Liebe Leserin, lieber Leser,
ein Wochenende in den Herbstferien! Beginnen wir ausnahmsweise mal mit drei Freizeittipps:
- Mögen Sie neapolitanische Pizza? Am Steglitzer Damm hat jetzt das „Polin“ eröffnet, wo man die Dinger praktischerweise mit Schere an den Tisch bekommt.
- Lieben Sie Porträtmalerei? Dann ist die neue Ausstellung „Porträts!“ in der Gemäldegalerie vielleicht etwas für Sie.
- Mal wieder Lust aufs Kino? Die Neustarts der Woche haben wir hier für Sie zusammengefasst.
Neues aus Berlin
Die Zweifel reißen nicht ab: Das geplante rot-grün-rote Bündnis unter Führung der Linken in Berlin stößt bundesweit auf Skepsis. Laut ZDF-Politbarometer fänden 56 Prozent der Befragten eine solche Koalition schlecht, darunter 42 Prozent der SPD- und 26 Prozent der Grünen-Anhänger. 26 Prozent bewerten sie positiv, 16 Prozent ist es egal. Die Forschungsgruppe Wahlen befragte vom 20. bis 22. Oktober 1225 Wahlberechtigte, die Fehlerquote liegt bei zwei bis drei Prozentpunkten.

Die Linke mit Spitzenkandidatin Elif Eralp hatte die Wahl vor rund einem Monat mit großem Vorsprung vor der CDU gewonnen. Sie könnte erstmals die Regierende Bürgermeisterin stellen. SPD und Grüne haben sich für Koalitionsverhandlungen ausgesprochen. Die Linke entscheidet am 31. Oktober auf einem Parteitag. Stimmt sie zu, beginnen Anfang November die Gespräche. Rund um den Jahreswechsel könnte eine Regierung stehen, sofern die Basis von Linken und Grünen den Koalitionsvertrag billigt. Ob die SPD ihre Mitglieder befragt, ist offen.
Gegenwind kommt aus der ganzen Republik. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat sich mehrfach gegen das Bündnis ausgesprochen, Cem Özdemir (Grüne) warnte vor einer Koalition mit der Linken, und Hubertus Heil (SPD) äußerte Zweifel an deren Regierungsfähigkeit. Die Linke sah sich zuvor Vorwürfen zum Umgang mit Antisemitismus und organisierter Kriminalität ausgesetzt. Eine gemeinsame Erklärung der drei Parteien zum Thema Antisemitismus soll in den Koalitionsvertrag aufgenommen werden.
Unterdessen lud CDU-Landeschef Stefan Evers SPD und Grüne zu Gesprächen ein. Beide sagten zu, betonten aber, es gehe nicht um eine Sondierung, sondern um die Übergangszeit bis zur neuen Regierung. Thema dürfte angesichts der angespannten Finanzlage ein Nachtragshaushalt sein. Mehr dazu finden Sie hier.
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Haben Sie ein schönes Wochenende! Und nicht vergessen: In der Nacht von Samstag auf Sonntag ist Zeitumstellung.
Ihr Felix Müller
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