Der Gendarmenmarkt ist mehr als nur ein Platz – er ist ein Stück Stadtbühne. Mit dem Deutschen Dom, dem Französischen Dom und dem Konzerthaus Berlin bildet er eines der elegantesten Ensembles der Hauptstadt, für manche ist er gar der schönste Platz Europas – obwohl nach seiner Sanierung und Wiedereröffnung durchaus heftig über diese Bezeichnung gestritten wurde. Fest steht: Ob für einen Spaziergang, ein Konzert oder einen Blick über die Dächer Berlins – der Gendarmenmarkt ist eine Sehenswürdigkeit und ein Ausflugsziel für alle, die Berlin von seiner stilvollsten Seite erleben wollen.
Gendarmenmarkt: Die wichtigsten Infos im Überblick
| Ort | Gendarmenmarkt |
|---|---|
| Adresse | Gendarmenmarkt 5-6, 10117 Berlin |
| Anreise | U-Bahnhöfe Hausvogteiplatz, Unter den Linden, Stadtmitte |
| Öffnungszeiten | rund um die Uhr |
| Gebäude | Deutscher Dom, Französischer Dom, Konzerthaus |
Gendarmenmarkt: Seine Geschichte im Steckbrief
- 1688: Der Platz entsteht im Zuge der Stadterweiterung „Friedrichstadt“ unter Kurfürst Friedrich III. – ursprünglich als Marktplatz angelegt
- 1701: Französische Hugenotten erhalten ein eigenes Gotteshaus: den Französischen Dom. Er steht gegenüber der lutherischen Gemeinde, dem späteren Deutschen Dom
- 1736: Der Platz erhält seinen heutigen Namen „Gendarmenmarkt“, benannt nach dem Regiment „Gens d’armes“, das hier bis 1773 stationiert war
- 1780–1800: Architekt Carl von Gontard prägt das heutige Erscheinungsbild. Die Türme („Domfassaden“) beider Kirchen werden hinzugefügt, dazwischen entsteht 1821 das klassizistische Schauspielhaus von Karl Friedrich Schinkel
- 1945–1984: Der Platz wird im Zweiten Weltkrieg schwer zerstört. DDR-weit sichtbar wird er ab den 1980ern umfassend wiederaufgebaut. Heute gilt der Gendarmenmarkt als einer der schönsten Plätze Europas
Der Gendarmenmarkt im Wandel der Zeit
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Was gibt es auf dem Gendarmenmarkt? Welche Kirchen stehen dort?
Auf dem Gendarmenmarkt stehen drei markante Bauwerke, die den Platz architektonisch prägen: In der Mitte erhebt sich das klassizistische Konzerthaus Berlin, entworfen von Karl Friedrich Schinkel – heute Heimat des Konzerthausorchesters mit hochkarätigem Musikprogramm.

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Zu beiden Seiten stehen der Deutsche Dom und der Französische Dom. Trotz ihres Namens sind sie keine Kathedralen, sondern Kuppelbauten mit Ausstellungen. Im Deutschen Dom – nicht zu verwechseln mit dem Berliner Dom – befindet sich ein Museum zur Geschichte des deutschen Parlamentarismus. Der Französische Dom bietet eine Dauerausstellung zur Geschichte der Hugenotten sowie eine Aussichtsgalerie mit Blick über den Platz.
Dazu kommen gehobene Restaurants, Cafés, kleine Boutiquen und regelmäßig stattfindende Events wie der klassische Weihnachtsmarkt, Konzerte oder Open-Air-Veranstaltungen wie das Classic Open Air. Auch das Schillerdenkmal auf dem Platz ist ein beliebter Fotospot.
Kurz gesagt: Der Gendarmenmarkt bietet Kultur zum Erleben, Geschichte zum Entdecken und Atmosphäre zum Verweilen – mitten in Berlins historischer Mitte.
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Fun Facts zum Gendarmenmarkt
- Der Französische und der Deutsche Dom sind keine echten Dome – sie heißen nur so. Der Begriff „Dom“ bezieht sich hier auf die barocken Kuppelbauten, nicht auf kirchliche Bedeutung. Beide Türme sind rein dekorativ und wurden nachträglich ergänzt – für die Symmetrie
- Zur DDR-Zeit hieß der Gendarmenmarkt anders: Von 1950 bis 1991 trug er den Namen „Platz der Akademie“ – benannt nach der nahegelegenen Akademie der Wissenschaften. Erst nach der Wende bekam er seinen historischen Namen zurück
- Der Weihnachtsmarkt auf dem Gendarmenmarkt gilt als einer der edelsten Berlins – und kostet Eintritt. Dafür gibt’s Kunsthandwerk, Bühnenprogramm und Glühwein
Der Gendarmenmarkt als Ausflugsziel
Tagsüber lohnt sich ein Besuch der Museen in beiden Domen – etwa zur deutschen Parlamentsgeschichte oder zur Geschichte der Hugenotten. Wer es ruhiger mag, kann einfach über das weitläufige Pflaster schlendern oder in einem der Cafés rund um den Platz verweilen.
Abends wird der Gendarmenmarkt zur stilvollen Kulisse für Konzerte, Opern oder Theater – vor allem im Schinkelschen Konzerthaus. In der Adventszeit verwandelt sich der Platz in einen stimmungsvollen Weihnachtsmarkt mit Lichtinstallationen und gehobener Gastronomie.
Perfekt kombinierbar ist der Ausflug mit einem Spaziergang entlang der Friedrichstraße oder einem Abstecher zum nahegelegenen Bebelplatz, zur Staatsoper oder zur Museumsinsel. Ein Ausflugsziel für alle, die Kultur, Geschichte und Großstadtflair auf engem Raum erleben wollen.
Und ist der Gendarmenmarkt denn nun der schönste Platz Berlins, wenn nicht gar Deutschlands oder Europas? Ob er in einer Reihe mit Plätzen wie der Piazza San Marco in Venedig, dem Place des Vosges in Paris oder der Plaza Mayor in Madrid steht, hängt vom Blickwinkel ab. In Berlin ist er unangefochten – und für viele ein stiller Favorit in Europa.
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