- Es gibt zwei verschiedene Arten von Blutdruckmessgeräten: Modelle für das Handgelenk und den Oberarm.
- Letzteren wird eine höhere Messgenauigkeit nachgesagt, besonders bei älteren Menschen.
- In einer Untersuchung von IMTEST landet jedoch ein Handgelenk-Blutdruckmessgerät auf dem ersten Platz.
Nach Schätzungen der Techniker Krankenkasse haben etwa 20 bis 30 Millionen Deutsche Bluthochdruck. Davon sind nicht nur ältere Menschen betroffen: Eine genetische Veranlagung, Übergewicht, chronischer Stress und eine ungesunde Ernährung können den Blutdruck bereits in jungen Jahren dauerhaft ansteigen lassen. Selbst leicht erhöhte Werte können den Gefäßen schaden und langfristig das Risiko für Herzschwäche, Herzinfarkte und Schlaganfälle steigern.
Darum ist es wichtig, seinen Blutdruck zu messen – und das lieber früher als später. Blutdruckmessgeräte für zu Hause bieten die Möglichkeit, auch außerhalb der Arztpraxis seine Werte zu kontrollieren. Aber welche sind wirklich gut? Das Verbraucherportal IMTEST hat fünf Blutdruckmessgeräte bekannter Marken getestet. Das sind die besten für Oberarm und Handgelenk.

Die besten Blutdruckmessgeräte: Das sind die Testsieger bei IMTEST
- Omron RS7 Intelli IT Handgelenk-Blutdruckmessgerät*, Gesamtnote: 2,4 (Gut), für aktuell rund 79 Euro
- Withings SA WPM05 Oberarm-Blutdruckmessgerät*, Gesamtnote: 2,5 (Gut), für aktuell rund 130 Euro
- Braun Exact Fit 5 BP6200 Oberarm-Blutdruckmessgerät*, Gesamtnote: 2,5 (Gut), für aktuell rund 47 Euro
Blutdruckmessgeräte im Test: Welche Modelle arbeiten zuverlässig?
Blutdruckmessgeräte gibt es vor allem in zwei Formen: als Geräte mit Manschetten für den Oberarm oder als Alternative für das Handgelenk. Blutdruckmessgeräte für das Handgelenk sind kompakter, da die Manschette mit dem Messteil verbunden ist. Oberarm-Messgeräte gelten hingegen als etwas präziser. Für Frauen gelten andere Grenzwerte für den Blutdruck als für Männer.
Insgesamt haben die Experten von IMTEST drei Blutdruckmessgeräte für den Oberarm und zwei Blutdruckmessgeräte für das Handgelenk geprüft. Die Messgenauigkeit war dabei das wichtigste Bewertungskriterium. Um diese festzustellen, testeten drei Probandinnen unterschiedlichen Alters (22 Jahre, 39 Jahre und 63 Jahre) die Geräte jeweils dreimal.
Zur Prüfung der Messgenauigkeit verglichen die Tester eine manuelle Pulsmessung mit drei Blutdruckmessungen am Stethoskop. Maßstab war die Abweichung von diesen Referenzwerten: Je kleiner sie ausfiel, desto verlässlicher arbeitete das Blutdruckmessgerät. Die besten Ergebnisse lieferten die drei Testsieger:
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Testsieger: Blutdruckmessgerät für das Handgelenk OMRON RS7

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Am besten im Test abgeschnitten hat das Handgelenk-Blutdruckmessgerät „RS7 Intelli IT“ von Omron – mit einer Gesamtnote von 2,4 („Gut“). Unter den fünf getesteten Produkten bot es die höchste Messgenauigkeit. Pluspunkte gab es für das einfache Anbringen der Manschette, das die Tester mit dem Anlegen einer Armbanduhr verglichen. Außerdem sei der Pumpvorgang kaum wahrnehmbar. Mit einem Preis von aktuell knapp 70 Euro liegt das Handgelenk-Blutdruckmessgerät im mittleren Preissegment.
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Gut zu wissen: Das Omron „RS7 Intelli IT“ ist klinisch validiert, was bedeutet, dass die Messgenauigkeit unter medizinischen Standards geprüft wurde. Darüber hinaus verfügt das Gerät über einen Positionierungssensor für eine optimale Platzierung am Handgelenk und genauere Messwerte. Über die Hersteller-App können Nutzer ihre Messwerte auf dem Smartphone speichern und über längere Zeiträume verfolgen. Hier kaufen: Omron RS7 Intelli IT*
Das beste Blutdruckmessgerät für den Oberarm: BPM Connect von Withings

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Nicht viel schlechter als der Testsieger hat das Oberarm-Blutdruckmessgerät „BPM Connect“ von Withings abschnitten, das mit knapp 130 Euro das teuerste Produkt im Test ist. Es hat eine Gesamtnote von 2,5 („Gut“) erzielt. Das Gerät speichert die Messwerte von bis zu acht Nutzern und schickt die Ergebnisse an die dazugehörige App.
Gut zu wissen: Das kompakte Design und der wiederaufladbare Akku machen das „BPM Connect“ ideal für den Einsatz zu Hause und unterwegs. Über die WLAN- und Bluetooth-Funktion synchronisiert das Gerät die Messergebnisse automatisch mit der Health Mate-App, die sowohl für iOS als auch Android verfügbar ist. So können Nutzer ihre Gesundheitsdaten über einen längeren Zeitraum hinweg verfolgen und dem Arzt vorzeigen. Das Gerät wurde klinisch validiert und entspricht den europäischen medizinischen Standards. Hier kaufen: Withings SA WPM05*
Wie verwende ich ein Blutdruckmessgerät richtig?
Um Messfehler zu vermeiden, sind neben der richtigen Handhabung des Blutdruckgeräts auch bestimmte Verhaltensregeln vor der Messung entscheidend. Die Experten der Deutschen Hochdruckliga raten,
- die Messung im Sitzen durchzuführen.
- einige Minuten zu warten, damit sich der Kreislauf einpendelt,
- mindestens fünf Minuten vor der Messung körperliche und seelische Belastungen zu meiden,
- immer zur gleichen Tageszeit zu messen,
- den Blutdruck dreimal hintereinander mit einem Abstand von jeweils einer Minute zu messen.
Zudem sollte sich die Manschette des Messgeräts stets an dem Arm befinden, an dem das erste Mal der höhere Wert gemessen wurde. Handelt es sich um ein Blutdruckmessgerät für den Oberarm, sollte die Manschette auf der Höhe des Herzens positioniert sein. Was Sie beim Blutdruckmessen noch beachten sollten, lesen Sie hier.
FAQ
Was sagen die Blutdruckwerte aus?
Blutdruckmessgeräte erheben zwei Werte, den systolischen und den diastolischen Blutdruck. Der erste Wert gibt an, wie stark der Druck in den Gefäßen ist, wenn das Herz Blut in den Körper pumpt. Die Anspannungsphase des Herzens wird auch als Systole bezeichnet. Mit dem zweiten Wert wird der niedrigste Druck in den Gefäßen gemessen, wenn sich das Herz in der Erschlaffungsphase (Diastole) befindet und sich mit Blut füllt.
Ab wann spricht man von Bluthochdruck?
Als optimal gelten gemeinhin Blutdruckwerte von 120/80 mmHg. Hoch, aber noch normal sind Werte bis 139/89 mmHg. Von Bluthochdruck sprechen Mediziner, wenn die Werte dauerhaft bei über 140/90 mmHg liegen.
Wichtig: Die Normalwerte unterscheiden sich nach Alter und Geschlecht – Männer und ältere Menschen haben in der Regel einen höheren Blutdruck.
Wodurch wird Bluthochdruck verursacht?
Manche Menschen neigen mehr als andere zu Bluthochdruck, weil sie eine genetische Veranlagung dazu haben. Zu den äußeren Risikofaktoren gehören Übergewicht, eine salzreiche Ernährung, chronischer Stress, Bewegungsmangel und ein erhöhter Alkoholkonsum. Dementsprechend kann eine gesunde Lebensweise dabei helfen, den Blutdruck zu regulieren. Vor allem blutdrucksenkende Lebensmittel können hilfreich sein.
Warum ist Bluthochdruck gefährlich?
Wenn Bluthochdruck nicht behandelt wird, können die Arterien verkalken, was das Risiko für Herzinfarkte und Schlaganfälle ansteigen lässt. Zudem kann chronischer Bluthochdruck zu Herzrhythmusstörungen und Herzschwäche führen.
Kann der Blutdruck auch zu niedrig sein?
Bei einem niedrigen Blutdruck (Hypotonie) liegen die Werte dauerhaft unter 100/60 mmHg. Aus gesundheitlicher Sicht ist das nicht weiter problematisch, sofern keine Beschwerden auftreten. Wenn aber die Durchblutung im Körper so gemindert ist, dass Symptome auftreten (z.B. chronische Müdigkeit, Schwindel, Konzentrationsschwäche), sollten Maßnahmen ergriffen werden, die den Blutdruck erhöhen.
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