Es ist ein Kopf-an-Kopf-Rennen: Bei der Berlin-Wahl 2026 liegen in den Umfragen aktuell vier Parteien nah beieinander. Während Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner (CDU) mittlerweile seine Spitzenkandidatur zurückgezogen und Stefan Evers übernommen hat, rechnen sich seine Herausfordererinnen und Herausforderer gute Chancen aus – auch Steffen Krach.

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Der derzeitige Regionspräsident von Hannover ist Spitzenkandidat der SPD und will im September das Rote Rathaus für seine Partei erobern. „Wieder Berlin mit Steffen Krach“ lautet sein Slogan, mit dem die SPD das Lebensgefühl der 2000er-Jahre heraufbeschwören möchte.
Wer ist Steffen Krach? Woher kommt der SPD-Spitzenkandidat? Welche Details liegen vor zu seiner Herkunft, seiner Familie und zu seinen politischen Haltungen? Hier finden die wichtigsten Informationen im Überblick.
Steffen Krach: Infos über den Spitzenkandidaten der Berliner SPD im Überblick
| Name | Steffen Krach |
|---|---|
| Funktion | Spitzenkandidat der Berliner SPD |
| Geburtstag | 7. August 1979 |
| Geburtsort | Hannover |
| Ausbildung | Diplom-Politologe |
| Familie | verheiratet, drei Söhne |
News zur Berlin-Wahl 2026
Steffen Krach: Herkunft, Ausbildung, Familie
Steffen Krach wurde 1979 in Hannover geboren, absolvierte nach dem Abitur seinen Zivildienst im niedersächsischen Hameln und studierte dann Sozialwissenschaften in Göttingen. Ab 2002 setzte er sein Studium der Politikwissenschaften an der FU Berlin fort und schloss es dort 2005 als Diplom-Politologe ab.
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Krach ist verheiratet, hat drei Söhne und lebt mit seiner Familie in Berlin-Schöneberg. Auch bei einer Wahlniederlage würde er in Berlin bleiben, gab er unlängst zu Protokoll. Krach ist Mitglied des Fußball-Bundesligisten Hannover 96 und spielt – diese Leidenschaft teilt er sich mit seinem politischen Gegner Kai Wegner – seit seinem zwölften Lebensjahr Tennis.

Hintergründe zur Berlin-Wahl 2026
Steffen Krach in der Berliner Politik: Das sind seine Stationen
Krach ist seit 1998 Mitglied der SPD. Nach seinem Studium war Krach als Referent für Wissenschaft, Weiterbildung, Forschung und Kultur des Landes Rheinland-Pfalz beim Bund und der Europäischen Union für die Landesvertretung Rheinland-Pfalz in Berlin tätig.
Ab 2007 war er unter anderem als persönlicher Referent des damaligen Berliner Bildungssenators Jürgen Zöllner in der Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung tätig. 2012 wechselte Krach auf die Bundesebene und leitete bis 2014 die Bund-Länder-Koordinierungsstelle bei der SPD-Bundestagsfraktion. Im Anschluss wurde er Staatssekretär, zunächst unter Senatorin Sandra Scheeres, später unter Senatschef Michael Müller.

2021 wurde Krach bei der Kommunalwahl in Niedersachsen zum Regionspräsidenten von Hannover gewählt.
Im August 2025 nominierte der Vorstand der Berliner SPD Krach als Spitzenkandidat für die Wahl zum Abgeordnetenhaus 2026. Krach kandidiert in Steglitz-Zehlendorf für das Abgeordnetenhaus und steht dort auf Platz eins der Liste.
Kurz vor der Wahl sieht sich Krach mit Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Hannover konfrontiert. Sie ermittelt – wahrscheinlich im Zusammenhang mit der Nachnutzung eines Klinikgeländes bei Hannover – unter anderem wegen des Anfangsverdachts der Vorteilsnahme in zwei Fällen und durchsuchte Büroräume und seine Wohnung in Berlin. Krach weist alle Vorwürfe zurück und nimmt unbeirrt Wahlkampftermine wahr. Allerdings dürften die Ermittlungen in der heißen Wahlkampfphase seine Wahlchancen nicht erhöhen.
Steffen Krach und die Berliner SPD: Politische Positionen im Überblick
Thematisch setzt Krach eigenen Angaben nach vor allem auf bezahlbare Mieten, eine starke wirtschaftliche Entwicklung und eine funktionierende Stadt. Er wolle Berlin zu einer Stadt der Gesundheit, etwa durch schnellere Arzttermine, und zu einer familienfreundlichen Metropole mit guter Bildungspolitik machen.
- Überblick: Die Spitzenkandidaten bei der Berlin-Wahl im Schnell-Check
- Konservative: Das ist CDU-Spitzenkandidat Stefan Evers
- Sozialdemokraten: Das ist SPD-Spitzenkandidat Steffen Krach
- Linke: Das ist Linken-Spitzenkandidatin Elif Eralp
- Grüne: Das ist Grünen-Spitzenkandidat Werner Graf
- Rechtspopulisten: Das ist AfD-Spitzenkandidatin Kristin Brinker
Berlin-Wahl 2026: Die Spitzenkandidaten in Bildern
Weitere politische Positionen in der Übersicht:
- In der Verkehrspolitik spricht sich die SPD gegen einen Weiterbau der Stadtautobahn A100 von Treptow nach Friedrichshain aus
- Parkplätze sollen generell wegfallen, aber eher langsam und planbar
- Krach und die SPD wollen die Olympischen Spiele und die Weltausstellung Expo 2035 in die Hauptstadt holen
- Gegen die Vermüllung Berlins soll ein jährlicher Sperrmüllgutschein helfen, der eine Gratis-Abholung durch die BSR ermöglicht
bee/dpa


















