In Berlin hat es in den ersten neun Monaten dieses Jahres mehr dokumentierte Datenpannen gegeben, als je zuvor. Das teilte Meike Kamp, Berliner Beauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit (BlnBDI), mit. Demnach wurden 1550 Datenschutzvorfälle gemeldet. „Das sind rund 40 Prozent mehr Meldungen von Datenschutzvorfällen als im gleichen Zeitraum 2025 bei meiner Behörde eingingen“, erklärt Kamp. Gründe für den Anstieg seien unter anderem schnellere und professionellere Cyberangriffe durch den Einsatz künstlicher Intelligenz.

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Besonders der Privatsektor ist betroffen. Von den 1550 Meldungen entfielen nur 247 auf den öffentlichen Bereich – also Behörden oder landeseigene Unternehmen. Mit dem Ausbau digitaler Angebote und Schnittstellen würde auch mehr Angriffsfläche für Cyberangriffe geboten. „Mithilfe von KI können Hacker:innen Cyberangriffe schneller und professioneller durchführen“, so Kamp weiter. „Dadurch fallen sie den verantwortlichen Stellen später auf und sind häufiger erfolgreich.“
Datenschutzverletzungen zeigen Versäumnisse bei Datenlöschung auf
Die BlnBDI fordert daher, mehr Investitionen in IT-Systeme, Notfallpläne und Löschkonzepte. „Immer wieder erreichen uns Meldungen zu Vorfällen, bei denen personenbezogene Daten abgeflossen sind, die längst hätten gelöscht sein müssen.“
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Im August wurde das Berliner Landesnetz Opfer eines Hackerangriffs. Insgesamt flossen mehr als 1,4 Millionen Dateien ab – darunter auch personenbezogene Daten unter anderem von ehemaligen Senatorinnen. Mehr als fünf Terabyte wurden Anfang September im Darknet veröffentlicht. Die BlnBDI untersucht den Vorfall. Linke, Grüne und SPD haben unterdessen angekündigt, im Fall einer gemeinsamen Regierung beim IT-Schutz nachrüsten zu wollen.
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