Liebe Leserin, lieber Leser,
was wird heute wichtig? Beginnen wir mit einem Blick auf die Termine des Tages.
- Madame Tussauds enthüllt eine Döner-Wachsfigur – nach dem Vorbild von Mustafa‘s Gemüse Kebap.
- Um 19.30 Uhr findet im Kino International die Verleihung des Brigitte Awards statt, bei der Gisèle Pelicot für ihren Mut im Kampf gegen sexualisierte Gewalt geehrt wird.
- Der VBB erläutert Änderungen zum Fahrplanwechsel 2026/2027 im Regionalverkehr.
Neues aus Berlin
Manche Geschichten erzählen sich am besten vom Ende her. Eine Koalition von SPD, Grünen und CDU hätte in Berlin eine knappe Mehrheit von zwei Stimmen. Das ist politisch möglich, wenn auch wesentlich weniger komfortabel als die bislang von SPD und Grünen avisierte Zusammenarbeit mit der Linken. Vor der gestrigen Vorentscheidung für Sondierungsgespräche hatten sich prominente Altpolitiker wie Wolfgang Thierse, Joschka Fischer und Peter Altmaier eindringlich dafür ausgesprochen, die Linke in die Opposition zu schicken. Doch es gab auch die anderen, Jüdinnen und Juden, die sämtliche Antisemitismus-Ängste als Kampagne abtun. Wer also hat recht?
An einem Tag wie gestern rückt eine solche politische Abwägung dann in den Hintergrund. Die Hauptstadt hielt einen kurzen Moment inne. Ein kurzes Schweigen für die Opfer des 7. Oktober. Stille, in Gedenken an die vielen, die von der Hamas getötet wurden. In einem sinnlosen, fanatischen Krieg. Vor dem Hintergrund dieses Grauens wird das Klein-Klein der Berliner Landespolitik noch kleiner, noch unwichtiger. Das werden die Protagonisten in den Parteien gestern auch gespürt haben.

So trafen sich zwar am gestrigen Tag Linke, SPD und Grüne, um über mögliche Sondierungsgespräche zu sprechen. Aber ob es nun dazu kommt, dazu wurde gestern geschwiegen. Der Tag gehörte also dem Gedenken. Was aber lässt sich für die künftige Berliner Koalition aus einem solchen Tag ableiten?
Auf jeden Fall das: Hass darf in dieser Stadt keinen Raum haben. Das ist eine Aufgabe für uns alle. Und daran muss sich auch die künftige Koalition messen lassen. Wenn die drei Parteien tatsächlich demnächst sondieren, darf man genau hinhören, was die drei Parteien zu tun gedenken. Da bleibt der biblische Satz: An ihren Taten sollt ihr sie erkennen!
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Henrich Strößenreuther ist jemand, der schon oft erfolgreich für seine Sache gekämpft hat. Erst Fahrradwege, dann die Klimaunion, jetzt eine Million Bäume für Berlin. In unserem neuen Podcast „Smart Berlin“ hatte meine Kollegin Laura Wagener den Mann zu Gast, der zum Baum-Retter der Hauptstadt geworden ist.

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Vielleicht wissen Sie nicht, wie oft Sie schon über die Rudolf-Wissell-Brücke gefahren sind. Vermutlich schon öfter. Mit 932 Metern ist sie die längste Brücke Berlins und noch dazu ein wichtiger Teil der A100. Jetzt wurden zwei Fahrstreifen ad hoc gesperrt. Zunächst vorübergehend.
Eine spannende Statistik hat der Kollege Joannes Vetter ausgegraben. Im Monat August waren 47 Prozent aller neu zugelassenen Autos in der Hauptstadt E‑Autos. Die Details sind noch etwas komplizierter, aber es ist auf jeden Fall ein Rekordwert. Jetzt muss nur noch die Anzahl der Ladesäulen in der Stadt mithalten.
Und ganz zum Schluss noch ein Veranstaltungstipp. Ab Freitag findet zehn Tage lang das „Festival of Lights“ statt, das ja immer wieder Hunderttausende auf die Straße bringt. Wir haben alles Wissenswerte dazu zusammengetragen.
Und noch einer: Berlins bekannteste Schülerband wird 30. Ahnen sie, von wem die Rede ist? Morgen jedenfalls erscheint bereits das achte Album der Band, die der Schule natürlich längst entwachsen ist.
Ich wünsche Ihnen erst einmal einen entspannten Donnerstag.
Ihr Felix Müller
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