Seit mehr als 100 Jahren schmückt der Berliner Dom die Museumsinsel mitten in der Hauptstadt. 1905 wurde der Neurenaissancebau am Lustgarten auf Wunsch von König Wilhelm II. fertiggestellt, bis heute ist die Sehenswürdigkeit die größte evangelische Kirche Deutschlands. Und das, obwohl nur noch ein Teil des ursprünglichen Bauwerks erhalten ist.

Montag bis Samstag
Morgenpost der Chefredaktion
Die ersten News des Tages – direkt von der Chefredaktion. Montag bis Samstag um 6:30 Uhr.
Mit meiner Anmeldung zum Newsletter stimme ich der Werbevereinbarung zu.
Die 98 Meter hohe, historische Kuppel mit dem goldenen Kreuz ist das Erkennungsmerkmal des Berliner Doms, der offiziell Oberpfarr- und Domkirche zu Berlin heißt. Auf dem Kuppelumgang erwartet die Besucherinnen und Besucher ein beeindruckender 360-Grad-Blick über Berlin-Mitte. Aber auch das Innere des Doms hat einiges zu bieten. Statuen, Mosaike oder die Grabstätten von Königinnen und Königen machen die Kirche zu einem beliebten Ausflugsziel.
Berliner Dom: Die wichtigsten Infos im Überblick
| Ort | Berliner Dom |
|---|---|
| Adresse | Am Lustgarten, 10178 Berlin |
| Anreise | U-Bahnhof Museumsinsel, S-Bahnhof Hackescher Markt, Tram-Station Spandauer Straße |
| Öffnungszeiten | Mo.-Fr. 9-18 Uhr, Sa. 9-17 Uhr, So. 12-17 Uhr, letzter Einlass 60 Minuten vor Schließung. Abweichungen möglich. |
| Eintrittspreis | 10 Euro, ermäßigt 7,50 Euro |
| Höhe | 98 Meter |
| Errichtet | 1894–1905 |
Die Geschichte des Berliner Doms im Steckbrief
- Auf der Spreeinsel gab es bereits seit dem 16. Jahrhundert einen Dom
- 1747 bis 1750 ließ König Friedrich II. an der Stelle, wo sich auch der heutige Dom befindet, einen Neubau errichten und den alten Dom abreißen
- 1894 beschloss König Wilhelm II. erneut einen neuen Dom zu bauen. Dieser wurde 1905 fertiggestellt.
- Durch Luftangriffe der Alliierten wurde der Dom und insbesondere die Kuppel schwer beschädigt
- Die DDR-Regierung ließ 1975 Teile des Doms abreißen und begann im Anschluss damit, das restliche Gebäude zu renovieren und wiederaufzubauen. Die Arbeiten wurden erst nach der Wiedervereinigung vollständig abgeschlossen.

Lesen Sie auch: Der Bau des Berliner Doms: Die Kathedrale des Kaisers
Was ist das besondere am Berliner Dom?
Der Berliner Dom gehört zu den schönsten Kirchen der Hauptstadt. Nicht nur seine Kuppel und seine Größe machen ihn einzigartig, auch die Verzierungen im Innen- und Außenbereich sind ein Blickfang. Dazu beinhaltet er die Hohenzollerngruft, die wichtigste dynastische Grabstätte Deutschlands. Auch der Panoramablick, der sich auf dem Kuppelumgang eröffnet, macht den Dom besonders.
- Wahrzeichen: Brandenburger Tor: Was das Wahrzeichen wirklich bedeutet
- Drehkreuz: Alexanderplatz: Berlins Platz der Extreme
- Kalter Krieg: Checkpoint Charlie: Was Besucher wissen sollten
- Hoch hinaus: Fernsehturm: Was steckt hinter dem Wahrzeichen?
- Tiere: Ein Tag im Zoo – was man unbedingt sehen sollte
- Tiergarten: Siegessäule: Was man über die Goldelse wissen muss
- Reichstag: So funktioniert der Besuch mit Kuppelblick
- Klassisch: Warum der Gendarmenmarkt als schönster Platz Berlins gilt
- Sammlungen: Museumsinsel: Diese Museen lohnen sich wirklich
Wer liegt im Berliner Dom begraben?
Die Hohenzollerngruft unter dem Berliner Dom beinhaltet insgesamt 90 Grabstätten, vom Ende des 16. Jahrhunderts bis zum Anfang des 20. Jahrhundert. Die Särge und Sarkophage von zahlreichen Königinnen und Königen sind dort zu finden, ihre Grabstätten wurden bei den beiden Domneubauten in die neuen Gebäude transportiert. Angehörige der Familie Hohenzollern fanden dort ihre letzte Ruhe, unter anderem König Friedrich I., seine Frau Sophie Charlotte und Königin Elisabeth Christine. Aktuell wird die Gruft saniert, sie ist voraussichtlich ab Anfang 2026 wieder für die Öffentlichkeit zugänglich.
Auch interessant: Der Berliner Dom: Zuerst gehasst, dann geliebt
Der Berliner Dom als Ausflugsziel
Für den Besuch im Berliner Dom sollte man rund 45 Minuten einplanen. Das Gebäude kann in Eigenregie besichtigt werden, es gibt von Montag bis Samstag aber auch 20-minütige Standortführungen. Diese sind im Eintrittspreis bereits enthalten, ebenso wie der Kuppelumlauf, von dem aus sich Berlin-Mitte überblicken lässt. Wer sich die Aussicht nicht entgehen lassen will, muss allerdings auch den Aufstieg über 270 Stufen auf sich nehmen. Da der Dom eine aktive Kirche ist, werden in ihm auch Gottesdienste durchgeführt, dazu gibt es immer wieder auch Konzerte oder Veranstaltungen im Dom.

Ein Ausflug zum Berliner Dom lässt sich auch gut mit einem Besuch der Museumsinsel verbinden. Direkt neben der Kirche liegt der Lustgarten. Der kleine Park ist eine beliebte Grünfläche und lädt mit seiner Wasserfontäne und den Sitzgelegenheiten zum Verweilen ein. In unmittelbarer Nähe befindet sich außerdem das Alte Museum, in dem römische und griechische Fundstücke betrachtet werden können, sowie das Berliner Schloss, das vom Humboldt Forum als Ausstellungs- und Veranstaltungsort genutzt wird.
fgö




