- Die Reisezeit lockt Millionen Touristen nach Europa
- Einige Orte sind mittlerweile stark überfüllt
- Ein Fachmagazin erklärt jetzt, wo der Urlaub diesen Sommer zur Schreckenserfahrung werden könnte
Städtetrip in Europa, Backpacking durch Südostasien oder All-inclusive-Buffet im Strandhotel am Mittelmeer: In die Urlaubsplanung der Deutschen fließt eine ganze Menge Hirnschmalz, die begrenzten jährlichen Urlaubstage wollen gründlich verplant werden. Für viele ein Horrorszenario nach der Ankunft: Die touristischen Sehenswürdigkeiten sind total überlaufen, die spannendsten Museen ausgebucht, die sonst gemütlichen Cafés bis zum Bersten gefüllt. Ist eine Stadt oder Gegend dermaßen touristisch überlaufen, spricht man auch von Overtourism.
In den letzten Jahren kam es wegen Overtourism immer häufiger zu Demonstrationen von Anwohnerinnen und Anwohnern beliebter Reiseziele. Gefordert werden Maßnahmen zur Eindämmung der massiven Tourismusströme. Laut Jürgen Schmude, Professor für Tourismusforschung an der Ludwig-Maximilians-Universität München, ist Overtourism allerdings kein neues Phänomen: „Die globalen Reiseströme sind in den letzten 20 Jahren extrem gewachsen.“ Die Welttourismusorganisation (UNWTO) gehe davon aus, dass in den nächsten 20 Jahren eine weitere Zunahme der Tourismusströme stattfinden werde.
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