Regulär wird in Deutschland erst 2029 ein neuer Bundestag gewählt. Doch nur knapp jeder Vierte glaubt noch daran, dass die schwarz-rote Bundesregierung von Kanzler Friedrich Merz (CDU) bis dahin durchhält. Das geht aus einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov hervor, für die 2202 Menschen befragt wurden.

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Hauptstadt Inside von Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion
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Die Ergebnisse sind eindeutig: 13 Prozent meinen, die Koalition werde noch in diesem Jahr zerbrechen. 44 Prozent der Befragten rechnen damit, dass sie in den beiden folgenden Jahren vorzeitig beendet wird. Nur 23 Prozent zeigten sich überzeugt davon, dass das Bündnis die volle Legislaturperiode bestehen bleibt. 20 Prozent machten keine Angaben.
53 Prozent der Unions-Wähler erwarten vorzeitiges Aus der Regierung
Auch unter den Wählerinnen und Wählern der Koalitionsparteien schwindet das Vertrauen in den Zusammenhalt der Regierung. Von den Unions-Anhängern rechnen 53 Prozent mit einem vorzeitigen Bruch im Vergleich zu 32 Prozent, die von einem Bestand der Koalition bis 2029 ausgehen. Bei den SPD-Wählern sind es 46 zu 34 Prozent.
Seit den Landtagswahlen im September mit dramatischen Verlusten für Union und SPD und deutlichen Gewinnen der AfD steckt die Koalition in der Krise. Differenzen beim Reformpaket und im Umgang mit Linken und AfD machen dem Bündnis schwer zu schaffen.
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Auch bei der Nachfolge von Frank-Walter Steinmeier als Bundespräsident steht eine Einigung noch aus. Die SPD drängt aktuell auf eine rasche Entscheidung über das höchste Staatsamt. Innerhalb der schwarz-roten Koalition hat die Union, die deutlich mehr Mitglieder in der Bundesversammlung stellt als die SPD, das Vorschlagsrecht. Die CSU wirbt für die bayerische Landtagspräsidentin Ilse Aigner, die CDU hält sich bedeckt.
nfz/dpa










