freuen Sie sich auch so, dass es endlich Frühling geworden ist? Ja, gestern war astronomischer Frühlingsanfang, und überall blühen die Krokusse, die meine Frau und ich gerne scherzhaft „Kroken“ nennen. Die Knospen an den Sträuchern gehen auf und zeigen frisches Grün, die Forsythien zeigen leuchtendes Gelb, das Grau weicht der Farbe. Für die Hasel ist die Blüh-Saison schon wieder vorbei, was mich als Pollen-Allergiker herzlich freut. Bis zum Beginn der Birkenblüte kann ich die Natur auch für ein paar Tage oder Wochen unbeschwert genießen.
Genießen in Berlin – die besten Restaurants, die neusten Trends:
- Der Newsletter: Abonnieren Sie hier den kostenlosen wöchentlichen Newsletter „Genießen in Berlin“
- Genießen in Berlin: Hier finden Sie die bislang erschienenen Newsletter
- Neue Restaurants, neue Küchenchefs: Alle Berichte aus der Berliner Gastronomie
- Schlemmen in fünf Gängen: Das aktuelle Morgenpost-Menü finden Sie hier
- Cocktail oder Wein: Hier geht es zum aktuellen Morgenpost-Tasting
- Auf den Teller geschaut: Die neusten Restaurant-Kritiken
- Unter 25 Euro: Wo Sie gut und günstig essen gehen können
- Für Hobbyköche: Die Rezepte der Woche von Berliner Spitzenköchen
- Die Lieblingsorte: Hier können Sie abstimmen

Noch schöner wurde für mich der Frühlingsbeginn, als ich Anfang der Woche im „Heritage“ beim Probeessen für das Morgenpost-Menü April war. Im ehemaligen „Aigner“ sorgen der allseits bekannte Florian Glauert und Küchenchef Philipp Lentz für frühlingshafte Genüsse. Der Kulinarische Direktor der MHP Hotelgruppe, zu der das Restaurant im Hotel „Luc“ gehört, setzt in den fünf Gängen vor allem auf das Frühlingsgemüse schlechthin: Spargel.
Glauert dekliniert ihn auf eine Art durch, die meine Social-Media-Kollegin und mich begeisterte. Los geht es mit einer Ceviche vom Lachs und Spargel, die fein säuerlich die Sinne weckt. Es folgt ein Samtsüppchen vom Spargel mit Kopfsalat-Kimchi, der dem Ganzen ungeahnte Tiefe verleiht. Der Zwischengang: Spargelrisotto mit Hummerjus, à point gegart (nicht knackend „al dente“) und mit einem Aroma, das mich über dem Teller ständig nur stöhnen ließ: „Mann, ist das gut“. Meine Kollegin kann es bezeugen 😊. Der Hauptgang: gratiniertes Kalbsfilet mit Bärlauch und glasiertem Spargel. Zum Schluss eine Erdbeer-„Bombe“. Das Fazit der Kollegin: „Das waren jetzt alles Sachen, die ich gerne mag.“

Das ging mir auch so, und ich wette, das wird Ihnen auch so gehen, nachdem Sie meinen Text gelesen haben.
Jetzt den Newsletter „Genießen in Berlin“ abonnieren
Morgenpost-Menü, Morgenpost-Tasting, neue Restaurants: Alexander Uhl entführt Sie jeden Samstag mit seinem kostenlosen Newsletter „Genießen in Berlin“ in die Welt der Berliner Gastronomie – einfach hier anmelden!
Der Eierlikör macht Alt und Jung wieder Spaß
Trinken Sie Eierlikör? Hätten Sie mich das vor ein paar Jahren gefragt, hätte ich wohl brüsk geantwortet: „Dieses Geschlabber für alte Leute? Nie im Leben!“ Alle älteren Leserinnen und Leser mögen mir an dieser Stelle bitte meine Despektierlichkeit verzeihen – die Arroganz der Jugend … Inzwischen trinke ich ihn ganz gerne und nicht nur, weil ich jetzt auch zu den Älteren gehöre. Natürlich nicht das Zeug aus dem Supermarkregal. Ich hole ihn meistens zeitgleich mit dem Spargel, viele Stände bieten die Fläschchen mit dem flüssigen Glück an. Und dieser „Hausgemachte“ hat natürlich eine andere Geschmacksqualität als der mit Primasprit.

Montag bis Samstag
Morgenpost der Chefredaktion
Die ersten News des Tages – direkt von der Chefredaktion. Montag bis Samstag um 6:30 Uhr.
Mit meiner Anmeldung zum Newsletter stimme ich der Werbevereinbarung zu.
Eierlikör hat plötzlich sein verstaubtes Image abgelegt und ist wieder hip, wie meine Kollegin Juliane Eva Reichert beobachtet hat. In ihrem Artikel schreibt sie: „Doch wer heute Abend durch den Graefekiez oder die schicken Dependancen in Mitte streift, sieht sie wieder: die kleinen, dickflüssigen Pfützen in den Gläsern, gekrönt von einer Prise Muskat oder – Gott bewahre – Tonkabohne. Berlin hat das Ei für sich entdeckt.“

Auch Barkeeper mixen kräftig mit bei dem „Dessert, das vorgibt, ein Drink zu sein“. Der Grund: Eventuell, weil Eierlikör Wohlfühlgenuss ist, neudeutsch „Comfort Food“ genannt. Danach sehnen sich ja gerade alle bei der angespannten Weltlage. Würde ich auch, wenn nicht mein Hausarzt und mein Kieferchirurg … Aber lassen wir das.
Ein Klischee stimmt aber immer noch: Vor allem Frauen trinken Eierlikör, in Bonn ist die Kundschaft zu 80 Prozent weiblich. Für Berlin dürfte das wohl auch zutreffen. „Berlin wäre nicht Berlin“, so die Kollegin weiter, „wenn es den Klassiker nicht ‚berlinisieren‘ würde. In den Manufakturen von Reinickendorf bis Tempelhof wird das Getränk dekonstruiert und neu zusammengesetzt. Bitte die staubigen Flaschen aus dem Supermarkt-Unterregal vergessen. Heute heißt es: Bio-Eigelb von glücklichen Brandenburger Hühnern, echte Tahiti-Vanille und fassgelagerter Rum statt billigem Primasprit.“
Ihr Artikel ist gewohnt kunstvoll geschrieben und bringt uns das Getränk als „Umarmung, die wir früher von Oma bekommen haben“, näher. Klare Leseempfehlung.
Jetzt den Newsletter „Genießen in Berlin“ abonnieren
Morgenpost-Menü, Morgenpost-Tasting, neue Restaurants: Alexander Uhl entführt Sie jeden Samstag mit seinem kostenlosen Newsletter „Genießen in Berlin“ in die Welt der Berliner Gastronomie – einfach hier anmelden!
Kampf dem Zucker: Angebote für Low Carb

Zucker ist für mich ein Gegner, ein Feind. Das ist so seit meiner Pubertät, als mich eine schwere Akne plagte. Zucker kann die Symptome verschlimmern, lernte ich schon damals von meinem Vater, dem Arzt. Du bist, was du isst, das stimmt wohl. Natürlich brauchen wir Kohlenhydrate, aber was gerade in industriell gefertigten Lebensmitteln heute an Zucker steckt, das ist schon teils erschreckend.
Zucker akzeptiere ich eigentlich nur im Wein, als Restzuckergehalt 😇. Oder im Eierlikör … Und wer abnehmen will, sollte ohnehin auf zu viel Süßes verzichten, was häufig gar nicht so einfach ist. Wenn Sie mich fragen: Ich hätte nichts gegen eine Zuckersteuer. Sicher, wieder eine neue Bevormundung seitens Vater Staat, der Druck auf mich ausübt. Aber bei der Tabaksteuer meckert ja auch kaum jemand, weil alle wissen, dass Rauchen krank macht. Neben dem menschlichen Leid verursacht es auch massive Kosten im Gesundheitssystem. Mit Zucker ist das nicht viel anders, auch er ist eine Droge, die im Übermaß schädlich ist. Die Dosis macht das Gift.
Während also manche – wie ich – beim Abnehmen vorwiegend auf Low Fat setzen, ist für andere Low Carb das Mittel der Wahl. Nur: Wo bekommt man denn im Restaurant Gerichte mit wenig Kohlenhydraten – oder zumindest weniger schädlichen? Denn auch da gibt es Unterschiede.
Jetzt den Newsletter „Genießen in Berlin“ abonnieren
Morgenpost-Menü, Morgenpost-Tasting, neue Restaurants: Alexander Uhl entführt Sie jeden Samstag mit seinem kostenlosen Newsletter „Genießen in Berlin“ in die Welt der Berliner Gastronomie – einfach hier anmelden!

Manuela Blisse hat sich für Sie auf die Suche gemacht und empfiehlt Ihnen hier eine Auswahl von Restaurants, die Low Carb ohne geschmacklichen Verzicht anbieten.
Genießen Sie also den Frühling, egal, ob beim Morgenpost-Menü, mit einem kleinen Eierlikörchen oder mit gutem Gewissen bei einem Low-Carb-Gericht. Ich wünsche Ihnen in jedem Fall viel Freude und wie immer eine genussvolle Woche.
Herzlich, Ihr
Alexander Uhl
Wie gefällt Ihnen dieser Newsletter? 👉 Jetzt an unserer kurzen Umfrage teilnehmen!
📧 Mehr Newsletter
- Morgenpost Späti – Hier steckt alles drin: Montag bis Freitag um 18 Uhr das Wichtigste aus Berlin direkt ins Postfach – kompakt, nah dran & persönlich. Wie im Späti um die Ecke. 🔗 Hier kostenfrei anmelden!
- Hauptstadt Inside – Jörg Quoos, erfahrener Politikjournalist, gibt Ihnen dreimal die Woche Durchblick durch den politischen Dschungel Berlins. 🔗 Hier kostenfrei anmelden!
- Berlin erleben – Felix Müller bringt Sie jeden Donnerstag in Wochenendstimmung: Die besten Ideen für Kultur, Unternehmungen und Ausflüge in Berlin – direkt in Ihr Postfach. 🔗 Hier kostenfrei anmelden!









