Bei dem zweiten Treffen zwischen US-Präsident Donald Trump und dem ukrainischen Präsidenten Wolodomyr Selenskyj blieb der Eklat aus. Es war sogar ein ausgesprochen freundlicher Austausch. Zuversichtlich stimmte auch die Tatsache, dass Trump die Regierungschefs jener europäischen Länder, denen er Jahre lang mit einem Nato-Austritt gedroht hatte, wie alte Freunde begrüßte.

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Hauptstadt Inside von Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion
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Die positive Stimmung mag daran gelegen haben, dass Vertreter der mächtigsten Nato-Mitglieder in Kompaniestärke angetreten waren, um Selenskyj den Rücken zu stärken. Und sie nahmen kein Blatt vor den Mund. Bundeskanzler Friedrich Merz etwa betonte die Notwendigkeit einer Waffenruhe, womit er Trump indirekt widersprach.
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Doch der kollegiale Ton trügt. Denn auch das Lob, mit dem die Europäer Trumps Ego schmeicheln wollten, änderte nichts daran, dass seine Positionen seit dem Gipfel in Anchorage dieselben geblieben sind. Von der ursprünglichen Forderung nach einer Waffenruhe hat sich Trump längst distanziert. Er legte sogar nach und sagte, dass sich ein dauerhaftes Friedensabkommen basteln ließe, während die Kampfhandlungen weitergehen.
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Sämtliche Europäer sprachen sich für ein trilaterales Treffen unter Einbeziehung des Kreml-Chefs aus. Das aber wird niemals zustande kommen, wenn Putin nicht an Bord sein will. Zu Sicherheitsgarantien, auf denen die Europäer beharren, wollte sich Trump nicht verpflichten. Dann aber der wohl aussagekräftigste Satz des Präsidenten: Sofort nach den Gesprächen werde er Russlands Präsident Wladimir Putin anrufen. Womöglich ein Zeichen dafür, dass der wahre Strippenzieher hinter Trumps Handlungen in Moskau sitzt. Kein gutes Omen für die Ukraine.







