Kein anderes Bauwerk prägt die Berliner Skyline so sehr wie der Fernsehturm am Alexanderplatz. 1969 als sozialistisches Prestigeprojekt der DDR eröffnet, ist er heute ein Wahrzeichen für das wiedervereinte Berlin – und eines der meistbesuchten Ausflugsziele und Sehenswürdigkeiten der Stadt. Ob als Aussichtspunkt, Restaurant mit Rundumblick oder technisches Denkmal: Wer Berlin erleben will, sollte einmal ganz nach oben.
Fernsehturm Berlin: Die wichtigsten Infos im Überblick
| Ort | Fernsehturm |
|---|---|
| Adresse | Panoramastraße 1A, 10178 Berlin |
| Anreise | S- und U-Bahn Alexanderplatz (U2, U5, U8, S3, S5, S7, S75, S9) |
| Öffnungszeiten | 9 bis 23 Uhr |
| Errichtet | 1964 bis 1969 |
| Höhe | 368 Meter |
Berliner Fernsehturm: Seine Geschichte im Steckbrief
- 1950er-Jahre: Erste DDR-Planungen für einen Fernsehturm – ursprünglich in Berlin-Buch geplant
- 1964: Entscheidung für den Standort Alexanderplatz – aus städtebaulichen und politischen Gründen
- 1965: Offizieller Baubeginn unter Leitung der Deutschen Bauakademie; Architekt: Hermann Henselmann
- 1969 (3. Oktober): Eröffnung des Berliner Fernsehturms
- 1979: Erste umfassende Modernisierungen und technische Aufrüstungen zur Satellitenübertragung
- 1990: Der Fernsehturm wird nach der Wiedervereinigung zum gesamtdeutschen Wahrzeichen
- 1997–2001: Grundsanierung der technischen Anlagen und Modernisierung der Aussichtsplattform

Wie viel kostet der Eintritt in den Fernsehturm Berlin?
Der Eintrittspreis für den Berliner Fernsehturm variiert je nach Ticketart. Hier ein Überblick über die aktuellen Preise (Stand: 2025):
- Standardticket (Erwachsene): ab 25,50 Euro
- Kinder (4–14 Jahre): ab 19,50 Euro
- Kleinkinder (0–3 Jahre): kostenlos
Tickets an der Tageskasse können teurer sein und längere Wartezeiten verursachen. Online-Buchungen mit festem Zeitfenster ermöglichen einen schnelleren Zugang.

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Warum heißt der Fernsehturm eigentlich Fernsehturm?
Die Antwort liegt im ursprünglichen Zweck des Bauwerks: Der Berliner Fernsehturm wurde in den 1960er-Jahren von der DDR als zentrales Sendesystem für Fernsehen und Radio errichtet. Der Name „Fernsehturm“ beschreibt also ganz sachlich seine Funktion als Fernsehsendeturm. Anders als viele andere Bauwerke der DDR war der Name bewusst nüchtern gehalten – kein ideologischer Beiklang, sondern ein technisches Statement.

Warum kippt der Berliner Fernsehturm nicht einfach um?
Trotz seiner Höhe von 368 Metern wirkt der Berliner Fernsehturm stabil wie ein Fels – und das aus gutem Grund: Er steht auf einem robusten Fundament. Genauer gesagt auf rund 7.000 Kubikmetern Beton, die in den dicht gelagerten Brandenburger Kiesboden eingebettet sind. Das Fundament reicht etwa fünf Meter tief und hat einen Durchmesser von knapp 30 Metern – eine gigantische „Bodenplatte“, die das Gewicht von etwa 26.000 Tonnen verteilt.
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Zusätzlich ist der Turmschaft nach oben hin schlanker gebaut, wodurch er weniger Windangriffsfläche bietet. Die Kugel, die viele für den schwersten Teil halten, ist zwar massiv – ihr Gewicht wird aber durch die Statik des Schaftes optimal abgestützt. Auch bei starkem Wind schwankt der Fernsehturm nur minimal – das ist einkalkuliert und völlig ungefährlich.
Fun Facts zum Fernsehturm
- Die „Rache des Papstes“: Wenn die Sonne richtig steht, reflektiert sich ein Kreuz auf der silbernen Kugel – sehr zum Ärger der DDR-Führung. Der Volksmund nannte es spöttisch „Rache des Papstes“
- Der Fernsehturm sollte ursprünglich ganz woanders stehen: Erste Entwürfe sahen Standorte wie die Müggelberge oder Berlin-Buch vor. Erst aus politischen Gründen wurde er an den Alexanderplatz verlegt
- Das Drehrestaurant braucht genau 30 Minuten: Die kugelförmige Plattform mit dem Restaurant „Sphere“ dreht sich einmal pro halbe Stunde um die eigene Achse – leise und fast unmerklich

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Fernsehturm als Ausflugsziel
Mit 368 Metern ist der Berliner Fernsehturm nicht nur das höchste Bauwerk Deutschlands, sondern auch eines der beliebtesten Ausflugsziele der Hauptstadt. Wer die Aussichtsplattform auf 203 Metern Höhe besucht, wird mit einem spektakulären 360-Grad-Panoramablick belohnt – bei gutem Wetter reicht die Sicht bis weit ins Umland. Ein Highlight ist das Drehrestaurant „Sphere“, das sich innerhalb von 30 Minuten einmal um die eigene Achse dreht – Frühstück, Mittag oder Abendessen mit ständig wechselndem Ausblick inklusive.
Rund um den Alexanderplatz lässt sich der Ausflug perfekt mit einem Bummel, Shopping oder Museumsbesuch verbinden: Die Museumsinsel, der Berliner Dom, der Prachtboulevard Unter den Linden, das Rote Rathaus – viele Berliner Sehenswürdigkeiten befinden sich in unmittelbarer Nähe.
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