Liebe Leserin, lieber Leser,
was wird heute wichtig? Beginnen wir mit einem Blick auf die Termine des Tages.
- Um 9.30 Uhr empfängt Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner (CDU) den Staatspräsidenten der Mongolei, Ukhnaa Khurelsukh, im Roten Rathaus. Danach ist ein gemeinsamer Gang durchs Brandenburger Tor geplant.
- Beim Berlin Global Dialogue in der European School of Management and Technology wird am Vormittag Bundeskanzler Friedrich Merz erwartet.
- Vor dem Landgericht Trier beginnt der Prozess gegen einen 19-Jährigen, der seine Familie im Dezember 2025 im Urlaub auf den Kapverden getötet haben soll. Der 19-Jährige soll in der gemeinsamen Ferienwohnung seinen Vater, dessen Lebensgefährtin und deren Tochter erstochen haben. Die beiden weiblichen Tatopfer hatten ihren Wohnsitz in Berlin.
Neues aus Berlin
Mehr und mehr wird deutlich, was Rot-Grün-Rot für Berlin bedeutet: Während die Bundesregierung beim Investitionsgipfel Milliarden Euro für den Standort Deutschland einsammelt, macht das Geld um Berlin einen Bogen. Wie führende Investoren, die Milliarden-Fonds verwalten, am Rande des Gipfels berichteten, hat die Vergesellschaftungsdebatte jetzt schon Folgen, wie Chefreporter Joachim Fahrun berichtet.
Die Sondierungen von Linken, Grünen und Sozialdemokraten sorgen für so große Verunsicherung. Wirtschaft aber braucht Sicherheit. Wer Geld investiert, will es nicht durch eine wankelmütige Politik verlieren. Die Fachgemeinschaft Bau hat das deutlich formuliert: „Privates Kapital mobilisieren und gleichzeitig Vergesellschaftung vorbereiten, das ist ein wohnungspolitischer Widerspruch.“ Auch beim Wohnungsverband BBU ist die Sorge groß, dass die rot-grün-rote Politik den Wohnungsneubau stoppt. Isabell Jürgens berichtet.
Der Linkspartei, die ja ohnehin dem Kapitalismus den Kampf angesagt hat, wird das wenig stören. Aber für Berlin ist das fatal. Denn wer Arbeitsplätze erhalten oder schaffen will, der braucht Aufträge und Geld. Zehntausende Arbeitnehmer und ihre Familien sind direkt oder indirekt als Bauarbeiter und Handwerker von Investitionen abhängig. Wenn weniger Geld in den Neubau von Wohnungen fließt, sind auch Arbeitsplätze in Gefahr. Dieses Risiko nimmt Rot-Grün-Rot sehenden Auges in Kauf. Wieso SPD und Grüne beim politischen Experiment Vergesellschaftung mitmachen, bleibt ein Rätsel.

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Als Steffen Krach noch Spitzenkandidat der SPD im Wahlkampf war, war er ein klarer Gegner von Enteignungen. Aber was sind schon Wahlkampfversprechen? Jetzt ist Krach Fraktions- und Landesvorsitzender und seine SPD will in ein Linksbündnis.
Noch-Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey sieht das anders. Die Sozialdemokratin weiß – schon von Amtswegen –, wie Wirtschaft funktioniert. Zu sagen hat sie allerdings in der SPD nichts mehr.
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Ich wünsche Ihnen einen schönen Mittwoch.
Ihr Gilbert Schomaker,
stellvertretender Chefredakteur.
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