hier in unserem bisherigen Corona-Newsticker lesen.

(fmg/dpa/afp)

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