Am 20. September wählt Berlin ein neues Abgeordnetenhaus. Wer kann die Stadt regieren? Die aktuelle Sonntagsfrage - und welche Koalitionen damit möglich wären.

Rund 2,5 Millionen Berlinerinnen und Berliner können am 20. September entscheiden, wie die Macht in der Hauptstadt verteilt wird. Nach dreieinhalb Jahren schwarz-roter Koalition wird dann ein neues Abgeordnetenhaus gewählt. Zum ersten Mal können auch 16- und 17-Jährige bei der Abgeordnetenhauswahl ihre Stimme abgeben.

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Wer im Roten Rathaus regieren wird, ist offen: Nur Kai Wegner (CDU) wird nicht mehr Regierender Bürgermeister sein. Nach seinem Tennismatch während des großen Stromausfalls im Januar war er bereist etwas angekratzt, nach Lügen-Vorwürfen dazu zog er am 10. Juli seine Kandidatur zurück - nur 72 Tage vor der Abgeordnetenhaus-Wahl.  Die CDU hatte bereits vor seinem Rückzug in den Umfragen an Zustimmung eingebüßt und wurde Anfang Juli von der Linken überholt.

Mit ihrem neuen Spitzenkandidaten Stefan Evers konnte die CDU in den Umfragen wieder aufholen – und lieferte sich zuletzt ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit der Linken, die Elif Eralp angeführt wird. Alles läuft auf ein Dreierbündnis hinaus, mit Linken oder ohne CDU .

Sonntagsfrage immer aktuell

Verfolgen Sie hier, welche Zustimmung die Parteien hätten, wenn am nächsten Sonntag Abgeordnetenhauswahl wäre. Die Umfragewerte stammen von wahlrecht.de. Dort werden Daten zur sogenannten Sonntagsfrage der größten in Deutschland tätigen Meinungsforschungsinstitute gesammelt. Alle dargestellten Umfragen sind repräsentativ. 

Doch sie sind immer mit Unsicherheiten behaftet. Schwindende Parteibindungen und immer kurzfristigere Wahlentscheidungen erschweren den Wahlforschenden zunehmend die Gewichtung. Grundsätzlich spiegeln die Umfragen nur das Meinungsbild zum Zeitpunkt der Befragung wider und sind keine Prognosen auf den Wahlausgang.

Koalitionsrechner zeigt mögliche Sitzanteile

Beim Koalitionsrechner werden aufgrund möglicher Überhang- und Ausgleichmandate keine absoluten Sitze angegeben – sondern Sitzanteile aufgrund der Umfragewerte unter Berücksichtigung der Fünf-Prozenthürde. Das Abgeordnetenhaus hat regulär 130 Sitze, die sich aufgrund des Wahlsystems erhöhen können.

Ein Projekt des Interaktiv-Teams
Von André Pätzold, Jeremias Volker, Carla Grefe-Huge und Sebastian Vollnhals. Weitere Anwendungen des Teams finden Sie auf der Interaktiv-Übersichtsseite