Ryanair will seinen Mitarbeitern künftig einen höheren Bonus zahlen, wenn diese Passagiere mit übergroßem Gepäck identifizieren. Bereits jetzt bekommen die Mitarbeiter der Airline 1,50 Euro, wenn sie Kunden abfangen – und abkassieren –, die zu große Gepäckstücke mit an Bord nehmen wollen. Glaubt man Ryanair-CEO Michael O‘Leary soll dieser Bonus steigen, das sagte er jüngst in einer irischen Radiosendung.

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Für Kunden kann es künftig damit teurer werden. Denn wer mit einem zu großen Handgepäckstück am Gate erwischt wird, muss nachzahlen – derzeit bis zu 75 Euro. Ryanair hingegen profitiert und kann aktuell ohnehin mit guten Zahlen glänzen. Wie die Billig-Airline am Montag mitteilte, verdiente das Unternehmen allein im zweiten Quartal von April bis Juni 820 Millionen Euro. Damit wurde der Gewinn dank höherer Ticketpreise und eines guten Ostergeschäfts mehr als verdoppelt. Die Zahl der Reisenden sei um vier Prozent auf 58 Millionen gestiegen, die Ticketpreise um 21 Prozent. 

Ryanair rechnet mit hoher Nachfrage im Sommer

Im vergangenen Jahr hatte Ryanair die Preise senken müssen, um seine Maschinen voll zu bekommen. Die Ticketpreise im Frühjahrsquartal hätten nun „umfangreich“ von den Osterferien und den „unerwartet höheren Last-Minute-Preisen“ profitiert, erklärte Ryanair-Chef Michael O‘Leary. Für die Sommermonate Juli und August fielen die Preissteigerungen weniger stark aus, erklärte die Airline.

Ryanair rechnet dennoch mit einer hohen Nachfrage nach Flügen im Sommer. Für das gesamte Geschäftsjahr bis Ende März 2026 erwartet das Unternehmen drei Prozent mehr Reisende – insgesamt 206 Millionen. Gebremst werde dieses Wachstum durch die Verzögerungen bei der Lieferung neuer Maschinen vom US-Hersteller Boeing.

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O‘Leary warnte bei Vorlage der Quartalsbilanz auch vor Risiken – etwa durch Handelskriege, den Nahost-Konflikt, den russischen Krieg gegen die Ukraine sowie durch Streiks europäischer Fluglotsen. 

lro/AFP