Der Vorsprung der AfD vor der Union schrumpft: Wäre am Sonntag Bundestagswahl, käme die AfD auf 26 Prozent und läge damit drei Prozentpunkte vor CDU und CSU. Das geht aus dem aktuellen ZDF-„Politbarometer“ der Forschungsgruppe Wahlen hervor. Im Vergleich zur vorherigen Erhebung verliert die AfD zwei Prozentpunkte, während die Union zwei Punkte hinzugewinnt und nun bei 23 Prozent liegt.

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Hauptstadt Inside von Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion

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Damit rücken die beiden stärksten politischen Kräfte in der Umfrage wieder näher zusammen. Eine Mehrheit für die derzeitige schwarz-rote Bundesregierung ergibt sich aus den Zahlen allerdings weiterhin nicht.

SPD legt leicht zu, Grüne verlieren

Die SPD käme laut Umfrage auf 14 Prozent und würde damit einen Prozentpunkt hinzugewinnen. Die Grünen verlieren dagegen zwei Punkte und landen bei 13 Prozent. Die Linke büßt einen Prozentpunkt ein und erreicht elf Prozent.

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Die FDP bleibt mit drei Prozent deutlich unter der Fünfprozenthürde und würde den Einzug in den Bundestag damit verpassen. Auf alle übrigen Parteien entfallen zusammen zehn Prozent – zwei Punkte mehr als bei der vorherigen Erhebung. Keine dieser Parteien erreicht laut Umfrage einzeln mindestens drei Prozent.

Auch andere Umfrage sieht Union näher an der AfD

Dass der Abstand zwischen AfD und Union kleiner wird, zeigt sich nicht nur im ZDF-„Politbarometer“. Auch eine am Donnerstag veröffentlichte Umfrage des Instituts für Demoskopie Allensbach im Auftrag der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ deutete in diese Richtung. In vorherigen Erhebungen anderer Institute war der Abstand zwischen den beiden Parteien größer ausgefallen.

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So wurde die Umfrage erhoben

Für das ZDF-„Politbarometer“ befragte die Forschungsgruppe Wahlen vom 20. bis 22. Oktober insgesamt 1225 zufällig ausgewählte Wahlberechtigte in Deutschland – telefonisch und online. Die Ergebnisse sollen repräsentativ für die wahlberechtigte Bevölkerung sein.

Wie bei allen Wahlumfragen gibt es jedoch Unsicherheiten. Der Fehlerbereich liegt bei einem Anteilswert von 40 Prozent bei rund drei Prozentpunkten, bei einem Wert von zehn Prozent bei rund zwei Prozentpunkten. Kleine Veränderungen zwischen zwei Erhebungen müssen deshalb nicht zwangsläufig eine tatsächliche Verschiebung der politischen Stimmung bedeuten.

mit dpa