Bis 2016

Hertha verlängert mit Erfolgstrainer Jos Luhukay

Die Berliner verkünden die vorzeitige Vertragsverlängerung mit Luhukay um zwei Jahre auf der Mitgliederversammlung. Sie ist ein Zeichen dafür, dass Hertha aus den Fehlern der Vergangenheit gelernt hat.

Foto: ODD ANDERSEN / AFP

Hertha BSC hat den Vertrag mit Erfolgstrainer Jos Luhukay vorzeitig um zwei Jahre bis 2016 verlängert. Die Berliner verkündeten die Nachricht am Dienstagabend auf der Ordentlichen Mitgliederversammlung des Bundesligaaufsteigers und Zweitligameisters im ICC. Sie wurde mit tosendem Applaus der Mitglieder im Saal 1 kommentiert.

„Ich habe eine Ausnahmemannschaft trainieren dürfen in dieser Saison. Die Chemie zwischen den Fans und meiner Mannschaft stimmt wieder“, sagte Luhukay: „Wir wollen die Entwicklung, die wir in diesem Jahr eingeschlagen haben, weiterführen. Wir wollen an diese erfolgreiche Saison anknüpfen. Wir hoffen, dass wir das, was der Verein im letzten Jahr mit dem Abstieg erlebt hat, nie mehr wiedererleben.“

Luhukay hatte Hertha nach der verlorenen Relegation gegen Fortuna Düsseldorf vor einem Jahr und dem daraus resultierenden Abstieg aus der Bundesliga im Sommer 2012 übernommen. Unter dem 49-Jährigen gelang den Blau-Weißen nicht nur der direkte Wiederaufstieg. Hertha blieb zwischenzeitlich 21 Partien ohne Niederlage und stellte darüber hinaus mit 76 Zählern einen neuen Punkterekord der Zweiten Liga auf.

Erste Gespräche schon in der Winterpause

Im Klub war man sich schnell einig darüber, dass der maßgebliche Anteil des Erfolgs dem Niederländer zuzuschreiben ist. Schon in der Winterpause gab es erste Gespräche zwischen Herthas Manager Michael Preetz und Luhukay über eine vorzeitige Vertragsverlängerung. Auch die Verträge der beiden Co-Trainer Rob Reeders und Markus Gellhaus wurden bis 2016 verlängert.

„Jos Luhukay zu verpflichten war die wichtigste Entscheidung des letzten Jahres. Das haben wir die ganze Saison hindurch gesagt. Und deshalb haben wir mit dem Trainerteam verlängert“, sagte Hertha-Manager Michael Preetz.

Mit der Unterschrift des bei den Anhängern sehr beliebten Cheftrainers, dem es gelungen ist, den nach dem Abstieg tief verunsicherten Klub wieder zu einen, ist ein wichtiger Grundstein für die kommende Bundesligasaison gelegt. Bei Hertha wurde immer wieder beteuert, dass man aus den Fehlern der Vergangenheit gelernt habe.

Erinnerungen an Markus Babbel

Durch die Vertragsverlängerung mit Luhukay noch vor Beginn der neuen Spielzeit ist es den Verantwortlichen um Preetz tatsächlich gelungen, einen dieser Fehler nicht zu wiederholen.

Als Hertha 2010/11 unter Markus Babbel eine ähnlich erfolgreiche Zweitligasaison spielte und mit 74 Punkten in die Bundesliga aufstieg, wurde die vorzeitige Verlängerung mit Babbel zur Hängepartieund führte schließlich zum Bruch. Am Ende sorgte vor allem die Posse um den Trainer dafür, dass Hertha trotz der erfolgreichen Hinrunde abstieg.

Bei Hertha ist man sich diesmal sicher: Unter Luhukay wird das nicht passieren. „Wir sind total von den fachlichen und menschlichen Qualitäten von Jos Luhukay überzeugt“, sagte Preetz.