- Das Cashplus von Unitplus ist eine Alternative zum Tagesgeld mit 3,23 Prozent Zinsen
- Das Cashplus richtet sich an Sparerinnen und Sparer mit einer längeren Anlageperspektive
- Wie schlägt sich das Cahsplus im Vergleich zu aktuellen Festgeld- und Tagesgeldangeboten?
Das Cashplus von Unitplus, angeboten von einem Berliner Fintech, ist eine interessante Alternative zum klassischen Tagesgeld. Mit 3,23 Prozent Zinsen übertrifft das Cashplus* aktuell viele Tagesgeldangebote. Hier im Beitrag vergleichen wir die Konditionen von Unitplus mit Fest- und Tagesgeldkonten und beleuchten, für wen diese Alternative geeignet sein könnte. Was spricht für die Tagesgeld-Alternative, und wo liegen die möglichen Nachteile?
Cashplus oder Tagesgeld? Neue Anlageform überrascht mit Zinsen
Im Unterschied zum Tagesgeld sind die Zinsen bei Unitplus direkt an die Zinsen der Europäischen Zentralbank (EZB) gekoppelt. Für das Cashplus-Konto gelten keine Auflagen wie Maximalbeträge oder Laufzeitbegrenzungen – auch wird nicht zwischen Neu- und Bestandskunden unterschieden. Anders als beim traditionellen Tagesgeld gibt es zudem eine Mastercard-Debit zum Cashplus-Konto* dazu, mit der weltweit kostenlos auch ohne Fremdwährungsgebühren bezahlt werden kann.
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- Werktägliche Zinsauszahlung
- Mastercard inklusive
- 3,23% Zinsen
- Keine Einlagensicherung
- Nur über Banking-App
- 0,60 % Gebühr jährlich
Derzeit liegt der Zinssatz für das Cashplus-Konto bei 3,23 Prozent. Anpassungen an den Euro-Zinssatz seien jederzeit möglich, heißt es auf der Website des Unternehmens. Das Cashplus-Konto ist damit ein Hybrid aus Bank- und Tagesgeldkonto. Ähnlich wie bei der C24 Bank, wo es ebenfalls Zinsen für das Guthaben gibt. Im Unterschied zum C24-Deal* ist Cashplus jedoch nicht zeitlich befristet – und unterscheidet sich in einigen Punkten vom normalen Tagesgeld.
Cashplus-Konto von Unitplus: So funktioniert die Verzinsung
„Als größte Pluspunkte ist die Verzinsung von Cashplus zu nennen, die direkt an die Notenbankpolitik der EZB gekoppelt“, erklärt Unitplus-Co-Founder Fabian Mohr unserer Redaktion. Auch können Kundinnen und Kunden weltweit ohne Fremdwährungsgebühr mit Cashplus bezahlen. Das hat noch einen weiteren positiven Effekt: „Bei jeder Kartentransaktion mit der Mastercard bekommt man 0,10 Prozent Cashback gutgeschrieben.“

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Das Geld werde aber nicht einfach als Cash ausgezahlt, sondern in Cashplus angelegt. Mohr weiter: „Die Anleger erhalten damit die Möglichkeit, über das Cashback selbst auch wieder Zinsen zu erwirtschaften.“ Hierfür muss die Debitkarte nicht einmal zwingend mitgeführt werden. Die Unitplus-Bankkarte kann „problemlos auch bei Apple Pay und Google Pay integriert werden“. Die Debit-Mastercard ähnelt damit der Debitkarte (Visa) von Trade Republic.
| CashPlus | Tagesgeld | |
| Zinsen | 3,23 Prozent – jederzeit Anpassung an den kurzfristigen Euro-Zinssatz | Bei verschiedenen Banken zwischen drei und vier Prozent – oft für maximal sechs Monate. Danach greift ein niedrigerer Basiszinssatz. |
| Zinsertrag (Gutschrift) | An Werktagen | Monatlich oder vierteljährlich |
| Laufzeit | Keine Beschränkung | Meist sechs Monate Zinsgarantie in der Neukundenaktion – danach oft unter ein Prozent Zinsen. |
| Mindest- und Höchstbetrag | Unbegrenzt | Oft auf bis zu 100.000 Euro begrenzt |
| Sicherheit | Über Sondervermögen in jeder Höhe geschützt | EU-Einlagensicherung bis zu 100.000 Euro greift |
| Gebühren | 0,60 Prozent des angelegten Geldes pro Jahr – keine fixen Gebühren | Meist kostenlos – es können aber Auflagen gelten wie eine verpflichtende Girokontoeröffnung. |
| Zahlungsverkehr | Weltweit kostenlos mit der UnitPlus Mastercard bezahlen und Geldabheben + 0,1 Prozent Cashback | Nur Ein- und Auszahlungen auf ein Referenzkonto – kein direkter Zahlungsverkehr möglich |
| Infrastruktur | Verzinsung erfolgt über Kapitalmarkt | Geld als Einlage bei einer Bank |
| Sicherheit der Zinserträge | Langfristig sicher – mögliche marginale Wertanpassungen durch Geld-Brief-Spanne an der Börse | Sicher bis auf bei Bankinsolvenz |
Zu beachten ist: Während die meisten Tagesgeldkonten kostenlos geführt werden können, setzt Unitplus pro Jahr 0,60 Prozent an Gebühren an. Referenzwert ist das angelegte Geld im Cashplus-Konto. Die Verzinsung erfolgt über den Kapitalmarkt, dadurch sind leichte Kursschwankungen nicht ausgeschlossen. Im Gegensatz zum Tagesgeld gibt es dafür weder einen Mindest- und Höchstbetrag noch eine Laufzeitbefristung.
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Tagesgeld-Alternative kommt mit kostenfreier Mastercard-Debit
Auch Trade Republic bietet ein Cashback, das mit ein Prozent höher ist. Anders als bei Unitplus fließt das Cashback aber nicht direkt an den Kunden zurück, sondern in einen Wertpapiersparplan nach Wahl. Wer eine echte Kreditkarte mit Verfügungsrahmen sucht, könnte mit der Payback American Express glücklicher werden. Auch die Santander bietet mit der Bestcard Basic* eine Kreditkarte ohne Jahresgebühr – allerdings gilt das Cashback hier nur für Tankfüllungen.
Weniger Konkurrenz hat Unitplus, was die Verzinsung von derzeit 3,48 Prozent angeht. Die werktägliche Zinsgutschrift sorgt dabei für einen starken Zinseszinseffekt. Streng genommen ist das Cashplus aber kein Tagesgeld. Deshalb greift auch keine gesetzliche Einlagensicherung. Wie bei Geldmarktfonds (Geldmarkt-ETFs) als Alternative zum Tagesgeld ist jedoch auch das Geld bei Unitplus über ein Sondervermögen abgesichert.
Fest- & Tagesgeld-Alternativen zu Unitplus mit Einlagensicherung
Wer die 100.000-Euro-Sicherheit über die Einlagensicherung möchte, findet am Markt Alternativen. Allerdings gibt es hier deutlich weniger Zinsen. Das Tagesgeld der J&T Direktbank* etwa wird mit 2,35 Prozent verzinst. Für das Extra-Konto der ING gibt es aktuell 3,30 Prozent Zinsen für vier Monate und im Anschluss 1,25 Prozent Zinsen. Senkt die EZB die Leitzinsen im Dezember erneut, könnte es auch hier Anpassungen geben.
Mehr Planungssicherheit kann ein Festgeld bieten. Hier sind die Zinsen oft etwas niedriger als für ein Tagesgeld. Doch dafür ist der vereinbarte Zinssatz über die Laufzeit hinweg fest und ändert sich auch nach einer Leitzinsanpassung nicht. Kurz- bis mittelfristige Laufzeiten verzinsen viele Banken aktuell am besten. Die schwedische Bank Klarna bietet für das Festgeld plus aktuell noch über drei Prozent Zinsen für mehrere Laufzeiten.
Fazit zum CashPlus-Deal: Tagesgeld-Alternative mit vielen Extras
Unser Fazit zum Cashplus von Unitplus: Das Angebot ist in mehrfacher Hinsicht interessant. Zum einen verspricht es längerfristig mehr Zinsen als viele Tagesgeldangebote – angelehnt an die Zinsentwicklung im Euroraum. Zum anderen gibt es eine Debitkarte mit Cashback-Funktion kostenlos dazu. Gerade Sparer mit einer längerfristigen Anlageperspektive, die keine Lust auf das „Zins-Hopping“ haben, profitieren von diesen Rahmenbedingungen.
Zu erwähnen ist, dass die Zinsen sinken, sollten auch die Leitzinsen sinken. Der Vorteil könnte in Zukunft also schnell auch zu einem Nachteil werden. Weil das Geld jedoch nicht gebunden und täglich verfügbar ist, könnte man es in einer solchen Situation auf eine andere Geldanlage umschichten. Zum anderen sinken in der Regel auch die Tagesgeldzinsen, sobald die EZB die Eurozinsen nach unten korrigiert.
Unsere Lesetipps zum Tagesgeld:
- Leitfaden: Tagesgeld-Guide: In fünf Schritten zum neuen Tagesgeldkonto
- Statt Sparbücher: Kaum Zinsen fürs Tagesgeld: Sparkassen-Kunden haben Alternativen
- Statt Tagesgeld: Diese Alternativen bieten langfristig mehr Rendite
- Tagesgeld-Upgrade: So gelingt der Einstieg ins ETF-Sparen
- Aktuelle Infos: Unser Spar-Ticker zum Fest- und Tagesgeld
Im Hinterkopf sollten Sparer haben, dass für das Cashplus keine Einlagensicherung gilt. Das muss nicht zwingend ein Nachteil sein –zumal die Konkurrenz wie Trade Republic bei der Guthabenverzinsung einen ähnlichen Weg geht. Verbraucher sollten sich aber im Klaren sein, dass sie sich im Zweifelsfall nicht auf die Einlagensicherung berufen können. Andererseits gilt für das Sondervermögen keine 100.000-Euro-Begrenzung, was es gerade für Anleger mit höheren Beträgen interessant macht.
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