Sie hat bei der Berlin-Wahl 2026 mit ihrer Partei den Wahlsieg geholt und könnte nun Regierende Bürgermeisterin werden: Elif Eralp ist die Spitzenkandidatin der Berliner Linken.

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Wer ist Elif Eralp? Woher kommt die Linken-Spitzenkandidatin? Welche Infos liegen vor zu ihrer Herkunft, ihrer Familie und zu ihren politischen Haltungen? Hier finden die wichtigsten Informationen im Überblick.
Elif Eralp: Infos über die Spitzenkandidatin der Berliner Linken im Überblick
| Name | Elif Eralp |
|---|---|
| Funktion | Spitzenkandidatin der Berliner Linken |
| Geburtsjahr | 1981 |
| Geburtsort | München |
| Ausbildung | Juristin |
| Familie | verheiratet, zwei Kinder |
News zur Berlin-Wahl 2026
Elif Eralp: Herkunft, Ausbildung, Familie
Elif Eralp wurde 1981 in München geboren. Ihre Eltern waren in der Türkei als Sozialisten politisch aktiv und 1980 wegen politischer Verfolgung nach einem Militärputsch aus ihrem Heimatland geflohen. Eralp wuchs in München und Dortmund auf und zog im Alter von acht Jahren mit ihrer Familie nach Hamburg.

In der Hansestadt studierte sie Jura. Nach Abschluss ihres Studiums zog sie 2010 nach Berlin, wo sie als Referentin für Rechtspolitik bei der Bundestagsfraktion der Linken arbeitete. Ihr damaliges berufliches Ziel: Sie wollte als Menschrechtsanwältin arbeiten, wie sie im Morgenpost-Interview erzählte. Eralp ist verheiratet und Mutter zweier Kinder.
Hintergründe zur Berlin-Wahl 2026
Elif Eralp in der Berliner Politik: Das sind ihre Stationen
Eralp ist seit 2017 Mitglied der Linken. Im Dezember 2018 wurde sie in den Berliner Landesvorstand gewählt. Bei der Wahl 2021 war sie im Wahlkreis 2 in Friedrichshain-Kreuzberg der grünen Kandidatin Marianne Burkert-Eulitz unterlegen, erhielt ihr Mandat im Abgeordnetenhaus aber durch den Listenplatz 7. Bei der Wiederholungswahl 2023 verteidigte sie ihren Sitz.

Seit Mai 2025 ist Eralp stellvertretende Vorsitzende der Berliner Linken. Im Oktober wurde sie zur Spitzenkandidatin ihrer Partei bei der Berlin-Wahl 2026 nominiert.
Elif Eralp und die Berliner Linke: Politische Positionen im Überblick
Die Linke setzt den Fokus auf soziale Gerechtigkeit und das Thema Wohnungsmangel. Die Schere zwischen Arm und Reich gehe immer weiter auseinander, sagte Eralp im April. Der Hauptgrund für diese Misere seien vor allem die viel zu hohen Mieten. „Sie führen dazu, dass das Leben in unserer Stadt immer anstrengender ist.“
- Überblick: Die Spitzenkandidaten bei der Berlin-Wahl im Schnell-Check
- Konservative: Das ist CDU-Spitzenkandidat Stefan Evers
- Sozialdemokraten: Das ist SPD-Spitzenkandidat Steffen Krach
- Linke: Das ist Linken-Spitzenkandidatin Elif Eralp
- Grüne: Das ist Grünen-Spitzenkandidat Werner Graf
- Rechtspopulisten: Das ist AfD-Spitzenkandidatin Kristin Brinker
Berlin-Wahl 2026: Die Spitzenkandidaten in Bildern
Sie werde Berlin vor unsozialer Politik schützen. „Und ich werde den Mieterschutz zur Chefinnensache machen und ab Tag eins zeigen, dass wir es wirklich ernst meinen.“ Möbliertes Wohnen auf Zeit soll in allen Milieuschutzgebieten verboten werden. Auch für ein Verbot von Ferienwohnungen in Wohnhäusern spricht sich die Partei aus. Ein Sicher-Wohnen-Gesetz soll großen Vermietern vorschreiben, einen bestimmten Anteil der jährlich frei werdenden Wohnungen an Menschen mit niedrigem oder mittlerem Einkommen zu vermieten.

Im Morgenpost-Interview nimmt Eralp Stellung zu den großen politischen Streitthemen der Stadt:
- Zu Pollern und Kiezblocks in Wohnvierteln sagt sie, das müsse man im Einzelfall entscheiden
- Sie spricht sich für Tempo 30 in der Innenstadt aus, für weniger Autos und mehr bezahlbare Alternativen in Sachen Mobilität
- Eine Olympia-Bewerbung Berlins lehnt sie ab
- Eralp ist gegen eine Randbebauung des Tempelhofer Felds
Das gesamte Interview mit Elif Eralp lesen Sie hier.
Bundesweite Aufmerksamkeit erfuhr im August 2026 der Auftritt des Rappers Dahabflex, der bei einer Wahlkampfveranstaltung der Neuköllner Linken auf der Bühne die Zeilen „Death to the IDF“ (Tod der israelischen Armee) und „Yalla Yalla Intifada“ skandierte. Intifada bezeichnet Aufstände in Palästina gegen die israelische Besatzung Ende der 1980er und Anfang der 2000er-Jahre mit zahlreichen Angriffen und Selbstmordanschlägen und sehr vielen Toten auf beiden Seiten.
Eralp hatte den Auftritt inder Folge deutlich kritisiert. „Wie meine Parteivorsitzende Kerstin Wolter verurteile ich den Auftritt in Neukölln aufs Schärfste. Aufrufe zur Gewalt und zur Tötung von Menschen sind absolut inakzeptabel“, teilte Eralp mit.
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Eralp erklärte weiter: „Der Bezirksverband Neukölln hat den Sänger eingeladen, ich erwarte, dass dort aufgeklärt wird, wie es zu so einer Grenzüberschreitung kommen konnte und dass es Konsequenzen gibt. Ich stehe klar für den Schutz von jüdischen Leben und gegen jede Form von Antisemitismus.“
bee/dpa


















