Beim Immobilienkauf spielen nicht nur der Kaufpreis, sondern auch die Bauzinsen eine entscheidende Rolle. Sie beeinflussen, wie hoch die monatliche Kreditrate ausfällt und welche Gesamtkosten für die Baufinanzierung entstehen. Selbst geringe Zinsänderungen können sich über die Laufzeit deutlich bemerkbar machen. Ein aktueller Vergleich unter Vermittlern zeigt jetzt, wo Immobilienkäufer derzeit günstige Konditionen finden können.

Unsere Kredit-Zinsen-Übersicht berichtet regelmäßig über die aktuellen Zinssätze für Immobilienfinanzierungen. Außerdem geben wir Tipps für die Vorbereitung und den Antrag des Immobilienkredits. Die besten Zinsen für Oktober zeigt der Vergleich der Baufinanzierungen. Wichtig zu wissen: Die Konditionen hängen von mehreren Faktoren wie der Bonität des Antragstellers, dem Eigenkapital und dem Immobilienwert ab. In die Bewertung fließt auch der Schufa-Score ein. Dieser lässt sich über eine kostenlose Schufa-Auskunft bei Bonify* prüfen und optimieren.

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12. Oktober: Aktuelle Bauzinsen im Vergleich

Baustelle eines Einfamilienhauses
Ein Vergleich zeigt, wie stark sich die Konditionen je Anbieter unterscheiden.© Hauke-Christian Dittrich/dpa/dpa-tmn | Hauke-Christian Dittrich

Banken passen ihre Konditionen für Immobilienkredite laufend an. Kreditvermittler versuchen, für ihre Kunden die besten Zinsen herauszuholen. Doch die Unterschiede zwischen den Angeboten können je nach Anbieter erheblich ausfallen. Das zeigt ein Fallbeispiel: Ein Paar möchte eine Bestandsimmobilie für 400.000 Euro kaufen und bringt 80.000 Euro Eigenkapital mit. Finanziert werden soll mit einer Zinsbindung von zehn Jahren und einer anfänglichen Tilgung von zwei Prozent.

Vermittler Effektiver Jahreszins Monatliche Rate (gerundet)
Dr. Klein4,22 % 1792 Euro
Interhyp 4,34 % 1830 Euro
Baufi244,48 % 1909 Euro

Quelle: Eigene Recherche mit den Kreditrechnern der jeweiligen Anbieter. Es handelt sich um Beispiele, keine verbindlichen Angebote.

Das günstigste Angebot kommt aktuell von Dr. Klein*, mit einem effektiven Zinssatz von 4,22 Prozent und einer Rate von 1792 Euro monatlich. Danach folgt Interhyp* mit einem Zinssatz von 4,34 Prozent und einer monatlichen Rate von rund 1830 Euro. Eine größere Differenz gibt es im Vergleich zu Baufi24* mit einem effektiven Jahreszins von 4,48 Prozent und einer monatlichen Rate von 1909 Euro. Das Angebot liegt rund 117 Euro pro Monat über jenem von Dr. Klein. Aufs Jahr gesehen sind es 1404 Euro – unter der Voraussetzung, dass die monatliche Tilgung unverändert bleibt.

Einen weiterführenden Vergleich zeigt unser Artikel „Dr. Klein, Interhyp oder Baufi24? Klare Unterschiede bei Bauzinsen“. Spannend ist derzeit auch ein Blick auf das Angebot der Sparkassentochter 1822direkt, die ebenfalls als Vermittler auftritt.

Grundsätzlich gilt: Die Konditionen für Immobilienkredite lassen sich nicht pauschal vergleichen, da sie maßgeblich von der finanziellen Situation des Antragstellers abhängen. Kreditnehmer sollten mehrere Angebote mit möglichst identischen Eckdaten gegenüberstellen.

8. Oktober: Bauzinsen steigen: Keine Zinsbindung mehr unter vier Prozent

Die Bauzinsen sind im September über alle betrachteten Laufzeiten hinweg deutlich gestiegen. Das zeigt das aktuelle Zinsbarometer von der Immobilienplattform Immoscout24. Damit ist auch bei der zehnjährigen Zinsbindung die Vier-Prozent-Marke überschritten. Noch im Vormonat lag sie mit 3,92 Prozent knapp darunter.

Am stärksten legten die Zinsen bei einer zehnjährigen Zinsbindung zu. Sie stiegen um 0,30 Prozentpunkte auf 4,22 Prozent. Damit bleibt die zehnjährige Laufzeit zwar die günstigste im Zinsbarometer, zugleich liegt erstmals keine der betrachteten Laufzeiten mehr unter vier Prozent. Bei einer fünfjährigen Zinsbindung erhöht sich der Zinssatz um 0,25 Prozentpunkte auf 4,25 Prozent. Damit ist die kürzere Laufzeit weiterhin etwas teurer als eine zehnjährige Absicherung.

Die Bauzinsen sind derzeit im Aufwärtstrend, zeigt das Zinsbarometer.
Die Bauzinsen sind derzeit im Aufwärtstrend, zeigt das Zinsbarometer.© ImmoScout24 | ImmoScout24

Auch bei längeren Zinsbindungen müssen Immobilienkäufer mehr bezahlen. Für 15 Jahre werden laut Immoscout24 inzwischen 4,37 Prozent fällig – 0,22 Prozentpunkte mehr als im Vormonat. Bei einer 20-jährigen Zinsbindung steigt der Zinssatz um 0,17 Prozentpunkte auf 4,45 Prozent. Damit ist die lange Laufzeit weiterhin die teuerste Variante im Zinsbarometer. Insgesamt reichen die Aufschläge gegenüber dem Vormonat damit von 0,17 bis 0,30 Prozentpunkten. Die Entwicklung zeigt, dass der Anstieg der Marktzinsen im September zunehmend bei den Konditionen für Baufinanzierungen ankommt.

7. Oktober: Allianz senkt Bauzinsen

Allianz-Logo
Welche Finanzdienstleister jüngst die Zinsen für Baufinanzierungen geändert haben, zeigt der Kredit-Ticker.© dpa | Jens Kalaene

Die Allianz hatte jüngst die Bauzinsen nach oben angepasst (siehe Update vom 2. Oktober) – nun folgt eine Kehrtwende. Im aktuellen repräsentativen Beispiel liegt der effektive Jahreszins nun bei 5,24 Prozent. Vor einigen Tagen waren es noch 5,32 Prozent. Die Allianz rechnet mit einem Nettodarlehen von 150.000 Euro, einer Zinsbindung von 25 Jahren und einer anfänglichen Tilgung von 2,00 Prozent. Der Beleihungsauslauf der Immobilie beträgt 80 Prozent des Marktwerts.

Mit der Zinssenkung gibt auch die monatliche Rate nach. Bisher lag sie bei 896,25 Euro, nun werden 886,25 Euro fällig. Das sind etwa zehn Euro weniger im Monat beziehungsweise rund 120 Euro pro Jahr. Doch wie schneiden die Konditionen im Vergleich ab?

Der Kreditvermittler Interhyp* bezifferte die Bauzinsen für Darlehen mit zwanzigjähriger Zinsbindung auf rund 4,70 Prozent. Hier liegt die Allianz mit einem Sollzins von 5,09 Prozent und einem Effektivzins von 5,24 Prozent drüber. Dr. Klein* nennt für die Immobilienfinanzierung eine Top-Zinsspanne von 3,93 bis 4,47 Prozent je nach Sollzinsbindung, womit sich die Allianz ebenfalls über dieser Spanne bewegt. Wichtig zu beachten: Je länger die Zinsbindung, desto höher können die Bauzinsen ausfallen. Gerade bei Laufzeiten über 25 Jahren – wie im Beispiel der Allianz – sind daher höhere Konditionen möglich.

6. Oktober: Neue Bauzinsen bei der ING

Bei der ING haben sich die Zinsen für Immobilienkredite verändert – ein Beispiel zeigt die Folgen.
Bei der ING haben sich die Zinsen für Immobilienkredite verändert – ein Beispiel zeigt die Folgen.© Getty Images | josefkubes

Bei der ING* ändern sich erneut die Zinsen für Immobilienkredite. Dabei bewegen sich die Konditionen nun nach unten. Die Direktbank teilte mit: „Aufgrund der Situation an den Geld- und Kapitalmärkten senkt die ING die Konditionen für die Baufinanzierung per Dienstag, den 06.10.2026, um bis zu minus 10 Basispunkte über alle Zinsbindungen.“

Die Änderung zeigt sich auch im repräsentativen Beispiel der Bank. Bei einem Darlehen über 300.000 Euro, einer Zinsbindung von 15 Jahren und einer anfänglichen Tilgung von 3 Prozent sinkt der Sollzins auf 4,73 Prozent pro Jahr. Der effektive Jahreszins liegt nun bei 4,86 Prozent, zuvor waren es 4,93 Prozent. Grundlage ist eine Beleihung von 85 Prozent – die Bank finanziert also 85 Prozent des Immobilienwerts. Auch die monatliche Rate fällt: Sie sinkt von 1947,50 Euro auf 1932,50 Euro. Damit müssen Kreditnehmer monatlich 15 Euro weniger aufbringen. Auf ein Jahr gerechnet entspricht das einer Entlastung von 180 Euro.

Im Marktvergleich bieten sich trotz der Zinssenkung derzeit günstigere Angebote. Der Vermittler Interhyp* gibt für fünfzehnjährige Laufzeiten einen üblichen Zins von 4,60 Prozent an. Die ING liegt mit einem Sollzins von 4,73 Prozent und einem effektiven Jahreszins von 4,86 Prozent darüber. Dr. Klein* nennt für die Immobilienfinanzierung eine Top-Zinsspanne von 3,93 bis 4,47 Prozent je nach Sollzinsbindung, womit sich die ING ebenfalls über dieser Spanne bewegt. Allerdings bietet die ING auch einige Zinsrabatte.

5. Oktober: Bauzinsen bei Sparkassen-Tochter ziehen weiter an

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Welche Banken jüngst die Bauzinsen angepasst haben, zeigt der Kredit-Ticker.© Christian Charisius/dpa | Christian Charisius

Der Aufwärtstrend bei den Bauzinsen hält weiter an. Nun geht es auch bei der Sparkassen-Tochter 1822direkt* weiter nach oben. Das zeigt sich unter anderem im repräsentativen Beispiel: Der effektive Jahreszins steigt auf 4,58 Prozent. Mitte September lag er noch bei 4,41 Prozent. Der Zins berechnet sich auf Grundlage einer Finanzierung über 300.000 Euro mit zehn Jahren Zinsbindung und einer anfänglichen Tilgungsrate von 2,00 Prozent. Mit der Zinserhöhung steigt auch die monatliche Rate von 1577,50 auf 1615,00 Euro. Das sind Mehrkosten von 37,50 Euro im Monat beziehungsweise 450 Euro im Jahr. Wichtig: Die 1822direkt tritt sowohl als Darlehensgeber als auch als Vermittler auf. Mehr zum Angebot lesen Sie auch im Ratgeber zu Baufinanzierung bei der 1822direkt.

Ein Vergleich zeigt, dass die Konditionen der Online-Sparkasse mit den Angeboten am Markt mithalten können. Der Kreditvermittler Interhyp* beziffert die Bauzinsen für Darlehen mit zehnjähriger Zinsbindung auf rund 4,46 Prozent. Die 1822direkt liegt mit einem Sollzins von 4,46 Prozent und einem Effektivzins von 4,58 Prozent in etwa gleichauf. Dr. Klein* nennt für die Immobilienfinanzierung eine Top-Zinsspanne von 3,93 bis 4,47 Prozent – abhängig von der Sollzinsbindung. Der Sollzins der 1822direkt bewegt sich damit innerhalb dieser Spanne – der Effektivzins liegt darüber.

Grundsätzlich gilt: Die Konditionen für Immobilienkredite lassen sich nicht pauschal vergleichen, da sie maßgeblich von der finanziellen Situation des Antragstellers sowie dem Immobilienwert abhängen. Kreditnehmer sollten mehrere Angebote mit möglichst identischen Eckdaten gegenüberstellen.

2. Oktober: Neue Bauzinsen bei der Allianz

Eine Filiale der Allianz 
Bei der Allianz steigen die Zinsen für Baufinanzierungen weiter. Welche Kosten auf Kreditnehmer zukommen können.© Getty Images | claudiodivizia

Die Allianz hat erneut die Bauzinsen nach oben angepasst. Im aktuellen repräsentativen Beispiel liegt der effektive Jahreszins nun bei 5,32 Prozent. Im September waren es noch 5,13 Prozent. Die Allianz rechnet mit einem Nettodarlehen von 150.000 Euro, einer Zinsbindung von 25 Jahren und einer anfänglichen Tilgung von 2,00 Prozent. Der Beleihungsauslauf der Immobilie beträgt 80 Prozent des Marktwerts.

Mit der Zinserhöhung steigt auch die monatliche Rate deutlich. Im September lag sie noch bei 873,75 Euro, nun werden 896,25 Euro fällig. Das sind etwa 22,50 Euro mehr im Monat beziehungsweise rund 270 Euro pro Jahr. Die Entwicklung passt zum allgemeinen Zinstrend. Baufinanzierungen haben sich in den vergangenen Wochen verteuert.

Der Kreditvermittler Interhyp* bezifferte die Bauzinsen für Darlehen mit zwanzigjähriger Zinsbindung auf rund 4,72 Prozent. Hier liegt die Allianz mit einem Sollzins von 5,17 Prozent und einem Effektivzins von 5,32 Prozent drüber. Dr. Klein* nennt für die Immobilienfinanzierung eine Top-Zinsspanne von 3,93 bis 4,47 Prozent je nach Sollzinsbindung, womit sich die Allianz ebenfalls über dieser Spanne bewegt. Wichtig zu beachten: Je länger die Zinsbindung, desto höher können die Bauzinsen ausfallen. Gerade bei Laufzeiten über 25 Jahren sind daher höhere Konditionen möglich.

1. Oktober: ING bietet neuen Rabatt für Bauzinsen

Die ING hat diesen Monat ihre Zinsen für Baufinanzierungen schon mehrmals erhöht.
Die ING hat diesen Monat ihre Zinsen für Baufinanzierungen erhöht.© dpa | Arne Dedert

Wer eine größere Summe für einen Immobilienkredit aufnehmen will, kann bei der ING* künftig von einem Zins-Rabatt profitieren. Die Bank hat ihre Rabattstaffel für Baukredite ausgeweitet: Je höher die Darlehenssumme, desto stärker sinkt der Zinssatz. Ab 350.000 Euro Darlehenssumme gewährt die ING 0,05 Prozentpunkte Zins-Rabatt. Bei mindestens 450.000 Euro sind es 0,10 Prozentpunkte, ab 550.000 Euro steigt der Rabatt auf 0,12 Prozentpunkte.

Das Angebot gilt für Neu- und Anschlussfinanzierungen, Aufbaufinanzierungen sowie Forward-Darlehen. Der Rabatt lässt sich mit der Baufinanzierung Green und Baufi Energy kombinieren. Ausgenommen sind Prolongationen, weitere Finanzierungen und Zwischenfinanzierungen. Die ING bietet auch noch weitere Rabatte. Mehr dazu lesen Sie im Ratgeber: „Neue Bauzinsen bei der ING – doch dieser Vorteil für Kreditnehmer bleibt“

30. September: BBBank ändert Bauzinsen erneut

Neubau
Der Kredit-Ticker verfolgt die neuesten Änderungen bei den Banken.© Sven Hoppe/dpa | Sven Hoppe

Die Zinsen für Immobilienkredite steigen. Nach Änderungen der ING hebt nun auch die BBBank ihre Konditionen an. Das zeigt sich im repräsentativen Beispiel der Bank. Dort erhöht sich der effektive Jahreszins von 4,09 Prozent auf 4,29 Prozent. Die BBBank gewährt eine Baufinanzierung zum 2/3-Zinssatz unter der Annahme, dass 100.000 Euro mit zehn Jahren Zinsbindung und einer anfänglichen Tilgungsrate von 2,00 Prozent vereinbart werden. Die Beleihung der Immobilie beträgt in der Rechnung 60 Prozent. Mit der Zinserhöhung geht auch die monatliche Rate nach oben. Der Betrag steigt von 499,17 Euro auf 515,00 Euro pro Monat. Das entspricht Mehrkosten von rund 16 Euro im Monat oder etwa 190 Euro im Jahr, falls die Tilgungshöhe unverändert bleibt.

Im Marktvergleich können die neuen Konditionen trotz der Erhöhung mithalten. Der Vermittler Interhyp* gibt für zehnjährige Laufzeiten einen üblichen Zins von 4,39 Prozent an. Die BBBank liegt mit einem Sollzins von 4,18 Prozent und einem effektiven Jahreszins von 4,29 Prozent darunter. Dr. Klein* nennt für die Immobilienfinanzierung eine Top-Zinsspanne von 3,93 bis 4,47 Prozent je nach Sollzinsbindung, womit sich die BBBank innerhalb dieser Spanne bewegt. Allerdings sollten Kreditnehmer beachten, dass die Summe von 100.000 Euro im BBBank-Beispiel vergleichsweise gering für einen Immobilienkredit ist.

25. September: Rolle rückwärts bei den ING-Bauzinsen

Filiale der ING
Die Senkung der Bauzinsen war bei der ING nur von kurzer Dauer.© Getty Images | Pixelbizz

Erst gestern hat die ING ihre Bauzinsen über alle Zinsbindungen um bis zu 0,07 Prozentpunkte gesenkt. Heute hebt die Direktbank die Zinssätze wieder an. Die Erhöhung um 0,13 Prozentpunkte frisst die zuvor gewährte Vergünstigung wieder auf und treibt die Kosten höher.

Im repräsentativen Beispiel der Bank zeigen sich die Änderungen: Bei einem Darlehen über 300.000 Euro, einer Zinsbindung von 15 Jahren und einer anfänglichen Tilgung von 3 Prozent steigt der Sollzins auf 4,79 Prozent pro Jahr. Der effektive Jahreszins liegt nun bei 4,93 Prozent, zuvor waren es 4,79 Prozent. Grundlage ist eine Beleihung von 85 Prozent – die Bank finanziert also 85 Prozent des Immobilienwerts. Auch die monatliche Rate steigt: Sie erhöht sich von 1915 Euro auf 1947,50 Euro. Damit müssen Kreditnehmer monatlich 32,50 Euro mehr bezahlen. Auf ein Jahr gerechnet entspricht das einer Mehrbelastung von 390 Euro.

Im Marktvergleich gab es auch schon vor der Zinserhöhung günstigere Angebote. Der Vermittler Interhyp* gibt für fünfzehnjährige Laufzeiten einen üblichen Zins von 4,51 Prozent an. Die ING liegt mit einem Sollzins von 4,79 Prozent und einem effektiven Jahreszins von 4,93 Prozent darüber. Dr. Klein* nennt für die Immobilienfinanzierung eine Top-Zinsspanne von 3,69 bis 4,27 Prozent je nach Sollzinsbindung, womit sich die ING ebenfalls über dieser Spanne bewegt. Allerdings bietet die ING auch einige Zinsrabatte.

24. September: Neue Entwicklung – ING senkt Bauzinsen

Die ING hat jüngst die Bauzinsen gesenkt – nun ändert eine weitre Bank ihre Konditionen.
Die ING hat nun die Bauzinsen gesenkt.© Getty Images | BalkansCat

Nachdem die Bauzinsen bei mehreren Anbietern in den vergangenen Wochen gestiegen sind, zeichnet sich am Markt nun eine erste Gegenbewegung ab: Die ING* senkt die Zinsen für Immobilienkredite. Die Direktbank teilte mit: „Aufgrund der Situation an den Geld- und Kapitalmärkten senkt die ING die Konditionen für die Baufinanzierung per Donnerstag, den 24.09.2026, um bis zu 0,07 Prozentpunkte über alle Zinsbindungen.“

Die Änderung zeigt sich auch im repräsentativen Beispiel der Bank. Bei einem Darlehen über 300.000 Euro, einer Zinsbindung von 15 Jahren und einer anfänglichen Tilgung von 3 Prozent sinkt der Sollzins auf 4,66 Prozent pro Jahr. Der effektive Jahreszins liegt nun bei 4,79 Prozent, zuvor waren es 4,84 Prozent. Grundlage ist eine Beleihung von 85 Prozent – die Bank finanziert also 85 Prozent des Immobilienwerts. Auch die monatliche Rate fällt: Sie sinkt von 1927,50 Euro auf 1915 Euro. Damit müssen Kreditnehmer monatlich 12,50 Euro weniger aufbringen. Auf ein Jahr gerechnet entspricht das einer Entlastung von 150 Euro.

Im Marktvergleich bieten sich trotz der Zinssenkung derzeit günstigere Angebote. Der Vermittler Interhyp* gibt für fünfzehnjährige Laufzeiten einen üblichen Zins von 4,51 Prozent an. Die ING liegt mit einem Sollzins von 4,66 Prozent und einem effektiven Jahreszins von 4,79 Prozent darüber. Dr. Klein* nennt für die Immobilienfinanzierung eine Top-Zinsspanne von 3,69 bis 4,27 Prozent je nach Sollzinsbindung, womit sich die ING ebenfalls über dieser Spanne bewegt. Allerdings bietet die ING auch einige Zinsrabatte.

Grundsätzlich gilt: Die Konditionen für Immobilienkredite lassen sich nicht pauschal vergleichen, da sie maßgeblich von der finanziellen Situation des Antragstellers abhängen. Kreditnehmer sollten mehrere Angebote mit möglichst identischen Eckdaten gegenüberstellen.

23. September: KfW stockt Förderung für Familien deutlich auf

KfW Bankengruppe
Für Familien ist die förderberechtigte Kreditsumme gestiegen.© dpa | Frank Rumpenhorst

Förderungen können die Finanzierung einer Immobilie erleichtern – insbesondere angesichts der aktuellen Bauzinsen. Bei der KfW gibt es dafür verschiedene Förderprogramme, die je nach Vorhaben und persönlicher Situation infrage kommen können. Eines davon ist „Jung kauft Alt“, dessen Konditionen nun verbessert wurden.

Familien können beim Kauf einer sanierungsbedürftigen Bestandsimmobilie seit August über das KfW-Programm „Jung kauft Alt“ höhere Förderkredite erhalten. Für Familien mit einem Kind steigt der Höchstbetrag auf 140.000 Euro, bei zwei Kindern auf 160.000 Euro und bei drei oder mehr Kindern auf 180.000 Euro. Zuvor lagen die Grenzen bei 100.000, 125.000 beziehungsweise 150.000 Euro. Für die Kredite gelten vergünstigte Zinsen. Aktuell liegt der effektive Jahreszins für ein Darlehen mit 35 Jahren Laufzeit und zehn Jahren Zinsbindung bei 1,00 Prozent.

Auch bei der energetischen Sanierung gibt es mehr Spielraum. Statt die Immobilie vollständig zum Effizienzhaus 85 EE oder Effizienzhaus Denkmal EE zu sanieren, können Familien nun auch mehrere Einzelmaßnahmen umsetzen. Ein Effizienzhaus bezeichnet dabei einen besonders energieeffizienten Gebäudestandard, bei dem der Energiebedarf des Hauses bestimmte Grenzwerte einhalten muss. Zu den verpflichtenden Einzelmaßnahmen gehören in der Regel der Austausch der Fenster, die Dämmung der Fassade, die Dämmung des Dachs oder der obersten Geschossdecke sowie ein Heizungstausch auf mindestens 65 Prozent erneuerbare Energien. Ist diese Heizungsanforderung bereits erfüllt, entfällt die Maßnahme. Die Sanierung muss innerhalb von 54 Monaten nach der Förderzusage abgeschlossen sein.

Das Programm richtet sich an Familien und Alleinerziehende mit mindestens einem minderjährigen Kind, die erstmals selbst genutztes Wohneigentum erwerben. Das zu versteuernde Haushaltseinkommen darf bei einem Kind höchstens 90.000 Euro betragen, zuzüglich 10.000 Euro für jedes weitere Kind. Die gekaufte Immobilie muss laut Energieausweis in die Effizienzklassen F, G oder H eingestuft sein.

Wer eine Immobilienfinanzierung plant, sollte neben den Konditionen der Bank auch prüfen, welche staatlichen Förderprogramme infrage kommen. Diese können sie bei ihrer Bank anfragen.

22. September: Sparkassen-Tochter erhöht Bauzinsen deutlich

Die Kosten für Immobilienkredite steigen derzeit – Kreditnehmer sollten daher Konditionen gründlich vergleichen, um das beste Angebot zu finden.
Die Kosten für Immobilienkredite steigen derzeit – Kreditnehmer sollten daher Konditionen gründlich vergleichen, um das beste Angebot zu finden.© Sascha Ditscher/dpa | Sascha Ditscher

Der Aufwärtstrend bei den Bauzinsen hält weiter an. Nun geht es auch bei der Sparkassen-Tochter 1822direkt* weiter nach oben. Das zeigt sich unter anderem im repräsentativen Beispiel: Der effektive Jahreszins steigt hier auf 4,41 Prozent. Anfang September lag er noch bei 3,93 Prozent. Der Zins berechnet sich auf Grundlage einer Finanzierung über 300.000 Euro mit zehn Jahren Zinsbindung und einer anfänglichen Tilgungsrate von 2,00 Prozent. Mit der Zinserhöhung steigt auch die monatliche Rate von 1460,00 auf 1577,50 Euro. Das sind Mehrkosten von 117,50 Euro im Monat beziehungsweise 1410 Euro im Jahr.

Ein Vergleich zeigt, dass die Konditionen der Online-Sparkasse mit den Angeboten am Markt mithalten können. Der Kreditvermittler Interhyp* bezifferte die Bauzinsen für Darlehen mit zehnjähriger Zinsbindung auf rund 4,36 Prozent. Die 1822direkt liegt mit einem Sollzins von 4,31 Prozent und einem Effektivzins von 4,41 Prozent in etwa gleichauf. Dr. Klein* nennt für die Immobilienfinanzierung eine Top-Zinsspanne von 3,93 bis 4,47 Prozent – abhängig von der Sollzinsbindung. Der Effektivzins der 1822direkt bewegt sich damit innerhalb dieser Spanne.

21. September: Neue Bauzinsen bei der PSD Bank Nürnberg

Im Gegensatz zum Tagesgeld ist Festgeld für eine feste Laufzeit gebunden.
Die Kosten für Immobilienkredite steigen weiter. Ein Beispiel zeigt die potenziellen Kosten.© Getty Images | Boris_Zec

Nachdem ING und Allianz in der vergangenen Woche die Bauzinsen erhöht haben, geht es nun auch bei der PSD Bank Nürnberg* nach oben. Die Bank, die ebenfalls als Kreditvermittler auftritt, erhöht den effektiven Jahreszins in ihrem repräsentativen Beispiel von 3,70 auf 3,91 Prozent. Das Beispiel gilt unter der Annahme, dass insgesamt 300.000 Euro mit zehn Jahren Zinsbindung und einer anfänglichen Tilgungsrate von 1,00 Prozent finanziert werden. Vorausgesetzt wird eine Finanzierung von Darlehen bis zu 50 Prozent des Kaufpreises beziehungsweise der Herstellungskosten sowie ausschließlich wohnwirtschaftlich genutzter Objekte.

Mit dem steigenden Zins erhöht sich auch die monatliche Rate. Diese liegt nun bei 1429,49 Euro. Zuvor waren es 1370,42 Euro. Damit müssen Kreditnehmer mit Mehrkosten von rund 59 Euro im Monat beziehungsweise etwa 708 Euro im Jahr rechnen.

Trotz der Zinserhöhung können die Konditionen im direkten Vergleich mit anderen Anbietern mithalten. Der Kreditvermittler Interhyp* bezifferte die Bauzinsen für Darlehen mit zehnjähriger Zinsbindung auf rund 4,32 Prozent. Die PSD Bank Nürnberg liegt mit einem Sollzins von 3,84 Prozent und einem Effektivzins von 3,91 Prozent darunter. Dr. Klein* nennt für die Immobilienfinanzierung eine Top-Zinsspanne von 3,93 bis 4,47 Prozent – abhängig von der Sollzinsbindung. Auch in diesem Vergleich bewegt sich die PSD Bank Nürnberg unterhalb der genannten Spanne.

Nach dem jüngsten Anstieg bewegen sich die Bauzinsen derzeit seitwärts. Ein Profi erklärt, welche Faktoren die Zinsen in den kommenden Monaten beeinflussen könnten.
Nach der ING ändert eine weitere Bank nun die Konditionen für Immobilienkredite.© Getty Images/iStockphoto | Rafa Jodar

FAQ zu Bau-, Auto- und Ratenkrediten

Was ist ein Baukredit?

Ein Baukredit ist ein Darlehen, das speziell für die Finanzierung von Bauvorhaben oder den Kauf von Immobilien vorgesehen ist. Die Zinssätze sind oft über einen längeren Zeitraum festgeschrieben, um Planungssicherheit zu gewährleisten.

Wie unterscheiden sich Auto- und Ratenkredite?

Autokredite sind speziell für die Finanzierung von Fahrzeugen gedacht. Sie bieten oft günstigere Zinssätze und spezifische Konditionen. Ratenkredite hingegen sind vielseitiger und können für verschiedene Konsumzwecke verwendet werden.

Welche Faktoren beeinflussen die Zinssätze für Kredite?

Die Zinssätze für Kredite werden von verschiedenen Faktoren beeinflusst. Dazu gehören die Leitzinsen der EZB, die Kreditwürdigkeit des Kreditnehmers und die spezifischen Konditionen der Bank.

Kann ich mehrere Kredite gleichzeitig haben?

Ja, es ist möglich, mehrere Kredite gleichzeitig zu haben. Allerdings sollten Verbraucher und Verbraucherinnen ihre finanzielle Belastbarkeit sorgfältig prüfen und Angebote vergleichen, um die besten Konditionen zu erhalten.

Wie sicher sind die Kredite bei verschiedenen Banken?

In Deutschland sind alle Bankeinlagen bis zu 100.000 Euro pro Kunde und Bank durch die Einlagensicherung geschützt. Dies gilt jedoch nicht für Kredite: Hier ist die Bonität des Kreditnehmers entscheidend.

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